Willkommen Gast! Um alle Funktionen zu aktivieren musst Du Dich Anmelden oder Registrieren.

Insulin Einstellung Probleme/Fragen

  • Elfe

    Rang: Gast
    am 09.05.2019 18:33:59 | IP (Hash): 2137331243
    hjt_Jürgen schrieb:
    Elfe schrieb:
    Die Wirkungskurve des Insulins können wir im Beipackzettel lesen bzw. zusätzlich im Internet recherchieren.


    Aber da steht offiziell nirgendwo was von 40-50 Minuten SEA wie bei mir zum Frühstück, und ich weiß von anderen, bei denen das mirgens noch länger dauert. Oder dass bei machen der BE-Faktor mit der Dosis zunimmt und bei anderen abnimmt.
    WICHTIG: Vor dem Frühstück! Also noch kein Einfluss von irgendwelchen schnelleren oder langsameren Verdauungsprozessen!


    Stimmt schon. Kenne den Begriff Spritz-Ess-Abstand eher durch euch hier im Forum und nicht durch die Schulung.
    Aber so rückwirkend nachgedacht fällt mir doch noch eine Erinnerung ein - visavis - mit einem seit Jugend-1er Schulungsteilnehmer (als LADA-Frischling), den ich damals im Supermarkt zufällig getroffen habe - wie geht's usw. im Gespräch.
    Er hatte mir erzählt, daß er erst Novorapid spritzt und dann noch jede Menge Zeit hat zum Einkaufen.
    :-o da wäre ich schon längst umgekippt - muss nach Spritze sofort i.d.R. sofort etwas essen.
    Unterschied zwischen uns: Menge des Bauchfettes.
    Bei ihm schon recht gut an Wölbung zu sehen, im Gegensatz zu mir untergewichtig.
    Das Insulin muss ja nun mal erst über das Unterhautfettgewebe in den Kreislauf gelangen.

    Der BE-Faktor nimmt per Dosis nicht ab oder zu !
    Nennt man nicht umsonst 'Faktor', um BEs entsprechend multiplizieren zu können.
    Der Faktor über 24 h ändert sich aber per Biorhythmus und ist nicht fix.
    Hängt auch von der Mahlzeit in Zusammensetzung ab bzgl. Verdaulichkeit, daß sich Zucker und Insulin auch wirklich treffen.

    Um das noch mal deutlich zu betonen: Dosierung des Insulins ist die Herausforderung.
    Meinen 2er Mitmenschen sind solche Feinheiten jedenfalls nicht bekannt per Spritzplan.
  • Bild User
    Rang: Erweitertes Mitglied
    Punkte: 1233
    Beiträge: 8857
    Mitglied seit: 20.02.2011
    am 09.05.2019 19:32:18 | IP (Hash): 1053701372
    Elfe schrieb:
    Der BE-Faktor nimmt per Dosis nicht ab oder zu !
    Nennt man nicht umsonst 'Faktor', um BEs entsprechend multiplizieren zu können.
    Der Faktor über 24 h ändert sich aber per Biorhythmus und ist nicht fix.


    Der Faktor ist nix Mathematik, sondern eine gedankliche Hilfskonstruktion, die meistens zur alltäglichen Behandlung passt - wie auch das Messen vor dem Essen, nicht weil es da so zielführend für die Dosierung wäre, sondern weil es als Routine eben zusammen mit dem Spritzen vor dem Essen mit Abstand am häufigsten befolgt wird.

    Wer wie der Brummipilot seinen BZ zuverlässig enger steuern will, tut gut daran, den tatsächlichen Verlauf dieses seines BZ zu erkunden und sich danach zu richten.

    ----------------------------------------------
    Alle Aussagen bezüglich Diabetes und Behandlung in diesem Beitrag sind mutmaßlich, denn ich bin kein Arzt. Genauso wie ich von einem mutmaßlichen Mörder schreiben muss, wenn ich gesehen hab, wie einer einen anderen erschossen hat. Denn zum Mörder darf den nur zum entsprechenden Ende eines ordentlichen Verfahrens ein ordentlicher Richter ernennen ;)
  • Elfe

    Rang: Gast
    am 09.05.2019 19:53:28 | IP (Hash): 2137331243
    Du bist so stur und eingefahren in deiner Denke, nebst Vorurteilen, mit simplen eher technischen Vorgaben, die du per biochemischer Vorgänge so gar nicht erfassen kannst.

    Bearbeitet von User am 09.05.2019 19:58:09. Grund: +
  • Rang: Erweitertes Mitglied
    Punkte: 0
    Beiträge: 1008
    Mitglied seit: 26.10.2015
    am 09.05.2019 20:17:44 | IP (Hash): 1398187179
    Die 6 BE Regel:
    Ich kenne sie so, dass man ab der sechsten BE den Faktor reduzieren soll. Ist mir auch schon in einem MDK-Beurteilungsbogen für Pumpe/CGMS begegnet.

    Dr. Teupe rät, bei hohem glykämischen Index und mehr als 3BE den Faktor zu erhöhen.

    Persönlich nutze ich weder das eine noch das andere: Selten über 6 BE und hohen Glykämischer Index (z.B: Gummibärchen) decke ich mit DEA/SEA und Splitten ab.
  • Bild User
    Rang: Erweitertes Mitglied
    Punkte: 1233
    Beiträge: 8857
    Mitglied seit: 20.02.2011
    am 09.05.2019 20:40:38 | IP (Hash): 1053701372
    Elfe schrieb:
    Du bist so stur und eingefahren in deiner Denke


    Bekenne mich schuldig, Euer Ehren. Aber aus vielen tausend Erfahrungen von vielen hundert Mitschreibern in vielen Foren, und nicht zuletzt aus vielen Fachaufsätzen und -büchern, in denen die Möglichkeiten und Unmöglichkeiten der Compliance diskutiert werden.

    ----------------------------------------------
    Alle Aussagen bezüglich Diabetes und Behandlung in diesem Beitrag sind mutmaßlich, denn ich bin kein Arzt. Genauso wie ich von einem mutmaßlichen Mörder schreiben muss, wenn ich gesehen hab, wie einer einen anderen erschossen hat. Denn zum Mörder darf den nur zum entsprechenden Ende eines ordentlichen Verfahrens ein ordentlicher Richter ernennen ;)
  • Elfe

    Rang: Gast
    am 09.05.2019 23:20:36 | IP (Hash): 2137331243
    Eventuell ist (d)ein Problem, in den tausenden Einzelmeinungen die Spreu vom Weizen trennen zu können.
    Bearbeitet von User am 09.05.2019 23:23:48. Grund: -
  • Bild User
    Rang: Erweitertes Mitglied
    Punkte: 1233
    Beiträge: 8857
    Mitglied seit: 20.02.2011
    am 10.05.2019 12:25:40 | IP (Hash): 247134489
    DAS ist die Herausforderung: Als Neuling meint man, dass es beim Diabetes, seiner Diagnose und seiner Behandlung Gesetzmäßigkeiten geben müsse, feste Größen, an denen sich die Ärzte und mit deren Anleitung auch wir Betroffene uns orientieren können.

    Mit zunehmender Erfahrung offenbart sich dann, dass alle scheinbar festen Größen im Zusammenhang mit Diabetes willkürlich gesetzt sind. Und zwar willkürlich auf der Grundlage mehr oder erstaunlich weniger genauer Beobachtungen der Erfahrungen zahlenmäßig erstaunlich kleiner Gruppen von Betroffenen nach der jeweils vorherrschenden Statistik.

    Und mit wieder noch mehr Erfahrung, dass Gruppenerfahrungen einander sogar widersprechen und dabei gleichzeitig für die jeweils Betroffenen nachmesslich zutreffen können. Also z.B. dass der BE-Faktor für die einen mit der Zunahme der BEs zunimmt und für die anderen abnimmt und sich für wieder andere überhaupt nicht verändert.

    Der Neuling, der die tatsächlich z.T. gewaltigen Verschiedenheiten als Möglichkeiten unter nominell gleich Betroffenen auf dem Schirm hat, kann völlig unvoreingenommen an die systematische Beobachtung seines alltäglichen BZ-Verlaufs gehen und auf der Grundlage nach und nach daran, ihn immer zuverlässiger in dem Rahmen zu halten, den er anstrebt.

    ----------------------------------------------
    Alle Aussagen bezüglich Diabetes und Behandlung in diesem Beitrag sind mutmaßlich, denn ich bin kein Arzt. Genauso wie ich von einem mutmaßlichen Mörder schreiben muss, wenn ich gesehen hab, wie einer einen anderen erschossen hat. Denn zum Mörder darf den nur zum entsprechenden Ende eines ordentlichen Verfahrens ein ordentlicher Richter ernennen ;)
    Bearbeitet von User am 10.05.2019 22:31:39. Grund: Korrektur
     1 Benutzer dankte für diesen Nützlichen Beitrag.
  • Rang: Anfänger
    Punkte: 0
    Beiträge: 7
    Mitglied seit: 26.04.2019
    am 13.05.2019 10:43:02 | IP (Hash): 131881676
    Hallo, erst einmal vielen Dank für die zahlreichen Wortmeldungen.
    Ich halte es wie am Buffet, schauen und mir aus jeder Ecke etwas (nützliches/hilfreiches) auf den Teller packen :-)..und da muss ich sagen, seid Ihr um Längen besser wie meine Ärztin !
    Was ist in den letzten Tagen passiert ?
    Vergangene Woche habe ich wie angekündigt, meiner Ärztin Löcher in den Bauch gefragt... zu meiner Freude habe ich sogar einen Großteil davon verstanden^^
    Sie hat mir (wie auch ihr) erklärt, das mein Körper, Mahlzeiten und Einflüsse so manchen Wert verändern und vor allem beeinflussen. Insbesondere der Aspekt Fette hat mich sehr überrascht.
    Was mich fassungslos gemacht hat, war ihre Freude über meinen "möglichen" Hb1 Wert der laut Libre bei etwa 7,5 liegt. Ich dachte der ist zu hoch. Nun gut, sie meinte, ich müsse jetzt das Basal in Einklang bringen und ordnete an, meine Abend Dosis von 14 IE auf 16 zu erhöhen. Über den Basal Test (nix essen) soll ich schauen, ob sich der Wert hält, ansonsten auf bis zu 18 IE erhöhen.

    Das mach ich nun seit Dienstag letzter Woche und habe schon am Folgetag festgestellt, das der Tagesverlauf nicht mehr ein sorgenvolles hoch und runter auf dem Libre anzeigt.
    Für mich stellt sich nun die Frage, ob ich mit 16 IE/24Std. eine "gesunde" Dosis rein haue und ob ich dieser Andordung meiner Ärztin vertrauen kann ?
    Als "Frischling" in diesem Forum bitte ich um Nachsicht, wenn ich ab und an mit Fragen komme, über die ihr sicherlich nur den Kopf schütteln werdet^^

    Zum Job/LKW fahren..
    ich hoffe es aktuell über zu bewerten, bin jedoch der Meinung richtig zu liegen, in dem ich sage, ein
    Typ 1 ,also ich, hat auf der Straße mit einem 40 Tonner nix zu suchen. Unterzucker bemerke ich erst ab 69/65 mg/dl (Libre) und essen dauert gefühlt Stunden bis sich der Wert wieder fängt. Der Zeitaufwand, der für Kontrolle und Regulierung dafür nötig ist, wäre im "normalen" Ablauf eines LKW Fahrers nicht zu händeln. Ganz zu schweigen von den unregelmäßigen Uhrzeiten, an denen schlafen und Arbeitsbeginn wechseln.

    Meine Ärztin meinte, das die Injektion vom Basal in den Oberschenkel (dünn kaum Fett) bei Männern typisch wäre. Das dieses mit unter unangenehm bis schmerzhaften Nebenwirkungen normal wäre.
    Stimmt das ?
    Sie meinte ich könne es auch in Richtung Po oder Bauch verabreichen...?
  • Rang: Erweitertes Mitglied
    Punkte: 972
    Beiträge: 5074
    Mitglied seit: 25.02.2011
    am 13.05.2019 12:14:51 | IP (Hash): 991063678
    Das klingt gut. :=)

    Du kannst deiner Ärztin vertrauen und die Basaldosis auf 18IE erhöhen falls die 16IE noch nicht für einen stabilen BZ ohne Essen ausreichen.

    Die Spritzstelle für das Basalinsulin kannst du dir nach deinen Vorlieben aussuchen. Bei mir kommt nur der Bauch in Frage.

    Alles Gute, Rainer
  • Elfe

    Rang: Gast
    am 13.05.2019 19:59:13 | IP (Hash): 1631674831
    Hallo Nibius,
    was deine Ärztin sagt, ist schon stimmig.
    Wie schon geschrieben, verlangsamen Fette + auch Eiweiß + unverdauliche Ballaststoffe den Übergang von Zucker/Stärke-haltigem ins Blut.
    Bzgl. Fett ist so ein altes Vorurteil aus früheren Jahrzehnten.
    In meiner 1er-Grundschulung hatte ich echt gestaunt: Wenn Süß, dann eher Buttercremetorte.
    Mein 2er-Tantchen hatte damals nur so ein Obst-Bisquit-Törtchen 'genehmigt' bekommen, wäre aus heutiger Sicht vollkommen daneben.

    Einen Langzeitwert per HbA1c lässt sich nur über Blutprobe bestimmen, wie sich das wirklich im Organismus auswirkt.
    Was so ein BZ-Messgerät anzeigt ist nur ein Rechenwert - gemessene BZ-Werte geteilt durch Anzahl.
    Unter 6,5 zu bleiben wäre gut - das ist der Diagnosewert.

    Basalinsulin soll wirklich nur den Grundstoffwechsel abfangen.
    Deshalb das Auslassen von mindestens einer Mahlzeit, um KH + Bolus-Insulin ausschließen zu können.
    Dabei wird zwischen Überprüfung morgens/kein Frühstück, tagsüber/kein Mittagessen, nachts/kein Abendessen unterschieden. Nicht alles auf einmal, sondern Dritteln.
    Einen 24 h gleichmäßigen Grundstoffwechsel halte ich persönlich für unwahrscheinlich und habe eben keins der neueren Basalinsuline, sondern Levemir, was 2 x pro Tag gespritzt werden muss - so ca. 2 zu 1 per Einheiten morgens und abends.

    Immerhin trägst du das Libre, was dir recht schnell die Tendenz anzeigt ohne Fingerpieksen.
    65 mg/dl sind so knapp vor Unterzucker, da könntest du schon mal eine BE zuckerhaltiges einwerfen.
    Daß du gefühlte Stunden brauchst, um dich körperlich besser zu fühlen, kann daran liegen, daß deine BZ-Werte zu hoch liegen und du daran gewöhnt bist (den Unterschied nehmen wir körperlich wahr) oder deine KHs zur Anhebung nicht schnell genug wirken (dann wirklich Traubenzucker oder flüssig, was wir sonst nicht sollen).

    Basal in den Oberschenkel zu spritzen macht schon Sinn, da mit ICT die Bauchregion per Mahlzeiteninsulin schon ausgiebig genutzt wird.
    Kurze Pen-Kanülen ab 4 mm könntest du mal versuchen, ohne auf Muskel zu treffen für schlanken Oberschenkel.

    Gruß Elfe