Willkommen Gast! Um alle Funktionen zu aktivieren musst Du Dich Anmelden oder Registrieren.
TIR - die neue Blutzucker-Messlatte?
-
am 06.04.2019 18:31:39 | IP (Hash): 105091383
UND wer unbehandelt im ganz nomalen Leben morgens nüchtern um 90 und 2 Stunden nach dem Essen häufig über 200 messen kann, wird sich selten in der Stunde drauf so intensiv bewegen, dass der BZ dann regelmäßig eben bis zum Ende der 3. Stunde/Anfang der 4. nach dem Essen wieder bei um 90 landet und damit den unzutreffenden 1c von 5,und macht. Normaler ist allerdings das langsamere Absinken ohne die Auflösung der Zuckerbindung und damit dann auch der höhere 1c.
UND Michael74
geht es bei der Diskussion hier und sonst ja nicht um den 1c zur Kontrolle der Behandlung - davon haben wir von ihrer/seiner Seite bisher NullkommaNix erfahren - sondern um den 1c als Größe zur Erstdiagnose!
----------------------------------------------
Alle Aussagen bezüglich Diabetes und Behandlung in diesem Beitrag sind mutmaßlich, denn ich bin kein Arzt. Genauso wie ich von einem mutmaßlichen Mörder schreiben muss, wenn ich gesehen hab, wie einer einen anderen erschossen hat. Denn zum Mörder darf den nur zum entsprechenden Ende eines ordentlichen Verfahrens ein ordentlicher Richter ernennen ;)
Bearbeitet von User am 06.04.2019 22:01:06. Grund: Ergänzung -
am 06.04.2019 20:08:43 | IP (Hash): 105091383
Elfe schrieb:
Hallo Jürgen,
hast du mehrere Sorten rote Blutkörperchen = Erythrozyten
oder verwechselst du da was - mit weißen oder Blutplättchen ;-)
https://www.netdoktor.de/laborwerte/haemoglobin/hba1c/
Hämoglobin ist der rote Blutfarbstoff und ermöglicht den Transport von Sauerstoff und Kohlenstoffdioxid im Körper. Es gibt verschiedene Hämoglobin-Typen, wobei das normale Hämoglobin beim Erwachsenen als HbA bezeichnet wird.
Bindet ein Zuckerteilchen im Blut an das Hämoglobin, bezeichnet man das als Glykierung. Glykiertes, also „verzuckertes“ Hämoglobin erhält in der Namensgebung den Zusatz 1(HbA1). Der größte Teil dieser Zuckeranlagerungen hängt an einer bestimmten Untereinheit des Hämoglobins – das wird durch den Zusatz c ausgedrückt (HbA1c). Ist unser Blutzuckerspiegel recht hoch, binden naturgemäß mehr Zuckerteilchen an das Hämoglobin; sinkt der Zuckerspiegel, so lösen sich die Teilchen wieder.
Ein Patient mit Diabetes hat jedoch längerfristig einen erhöhten Blutzuckerspiegel. Dadurch wird die Bindung zwischen Zucker und Hämoglobin fest und unlösbar. Sie bleibt so lange bestehen, bis die roten Blutkörperchen am Ende ihrer Lebenszeit abgebaut werden.
----------------------------------------------
Alle Aussagen bezüglich Diabetes und Behandlung in diesem Beitrag sind mutmaßlich, denn ich bin kein Arzt. Genauso wie ich von einem mutmaßlichen Mörder schreiben muss, wenn ich gesehen hab, wie einer einen anderen erschossen hat. Denn zum Mörder darf den nur zum entsprechenden Ende eines ordentlichen Verfahrens ein ordentlicher Richter ernennen ;) -
Elfe
Rang: Gastam 08.04.2019 18:59:34 | IP (Hash): 419473483
Was soll denn das in Bezug auf angebliche mehrere Arten von roten Blutkörperchen, wie du behauptest.
Zitiere mal aus einem Artikel, den ich mir vor vielen Jahren aus dem Diabetes-Ratgeber ausgeschnitten habe nebst Bild aus der Kinderseite:
"HbA1c ist die Abkürzung für eine mit Zucker beladene Form des roten Blutfarbstoffes Hämoglobin".''
Als Grafik dazu die roten Blutkörperchen als rundliches Männchen dargestellt mit Tragekorb auf dem Rücken, gefüllt mit Zucker.
Einfaches Bild - sagt mehr als tausend Worte :-)
und steht im Bilderrahmen zu meinen Diabetes-Utensilien.
Bearbeitet von User am 08.04.2019 19:01:24. Grund: - -
am 09.04.2019 21:35:42 | IP (Hash): 23347864
hjt_Jürgen schrieb:
Wie ich's verstanden hab, wirkt sich da im Blut gar nix aus. Da bindet Glukose an ne bestimmte Sorte rote Blutkörperchen, und zwar in Abhängigkeit von der Menge Glukose, die über wenigstens 3-4 Stunden anhält. Sinkt der BZ in dieser Zeit wieder ab, lösen sich die neuen Bindungen schlicht wieder auf, die in der vorübergehenden Spitze neu entstanden sind.
Interessant finde ich, dass so zeitlich kurze postprandiale Spitzen auch über 300 meinen 5er HBA1c überhaupt nicht stören, auch wenn ich mir 5-10 davon am Tag leiste. - Ist das jetzt das angeschriebene chemische Gleichgewicht?
@Jürgen, Ich hoffe es ist in Ordnung, dass ich meine Frage zum HbA1C auch in deinem Thread stelle.
Weil hier geht es ja die ganze Zeit über den HbA1C. Und auch das Abbilden von BZ-Spitzen im HbA1c.
Wie sich hohe Werte im HbA1C auswirken, ist mir bekannt. Aber wie wirkt das ganze bei Hypoglykämien. Es heißt ja, ein niedriger HbA1C ist nur dann erstrebenswert, wenn er nicht durch zu viel Hypos erkauft wurde.
Aber wie senken Hypos den HbA1C? Müssen dann die Hypos auch über 3-4 Stunden vorkommen, dass die Verbindung im HbA1C festverankert bleibt und deshalb erst den HbA1C senken??? Das kann ja theoretisch nicht sein. Oder stimmt der Satz mit den erkauften niedrigen HbA1C nicht?
-
am 09.04.2019 22:01:15 | IP (Hash): 389568789
July95 schrieb:
Wie sich hohe Werte im HbA1C auswirken, ist mir bekannt. Aber wie wirkt das ganze bei Hypoglykämien. Es heißt ja, ein niedriger HbA1C ist nur dann erstrebenswert, wenn er nicht durch zu viel Hypos erkauft wurde.
Aber wie senken Hypos den HbA1C? Müssen dann die Hypos auch über 3-4 Stunden vorkommen, dass die Verbindung im HbA1C festverankert bleibt und deshalb erst den HbA1C senken??? Das kann ja theoretisch nicht sein. Oder stimmt der Satz mit den erkauften niedrigen HbA1C nicht?
Das kann theoretisch nicht sein und ist auch praktisch natürlich nicht so.
Es ist einfach so, dass in den Zeiten mit niedrigem BZ weniger Hämoglobin glykiert wird. Deshalb wird bei vielen Phasen mit BZ unter den in etwa normalen 80mg/dl das HbA1c am Ende niedriger ausfallen. Dadurch werden Phasen mit höherem BZ ausgeglichen und sind im HbA1c nicht mehr zu sehen. Mehr steckt nicht dahinter.
Bearbeitet von User am 09.04.2019 22:03:51. Grund: . -
am 09.04.2019 22:07:51 | IP (Hash): 105973530
Der Satz ist nicht wirklich sachlich logisch verständlich, so wie Du den ja super aufgedröselt hast, sondern nur aus dem traditionellen Behandluns-Zusammenhang. In diesem Zusammenhang gelten als einzige Messpunkt morgens nüchtern und abends vorm Zubettgehen und dann die jeweils unmittelbar zu den Mahlzeiten. Zu diesen Zeiten soll der BZ nach Möglichkeit im Zielbereich gemessen werden. Was der dazwischen macht, ist traditionell völlig unbedeutend.
Beim Einhalten des Zielbereichs geht es IMMER nur darum, den BZ unter den Zieldeckel zu senken, NIE darum, ihn über dem Zielboden zu halten. Nun hat der alltägliche BZ-Verlauf aber seine Spitzen UND seine Täler, und jedes Absenken dieses Verlaufsbandes ohne Verminderung seiner Breite bringt seinen unteren Verlauf immer näher an und schließlich unter die Unterzucker-Grenze. Und genau das ist mit dem dummen Geschwätz vom Erkaufen mit Unterzuckerungen gemeint. Also das immer häufigere und längere Unterschreiten der Unterzuckergrenze, wenn man sich zur Steuerung nur auf die oberen Zielbereichs-Größen bezieht und die ganz normalen Schwankungen nicht berücksichtigt und in ihrer Weite/Tiefe nicht gezielt verringert.
Einfaches eigenes Beispiel:
Wenn ich mich traditionell schulungsmäßig verhalte und nur an der Zielbbereichsobergrenze orientiere, schaffe ich HBA1c 7 mit 1-2 leichten Hypos pro Woche. Gegen 6,5 wird's mir dann mit einer pro Tag und 1-2 ernsteren pro Woche(e) echt ungemütlich.
Weil ich mich an meinem BZ-Verlauf nach dem Essen orientiere und daran, wie tief mein BZ dann(e) sinkt, geht seit Jahren HBA1c 5,5 und besser mit vielleicht 1 leichten Hypo um 50 pro Monat.
----------------------------------------------
Alle Aussagen bezüglich Diabetes und Behandlung in diesem Beitrag sind mutmaßlich, denn ich bin kein Arzt. Genauso wie ich von einem mutmaßlichen Mörder schreiben muss, wenn ich gesehen hab, wie einer einen anderen erschossen hat. Denn zum Mörder darf den nur zum entsprechenden Ende eines ordentlichen Verfahrens ein ordentlicher Richter ernennen ;)
Bearbeitet von User am 10.04.2019 19:46:39. Grund: (e)rgänzungen -
am 10.04.2019 15:56:17 | IP (Hash): 1965260604
hjt_Jürgen schrieb:
Beim Einhalten des Zielbereichs geht es IMMER nur darum, den BZ unter den Zieldeckel zu senken, NIE darum, ihn über dem Zielboden zu halten.
QUATSCH!
Inzwischen wird bei der Typ1ern sogar deutlich MEHR auf die Unterschreitungen des Zielbereichs als auf die Überschreitungen geguckt...
EDIT: Ich glaube Du hast das anders gemeint...
Bearbeitet von User am 10.04.2019 16:12:55. Grund: EDIT -
am 10.04.2019 19:00:48 | IP (Hash): 816198489
Wahrscheinlich hast Du recht. Irgendwie denke ich meistens ein bisschen komplizierter und drücke mich dann auch meistens ein bisschen komplizierter aus ;(
Gemeint hatte ich, dass meines Wissens bislang nicht geschult wird, wie man den pastabsorptiven, den nüchternen Verlauf steuern kann, also den Verlauf am unteren Ende vom Zielbereich.
Mir bisher einzig bekannte Ansage dazu: Wenn der BZ postabsorptiv auch nur kurzzeitig häufiger in den Hypobereich sinkt, muss ich weniger spritzen und damit selbstverständlich auch entsprechend höhere pp-Spitzen zulassen.
----------------------------------------------
Alle Aussagen bezüglich Diabetes und Behandlung in diesem Beitrag sind mutmaßlich, denn ich bin kein Arzt. Genauso wie ich von einem mutmaßlichen Mörder schreiben muss, wenn ich gesehen hab, wie einer einen anderen erschossen hat. Denn zum Mörder darf den nur zum entsprechenden Ende eines ordentlichen Verfahrens ein ordentlicher Richter ernennen ;) -
Elfe
Rang: Gastam 10.04.2019 19:32:36 | IP (Hash): 419473483
July95 schrieb:
Wie sich hohe Werte im HbA1C auswirken, ist mir bekannt. Aber wie wirkt das ganze bei Hypoglykämien. Es heißt ja, ein niedriger HbA1C ist nur dann erstrebenswert, wenn er nicht durch zu viel Hypos erkauft wurde.
Aber wie senken Hypos den HbA1C? Müssen dann die Hypos auch über 3-4 Stunden vorkommen, dass die Verbindung im HbA1C festverankert bleibt und deshalb erst den HbA1C senken??? Das kann ja theoretisch nicht sein. Oder stimmt der Satz mit den erkauften niedrigen HbA1C nicht?
Hallo July,
solche Ermahnungen seitens des Diabetologen muss ich mir auch anhören: Guter HbA1c-Werte durch viele Hypos erkauft.
Die sognannte Verzuckerung der roten Blutkörperchen zeigt sich erst über stundenlange hohen Blutzuckerwerte. kurzzeitige Blutzuckerschwankungen nach unten und oben zeigen sich da nicht.
Ist eben nur ein Wert, wie man BZ-Verlauf in Auswirkung bestimmen kann.
Generell wird jedoch von Ärzten von großen BZ-Schwankungen abgeraten, auch bes. von Augenärzten.
Gleichmäßg den Blutzuckerverlauf beeinflussen durch kluge Zusammenstellung der Mahlzeiten, also deshalb so pure Zuckergetränke meiden. Alles andere an Kohlenhydrat/Stärke-Gehalt lässt sich durchaus mit weiteren Bestandteilen (Fett, Eiweiß, Ballaststoffen) so zusammenstellen, daß Spitzen und Täler durchaus vermeidbar sind.
Ich selber kontrolliere den Blutzucker per Messung nach 3 Stunden, was auch zu ca. der Wirkung des Mahlzeiteninsulins passt. -
am 10.04.2019 19:59:15 | IP (Hash): 1965260604
hjt_Jürgen schrieb:
Gemeint hatte ich, dass meines Wissens bislang nicht geschult wird, wie man den pastabsorptiven, den nüchternen Verlauf steuern kann, also den Verlauf am unteren Ende vom Zielbereich.
Mir bisher einzig bekannte Ansage dazu: Wenn der BZ postabsorptiv auch nur kurzzeitig häufiger in den Hypobereich sinkt, muss ich weniger spritzen und damit selbstverständlich auch entsprechend höhere pp-Spitzen zulassen.
Hmm,
ich habe schon vor über 20 Jahren (meine letzte richtige Typ1 ICT Schulung) gelernt, in diesem Fall das Insulin zu verringern, damit ich beim Zielwert rauskomme und den SEA zu verlängern, damit die Spitze nicht höher wird...
Dass Typ2-Schulungen oft gruselig schlecht sind, habe ich schon häufiger gehört... Aber langsam beschleicht mich der Verdacht, dass viele Typ1-Schulungen auch nicht viel besser sind. Von gemeinsamen Typ1/Typ2 Schulungen mal ganz abgesehen...
-
am 10.04.2019 20:42:22 | IP (Hash): 816198489
HeikeOV schrieb:
ich habe schon vor über 20 Jahren (meine letzte richtige Typ1 ICT Schulung) gelernt, in diesem Fall das Insulin zu verringern, damit ich beim Zielwert rauskomme und den SEA zu verlängern, damit die Spitze nicht höher wird...
führt aber nur ansatzweise zur gezielten Verringerung der Schwankungsbreite/-weite zwischen postprandialen Spitzen und postabsorptiefen Tälern - nicht zuletzt deswegen, weil meines Wissens bis heute das identifizieren dieser Spitzen und Täler in der Pieksschulung nicht vorkommt und in CGM-Schulungen allenfalls gestreift wird.
Klar bleibt mir überlassen, was ich mit der schönsten Info mache, aber wichtig wäre doch erstmal, sie überhaupt zu bekommen.
Z.B. dass selbst bei konstantem Faktor 10 BEs mit den entsprechenden IEs zu einer deutlich höheren pp-Spitze und zu einem deutlich höheren und längeren Auslauf führen, als 5 BEs mit den entsprechenden IEs.
Z.B. dass sich die Spitze einfach dadurch Richtung der von 5 IEs verringern lässt, wenn man zwar sofort für alle 10 spritzt, dann aber erstmal nur 5 einverleibt und die übrigen 5 dann ne halbe bis ne Stunde später.
Und das ist nur eines von ner ganzen Reihe von Möglichkeiten zur gezielten Verringerung der Schwankungsbreite/-weite, von denen in den meisten Schulungen schlicht nicht mal gesprochen wird :(
(ne)Ich schieb noch einen hinterher:
Ich halte den TIR nur in dem Maße für sinnvoll, in dem in Schulungen systematisch zum Erreichen der BZ-Bandbreite/Schwankungsweite angeleitet wird.
----------------------------------------------
Alle Aussagen bezüglich Diabetes und Behandlung in diesem Beitrag sind mutmaßlich, denn ich bin kein Arzt. Genauso wie ich von einem mutmaßlichen Mörder schreiben muss, wenn ich gesehen hab, wie einer einen anderen erschossen hat. Denn zum Mörder darf den nur zum entsprechenden Ende eines ordentlichen Verfahrens ein ordentlicher Richter ernennen ;)
Bearbeitet von User am 10.04.2019 21:25:22. Grund: noch (ne) Ergänzung -
am 11.04.2019 11:33:14 | IP (Hash): 890854493
Danke für eure Erklärungen. Das klingt echt logisch. Gibt es eigentlich eine gute Internetseite, wo man sich gute Informationen zum Diabetes holen kann? Also wo ich als Anfängerin alle Grundlagen finden kann, verständlich erklärt -
am 11.04.2019 11:57:11 | IP (Hash): 1761738652
diabetesinfo.de . Fängt für Dich vielleicht ein bisschen übereinfach an, aber geht bis auf Profi-Umfang, super verständdlich aufbereitet, und was Du da noch weiter erklärt haben willst, kannst Du mit guten Aussichten auf ne Antwort von Jörg dort im Forum fragen.
----------------------------------------------
Alle Aussagen bezüglich Diabetes und Behandlung in diesem Beitrag sind mutmaßlich, denn ich bin kein Arzt. Genauso wie ich von einem mutmaßlichen Mörder schreiben muss, wenn ich gesehen hab, wie einer einen anderen erschossen hat. Denn zum Mörder darf den nur zum entsprechenden Ende eines ordentlichen Verfahrens ein ordentlicher Richter ernennen ;)
Bearbeitet von User am 11.04.2019 11:58:33. Grund: Ergänzung -
am 11.04.2019 13:03:38 | IP (Hash): 1359188850
hjt_Jürgen schrieb:
Klar bleibt mir überlassen, was ich mit der schönsten Info mache, aber wichtig wäre doch erstmal, sie überhaupt zu bekommen.
Z.B. dass selbst bei konstantem Faktor 10 BEs mit den entsprechenden IEs zu einer deutlich höheren pp-Spitze und zu einem deutlich höheren und längeren Auslauf führen, als 5 BEs mit den entsprechenden IEs.
Z.B. dass sich die Spitze einfach dadurch Richtung der von 5 IEs verringern lässt, wenn man zwar sofort für alle 10 spritzt, dann aber erstmal nur 5 einverleibt und die übrigen 5 dann ne halbe bis ne Stunde später.
Die erste Info IST Inhalt hoffentlich jeder guten Typ1-Schulung.
Die zweite kenn ich so nur von dir...
In der Schulung lernt man: Wenn die IE über eine bestimmte Menge gehen, wird das Insulin auf mehrere Injektionsstellen verteilt. Damit wirkt es stärker und kürzer... Und außerdem lernt man natürlich, dass 10BEs eigentlich zu viel sind und nur die Ausnahme sein sollten... ;)
Bis die neuen Möglichkeiten durch CGMS erschöpfend den Weg in die Schulungen finden, wird es wohl noch etwas dauern...
Es hat 10 Jahre gedauert, bis der GBA CGMS als valides Hilfsmittel anerkannt hat... da können wir doch nicht erwarten, dass die schon nach 3(?) Jahren rausfinden, dass sich dadurch auch die Therapiemöglichkeiten ändern... das geht doch wirklich nicht ;) -
Elfe
Rang: Gastam 11.04.2019 17:25:39 | IP (Hash): 419473483
Die 1er-Schulungen sprechen die Grundlagen an: Kohlenhydrate schätzen und Insulin richtig dosieren, andere Gegebenheiten berücksichtigen wie BZ-Verbrauch durch Sport, Hypos wahrnehmen zu können über Symptome, sicherheitshalber Traubenzucker dabeihaben und im Zweifelsfall lieber ein mal mehr messen (vor Autofahren, Reisen mit Zeitumstellung und nicht so gewohnte Ernährung).
Die Feinabstimmung findet aber über den Arzt statt, je nach Blutzuckerverlauf wird das besprochen und summiert sich bei mindestens 4 x pro Jahr.
BE-Menge pro Mahlzeit ! ist wichtig. Habe mit 4 BE je Mahlzeit mit 4 Einheiten Insulin angefangen.
Maximal bis 6 BE lassen sich gut abfangen (lt. mündlicher Info meines Arztes), was ich durchaus praktisch bestätigen kann. Auch weitere Anpassung der Insulindosierung wurden mit dem Arzt besprochen - u.a. Basalratentest und wie IE/BE-Faktoren (morgens/mittags/abends/nachts) anzupassen sind. FPEs wurden nach Jahren auch mal angesprochen.
SEA war und ist für mich kein Thema - nur bei Messung über 250 mg/dl sollen mit Insulinanalogon 15 min gewartet werden.
Typ 2er-Schulungen und ärztliche Betreuung ist für mich auch sehr fragwürdig, aufgrund meines persönlichen Bekanntenkreises.
Da wird ein Mischinsulin nach festen Vorgaben per Einheiten gespritzt, egal was es zu essen gibt.
Und dann auch noch so 'Gesundes' Obst als Abendsnack mümmeln - ohne Anrechnung -, statt so 'Ungesundes' Naschwerk.
Auweia - und er war in der selben Arztpraxis - kurzzeitig überwiesen vom Hausarzt -, wo ich immer noch bin.
Genauere Hinweise bzgl. Insulin/Ernährung meinerseits wurden blockiert - Hausarzt hat recht - da habe ich mir dann heftig auf die Zunge gebissen, als Laie.
@July
Hier könntest du dich online mal durchklicken - entspricht dem Diabetes-Ratgeber der Apotheke.
Ev. mit Kapitel Ernährung anfangen
https://www.diabetes-ratgeber.net/Ernaehrung -
am 11.04.2019 18:46:03 | IP (Hash): 1761738652
Der Darstellung im Eingangs-Artikel nach geht es hier doch wesentlich um den TIR=BZ-Verlaufsbereich mit Untergrenze 70 und Obergrenze 180mg/dl. Und ich habe kein Verständnis dafür, dass die Profi-Zunft den zwar als wünschenswert auslobt, aber in keiner Weise konkret zu den Möglichkeiten informiert und anleitet, wie die verschiedenen Betroffenen von Prädiabetes bis T2 und T1 mit Insulin z.B. diese oder auch andere Grenzen, die sie einhalten wollen, auch aktiv und systematisch einhalten können.
----------------------------------------------
Alle Aussagen bezüglich Diabetes und Behandlung in diesem Beitrag sind mutmaßlich, denn ich bin kein Arzt. Genauso wie ich von einem mutmaßlichen Mörder schreiben muss, wenn ich gesehen hab, wie einer einen anderen erschossen hat. Denn zum Mörder darf den nur zum entsprechenden Ende eines ordentlichen Verfahrens ein ordentlicher Richter ernennen ;) -
am 11.04.2019 19:15:45 | IP (Hash): 1929087271
July95 schrieb:
Gibt es eigentlich eine gute Internetseite, wo man sich gute Informationen zum Diabetes holen kann? Also wo ich als Anfängerin alle Grundlagen finden kann, verständlich erklärt
Hallo July,
für mich war "Blood Sugar 101" von Jenny Ruhl die allerbeste Informationsquelle zum Diabetes.
Das gibt es als Ineternetseiten https://www.bloodsugar101.com/ und auch als Buch, beides allerdings auf Englisch.
Beste Grüße, Rainer
-
Elfe
Rang: Gastam 11.04.2019 19:57:23 | IP (Hash): 419473483
Für mich ist diese US-Lady als Laie nicht glaubwürdig
https://www.bloodsugar101.com/about
Passt allerdings bestens in LCHF-Argumentation per LCHF eines Rainers und Jürgens und zum zigsten x zitiert.
- USA !? Krankenversicherung !? Vor Obama-Care !!
Da versucht frau alles mögliche eben, durchaus verständlich, irgendwie klarzukommen.
Sinnvolle Ernährung als Grundlage beachten, dafür gibt es viele Quellen,
für Gesunde als Prävention sowieso schon Vollwertig mit Berücksichtigung von KHs, Körpergewicht …
(Rainers geliebte Butterempfehlung eben nicht).
https://www.dge.de/fileadmin/public/doc/fm/10-Regeln-der-DGE.pdf
Als Diabetiker sich als andere Spezie wahrzunehmen ist vollkommen überflüssig.
Glykämischen Index beachten hilft schon weiter, KH- und Kaloriengehalt.
https://jumk.de/glyx/ -
am 11.04.2019 21:24:09 | IP (Hash): 1761738652
Lese die alte Jenny gerade zum ?+Xten mal und hab mir jedem Mal langatmiger gefunden, bis sie zur Sache der alltäglichen BZ-Steuerung kommt. Da geht es erst einmal ausführlich darum, dass wir 2er uns unseren Diabetes nicht angefressen haben - und allein das trifft ja auf July nicht zu. Bei ihr geht es doch eher um nen langsamen T1, und zum Verstehen von T1 ist Jörgs diabetesinfo nach wie vor einsame Spitze. Und für T1 und die gesunde BZ-Steuerung auf Englisch im alten Einstellungsstil mit möglichst wenig Testpieksen der alte Doc Bernstein http://www.diabetes-book.com/bernstein-life-with-diabetes/
----------------------------------------------
Alle Aussagen bezüglich Diabetes und Behandlung in diesem Beitrag sind mutmaßlich, denn ich bin kein Arzt. Genauso wie ich von einem mutmaßlichen Mörder schreiben muss, wenn ich gesehen hab, wie einer einen anderen erschossen hat. Denn zum Mörder darf den nur zum entsprechenden Ende eines ordentlichen Verfahrens ein ordentlicher Richter ernennen ;) -
Elfe
Rang: Gastam 12.04.2019 16:32:01 | IP (Hash): 419473483
@Jürgen
Du magst die Jenny, ist auch gar nichts gegen einzuwenden.
Ihre Vorgehensweise kann ganz bestimmt 2ern helfen, die per Veranlagung mit Gewichtsabnahme und Beachtung der Qualität von Kohlenhydraten gut klar kommen.
Nur manchmal reicht das eben nicht - wie bei dir auch -, dann kommen externe Insuline hinzu.
Diese richtig zu dosieren, ist dann eine neue Herausforderung.
~
Bei July ist die Diagnose offen.
Sie selber hat in ihrem ersten Thema 3c vermutet, Folge einer mittlerweile überstandenen Bauchspeicheldrüsenentzündung,
Nicht einfach dazu ist die Behandlung der entzündlichen Erkrankung Morbus Crohn und Reizdarm.
Da ist Essen abstimmen auf Diabetes nicht so einfach.
Flüssig Zuckerhaltiges auf jeden Fall vermeiden.
Nur noch Vollkorn, viel Eiweiß und viel Fett können einen angegriffenen Verdauungstrakt echt überfordern.
Meine Diagnosen sind nicht ganz so arg wie bei July, aber dennoch Schwierigkeiten.
Um beides berücksichtigen zu können sind meine Mahlzeiten so mittelschwer verdaulich (dann klappts auch mit dem Mahlzeiteninsulin) und enthalten ca. 2 - 5 BEs im Mittel.
Dennoch muss ich das externe Insulin passgenau abstimmen, egal ob 1 BE oder max. 6, sonst klettert BZ.
Ohne Frühstück besonders stark (nüchtern zum Arzt), am Essen alleine liegt's nicht. -
am 12.04.2019 17:22:35 | IP (Hash): 840859314
Wenn ich meinen Text hier direkt über Deinem lese, steht da NULLKOMMANIX VON ESSEN.
Wenn ich Deine Antwort drauf hier lese, müsste ich ausschließlich von Essen geschrieben haben - vielleicht weil ich das sonst IMMER mache?
----------------------------------------------
Alle Aussagen bezüglich Diabetes und Behandlung in diesem Beitrag sind mutmaßlich, denn ich bin kein Arzt. Genauso wie ich von einem mutmaßlichen Mörder schreiben muss, wenn ich gesehen hab, wie einer einen anderen erschossen hat. Denn zum Mörder darf den nur zum entsprechenden Ende eines ordentlichen Verfahrens ein ordentlicher Richter ernennen ;) -
Elfe
Rang: Gastam 12.04.2019 18:01:34 | IP (Hash): 419473483
Tja, nicht nur letzten Text lesen, sondern erkennen was Person an These hat und zu verstehen, ist so mein persönliches Anliegen.
Zahlenwerte sind mir echt zu oberflächlich.
So 'einfach' ist das Leben nicht. -
am 12.04.2019 18:03:42 | IP (Hash): 840859314
Elfe schrieb:
Tja, nicht nur letzten Text lesen, sondern erkennen was Person an These hat und zu verstehen, ist so mein persönliches Anliegen.
Zahlenwerte sind mir echt zu oberflächlich.
So 'einfach' ist das Leben nicht.
hä???
----------------------------------------------
Alle Aussagen bezüglich Diabetes und Behandlung in diesem Beitrag sind mutmaßlich, denn ich bin kein Arzt. Genauso wie ich von einem mutmaßlichen Mörder schreiben muss, wenn ich gesehen hab, wie einer einen anderen erschossen hat. Denn zum Mörder darf den nur zum entsprechenden Ende eines ordentlichen Verfahrens ein ordentlicher Richter ernennen ;) -
Elfe
Rang: Gastam 12.04.2019 19:25:53 | IP (Hash): 419473483
Isset so schwer !?
Deine zahlreichen Beiträge sind echt schwer zu durchblicken.
Mal so, mal so, und übermorgen wieder anders.
Habe versucht, deine Diabetes-Geschichte nachzuvollziehen und durchaus Verständnis.
Aber wenn dein Anliegen ist, nur, irgendwelche angeblichen Super-Publikationen zu kommentieren, bin ich raus. -
am 12.04.2019 22:19:40 | IP (Hash): 23347864
Danke für eure Vorschläge.
Ich finde Diabetes-Info am besten. Habe schon den kompletten Einsteigerbereich und schon einen großen Teil des Fortgeschrittenen Teils hinter mir. Englisch ist überhaupt nicht meins, deshalb scheidet Bloodsugar aus.
Ich will nicht, dass ihr wegen mir streitet. Soweit ich dass jetzt verstanden habe, redet ihr komplett aneinander vorbei. @Elfe du hast mir eine Seite zur Ernährung bei Diabetes gegeben, ganz lieben Dank. @Jürgen, du hingegen hast eine Seite genannt über die Grundlagen vom Diabetes und nicht irgendein spezielles Ernährungsportal. Auch an dich ein großen Dank, sowas habe ich gesucht.
Ich sehe es jetzt beides mal als Apfel und Birnen an. Also als zwei grundlegend verschiedene Dinge. Lese beides interessiert. Aber darüber muss man sich doch nicht streiten..