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NZ zu hoch und Blutzuckerspitzen

  • Rang: Anfänger
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    am 26.09.2019 11:04:00 | IP (Hash): 1281542164
    Ein freundliches Hallo in die Runde
    Ich habe seit nunmehr 8 Jahren einen ständig erhöhten Nüchternblutzucker von erst 141 und nun 147. Nach einem Brötchen lande ich dann bei 205 nach 2 Stunden. Mein Hba1c Wert ist über all die Jahre vollkommen in Ordnung. Meine Ärztin schickte mich nun wieder einmal zur Diabetologin, weil man da unbedingt etwas machen müsse. Den Diabetologen habe ich nicht kennengelernt, sondern nur mit einer allg. Ärztin gesprochen. Diese meinte nur, mein Langzeitblutzucker wäre normal und somit gibt es keinen Grund für einen Diabetes. Auf meine Frage, wie ich die Spitzen beim Zucker vermeiden kann, meinte sie nur, ich solle nicht messen. Bei den hohen Zuckerwerten werde ich müde und habe ständigen Harndrang. Ich habe schon versucht, bestimmte Lebensmittel zu meiden und zumindest am Abend ,wenn ich auf Kh verzichte, geht er nicht so hoch.Welche Möglichkeiten gibt es, diese Spitzen zu vermeiden. Ich habe Normalgewicht und treibe Sport. Ganz lieben Dank für Ideen und Vorschläge. Liebe Grüße Rika
  • Michael74

    Rang: Gast
    am 26.09.2019 11:48:15 | IP (Hash): 1436300373
    Unglaublich deine ärztin

    Auch wenn sich die Ideen und Vorschläge meinerseits sehr professionell und logisch anhören, ersetzen sie nicht den Gang zum Doktor, um sich dies bestätigen zu lassen; sie dienen nur einer ersten Beratung.
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    am 26.09.2019 11:50:19 | IP (Hash): 799796177
    Hallo Rika,

    suche dir einen Diabetologen, der dich mit deinem BZ ernst nimmt. Selbst wenn du dafür etwas weiter fahren musst, zahlt sich das langfristig für dich aus.

    Für die Diabetesdiagnose stehen verschiedene Grenzwerte nebeneinander. Wenn einer der Grenzwerte nicht nur einmal zufällig (das kann besonders beim NBZ vorkommen) überschritten wird, dann steht die Diagnose. Für den NBZ ist der Diagnosegrenzwert 125mg/dl, allerdings nicht mit einem Handmessgerät, sondern als Laborwert.

    Alles Gute, Rainer
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    am 26.09.2019 12:16:46 | IP (Hash): 1281542164
    Ganz lieben Dank für deine Antwort. Die Nüchternzucker Werte sind als Laborbefund genauso hoch. Deswegen die Überweisung zum "Diabetologen" durch meine Hausärztin. Hinzu kommt , dass alle in der Familie Diabetes haben. Von Typ 2 bis Lada ... Leider sind die Diabetologen hier nicht so reich gesät und ich bin schon froh gewesen, überhaupt einen zu finden, der noch Patienten annimmt. Ich habe den BZ am Abend ganz gut im Griff. Nur am Morgen will er nicht . Ich habe von Vollkorn über Müsli schon alles probiert. Er schießt in die Höhe . Also neuen Versuch . Ich messe schon gar nicht mehr, die Symptome bei den hohen Werten sind immer gleich und ich weiß dann auch so Bescheid.
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    am 26.09.2019 14:22:18 | IP (Hash): 799796177
    Ein Vorschläge für das Frühstück:
    - Frühstücksei,
    - eine kleines Stück Brot oder Brötchen, dick mit Butter und Käse oder Wurst belegt,
    - Low Carb Brötchenersatz, nach Rezepten kannst du z.B. im LOGI-Forum oder im LCHF-Forum sehen.
    Das Frühstück weglassen wäre wahrscheinlich keine gute Idee. Du würdest die BZ-Probleme dann bestimmt bei der ersten Mahlzeit am Tag bekommen, also dann beim Mittagessen.

    Für den Diabetologen suche mal nach einer diabetologischen Schwerpunktpraxis, da ist oft der meiste Sachverstand vorhanden. Ansonsten wäre noch die diabetologische Abteilung einer Uniklinik zu empfehlen. Dafür würden sich auch längere Fahrten lohnen. Wenn dann alles gut läuft und du deinen Diabetes im Griff hast, dann kannst du dich vielleicht auch von der Hausärztin weiter behandeln lassen. Die quartalsweise BZ-Kontrolle und das Rezept bekommt der auch hin.

    Eigentlich kannst du dir die Diabetesdiagnose auch von deiner Hausärztin geben lassen. Wenn du dich selber ausgiebig in das Thema einarbeitest, dann bekommt ihr das beide zusammen bestimmt auch gut hin. Für den Anfang würde wahrscheinlich ein Versuch mit Metformin ausreichen, damit lässt sich der NBZ bei vielen gut senken. Falls deine Ärztin es dir nicht dazu sagt, dann denke daran, dass Metformin unbedingt eingeschlichen werden sollte, um langfristig eine gute Verträglichkeit zu erreichen. Die ersten 50 Teststreifen kann sie dir bestimmt auch verschreiben. Den Rest musst du wahrscheinlich alleine bezahlen.

    Alles Gute, Rainer

    ____
    Gegebene Vorschläge und Einschätzungen sind ausschließlich zu Informationszwecken bestimmt und können in keinem Fall professionelle Beratung oder die Behandlung durch einen Arzt ersetzen.
    Bearbeitet von User am 26.09.2019 14:26:14. Grund: .
  • Michael74

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    am 26.09.2019 14:46:42 | IP (Hash): 1405253239

    Der lanzeitzucker ist bei der diagnose nicht aussagekräftig. Schade dass deine Ärztin das wie einige selbsternannten Experten nicht wissen.



    Auch wenn sich die Ideen und Vorschläge meinerseits sehr professionell und logisch anhören, ersetzen sie nicht den Gang zum Doktor, um sich dies bestätigen zu lassen; sie dienen nur einer ersten Beratung.
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    am 26.09.2019 16:29:52 | IP (Hash): 1269044467
    Wie ist denn der Langzeitwert?
    Bei einem Nüchternwert von 140+
    muss der mindestens im 6er Bereich liegen und der Graubereich beginnt bereits ab einem Langzeitwert von 5,7.
  • Michael74

    Rang: Gast
    am 26.09.2019 18:51:33 | IP (Hash): 1405253239
    Das ist ja der Irrtum msnuels, auch ein im Normalbereich liegender hba1c schließt leider keinen diabetes aus

    Auch wenn sich die Ideen und Vorschläge meinerseits sehr professionell und logisch anhören, ersetzen sie nicht den Gang zum Doktor, um sich dies bestätigen zu lassen; sie dienen nur einer ersten Beratung.
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    am 26.09.2019 20:33:19 | IP (Hash): 1281542164
    Erst einmal lieben Dank für die vielen Infos. Mein Hba1c liegt bei 5,6. Die Blutzuckerspitzen und der ständig hohe Nüchternblutzuckers sind in diesem Wert nicht zu sehen. Deshalb sollte ich den BZ ab und an messen- laut Hausärztin. Damit kamen die Spitzen zum Vorschein. Die Idee mit den Brötchen werde ich umsetzen. Manchmal sieht man den Wald vor lauter Bäumen nicht. Low carb Brötchen habe ich noch nicht auf dem Zettel gehabt. Ganz lieben Dank für diesen Tipp. Ohne KH klappt es am Abend ja ganz gut. Am Montag geht es wieder zur Hausärztin , den weiteten Weg besprechen. Ich werde mich nun um einen Termin in Berlin bemühen.
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    am 26.09.2019 21:39:15 | IP (Hash): 799796177
    Rika schrieb:
    Ich werde mich nun um einen Termin in Berlin bemühen.

    Das ist ein guter Entschluss. :=)

    Ich drück dir die Daumen, dass du einen Arzt findest, mit dem du gut zusammen arbeiten kannst. Mit deiner Hausärztin scheint das ja recht gut zu funktionieren, so dass ihr zusammen vielleicht deinen Diabetes als Dreierteam gut im Griff behalten könnt.

    Ich halte es für sinnvoll, dass deine Hausärztin schon mal die Diagnose Diabetes stellt, damit in der diabetischen Praxis nicht erst noch diese Frage abgehandelt werden muss. Bei mehrfach mit Laborwerten festgestellte Nüchternwerten ab 125mg/dl kann sie sich zweifelsfrei auf diese Diagnose festlegen.

    Alles Gute, Rainer
  • Michael74

    Rang: Gast
    am 26.09.2019 21:40:21 | IP (Hash): 1405253239

    Gut dass deine ärztin dem hba1c nicht zur diagnose vertraut. Halte sie dir warm. Sie ist eine gute.


    Auch wenn sich die Ideen und Vorschläge meinerseits sehr professionell und logisch anhören, ersetzen sie nicht den Gang zum Doktor, um sich dies bestätigen zu lassen; sie dienen nur einer ersten Beratung.
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    am 27.09.2019 06:18:13 | IP (Hash): 1281542164
    Guten Morgen Rainer
    Das schlimmste ist für mich immer, dass man extra zum Diabetologen reist und diese dann nicht einmal zu Gesicht bekommt. Meine Hausärztin hat mich ins Diabetiker Programm aufgenommen. Sie rief mich gestern extra an. Ich muss nun nur noch die Einwilligung unterschreiben . Ich glaube, damit geht es nun in die richtige Richtung. Meine alte Hausärztin, die in Rente gegangen ist, war eher der Typ "wir beobachten es". Ich bin guter Dinge. Heute werden die Zutaten für die Brötchen besorgt. Mal sehen, was der Zucker dazu sagt. Ich wünsche dir einen entspannten Tag. Liebe Grüße Rika
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    am 27.09.2019 08:35:31 | IP (Hash): 1281542164
    Guten Morgen Michael
    Das ist auch die erste Ärztin, die die Laborwerte genauer betrachtet und agiert. Sie verstand die abwartende Haltung ihrer Vorgängerin überhaupt nicht. Selbst mein Blutdruck wurde 24 Stunden kontrolliert und siehe da, der untere Wert ist stets zu hoch. All das wurde vorher auf meinen Beruf geschoben und unter Stress abgetan. Ich arbeite mit Kindern und habe eher Spaß an der Arbeit. Nun fühle ich mich sehr gut aufgehoben. Ich danke dir vielmals für dein Feedback und wünsche dir einen entspannten Tag. Gruß Rika
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    am 28.09.2019 12:05:14 | IP (Hash): 998380634
    Liebe Rika,

    halte Dich bitte lieber an die Ratschläge von Rainer, deiner seelischen Gesundheit zu liebe... der User Michael ist sehr umstritten hier im Forum, aus verschiedenen Gründen.

    liebe Grüsse
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    am 28.09.2019 12:37:11 | IP (Hash): 1865569131
    So weit ich das bisher lesen konnte, geht es bei Michael ausschließlich darum, dass jemand weiß, ob er nun Diabetes hat oder nicht. Was dann mit dem Wissen angefangen werden sollte oder wenigstens könnte, ist dann offenbar nicht sein Ding.

    Viele Erfahrungen zeigen, dass der Nüchternwert und der Verlauf zwischen den Mahlzeiten mit der Zeit wieder sinken können, wenn man längerfristig darauf achtet, mit dem Essen (Zusammensetzung und Portionierung) in der Spitze um ne Stunde danach unter 140 mg/dl zu bleiben.

    Das halte ich für ein lohnendes Ziel, auch wenn in der offiziellen Diabetes-Behandlung 100-140 vor dem Essen ohne jede Berücksichtigung der Spitzen danach als gut bis befriedigend gilt.

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    Alle Aussagen bezüglich Diabetes und Behandlung in diesem Beitrag sind mutmaßlich, denn ich bin kein Arzt. Genauso wie ich von einem mutmaßlichen Mörder schreiben muss, wenn ich gesehen hab, wie einer einen anderen erschossen hat. Denn zum Mörder darf den nur zum entsprechenden Ende eines ordentlichen Verfahrens ein ordentlicher Richter ernennen ;)
    Bearbeitet von User am 28.09.2019 12:39:00. Grund: Ergänzung
  • Michael74

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    am 28.09.2019 16:43:58 | IP (Hash): 1405253239
    Bei Jürgen geht es primär darum zu erklären wie toll er seinen Blutzucker seit Jahren im Griff hat und eigentlich Diabetiker des Jahrzents ist. Auf problema anderer geht er eher weniger ein. Es ist aber so, dass dies älteren Zeitgenossen häufiger passiert. Daher ist es okay, man muss ja nicht alles lesen.

    Auch wenn sich die Ideen und Vorschläge meinerseits sehr professionell und logisch anhören, ersetzen sie nicht den Gang zum Doktor, um sich dies bestätigen zu lassen; sie dienen nur einer ersten Beratung.
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    am 28.09.2019 17:20:01 | IP (Hash): 1865569131
    Michael74 schrieb:
    Bei Jürgen geht es primär darum zu erklären wie toll er seinen Blutzucker seit Jahren im Griff hat und eigentlich Diabetiker des Jahrzents ist. Auf problema anderer geht er eher weniger ein. Es ist aber so, dass dies älteren Zeitgenossen häufiger passiert. Daher ist es okay, man muss ja nicht alles lesen.


    Sorry, aber wer von den Menschen mit Blutzuckerwerten wie meinen hat damit welche Probleme (?), bis es Dir gelingt, ihnen einzureden, dass sie aber eigentlich doch welche haben? Du schreibst doch hier dauernd Leuten mit weitgehend bis völlig gesunden Werten, dass sie aber Diabetes haben, oder etwa nicht?

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    Alle Aussagen bezüglich Diabetes und Behandlung in diesem Beitrag sind mutmaßlich, denn ich bin kein Arzt. Genauso wie ich von einem mutmaßlichen Mörder schreiben muss, wenn ich gesehen hab, wie einer einen anderen erschossen hat. Denn zum Mörder darf den nur zum entsprechenden Ende eines ordentlichen Verfahrens ein ordentlicher Richter ernennen ;)
    Bearbeitet von User am 28.09.2019 17:22:38. Grund: Ergänzung
  • Michael74

    Rang: Gast
    am 28.09.2019 18:01:27 | IP (Hash): 1405253239

    Du verstehst es wirklich nicht. Ich schreibe nur, genau wie andere, sie Tatjana1978 oder pures, die genauso Erfahrungen wie ich mit dem hba1c haben, dass man sich zur Diagnose nicht darauf verlassen soll. Was ist dran fslsche seine Erfahrung weiterzugeben. Du hingegen erklärst jedem, was der hba1c für ein Geschenk für dich ist oder war. Na dann herzlichen Glückwunsch dazu.

    Auch wenn sich die Ideen und Vorschläge meinerseits sehr professionell und logisch anhören, ersetzen sie nicht den Gang zum Doktor, um sich dies bestätigen zu lassen; sie dienen nur einer ersten Beratung.
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    am 28.09.2019 18:08:10 | IP (Hash): 1865569131
    Michael74 schrieb:
    Du hingegen erklärst jedem, was der hba1c für ein Geschenk für dich ist oder war.


    Bitte bitte 1 konkreter Hinweis auf eine Stelle, an der ich genau das mache!

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    Alle Aussagen bezüglich Diabetes und Behandlung in diesem Beitrag sind mutmaßlich, denn ich bin kein Arzt. Genauso wie ich von einem mutmaßlichen Mörder schreiben muss, wenn ich gesehen hab, wie einer einen anderen erschossen hat. Denn zum Mörder darf den nur zum entsprechenden Ende eines ordentlichen Verfahrens ein ordentlicher Richter ernennen ;)
    Bearbeitet von User am 28.09.2019 20:26:38. Grund: konkretere Formulierung
  • Elfe

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    am 29.09.2019 00:41:37 | IP (Hash): 1582263296
    Hallo Rika,

    bei Nüchternblutzucker über 125 und BZ über 200 mg/dl ist der nächste Schritt zur weiteren Diagnostik der oGTT.
    Da trinkst du aufgelöste Glukose und dann wird geschaut, wie dein Körper mit einer solch reinen Zuckerdosis klarkommt.
    Dein HbA1c ist eigentlich o.k., aber im Zusammenhang nicht eindeutig.

    Ev. befindest du dich ganz zu Beginn eines sich entwickelnden Diabetes - du schreibst von LADA und Typ 2 in deiner Familie.
    Habe auch eine stark ausgeprägte 2er Familienlinie und hatte schon irgendwann auch mal in paar Jahrzehnten damit gerechnet.
    War nix, bin die erste LADA = Typ 1 als Erwachsene und erheblich jünger bei Diagnose.
    Hatte keinerlei Symptome wie müde und Harndrang, zu eigenen BZ-Messung keine Veranlassung - war Zufall über einen anderen Arzt … .
    Per Augenschein wurde bei mir Typ 2 schon ausgeschlossen, BZ 400 und HbA1c größer 8 waren dann eindeutig, daß oGTT gar nicht durchgeführt werden musste.
    Später haben sich noch Antikörper im Blut feststellen können, was LADA bestätigte.
    Habe also sogar 3 Parameter zur Diagnose, mindestens 2 sollten es sein
    - siehe Abbildung 1 auf Seite 3
    https://www.deutsche-diabetes-gesellschaft.de/fileadmin/Redakteur/Leitlinien/Praxisempfehlungen/2018/DuS_S2_2018_Praxisempfehlungen_02_Diagnostik.pdf

    Erst die Diagnose, dann die Schulung mit zweitens Ernährung, ist mein Rat an dich.
    Gruß Elfe
  • Rang: Erweitertes Mitglied
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    Mitglied seit: 25.02.2011
    am 29.09.2019 11:36:15 | IP (Hash): 799794992
    Elfe schrieb:
    Hallo Rika, bei Nüchternblutzucker über 125 und BZ über 200 mg/dl ist der nächste Schritt zur weiteren Diagnostik der oGTT.

    Hallo Rika,

    das ist nicht ganz richtig. Bei Nüchternwerten ab 126mg/dl lautet die Diagnose Diabetes, weil das eines der Diabeteskriterien ist. Wenn solche Werte wie bei dir mehrfach als Laborwerte festgestellt wurden, dann ist auch kein Zweifel an der Diagnose möglich. Es kann sein, dass Der Diabetologe trotzdem noch einen oGTT veranlasst. Falls er das nicht tut, dann macht er aber nichts verkehrt oder nicht gründlich genug.

    Bei Verdacht auf bestimmte Diabetesformen werden bei dir wahrscheinlich weitere Untersuchungen angestellt, z.B. ein Antikörpertest zur Feststellung oder zum Ausschluss von LADA. Aber wenn du zur weiteren Behandlung deines Diabetes in ein Diabeteszentrum gehst, musst du dir darüber keine großen Sorgen machen. Dort kannst du dich darauf verlassen, das alles notwendige untersucht und du richtig behandelt wirst. Von Allegemeinärzten mit Zusatzqualifikation Diabetologe hört man leider öfter mal solche haarsträubenden Geschichten, wie du sie erlebt hast.

    Alles Gute, Rainer

    ____
    Gegebene Vorschläge und Einschätzungen sind ausschließlich zu Informationszwecken bestimmt und können in keinem Fall professionelle Beratung oder die Behandlung durch einen Arzt ersetzen.
    Bearbeitet von User am 29.09.2019 11:36:33. Grund: ,
  • Bild User
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    am 29.09.2019 11:58:23 | IP (Hash): 430444416
    Eintrag im falschen Fred, sorry!
    ----------------------------------------------
    Alle Aussagen bezüglich Diabetes und Behandlung in diesem Beitrag sind mutmaßlich, denn ich bin kein Arzt. Genauso wie ich von einem mutmaßlichen Mörder schreiben muss, wenn ich gesehen hab, wie einer einen anderen erschossen hat. Denn zum Mörder darf den nur zum entsprechenden Ende eines ordentlichen Verfahrens ein ordentlicher Richter ernennen ;)
    Bearbeitet von User am 29.09.2019 12:00:05. Grund: Korrektur
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    am 29.09.2019 13:03:27 | IP (Hash): 1281542164
    Ein herbstliches Hallo in die Runde
    Zunächst, nur keinen Streit.
    Ein Glukoseintolleranz Test wurde schon mehrfach gemacht. Die Ergebnisse waren immer grenzwertig. Ich habe das nie verstanden, da meine Werte sonst nach dem Essen so in die Höhe schnellen. Ich scheine ein größeres Problem mit Kohlenhydraten zu haben.
    Ich habe die Brötchen, die Rainer empfohlen hat , nun ausprobiert. Das Ergebnis hat mich positiv gestimmt. Nach 2 Stunden lag der BZ nun nur noch bei 160. Das ist schon einmal ein Sprung. Somit fallen die Spitzen nicht mehr so hoch aus. An dieser Schraube werde ich weiter drehen. Am Montag geht es dann zur Ärztin .Ich werde berichten, wie der weitere Weg aussehen wird.
    Ich wünsche Euch einen entspannten Sonntag. Liebe Grüße Rika
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    am 29.09.2019 15:28:38 | IP (Hash): 799794992
    Hallo Rika,

    wenn du die Protokolle von oGTT und Nüchternwerten noch hast, dann nimm sie zum Termin beim Diabetologen mit. Die Behauptung, dass der BZ komisch verläuft, müssen sich die Ärzte bestimmt sehr häufig anhören. Den Laborberichten schenken sie da mehr Vertrauen.

    Wenn du dann noch ein paar typische Protokolle von deinen Selbstmessungen mitnimmst, kann ein erfahrener Diabetologe schon allerhand daraus sehen, weiter zielgerichtet suchen und eine passende Therapie vorschlagen.

    Beste Grüße, Rainer
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    am 29.09.2019 16:56:30 | IP (Hash): 430444416
    Rika schrieb:
    Ich scheine ein größeres Problem mit Kohlenhydraten zu haben.


    Die Herausforderung mit den KHs kennen wir hier alle, denn die ist ja DAS Merkmal vom Diabetes mellitus. Ausschließlich daran wird der doch diagnostiziert. Der Diabetes ist mithin nichts anderes als höher als gesunder Blutzucker oberhalb der dafür definierten Höhen, also analog zu Bluthochdruck eben Bluthochzucker.
    Und zwischen Obergrenze gesund und den definierten Diagnose-Grenzwerten (nach Forgekrankheiten-Statistiken) für was ab da als Krankheit gilt ist ne Menge Luft, in der sich mit ausreichend langem Aufenthalt auch gerne schon mal die eine oder andere diabetische Folgekrankheit "ohne Diabetes" einstellt. Wesentlich befeuert von den vergleichsweise großen BZ-Schwankungen zwischen den Tälern vor und den Spitzen nach dem Essen. Gesund liegt die Differenz zwischen beiden bei meistens nicht mehr als 50mg/dl.

    Wirklich stoffwechselgesunde Menschen starten einen oGTT nüchtern deutlich unter 100mg/dl, eher noch deutlich unter 90, messen nach 1 Stunde maximal um 140 und sind nach 2 Stunden wieder zurück deutlich unter 100.
    Höhere Werte sind an sich bestimmt erstmal nicht ungesund, aber sie neigen zum Wachsen, wenn man sie lässt. Zwar erst langsam, aber mit den Jahren und dann immer weniger Monaten und gerne auch in Schüben immer höher.

    Von daher macht sich selbst was vor, wer bei deutlich höher als gesunden Werten alle viertel Jahre beim Dok die Auskunft feiert, dass der BZ zwar ein bisschen höher sei, aber noch lange kein Diabetes. Und erst recht, wer den oGTT unter 100 startet, nach 1 Stunde bei weit über 200 gipfelt und nach 2 Stunden wieder bei formal völlig gesunden 138 landet. So ein Mensch hat formal nach DEM Goldstandard nicht mal Prädiabetes, und wenn sein Mensch nix dran tut, hat da der BZ echt Spaß dran und wächst munter weiter.

    Was völlig ohne Medis an aktiver BZ-Begrenzung geht, hast Du, s.o. angesprochen, schon angefangen auszuprobieren: Die KHs reduzieren. Geht zur Not (schmeckt nicht unbedingt jedem) bis auf Null, auch für Jahre. Situativ auf jeden Fall, auch bei Typ1. Also wenn der z.B. am Tisch im Restaurant bemerkt, dass er seinen Pen Zuhause vergessen hat. Dann bestellt er eben ohne KHs oder lässt die mitgelieferten z.B. beim großen Salat mit Käse oder und Hähnchen raus :)

    So viel erst mal für ein bisschen hinteren Grund, und natürlich bin auch ich gespannt, was der nächste Fachtermin bringt.
    Übertreib ruhig mal etwas auf die Frage, was Du denn so isst. Also ganz Low Carb, schon fast LCHF, und immer noch dieser hohe Nüchternzucker. Und Sport machst Du ja auch. Sinn der Übertreibung: Bewegung und KH-Karenz sind standardmäßig die ersten Empfehlungen mit dem Wiedersehen in frühestens 6 Wochen, wenn dann mit immer noch hohem nüchtern-BZ die ersten Medis ausprobiert werden. Um die 6 Wochen kannst Du die Anamnese schon mal verkürzen. Daumendrück!

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    Alle Aussagen bezüglich Diabetes und Behandlung in diesem Beitrag sind mutmaßlich, denn ich bin kein Arzt. Genauso wie ich von einem mutmaßlichen Mörder schreiben muss, wenn ich gesehen hab, wie einer einen anderen erschossen hat. Denn zum Mörder darf den nur zum entsprechenden Ende eines ordentlichen Verfahrens ein ordentlicher Richter ernennen ;)
    Bearbeitet von User am 29.09.2019 16:58:06. Grund: Ergänzung
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    am 29.09.2019 19:17:55 | IP (Hash): 1281542164
    Guten Abend Jürgen, Guten Abend Rainer
    Zunächst einmal ganz lieben Dank für eure sehr
    verständlichen Erklärungen. Ich muss ehrlich zugeben, dass mir diese Blutzuckerspitzen , die ich ja schon seit mindestens 4 Jahren habe, nie als so riskant erschienen. Nun weiß ich es besser. Ich und übertreiben bei Ärzten. Ohjeh, das wird eine Herausforderung. Sport treibe ich nun wirklich jeden Tag und die KH habe ich nun auch angefangen zu reduzieren. Ich werde , in Anbetracht der dann eingesparten Anamnesezeit, also übertreiben. Meine sämtlichen Laborwerte ,nebst den selbst gemessenen Werten ,werde ich dann auch mitnehmen. Wenn ich vor dem richtigen Arzt sitze, wird er sich dafür interessieren. Ich werde wohl morgen mit einem Zettel zu meiner Hausärztin gehen. ;) Ich muss wohl noch lernen, ein mündiger Patient zu werden.
    Ich wünsche euch einen schönen Abend und einen entspannten Start in die Woche
    Liebe Grüße Rika
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    am 29.09.2019 21:35:45 | IP (Hash): 799794992
    Hallo Rika,

    vielleicht zum Ende des WE noch eine Einschätzung, die dich nach all den vielen Informationen und Ratschlägen vielleicht wieder etwas zur Ruhe kommen lässt.

    Ich denke, dass dein Diabetes, wenn du ihn schon mindestens 8 Jahre hast und er sich in dieser Zeit ohne Medikamente und mit nicht allzu drastischen Maßnahmen nicht wesentlich veschärft hat, dann wird das sehr wahrscheinlich auch in den nächsten Monaten nicht passieren. Du hast also die Zeit, alle notwendigen Schritte ohne Hektik und Aktionismus ganz in Ruhe zu gehen.

    Auf diesem Weg wünsche ich dir alles Gute und viel Erfolg, Rainer
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    am 30.09.2019 11:25:34 | IP (Hash): 1281542164
    Guten Morgen Rainer
    Nach dem heutigen Arztbesuch bin ich ein großes Stück gelassener. Die Ärztin fordert zunächst die Unterlagen des "Diabetologen " an. Dann geht es zum Endokrinologen, da in den alten Akten ein Hypercortisolismus auftauchte. Dafür hatte sich nie jemand interessiert. Laut Erklärung der Ärztin kann auch eine übermäßige Produktion von Cortisol für den Zucker verantwortlich sein. Der damalige Test an der Charite war 1998. Diese Ärztin macht sich wirklich Gedanken. Eine Überweisung zum Diabetologen gibt es danach. Ich soll nun eine Woche lang morgens sowie vor und nach dem Essen messen, damit Der Diabetologe etwas in der Hand hat. Dabei soll ich an 2 Tagen normal essen und an den anderen Tagen low carb. Ich bin nun im Diabetesprogramm und werde als Diabetiker geführt. Ich danke dir für deine beruhigenden Worte, die ihr Ziel erreicht haben und wünsche dir einen entspannten Montag. Liebe Grüße Rika
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    am 30.09.2019 16:33:38 | IP (Hash): 745799126
    Hallo Rika,

    Glückwunsch zu deiner Hausärztin - die scheint sich ja viele und gute Gedanken über deine Probleme zu machen.

    So ein vermutetes Cushing-Syndrom ruft tatsächlich als erstes nach einem Endokrinologen. Damit lässt sich aber auch dein BZ gut erklären. Ein Diabetologe mit Erfahrung wäre wahrscheinlich anhand deiner BZ-Verläufe schnell auf so eine Vermutung gestoßen.

    Ich wünsche dir, dass du noch an viele kompetente und engagierte Ärzte gerätst, damit du deine schlechten Erfahrungen von deinem ersten Diabetologenbesuch schnell wieder vergessen kannst.

    Beste Grüße, Rainer