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Insulin Einstellung Probleme/Fragen

  • Rang: Anfänger
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    Mitglied seit: 26.04.2019
    am 26.04.2019 11:10:40 | IP (Hash): 131881676
    Hallo zusammen,
    ich bin 52 Jahre alt und seit 01.2019 Typ 1 (war ca 15 Jahre Typ 2) und laut meiner Diabetes Ärztin, in der
    "fein-Einstellung".
    Mich plagen Fragen,Unsicherheit und Probleme die ich mir erhoffe, hier lösen zu können.
    Bevor jmd. nach meiner Ärztin fragt, ich lebe auf dem Land, in meiner Umgebung gibt es nur 2 Praxen wobei die eine voll ist. Meine Ärztin ist ok, jedoch glänzt Sie nicht mit Ruhe und vor allem verständlichem erklären..leider^^
    Derzeit bin ich Arbeitslos weil mein Job als Fernfahrer (nein ich habe kein Übergewicht), während der Einstellung und laut ihr, auch künftig, nicht wirklich machbar sei. Also verbringe ich seit Jan. den Tag damit meinen Körper und den Begleiter Typ 1, näher kennen zu lernen und vor allem zu verstehen.
    Eines meiner größten Probleme ist der Ständige Wert der wie er will hoch und runter geht..
    Wie lange dauert so eine Insulin-Einstellung?
    Gibt es reale Chancen dass ich wieder in meinen Beruf kann ?
    Das Arbeitsamt empfiehlt mir einen neuen Beruf zu erlernen..mit 52 ?
    Wäre toll wenn ich hier Menschen finden würde, die mir mit Ihren Erfahrungen helfen können besser zu verstehen. Danke
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    Mitglied seit: 25.02.2011
    am 26.04.2019 12:46:21 | IP (Hash): 1559313136
    Lies dir mal diese Infos durch, vielleicht findest du dabei einige nützliche Anregungen;
    https://www.diabetesinfo.de/fortgeschrittene.html

    Anfangen musst du beim Basalinsulin. Wenn das nicht einigermaßen stimmt, dann hast du kaum Chancen für eine gute Einstellung. Deshalb solltest du, falls noch nicht geschehen, zuerst einen Basalratentest z.B. nach dieser Anleitung machen:
    https://www.diabetesinfo.de/fortgeschrittene/therapie/basalinsulin/basaltest.html

    Wenn die Basalrate für alle Tageszeiten einigermaßen passt, dann kannst du an den Feinabgleich mit dem Mahlzeitinsulin gehen. Da gibt es etliche Stellschrauben. Dazu solltest du dann aber deine Fragen besser mit speziellen Angaben zum Insulin, Essen und BZ-Verlauf stellen.

    Viel Erfolg, Rainer
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    Mitglied seit: 20.02.2011
    am 26.04.2019 16:57:07 | IP (Hash): 34289236
    Wie ich Dich lese, warst Du auf Deinem Bock gut eingestellt. Das heißt, Du kannst einen 40-Tonner überall fahren, wo’s nach vorn weiter geht und wo rechts und links noch ne handbreit, ok, besser n halber Meter, Platz ist. Und so ähnlich kannst Du dir das auch mit der Insulin-Einstellung vorstellen: das heißt zwar Einstellung (beim LKW heißt das ja nicht mal so), und der Arzt kann Dir ne erste grobe Richtung geben, aber passend machen musst Du. Rainer hat Dir da schon ne gute Info dafür raus gesucht.

    Wer so wie Du mitten im Leben im Brummi zum Insulin einberufen wird, nimmt das meistens als Abschied vom Brummi. Allerdings gibt es auch Ausnahmen. So hat hier z.B. mal ein flashbang05 mitgeschrieben. Der war mit Leib und Seele Bundespolizist im aktiven Dienst. Der konnte natürlich nicht entlassen werden, aber normal war und ist in sonem Fall die Beförderung zum Schreibtischtäter im geregelten Innendienst. Denn bei nem ernsthaften Einsatz kann der Leiter dem Übeltäter ja nicht einfach zurufen, mal ein weilchen stehen zu bleiben, bis er gemessen, gespritzt und gegessen hätte. Also hat der flashbang05 sich im Zeitrahmen von nem guten Jahr systematisch angekobelt, wie er seinen Blutzucker auch unter übelsten Einsatzbedingungen zuverlässig im brauchbaren Bereich halten konnte, hat das dann unter engster Überwachung ein halbes Jahr lang im konkreten Dienst vorexerziert, und hatte dann 2 Jahre weiter seinen geliebten alten Job mit allen Führer- und Waffen- und sonstigen Scheinen zurück: Es ist nicht die Regel, aber es geht! Daumendrück :)


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    Alle Aussagen bezüglich Diabetes und Behandlung in diesem Beitrag sind mutmaßlich, denn ich bin kein Arzt. Genauso wie ich von einem mutmaßlichen Mörder schreiben muss, wenn ich gesehen hab, wie einer einen anderen erschossen hat. Denn zum Mörder darf den nur zum entsprechenden Ende eines ordentlichen Verfahrens ein ordentlicher Richter ernennen ;)
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    am 27.04.2019 19:16:38 | IP (Hash): 1097706679
    Hallo Nibius,

    ja, die Feinabstimmung mit den Insulinen per ICT (ist das bei dir der Fall ?) ist nicht so ganz einfach, aber durchaus verständlich mit gut überprüfbaren Parametern
    Deine Ärztin könnte dich stationär überweisen, wo du das lernen kannst.

    Selber wurde/werde ich ambulant eingestellt.
    Empfehlen möchte ich dir dieses Buch (war mein Schulungsbuch (allerdings in älterer Auflage), wodrin ich immer noch nachblättere zu Dosierung und Überprüfung.
    https://www.amazon.de/Gut-leben-mit-Typ-1-Diabetes-Basis-Bolus-Therapie-ebook/dp/B0796XMKWL

    Deinen Beruf kannst du wieder ausüben:
    "Die neue Leitlinie zeigt auch Möglichkeiten auf, wie Unterzuckerungen vermieden werden können, um die Fahrtauglichkeit wiederzuerlangen: Eine Umstellung der Medikamente, die Schulung der Unterzuckerungswahrnehmung oder ein Messgerät zur kontinuierliche Glukosemessung (CGM)
    Eine vorübergehende Fahruntauglichkeit liegt bei schweren Stoffwechselentgleisungen, in der Einstellungsphase auf Insulin, aber auch bei anderen wichtigen Therapieumstellungen oder Dosisänderungen vor – sie gilt, bis der Blutzuckerstoffwechsel stabil ist."
    https://www.diabetes-news.de/nachrichten/neue-leitlinie-diabetiker-im-strassenverkehr

    Dokumentieren der BZ-Werte zum Selbstlernen und zur Vorlage bei Hausarzt & Gesundheitsprüfung für Führerschein ist da ganz wichtig.
    Ein gutes Hilfsmittel ist da so ein Blutzuckertagebuch (handschriftlich zu führen)
    - siehe Seite 6 - so ähnlich sieht auch meines aus (statt Blutdruck ist das für mich eher ein 'freies' Feld für Bemerkungen wie z.B. Was gegessen - vor oder nach Mahlzeiteninsulin gespritzt; Hitze ~ Insulin wirkt schneller & per Schwitz UZ-Symptome nicht so wirklich bemerkbar)
    https://www.diabetes-ratgeber.net/multimedia/109/103/174/128464044049.pdf

    Unterwegs sollen INSULINER immer schnelle Kohlenhydrate zur Hand haben, wenn sich per körperlicher Symptome ein Unterzucker anbahnt und die Sinne schwinden.
    Traubenzucker ist da kompakt das einfachste, was man in jeder Tasche auf kleinstem Raum mitnehmen kann.

    Gruß Elfe
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    am 27.04.2019 19:47:16 | IP (Hash): 1390632209
    Elfe schrieb:
    ..., wenn sich per körperlicher Symptome ein Unterzucker anbahnt und die Sinne schwinden.


    Spätestens DANN brauchen Bundespolizist und Berufskraftfahrer einen anderen Job. Denn ausreichend für ihren Job können sie ihren BZ nur dann steuern, wenn sie solche Situationen für die Dauer ihrer jeweiligen Arbeitszeiten unter allen Bedingungen VOLL ausschließen können.

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    am 29.04.2019 10:32:32 | IP (Hash): 131881676
    Hallo, erst mal herzlichen Dank an alle, die sich auf meine Fragen gemeldet haben.
    Meine Dia-Ärztin hat mir Humalog und für Langzeit Abasaglar verschrieben.
    Von dem Langzeitinsulin spritze ich 14 IE jeden Abend.
    Vom Beginn der Typ 1 an führe ich ein Tagebuch, in dem ich nicht nur Essen, Zeiten und Werte eintrage, sondern auch Reaktionen und Wohlbefinden (weil mich häufig Kopfschmerzen plagen). Was ich festgestellt habe, ich kann tagelang das selbe essen und dennoch sind Reaktionen absolut unterschiedlich. Besondere Probleme habe ich ab der 3. Std. nach dem Essen, wo der Zucker bis in die 4. und 5. Std. wieder steigt.
    In der Nacht liegt mein Wert bei 110 (zwischen 3 und 4 Uhr) und gegen morgen 7 Uhr bei freundlichen 120 bis 140. Aber ! Sobald ich mich aufrichte steigt der Pegel innerhalb 3-5 Minuten auf 150 bis 170.
    Wenn ich nur Korrektur spritze, bleibt er bei 140 bis 160. Aber sobald ich auch nur an einer Scheibe Brot rieche^^, kann ich spritzen was ich will, er steigt bis 200 und mehr. Problem ist dabei, wenn ich nach den Spritz-Plan gehe, kämpfe ich 2-3 Std. nach dem Essen also in Richtung Mittag, gegen den Unterzucker. Ja und da geht das Spiel erst richtig los. Esse ich dagegen an, steigt er und ich muss wieder nachspritzen.
    Ich habe wenigstens seit kurzem die Piekserei hinter mir gelassen und den Libre 2 am Arm. Jedoch sind die Unterschiede im Bereich ab 80 (fallend) sehr bedenklich mit Unterschiede zur Blutmessung bis zu 20-25.
    Als Berufskraftfahrer im Fernverkehr liebt und braucht man Ordnung, ohne diese ist man (so behaupte ich) kein gewissenhafter Fahrer. Diese Eigenschaft macht für mich die Sache unendlich schwer, weil ich mit der aktuellen "Unordnung" nicht richtig klar komme.
    Ich finde auch, das die Diabetes Schulung bei mir zu spät nach hinten liegt, ich habe diese erst am 20.05. und will nicht hoffen, das es da Infos gibt, die mir meine aktuelle Situation verbessert hätten.
    Meine Ärztin hat noch Urlaub, ich werde Sie danach aufsuchen und kritische Fragen stellen...sollte ich abermals unbefriedigt aus der Praxis gehen, werde ich diese wechseln.
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    am 29.04.2019 11:08:55 | IP (Hash): 131881676
    Hallo Rainer, herzlichen Dank für den Link. Endlich etwas wo einfach erklärt und vor allem offene Fragen beantwortet. Ich werde mich heute damit beschäftigen und würde mich freuen, wenn Unklarheiten sind, mich nochmal melden zu dürfen.
    LG.Nibius (Michael)
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    am 29.04.2019 19:29:50 | IP (Hash): 1097706679
    Hallo Nibius,

    du hast also zwei Insuline und wirst nach ICT behandelt.
    Im Moment befindest du dich noch in der Anfangsphase per 'einfachem' Spritzplan, der so manches miteinander vermischt, was du im weiteren Verlauf besser verstehen und auch besser mit Umgehen kannst.
    Am Anfang tastet man sich an die Dosis der zwei Insuline vorsichtig heran, um nicht Unterzuckerungen zu riskieren, die du so und im Beruf schon mal gar nicht gebrauchen kannst.
    Das Libre immerhin ermöglicht dir, mal schnell den Zucker per Tendenz zu messen.
    Ist allerdings Gewebezucker, hinkt dem Blutzucker gemessen per Fingerpieks hinterher. Das lernt sich, wie du diese Werte beurteilen kannst.

    Die Dosen werden mit dem Arzt besprochen und anhand deiner Aufzeichnungen angepasst. Also Geduld und nicht sofort Praxis wechseln (da nicht unbedingt anders).
    Die Schulung ist 'nur allgemein' bzgl. wo sind Kohlenhydrate drin, wie beeinflussen andere Bestandteile wie Eiweiß/Fett/Ballaststoffe den Blutzucker, wann soll man Mahlzeiteninsulin spritzen: Ess-Spritz-Abstand; Vor oder Nach Mahlzeit - ggfs. teilen; Zeitpunkt für Korrekturinsulin; Überprüfung Nacht-Zucker als Hyporelevant u.a.m..

    Kann es sein, daß du als 15 Jahre mit Typ 2 eher an schwerverdauliches Essen gewöhnt bist ?
    Nichts dagegen einzuwenden, nur Umgang mit kurzwirkendem Mahlzeiteninsulin erfordert da eine Anpassung s.o..
    So Anfangsannahmen wie Korrekturfaktor Insulin 1) und anheben durch Zusatz-KHs 2) muss man per Messung selbst herausfinden, da jeder Organismus anders reagiert.
    Mein Anfangskorrekturwert von Annahme 1 Einheit Insulin senkt den BZ um 50 mg/dl liegt seit vielen Jahren stabil bei 40 mg/dl - also durchaus vorsichtig einzusetzen, darf ich übrigens lt. Arzt erst nach 4 h.
    Lt. Schulung einem UZ mit 2-3 Zusatz-BEs entgegensetzen zu müssen, ist bei mir nicht der Fall - benötige nur 1ne zum Anheben von 50 auf 100 mg/dl - erspart das Gegenspritzen.
    ~
    Irgendwie logisch ist das Ganze schon, wenn auch nicht so ordentlich, wie wir das gerne hätten.
    Da gibt es zu viele biologische Vorgänge im Organismus, z.T. mit Gegenhormonen zum Insulin gegen Morgen und Stress z.B., die den BZ ansteigen lassen.
    Im übrigen bevorzuge ich Levemir als Basalinsulin in 2 Dosen morgens und abends in unterschiedlicher Menge, weil mein Grundstoffwechsel über 24 h eben nicht so gleichmäßig ist.
    Tagsüber mit allem möglichen konfrontiert, nachts schlafen - ergibt 7 Einheiten morgens und 3,5 Einheiten vor Zubettgehen. Anhand meiner Aufzeichnungen konnte ich so ein 'neues' gleichmäßig wirkendes Basal abwehren.
    Ist ein Zwiegespräch zwischen Arzt und Patient.
    ~
    LKW-Fahrer als Liebe ?
    Kann ich nicht unbedingt nachvollziehen, wenn man sich die Bedingungen ansieht - Staus sowieso - Fahrtzeiten bzw. Überschreitung - irgendwo Rast/Parkplatz finden … Ist aber deins, wo die Liebe hinfällt :-)

    Du hast jedenfalls Talente, die du auch ohne Umschulung per Beruf in neuer örtlicher Stelle gut einbringen könntest - Lagerung von Gütern per sinnvoll.
    Werden per Stellanzeigen dringend gesucht, auch selbst per Internet vor Ort zu finden.

    Liebe Grüße aus Stau-Land NRW
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    Mitglied seit: 26.04.2019
    am 30.04.2019 17:13:22 | IP (Hash): 131881676
    Hallo und Gruß in´s Stau Land, was leider zutreffend ist :-))
    Sehr viel Info die du mir da mitteilst, daher fange ich mal oben an^^
    Den Libre habe ich die letzten Wochen immer wieder verglichen, so dass ich in etwa weis wo und in welcher Höhe er in etwa Unterschiede hat. Die Unterzuckerung, habe ich leider
    mind. 1 x innerhalb 10 Tage/Schnitt + 1-3 x die Woche wo ich es abwenden kann/konnte.
    Wie bereits erwähnt, war ich ca. 15 Jahre Typ2 und so schlecht habe ich mich nicht ernährt. Also diese Typischen "Trucker-Geschichten" treffen bei mir nicht zu. Ob es Kaffee oder fast Food war, beides habe ich mit Übersicht zu mir genommen. Meine einzigste Schwäche war und ist es heute noch, Schokolade bzw. Süßes generell, aber auch hier nicht in ungesunden Massen.
    Den Doc werde ich erst mal beibehalten weil mir einige Meldungen von hier Hoffnung machen, gravierende Stolpersteine alleine bewegt zu bekommen. In Punkto Schulung erhoffe ich mir mehr zu verstehen und vor allem damit umzugehen.
    28mg% steht bei mir auf dem Plan was 1 IE im/den Blutzucker senkt.
    Zum Job...ja aus Liebe^^ Sicherlich hat der Beruf seine Schattenseiten und vor allem Probleme die nicht besser oder weniger werden. Aber, die kleine Ecke "Freiheit" die es in diesem Beruf tatsächlich noch gibt, macht alles Wett. Zu deinem Vorschlag, muss ich nochmal erwähnen, dass ich Ländlich wohne/lebe...sprich in meiner Umgebung einen Job in der Art zu finden wäre mit Autofahren verbunden und dies wiederum bei den Löhnen welche in der Branche gezahlt werde, nicht unbedingt lohnend.
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    Mitglied seit: 13.05.2016
    am 30.04.2019 19:45:50 | IP (Hash): 1097706679
    Hallo Nibius,
    welchen BZ-Wert nennst du Unterzucker ?
    Hatte da zwei Schulungsmeinungen: Grundschulung 50 mg/dl, Hyposchulung 60 mg/dl.
    Diese Panikmache der Referentin fand ich zu Anfang schon echt übel.
    Habe dann meine Mitpatienten gefragt, wie das denn so ist. Ein schon seit Jugend betroffener Typ 1er hat mich dann beruhigt - halb so wild.
    Nachdem ich per Symptome einige durchlebt habe, genau.

    Meine Typ 1er-Diagnose als Erwachsene (LADA) war für mich auch ziemlich plötzlich.
    Wurde ambulant eingestellt (anfangs schnelles Mahlzeiteninsulin) und musste mit PKW quer durch die Stadt, um zum Arbeitsplatz zu kommen.
    Auweia - Unterzucker hinterm Steuer und hatte Angst, irgendjemand zu verletzen per Anfahren.
    Damals gab es das Libre noch nicht, konnte mich nur auf körperliche Symptome verlassen - im Zweifelsfall dann 1 BE Traubenzucker einwerfen (die unverpackten Dextro-Minis dabei, anstatt diese Täfelchen, die einen per Auspacken vom Straßenverkehr ablenken).
    Erst Traubenzucker und dann messen, wurde mir so eingeschärft.
    Mit einer Zusatz-BE kann man per BZ-Steigerung gar nicht so viel falsch machen.

    Jedenfalls ist mit dem Mahlzeiteninsulin nur wenig 'verboten':
    Flüssige Kohlenhydrate und so Gummizeugs. Das sind so meine UZ-Helferleins: 5 Gummibärchen = 1 BE, 200 ml-Saft = 2 BE bei wirklich tiefen BZ-Werten weit unter 50 mg/dl.
    Schokolade da kein Problem - enthält auch Fett - lässt sich gut händeln.
    Fast Food auch o.k. - McDonalds hatte damals schon Nährwertangaben auf den Produkten stehen - KH-Angabe x Faktor zur Berechnung der Insulindosis - Super :-)
    Allerdings spare ich mir die Pommes per KH-Gehalt zugunsten eines Burgers ;-).
    ~
    Habe keine Vorurteile gegenüber Trucker.
    Ganz im Gegenteil, betrachte den Beruf mit sehr viel Mitgefühl.
    Händeringend wird hier vor Ort seit Jahren unter den Kommunen entlang der stark befahrenen Autobahn gestritten, wo denn bitte ein Rastplatz mit LKW-Parkplätzen gebaut werden kann.
    Und letztens bei quer durch die Republik fahrend mit PKW (nicht Bayern) gesehen, Auffahrt auf rechte LKW-Spur Stau - wieviel Zeit kostet das !?
    Wenn deine übliche Strecke nicht so problematisch ist, durchaus für dich positiv überdenkbar.

    Gruß Elfe
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