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Gestörte Glukosetoleranz
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Elfe
Rang: Gastam 12.03.2019 19:27:00 | IP (Hash): 1853499897
Kirschen schrieb:
Ich esse zum Frühstück seit Jahren immer dasselbe - 1 gr. Stück Emmentaler, Quinoa (heute nur 3 Eßl., kriegte nicht mehr runter) und 1 bis 1 1/2 Banane. Heute 1 1/4 Banane. Da ich Laktose- und Glutenunverträglichkeit habe, ist meine Ernährung ein bisschen ausgetüftelt, klappt aber - ohne das viele Kortison - sehr gut.
Seltsames Frühstück, was du dir da zusammengestellt hast.
Sowohl als auch:
Emmentaler enthält noch kleine Menge Laktose,
Quinoa in welcher Form zubereitetet ?
und dann noch eins der kohlenhydratreichsten Obstsorten mit 70 g Zucker per 100 g (wie Weintrauben) oben drauf °~°
Was du spürst, sind ganz klar Unterzuckersymptome.
Wie du ja schon per fleißiger Recherche herausgefunden hast, sind Kortison und Cortisol Gegenhormone zum Insulin und erhöhen den Blutzucker.
~ Bist du wirklich sicher, daß deine Diagnosen Laktose/Glutenunverträglichkeit und auch Lupus überhaupt stimmen !?!
- Laktoseintoleranz hatte sich bei mir eindeutig nachweisen lassen (Atemtest). Vermutete Glutenunverträglichkeit per Darmbiopsie nicht.
~ Lupus auch nicht, trotz gravierender Hautprobleme.
Empfindlichkeit gegenüber Hautreinigungs- und pflegemitteln, irgendwie genetisch empfindlich - soll Tenside meiden (besser Seife) oder nur warmes Wasser zur Reinigung verwenden (mal wieder aktuell untersucht mit aller Hautarzt-Kunst (Allergietests negativ, Diabetes schon per se problematisch)).
War da nicht freiwillig, akute Gürtelrose war Anlass (Symptome waren eindeutig zur ersten).
Bearbeitet von User am 12.03.2019 19:30:22. Grund: - -
am 12.03.2019 22:40:19 | IP (Hash): 1343920886
Hallo,
leider stimmen meine Diagnosen...
Hartkäse wird von vielen Leuten mit Laktoseintoleranz oft ganz gut vertragen, so auch von mir.
Quinoa und Bananen sind sehr lecker. Irgendwas muss man ja essen, und es sollte wenn möglich schmecken ;-)
Gruß
Lupilinchen -
am 12.03.2019 23:09:35 | IP (Hash): 1983084272
Kirschen schrieb:
Wollte berichten - wollte heute während der ersten halben Stunde nach dem Frühstück BZ messen - die Symptome fielen aber aus. Es war keine Zitterigkeit, Kaltschweißigkeit und Muskelschwäche vorhanden. Gestern war die Phase schon kürzer gewesen als in den vorhergehenden Wochen. Liegt es an der Butter/Margarine, die ich jetzt reichlich überall draufschmiere? Dem etwas reduzierten Kortison? Am Fett hatte ich wegen der Kortisondauertherapie wegen mögl. Gewichtszunahme immer gespart und nie Butter oder Margarine verwendet. Auf jeden Fall schon mal positive Entwicklung, Danke nochmal für die Tipps!
Hallo Lupinchen,
das freut mich für dich - weiter alles gute. :=)
Der Hauptgrund für die Verbesserung wird wahrscheinlich die Redutierung der Kortisontherapie sein. Vielleicht hat das mehr Fett essen ja auch einen Anteil daran. Vor Fett brauchst du wirklich keine Angst zu haben. Du musst nur darauf achten, dass du es nicht zusätzlich isst und dafür entsprechend die KH reduzierst. Lass dir die gesunde Butter ruhig schmecken oder wenn du das lieber möchtest, dann auch Margarine.
Beste Grüße, Rainer -
am 13.03.2019 11:28:28 | IP (Hash): 1343920886
Hallo Rainer und alle,
Ja. Gestern abend habe ich die Butter vergessen. Man kann nicht immer an alles denken. Heute nacht lag ich ab 5.00 Uhr wach mit Hunger. Keine Ahnung, ob es damit zusammenhängt. Es ist komplex.
Gestern morgen hatte ich auch wieder eine kürzere Zitterphase, da hatte ich nicht gleich nach dem Aufstehen gefrühstückt. Besser ist, gleich was zu essen.
Die Nahrungsunverträglichkeiten sind auch ein Problem. Ich vertrage alles Mögliche nicht, und wenn ich was vertrage, bleibe ich gerne dabei. So hatte ich schon eine Sensibilisierung auf Amaranth oder Hirse, was ich auch gerne gegessen habe. Meine kutanen Pricktestreaktionen auf Lebensmittel/Zusatzstoffe sind auch nach zwei Wochen noch erkennbar (abheilende Quaddeln), der Hautarzt meinte, sowas habe er noch nicht gesehen. Das Quinoa esse ich übrigens ohne was dazu, denn laktosefreie Joghurts, Puddings oder Quarks vertrage ich leider nicht.
Substanzunverträglichkeiten bei Lupus sind allgemein ein Problem, bezieht sich auch auf Haarfärbemittel, selbst Tattoos können Lupushautausschläge hervorrufen.
Grüße
Lupilinchen -
am 13.03.2019 14:09:51 | IP (Hash): 1169573473
Dann drücke ich dir die Daumen, dass du mit der Butter am Abend wirklich etwas gefunden hast, was dir hilft.
Man kann trefflich darüber spekulieren, warum gerade das hilft. Das kann dir aber eigentlich vollkommen egal sein - alles was hilft und was du verträgst ist richtig für dich.
Alles Gute, Rainer
Bearbeitet von User am 13.03.2019 14:10:05. Grund: .1 Benutzer dankte für diesen Nützlichen Beitrag. -
am 13.03.2019 18:14:10 | IP (Hash): 1343920886
Ja, sehe es auch so!
Schönen Abend
Lupilinchen -
Elfe
Rang: Gastam 13.03.2019 19:28:53 | IP (Hash): 1853499897
Kirschen schrieb:
leider stimmen meine Diagnosen...
Hartkäse wird von vielen Leuten mit Laktoseintoleranz oft ganz gut vertragen, so auch von mir.
Quinoa und Bananen sind sehr lecker. Irgendwas muss man ja essen, und es sollte wenn möglich schmecken ;-)
Trotzdem, möchte da noch mal nachfragen, ob deine Diagnosen wirklich so stimmen.
Da du laktosefreie Produkte nicht verträgst, aber dennoch Emmentaler, sind m.E. Laktoseintoleranz und Milcheiweißallergie ausgeschlossen.
Brauche selber laktosefreie Milchprodukte einschließlich Minus-L-Butter.
Und Margarine ist sehr oft mit laktosehaltigen Zutaten versetzt - auf's Kleingedruckte achten.
Da du ja speziell zu BZ-Werten anfragst, kann ich mich nur wiederholen:
Banane und Weintrauben gehören zu den zuckerreichsten Obstsorten (70 g enthalten 10 g Zucker).
Geschmacklich sind hiesige Obstsorten (Äpfel/Birnen/Pflaume) auch ganz gut (ca. 90 g enthalten 10 Zucker), Beeren enthalten weit weniger Zucker.
Wie wurde deine Glutenunverträglichkeit diagnostiziert ?
Wirklich per Darmbiopsie !?
Wie wurde bei dir Lupus diagnostiziert !?
Ich selber plage mich Hautquaddeln herum, ohne wirkliche Diagnose.
War mal wieder zum Allergietest - NIX, weder per Prick, Epikutan, RAST.
Aber unter diesem sehr dünnen weißen Pflaster als Befestigung zum Epikutantest hat sich eine offene Entzündung gezeigt, die Wochen zur Abheilung brauchte.
Besonders im Gesicht zu sehen, extrem belastend.
Mit Make up lassen sich nur Farbunterschiede kaschieren, aber keine Beulen.
Die innerliche Problematik ist jedenfalls so einigermaßen logisch. -
am 14.03.2019 11:14:32 | IP (Hash): 1343920886
Hallo,
die Laktoseintoleranz wurde bei mir vor 31 Jahren anhand eines Laktosetests diagnostiziert. Man schluckt Laktose und im Blut wird überprüft, wieviel davon ankommt.
Der Lupus wurde bei mir vor 24 Jahren anhand der Klassifikationskriterien diagnostiziert. Diese kannst Du im Internet nachlesen:
ältere ACR-Kriterien https://de.wikipedia.org/wiki/Lupus_erythematodes,
neuere SLICC-Kriterien von 2012 https://www.lupus-selbsthilfe.de/diagnose.htm
und nochmal überarbeitete Kriterien von 2017 auch hier https://www.lupus-selbsthilfe.de/diagnose.htm.
Ich erfülle Antinukleäre Antikörper (ANA), ds-DNS-AK, Sm-AK, Leukopenie, erniedrigtes Komplement C3 und C4, Proteinurie größer als 500 mg/Tag, Schmetterlingserythem, Photosensibilität, Haarausfall, orale Ulzerationen, Arthralgien und vielleicht noch irgendetwas, das ich jetzt übersehen habe.
Die Glutenunverträglichkeit wurde bei mir vor 20 Jahren nur klinisch anhand des Beschwerderückgangs diagnostiziert (Verschwinden der Bauchschmerzen und Durchfälle unter glutenfreier Ernährung), da sie unter der immunsuppressiven Therapie auftrat. Dadurch werden Blutwerte maskiert - die typischen Antikörper sind im Blut nicht mehr nachweisbar. Für eine Biopsie hätte ich laut des auf Sprue/Zöliakie spezialisierten Professors, bei dem ich damals war, nochmal mindestens vier Wochen lang Glutenhaltiges essen müssen. Darauf habe ich dankend verzichtet ;-)
Bei Lupusverdacht und Hautproblemen ist eine Biopsie aus den betroffenen Arealen eigentlich am aussagefähigsten. Außerdem sollten ANA, ANA-Untergruppen und das Komplement C3 und C4 im Blut untersucht werden.
Herzl. Grüße
Lupilinchen
Bearbeitet von User am 14.03.2019 11:39:45. Grund: Schreibfehler -
Elfe
Rang: Gastam 14.03.2019 20:27:06 | IP (Hash): 1853499897
Hallo Lupilinchen
Danke für deine Antwort.
Habe mir die Diagnosekriterien zu Lupus angesehen.
Interessiere mich deshalb dafür, da ich zeitweise dachte, könnte sein.
Wurde von Ärzten allerdings verneint.
Bei mir sind Diagnosen Laktoseintoleranz und Ausschluss Zöliakie noch nicht ganz so lange her.
Aufgrund schlechter Blutwerte wurde eine Aufnahmestörung vermutet.
Zöliakie wurde wiederholt ausgeschlossen per Darmspiegelung und aufwendiger Histologie der entnommenen Proben.
Dafür war keine spezielle Aufnahme von viel Gluten über Wochen notwendig.
Der Laktoseintoleranz-Test hat sich in sofern geändert, daß zusätzlich Wasserstoff in der Ausatemluft gemessen wird. Anhand der Menge lässt sich sagen, wie empfindlich man ist - ich sehr.
Das war noch vor der heutzutage üblichen Kennzeichnungspflicht auf Produkten, da wurden übers Internet noch Listen ausgetauscht (z.B. Brot, Wurst …, wo man das gar nicht vermutet).
Einige deiner Hautprobleme kenne ich auch (trotz mittlerweile überstandener Mangelerscheinungen).
Tipps zu supersensibel
- Seife soll ich nehmen zur Reinigung statt Tenside, die tiefer in die Haut eindringen.
Auch zum Haarewaschen (Haarseife aus dem Reformhaus). Gewöhnungsbedürftig - meine langen Haare fühlen sich irgendwie wie Seetang an und das Ausspülen dauert länger. Aber durchaus besser geworden per Kopfhaut, Haarausfall und Gesicht (durch Ausspülen nach vorne, also Gesicht auch betroffen)
- Mundschleimhaut auch problematisch, Zahnpasta mit Tensiden weggelassen.
Auch die scharfen alkoholischen Mundspülungen verursachen Probleme. Immer mal wieder ausprobiert, weil mein Zahnarzt dieses immer empfiehlt. Geht nicht, aktuell wieder.
Hautpflegeprodukte sind auch problematisch, trotz Natur- oder Baby-Kosmetik.
Zu 'reichhaltig' (fettig) ev. das Problem, probiere mal wieder was anderes.
Zurück zu deiner Ausgangsfrage zum Blutzucker.
Möchte dir in dem ganzen Schlamassel die Banane nicht ausreden.
Ev. Menge reduzieren, wenn du BZ über 200 mg/dl nicht sehen möchtest.
Nach bereits 1 h schon wieder auf 100 mg/dl angelangt zu sein, zeigt sehr gut, daß dein körpereigenes Insulin noch sehr gut wirkt!
Ich selber messe erst nach 3 h, was aber mit der Wirkungszeit des externen Insulins zu tun hat im Abgleich zur Verdauung.
'Versuchen Sie es' war der häufigste Satz meiner ersten Diabetes-Beraterin (selber 1er mit Pumpe), als ich mich so langsam von geliebten Süßem verabschieden musste.
Die Umgewöhnung hat lange gedauert, also etwas Geduld Deinerseits.
Herzlichst Elfe -
am 14.03.2019 23:59:10 | IP (Hash): 1343920886
Hallo Elfe,
soweit ich weiß, ist es bei der Sprue/Zöliakie so, dass sich die Darmzotten unter glutenfreier Ernährung weitgehend normalisieren können und eine Diagnose unter glutenfreier Ernährung dann nicht mehr möglich ist.
Der Wasserstoff-Atemtest ist mir bekannt, habe das Ganze bisschen kurz und bündig darstellen wollen, aber vielen Dank nochmal für den Hinweis.
Hautprobleme habe ich eigentlich keine bis auf das Schmetterlingserythem. Es sind aber lediglich "rote Backen", die nur in aktiven Krankheitsphasen auftreten und die man auch gut mit Makeup überdecken kann bei Bedarf. An Hautpflegeprodukten benutze ich nur Penatenöl und Bepanthen. Beides vertrage ich sehr gut.
Die BZ-Spitzen nach dem Essen sind wie gesagt, unter der Kortisonreduktion und zusätzlichem Fett verschwunden. Allerdings nicht die Unterzuckerungssymptome. Das ist ein Problem. Werde das in der sehr guten diabetologischen Praxis, in der ich heute war, weiter thematisieren. Dort wurde vom Fett abgeraten, besser sei Eiweiß. Werde das probieren. Außerdem die BZ-Werte bei meiner früher üblichen geringen Fettaufnahme messen. Wenn sie so gut bleiben, lag es an der Kortisonreduktion. Allerdings reduziere ich das Kortison weiter, sodass man die Faktoren möglw. gar nicht sicher identifizieren kann.
Bei Nahrungsunverträglichkeiten ist alles ein Kompromiss. Ich muss aufpassen, überhaupt Essen zu vertragen. Für Bananen habe ich leider keinen Ersatz, die gehen immer ;-) Habe aber statt 2. Banane gegen 12.30 Uhr als Zwischenmahlzeit heute etwas glutenfreie Cracker, einen Apfel und Mandeln gegessen. Diese Zwischenmahlzeit wird bei Normalisierung der Kortisondosis wieder völlig wegfallen, insofern ist das jetzt eine Notlösung auf Zeit.
Zum Frühstück möchte ich glutenfreies Brot nicht dazunehmen, weil ich es schon abends esse und Sorge habe, es dann irgendwann nicht mehr zu vertragen - was leider in der Vergangenheit schon vorgekommen ist (wenn ich Lebensmittel zu oft esse).
Wenn jemand zum Beispiel einen Ersatz für den kürzlich vom Markt genommenen glutenfreien salzarmen Cracker der Firma Schnitzer weiß, würde mir das sehr helfen. Den habe ich gut vertragen, leider nirgendwo ein ähnliches Produkt gefunden.
Schönen Abend noch
Lupilinchen