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Spritz-Ess-Abstand mit kurzwirkenden Insulin

  • Elfe

    Rang: Gast
    am 06.06.2020 19:02:47 | IP (Hash): 842816318
    Zum sogenannten SEA wurde ich angefragt (#PN würde übersehen ?)

    Könnte ev. für andere auch interessant sein.

    *Wenn Sie sich für einen Spritz-Ess-Abstand entscheiden, können wir folgende Empfehlungen geben:

    Spritz-Ess-Abstand bei kurzwirkendem Insulinanalogon:
    Blutzucker vor dem Essen - empfohlener Spritz-Ess-Abstand
    Unter 80 mg/dl - erst Traubenzucker essen, dann gleich essen und ! nach ! dem Essen spritzen
    Unter 100 mg/dl (Normalbereich) - ! nach ! dem Essen spritzen
    100-250 mg/dl - Spritzen und ! sofort ! essen
    Über 250 mg/dl - 15 Minuten

    Spritz-Ess-Abstand bei Normalinsulin:
    Blutzucker vor dem Essen - empfohlener Spritz-Ess-Abstand
    Unter 80 mg/dl - erst Traubenzucker essen, dann spritzen und gleich essen
    Um 100 mg/dl (Normalbereich) - 10-15 Minuten
    Über 150 mg/dl - 30 Minuten
    Über 200 mg/dl - 45 Minuten
    Über 250 mg/dl - 60 Minuten
    Nicht länger als 1 Stunde warten. Unterzuckerungsgefahr !

    *Quelle 'mein' damaliges Schulungsbuch (4. Auflage, Juli 2000):
    Gut leben mit Typ-1-Diabetes
    Arbeitsbuch zur Basis-Bolus-Therapie

    9. Auflage aus 2018 ist verfügbar
    https://shop.elsevier.de/gut-leben-mit-typ-1-diabetes-9783437457586.html

    Vom Titel Typ 1 nicht abschrecken lassen,
    m. E. auch für 2er interessant, die Insulin handhaben müssen.

    #P.S.: Eine PN zeigt sich - manchmal - durch rotes Zeichen.
    Nach Anmeldung 'Meine Nachrichten' anklicken, ob ev. jemand geschrieben hat :-)
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    am 08.06.2020 11:25:32 | IP (Hash): 1590471592
    In der Standard-ICT-Einstellung wird SEA meistens dann thematisiert, wenn die Erhöhung des BE-Faktors zum Senken des HBA1c zum häufigen Unterschreiten des Zielbereichs und zu Hypos führt. Dann greift die Idee, dass der BE-Faktor bei zuverlässigem Einhalten des Zielbereichs passt, die Menge an Insulin also jeweils zum Essen gepasst hat, aber der Berg auffällig hoch und breit ist, den der postprandiale BZ/Graph vom CGM beschreibt.

    Wo bei sonem Graph der Anstieg weniger steil wird, fängt die merkbare Insulinwirkung an. Mit dem Gipfel ist dann das Maximum der Wirkung erreicht.
    Mit ner Reihe von Fingerpieksen lässt sich so ein Graph deutlich zeitnäher improvisieren und recht exakt bestimmen, wann der Anstieg merklich weniger steil wird. Die Zeit vom Spritzen bis dahin ist dann ein guter Ansatz für den SEA.

    Meinen größten SEA habe ich mit Apidra mit 40-50 Minuten zum Frühstück. Dazu habe ich zum Austesten bei nüchtern Hausnummer 120 mg/dl für das Brot vor mir auf dem Teller passend gespritzt, und dann nicht gegessen, sondern in 5-Minuten-Schritten gemessen. Als der BZ schließlich unter 100 gesunken ist, eben nach 40-50 Minuten (mehrere Tests) hab ich mit dem Essen begonnen. Passt heute noch super. Und war mit Apidra längst nicht so langweilig wie ursprünglich mit Alt und der Entdeckung meines SEA bei fast 2 Stunden :(

    ----------------------------------------------
    Seit über 10 Jahren leben immer mehr Menschen völlig gesund mit ihrem Diabetes Typ 2, mit sehr viel weniger Medikamenten, als für ihre DDG-normale Behandlung, oder sogar völlig ohne.
    Sie testen immer mal wieder, welche Portionen von welchem Essen am besten in ihren gesunden Blutzucker-Rahmen (in der Spitze etwa ne Stunde danach max 140-160 mg/dl) passen und wann am Tag welche Bewegungsanteile und richten sich meistens danach. Geht am einfachsten schon mit Prädiabetes!
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    am 08.06.2020 23:34:40 | IP (Hash): 1189057514
    Hallo Elfe,

    super, danke.
    Habe deine Nachricht tatsächlich übersehen, weil sie - warum auch immer - nicht als neue Nachricht gekennzeichnet war.

    Leider ist das ganze doch sehr großzügig ausgelegt, 100, 250, ... naja. Beim Normalinsulin ist es besser ausdifferenziert. Aber trotzdem danke.

    LG
    PS.: weil wir das in einem anderen Thread mal kurz diskutiert hatten. Ich hatte heute die Situation einige Heidelbeeren gegessen. BZ steigt durch die Decke. Total ungewöhnlich, sonst bin ich bei max. 150 nach dieser Mahlzeit. Nach etwas mehr als einer Stunde war ich bei 200. Laut Bolusrechner brauche ich hierfür 2,5 Einheiten (KF von 40 für einen Zielwert von 100). Aktives Insulin war jedoch nur noch 1,7 Einheiten. Also habe ich bereits nach 1 Stunde die Differenz also 0,8 Einheiten gespritzt. Was soll ich sagen, zum Abendessen war ich perfekt bei 95-105. Also super. Das werde ich häufiger so probieren. Ohne Libre natürlich würde ich mich sowas nicht trauen.
  • Elfe

    Rang: Gast
    am 09.06.2020 19:15:08 | IP (Hash): 486926640
    Hallo July,
    gerne :-)

    Denke, daß die KH-Menge nur einen Teil angibt, wieviel Einheiten Insulin dafür notwendig ist - theoretisch.
    Da aber alles mögliche an Enzymen, Gegenhormonen … im Organismus fließend eben auch Einfluss auf den Blutzucker hat, ist das Biochemie °~°.

    Finde den beschriebenen SEA-Abstand eigentlich gut für Insulinanalogon:
    Bedeutet ja eigentlich nur, daß ein SEA erst ab BZ 250 mg/dl eingehalten werden muss, ist doch schon was :-)
    Ansonsten ganz normal handeln in Bezug zur Verdaulichkeit der Mahlzeit per Bestandteile Fett/Eiweiß/Ballaststoffe und Spritzzeitpunkt.
    Der Vorteil der schnell wirkenden Insuline ist doch gerade, daß man im Normalfall eben keinen SEA einhalten muss, bes. um den Alltag bewältigen zu können.

    Ansonsten ist bei mir auch selbstverständlich der BZ im Fokus, da alleine dieser schon für Ungemach sorgen kann.
    Rechne per Messwert zur Mahlzeit eben auch ein - selbst ausgetestet (nix Rechner) - die Korrektur-Regel mit 40 = 1 Einheit senkt den BZ um 40 mg/dl.
    Mein Zielwert ist auch 100 mg/dl mit durchaus Schwankungen tief als auch hoch.

    Die hohen BZ-Werte gilt es doch zu vermeiden per Nierenbelastung und Nierenschwelle ab 180 mg/dl
    (umso für mich unverständlich, warum ausgerechnet eine Tabletten-Sorte für 2er dieses nutzt).

    0,5 Einheiten kriege auch per Demi-Pen hin :-)
    So kleine Korrekturen können kaum Unsinn machen.
    Auf jeden Fall habe ich mir angewöhnt, vor verlassen my Home nochmal BZ zu messen ~ mal so, mal so: + KHs (Trz.) oder kleine Insulinkorrektur.
    Gruß Elfe
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    Mitglied seit: 20.02.2011
    am 09.06.2020 21:01:49 | IP (Hash): 299485088
    Elfe schrieb:
    Die hohen BZ-Werte gilt es doch zu vermeiden per Nierenbelastung und Nierenschwelle ab 180 mg/dl
    (umso für mich unverständlich, warum ausgerechnet eine Tabletten-Sorte für 2er dieses nutzt).


    Die Nieren filtern in 24 Stunden beim berühmten Durchschnittserwachsenen ca 180 Liter Plasma, die dem Kreislauf fortlaufend als Primärharn entnommen und auf dem Weg zurück in den Kreislauf so gefiltert werden, dass von der großen Menge nur 1-2 Liter Wasser und darin gelöst die Stoffe in die Blase entlassen werden, die der Organismus nicht mehr gebrauchen kann.
    Die Arbeit und Leistung der Nieren besteht also nicht in der Entsorgung des Abfalls, sondern in der Bewahrung möglichst all dessen vor der Entsorgung in den Abfall, was der Organismus noch gebrauchen kann.

    Dazu gehört selbstverständlich auch die Glukose. Und da hat die Niere eine Grenze, die eher irreführend Schwelle genannt wird. Denn Schwelle braucht in aller Regel zum Passieren zusätzlichen Aufwand. Aber dafür, dass sie Glukose über 160-180 mg/dl in die Blase entlässt, braucht die Niere nur den Aufwand des Rückfilterns dieser Glukose in den Kreislauf nicht mehr zu betreiben. Hat also überhaupt nix von zusätzlicher Belastung, sondern lässt sich praktisch wie ne Art Überlauf verstehen, also wie das Loch im oberen Bereich von Waschbecken und Badewanne, das die Überschwemmung verhindert. Das Wasser fließt da einfach ohne jede Pumpleistung raus. Wird also nix bei überanstrengt.

    Und diese Mittel machen nix anderes, als den normalen Überlauf der Nieren bei 160-180 mg/dl auf irgendwo um 120-140 zu senken. Da können sich die Nieren das Zurückfiltern der Differenz sparen und dazu auch gleich noch mit jedem Gramm Glukose das von 5 Gramm Wasser, die die Glukose gebunden hält. Ist also tatsächlich keine Be- sondern eine Entlastung der Nieren, auch wenn die Betroffenen damit mehr trinken müssen ;)

    UND das Mittel ist für Díabetes Typ 1 UND Typ 2 zugelassen, weil es schlicht völlig unabhängig vom Insulin funktioniert :)

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  • Rang: Erweitertes Mitglied
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    Mitglied seit: 11.02.2019
    am 09.06.2020 23:02:38 | IP (Hash): 1189057514
    Elfe schrieb:


    Finde den beschriebenen SEA-Abstand eigentlich gut für Insulinanalogon:
    Bedeutet ja eigentlich nur, daß ein SEA erst ab BZ 250 mg/dl eingehalten werden muss, ist doch schon was :-)
    Ansonsten ganz normal handeln in Bezug zur Verdaulichkeit der Mahlzeit per Bestandteile Fett/Eiweiß/Ballaststoffe und Spritzzeitpunkt.
    Der Vorteil der schnell wirkenden Insuline ist doch gerade, daß man im Normalfall eben keinen SEA einhalten muss, bes. um den Alltag bewältigen zu können.




    Naja, ich habe z.T. schon vor der Mahlzeit manchmal 160-200. Und da will ich definitiv nicht spritzen und sofort essen, wenn schon vor der Mahlzeit mein persönlicher Zielbereich überschritten ist.
    Wenn ich jetzt mit SEA experimentiere und warte bis der BZ fällt, dann warte ich meistens zu lange und ich rutsche bis in die Hypo nach der Mahlzeit... Darum wäre da eine Differenzierung gut, aber das gibt leider die Tabelle nicht her.

    Trotzdem danke.
  • Elfe

    Rang: Gast
    am 10.06.2020 00:02:36 | IP (Hash): 486926640
    Verstehe nicht, warum du selber lieber mit SEA experimentierst, anstatt wirklich das Insulin einsetzt.

    'Warten bis der BZ fällt' °~°
    Du wartest, bis das Insulin wirkt und traust dich erst, dann was zu essen.

    Was da vollkommen vernachlässigt wird, daß auch die Kohlenhydrate des Essens erstmal aufgeschlossen/aufgespalten werden müssen, was auch einige Zeit braucht.
    Und im besten Fall treffen sich dann externes Insulin zu den Zuckermolekülen aus dem Essen.

    Für mich ist jedenfalls die Wirkung des Insulins (mit Wirkungspeak 3 h) durchaus plausibel, entsprechend BZ-Wirkung einer Hauptmahlzeit.
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    am 10.06.2020 09:46:23 | IP (Hash): 1479649628
    Die wesentliche Idee beim SEA ist nicht, dass die Spritzmenge zur Essmenge passt und der BZ nach Stunden wieder schön im Zielbereich ausläuft, sondern dass die postprandialen Spitzen dabei möglichst niedrig bleiben. Also dass wirklich möglichst viel von der aufgenommenen Glukose mit möglichst viel vom gespritzten Insulin zusammentrifft. Denn einmal machen weniger hohe postprandiale Spitzen wenigstens für einige von uns die BZ-Steuerung insgesamt einfacher.
    Und dann gilt die Spanne zwischen präprandialem Tal und postprandialen Spitzen als eigenständiger Herz-Kreislauf Risiko-Faktor, der mit der Weite zunimmt.

    Bei mir fängt die BZ-Wirkung eines Essens in aller Regel um ne halbe Stunde nach dem Essen an, ist um ne Stunde danach am stärksten und noch ne Stunde weiter wieder wech. Und zwar egal, ob KH pur oder mit viel Fett oder Protein und Fett ohne KH. Und bei mir fängt die BZ-Wirkung vom Apidra 20-30 Minuten nach dem Spritzen an, also bis auf zum Frühstück eigentlich immer passend. Das sind übrigens alles keine Vermutungen, sondern Ergebnisse aus X Nummern systematischen Messreihen.

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  • Elfe

    Rang: Gast
    am 10.06.2020 19:18:15 | IP (Hash): 486926640
    Hallo Jürgen,
    da sind wir uns doch einig, daß die Glukose aus dem Essen möglichst mit der Wirkung des extern gespritzten Insulins zusammentrifft.

    Bei Hauptmahlzeiten mit eben Eiweiß/Fett sehe ich schon einen Unterschied zu 'KH pur', z.B. Obst Apfel.
    Auch dein Beispiel Brot mit Stärke dauert eine Zeit, um in messbare Glukose aufgespalten zu werden.

    Als Berechnungsgrundlage finde ich die KH-Menge schon wichtig zur Einschätzung der Insulineinheiten.
    Nun ja, unbedingt die 160 mg/dl als Grenzwert einzuhalten, nicht meins.
    Wie schon gesagt, ab 180 als Nierenschwelle bzgl. Folge macht mich nervös,
    Aber so schlimm scheint das nicht zu sein, siehe besprochene 2er-Tabletten, die genau die Nierenschwelle künstlich herabsetzen.

    Aber auch sonst, mit Hypo-Problematik, sollte ich weit höhere BZ-Werte tolerieren lt. Ärzte - bis zu 270/250 °~°, um eben die körperlichen Anzeichen einer Unterzuckerung wieder wahrnehmen zu können.

    Der Langzeitwert lag dann mal bei 6,3 und nun wieder 5,9.
    Erste Frage der Ärztin: Wieviel UZ !?
    Kleiner *60 kam schon mal vor, aber auch mal ein Ausrutscher weit über **300.
    In Summe hat das weniger ausgemacht, als selbst befürchtet anhand eigen gemessener Werte.
    */** Und dann immer wieder die Fragen: Was haben Sie gegessen, gemacht, getan - als wenn ich mich dann genau an diesen Tag im Quartal erinnern könnte.
    Nutze dafür mein handschriftlich geführtes BZ-Tagebuch.
    Da kann ich alles Relevante notieren und fasse zum Arztgespräch dies in einem Kalenderblatt zusammen.
    *Tagebuch, wenn sie denn blättern möchten, natürlich zur Vorlage dabei.
    Ach ja, ein Tool habe ich dazu bisher nicht wirklich gefunden, was so alles berücksichtigt.

    Und, wenn ich mir dann die Notizen anschaue und zusammenfasse, erkenne ich schon mal Zusammenhänge, die mir so täglich nicht unbedingt auffallen,
    Gruß Elfe
    Bearbeitet von User am 10.06.2020 19:28:03. Grund: x
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    Beiträge: 8857
    Mitglied seit: 20.02.2011
    am 10.06.2020 20:12:34 | IP (Hash): 1479649628
    Über der Nierenschwelle wird’s für die Niere nicht schwerer, sondern einfacher: Sie braucht von dem darüber nix mehr zurück zu filtern, sondern kann’s einfach in die Blase abfließen lassen. DAS tut der Niere auch nix und führt auch dann nicht zu Fehlfunktion oder Schäden, wenn da über Monate und Jahre 24/7 statt normal 1-2 Liter 8-10 Liter und mehr ausgeschieden werden.

    Beim Beurteilen, wann was wie stark wirkt, richte ich mich "einfach" nach meinem BZ-Verlauf. Und ja, will ich gern unterschreiben: Am besten ist für den Verlauf im möglichst gesunden Schwankungsbereich, wenn Insulin und Bedarf möglichst direkt zusammentreffen!

    Von den Fachleuten, die sich HBA1cs von 6 und besser nur mit immer mehr Hypos vorstellen können, kann ich gern mit Dir zusammen singen - wenigstens was meinen Gesang anbetrifft, besser nicht ;(


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  • Elfe

    Rang: Gast
    am 11.06.2020 00:26:48 | IP (Hash): 486926640
    Hallo Jürgen,
    die Niere muss denn noch arbeiten, um die Glukose über Blase und Urin herauszulassen.
    ~
    Viel spannender finde ich, herauszufinden: Wie wirkt denn nun dieses Insulin ?
    Gar nicht so einfach, da Insulinanaloga lediglich ein Oberbegriff ist
    https://www.gelbe-liste.de/wirkstoffgruppen/insulin-analoga
    ~
    So'n Beipackzettel sagt dazu auch wenig aus.
    Zulassungsdaten der EU (EMA) sind da eine ganz gute Quelle.
    Viele Seiten, aber da gibt's dann bildlich eine Grafik zur Wirkkurve im Kapitel 'Pharmakokinetik':
    Apidra: Seite 10 Figure 3
    https://www.ema.europa.eu/en/documents/product-information/apidra-epar-product-information_en.pdf
    Fiasp (July): Seite 13 Figure 1
    https://www.ema.europa.eu/en/documents/product-information/fiasp-epar-product-information_en.pdf
    NovoRapid (meines im Vergleich) ebenso zu sehen = selbes Insulinmolekül, nur andere Hilfsstoffe.
    Wirkung Fiasp-Spritze tritt nach paar Minuten auf.
    @July: Sehe nach wie vor keinen Grund für einen SEA.

    Gruß Elfe
  • Bild User
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    Mitglied seit: 20.02.2011
    am 11.06.2020 09:20:13 | IP (Hash): 1108071230
    Elfe schrieb:
    die Niere muss denn noch arbeiten, um die Glukose über Blase und Urin herauszulassen.


    Die Arbeit der Nieren besteht im Zurückfiltern all dessen, was noch gebraucht wird, aus den ca. 180 L Primärharn zurück in den Blutkreislauf. Und da sind zuerst mal 178 L Wasser. Was von dem Wasser nicht zurück kann, weil's an der Glukose hängt, die nicht zurückgefiltert werden kann, fließt einfach ab. Damit ist keine Arbeit verbunden.
    Die Filterarbeit der Niere betrifft nicht den Weg der zu bearbeitenden Plasmamenge nach draußen, sondern den Weg der weitaus meisten dieser Liter praktisch von draußen wieder zurück in dem Kreislauf. Was dabei draußen bleibt, mach den Nieren keine Arbeit.

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  • Manu82

    Rang: Gast
    am 11.06.2020 09:41:29 | IP (Hash): 2141713280
    xx
    Bearbeitet von User am 12.06.2020 00:46:11. Grund: xx
  • Elfe

    Rang: Gast
    am 11.06.2020 18:40:39 | IP (Hash): 486926640
    Hallo Manu,
    kann aus deinen bisherigen Beiträgen, nicht wirklich erkennen, ob du Prä-, 2er bist oder den HbA1c-Vorsorge-Dianose-Wert anzweifelst !?

    Im übrigen wäre schön, wenn wir bei der Ausgangsfrage bleiben würden: SEA bei Mahlzeiteninsulin !
    Jürgen benutzt auch Bolus-/Basal-Insulin, hat aber ein Talent, immer wieder in Themen reinzugrätschen (nicht wirklich lesbar mit Leber als Lieblingsorgan, da gibt's besser Quellen wie ein Biologiebuch z.B).

    Da ihr nun mal den Nebenschauplatz 'Niere' aufmacht habt, muss auch anderes beachtet werden: Nebenwirkungen.
    Wenn Zucker über Urin ausgeschieden wird, fühlen sich Mikroorganismen 'wohl' im Intim-Bereich und vermehren sich, was zu Jucken, Brennen, Entzündungen führen kann, was eben auch Jardiance-Anwender hier beschrieben haben !

    Wie dem auch sei:
    Selber hatte ich bei Diagnose ziemlich Angst vor Folgeerkrankungen:
    Augen, Nerven, Innere Organe wie Nierenschädigung/Dialyse, 'Kürzer' zu werden durch Amputation, was durchaus in meinem persönlichen 2er-Umfeld zu sehen ist.

    Allerdings hatte ich selbst keine Wahl, wie auch die Fragestellerin:
    Sofort Mahlzeiteninsulin (ohne Übergewicht oder sonst was)

    Wenn ihr/du weiter theorisieren wollt !?
    Na denn °~° Elfe
  • Bild User
    Rang: Erweitertes Mitglied
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    Beiträge: 8857
    Mitglied seit: 20.02.2011
    am 11.06.2020 20:35:11 | IP (Hash): 1108071230
    Elfe schrieb:
    ... hat aber ein Talent, immer wieder in Themen reinzugrätschen (nicht wirklich lesbar mit Leber als Lieblingsorgan, da gibt's besser Quellen wie ein Biologiebuch z.B).


    Grätschen machst Du hier gerade! Die Vorlage für meinen Nierenausflug hast Du mit Deinem 2. Beitrag hier ausdrücklich geliefert. Und ich hab ja selbst auch mal geglaubt und bestimmt auch geschrieben, dass die Nieren mit dem Überschreiten der Schwelle praktisch überlastet würden. Hat mich natürlich gewurmt, dass ich’s nicht gleich zutreffender gelernt hatte, aber ich hab’s überlebt, und Du wirst das bestimmt auch ;)

    Dass die Nieren nicht mit der Filterung des höher belasteten Blutes überfordert werden, sondern mit diesem Blut mit ihrer eigenen Versorgung durch so feine Gefäße, wie wir sie sonst nur noch zur Versorgung der Netzhaut in unseren Augen haben, ist allerdings keine Theorie, sondern sehr ernsthaftes praktisches Leben. Und eines der besonderen Risiken für diese feinen Gefäße sind nach dem, was ich aus trauriger Anschauung im persönlichen Umfeld habe lernen müssen, regelmäßige größere BZ-Schwankungen. Damit sind wir zurück bei Deinem Hauptthema in diesem Fred, dem SEA.

    Ziel beim SEA ist, die Wirkkurven von Insulin und Essen bei insgesamt optimal zueinander passenden Mengen zeitlich so aufeinander zu legen, dass die postprandiale Spitze möglichst niedrig bleibt. Und der persönlich passende SEA ist nun mal nicht abhängig von Büchern oder allgemeinen Verlaufskurven, sondern ausschließlich von den persönlichen Wirkverläufen von Essen und Insulin (egal, welches Fabrikat und Sorte)

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    am 11.06.2020 22:20:17 | IP (Hash): 766285679
    Manu82 schrieb:
    Deshalb sind Typ 2 Medikamente wie Jardiance auch nicht schädlich für die Niere.
    Da liegt Elfe nämlich falsch.

    Hallo Manu,

    selbstverständlich darfst auch du hier im Forum deine Meinung äußern - das kann dir keine Elfe verbieten.

    Die Frage, ob das in diesen Thread passt, muss sich wohl diejenige stellen, die das Thema mit einer unhaltbaren Behauptung hier rein gebracht hat. Lustigerweise war das genau diejenige, die sich jetzt bei dir darüber beschwert. :lol:
    Bearbeitet von User am 11.06.2020 22:20:57. Grund: .
  • Manu82

    Rang: Gast
    am 11.06.2020 22:27:43 | IP (Hash): 2141713280
    xx
    Bearbeitet von User am 12.06.2020 00:47:50. Grund: xx
  • Elfe

    Rang: Gast
    am 11.06.2020 23:52:00 | IP (Hash): 486926640
    Soso, selbst Typ 1-Diabetikerin und machst dich lustig !
    Weil du dir selbst so sicher bist ?
    WIE !? Mach' doch mal ein neues Thema auf.
    Warum mischst du dich ausgerechnet in diesem Thema ein !?
    Niere und Typ 2-Medikament !?

    Hier geht's um Anwendung von Insulin 'wie Typ 1' behandelt, falls dir das entgangen sein sollte.

    Mitlesen !?
    Kauf dir ne Zeitschrift, guck Comedy what ever, zu deinem 'Vergnügen'.
    Hat hier im Forum (nach meinem Verständnis nix zu suchen) !
    Da sind mir die beiden Jungs J. + R. wirklich lieber, die sämtliche Informationen ausgraben, sammeln und jeweils nach ihrem Verständnis einordnen.

  • Manu82

    Rang: Gast
    am 12.06.2020 00:14:26 | IP (Hash): 2141713280
    xx
    Bearbeitet von User am 12.06.2020 00:46:57. Grund: xx
  • Elfe

    Rang: Gast
    am 12.06.2020 01:40:45 | IP (Hash): 486926640
    Ach ne, ausgeixt !
    Hast du selber gemerkt, daß das irgendwie nicht so wirklich gut war
    ~ Stutenbissigkeit, Alles-/Besser-Wisser ~ hätte da schon durchaus kontern können ~

    @Rainer
    Immer wieder schön, daß ich dich zumindest zum Lachen&Lollen bringen kann ;-)
  • Manu82

    Rang: Gast
    am 12.06.2020 09:09:07 | IP (Hash): 279647317
    Nein, dein beleidigenderes Ton mir gegenüber war unangebracht.
    Mein Account wird gelöscht und ich werde hier auch nicht mehr mitlesen.
  • Bild User
    Rang: Erweitertes Mitglied
    Punkte: 1233
    Beiträge: 8857
    Mitglied seit: 20.02.2011
    am 12.06.2020 09:18:33 | IP (Hash): 1271895276
    Elfe schrieb:
    Bedeutet ja eigentlich nur, daß ein SEA erst ab BZ 250 mg/dl eingehalten werden muss, ist doch schon was :-)


    Mal ein bisschen im einzelnen:
    Wenn ich vor dem Essen 250 mg/dl messen würde, würde ich erstmal auf 100 runter spritzen und bis dahin nix BZ-Antriebsmäßiges essen. Und ich kann mir beim besten Willen nicht vorstellen, dass Du das tatsächlich so gut siehst, wie sich das da liest.

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    Seit über 10 Jahren leben immer mehr Menschen völlig gesund mit ihrem Diabetes Typ 2, mit sehr viel weniger Medikamenten, als für ihre DDG-normale Behandlung, oder sogar völlig ohne.
    Sie testen immer mal wieder, welche Portionen von welchem Essen am besten in ihren gesunden Blutzucker-Rahmen (in der Spitze etwa ne Stunde danach max 140-160 mg/dl) passen und wann am Tag welche Bewegungsanteile und richten sich meistens danach. Geht am einfachsten schon mit Prädiabetes!
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    am 12.06.2020 10:11:57 | IP (Hash): 1156028619
    Elfe schrieb:
    Mitlesen !?
    Kauf dir ne Zeitschrift, guck Comedy what ever, zu deinem 'Vergnügen'.
    Hat hier im Forum (nach meinem Verständnis nix zu suchen) !

    Das ist wohl ein extrem eigenartiges Verständnis für öffentlich zugängliche Foren.

    Es kommt allerdings auch von einer extrem eigenartigen Userin. Zum Glück hat sie sich einen passenden Alias ausgesucht, ich denke da an Trolle und andere Fabelwesen.
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    am 12.06.2020 10:18:22 | IP (Hash): 1357717484
    hjt_Jürgen schrieb:
    Elfe schrieb:
    Bedeutet ja eigentlich nur, daß ein SEA erst ab BZ 250 mg/dl eingehalten werden muss, ist doch schon was :-)


    Mal ein bisschen im einzelnen:
    Wenn ich vor dem Essen 250 mg/dl messen würde, würde ich erstmal auf 100 runter spritzen und bis dahin nix BZ-Antriebsmäßiges essen. Und ich kann mir beim besten Willen nicht vorstellen, dass Du das tatsächlich so gut siehst, wie sich das da liest.



    Mach ich ähnlich... Wenn über 200mg/dl, wird erstmal korrigiert und nicht gegessen. Erst wenn ich unter 150mg/dl bei sinkender Tendenz bin, gebe ich das Insulin für`s Essen ab und esse danach.
    Ab 150mg/dl warte ich zumindest, bis der Wert runter geht (Wie lange das dauert, ist allerdings sehr unterschiedlich...) .

    Natürlich gibt es da Ausnahmen: Zum Beispiel, wenn man mit Freunden essen geht oder eingeladen ist und den zu hohen Wert vorher nicht bemerkt hat. (z.B. Alarm einfach weggedrückt, weil gerade beschäftigt) oder die Zeit für's Warten fehlt. Da könnte man dann aber die Insulinwirkung durch Splitten verstärken. Könnte....

    Vor langer, langer Zeit mit Normalinsulin habe ich so gut wie immer ca 30 Minuten SEA eingehalten... aber da war ja viel Blindflug angesagt.
    Bearbeitet von User am 12.06.2020 15:23:36. Grund: ,
  • Elfe

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    am 12.06.2020 19:52:34 | IP (Hash): 486926640
    @Heike
    Genauso wünsche ich mir das hier im Forum,
    einfach zu beschreiben, wie man selbst klarkommen kann und sachlich aufgrund eigener Erfahrungen.
    Und übrigens, habe ich von Dir gelernt, daß Kartoffelpüree aus der Tüte per BZ-Wirkung gar nicht so schlimm ist, wie einem die Ernährungs-/Schulungs-Experten vermeintlich erklären :-)

    Zumal Diabetes Typ 1 bzw. Anwendung von Insulin(en) hier m. E. etwas unterrepräsentiert ist.
    Darum habe ich mir von Manu gewünscht - wie auch geschrieben -, sich mit wirklich eigenen Erfahrungen mit ihrem 1er-Diabetikerin-Dasein einzubringen (anstatt Elfe-Beiträge zum 'Vergnügen' zu lesen).

    Angang gegen eine *Labor-Tätige bzgl. HbA1c-Wert (bei einem anderen Thema, auch ausgeixt), fand ich zuvor schon nicht gut.
    *Habe dir eine PN geschickt
    Bearbeitet von User am 12.06.2020 19:58:51. Grund: .