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erhöhte Blutzuckerwerte bedeuten immer gesundheitsrisiken?

  • Elfe

    Rang: Gast
    am 03.02.2019 23:57:57 | IP (Hash): 1776732099
    waterfall18 schrieb:
    zum Thema LZ Wert: Ich habe erst neulich gelesen, das es gesundheitsschädlicher sei den Wert auf unter 6, 5 zu bringen, als in einem Bereich von gut eingestellten 7 bis 7,5 zu liegen. Basierend auf wissenschaftlichen Untersuchungen.


    Der Grenzwert zur Diabetes-Diagnose liegt bei HbA1c-Wert von 6,5.
    https://www.deutsche-diabetes-gesellschaft.de/fileadmin/Redakteur/Leitlinien/Praxisempfehlungen/2018/DuS_S2_2018_Praxisempfehlungen_02_Diagnostik.pdf

    Also versuche ich persönlich jedenfalls unter diesen 6,5 zu bleiben.
    Höhere LZ-Werte zuzulassen, liegt an den unterschiedlichen Behandlungs- bzw. Betreuungsformen.
    Unterzucker gilt es unbedingt zu vermeiden, was ein Problem mit Insulinspritzen darstellt.
    Und da viele ältere Menschen auf Pflegepersonenhilfe angewiesen sind, die nur ab und an vorbeikommen, bleibt man da eher auf der sicheren Seite und stellt den LZ-Wert höher ein.

    Für solche Gedanken seid ihr zweibeiden noch viel zu jung und noch nicht mal sind Medikamente notwendig.
  • Rang: Erweitertes Mitglied
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    Beiträge: 64
    Mitglied seit: 04.07.2018
    am 04.02.2019 03:17:30 | IP (Hash): 1659366422
    waterfall18 schrieb:
    zum Thema LZ Wert: Ich habe erst neulich gelesen, das es gesundheitsschädlicher sei den Wert auf unter 6, 5 zu bringen, als in einem Bereich von gut eingestellten 7 bis 7,5 zu liegen. Basierend auf wissenschaftlichen Untersuchungen.




    Hallo Wasserfall,

    Du beziehst Dich auf welche Studien? ACCORD und ADVANCE vermute ich mal. Nun, die waren nicht ganz über jeglichen Zweifel erhaben.

    Als Beispiel mal eine Studie zu häufigem täglichen Kaffeegenuss. Als Ergebniss kam raus, dass Kaffetrinker häufiger sterben als Nicht-Kaffetrinker. Als die Studie dann veröffentlicht wurde, stellte sich schnell heraus, dass die Kaffeetrinker fast alle Raucher mit Herz-Kreislaufproblemen waren. Die Nicht-Kaffetrinker hatten diese Probleme nicht. Woran sind die Kaffeetrinker also wohl gestorben? Aber zu spät, die Kuh 'viel Kaffee führt zu frühem Tod' wurde bereits durch's Dorf getrieben.

    Die beiden Studien zum HbA1c hatten ähnliche Schwachstellen. Ich seh's wie Jürgen. Mein Herz ist gesund, wieso sollte mein HbA1c von 5,6% ungesund sein? Mittlerweile kann ich machen was ich will, tiefer als 62mg/dl komme ich nicht mehr. Insulin hatte ich noch nie, Metformin konnte ich absetzen.

    Welchen HbA1c-Wert man anstrebt und auch erreichen kann, bleibt zum Glück jedem selbst überlassen.

    Freundlich gegrüßt und schönen Tag gewünscht!

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    Mitglied seit: 01.10.2018
    am 04.02.2019 09:06:58 | IP (Hash): 217961238
    Es scheint erste Hinweise zu geben, dass diabetesassoziierte Augenprobleme, vornehmlich Retinopathie, bei einem HbA1c unter 6,5 % ebenso leicht gehäuft vorkommt, wie bei über 7 %. Je höher er liegt, desto höher wird dann auch die Auftretenswahrscheinlichkeit. Das Problem bei Studien ist aber, dass kaum jemand, der fachlich nicht vorgebildet ist, freiwillig eine komplette Studiendokumentation liest. Wir lesen in aller Regel, was dabei heraus kommt, wenn 100 Seiten Studie für die Medien auf 3 Seiten zusammengefasst, dann von Journalisten in "normales Straßendeutsch" übersetzt und auf maximal 1/2 Seite zusammengestrichen werden.

    Aber egal, ob nun 5,5, oder 6,2 oder 6,9 %. Wenn dein Mann unter 7 % angekommen ist, ist er aus dem "gefährlicheren Bereich" ertmal raus. Und bitte achtet auf die Höchstwerte. Zitat Prof. Thomas Forst zu Werten über 180 mg/dl: "Immer wenn dieser Wert überschritten wird, kommt es zu einer direkten Schädigung der Gefäße ..." .
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    Mitglied seit: 20.02.2011
    am 04.02.2019 15:39:22 | IP (Hash): 772244296
    Die Hinweise gibt es tatsächlich in den Medien. Beim Betroffenen beim Augenarzt wird allerdings dann gewaltig differenziert. Und danach machen die großen Schwankungen zwischen vor und nach dem Essen das vergrößerte Risiko, und diese Schwankungen sind bei schärferen Einstellungen häufig besonders ausgeprägt. Wenn mit etwas höherem 1c dann weniger ausgeprägte Schwankungen, dann besser der etwas höhere.

    Völlig anders, wer seine Schwankungen in der gesunden Weite von 40-50mg/dl hält. Da ist dann selbstverständlich HBA1c 5,5 günstiger als 6,5 oder 7.
    Übrigens, wenn generell nahe gesunder 1c ein deutlich erhöhtes Risiko darstellen würde, würde das inzwischen als guter Grund für gegen Magenverkleinerungen bei dicken T2 gelten. Denn schon ne Woche nach dem Eingriff haben die den BZ (1c folgt, weil die verzuckerten Blutkörperchen nicht so schnell ausgetausch werden) im völlig gesunden Rahmen!

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    Alle Aussagen bezüglich Diabetes und Behandlung in diesem Beitrag sind mutmaßlich, denn ich bin kein Arzt. Genauso wie ich von einem mutmaßlichen Mörder schreiben muss, wenn ich gesehen hab, wie einer einen anderen erschossen hat. Denn zum Mörder darf den nur zum entsprechenden Ende eines ordentlichen Verfahrens ein ordentlicher Richter ernennen ;)
  • Elfe

    Rang: Gast
    am 04.02.2019 18:44:31 | IP (Hash): 1776732099
    Hallo zusammen,
    ihr sprecht wirklich wichtiges an.

    1.) Für Augenprobleme = Retinopathie sind m. E. in erster Linie die Blutzuckerschwankungen = Differenz zwischen Blutzuckerwerten verantwortlich.
    Meine hohen Blutzuckerwerte (400 mg/dl) wurden zu Anfang deshalb nur langsam mit Mahlzeiteninsulin gesenkt.
    Geblieben (trotz Senkung des LZ von 8 auf nun mehr um die 6) ist dennoch die Mahnung der Augenärztin, große BZ-Unterschiede zu vermeiden, präsent.

    2.) Der Begriff 'Studien' wird per Medien missbräuchlich verwendet - per angeblicher 'Studie' wird von Hautcreme über pflanzliche Nahrungsergänzungsmittel so alles mögliche beworben.
    Was Skytower anspricht, ist durchaus beachtenswert.
    Die ausgewertete Personengruppe hat noch andere Risikofaktoren, die keine Berücksichtigung findet.
    (Haben wir auch aktuell wieder in der Lungenarzt/Diesel-NOx-Diskussion, wobei die sogen. Meta-Studie = Bewertung von vorhandenem Datenmaterial unter anderem Blickwinkel, auch nicht wirklich besser ist).

    Selber habe ich beruflich zu Studien nur in einem Teilbereich fachspezifische Kenntnisse, da sind allerdings klar definierte Versuchsbedingungen wichtig.
    Öffentlich publizierten 'Studien' erscheinen mir jedenfalls ähnlich 'un'glaubwürdig wie Statistiken.

    Viele Grüße an alle Leser von Elfe