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Junge Leute zum Reden gesucht!

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    Mitglied seit: 07.07.2019
    am 07.07.2019 21:39:22 | IP (Hash): 777235201
    Hallöchen, ich bin Amelie, 21 Jahre alt und suche Leute in meinem Alter zum Austausch und einfach mal reden. Ich habe seit August 2016 Diabetes Mellitus Typ I.

    Also wer Lust hätte, einfach melden! :)
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    am 07.07.2019 23:20:33 | IP (Hash): 105091062
    Junge Leute wie Du sind selten in Foren wie diesem. Im insulinclub sind die meisten zwar jünger als hier, aber ich kann mir nicht vorstellen, dass meine Enkel da "reden" wollten. Meine Enkel reden über vieles, wovon ich das meiste nicht verstehe, vor allem, wenn sie dafür auch noch ihre Smartphones nutzen. Aber von denen hat auch niemand Diabetes, so dass ich - Opa-Ausrede - nicht wirklich versuchen muss zu verstehen, worüber sie grad reden.

    Obwohl Diabetes immer mehr wird, scheint der Austausch von Betroffenen in den letzten Jahren immer weniger geworden zu sein. Früher gab es mal wenigstens in jedem größeren Ort ne Selbsthilfegruppe. Gibt es nicht mehr. Und Foren wie dieses gab es auch wenigstens noch 5 oder 6 mehr und manchen Tag mit 100 neuen Beiträgen, jedes. Und alle übrigen Gruppen, die ich bis jetzt mal auf der Suche nach mehr Leben besucht hab, waren ähnlich schlapp.

    Kann natürlich sein, dass ich nicht an den richtigen Stellen gesucht hab, weil ich einfach als Oldie nicht weiß, was junge Leute heute interessiert und wo sie sich internetmäßig bewegen, wenn sie Diabetes haben?

    Deswegen nutze ich Dich jetzt einfach mal aus: Worüber wollen junge Leute wie Du mit Diabetes sich heute gern austauschen? Wenn Du schlicht anfängst, mir da was von zu erklären, kriegen das vielleicht weitere junge Leute mit und helfen Dir dabei. Und dann wärt Ihr ja wenigstens schon mal ne kleine Gruppe und könntet hier ne junge Ecke anfangen. Wenn Du magst?

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    Alle Aussagen bezüglich Diabetes und Behandlung in diesem Beitrag sind mutmaßlich, denn ich bin kein Arzt. Genauso wie ich von einem mutmaßlichen Mörder schreiben muss, wenn ich gesehen hab, wie einer einen anderen erschossen hat. Denn zum Mörder darf den nur zum entsprechenden Ende eines ordentlichen Verfahrens ein ordentlicher Richter ernennen ;)
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    am 08.07.2019 18:46:54 | IP (Hash): 439858319
    Hallo Amelie, ich schließe mich Jürgen an, vielleicht wäre der Insulinclub eine Idee.

    Mir ist es ebenfalls ein Rätsel, wie wenig zu dem Thema in Foren los ist. Weder in diesem hier noch in anderen tut sich viel. Von bestimmten Altersgruppen gar nicht zu reden. Betroffene gibt es ja genug, aber denen ist das wohl Hupe. :(
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    am 08.07.2019 23:20:26 | IP (Hash): 1337513115
    Ohne dort angemeldet zu sein, wuerde ich mal auf Facebook tippen. Gibt's dort nix?

    Freundlich gegrüßt und schönen Tag gewünscht!

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    am 09.07.2019 16:32:27 | IP (Hash): 1860270430
    Einzelne Gruppen mit abnehmender aktiver Teilnahme. Ebenso wie in allen internationalen Gruppen und Foren, die ich kenne. Auch die Blogger-Szene war mal sehr viel aktiver und ist in den letzten 5 Jahren gewaltig geschrumpft.

    Meine Deutung: Das Thema ist dem Twitter-Format zum Opfer gefallen. Darauf pflegen wir inzwischen sogar höchst politische Themen zu reduzieren. Aber so einfach geht das halt mit dem Diabetes und alledem nicht, was davon im individuellen Leben betroffen ist.

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    Alle Aussagen bezüglich Diabetes und Behandlung in diesem Beitrag sind mutmaßlich, denn ich bin kein Arzt. Genauso wie ich von einem mutmaßlichen Mörder schreiben muss, wenn ich gesehen hab, wie einer einen anderen erschossen hat. Denn zum Mörder darf den nur zum entsprechenden Ende eines ordentlichen Verfahrens ein ordentlicher Richter ernennen ;)
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    am 10.07.2019 16:00:41 | IP (Hash): 907629373
    Hallo, ich habe seid letztem Jahr November Diabetes Typ 1 und bin 28 Jahre alt. Ist dir das noch Jung genug? :D
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    am 14.07.2019 12:29:02 | IP (Hash): 777235201
    Tschuldigung, dass ich mich jetzt erst melde..
    Also, dass es hier, gerade im Internet, wenig Möglichkeiten gibt, sich auszutauschen oder Gleichgesinnte zu finden, ist wirklich schwierig. Facebook habe ich ebenfalls versucht, je doch nur zwei Gruppen gefunden, die mich ansprechen und bei denen musste ich dann irgendwelche Fragen beantworten, damit die entscheiden können, ob ich "gut" genug für die Gruppe bin.

    In erster Linie geht es mir darum, Leute zu finden, die mir vielleicht auch mal in schwierigen Situationen helfen können, die wissen worüber ich rede und sich genau oder wenigstens ansatzweise in diese Lage hineinversetzen können. Andersherum möchte auch ich helfen, Leuten mit meinen Erfahrungen eventuell ein Stück weiterbringen oder eine Meinung weitergeben - Wie sagt man so schön: "Geteiltes Leid, ist halbes Leid".
    Natürlich macht mich die Krankheit nicht dauerhaft traurig und ich bin auch sehr dankbar z.B. für meinen Freund und für meine Familie und ich bin jedes Mal "erleichtert", wenn sie sagen, dass sie mich verstehen - aber im Endeffekt tun sie es ja eigentlich nicht, weil sie nicht wissen, wie es ist.

    Es müssen ja auch nicht unbedingt "junge" Leute sein, ich bin für jeden Rat und für jede Meinung dankbar.
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    am 15.07.2019 00:33:37 | IP (Hash): 1564187967
    Amelie2008 schrieb:

    Natürlich macht mich die Krankheit nicht dauerhaft traurig und ich bin auch sehr dankbar z.B. für meinen Freund und für meine Familie und ich bin jedes Mal "erleichtert", wenn sie sagen, dass sie mich verstehen - aber im Endeffekt tun sie es ja eigentlich nicht, weil sie nicht wissen, wie es ist.

    Es müssen ja auch nicht unbedingt "junge" Leute sein, ich bin für jeden Rat und für jede Meinung dankbar.


    Hallo Amelie,
    schön, daß ich dir als nicht 'jung' antworten darf.
    Mit Typ 1 wurde ich erst mit 40 Lebensjahren konfrontiert (= LADA) und musste sofort Mahlzeiteninsulin im Alltag integrieren.
    Die Herausforderungen mögen in deinen jungen Jahren anders sein, Anforderungen durch Familie und Beruf sind später auch nicht so einfach.

    Typ 1 ist für mich auch eher einsam, Typ 2 ist meinem persönlichen Umfeld vorhanden.
    Selbst für die INSULINER-Schulung war es schwierig, genügend Teilnehmer zusammenzustellen (als Anfänger war ich da mit seit Jahrzehnten betroffenen 1ern zusammen, die zur Auffrischung der ICT dahin mussten).
    Beim Hypo-Kurs waren wir zu Anfang zu viert, später zu dritt - und das in einer Schwerpunktpraxis.
    Selbst 2er verstehen nicht wirklich 1er.
    Umgekehrt auch nicht.
    Mit mehr Erkenntnissen ausgestattet bzgl. Mahlzeitenzusammenstellung und Einfluss von Sport auf BZ-Werten will mein 2er-Umfeld nichts wissen °~° und jammert 'darf nix mehr essen' °o°.

    Gruß Elfe
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    am 16.07.2019 11:45:16 | IP (Hash): 202944437
    Hey Amelie,

    mein Name ist Guido, ich habe seit meinem 10. Lebensjahr Diabetes Typ 1, bin jetzt 25 und habe mich als Ernährungscoach und Personal Trainer selbstständig gemacht, um in Zukunft vielen Diabetikern da draußen helfen, besser mit ihrer Krankheit umzugehen. Ich würde mich mega freuen eine Nachricht von dir zu bekommen. Vielleicht kann man ja mal skypen oder so - ich möchte natürlich kein Geld dafür, sondern ich möchte ebenfalls erstmal schauen, ob ich dir vielleicht mit meinen Tipps und Tricks helfen kann.

    Falls das Interessant für dich klingt, schreib mir einfach :)

    Ich hoffe dir geht es mittlerweile schon viel besser mit der Krankheit.

    Beste Grüße

    Guido





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    am 16.07.2019 13:48:38 | IP (Hash): 777235201
    Hallo Elfe,

    ich bin so froh über die doch recht große Anteilnahme an meinem Thema.
    Wenn ich meinen Beitrag jetzt nochmal so lese, kritisiere ich meine Familie und Freunde ganz schön. Gemeint war es auf jeden Fall nicht so, ich bin unglaublich dankbar für alles, was sie für mich tun und dass sie sooft für mich da sind - bei meinem Freund (wir sind erst ein knappes Jahr zusammen) merke ich das ganz besonders, er ist wirklich da hinterher, dass ich mich gut fühle und meine Werte immer in einem optimalen Bereich sind. Was, glaube ich, dann ein bisschen auf der Strecke bleibt, ist, dass die Menschen natürlich auch mit einer gewissen Belastung und Verantwortung leben müssen.

    Also ich kenne in meinem persönlichen Umfeld keinen anderen 1er.. und viele Leute reagieren oftmals sehr zurückhaltend - viele wollen gar nicht fragen oder glotzen nur. Das finde ich ganz schrecklich. Habe letztens ein Mädchen getroffen, der das total peinlich war, mich nach dem "Ding" an meinem Arm zu fragen - ich will unbedingt, dass die Leute fragen.

    Ich habe in der Anfangszeit viele Freunde verloren, weil ihnen meine Krankheit zu anstrengend oder zu blöd war. Bei einem Schnuppertag für eine Ausbildung wurde ich auch direkt "aussortiert". aufgrund meiner Krankheit - manchmal tut das alles echt weh.

    Mein Freund ist der Meinung, dass wenn man schon "älter" ist, besser mit der Krankheit klar kommt, als in einem jungen oder kindlichen Alter. - Ich finde einfach, dass egal wie alt man ist, dass es eine gewisse Belastung ist und man nie sagen kann, nur weil man älter oder jünger ist, dass es leichter und einfacher ist.
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