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erhöhte Blutzuckerwerte bedeuten immer gesundheitsrisiken?

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    Mitglied seit: 15.07.2018
    am 31.01.2019 15:20:14 | IP (Hash): 1199446936
    Hallo,

    seit nunmehr vielen Monaten sind wir dabei Blutzuckerwerte zu verbessern. Und wir gingen eigentlich auch davon aus, dass es vielversprechend aussah. Mein Mann ist 48 und hat in seinem Lebensalltag sehr viel verändert, angefangen vom Essen bishin zur täglichen Bewegung.

    Nun hatten wir letztens ein Gespräch mit einem Bekannten, der Diabetes hat ( allerdings muss er sich schon spritzen). Und dieser meinte Werte die sich im Rahmen von 130 bis 200 , insbesondere Morgenwerte von bis zu 150 teilweise, seien ganz und gar nicht normal. Wir dachten bisher das sei besser, immerhin fing er bei knapp über 300 an.

    Er meinte auch das Verhalten seines Arztes sei auch unangebracht. Er hätte schon längst auf Medikamente eingestellt werden müssen. Schliesslich müssten, ja wie bei einem Gesunden Menschen, Werte zw 100 und 120 angestrebt bzw gehalten werden. Diese Werte die wir seit Monaten erhoben haben,seien IMMER zu hoch gewesen, und deswegen liessen sich mögliche Folgen auch nicht ausschliessen.

    Wir sind nun etwas irritiert, aber je länger wir dessen these uns durch den kopf gehen lassen haben, hat es uns schon irgendwie zum Denken gebracht.

    Sein Arzt hat ja wie gesagt Diabetes anhand des ersten LZ wert bei 8 diagnostiziert. Auch trotz des verbesserten LZ Wert von vor 3 Monaten etwa. Und er hat aber KEINE symptome oder Beschwerden , trotz der Diagnose.

    und nun hören wir eben, so Sachen wie oben beschrieben. Bzw. es wäre nur eine Frage der Zeit, bis man Folgeerkrankungen entwickelt, zum Teil gravierende.

    Dabei hat er wirklich sehr viel verändert in seinem Alltagsleben. Aber Werte , Wunschwerte wie bei einem Gesunden, kann man das wirklich noch erwarten ?

    Sein Arzt hatihm bis heute nicht Medis verordnet, lediglich eine Schulung, und Vorsorgeuntersuchungen wie Augentests.

    die ganze Sache hat uns nun schon etwas durcheinandergebracht. Soll er seinen Arzt explizit auf Medis ansprechen, um die Werte noch mehr runter zu bekommen ?

    Wir waren echt froh, das die vielen Monate der BZ sich einigermassen stabilisiert hat. Aber ja, unter 100, oder unter 110 ist er sehr sehr selten. vielmehr zw 130 und 170 nach dem Essen. Wobei letzteres nur bei Ausnahmen wie Honig Brot Nutella entsteht nach 2 , 3 Stunden.

    Nüchtern bewegt er sich immer noch zwischen 130 (bestenfalls) und 150. Leider.

    Vielleicht kann jemand mal dazu schreiben, hat uns etwas aufgewühlt das Ganze. ich kann mir immer noch nicht vorstellen, das das noch weiter runter müsste. und ob man mit solchen Werten definitiv Mit Folgen rechnen muss...

    lg
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    am 31.01.2019 18:12:16 | IP (Hash): 233706338
    waterfall18 schrieb:
    ob man mit solchen Werten definitiv Mit Folgen rechnen muss...



    Das Blöde am Diabetes ist, dass fast nichts definitiv feststeht. Fast alles basiert auf statistischen Zusammenhängen. Statistik sagt zwar etwas über die Wahrscheinlichkeit aber nichts über den konkreten Einzelfall. Sonst hätte der rauchende Helmut Schmidt niemals fast 97 Jahre alt werden dürfen ;-)

    Was nach meinem laienhaften Kenntnisstand bis heute gilt, ist, weil es in den biologischen Vorgängen begründet ist, dass Werte ab etwa 180 mg/dl direkt zu einer Schädigung der Gefäße führen und somit soweit irgendwie möglich vermieden werden sollen. Solche Gefäßschäden sind es, die für Augen- und viele Fußprobleme ebenso sorgen, wie für große Zahlen von Herzinfarkten und Schlaganfällen. Ansonsten ist da viel Theorie und Glauben, die von manchen Studien gestützt werden und von anderen wiederum nicht.

    Und dann beginnt der Streit um sprachliche Feinheiten. Euer Bekannter hat völlig Recht, dass z. B. Nüchternwerte um 150 mg/dl oder nach dem Essen 200 mg/dl "ganz und gar nicht normal" sind. "Normal" heißen in der Medizin aber Werte, die einfach ausgedrückt für einen gesunden Menschen im Rahmen der Bandbreite liegen, die die Meisten schadlos und bei einigermaßen Wohlbefinden langfristig überleben.

    Da scheint es erstmal logisch richtig, dass ich als Diabetiker alles tun sollte, um meine Werte so weit zu drücken, dass sie denen eines Gesunden gleichen. Garantiert mir das ein Leben ohne Spätschäden? Nein! Erhöht es die Wahrscheinlichkeit für ein Leben ohne Spätschäden? Viele sagen ja, manche sagen nein, denn ein Diabetiker ist nun mal kein Gesunder.

    Bevor ich mich jetzt womöglich noch in Rage schreibe, mache ich es lieber kurz. Erstens: Versucht so weit irgend möglich, den Anstieg nach dem Essen im Bereich bis maximal 160 mg/dl zu halten. Oben schrieb ich von 180 mg/dl. Zur Zeit könnt ihr aber nur punktuell messen und wisst somit nicht, ob ihr damit tatsächlich den Höchstwert auch erwischt. Bei 160 mg/dl wäre da noch etwas "Puffer". Zweitens: Versucht den HbA1c möglichst in den Bereich von 6,5 - 7 % zu bekommen. Leider hast du dazu keinen aktuellen Wert geschrieben. Wenn ihr diese _beiden_ Eckpunkte erreicht, wäre seeehr viel geschafft. Und wenn ihr merkt, dass das für euch nicht zu erreichen ist, dann sollte ernsthaft über Medikamente nachgedacht werden.

    Ich drück die Daumen und wünsche gutes Gelingen.
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    am 31.01.2019 19:29:24 | IP (Hash): 707358842
    Hallo,

    ich will mich hier nicht über BZ Werte auslassen. Aber wenn ich euren Beitrag richtig lese , habe ich die Vermutung, dass ihr bei eurem Hausarzt in Behandlung seid.
    Von einem Diabetologen sind solche Sprüche eigentlich nicht zu erwarten.
    Hausärzte haben ein kleineres Budget wie ein Diabetologe und Diabetiker sind nun mal eine kostspielige Spezies.
    Musste ich vor ein paar Monaten am eigenen Leib erfahren.
    Hab mich zum Diabetologen überweisen lassen und meine Nüchternwerte, die um die 300 mg/dl lagen sind inzwischen unter 120, an manche Tagen sogar unter 100 mg/dl.
    Muss zwar fünfmal spritzen aber mir gehts hervorragend.
    Kann euch den Diabetologen nur wärmtens empfehlen.

    Gruß Helmut
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    am 31.01.2019 19:34:35 | IP (Hash): 1199446936
    hallo,

    zunächst danke für die sehr hilfreiche und informative Antwort.

    Beim ersten LZ Wert , der um die 8 betrug, wurde ihm die Diagnose gestellt. Beim zweiten Mal betrug er an die 7. ( habe jetzt die endziffer nicht mehr im Kopf).

    Nach wie vor besteht das Problem mit den Nüchternwerte. Die variieren immer zwischen 130 und 150. Ich muss dazu sagen, das wir abends vor dem TV manchmal bisschen "naschen". Aber WENN dann nur eine Handvoll Vollkornprodukte, Obst oder einen Salat. Es fällt meinem Mann schwer ganz darauf zu verzichten.

    Frühstücken tun wir nicht, nach der Arbeit nachmittags kochen wir dann, der BZ ist vorher sehr stabil ( 110 bis 120) , und bewegt sich trotz gutem Mittagessen ( Vollkornnudeln oder Reis, Fleisch, Gemüse, etc) nur sehr wenig , bis etwa an die 140 maximal.

    Problematisch ist erst wieder das Abendessen, da haben wir bis jetzt wohl nicht das passende Brot oder Semmeln gefunden. Da sind Werte meistens um die 150 bis 160. jeweils 2 bis 3 Stunden danach.
    Dieses Phänomen kann ich mir immer noch nicht erklären, denn Mittags sind es auch KH (nudeln reis) sowie abends, und doch so grosse Unerschiede bei den Werten.

    Bei Süssigkeiten die wir eher sehr selten essen, in Form von 2 Stückchen Schokolade zb, oder Kuchen 2 Stückchen, da waren die Werte danach nicht höher wie 140. ABER es ist immer unterschiedlich es gibt auch mal etliche Ausnahmen.

    aber wie gesagt, es wurde bisher nie aus ärztlicher Sicht Medikamente angeboten.
  • Elfe

    Rang: Gast
    am 31.01.2019 19:56:05 | IP (Hash): 1755877297
    Hallo,

    lasst euch mal nicht verunsichern, durch euren Bekannten.
    Ist der ein 2er mit Insulin? Der hat wohl einiges nicht verstanden.

    Morgennüchternwerte werden zur Diabetes-Diagnose herangezogen, ist ja eh schon klar bei deinem Mann. Aber bitte direkt nach Wachwerden direkt noch auf der Bettkante messen, nicht erst am Frühstückstisch.
    Würde der Arzt es für nötig halten, ein Medikament zu verschreiben, hätte er das gesagt.
    Vorsorgeuntersuchungen sind ganz normal, einmal Augenarzt pro Jahr sowieso für jeden auch bzgl. anderer Augenerkrankungen (ohne Diabetes).
    Bei der Schulung wird euch etwas über Kohlenhydrate erzählt, was ihr eh schon berücksichtigt bei Ernährung.
    ~
    Wie schon erzählt, bin ich als 1er eingestuft und muss eigen fehlendes Insulin durch äußerliches ersetzen. Um dafür die Dosis zu finden, wird einiges in Schulung mehr erklärt.

    Gegen Morgen gegen 3 Uhr in der Nacht wird zum Wachwerden so alles mögliche an Hormonen, auch Gegenhormonen zum Insulin ausgeschüttet, was einen BZ-Anstieg bewirkt. Den ihr messen könnt und gar nichts mit dem Abendessen zu tun hat.

    'Normale' Blutzuckerwerte sind eher Glauben. Die statistische Datenlage ist da sehr dürftig, weil das kaum gemessen wird, als Vorsorgekriterium ist der HbA1c-Wert anerkannt.
    War bei 8 und ist jetzt wo ?

    Selbst mal über 200 sind nicht schlimm, da die Nierenschwelle kaum überschritten wird, da wird dann kurzeitig Zucker über Urin ausgeschieden.
    Ich persönlich soll sogar kurzzeitige Ausflüge um die 270 tolerieren, um nicht mit externen Insulin in Unterzucker zu geraten, da eher Augenmerk meines Arztes.
    Und trotz wirklich großer BZ-Schwankungen sind bei mir keinerlei Folgeerkrankungen zu erkennen (seit vielen Jahren).

    :-) Gruß Elfe
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    Mitglied seit: 20.02.2011
    am 31.01.2019 20:28:47 | IP (Hash): 1843708629
    Elfe schrieb:
    Morgennüchternwerte werden zur Diabetes-Diagnose herangezogen, ist ja eh schon klar bei deinem Mann. Aber bitte direkt nach Wachwerden direkt noch auf der Bettkante messen, nicht erst am Frühstückstisch.


    Stimmt, deswegen kommt der Dok bei uns auch für den Nüchternwert auch immer um 6 Uhr morgens zum Hausbesuch ;)

    ----------------------------------------------
    Alle Aussagen bezüglich Diabetes und Behandlung in diesem Beitrag sind mutmaßlich, denn ich bin kein Arzt. Genauso wie ich von einem mutmaßlichen Mörder schreiben muss, wenn ich gesehen hab, wie einer einen anderen erschossen hat. Denn zum Mörder darf den nur zum entsprechenden Ende eines ordentlichen Verfahrens ein ordentlicher Richter ernennen ;)
  • Elfe

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    am 01.02.2019 00:33:37 | IP (Hash): 1755877297
    @Jürgen
    Eben nicht !
    Und keineswegs lustig, spar dir deinen ;-) Smiley. Und du Jürgen, hast nix verstanden.

    Bis wir beim Arzt zur BZ-Bestimmung angelangt sind, haben wir schon etliche Stresssituationen erlebt, mit Gegenhormon-Ausschüttung zum Insulin - pünktlich zum Termin erscheinen, Stau/Auto oder Bus pünktlich u.a.. Der sogen. Nüchternwert beim Arzt ist sehr sehr ungenau !
    Wird ev. herangezogen als erster Hinweis zu weiteren Werteerhebung, mehr nicht.

    @waterfall
    Tagsüber sind Kohlenhydrate schon wichtig, die werden da benötigt und auch verbraucht, daher sind die Mittags-KHs nicht so auffällig wie abends.
    Gegen abendliche warme Mahlzeit ist aber nichts einzuwenden, wenn genügend Zeit ist, bis zum Schlafengehen.
    So abendlich vor'm TV, ja, dann Appetit.
    So angeblich 'gesundes' Obst enthält Kohlenhydrate, Salat kurz vor Schlafengehen belastet die Verdauung in der Nacht.
    So 50 g Nüsse werden per äußerlich gegebenen Insulin gar nicht angerechnet.
    Zartbitterschokolade per einem Riegel reicht per Appetit & Sättigung schon und bei Schokolade mit ganzen Haselnüssen per Riegel ist der KH-Gehalt auch nicht hoch. Genießen und auf der Zunge zergehen lassen.
    Eine andere Möglichkeit wäre, ev. zuckerfreie Bonbons zu lutschen. Mal durchprobieren, ob's schmeckt.
    Bearbeitet von User am 01.02.2019 00:34:47. Grund: +
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    Mitglied seit: 20.02.2011
    am 01.02.2019 08:15:01 | IP (Hash): 2134918625
    Elfe schrieb:
    @Jürgen
    Eben nicht !
    Und keineswegs lustig, spar dir deinen ;-) Smiley. Und du Jürgen, hast nix verstanden.

    Bis wir beim Arzt zur BZ-Bestimmung angelangt sind, haben wir schon etliche Stresssituationen erlebt, mit Gegenhormon-Ausschüttung zum Insulin - pünktlich zum Termin erscheinen, Stau/Auto oder Bus pünktlich u.a.. Der sogen. Nüchternwert beim Arzt ist sehr sehr ungenau !
    Wird ev. herangezogen als erster Hinweis zu weiteren Werteerhebung, mehr nicht.


    Morgens nüchtern BEIM ARZT ist nun mal der erste Schlüsselwert jeder Behandlung. Gesund steigt der auch vom Aufstehen bis zum Frühstück keine 20 und mehr mg/dl an. Da werden all die Hormone und was sonst noch rech kurz ausgebügelt.

    Seit ich keinen Morgenanstieg (Dawn-Phänomen mehr pflege, auf der Bettkante 80 und ne Stunde weiter zum Frühstück 160), sehe ich im Scan mit dem Aufstehen nen kleinen Anstieg so von 80 auf 90, der aber ne Stunde weiter schon wieder von selbst abgesunken ist. Meinen Morgenanstieg habe ich mit meinem Leberfett abgeben können.

    Viele Typ2 können gewaltig von ihrer Leberentfettung profitieren, also 4-6 Wochen nur 600-800 kcal/Tag und auf Normalgewicht abspecken und halten. Damit kann in weit mehr als 50% aller Fälle der Blutzucker-Verlauf wieder völlig normalisiert werden, also morgens nüchtern und vor den Mahlzeiten unter 90mg/dl und kein Morgenanstieg! Und wer dann so isst und sich so bewegt, dass er in der Spitze ne Stunde nach dem Essen meistens unter 140 bleibt, braucht auch keine Diabetes-Risiken zu fürchten :)


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    Alle Aussagen bezüglich Diabetes und Behandlung in diesem Beitrag sind mutmaßlich, denn ich bin kein Arzt. Genauso wie ich von einem mutmaßlichen Mörder schreiben muss, wenn ich gesehen hab, wie einer einen anderen erschossen hat. Denn zum Mörder darf den nur zum entsprechenden Ende eines ordentlichen Verfahrens ein ordentlicher Richter ernennen ;)
  • Elfe

    Rang: Gast
    am 01.02.2019 17:34:45 | IP (Hash): 1755877297
    Hallo Jürgen,

    ich kann dir nicht zustimmen.
    Du müsstest doch eigentlich besser wissen, als ICTler mit zwei Insulinen, daß der sogenannte Nüchternwert beim Arzt bei der Behandlung dann keine Rolle spielt.
    Wie gut man selbst klargekommen ist, wird beim Arzt zuerst anhand des HbA1c-Wertes beurteilt, und auch zu tiefe/hohe Einzelwerte besprochen.
    Mein Blutzuckerwert wird immer fettgedruckt als zu hoch auf dem Laborblatt ausgewiesen.
    Und wenn ich kleiner 100 mg/dl liege, kommt schon das Fachpersonal angelaufen mit Traubenzucker.

    Kann sein, daß du den nicht mehr vorhandenen Morgenanstieg deiner Gewichtsabnahme zu verdanken hast - wurde denn deine Leber wirklich mal auf Fett untersucht !?

    Selber habe ich auch einen Morgenanstieg und finde die biologische Erklärung der Gegenhormone viel plausibler.
    Und eben auch, weil man ab und an mit Weckerstellen den BZ um 2/3 Uhr messen soll, um ggfs. das Basalinsulin zu überprüfen. Ist der BZ-Anstieg später erst beim Aufstehen zu sehen, beruht das auf Hormonausschüttung gegen Morgen.
    Ich habe lange Zeit den Dawn-Effekt um 6 Uhr mit 1-2 Einheiten kurzwirkendem Insulin weggespritzt, auch am Wochenende.
    Gute Erfahrung habe ich mittlerweile damit gemacht, die zweite Basaldosis erst wirklich vor Schlafengehen zu geben, auch z.T. erst nach Mitternacht.
    Fett, schon gar nicht Leberfett, war und ist kein Thema bei mir mit BMI ca. 19.

    waterfall18 schrieb:

    Frühstücken tun wir nicht, nach der Arbeit nachmittags kochen wir dann, der BZ ist vorher sehr stabil ( 110 bis 120) , und bewegt sich trotz gutem Mittagessen ( Vollkornnudeln oder Reis, Fleisch, Gemüse, etc) nur sehr wenig , bis etwa an die 140 maximal.


    Ohne Frühstück, wenn ich nüchtern zur Blutabnahme zum Arzt muss, habe ich immer einen Blutzuckeranstieg.
    Davon mal abgesehen, bin ich mit Frühstück und Pott Kaffee viel leistungsfähiger im Alltag.
    Ein anderer Effekt ist, daß sich durch 'morgens satt' nicht so ein Heißhunger aufbaut, den man dann doch abends in Ruhe kompensieren möchte.

    Ja, es gibt durchaus Menschen, die morgens früh nichts herunterkriegen können.
    Dennoch wäre mein Rat, zumindest eine Frühstückspause einzulegen (belegtes Brot + vorgeschnittenes Obst, Rohkost z.B.).
    Bearbeitet von User am 01.02.2019 17:39:43. Grund: Format
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    am 01.02.2019 20:40:16 | IP (Hash): 1199446936
    guten Abend,

    erst einmal herzlichen Dank für all die Antworten. Und auch dir Elfe,

    Das mit dem Abends vor dem Zu Bett gehen essen ist so eine Sache. Und dennoch glaube ich so langsam auch der hohe Wert liegt nicht an der Mahlzeit vom (spät) Abend davor. Denn gestern zb gönnten wir uns Magerquark mit Blaubeeren, Haferflocken , und der Morgenwert war 134. Und das ist im Vergleich der sonst immer gemessenen Werten sehr niedrig.

    Der letzte LZ Wert vom letzten Jahr Dezember war um die 7, 2 , weiss die letzte Zahl nicht mehr so ganz korrekt.

    Das grösste Poblem , bzw Ursache liegtwohl am Gewicht. Mein Mann wog damals knapp über 90, bei einer Grösse von 1, 72. Mittlerweile wiegt er 84.
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    am 01.02.2019 22:11:30 | IP (Hash): 2134918625
    Elfe schrieb:
    ich kann dir nicht zustimmen.
    Du müsstest doch eigentlich besser wissen, als ICTler mit zwei Insulinen, daß der sogenannte Nüchternwert beim Arzt bei der Behandlung dann keine Rolle spielt.


    Ausschließlich der Nüchternwert beim Arzt lange nach der Bettkante spielt für die Einstellung von T2 ohne Insulin per se bis heute die erste Geige - und bis heute auch für die meisten INSULINER egal ob 1 oder 2.

    Vielleicht liest Du mal die Praxisempfehlungen der DDG und zeigst mir die Stelle, an der neuerdings der Wert auf der Bettkante den Beim Arzt ersetzt haben soll?

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    Alle Aussagen bezüglich Diabetes und Behandlung in diesem Beitrag sind mutmaßlich, denn ich bin kein Arzt. Genauso wie ich von einem mutmaßlichen Mörder schreiben muss, wenn ich gesehen hab, wie einer einen anderen erschossen hat. Denn zum Mörder darf den nur zum entsprechenden Ende eines ordentlichen Verfahrens ein ordentlicher Richter ernennen ;)
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    am 01.02.2019 22:22:37 | IP (Hash): 1840380384
    Hmmm,
    die letzen 20-25 Jahre hat sich bei mir absolut keine Diabetologe für den in der Praxis gemessenen "Nüchternwert" als solchen interessiert.
    Und eigentlich ist es blutzuckertechnisch auch total egal, ob ich da "nüchtern" aufschlage oder nicht... Zu dem Zeitpunkt bin ich schon mindestens 1,5 Stunden wach und ca 10 km mit dem Fahrrad gefahren.

    "Lustig" fand in vor ca 2 Jahren, als die Azubine mich gefragt hat, ob ich schon Insulin gespritzt hätte... hab ihr nichts getan ;)

    Ich vermute aber, dass die Diagnose-Grenzwerte den eventuellen leichten Anstieg berücksichtigen...
    Bearbeitet von User am 01.02.2019 22:40:14. Grund: Ergänzung
  • Elfe

    Rang: Gast
    am 02.02.2019 00:43:04 | IP (Hash): 1755877297
    Hallo Heike,

    stimmt, der aktuelle Blutzuckerwert wird immer gemessen, aber im Arztgespräch spielt der eher keine Rolle (wie beschrieben).

    "Lustig" empfinde ich die Reaktion vom Fachpersonal (auch in Ausbildung) keineswegs.
    Habe durchaus Verständnis, mit gewissen Vorgaben beruflich (nicht Medizin) umgehen zu müssen: GLP (Gute Labor Praxis), SOP (Standardarbeitsanweisung). Zum Teil echt absurd so persönlich gesehen, ist aber nun mal so, wer immer das beschlossen hat.
    Versuche dies auch Azubis und Werkstudenten zu erklären, so im Zwiegespräch.

    @Jürgen
    Kann auch per DDG für 2er eher lesen, daß HbA1c-Wert im Fokus liegt - siehe Schema Seite 152 aus
    https://www.deutsche-diabetes-gesellschaft.de/fileadmin/Redakteur/Leitlinien/Praxisempfehlungen/2018/DuS_S2_2018_Praxisempfehlungen_06_Therapie-Typ-2-Diabetes.pdf

    @waterfall
    Deine beschriebene Abendmahlzeit wäre eigentlich ein Super Frühstück.
    So Knabbervergnügen abends könnten Gemüsesticks mit Joghurtdip sein oder sonst wie beschrieben.
    Langzeitwert weiter senken unter 7 sollte Ziel sein.
    Dieser sagt aus, wie sich die selber gemessenen BZ-Werte wirklich im Organismus auswirken.

    Gruß Elfe
    Bearbeitet von User am 02.02.2019 00:57:47. Grund: Korrektur
  • Rang: Erweitertes Mitglied
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    Beiträge: 54
    Mitglied seit: 01.10.2018
    am 02.02.2019 11:00:46 | IP (Hash): 1927942680
    HeikeOV schrieb:
    eigentlich ist es blutzuckertechnisch auch total egal, ob ich da "nüchtern" aufschlage oder nicht...

    Sehe ich für mich genau so. Was immer die da beim Besuch an aktueller Glucose messen ist mir sowas von schnuppe. Mein Morgenwert steht schon lange fest, bevor ich die Praxis betrete.

    HeikeOV schrieb:
    "Lustig" fand in vor ca 2 Jahren, als die Azubine mich gefragt hat, ob ich schon Insulin gespritzt hätte... hab ihr nichts getan ;)

    Du bist ein guter Mensch ;-)
    Bearbeitet von User am 02.02.2019 11:01:42. Grund: .
  • Elfe

    Rang: Gast
    am 02.02.2019 18:02:38 | IP (Hash): 1776732099
    hjt_Jürgen schrieb:
    Ausschließlich der Nüchternwert beim Arzt lange nach der Bettkante spielt für die Einstellung von T2 ohne Insulin per se bis heute die erste Geige - und bis heute auch für die meisten INSULINER egal ob 1 oder 2.


    Eventuell könnte ein Blick in den Diabetes Pass das Missverständnis um den Nüchternwert aufklären,
    siehe Seite 10
    "Blutzucker nücht./postpr. (s. auch Selbstkontrollwerte)"
    https://www.diabetesde.org/system/files/documents/gesundheitspass_diabetes_2017.pdf

    Dieser Pass wird für alle Diabetiker-Typen geführt, bildet aber ab, was so generell an Untersuchungen wichtig ist, weit mehr als Nüchternwert.
    Bearbeitet von User am 02.02.2019 18:04:15. Grund: Korrektur Text
  • Michael74

    Rang: Gast
    am 02.02.2019 18:13:07 | IP (Hash): 1100796255
    Liebe elfe
    Die Wichtigkeit des nbz wertes hat doch die ddg erst wieder beschrieben. Vor Jahren sollte der hba1c in der Diagnose den nbz bzw. Ogtt ablösen. Nachdem es dort aber leider zu Unstimmigkeiten gekommen ist, würde der nbz wieder als zuerst zu prüfender wert eingestuft. Also erzähl nicht immer so einen quatsch über die Sinnlosigkeit des nbz

    Auch wenn sich die Ideen und Vorschläge meinerseits sehr professionell und logisch anhören, ersetzen sie nicht den Gang zum Doktor, um sich dies bestätigen zu lassen; sie dienen nur einer ersten Beratung.
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    Mitglied seit: 20.02.2011
    am 02.02.2019 18:34:08 | IP (Hash): 1763930047
    Elfe schrieb:
    hjt_Jürgen schrieb:
    Eventuell könnte ein Blick in den Diabetes Pass das Missverständnis um den Nüchternwert aufklären,
    siehe Seite 10
    "Blutzucker nücht./postpr. (s. auch Selbstkontrollwerte)"
    https://www.diabetesde.org/system/files/documents/gesundheitspass_diabetes_2017.pdf

    Dieser Pass wird für alle Diabetiker-Typen geführt, bildet aber ab, was so generell an Untersuchungen wichtig ist, weit mehr als Nüchternwert.



    Und wie kommen die weitaus meisten T2 an ihre Werte wenn nicht ausschließlich die beim Arzt, die KEINE Testmedien bekommen und keine Ahnung von postprandial haben, wohl aber so einen niedlichen blauen Pass?
    ----------------------------------------------
    Alle Aussagen bezüglich Diabetes und Behandlung in diesem Beitrag sind mutmaßlich, denn ich bin kein Arzt. Genauso wie ich von einem mutmaßlichen Mörder schreiben muss, wenn ich gesehen hab, wie einer einen anderen erschossen hat. Denn zum Mörder darf den nur zum entsprechenden Ende eines ordentlichen Verfahrens ein ordentlicher Richter ernennen ;)


    Bearbeitet von User am 02.02.2019 18:35:24. Grund: e
  • Elfe

    Rang: Gast
    am 02.02.2019 19:39:05 | IP (Hash): 1776732099
    Michael74 schrieb:
    Die Wichtigkeit des nbz wertes hat doch die ddg erst wieder beschrieben. Vor Jahren sollte der hba1c in der Diagnose den nbz bzw. Ogtt ablösen. Nachdem es dort aber leider zu Unstimmigkeiten gekommen ist, würde der nbz wieder als zuerst zu prüfender wert eingestuft. Also erzähl nicht immer so einen quatsch über die Sinnlosigkeit des nbz.


    Brauchst du ev. eine Lesebrille oder Nachhilfe im logischen Denken !?
    Du schreibst ständig über Glaubwürdigkeit des Langzeitwertes und Nüchternwert könnte auch einen Hinweis geben.
    Bist du selbst diagnostizierter Diabetiker oder bildest du dir das ein !?

    Was du als 'Quatsch' meinerseits empfindest, ist, wenn man wirklich bereits in der Scheiße sitzt - mal so drastisch ausgedrückt, damit du das verstehst.
    Bei mir war BZ-Wert um größer 400 mg/dl bereits Anlass, um Insulinpen in die Hand gedrückt zu bekommen.
    Kein Nüchternblutzucker, kein oGTT.

    Internet ist eine Sache.
    Aber in der Realität findet Behandlung im Zwiegespräch zwischen Arzt und Patient statt.
  • Rang: Erweitertes Mitglied
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    Mitglied seit: 15.07.2018
    am 03.02.2019 21:15:33 | IP (Hash): 1199446936
    zum Thema LZ Wert: Ich habe erst neulich gelesen, das es gesundheitsschädlicher sei den Wert auf unter 6, 5 zu bringen, als in einem Bereich von gut eingestellten 7 bis 7,5 zu liegen. Basierend auf wissenschaftlichen Untersuchungen.

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    Mitglied seit: 20.02.2011
    am 03.02.2019 23:16:31 | IP (Hash): 1801046090
    Du hast richtig gelesen. Aber vielleicht wäre gut, wenn Du das auch überdenken würdest:

    Bis herunter auf HBA1c 7 lässt sich der Blutzucker ärztlich einstellen. Und damit ist auch möglich, diese Einstellung in einer Studie doppelt blind zu überprüfen. Das bedeutet, dass das Ergebnis auch ohne jedes Zutun des Patienten überprüft werden kann.

    ALLE BESSEREN ERGEBNISSE KÖNNEN NUR MIT DER AKTIVEN MITWIRKUNG DES PATIENTEN ERREICHT UND ÜBERPRÜFT WERDEN.

    Es gibt zwar inzwischen mehrere tausend hervorragende Ergebnisse mit nahe bis gesundem Blutzucker innerhalb von wenigen Tagen völlig ohne Medis und HBA1c im Rahmen einer 5 Jahre laufenden Studie in GB.
    UND es gibt immer mehr tausend veröffentlichte gute Erfahrungen einzelner Betroffener,

    aber eben nur Einzelfälle.

    In 10 Jahren wird viiiiileicht offiziell auf die neue Art umgestellt. Vielleicht (auch nicht) ganz einfach, weil die neue Möglichkeit erstens sehr viel mehr professionelle Anleitung von Seiten der Ärzte und Betreuer bedeutet, als HBA1c 7, und weil diese neue Möglichkeit von den Betroffenen in den ersten Wochen und Monaten sehr viel mehr Lernen und Disziplin erfordert als die konventionelle.

    Aus meiner Sicht ist die neue Methode besser, denn damit kann gelingen, viele Jahre ohne Medikamente mit gesundem Blutzucker praktisch gesund zu leben. Aber mit der alten Methode sind die meisten Betroffenen bis jetzt zwar mit mehr Medikamenten und über die Jahre mit mehr Komplikationen - auch ganz gut zurecht gekommen. Mussten nur halt viele Jahre auch Insulin spritzen. Aber mach ich ja heute auch - allerdings mach ich mir damit auch völlig gesunden BZ im Rahmen von HBA1c 5,5 und besser . Daumendrück !

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    Alle Aussagen bezüglich Diabetes und Behandlung in diesem Beitrag sind mutmaßlich, denn ich bin kein Arzt. Genauso wie ich von einem mutmaßlichen Mörder schreiben muss, wenn ich gesehen hab, wie einer einen anderen erschossen hat. Denn zum Mörder darf den nur zum entsprechenden Ende eines ordentlichen Verfahrens ein ordentlicher Richter ernennen ;)
    Bearbeitet von User am 03.02.2019 23:18:41. Grund: e
  • Elfe

    Rang: Gast
    am 03.02.2019 23:57:57 | IP (Hash): 1776732099
    waterfall18 schrieb:
    zum Thema LZ Wert: Ich habe erst neulich gelesen, das es gesundheitsschädlicher sei den Wert auf unter 6, 5 zu bringen, als in einem Bereich von gut eingestellten 7 bis 7,5 zu liegen. Basierend auf wissenschaftlichen Untersuchungen.


    Der Grenzwert zur Diabetes-Diagnose liegt bei HbA1c-Wert von 6,5.
    https://www.deutsche-diabetes-gesellschaft.de/fileadmin/Redakteur/Leitlinien/Praxisempfehlungen/2018/DuS_S2_2018_Praxisempfehlungen_02_Diagnostik.pdf

    Also versuche ich persönlich jedenfalls unter diesen 6,5 zu bleiben.
    Höhere LZ-Werte zuzulassen, liegt an den unterschiedlichen Behandlungs- bzw. Betreuungsformen.
    Unterzucker gilt es unbedingt zu vermeiden, was ein Problem mit Insulinspritzen darstellt.
    Und da viele ältere Menschen auf Pflegepersonenhilfe angewiesen sind, die nur ab und an vorbeikommen, bleibt man da eher auf der sicheren Seite und stellt den LZ-Wert höher ein.

    Für solche Gedanken seid ihr zweibeiden noch viel zu jung und noch nicht mal sind Medikamente notwendig.
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    am 04.02.2019 03:17:30 | IP (Hash): 1659366422
    waterfall18 schrieb:
    zum Thema LZ Wert: Ich habe erst neulich gelesen, das es gesundheitsschädlicher sei den Wert auf unter 6, 5 zu bringen, als in einem Bereich von gut eingestellten 7 bis 7,5 zu liegen. Basierend auf wissenschaftlichen Untersuchungen.




    Hallo Wasserfall,

    Du beziehst Dich auf welche Studien? ACCORD und ADVANCE vermute ich mal. Nun, die waren nicht ganz über jeglichen Zweifel erhaben.

    Als Beispiel mal eine Studie zu häufigem täglichen Kaffeegenuss. Als Ergebniss kam raus, dass Kaffetrinker häufiger sterben als Nicht-Kaffetrinker. Als die Studie dann veröffentlicht wurde, stellte sich schnell heraus, dass die Kaffeetrinker fast alle Raucher mit Herz-Kreislaufproblemen waren. Die Nicht-Kaffetrinker hatten diese Probleme nicht. Woran sind die Kaffeetrinker also wohl gestorben? Aber zu spät, die Kuh 'viel Kaffee führt zu frühem Tod' wurde bereits durch's Dorf getrieben.

    Die beiden Studien zum HbA1c hatten ähnliche Schwachstellen. Ich seh's wie Jürgen. Mein Herz ist gesund, wieso sollte mein HbA1c von 5,6% ungesund sein? Mittlerweile kann ich machen was ich will, tiefer als 62mg/dl komme ich nicht mehr. Insulin hatte ich noch nie, Metformin konnte ich absetzen.

    Welchen HbA1c-Wert man anstrebt und auch erreichen kann, bleibt zum Glück jedem selbst überlassen.

    Freundlich gegrüßt und schönen Tag gewünscht!

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    am 04.02.2019 09:06:58 | IP (Hash): 217961238
    Es scheint erste Hinweise zu geben, dass diabetesassoziierte Augenprobleme, vornehmlich Retinopathie, bei einem HbA1c unter 6,5 % ebenso leicht gehäuft vorkommt, wie bei über 7 %. Je höher er liegt, desto höher wird dann auch die Auftretenswahrscheinlichkeit. Das Problem bei Studien ist aber, dass kaum jemand, der fachlich nicht vorgebildet ist, freiwillig eine komplette Studiendokumentation liest. Wir lesen in aller Regel, was dabei heraus kommt, wenn 100 Seiten Studie für die Medien auf 3 Seiten zusammengefasst, dann von Journalisten in "normales Straßendeutsch" übersetzt und auf maximal 1/2 Seite zusammengestrichen werden.

    Aber egal, ob nun 5,5, oder 6,2 oder 6,9 %. Wenn dein Mann unter 7 % angekommen ist, ist er aus dem "gefährlicheren Bereich" ertmal raus. Und bitte achtet auf die Höchstwerte. Zitat Prof. Thomas Forst zu Werten über 180 mg/dl: "Immer wenn dieser Wert überschritten wird, kommt es zu einer direkten Schädigung der Gefäße ..." .
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    am 04.02.2019 15:39:22 | IP (Hash): 772244296
    Die Hinweise gibt es tatsächlich in den Medien. Beim Betroffenen beim Augenarzt wird allerdings dann gewaltig differenziert. Und danach machen die großen Schwankungen zwischen vor und nach dem Essen das vergrößerte Risiko, und diese Schwankungen sind bei schärferen Einstellungen häufig besonders ausgeprägt. Wenn mit etwas höherem 1c dann weniger ausgeprägte Schwankungen, dann besser der etwas höhere.

    Völlig anders, wer seine Schwankungen in der gesunden Weite von 40-50mg/dl hält. Da ist dann selbstverständlich HBA1c 5,5 günstiger als 6,5 oder 7.
    Übrigens, wenn generell nahe gesunder 1c ein deutlich erhöhtes Risiko darstellen würde, würde das inzwischen als guter Grund für gegen Magenverkleinerungen bei dicken T2 gelten. Denn schon ne Woche nach dem Eingriff haben die den BZ (1c folgt, weil die verzuckerten Blutkörperchen nicht so schnell ausgetausch werden) im völlig gesunden Rahmen!

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    Alle Aussagen bezüglich Diabetes und Behandlung in diesem Beitrag sind mutmaßlich, denn ich bin kein Arzt. Genauso wie ich von einem mutmaßlichen Mörder schreiben muss, wenn ich gesehen hab, wie einer einen anderen erschossen hat. Denn zum Mörder darf den nur zum entsprechenden Ende eines ordentlichen Verfahrens ein ordentlicher Richter ernennen ;)
  • Elfe

    Rang: Gast
    am 04.02.2019 18:44:31 | IP (Hash): 1776732099
    Hallo zusammen,
    ihr sprecht wirklich wichtiges an.

    1.) Für Augenprobleme = Retinopathie sind m. E. in erster Linie die Blutzuckerschwankungen = Differenz zwischen Blutzuckerwerten verantwortlich.
    Meine hohen Blutzuckerwerte (400 mg/dl) wurden zu Anfang deshalb nur langsam mit Mahlzeiteninsulin gesenkt.
    Geblieben (trotz Senkung des LZ von 8 auf nun mehr um die 6) ist dennoch die Mahnung der Augenärztin, große BZ-Unterschiede zu vermeiden, präsent.

    2.) Der Begriff 'Studien' wird per Medien missbräuchlich verwendet - per angeblicher 'Studie' wird von Hautcreme über pflanzliche Nahrungsergänzungsmittel so alles mögliche beworben.
    Was Skytower anspricht, ist durchaus beachtenswert.
    Die ausgewertete Personengruppe hat noch andere Risikofaktoren, die keine Berücksichtigung findet.
    (Haben wir auch aktuell wieder in der Lungenarzt/Diesel-NOx-Diskussion, wobei die sogen. Meta-Studie = Bewertung von vorhandenem Datenmaterial unter anderem Blickwinkel, auch nicht wirklich besser ist).

    Selber habe ich beruflich zu Studien nur in einem Teilbereich fachspezifische Kenntnisse, da sind allerdings klar definierte Versuchsbedingungen wichtig.
    Öffentlich publizierten 'Studien' erscheinen mir jedenfalls ähnlich 'un'glaubwürdig wie Statistiken.

    Viele Grüße an alle Leser von Elfe