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Oberkante/Unterlippe :( Und eine Frage

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    am 26.05.2020 08:58:03 | IP (Hash): 1502649881
    Moinsen,

    ich habe seit 2007 die Diagnose Diabetes II und wurstel seitdem damit rum :(

    Kurz zu meiner Person: 56, w, ehemalige Sekretärin, drei Süchte entzogen (THC 2003, Alkohol 2007, Nikotin 2012), 2015 Krebs (Gebärmutter) überlebt, 2019 Herzinfarkt (2 Stents) notoperiert.

    Die ersten sieben Jahre nahm ich Metformin und hatte ein Reizdarmsyndrom. Organisch nichts zu finden, aber nach Mediwechsel und Scheidung war der Reizdarm weg ;)

    Dann verschiedene Medis und schlussendlich seit 2018 Jardiance plus Xelevia und Glimepirid. Werde gerade das 7.mal! wegen einer Pilzerkrankung behandelt (Nebenwirkung von Jardiance) - und habe die Nase gerade gestrichen voll :((

    Jardiance haben wir jetzt seit April weggelassen, dafür Glimerpirid von 1,5 mg auf 4 mg erhöht. Plus die Medis wegen Herzinfarkt.

    Nun soll ich anfangen, zusätzlich 1 x wöchentlich Insulin zu spritzen. Was gibt das für Kollateralschäden??

    Was habt ihr für Erfahrungen, bzw. hilfreiche Tipps? Bitte in einfachen Worten antworten.

    Noch zur Info: Ich messe nicht, nur nach "Katastrophen" ca. 1x jährlich für 2 Wochen. Der Langzeitwert ist zur Zeit bei 8,1. Ich esse fast ausschließlich sehr gesundes Essen, und bin ziemlich sportlich für mein Alter (habe eine Trainingsstation zuhause, die ich sehr oft benutze und mein Auto 2017 abgegeben für die Gesundheit).

    Netten Gruß und danke vorab für eure Hilfe,

    Ichso

    Schlimmer geht immer?
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    am 26.05.2020 10:40:20 | IP (Hash): 1644958776
    Erstmal ganz dicken Glückwunsch zu alledem, was Du schon überlebt hast!

    Wenigstens an Deinem Herzinfarkt hatte Dein sehr viel höher als gesunder Blutzucker einen erheblichen Anteil, wenn nicht gar die komplette Schuld. Denn zunehmend höher als gesunder Blutzucker sorgt als erstes für zunehmend mehr Ablagerungen in den Pipelines. Und Glimepirid verstärkt bei Typ 2 dieses Ablagern.

    An Deiner Stelle würde ich mich sofort zu Insulin überreden lassen. Und zwar zu schnellwirkendem Insulin jeweils passend zum Essen und langwirkendem Insulin für die Grundversorgung unabhängig vom Essen.
    Denn Insulin hat von allen Zuckermedis die wenigsten Nebenwirkungen (ist deswegen als einziges während einer Schwangerschaft zugelassen!), und damit lässt sich der Blutzucker am gezieltesten steuern - unter EINER VORAUSSETZUNG:

    Du musst dieses Steuern lernen und endlich 24/7 selbst die Verantwortung für Deinen Blutzucker übernehmen!

    Aber Dein Dein Leben und Deine Entscheidung!

    ----------------------------------------------
    Seit über 10 Jahren leben immer mehr Menschen völlig gesund mit ihrem Diabetes Typ 2, mit sehr viel weniger Medikamenten, als für ihre DDG-normale Behandlung, oder sogar völlig ohne.
    Sie testen immer mal wieder, welche Portionen von welchem Essen am besten in ihren gesunden Blutzucker-Rahmen (in der Spitze etwa ne Stunde danach max 140-160 mg/dl) passen und wann am Tag welche Bewegungsanteile und richten sich meistens danach. Geht am einfachsten schon mit Prädiabetes!
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    am 26.05.2020 13:48:58 | IP (Hash): 799796082
    Ichso schrieb:
    Nun soll ich anfangen, zusätzlich 1 x wöchentlich Insulin zu spritzen. Was gibt das für Kollateralschäden???

    Hallo Duso,

    Basalinsulin, das man nur wöchentlich spritzen muss, gibt es noch nicht. Entweder hast du dich im Intervall geirrt und du meinst täglich zu spritzendes Basalinsulin. Wahrscheinlicher ist allerdings, dass dein Arzt dir einen der wöchentlich zu spritzenden GLP-1-Rezeptoragonisten (Trulicity, Ozempic) verschreiben will.

    Basalinsulin zur Unterstützung wäre aus meiner Sicht gut. Als Problem könnten eventuell Unterzuckerungen auftreten, was aber mit nur Basalinsulin nicht sehr wahrscheinlich ist. Am Anfang könnte das Zusammenspiel mit deinem Sport etwas kompliziert sein, aber das bekommst du bestimmt schnell hin.

    Einen GLP-1-RA halte ich nicht für besonders sinnvoll. Die funktionieren nur, wenn du noch genügend Eigeninsulin hast. Nach der langen Diabetesdauer und deinen relativ hohen BZ-Werten, dürfte nicht mehr sehr viel davon da sein, was übrigens auch ein Problem für dein Glimeperid ist. Probieren könntest du es, dann aber unbedingt mit kurzfristiger Erfolgskontrolle. Dieses Medikament macht besonders am Anfang Nebenwirkungen, die aber bei vielen verschwinden oder zumindest erträglich werden.

    Viel Erfolg, Rainer

    ____
    Gegebene Vorschläge und Einschätzungen sind ausschließlich zu Informationszwecken bestimmt und können in keinem Fall professionelle Beratung oder die Behandlung durch einen Arzt ersetzen.
    Bearbeitet von User am 26.05.2020 13:49:18. Grund: .
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    am 26.05.2020 15:00:55 | IP (Hash): 1053327442
    Erstmal danke für die Antworten :)

    Vorab noch eine Info: Da ich wegen möglicher Suchtverlagerung bewusst kein WLAN und keinen PC nutze, tippe ich hier in krummer Haltung auf dem Smartphone rum und meine Arthrose in der linken Schulter zwingt mich immer rechtzeitig aufzuhören, lächel...

    Nun zum Thema: Eigenverantwortung. Richtig wichtig seit Jahren in meinem Leben. Beim "Zucker" beschränkte ich mich allerdings auf Sport (fing 2007 mit 94 kg an mit "laufen statt saufen", aktuell 71 kg und auch die letzten Jahre schon, plus/minus 1 bis 2kg) - und kompletter Ernährungsumstellung: glykemischer Index ist mein zweiter Vorname geworden ;)

    Aber genug ist nicht genug. Werde mit meiner Therapeutin besprechen müssen/wollen, warum eure Argumente in meinen Ohren, bzw. Augen^^, schlüssig und logisch klingen. Und ich meinem echt netten Diabetologen, den ich seit 13 Jahren vierteljährlich besuche, immer noch "böse Absichten" unterstelle, wie: Insulin ist billig, Ärzte sind eh von der Pharmaindustrie gekauft usw usw

    Ich hoffe, das kommt jetzt nicht zu schräg rüber :( Ich lebe sehr diszipliniert, um 9.00 Uhr Vollkornhaferbrei mit selbstgemachten Joghurt und Apfel, mittags 13.00 Uhr irgendwas mit viel Gemüse (ganz oft Suppe oder reichhaltigen Salat) und abends ab 20.00 Uhr sündiges Essen bis 22./23.00 Uhr: Brot mit allem Möglichen, Joghurt, Obst, Nüsse, Bitterschokolade.

    Und wenn ich auch noch abends "bräver" sein soll, ist das in meinem Kopf ein Ding der Unmöglichkeit - das brauche ich nämlich für die Seele...

    Whatever, zurück zum Insulin: Ich habe am 8.6. einen Termin bei der Ernährungsberaterin des Zuckerarztes. Die soll mir das Spritzen erklären. Die ist auch supernett (hatte schon zwei Gruppenschulungen bei ihr im Lauf der Jahre) - aber sie ist, wie der Arzt, ständig in höchster Eile :(

    So nehme ich eure Anregungen auf einem Zettel in Stichworten mit, dann fühle ich mich etwas besser "gerüstet". Nochmal danke und gerne lese ich weiter hier.

    Last but not least: Einmal nach dem Infarkt hatte mir mein Arzt so ein Zuckermessding geschenkt, dass man/frau auf den Oberarm klebt. Damit kam ich gut zurecht. Es ist relativ teuer, glaube um die 60 Euro für 14 Tage. Haltet ihr es für sinnvoll, wenn ich am Anfang 14 Tage so messe und 14 Tage mit dem Picksding? Und muss ich am Anfang genau wissen, wieviel Kohlehydrate im Essen sind, wie bei den Diabetes 1-Menschen? Und wie oft soll ich messen??

    Puuuhhh, viel Text :(

    Danke für eure Geduld und Antworten :)

    Ichso - die manchmal gaaanz dolle Sehnsucht nach Chips und Nougateiern hat ;)

    Schlimmer geht immer?
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    am 26.05.2020 18:42:24 | IP (Hash): 1703586077
    Hallo,

    ich würde an deiner Stelle auch Insulin vorziehen. Insulin hat außer einer Unterzuckerungsgefahr, wenn man Mahlzeiteninsulin spritzt, keine wirklichen Nebenwirkungen.
    Erstmal wird in der Regel ein Basalinsulin verschrieben. Das spritzt du einmal oder zweimal am Tag, das soll dazu führen, dass dein BZ-Kurve generell niedriger wird.
    Bei fortgeschrittenen Typ2 Diabetes reicht das jedoch z.T. nicht aus. Und dann muss auch ein Mahlzeiteninsulin gespritzt werden. Hierbei gibt es prinzipiell zwei Möglichkeiten. Entweder KE/BE-Rechnen wie jeder Typ1er oder wenn man feste Mahlzeiten einnimmt (also immer mehr oder weniger das gleiche isst) kann man auch einen festen Spritzplan bekommen. Der sagt dann sowas wie (nur als Bsp)
    Morgens 8 Einheiten Mahlzeiteninsulin
    Mittag bei deinem gemüselastigen Essen ohne groß KH vllt gar kein Insulin oder nur wenig vllt 2-3 Einheiten
    Abends dann dagegen 12 Einheiten wenn du da KH-lastig isst
    und dann auf Nacht gegen 22 Uhr 10 Einheiten Basalinsulin.

    Du bist da halt weniger flexibel. Aber wenn du wie es klingt sehr feste Mahlzeiten hast, kann das besonders am Anfang sinnvoll sein. Wenn du halt mal das doppelte isst, musst du natürlich dann auch das doppelte spritzen zu der Mahlzeit, genauso wenn du die Hälfte isst, dann nur die Hälfte spritzen...

    Zum Thema FreeStyle Libre (Zuckersensor der 14 Tage misst), mit einer ICT also Basalinsulin und selbst angepasstes Mahlzeiteninsulin haben bis vor kurzer Zeit die meisten Krankenkassen ohne Probleme das Libre übernommen. Jetzt ist es allerdings so, dass es als rtCGM Gerät zählt und nun liest man Berichte, dass jetzt bei der Genehmigung nur ICT nicht mehr ausreicht, sondern ein diabetologisches Gutachten, BZ-Tagebücher und das MDK notwendig sind.
    Ich habe gerade erst von einer Typ1erin gelesen, wo das ganze abgelehnt wurde. Ich weiß daher nicht, wie dann die Aussichten als Typ2 NeuINSULINER dann überhaupt sind. Typ2er haben durch die i.d.R. noch vorhandene Restfunktion der BSD noch etwas eigenes Insulin, und somit doch nochmal i.d.R. einen etwas stabileren Stoffwechsel als Typ1er ohne jegliche Restfunktion der BSD.

    LG
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    am 26.05.2020 21:48:43 | IP (Hash): 799796082
    Ichso schrieb:
    Und ich meinem echt netten Diabetologen, den ich seit 13 Jahren vierteljährlich besuche, immer noch "böse Absichten" unterstelle, wie: Insulin ist billig, Ärzte sind eh von der Pharmaindustrie gekauft usw usw

    Damit hast du gar nicht mal so unrecht. Allerdings trifft das nicht auf das Insulin zu, sondern auf das Glimepirid. Das Zeug ist sehr billig und hat etliche Nachteile.

    Ich denke auch, dass für dich ein Umstieg auf eine Insulintherapie mit Basal- und Mahlzeitinsulin sinnvoll ist. Irgendwann kommst du bei deinen BZ-Werten sowieso dort hin, wahrscheinlich innerhalb der nächsten 10 Jahre. Wenn du zeitig damit beginnst, wird es für dich leichter. Je mehr Eigeninsulin du noch hast, desto weniger wirken sich Spritzfehler aus, dadurch wird der Einstieg jetzt einfacher.

    Alles Gute, Rainer
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    am 26.05.2020 21:56:06 | IP (Hash): 1475798696
    Auch hallo :)

    Und wow... viele neue Begriffe und Abkürzungen. Fällt mir der alte Witz ein: Die Abk. von Abk. ist Abk. ;)

    Sorry, ich bin im reallife eine humorvolle Person. Auf jeden Fall stand in deinem Beitrag viel Interessantes. Ich versuche es mal mit Nachfragen besser zu verstehen:

    Wenn ich also auf spritzen umstelle, ist es theoretisch möglich, dass ich mir dann bis zu fünf mal täglich eine Spritze in meinen Bauch steche? *gruseliger Gedanke*

    Verstanden habe ich, dass es wohl sehr schwierig ist, die Krankenkasse zu überreden, die Kosten für FreeStyle Libre (genau so hieß das Ding!) zu übernehmen. Seit ich jedoch nicht mehr rauche und trinke, habe ich immer bissi Geld übrig ;) Aber nicht für den ganzen Monat Freestyle. Gibt es hier Menschen, die auch beim Messen mischen? Also 14 Tage so und 14 Tage Fingerpiekser? Btw ;) was bedeutet: MDK?

    Und damit komme ich erstmal zur letzten Frage: Macht es Sinn, dass mein Zuckerarzt mir erstmal diese wöchentliche Spritze (hab leider den genauen Begriff gerade nicht im Kopf) plus Xelevia 100mg abends empfahl? Oder macht er das, um mir den Umstieg zu erleichtern?

    Ok, eine habe ich doch noch: Ist KH (sicher Kohlenhydrate?) zählen und in BE (Broteinheiten) umrechnen schwierig/aufwändig? Bestimmt gibt es eine App? Benutzt ihr sowas? Ich habe monatlich 15 GB (Abk. für Gigabyte, lach...) auf dem Handy, das müsste wohl schicken?

    Echt vielen Dank für eure Mühe mit mir. Ich habe das erste Mal seit Jahren das Gefühl, ich könnte mich mit "meinem Zucker" versöhnen...

    Ichso :)
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    am 26.05.2020 22:07:22 | IP (Hash): 1475798696
    Ach, das hatte sich jetzt überschnitten mit Rainer :)

    Danke auch für deine Antwort, und dich wollte ich auch gern noch was fragen.

    Du schriebst: "Einen GLP-1-RA halte ich nicht für besonders sinnvoll. Die funktionieren nur, wenn du noch genügend Eigeninsulin hast. Nach der langen Diabetesdauer und deinen relativ hohen BZ-Werten, dürfte nicht mehr sehr viel davon da sein..." (Hab auf dem kleinen Display nicht gefunden, wie das zitieren geht. Bei mir immer nur angezeigt bei der letzten Antwort. Nicht so wichtig.)

    Meine Frage ist dazu: Kann man/frau feststellen lassen, wieviel Eigeninsulin man noch hat? Obwohl jetzt beim schreiben merke ich gerade wieder, dass ich wohl ein "Schlupfloch" suche. Denn du hattest ja im zweiten Beitrag geschrieben, je eher desto besser umstellen...
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    am 26.05.2020 22:26:08 | IP (Hash): 1703586077
    Hallo,

    also wenn du spritzt, kann es sein, dass du erstmal nur Basalinsulin bekommst. Das wäre dann 1-2x täglich. Mit Mahlzeiteninsulin und je nachdem welche Spritzart du wählst, kann es auch deutlich mehr werden. Natürlich auch wie ergeizig du dann wirst ;) Mindestens wäre es dann bei drei Mahlzeiten wo du spritzen musst plus Basalinsulin 4 Mal. Wobei man bei LowCarb-Mahlzeiten wenig spritzen muss und ggf. deine Bauchspeicheldrüse diese noch komplett ohne Insulin schafft.

    Ich habe ohne Probleme mein Libre 2 und meine Insulinpumpe jetzt im Februar von der Krankenkasse bekommen, hab allerdings auch bestimmte Indikationen hierfür. Da galt schon die Verordnung mit dem MDK (=medizinischer Dienst der Krankenkasse, da sitzen Ärzte, die aufgrund deiner eingereichten Unterlagen begutachten, ob eine med. Notwendigkeit für eine Leistung der Krankenkasse besteht, z.B. beim Libre, bei einer Insulinpumpe, bei einer Reha über die Krankenkasse...). Jedoch wusste ich nicht, dass damals schon die Notwendigkeit des MDKs galt. Dachte, dass war nur in meinem speziellen Fall wegen Doppelantrag (Pumpe und Libre2). Mein Libre 1 gab es damals noch einfach auf Rezept, aber seit der Umstellung auf Libre 2 hat sich das wie gesagt geändert.

    Zu deiner Frage zwecks anderer Medikamente kann dir Rainer oder Jürgen deutlich besser helfen. Ich kenne nur Insulin persönlich.

    Zu deiner Frage wegen Kohlenhydrate, BE, KE. Du selbst entscheidest dann, was du verwendest. Eine KE sind 10gr Kohlenhydrate, eine BE sind 12gr Kohlenhydrate, du kannst aber auch einfach in gKohlenhydrate rechnen. Und solltest du dann mit BE-Faktoren rechnen, legst du diese mit dem Arzt fest. Bspw. für 1 BE brauchst du Morgens 2 Einheiten Insulin, isst du dann 4 BE dann musst du 8 Einheiten spritzen. Andererseits kannst du auch einen Faktor haben wie für 12gKH brauchst du 2 Einheiten, dann kommt da bei 48g Kohlenhydrate (=4 BE) auch 8 Einheiten raus.
    Ich habe mich damals anfangs für KE entschieden, da es leichter war zu rechnen und ich gehört habe bei Umstellung auf Pumpe etc. wird meistens dann sowieso in gKH gerechnet und dann ist das keine große Umstellung rechnerisch für mich. Ob jetzt bspw. 100gr gekochte Nudeln 3,5 KE haben oder 35g KH ist ja egal. Musst nur das Komma verschieben. Mit gKH kann man deutlich genauer rechnen, allerdings kann man das so genau auch gar nicht mit Pen dosieren, deshalb reicht hierbei KE oder BE als Berechnung aus. Mit Pumpe kann ich in 0,05 Einheiten dosieren und da kann man dann deutlich genauer das ganze dosieren. Die meisten Pens haben dagegen 1 Einheiten Schritte. Als Typ2er brauchst du aber auch keine so genaue Dosierung.

    Ich habe ein Buch namens Kalorien mundgerecht, das ist eigentlich der Klassiker. Da sind ganz viele Lebensmittel aufgelistet und dann rechnest du das um. Natürlich geht sowas auch mit einer App. Und natürlich brauchst du da nicht viel Datenvolumen.

    LG
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    am 26.05.2020 22:58:38 | IP (Hash): 1644958776
    Stramme Tippleistung am Handy!

    Dein Blutzucker schlängelt sich im Prinzip wie dieser hier durch den Tag https://de.wikipedia.org/wiki/Datei:Glucose-insulin-day-german.svg Nur schlängelt Deiner insgesamt sehr viel höher und mit sehr viel weiter ausschlagenden Kurven nach oben und unten.

    Bei Abkürzungen hilft übrigens Google, meistens nicht nur mit der direkten "Übersetzung", sondern auch mit dem kompletten sachlichen Hintergrund :)

    Spritz-Piekse gibt’s bei mir meistens 5 bis ab und zu auch mal 8 oder 10 am Tag, selten mehr. Je nach Futter-Gelegenheiten, die ich mag. Einfaches Bsp.: Eigentlich mag ich keinen Kuchen, aber meine Frau mag gerne Kuchen und gerne backen. Also esse ich da schon mal ein Stück mit, für das ich natürlich auch spritze. Und dann kommt doch ab und zu vor, dass der Kuchen mir doch lecker schmeckt und ich noch ein zweites Stück mag. Und das braucht natürlich auch sein Insulin.

    Sehr nützliche Seite von der ICT (Intensified Conventional Therapy - kennt kein gebürtiger Englischsprachler, der sich nicht in der deutschen Diabetologie auskennt) = Basal-Bolus ist die Versorgung mit ausreichenden Teststreifen und ggf. auch mit Libre-Sensoren. Und für die Verordnungsmöglichkeit der Sensoren wäre wichtig, dass Du Dein erstes Quartal mit Insulin von Anfang an umfassend dokumentierst. Klar gibt es dafür Apps, aber wo Dein Diabetologe ja auch verordnen soll, würde ich mich an Deiner Stelle danach richten, was er da empfiehlt und entsprechend auch - mit Deiner Erlaubnis - aus Deinem Handy auslesen kann. Die Apps haben auch häufig einen Rechner für die Futteranteile, also was in welcher Menge mit wie vielen g KH, Fett und Proteinen berechenet werden soll.

    Formal wichtig einfach deswegen, weil das Libre zunehmend nur noch für die sogenannt schwer einstellbaren Fälle unter uns von den kranken Kassen übernommen wird. Und schwer einstellbar lässt sich büromäßig am einfachsten an schön weiten Abweichungen der tatsächlich gemessenen von den ärztlich empfohlenen Werten nachweisen. Eben dem, was halt in den ersten Wochen und Monaten jede/r von uns erlebt hat.

    Fingerpieks ist standardmäßig vor jeder Mahlzeit, zusätzlich häufig auch direkt vor dem Zubettgehen und nach dem Aufstehen. Das passt auch in das standardmäßige Tagebuch, das die kranken Kassen immer sehen wollen, wenn sie überdurchschnittlich leisten sollen.

    ----------------------------------------------
    Seit über 10 Jahren leben immer mehr Menschen völlig gesund mit ihrem Diabetes Typ 2, mit sehr viel weniger Medikamenten, als für ihre DDG-normale Behandlung, oder sogar völlig ohne.
    Sie testen immer mal wieder, welche Portionen von welchem Essen am besten in ihren gesunden Blutzucker-Rahmen (in der Spitze etwa ne Stunde danach max 140-160 mg/dl) passen und wann am Tag welche Bewegungsanteile und richten sich meistens danach. Geht am einfachsten schon mit Prädiabetes!
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    am 27.05.2020 08:12:38 | IP (Hash): 1475798696
    Moinsen :)

    Ja, meine Schulter hat auch ganz schön gemeckert gestern - und mein Titel hier sollte besser heißen: Oberkante/Unterlippe und 100 Fragen ;)

    Kranke Kasse war mein erstes Grinsen heute, bin an Fasching die letzten Jahre als Runzel-Rapunzel und Kranke Schwester unterwegs - nüchtern tatsächlich eine Leistung, lach...

    So, jetzt wieder zurück zum Wesentlichen: Ich danke nochmals sehr für die guten einfachen Erklärungen :)) Da ich zwar die Grammatik und die Satzstellung noch gut beherrsche, könnte man/frau meinen, ich verstehe Dinge auch gut. Leider ist das nicht mehr so. Habe mehrere posttraumatische Belastungsstörungen, die mein Denkvermögen beeinträchtigen, deshalb auch die Therapeutin. Plus mein Alter und die Suchtmittel, die sicher auch einige "systemrelevante" Gehirnzellen geschreddert haben :(( So lese ich inzwischen "Fachinformationen" über was auch immer am liebsten in "leichter Sprache" - gut, dass es die gibt!

    So schrieb Rainer zum Beispiel weiter oben, dass Glimerpirid "ein Billigheimer" ist und nicht das Insulin. Hatte, bevor ich hier schrieb, verschiedene Seiten zum Insulin spritzen im Internet durchforstet, aber oft schon nach wenigen Sätzen kapituliert :(

    Womit ich mir schon immer schwer tue, ist rechnen. Das wird wohl eine größere Sache mit den KE, KH, gKH und so :(

    Habe mir schon einen Zettel gemacht mit Fragen für den 8.6. und werde hier im Forum bis dahin ab und an lesen, bestimmt finde ich nützliche Dinge :)

    Auch interessant fand ich dein Beispiel mit dem Kuchen: Heißt das, man/frau ist dann auch freier in der Menge des Essens und vor allem WELCHE Lebensmittel man zu sich nimmt?? Zucker kommt in meinem Leben schon Jahre fast nicht mehr vor (ausser Bitterschoki) :(

    Toll fände ich, wenn eine/r oder mehrere von euch noch was zum messen schreiben. Die Dokumentation finde ich auch richtig wichtig! Da ich all die Jahre nur ab und zu mal 14 Tage gemessen habe, hatte ich Tabellen angelegt und explizit notiert, wann ich was gegessen hatte, Ruhe- und Sportzeiten, welche Medis, seelische Belastungsmomente und so.

    Mein Zuckerarzt hat ein großes Pieksding-Auslesegerät (Akkucheck??) in der Praxis stehen und konnte auch problemlos das Libregerät mit seinem PC auslesen.

    Ich würde sooo gerne beim Messen mischen. Libre allein ist zu teuer und nur pieksen lässt die Seele weinen.

    Oder muss ich mir da in "den Hintern treten" wegen der Dokumentation? :(

    Liebe Grüße und einen schönen Tag für euch :)

    Ichso - die jetzt erst mal 'ne kleine Runde Ausdauersport im Wohnzimmer macht :))
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    am 27.05.2020 12:29:50 | IP (Hash): 867315931
    Fingerpieks ist standardmäßig vor jeder Mahlzeit, zusätzlich häufig auch direkt vor dem Zubettgehen und nach dem Aufstehen. Das sind die Standardpunkte, nach denen der Arzt Dich einstellt.

    Hintergrund:
    Insulin senkt bei uns allen den BZ, aber bei 100 Leuten um 100 z.T. seeeehr verschiedene Werte. Was bei Dir wann am Tag für z.B. 12g KH=1 BE einigermaßen passt, muss also vorsichtig über Wochen ausprobiert werden.
    Dieses Ausprobieren ist bei uns Typ 2 deswegen etwas langwieriger als bei Typ 1, weil wir ja noch eine erhebliche eigene Insulinproduktion haben. Die ist bei jedem Typ 2 anders und reagiert auch individuell sehr verschieden auf Entlastung durch das gespritzte.
    Es wird also immer mit Dosen angefangen, mit denen der Arzt sicher ist, dass die den BZ nur wenig beeinflussen. Diese Dosen werden in kleinen Schritten nach und nach erhöht, bis sie passen.

    Klar kann auch noch zu vielen anderen Zeiten am Tag interessant sein zu wissen, in welcher Höhe und wie die eigene BZ-Schlange sich gerade bewegt.
    Aber z.B. zur möglichen Verkleinerung der Insulindosen nutzbar wird das erst, wenn die gute Standardeinstellung nach dem obigen Schema passt.

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    Seit über 10 Jahren leben immer mehr Menschen völlig gesund mit ihrem Diabetes Typ 2, mit sehr viel weniger Medikamenten, als für ihre DDG-normale Behandlung, oder sogar völlig ohne.
    Sie testen immer mal wieder, welche Portionen von welchem Essen am besten in ihren gesunden Blutzucker-Rahmen (in der Spitze etwa ne Stunde danach max 140-160 mg/dl) passen und wann am Tag welche Bewegungsanteile und richten sich meistens danach. Geht am einfachsten schon mit Prädiabetes!
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    am 27.05.2020 21:48:59 | IP (Hash): 1703586077
    Ichso schrieb:


    Meine Frage ist dazu: Kann man/frau feststellen lassen, wieviel Eigeninsulin man noch hat? Obwohl jetzt beim schreiben merke ich gerade wieder, dass ich wohl ein "Schlupfloch" suche. Denn du hattest ja im zweiten Beitrag geschrieben, je eher desto besser umstellen...



    Mal kann das C-Peptid im Blut messen lassen. Wobei C-Peptid vorhanden nur ansagt, dass deine Bauchspeicheldrüse noch etwas produziert und wenn absolut kein C-Peptid vorhanden ist, dass die Bauchspeicheldrüse nicht mehr funktioniert. Ist insbesondere ein Typ1 Thema. Du hast ja 100% noch Eigeninsulin. Von der Höhe des C-Peptidwertes kann man aber nicht automatisch auf die Höhe des Eigeninsulins schließen.
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    am 27.05.2020 22:11:45 | IP (Hash): 1703586077
    Ichso schrieb:
    Moinsen :)

    So, jetzt wieder zurück zum Wesentlichen: Ich danke nochmals sehr für die guten einfachen Erklärungen :)) Da ich zwar die Grammatik und die Satzstellung noch gut beherrsche, könnte man/frau meinen, ich verstehe Dinge auch gut. Leider ist das nicht mehr so. Habe mehrere posttraumatische Belastungsstörungen, die mein Denkvermögen beeinträchtigen, deshalb auch die Therapeutin. Plus mein Alter und die Suchtmittel, die sicher auch einige "systemrelevante" Gehirnzellen geschreddert haben :(( So lese ich inzwischen "Fachinformationen" über was auch immer am liebsten in "leichter Sprache" - gut, dass es die gibt!

    Womit ich mir schon immer schwer tue, ist rechnen. Das wird wohl eine größere Sache mit den KE, KH, gKH und so :(

    Auch interessant fand ich dein Beispiel mit dem Kuchen: Heißt das, man/frau ist dann auch freier in der Menge des Essens und vor allem WELCHE Lebensmittel man zu sich nimmt?? Zucker kommt in meinem Leben schon Jahre fast nicht mehr vor (ausser Bitterschoki) :(

    Toll fände ich, wenn eine/r oder mehrere von euch noch was zum messen schreiben. Die Dokumentation finde ich auch richtig wichtig! Da ich all die Jahre nur ab und zu mal 14 Tage gemessen habe, hatte ich Tabellen angelegt und explizit notiert, wann ich was gegessen hatte, Ruhe- und Sportzeiten, welche Medis, seelische Belastungsmomente und so.

    Mein Zuckerarzt hat ein großes Pieksding-Auslesegerät (Akkucheck??) in der Praxis stehen und konnte auch problemlos das Libregerät mit seinem PC auslesen.

    Ich würde sooo gerne beim Messen mischen. Libre allein ist zu teuer und nur pieksen lässt die Seele weinen.

    Oder muss ich mir da in "den Hintern treten" wegen der Dokumentation? :(



    Eine gute weitere Seite für Erklärungen ist diabetesinfo.de. Dort gibt es unterschiedliche Niveaus (Einstieger, Fortgeschritte, Profis). Ich würde mich an deiner Stelle mal dort einlesen.

    Wie gesagt, neben den KE-Rechnen kann man insb. am Anfang erstmal mit einem Spritzplan anfangen. Dann lernst du erstmal wie dein Körper überhaupt auf Insulin reagiert und dann kannst du ja nach und nach lernen, wie viel deine Lieblingsprodukte an Kohlenhydrate haben. So viel verschiedenes isst man am Tag ja doch nicht. Ich habe eine selbstgeschriebene KH-Liste am Kühlschrank mit meinen Lieblingsprodukten und meiner normalen Portionsmenge schon ausgerechnet. Aber nach wenigen Wochen ist das sowieso im Kopf drin. Zudem habe ich auf der Liste auch das Leergewicht von verschiedenen Pfannen, Töpfen, Schüsseln zum Abwiegen beim Kochen.

    Man ist etwas freier mit dem Essen, aber alles was viele schnelle Kohlenhydrate hat (Reis, normales Brötchen, Obstkuchen, etc.) macht unschöne Spitzen im Verlauf und man sollte diese Produkte weiterhin meiden, bzw. nur wirklich als Ausnahme in Maßen essen. Jedoch bspw. eine fettreiche Torte ist für den BZ weniger ein Problem, nur fürs Gewicht..

    Zur Dokumentation: beim Libre kann man mit Lesegerät oder mit der zugehörigen kostenlosen Handy-App scannen. Letztere bietet die Möglichkeiten, freie Kommentare wie Sport, welche Mahlzeit, etc. eingeben. Lesegerät ist da sehr eingeschränkt. Beides kann auf der entsprechenden kostenlosen Cloud LibreView ausgelesen werden. Das funktioniert meines Wissens aber nur am PC. Der Arzt kann nur das Lesegerät auslesen; die Handy-App lädt die Daten automatisch an die LibreView Cloud hoch, man muss dann seine LibreView Account für die Arztpraxis freigeben, dass die Praxis die Werte auslesen kann. Ohne PC wird das aber bei dir ja schwierig..
    Ich verwende neben LibreView noch SiDiary, das ist ein elektronisches Tagebuch, was Daten aus verschiedenen Geräten (BZ-Gerät, Libre-Kurve aus LibreView, Pumpendaten) zusammenführt. Da gibt es eine kostenlose PC-Version. Aber auch eine Handy-Version, die glaube ich zumindest kostenpflichtig ist. Da wirst du aber sehr wahrscheinlich ohne PC natürlich nicht die Daten zusammenführen können.

    Was ich dir in deiner Situation vllt empfehlen kann ohne PC, ist die App MySugr. Die gibt es kostenlos, wenn du das Accu Chek Guide (BZ-Messgerät) nutzt. Ich habe selbst das Accu Chek Guide und bin damit sehr zufrieden. Wenn du mit dem Accu Chek Guide misst, kannst du das so koppeln, dass die Daten automatisch in der MySugr App erscheinen. Zudem kannst du Mahlzeitenphotos, Kommentare wie Sport, etc. eintragen. Dann könntest du das ganze als PDF deiner Praxis schicken. Die Libre Daten gibst du dann entweder selbst in die App mit ein. Oder aber du hast halt zwei Wochen Lesegerät, was die Praxis ausliest und zwei Wochen MySugr App Ausdruck.

    Das sind die Apps und Softwaren die ich ausprobiert habe. Es wird sicher noch andere geben, außer beim Libre.

    LG
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    am 27.05.2020 22:47:12 | IP (Hash): 1176515109
    Ichso schrieb:
    Meine Frage ist dazu: Kann man/frau feststellen lassen, wieviel Eigeninsulin man noch hat?
    Obwohl jetzt beim schreiben merke ich gerade wieder, dass ich wohl ein "Schlupfloch" suche. Denn du hattest ja im zweiten Beitrag geschrieben, je eher desto besser umstellen...

    Hallo Duso,

    meine Einschätzung ist nur eine grobe Vermutung aus der Ferne. Wenn du mit deinen Mediakamenten, mit angepasster Ernährung, regelmäßiger Bewegung und bereits erreichter kräftiger Abnahme nur noch auf ein HbA1c von 8% kommst, dann hast du nicht mehr so sehr viel Eigeninsulin. Dafür, dass es eine Insulintherapie mit Basal- uns Mahlzeitinsulin gut unterstützt, reicht es ganz bestimmt noch.

    Wenn du ein Schlupfloch suchst, dann wäre so ein wöchentlich zu spritzender GLP-1-RA (Trulicity, Ozempic) auf jeden Fall etwas, über das du mit deinem Arzt reden könntest. Die Wirkung ist ähnlich der von Xelevia, nur etwas kräftiger. Xelevia bräuchtest du dann nicht mehr zusätzlich und Glimepirid solltest du sowieso versuchen los zu werden. Wahrscheinlich senkt Trulicity oder Ozempic deinen BZ nicht mehr ausreichend. In diesem Fall könntest du ergänzend Basalinsulin spritzen. Das beides sollte dann bei dir für einen guten BZ ausreichen. Mit nur Basalinsulin hast du das ganze Drumherum von einer Insulintherapie nicht am Hals. Du würdest dann nur täglich zu einer festen Zeit eine festgelegte Insulindosis spritzen. Den BZ selbst messen solltest du trotzdem von Zeit zu Zeit, aber nur zur Erfolgskontrolle.

    Beste Grüße, Rainer

    ____
    Gegebene Vorschläge und Einschätzungen sind ausschließlich zu Informationszwecken bestimmt und können in keinem Fall professionelle Beratung oder die Behandlung durch einen Arzt ersetzen.
    Bearbeitet von User am 27.05.2020 22:47:38. Grund: .
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    am 30.05.2020 09:13:34 | IP (Hash): 231723148
    Ach Mensch, ihr seid klasse 🤗

    Habe gestern angefangen, meinen Blutzucker zu messen, mit den Teststreifen. Das Gerät heißt Contour XT (Akkucheck hatte die Apotheke nicht). 50 Streifen für 27,- Euro würde bei 8×täglich messen (nüchtern, vor 3 Mahlzeiten, 2 Stunden nach drei Mahlzeiten und vorm schlafen) 135 Euro monatlich bedeuten. Krass! Aber wichtig ist ja jetzt erstmal, was hinten rauskommt - Zitat von "Birne Helmut Kohl" ;)

    Die Werte sind eher blöd :( Gestern Mittag vor dem Essen 206, 2 Std später 230, abends 170, zwei Std später 276 und zur Bettzeit halb eins nachts 271, heute morgen nüchtern halb acht waren es 225.

    Bitte schreibt nicht, dass das super schlimm ist, ich bin schon geschockt :(((

    Die Ernährungsberaterin am 8.6. wird bestimmt erfreut sein über die Messungen, dann kann die "Schlange" (sehr gutes Bild! Lieben Dank dafür) besser gebändigt werden.

    Und wegen dem zweigleisigen Messen: da das vom Preis her egal ist und ich die ausführliche Erklärung von July wegen PC, Apps, Geräten usw. leider nicht verstanden habe - ist es illusorisch, dass ich zwei Systeme kapiere :(( Schaffe es noch nicht mal, einen 2StundennachdemEssen-Reminder einzustellen, obwohl in der Beschreibung von Contour steht, das man das kann. "KopfmeetsTischplatte" :(

    Whatever... Frühstückszeit ;) Bin gespannt, was mein guter Vollkornhaferbrei mit der Schlange macht...

    Der Anfang ist auf jeden Fall getan: Ich kämpfe (wieder mal!) um mich 💜

    Ich wünsche euch einen superschönen Tag :))

    Ichso - die froh ist, dass sie wenigstens eine Waage hat, die die Teller und Töpfe beim Kochen vorher abziehen kann. Das wird noch was! Aber die Idee mit den Lieblingskh als Liste am Kühlschrank ist sehr gut :) Plus das Buch Kalorien mundgerecht für die Handtasche, die bei mir mein geliebter Rucksack ist, lächel...
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    am 30.05.2020 10:01:46 | IP (Hash): 664728984
    Ichso schrieb:
    Die Werte sind eher blöd :( Gestern Mittag vor dem Essen 206, 2 Std später 230, abends 170, zwei Std später 276 und zur Bettzeit halb eins nachts 271, heute morgen nüchtern halb acht waren es 225.

    Glückwunsch zu dem guten 1. Schritt zur BZ-Messung. :=)

    Deine Werte waren so zu erwarten bei deinem HbA1c von 8%. Mit der BZ-Selbstkontrolle schaffst du es ganz bestimmt, mit den Werten weiter runter zu kommen. Lass dir dabei Zeit, die hast du. Solange die Richtung richtig ist und die Werte weiter sinken, ganz du stolz auf dich sein. Was du mit Ernährung und Sport nicht mehr hinbekommst, musst du mit Diabetesmedikamenten machen. Man darf sich nur nicht alleine auf die Medikamente verlassen, was du ja auch nicht machst.

    Du musst nicht regelmäßig so viel messen, das hältst du als Selbstzahler auch nicht lange durch. Die Nüchternwerte reichen z.B. wöchentlich. Vor dem Essen (außer mal stichprobenweise) macht das Messen ohne Insulintherapie auch wenig Sinn. Die Erfahrung nach dem Essen ist für dich wichtig. Wenn du eine bestimmte Mahlzeit 3 mal ausprobiert hast und immer etwas ähnliches rausgekommen ist, dann brauchst du die auch nicht mehr regelmäßig zu überprüfen.

    Als Selbstzahler kannst du deine Teststreifen nicht in der örtlichen Apotheke kaufen. Du musst mindestens einen online Preisvergleich machen. Ersteigern bei E.ay funktioniert auch gut, wenn du auf da Verfallsdatum achtest. Du kannst aber auch ein Gerät mit preiswerten Teststreifen kaufen. Früher waren die Billiggeräte nicht zuverlässig genug. Das hat sich offensichtlich geändert. Ich schicke dir mal ein PN mit günstigen Gerät und Streifen, das ich selbst verwende und mit dem ich zufrieden bin. Dein Arzt wird dir vielleicht auch einmalig 50 Teststreifen verschreiben, frage ihn danach.

    Weiter viel Erfolg, Rainer

    ____
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    Bearbeitet von User am 30.05.2020 11:50:31. Grund: .
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    am 30.05.2020 19:19:19 | IP (Hash): 1316966927
    Ichso schrieb:
    Ach Mensch, ihr seid klasse 🤗

    Habe gestern angefangen, meinen Blutzucker zu messen, mit den Teststreifen. Das Gerät heißt Contour XT (Akkucheck hatte die Apotheke nicht). 50 Streifen für 27,- Euro würde bei 8×täglich messen (nüchtern, vor 3 Mahlzeiten, 2 Stunden nach drei Mahlzeiten und vorm schlafen) 135 Euro monatlich bedeuten. Krass! Aber wichtig ist ja jetzt erstmal, was hinten rauskommt - Zitat von "Birne Helmut Kohl" ;)

    Die Werte sind eher blöd :( Gestern Mittag vor dem Essen 206, 2 Std später 230, abends 170, zwei Std später 276 und zur Bettzeit halb eins nachts 271, heute morgen nüchtern halb acht waren es 225.

    Bitte schreibt nicht, dass das super schlimm ist, ich bin schon geschockt :(((

    Die Ernährungsberaterin am 8.6. wird bestimmt erfreut sein über die Messungen, dann kann die "Schlange" (sehr gutes Bild! Lieben Dank dafür) besser gebändigt werden.

    Und wegen dem zweigleisigen Messen: da das vom Preis her egal ist und ich die ausführliche Erklärung von July wegen PC, Apps, Geräten usw. leider nicht verstanden habe - ist es illusorisch, dass ich zwei Systeme kapiere :(( Schaffe es noch nicht mal, einen 2StundennachdemEssen-Reminder einzustellen, obwohl in der Beschreibung von Contour steht, das man das kann. "KopfmeetsTischplatte" :(

    Whatever... Frühstückszeit ;) Bin gespannt, was mein guter Vollkornhaferbrei mit der Schlange macht...

    Der Anfang ist auf jeden Fall getan: Ich kämpfe (wieder mal!) um mich 💜

    Ich wünsche euch einen superschönen Tag :))

    Ichso - die froh ist, dass sie wenigstens eine Waage hat, die die Teller und Töpfe beim Kochen vorher abziehen kann. Das wird noch was! Aber die Idee mit den Lieblingskh als Liste am Kühlschrank ist sehr gut :) Plus das Buch Kalorien mundgerecht für die Handtasche, die bei mir mein geliebter Rucksack ist, lächel...



    Hallo,

    das mit den Teststreifen ist so, wenn du Insulin spritzt, wird ein Teil der BZ-Streifen von der Krankenkasse übernommen. Bei Basalinsulin ca. 50-100 Streifen. Bei festen Spritzplan ca. 200 Streifen im Quartal.
    Das Contour XT ist Preisstufe A2. Also teurer als bspw. das Accu Chek Guide mit Preisstufe B. Der Arzt verschreibt dir dann später nur Teststreifen der Preisstufe B. Die höheren Preisstufen A2 und A1 sind insbesondere Pumpenträger und CGM-Trägern vorenthalten, wo das Messgerät mit Pumpe oder CGM gekoppelt ist. (ein CGM misst ähnlich wie das Libre, nur sieht man den Wert sofort und es kann kalibriert werden, dafür kostet es nochmal deutlich mehr und wird nur in sehr bestimmten Situationen übernommen). Also schau, dass du gleich ein billiges BZ-Messgerät (bezieht sich auf die Kosten der Blutzuckerstreifen) findest und dich daran gewöhnst, sonst musst du dich später umstellen. Und natürlich sparst du dann jetzt schon an den Teststreifen etwas.

    Wenn du das Accu Chek Guide oder ein anderes billiges Blutzuckermessgerät testen willst, solltest du die Herstellerseite des jeweiligen Herstellers besuchen. Bspw. bei Accu Chek ist das Roche. Einfach den Namen des Blutzuckermessgerätes googeln, dann findest du das. Die meisten Firmen schicken Diabetikern kostenlos ein BZ-Messgerät zum Testen zu, dann musst du nur später einen Feedback-Bogen ausfüllen und darfst das BZ-Messgerät behalten. Ich schicke dir den Link für die Seite von Accu Chek Guide als Nachricht, sonst wird es wahrscheinlich hier als Werbung gelöscht...

    Zu deinen Messungen, solange du kein Insulin spritzt, brauchst du nicht vor der Mahlzeit messen und auch nicht vorm Schlafengehen. Sondern hin und wieder sogenannte Tagesprofile machen, heißt Nüchtern und 2-Stunden nach jeder Mahlzeit messen. Macht 4 Messungen und das auch nicht täglich.

    Wenn du dann Insulin spritzt, musst du vor jeder Mahlzeit messen für die Anpassung der Insulindosis, zudem vor dem Schlafengehen, dass du dort nicht zu tief bist. Und hin und wieder mal nach der Mahlzeit oder in besonderen Situationen (vorm Sport, vor jeder Autofahren, bei Krankheit, bei körperlichen Symptomen einer Über-o. Unterzuckerung). Macht mind. 4 Messungen am Tag, häufig mehr. Wer bspw. auf die Arbeit mit dem Auto fährt, sind es täglich zwei Streifen mehr.

    LG
  • Elfe

    Rang: Gast
    am 31.05.2020 02:14:49 | IP (Hash): 842816318
    Hallo Du-so,
    das Contour XT mit entsprechenden Sensoren benutze ich auch (auch entsprechende Lanzetten zum Fingerpieks).
    Ja, die sind verhältnismäßig kostspielig.
    Lt. Auskunft des Versandhändler (beruht auf Verhandlung der Krankenkasse mit diesem) tun sich die Markenhersteller in Qualität nicht viel). Da ist eher Ort der Herstellung ausschlaggebend: Accu-Chek in Süddeutschland Roche in Süddeutschland (deine Wohngegend ? Vermute ich mal wg. Wort 'Fasching').

    Kohlenhydrate einschätzen ist gar nicht schwer :-)
    Die Bezeichnung BE bezieht sich auf 12 g Kohlenhydrate in 100 g Lebensmittel,
    die Bezeichnung KE bezieht sich auf 10 g Kohlenhydrate in 100 g Lebensmittel.
    Bevorzuge selber die 10 g:
    Bedeutet, bei abgepackten Lebensmitteln - wie Brot, Fertigprodukten z.B. - die Nährwert-Tabelle zu lesen: Angaben Kohlenhydrate per 100 g
    Und dann einfach eine Stelle abstreichen + dann die Kohlenhydrat-Einheit-Menge parat :-) mit Wiegewaage

    Blutzucker messen macht schon Sinn, aber nicht so, wie das deine 'Ernährungsberaterin' das erklärt °~°
    Die erklären eher wo sind Kohlenhydrate drin, mehr nicht !
    Medikamenten-Anwendung und wie oft wann messen, ist Entscheidung des Arztes !!

    Vor dem Essen zu messen ist in sofern sinnvoll, daß du einschätzen kannst:
    Schon zuvor 200 als Basis + Essen obendrauf = Unterschied durch essen

    Mit Mahlzeiteninsulin (muss ich) kann ich die 200 mit zusätzlichen Einheiten berücksichtigen, was dir zur Zeit nicht möglich ist.
    Deine Blutzuckerwerte aufschreiben, mit deinem Arzt besprechen + fragen: Und nun !?

    Vollkornhaferbrei !?
    Weiche nur den Leinsamen in Wasser ein, zum Quellen.
    Ansonsten Haferflocken und Milch (flüssigen Süßstoff dazu).
    Wiege diese aus mit Waage*, mit Tara-Funktion = Auf Null stellen jeweils - Teller, Haferflocken, Milch.
    *Angebot Discounter

    Selber mit Mahlzeiteninsulin, messe ich nicht so oft.
    Vor den Mahlzeiten und erst 3 Stunden nach den Mahlzeiten, um zu sehen, wie sich die Mahlzeit ausgewirkt hat und muss ich was tun.
    Die 3 Stunden beruhen auf Wirkungskurve des kurzwirkendes Insulins und Erkenntnissen zur Verdauung.
    Eine Hauptmahlzeit beinhaltet verlangsamende Bestandteile bezüglich Übergang der Kohlenhydrate in die Blutbahn (die wir als Blutzucker messen): Fett, Eiweiß, Ballaststoffe.

    Habe kein Libre ~
    Glaube & brauche ich nicht.
    Trendpfeil - soso.
    Wie erkennt denn dieses Ding, was ich gegessen habe (Kohlenhydrate - Blutzucker steigt) und wieviel Insulin noch später zur Wirkung kommt !?
    Zumal, Blutzucker messen Oberarm zur Fingerkuppe, bedingt eine Zeit-Verzögerung !
    Und selbst mit Mahlzeiten-Insulin 'darf' ich erst nach 3-4 Stunden reagieren.
    Entspricht durchaus sowohl als auch bezüglich, was uns per Ernährung allgemein empfohlen wird.

    Gruß Elfe
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    am 31.05.2020 17:40:34 | IP (Hash): 1146896683
    Hallo Ichso,
    ich: 73, männl., seit 30 Jahren Diabetiker Typ 2, 4x spritzen am Tag ( und lebe immer noch, und jeden Tag besser)
    warum:
    Der Diabetes ist mein Diabetes, er gehört zu mir wie mein rechter fuß und meine linke Hand; ich habe mit ihm einArrangement abgeschlossen: ich behandle ihn - er bleibt mir erhalten und erleichtert mein Leben,
    also !!! es ist meiner, nur meiner und wir mußten Freunde werden
    Klingt alles komisch nicht, aber erleichtert mir ungemein 4 -6x Blutzuckermessen, 4x spritzen an jedem Tag -und seit ca. 10 Jahren ist mein Hba1C stabil bei 6,2 - 6,4 ( meine Hausärtztin flippt jedes Quartal fast aus bei diesen Werten bei einem so Ollen wie mir )

    Mein Tipp für Dich: Internet , Seite: www.accu-check.de , = Herstellerseite von Roche/Mannheim, dort für den (!!!) kostenlosen Test von Blutzuckermessgeräten registrieren und Du bekommst ein BMM-Gerät "geschenkt", mit Beginn der Insulinspritzung verschreibt Dir der Hausarzt die benötigten Sensoren,
    ( nicht abwimmeln lassen von wegen Beschränkungen auf ein bestimmte Anzahl !!! )
    Mein Gerätetipp:
    1.) Accu-Check Mobile: in einer Kassette sind 50 Messstreifen integriert, Stechhilfe ist am
    Gerät befestigt
    2.) Accu-Check Guide: klein und schnell, mit Sensorauswurftaste

    lebe mit Deinem Diabetes, arrangiere Dich mit ihm

    PS.: vom FreeStyleLibre 2 würde ich Dir derzeit abraten, ersten wird Deine KK nicht gleich zahlen wollen, zweitens und das ist viel wichtiger: Du mißt nicht den Blutzuckergehalt Deines Blutes sondern den Zuckergehalt (meine Bezeichnung) der Gewebeflüssigkeit. Beide unterscheiden sich wesentlich in ihren aussagen und zeitlichen Wirkungen, habe den FSL seit 3 Jahren und habe ca. 1 Jahr gebraucht um die unterschiedlichen Meßwerte richtig deuten zu können, habe dazu fast ein 1/2 Jahr immer parallel gemessen und Unmengen an Potokollen geführt.
    Fange mit dem FSL an, wenn Di Deinen HbA1C im Griff hast - mein Tipp


    Bearbeitet von User am 31.05.2020 17:46:03. Grund: Ergänzungen
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    am 31.05.2020 22:25:04 | IP (Hash): 1316966927
    Elfe schrieb:


    Habe kein Libre ~
    Glaube & brauche ich nicht.
    Trendpfeil - soso.
    Wie erkennt denn dieses Ding, was ich gegessen habe (Kohlenhydrate - Blutzucker steigt) und wieviel Insulin noch später zur Wirkung kommt !?
    Zumal, Blutzucker messen Oberarm zur Fingerkuppe, bedingt eine Zeit-Verzögerung !
    Und selbst mit Mahlzeiten-Insulin 'darf' ich erst nach 3-4 Stunden reagieren.
    Entspricht durchaus sowohl als auch bezüglich, was uns per Ernährung allgemein empfohlen wird.

    Gruß Elfe



    Warum sollte man erst nach drei-vier Stunden reagieren. Bin grade als 1‐Std Wert bei 200. Ja, es gab Reis, allerdings mit SEA. Wenn in einer halben Std kein erkennbarer Trend nach unten erfolgt werde ich sicher korrigieren. Warum auch nicht, weiß ja da dann schon sicher, dass es nicht gepasst hat. Ebenso warte ich nicht immer 3-4 Std mit der nächsten Mahlzeit. Wenn ich nach der Wirkzeit des Insulins zu hoch bin, korrigiere ich. Bin ich eine Std später immer noch zu hoch, korrigiere ich wieder. Nach der nächsten Std das gleiche Spiel wieder.. Warum auch nicht. Nur so verhindert man viel zu hohe Werte. Sollte es plötzlich komplett abwärts gehen, bemerke ich es ja. Wobei das, wenn man richtig rechnet, eher die Ausnahme ist.

    Woher willst du wissen, wenn du nach drei Std einen Wert von 180 misst, ob der BZ schon am Fallen ist oder sogar wieder steigt? Je nachdem brauchst du mehr oder weniger Insulin.

    Klar Libre verzögert das ganze um ca. 15 min. Aber man lernt schnell damit umzugehen.
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    am 31.05.2020 22:32:55 | IP (Hash): 1316966927
    falkreiner1948 schrieb:

    Mein Gerätetipp:
    1.) Accu-Check Mobile: in einer Kassette sind 50 Messstreifen integriert, Stechhilfe ist am
    Gerät befestigt
    2.) Accu-Check Guide: klein und schnell, mit Sensorauswurftaste

    PS.: vom FreeStyleLibre 2 würde ich Dir derzeit abraten, ersten wird Deine KK nicht gleich zahlen wollen, zweitens und das ist viel wichtiger: Du mißt nicht den Blutzuckergehalt Deines Blutes sondern den Zuckergehalt (meine Bezeichnung) der Gewebeflüssigkeit. Beide unterscheiden sich wesentlich in ihren aussagen und zeitlichen Wirkungen, habe den FSL seit 3 Jahren und habe ca. 1 Jahr gebraucht um die unterschiedlichen Meßwerte richtig deuten zu können, habe dazu fast ein 1/2 Jahr immer parallel gemessen und Unmengen an Potokollen geführt.
    Fange mit dem FSL an, wenn Di Deinen HbA1C im Griff hast - mein Tipp




    Also das Accu Chek Mobile ist mit eines der teuersten Messgeräte. Die allerallerwenigsten Ärzte verschreiben hierfür die benötigten Kassetten.

    Zum Libre: wenn man sowieso gerade erst anfängt, ist es egal ob mit Libre oder blutig. Ich habe von Beginn an ein Libre getragen. Anfangs noch das Libre 1. Dieses war sehr sehr genau, ich habe die meisten Sensoren 3-5x gegenmessen müssen. HbA1C von Libre und Labor hat komplett übereingestimmt. Jetzt mit Libre 2 sieht das ganze etwas anders aus. Die meisten bisher getesteten Sensoren messen 20mg/dl zu tief, z.T. fangen sich die Sensoren zw. Tag 3-9. Hier muss ich häufig blutig gegenmessen.

    Was ich sagen möchte, wenn man von Anfang an mit einem kontinuierlichen System arbeitet, dann lernt man automatisch die Verzögerung miteinzuberechnen in die Verläufe. Wenn man allerdings Jahre lang blutig gemessen hat, dauert die Umstellung und das Umschalten im Kopf länger.

    Aber ich glaube auch nicht, dass die Threaderstellerin gleich ein Libre bekommt. Seitdem diese als rtCGM gelten, bekommt man sie deutlich schwerer.
  • Elfe

    Rang: Gast
    am 01.06.2020 02:07:15 | IP (Hash): 842816318
    July95 schrieb:
    Elfe schrieb:


    Habe kein Libre ~
    Glaube & brauche ich nicht.
    Trendpfeil - soso.
    Wie erkennt denn dieses Ding, was ich gegessen habe (Kohlenhydrate - Blutzucker steigt) und wieviel Insulin noch später zur Wirkung kommt !?
    Zumal, Blutzucker messen Oberarm zur Fingerkuppe, bedingt eine Zeit-Verzögerung !
    Und selbst mit Mahlzeiten-Insulin 'darf' ich erst nach 3-4 Stunden reagieren.
    Entspricht durchaus sowohl als auch bezüglich, was uns per Ernährung allgemein empfohlen wird.

    Gruß Elfe



    Warum sollte man erst nach drei-vier Stunden reagieren. Bin grade als 1‐Std Wert bei 200. Ja, es gab Reis, allerdings mit SEA. Wenn in einer halben Std kein erkennbarer Trend nach unten erfolgt werde ich sicher korrigieren. Warum auch nicht, weiß ja da dann schon sicher, dass es nicht gepasst hat. Ebenso warte ich nicht immer 3-4 Std mit der nächsten Mahlzeit. Wenn ich nach der Wirkzeit des Insulins zu hoch bin, korrigiere ich. Bin ich eine Std später immer noch zu hoch, korrigiere ich wieder. Nach der nächsten Std das gleiche Spiel wieder.. Warum auch nicht. Nur so verhindert man viel zu hohe Werte. Sollte es plötzlich komplett abwärts gehen, bemerke ich es ja. Wobei das, wenn man richtig rechnet, eher die Ausnahme ist.

    Woher willst du wissen, wenn du nach drei Std einen Wert von 180 misst, ob der BZ schon am Fallen ist oder sogar wieder steigt? Je nachdem brauchst du mehr oder weniger Insulin.

    Klar Libre verzögert das ganze um ca. 15 min. Aber man lernt schnell damit umzugehen.


    Hallo July,
    gerne beantworte ich dir deine Fragen.
    1) Als ich mit Diabetes und Mahlzeiteninsulin befasst wurde, gab's das Libre noch nicht !
    In Arztgesprächen & in zwei ambulanten Schulungen wurde da auf Verstehen & Umgang mit dem für mich stark wirkenden Mahlzeiteninsulin eingegangen,
    2) Blutzucker-Spitzen sind da unbedingt da unbedingt zu vermeiden !
    D.h. aber nicht, daß man so leicht verdauliche Lebensmittel unbedingt meiden muss.
    In Kombination mit anderen Bestandteilen lassen sich auch sogen. schnelle Lebensmittel entschärfen per messbarem BZ-Übergang.
    3) Reis ist überhaupt nicht mehr meins, wg. Sättigung, Nudeln auch nicht (Vollkornnudeln auch nicht, im Vergleich nach Wiegen von gekocht nach Wasseraufnahme).
    Bis zu 6 KE sind mit Mahlzeiteninsulin zu händeln (lt. Arzt).
    4) Diese 3-4 h-Reaktionszeit beruht eben auf auch Arztempfehlung.
    Mahlzeiteninsulin mit 3 h in Hauptwirkung ist zu Hauptmahlzeiten durchaus sinnvoll (in Kombination s.o.).
    5) 1 h-Wert und bei 200 mg/dl bereits reagieren !?! °~°
    Gegen alles, was ich so bisher per Diabetologen & Team mit eigenen Erfahrungen & Recherchen erfahren habe.
    Selbst beim oGTT-Test wird erst nach 2 h der BZ bestimmt, ob - immerhin nach trinken einer Zuckerlösung - wie der eigene Körper mit dieser Herausforderung zurechtkommt.

    ~ Eigentlich die Fragen der Themenstarterin Ichso grundsätzlich: Medikamente/Insulin, Essen ~

    Zur Ergänzung dazu:
    Kommende Woche ab 4. Juni hat Lidl für kleines Geld 8 € so eine Wiegewaage mit Zuwiegefunktion im Angebot :-)

    Statt 'Buch Kalorien mundgerecht' habe ich für unterwegs ein Faltblatt zu KEs dabei = Vorläufer dieses
    https://www.yumpu.com/de/document/read/10912648/broteinheiten-tabelle-lilly-deutschland-gmbh
    Angaben für KH-Einschätzung per Gramm (zuhause) und Portionsgrößen bezogen auf Stück, Tee-/Esslöffel (unterwegs, seht dazu auch die Fotos ab Seite 9

    Gruß Elfe
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    am 02.06.2020 09:55:09 | IP (Hash): 1316966927
    Hey Elfe

    Klar vor Jahren gab es noch keine komtinuierliche Messung, da musste man mit den Empfehlungen auskommen. Mit Einführung der CGMs hat sich dirt aber viel getan.

    Ich korrigiere nicht nach 1 Std, sondern beobachte den BZ aufmerksam, sollte er dann nicht sichtbar fallen, korrigiere ich natürlich vorsichtig. Beim Beispiel ist der BZ vom 1 Std-Wert eine halbe Std. Konstant bei 190-200 geblieben. Dann jedoch gesunken. Nach vier Std war ich jedoch immer noch nicht auf den Zielwert, also hätte ich auch deutlich eher korrigieren können, da mir klar war, schon nach einer Std., dass die Insulinmenge nicht reicht.

    Ich kann mit dem richtigen Timing und der richtigen Bolusaufteilung momentan alles essen. 8KE Nudeln (aufgewärmt, bei frisch gekochten funktioniert es nicht) und ich bleibe unter 140.
    Gestern gab es nochmal den Reis. 5 KE, plus aufgrund der Erfahrung am Vortag, 1 FPE bzw. KE für Mozzarella und Gemüse. Zudem mit Fiasp statt 10 min Sea, 30min SEA. Ergebnis BZ stieg nur bis 140
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  • Elfe

    Rang: Gast
    am 04.06.2020 02:01:37 | IP (Hash): 842816318
    Hallo July,
    gut, daß du jetzt selbst gut klarkommst :-)

    Ja, wenn überhaupt, hätte ich mir zu Anfang ein solches CGM gewünscht.
    Hatte sofort einen Insulin-Pen in die Hand gedrückt bekommen mit Vorgaben 1 : 1 (Einheit : 10 g KH).
    Die INSULINER-Schulung hatte mich dann mehr verunsichert durch die Referentin bzgl. Unterzucker "bei 50 mg/dl nur kurzes Zeitfenster zum Handeln".
    Vor UZ hatte ich wirklich Panik !

    Einen schlimmen UZ hatte ich beim Autofahren auf dem Weg zur Arbeit.
    Mit Termindruck im Nacken und ausgerechnet grüne Welle quer durch die Stadt deutete sich der UZ schon an.
    Nun ja, erste Möglichkeit genutzt, um auf Seitenstreifen Dextro-Traubenzucker zu nehmen.
    Seit dem, Dextro-Minis im Auto - sind nicht einzeln verpackt, nur die Umverpackung - geöffnet und in Tüte mit Klipp verschlossen - Traubenzucker lässt sich dann schnell herausfingern.

    Mit Pen muss ich ganz klar darauf achten, Mahlzeiten-Insulin-Einheiten nicht überschneiden zu lassen.
    Siehe hier die Grafik
    https://www.diabetes-ratgeber.net/Insulin/Intensivierte-Insulintherapie-ICT-27680.html
    In Hypo-Schulung dann (wg. 30 mg/dl) musste ich dahin,
    wurden die Insulinwirkungskurven so praktisch/optisch erklärt:
    Auf Arbeitsblättern entsprechend bekamen wir so Plastikschablonen (ähnlich Kurvenlineal) in die Hand und sollten Einheiten + Tageszeiten entsprechend einzeichnen
    https://www.hypos.de/Materialien/Materialien-fuer-Schulende

    Nudeln sind so gar nicht mehr meins
    - KE Begrenzung auf 6/7 ~ oh, satt werden ~

    Selber habe ich NovoRapid als Mahlzeiteninsulin (Fiasp soll lt. Angaben noch schneller wirken).
    Im Abgleich mit sonstigem (Magen/Darm & 3c),
    habe ich keinen SEA, sondern andersrum einen Ess-Spritz-Abstand.
    Wenn schwer verdaulich, Spritze erst nach der Mahlzeit.
    Mein Schulungsbuch war dieses (in älterer Auflage allerdings)
    https://shop.elsevier.de/gut-leben-mit-typ-1-diabetes-9783437457586.html
    mit einer Tabelle, wann SEA oder eben nicht, abhängig allein von vorausgehendem BZ mit Mahlzeiteninsulin.

    Gruß Elfe
    P.S. Nicht abschrecken lassen durch 'Typ 1' im Titel.
    Auch für 2er interessant, die extern Insulin anwenden und damit umgehen müssen.
    Bearbeitet von User am 04.06.2020 02:09:21. Grund: ,
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    am 04.06.2020 07:08:23 | IP (Hash): 1976082430
    Moinsen ;)

    Hatte gestern Abend schon versucht zu verstehen... Hat nicht geklappt :(( Deshalb nochmal meine dringende Bitte:

    Einfache, kurze Sätze - ähnlich wie für Kinder (Goethes Faust ging am besten in einer Kinderhörbuchversion in meinen Schädel^^).

    Bitte July, zitiere nicht meine gesamten Beiträge: Ich muss so schon viel scrollen wegen dem Smartphone und dann wird es noch schwerer, Sachen zu finden, zu behalten und darauf zu antworten.

    Danke euch für eure Rücksicht :) Ganz mutmachend fand ich auch den Beitrag von falkreiner :)

    Hier nun meine Erfahrungen die letzten Tage:

    Hatte der Ernährungsberaterin vorgestern schon mal die Werte als Bild geschickt, und wurde daraufhin gestern früh einbestellt. Lange Rede, kurzer Sinn: Der Zuckerarzt sagte, ich habe eine schöne Regelmäßigkeit - nur leider 3 Stockwerke zu hoch (ich liebe seine Sprachideen^^).

    Nun bin ich seit heute früh also Insulinjunkie, puuuhhh...

    Bekomme weiterhin alle Tabletten (wegen sanfter Umstellung) ausser Xelevia und morgens nun 10 Einheiten Insulin Suliqua = Insulin glARGin + Lixisenatid. Umstellung auf Akkucheck, Nadeln 4 und Messplättchen bezahlt DAK.

    Messen soll ich nur morgens 1 mal, und alle 7 Tage einmal komplett durchmessen (8 mal). Engmaschige Kontrolle, nächster Termin 10.8.

    Leider viel Text :( Und ich bin noch nicht durch. Hatte aha!Erlebnisse beim essen: z.B. mein geliebter warmer VK-Vollkornbrei morgens (wichtig für Seele) hat mich auf 340 geschossen :(( Und Buttermilch, 500g (auf zweimal getrunken) hat 25g! Zucker - alter Falter!!

    Und ich dachte, ich wüsste über Essen Bescheid - ist wohl viel verloren gegangen und es hat sich Mist eingeschlichen :((

    So meine Frage für heute: Was könnt ihr an Lebensmitteln empfehlen (ausser Gemüse), die nicht so reinhauen? Und die bissi schmecken ;)

    Ganz vielen Dank vorab und einen fröhlichen Tag für uns alle :))

    Ichso, die nachher das erstemal mit der Spritze tanzt ;)
    PS: BE/KE/whatever muss ich nicht zählen. Gottseidank! Hat mich die letzten Tage irre gemacht :(( Aber ich will das weiter üben - frau weiß ja nie, was noch kommt ;)
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    am 04.06.2020 07:40:56 | IP (Hash): 363003244
    Hallo Ichso,

    empfehlenswert sind viel Eiweiß und Fett und wenig KH. Bei KH wird allgemein empfohlen, die Vollkornvariante zu wählen. Ob das bei dir etwas entscheidendes bringt, kannst du durch messen nach den Mahlzeiten selbst herausfinden. Mit der Messvorschrift deines Arztes hast du dazu allerdings keine Chance. Die liefert nur für ihn die Information, ob die Medikamente ausreichen. Für das Messen nach den Mahlzeiten müsstest du wahrscheinlich zusätzliche Teststreifen kaufen.

    Ich kann mir gut vorstellen, dass Suliqua (24-Stunden-Basalnsulin + GLP-1-RA) bei dir hilft und drück dir die Daumen.

    Alles Gute, Rainer
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    am 04.06.2020 08:03:24 | IP (Hash): 1976082430
    Hallo Rainer,

    das mit dem Messen kam mir auch wenig vor. So will ich für mich auch erst mal mehr messen - statt Kinobesuch, Urlaub in der Karibik und was sonst zur Zeit nicht geht *kleiner Scherz*

    Ich hatte ja auch 2 Ernährungsberatungen in 2013 und 2016. So habe ich viele Sachen aus meinem Essensleben gestrichen und eben Vollkornprodukte (hauptsächlich Brot, nackte Hafer/Dinkelflocken und Kleie mit warmem Haferdrink) gegessen, weil die eine "lange Kette bis Bagdad" haben. Und Obst nie ohne selbstgemachten fettarmen Naturjoghurt. Plus Leinöl, Olivenöl. Plus Walnüsse und Mandeln als "Snack". Ganz selten mal nach dem walken (5 bis 6 km alle 1,2 Tage oder gleiche Strecke auf dem Laufband beim fernsehen) ein Bällchen Eis oder einen Eiskaffee. Last but not least die Bitterschoki, da gehen täglich schon so 2 Riegel drauf.

    Mein offensichtlicher Fehler ist wohl, dass ich mich auf den Langzeitwert verlassen habe :((

    Ichso - die um die Spritze rumschleicht...

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    am 04.06.2020 08:17:50 | IP (Hash): 2039835963
    Hallo,

    Das sind ja gute Nachrichten mit dem Insulin.
    Ich hatte anfangs auch Insulin glardin bekommen.

    Du solltest bei Sport erstmal vorsichtig sein. Die Unterzuckerungsgefahr von Basalinsulin ist generell gering. Aber, bei Insulin glardin und Sport haben einige Unterzuckerungen. Das muss bei dir nicht unbedingt auftreten.
    Aber einfach beim ersten Mal Sport aufpassen. Bei Symptomen (Schwindel, Müdigkeit, Zittern, Schwitzen, etc) mal Blutzucker messen.

    Zu der Ernährung, als Milchersatz trinke ich Mandelmilch ohne Zuckerzusatz von Alp*o. Die hat 0 gr Zucker, normale Milch hat 5gr Zucker je 100ml. Sonst esse ich gerne Magerquark oder Skyr mit frischen Obst. Hier insb. Beeren, da diese auch wenig Zucker haben.

    Sonst esse ich auch gerne Sojajoghurt ohne Zuckerzusatz mit Mango oder Kiwi/Apfel. Da hat der 400gr Becher 24 gr Kohlenhydrate. Da isst man i.d.R. aber zweimal davon.

    Sonst Fisch/Fleisch, Eier, Sojaprodukte, Hartkäse, Feta, Mozzarella etc. hat keine Kohlenhydrate. Bei Milchprodukten gilt die Regel, Fest=keine Kohlenhydrate, flüssiger= Kohlenhydrate. Z.B. Milch, Sahne, Joghurt, Quark, Frischkäse, Buttermilch etc. haben Kohlenhydrate. Aber unterschiedlich viele. Deshalb ruhig mal auf die Packung schauen.

    Hafer ist unterschiedlich. Bei einigen steigt der Blutzucker total. Bei anderen nicht. Das musst du für dich herausfinden.

    Lg
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    am 04.06.2020 08:34:50 | IP (Hash): 1106647557
    @Elfe,
    Magst du mir vllt mal die Tabelle mit dem SEA als PN schicken, interessieren würde mich das ganze bis zu einem BZ von 250.

    Mein Schulungsbuch Primas. Gut leben mit Insulin. Typ1. Hat leider keinen Teil mit SEA. Und in der Schulung hieß es nur Normalinsulin 30 min SEA, Analoginsulin kein SEA.
    Wäre echt super.
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    am 04.06.2020 11:30:18 | IP (Hash): 363003244
    Ichso schrieb:
    Und Obst nie ohne selbstgemachten fettarmen Naturjoghurt. Plus Leinöl, Olivenöl. Plus Walnüsse und Mandeln als "Snack".
    Last but not least die Bitterschoki, da gehen täglich schon so 2 Riegel drauf.

    Fettarmer Naturjoghurt dürfte ein große Fehler sein, auch wenn deine Ernährungsberaterinnen dir das so empfohlen haben. Probier es mal mit grieschischen Joghurt (fast 10% Fett). Das dürfte für den BZ sehr viel besser sein und auch für längere Sättigung sorgen.

    1 oder 2 Riegel Bitterschokolade passen ganz bestimmt.

    Viele Grüße, Rainer
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    am 06.06.2020 18:12:18 | IP (Hash): 1306790247
    🎵 Hurra, wir leben noch... 🎵

    Ist ein Lied aus einem alten Fassbinderfilm. Eines meiner Motti. Ein anderes ist: Angst essen Seele auf (auch Fassbinder).

    Whatever... viel passiert die letzten Tage bei mir, privat (Familie) und auch politisch (eher lokale Dinge) - so dauerte es wieder, bis ich mir die Zeit für's Netz nehme.

    Erstmal wieder herzlichen Dank für die einfach formulierten Essenstips :))

    Eine Frage dazu: feste Milchprodukte sind Käse? Leider reagiere ich auf die meisten wegen Histamin (auch Tomaten, Erdbeeren und Salami, wobei letztere sich schon ewig erledigt hat wegen gesättigten Fettsäuren).

    Mandeldrink ist teuer, aber nachdem ich den "Schock" mit den Haferzuckerwerten hatte, werde ich wechseln. Das schmeckt ja auch leckerer ;) Beeren esse ich relativ viel, meist Heidel- oder Himbeeren (leider auch nicht wirklich günstig. Glykemische Katastrophen wie Bananen z.B. bekommt man/frau quasi hinterhergeworfen).

    Die Ernährungsberaterin sagte auch das Quark z.B.viel besser sei als Naturjoghurt - aber da ich eher so die Frau fürs Grobe bin (und Quark mir echt nicht schmeckt), dachte ich, Joghurt ist auf jeden besser als Wodka und Kippen :(

    Evtl. fange ich zur Gewöhnung an, den Quark mit Joghurt zu mischen, und die Quarkanteile stetig zu erhöhen. Aber ich werde nicht komplett auf mein heißgeliebtes Joghurt verzichten - so viel Rebellin steckt noch in mir, lach...

    Zumal ich mit der Bauchspritze 10 Einheiten morgens tatsächlich gut zurechtkomme, yesss! :)) Die Werte sinken langsam, aber stetig.

    Ich hoffe, Ihr seid auch zufrieden mit dem "bisschen Leben", das uns der Diabetes lässt ;)

    Sehr nette Grüße,

    Ichso - die ohne euren Zuspruch nicht so leicht den ersten Stich geschafft hätte! Nochmal danke :)) Bestimmt habe ich bald wieder eine oder zwei Fragen ;)
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    am 08.06.2020 23:47:29 | IP (Hash): 1189057514
    Ichso schrieb:

    Eine Frage dazu: feste Milchprodukte sind Käse? Leider reagiere ich auf die meisten wegen Histamin (auch Tomaten, Erdbeeren und Salami, wobei letztere sich schon ewig erledigt hat wegen gesättigten Fettsäuren).



    Ja, besonders Hartkäse hat gar keine Kohlenhydrate. Feta, Mozzarella, etc. haben dann schon ein wenig, ist aber zu vernachlässigen. Dagegen Frischkäse, etc. hat mehr Kohlenhydrate.

    Ichso schrieb:

    Mandeldrink ist teuer, aber nachdem ich den "Schock" mit den Haferzuckerwerten hatte, werde ich wechseln. Das schmeckt ja auch leckerer ;) Beeren esse ich relativ viel, meist Heidel- oder Himbeeren (leider auch nicht wirklich günstig. Glykemische Katastrophen wie Bananen z.B. bekommt man/frau quasi hinterhergeworfen).



    Mandeldrink kannst du auch bei etlichen Discountern in der Eigenmarke kaufen. Du musst nicht die Marke Alp*o nehmen. Die ist ziemlich teuer. Darauf achten es gibt gesüßten/mit Zucker und welchen ungesüßt/ohne Zuckerzusatz. Nur der ungesüßte hat keine Kohlenhydrate. Aber das ist eigentlich auch klar.

    Ichso schrieb:

    Die Ernährungsberaterin sagte auch das Quark z.B.viel besser sei als Naturjoghurt - aber da ich eher so die Frau fürs Grobe bin (und Quark mir echt nicht schmeckt), dachte ich, Joghurt ist auf jeden besser als Wodka und Kippen :(

    Evtl. fange ich zur Gewöhnung an, den Quark mit Joghurt zu mischen, und die Quarkanteile stetig zu erhöhen. Aber ich werde nicht komplett auf mein heißgeliebtes Joghurt verzichten - so viel Rebellin steckt noch in mir, lach...



    Ich nehme persönlich auch gerne Skyr. Das ist so ein Zwischending von Joghurt und Quark. Gibt es auch beim Discounter ungesüßt.
    Andere Möglichkeit es gibt auch solche fertigen Joghurt-Quark-Cremes. Die sind auch gut. Einfach mal austesten. ;)

    Ichso schrieb:

    Ich hoffe, Ihr seid auch zufrieden mit dem "bisschen Leben", das uns der Diabetes lässt ;)


    Ich finde uns geht es heutzutage deutlich besser als früher. Festen Spritz- und Ernährungsplan. Keine Möglichkeit zur Blutzuckermessung. Keine Pennadeln. Mehrfachnadeln, die sterilisiert werden mussten, 12mm oder sogar länger. Da dreht es mir den Magen um.. Klar, schränkt der Diabetes etwas ein. Aber kein Vergleich zu früher.

    LG
    PS.: ich habe extra für dich probiert, jede Aussage einzeln zu zitieren, damit du den Zusammenhang behälst. Hoffentlich klappt das jetzt auch, wenn ich den Beitrag abschicke.
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    am 15.06.2020 10:21:43 | IP (Hash): 1778323474
    Moinsen :/

    Danke July, für deine Antwort :) Ja, kurzes zitieren hat gut geklappt :)

    Ansonsten renne ich ein bisschen rum wie ein Huhn ohne Kopf :((

    Essen zählen, dauernd Essen verändern, messen, messen, messen, erschrecken, heulen, alles von vorn...

    Bin aktuell bei 18 Einheiten von dem Langzeitinsulin mit was drin. Spritze das morgens so um 9.00

    Die Werte sind seit 10 Tagen (seit 11.6. ohne Glimepiridtabletten) so: morgens niedrigstes 167, höchstes 256 - meist um 200 VOR Frühstück, danach eher nach unten

    mittags relativ gute Werte: niedrigstes 104, höchstes 257, meist so um die 150/180

    abends dann bääm! niedrigstes 108, höchstes 155, meist so 120/140 vorher - dann Abendessen so zwischen 200 und 300

    alles NACH 2 Stunden gemessen

    plus nach NACH 2 Stunden bis Bettzeit (ca. 12 - 1.00 Uhr) letzte Messung zwischen 184 und 293 :((

    Alter Falter! Ich hoffe, ist nicht zuviel Text für euch...

    Denn es macht scheint's wenig Unterschied, ob ich Knäckebrot esse oder Müsli. Wobei das "neue Müsli" nicht mehr viel mit meinem "Seelenessen" gemeinsam hat :( Das kann ich getrost weg lassen (Lupinenschrot schmeckt erbärmlich!).

    Und Bewegung brachte einmal (6 km walken) von 126 nach Mittagessen nur 122 vor Abendessen (nur Ingwerwasser zwischendurch!) - das nimmt mir ganz schön die Motivation *heul*

    So hier also meine Fragen (ich hoffe, ihr habt noch Lust, sie zu beantworten):

    - 1/2 Teelöffel Leinöl, 2 Knäckebrote mit bissi Leberwurst, 1 Apfel, evtl. Quark/Joghurtmisch 5 Esslöffel = Frühstück

    - Mittags Gemüsesuppe oder Salat

    - Abends 4 bis 5 Scheiben Knäckebrot/FinnCrips, Wurst, Beeren, Quark/Joghurt, Bitterschoki von ca. 20.00 Uhr bis ca. 24.00 Uhr fortlaufend

    Brauche feste Essenssachen, das ist das Beste, was ich gefunden habe.

    WIEVIEL Insulin brauche ich dafür?

    Nächster Termin bei Zuckerarzt ist 24.6. - bis dahin soll ich alle drei Tage 2 Einheiten erhöhen, bis Zielwert nüchtern 90-120 und nach Essen 140 ungefähr erreicht ist.

    Macht das Sinn??

    Ich sage dem schon ewig, dass ich eine Abendesserin bin...

    Ganz lieben Dank vorab für eure Geduld und einfachen Antworten,

    von der mutlosen Ichso :(

    PS: Noch vergessen: 18 KE "darf" ich, will aber nur 14 schaffen. Rechnen ist schwer, aber am Freitag stand ich im Edeka und sagte mir: Ich geb doch net 3 KE für EIN Vollkornbrötchen aus! Und dann musste ich bissi lachen... Vielleicht bin ich auf dem richtigen Weg und nur zu ungeduldig???
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    am 15.06.2020 11:08:40 | IP (Hash): 1778323474
    Nachtrag:

    Beim durchlesen Maßeinheit verwechselt :(

    Meinte beim Frühstück ca. 5 TEELÖFFEL Quark/Joghurtmisch

    Macht eine/r von euch die Rezepte mit aus dem Diabetesheftchen von der Apotheke?
    Die empören mich etwas: Oft Haferflocken, Honig und so "böses" Essen :(

    Esse jetzt wieder mehr Wurst/Fleisch, bin aber nervös wegen ungesättigten Fettsäuren und Salz (Herz-OP).

    Mache ich mich "zu verrückt"? Lebensgefühl rutscht gerade Richtung Depri, sollte wohl wieder mal eine Mindmap mit den guten Dingen in meinem Leben machen. Was hilft euch bei Blues?
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    am 15.06.2020 11:58:48 | IP (Hash): 1358455158
    Apothekenheftchen mag ich so gerne wie Ernährungsberatungen: Hab bei den Blutuntersuchungen meine besten Fettwerte z.T. tief im Normbereich mit LCHF. Für die Fettwerte gibt’s da immer ein dickes Lob, für die Erklärung mit LCHF immer zutiefst erschütterte Blicke. Und über un- und gesättigte Fettsäuren können Fachleute noch immer endlos streiten.
    Bei uns mit Diabetes sorgt der BZ im 3. Stock und auch heftiges Rauf und Runter zwischen 3. und Erdgeschoss für das dicke Beschichten der Pipelines mit Fettablagerungen.

    An Deiner Stelle würde ich mal ausprobieren, wie sich das Spritzen um 15-16 Uhr statt um 9 auswirkt? Wo Du auf den für Dich erträglichen Abend einiges an KHs einverleibst, wäre da die meiste Wirkung noch näher dran. Und wo die weiter in den Tag reichen würde, könntest Du wahrscheinlich auch mit nem günstigeren BZ in den Tag starten. Daumendrück!

    ----------------------------------------------
    Seit über 10 Jahren leben immer mehr Menschen völlig gesund mit ihrem Diabetes Typ 2, mit sehr viel weniger Medikamenten, als für ihre DDG-normale Behandlung, oder sogar völlig ohne.
    Sie testen immer mal wieder, welche Portionen von welchem Essen am besten in ihren gesunden Blutzucker-Rahmen (in der Spitze etwa ne Stunde danach max 140-160 mg/dl) passen und wann am Tag welche Bewegungsanteile und richten sich meistens danach. Geht am einfachsten schon mit Prädiabetes!
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    am 15.06.2020 20:31:03 | IP (Hash): 1266447864
    Hallo Ichso,

    du spritzt soweit ich weiß Insulin glardin. Das wirkt i.d.R. etwas kürzer als 24 Std. Heißt irgendwann nach dem Frühstück am Vormittag kommt die Hauptwirkung zu tragen und gegen Abend/Nacht schwächt sie immer mehr ab, bei dir jetzt.

    Was könntest du machen?
    Rede mal mit deinem Arzt, ob es sinnvoll ist das Insulin 1-2 Stunden vor dem Abendessen zu spritzen. So habe ich es damals auch gemacht. Wichtig ist der Abstand vorm Abendessen, da das Insulin eine Weile braucht, bis es richtig wirkt.

    LG July
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    am 15.06.2020 22:42:51 | IP (Hash): 1778323474
    Hallo Jürgen und July, ihr treuen Antworter :))

    Jürgen, was bedeutet LCHF?

    Ihr beide habt ja geschrieben, evtl. das Insulin später am Tag zu spritzen. Ich war heute Nachmittag beim Zuckerarzt, weil ich letztes Mal das Insulinrezept vergessen hatte. Und die wirklich nette Ernährungsberaterin hat sich etwas Zeit für mich genommen. Das hatte ich keinesfalls erwartet, aber es hat mich sehr gefreut :))

    Wir haben folgendes vereinbart: Ich spritze ab morgen 24 Einheiten und dann alle 2 Tage 2 Einheiten mehr. Entweder bis zu den Zielwerten, oder bis wir uns zum nächsten Termin am 24.6. sehen.

    Sie sagte, ich kann das Insulin mittags spritzen, nach ihrer Meinung wirkt das jedoch 24 Stunden gleichmäßig. Ich schreibe euch nochmal den Namen: SULIQUA Solostar ist Injektion Insulin glARGin + Lixisenatid 100 Einheiten/ml + 33 ųg/ml (das Strichelchen beim u ist auf der anderen Seite, aber dieses Zeichen habe ich nicht gefunden).

    Als ich fragte, wie hoch die Dosis gehen kann, sagte sie, es gibt Patienten, die spritzen täglich 100 Einheiten! Krass!

    Ich werde also morgen erst mal wieder um 9.00 spritzen, da ich nachmittags oft unterwegs bin.

    Und heute Abend hatte ich hauchdünne Spaghetti von Barilla gekocht, die waren nicht VK! ;) mit einer leckeren Rinderhackfleisch-Gemüsesoße :) Habe nur ein Drittel der Vor-Zucker-Portion geschmaust, viel Ingerwasser dazu und als "Nachtisch" zwei Knäckebrote, Schoki, Apfel, Quarkmisch und war um 22.00 bei 274.

    Noch viel zu hoch. Aber ich arbeite dran ;)

    Wünsche euch nur Gutes :))
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    am 16.06.2020 11:12:07 | IP (Hash): 957616876
    Hallo,

    LCHF bedeutet "weniger Kohlenhydrate, dafür mehr Fett".
    Wenn Du Kohlenhydrate einsparen willst, könntest Du, vorausgesetzt es schmeckt Dir,
    das viele Knäckebrot, das 60 - 70 % Kohlenhydrate hat (auch Finn Crisp) durch
    Eiweissbrot (ca. 10 % Kohlenhydrate) oder Pumpernickel (ca. 30 - 40 % Kohlenhydrate) ersetzen.
    Dadurch lässt sich viel einsparen.

    Viele Grüße

    Chris
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    am 01.07.2020 11:53:21 | IP (Hash): 2031786271
    Moin moin,

    mehr Fett kann ich ;) Nee, Spaß beiseite. Habe mich, last but not least dank eurer Hilfestellung❣ nun mit dem spritzen "angefreundet".

    Das zweite Eiweißbrot, dass ich ausprobierte, war der Volltreffer! Schmeckt wirklich sehr gut, und man/frau freut sich über 0,46 KE auf 35g (eine Scheibe) :)) Die Firma heißt so ähnlich wie "liken", plus ein "e" an 3.Stelle ;)

    Bin jetzt bei 32 Einheiten morgens plus 8 Einheiten abends ein anderes Insulin, das wirkt 4 Stunden - so habe ich immer öfter "grüne Werte" freu...

    Ein paar Fragen hätte ich noch:

    WO bewahrt Ihr das Vorrats-Insulin im Kühlschrank auf? Eher Gemüsefach (ist allerdings meist brechend voll^^) oder mittig, oder oben? Oder ist das egal? Tür halte ich eher für blöd, wegen Bewegung.

    NOCH WICHTIGER: ist mir jetzt schon zweimal passiert, dass nicht mehr genug Einheiten im Pen waren. Z.B. statt 32 nur noch 29. Und das andere liegt ja im Kühlschrank! Kann ich das direkt nachspritzen, also die 3, die gefehlt haben?

    Werde in Zukunft natürlich besser aufpassen, aber nur, dass ich's mal weiß...

    Und letzte Frage (für heute, grins):

    Die Ernährungsberaterin war unsicher, ob Wassermelone *love it* einen hohen oder geht so glykemischen Index hat. Sie sagte, da streiten sich die Geister :(

    Wie haltet ihr es mit Melone?

    Ganz herzliche Grüße und nur Gutes für uns alle :))

    von Ichso - die superfroh ist, dass Lieblingspaprika 7g Ballaststoffe auf 100g hat, yesss! 🤘😄
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    am 01.07.2020 12:17:57 | IP (Hash): 1143500186
    SUUPER, dass Du inzwischen so toll zurecht kommst!

    Insulin wohnt bei mir von Beginn an, also seit gut 20 Jahren in der Kühlschranktür. Und wenn die letzten Einheiten aus ner Ampulle für die aktuelle Dosis nicht mehr ausreichen, spritze ich die fehlenden aus der neuen Ampulle normal gleich hinterher.

    Wo Indexe nicht so meins sind, würde ich mich auch bei ner Wassermelone, die ich(!) nicht so mag, nach dem BZ richten, den sie mir(!) macht.

    Daumendrück für Weiterso!

    ----------------------------------------------
    Prädiabetes und Diabetes Typ 2 und die Diagnose-Grenzwerte sind willkürlich von den Fachgesellschaften für Diabetes definiert.
    Für bis wann gesund und ab wann Prä- oder Diabetes gibt es keine organisch "harten" Fakten.
    ALLE Grenzwerte befinden sich in dem Bereich, der für eine ordentliche Diabetes-Behandlung nach DDG als gut bis sehr gut und symptomfrei gilt.

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    Ichso schrieb:

    Die Ernährungsberaterin war unsicher, ob Wassermelone *love it* einen hohen oder geht so glykemischen Index hat. Sie sagte, da streiten sich die Geister :(

    Wie haltet ihr es mit Melone?



    Hallo :)

    Also meine Diabetologin & Ernährungsberaterin hat die Wassermelone verteufelt. Aber ich schließe mich da Jürgen voll und ganz an - wenns deinen BZ nicht ausschlagen lässt, dann spricht ja nichts gegen 100-200g (das ist die Menge, die ich problemlos essen kann, ohne dass es meinen BZ groß beeinflusst!). Oder je nachdem, mit welcher Menge dein BZ gut zurecht kommt ;)

    Was den glykämischen Index angeht, bin ich nicht ganz soooo fit, daher kopiere ich mal einen Abschnitt aus dem Text der TK dazu:
    schrieb:
    [...] Wassermelone besitzt einen hohen Glykämischen Index. Der Grund steckt in der Menge: Weil sich der Glykämische Index immer auf 50 Gramm Kohlenhydrate eines Lebensmittels bezieht, müsste man ziemlich viel Wassermelone essen, um auf diese 50 Gramm zu kommen. Nämlich über 800 Gramm. Das ist im Ernährungsalltag eher unrealistisch. Bei einer normalen Portion Wassermelone steigt der Blutzuckerspiegel nicht so stark, wie es ihr Glykämischer Index vermuten lässt.[...]



    Vielleicht hilft dir das ja schon weiter.. ;)
    ___________________________
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    am 01.07.2020 20:09:28 | IP (Hash): 718718258
    Ichso schrieb:
    WO bewahrt Ihr das Vorrats-Insulin im Kühlschrank auf? Eher Gemüsefach (ist allerdings meist brechend voll^^) oder mittig, oder oben? Oder ist das egal? Tür halte ich eher für blöd, wegen Bewegung.
    NOCH WICHTIGER: ist mir jetzt schon zweimal passiert, dass nicht mehr genug Einheiten im Pen waren. Z.B. statt 32 nur noch 29. Und das andere liegt ja im Kühlschrank! Kann ich das direkt nachspritzen, also die 3, die gefehlt haben?

    Auch von mir großen Glückwunsch zum guten Reinfitzen in das Spritzen. :=)

    Für das Insulin musst du im Kühlschrank nur sicherstellen, dass es auf keinen Fall einfriert, auch nicht kurzfristig oder teilweise. Am sichersten ist das im Gemüsefach, aber bestimmt sind auch andere Stellen geeignet.

    Selbstverständlich kannst du auch das Insulin direkt aus dem Kühlschrank spritzen. Man rät nur davon ab, weil es dann an der Spritzstelle etwas brennen soll. Ich habe noch nicht ausprobiert, ob es wirklich so ist.

    Weiter alles Gute, Rainer
    Bearbeitet von User am 01.07.2020 20:12:51. Grund: .