Willkommen Gast! Um alle Funktionen zu aktivieren musst Du Dich Anmelden oder Registrieren.
Schwangerschaftsdiabetes - Nüchternwerte trotz Insulin zu hoch
-
am 21.06.2020 07:51:26 | IP (Hash): 1587442255
Hallo guten Morgen allerseits :)
Ich bin noch ein wenig neu, was die ganze Thematik um Schwangerschaftsdiabetes betrifft, es ist auch nicht mehr so lang bis zur Geburt, aber ich würde gern bisschen mehr verstehen wollen, was da genau bei mir läuft.
Zu allererst: Ich bin aktuell in der 34. SSW. Festgestellt wurde der Schwangerschaftsdiabetes in der 31. SSW. Ich war direkt beim Diabetologen und bei der Ernährungsberaterin vor Ort. Denn die Werte beim großen OGTT lagen bei 105/186/179 mg/dl. Die erste Aussage war: 4x tgl. messen (morgens nüchtern, 1h nach dem Frühstück, 1h nach dem Mittagessen und 1h nach dem Abendessen) und schauen ob man das das ganze mittels Ernährung in den Griff bekommt. Auch hieß es, dass der Nüchternwert unter 92 und die Werte 1h nach der Mahlzeit jeweils unter 140 liegen sollten. Letzteres hat bis auf die 3 Mal, als ich im Restaurant gegessen hab, gut geklappt. Der Nüchternwert lag aber immer zwischen 100 und 120. Sehr schwankend.. teilweise morgens höher als am Abend zuvor.
Letzten Donnerstag hatte ich einen weiteren Termin beim Diabetologen und der Ernährungsberaterin. Beide waren schockiert, was und wie viel ich gegessen habe - ich habe ein ausführliches Tagebuch geführt, in dem ich angegeben hab, was ich und in welcher Menge ich es gegessen hab. Bei Fertigprodukten habe ich zusätzlich die Kohlenhydrate eingetragen. Und natürlich dann auch die Werte mit den Zeitangaben. Daher konnte ich es überhaupt nicht nachvollziehen, als es hieß ich solle trotz der guten Mahlzeitwerte nurnoch Gemüse, Gemüse und Gemüse und hin und wieder etwas Fleisch/Fisch und Käse essen. 200g Obst und etwas Haferflocken, Quark oder ein Vollkornbrot am Morgen seien auch noch drin.
Kopf-Bauch-Umfang des Kindes seien im Normbereich. Das hat mich etwas beruhigt. Aber da die Nüchternwerte kein einziges Mal gut waren, bekam ich die Anweisung vor dem Schlafen gehen 8 Einheiten Insulin zu spritzen.
Jetzt sind natürlich erst 3 Tage vergangen. Aber ich hab mir die Kritik/Anweisungen der Diabetespraxis zu Herzen genommen und so weit alles umgesetzt - wenn auch mit ziemlich viel schlechter Laune.
1h nach der Mahlzeit liegen die BZ-Werte immer bei 90-110. Die Nüchternwerte liegen aber auch trotz 8 Einheiten Insulin bei 105.
Ich finde ja, dass das schon zu wenig ist und sich eigentlich nicht rentiert, wenn ich dafür ständig das Gefühl hab ausgehungert zu sein und andererseits dann niedergeschlagen bin, wenn der morgendliche Wert schlecht ist.
Jetzt die Frage: Habt ihr eine Idee woran es liegen könnte, dass der Nüchternwert trotz Insulin relativ hoch ist? Was kann ich noch machen? Kann es sein, dass ich "immun" gegen das gespritzte Insulin bin? Oder reicht die Dosierung einfach nicht aus? Den nächsten Termin beim Diabetologen habe ich nächsten Donnerstag, aber es lässt mir einfach keine Ruh.
-
am 21.06.2020 09:20:16 | IP (Hash): 901355275
Hallo Jenia,
ich habe für dich leider nur die schlechte Nachricht, dass sich die Nüchternwerte durch anderes Essen so gut wie nicht beeinflussen lassen. Damit kannst du nur für die Nachessenswerte etwas erreichen. Wenn diese Werte schon vorher gut waren, dann bräuchtest du an deiner Ernährung eigentlich nichts zu ändern. Deine Ernährungsberaterin sagt dir eigentlich nur, dass sie dein Essen zu "ungesund" findet. Du brauchst dir also die gute Laune eigentlich nicht vollständig verderben zu lassen.
Für bessere Nüchternwerte brauchst du unbedingt das Basalinsulin am Abend. Wenn die Nüchternwerte noch zu hoch sind, dann brauchst du eben eine höhere Dosis. Besprich mal mit deinem Diabetologen, ob und in welchen Schritten du die Dosis alleine anpassen darfst, Möglich wäre z.B. eine Erhöhung um 1 oder 2 IE aller 3 Tage, so lange der Wert noch zu hoch ist.
Alles Gute für dich und dein Baby, Rainer
____
Gegebene Vorschläge und Einschätzungen sind ausschließlich zu Informationszwecken bestimmt und können in keinem Fall professionelle Beratung oder die Behandlung durch einen Arzt ersetzen.
Bearbeitet von User am 21.06.2020 09:22:10. Grund: .1 Benutzer dankte für diesen Nützlichen Beitrag. -
am 21.06.2020 11:13:05 | IP (Hash): 1587442255
Danke Rainer!
Das hilft schon etwas weiter. Mein Diabetologe sagte ich könne den Wert nach 3-4 Tagen um bis zu 2 Einheiten mehr eigenständig anpassen, wenn der Nüchternwert noch nicht unter 90 befinden sollte. Aber machen denn 2 Einheiten mehr so viel aus? Ich kann es mir einfach nicht vorstellen. Aktuell tut sich ja am Blutzuckerwert im Vergleich von abends bis morgens trotz Insulin gar nichts. Das war aber auch vor dem Insulin der Fall. Ich gehe mal stark davon aus, dass es hierbei keinen Verzögerungseffekt geben sollte. Also, dass es nicht einfach paar Tage braucht bis der Körper sich an das zusätzlich zugeführte Insulin gewöhnt. Liege ich mit der Vermutung richtig?
Für mich ist das Insulin spritzen mit Stress verbunden, da ich eine enorme Nadelphobie hab. Bis ich das Insulin selbst gespritzt hab, dauert es eine gute halbe Stunde und ich brauche anschließend einen neuen Satz Klamotten, da alles komplett durch geschwitzt ist. Und wenn der Nüchternwert dann so bescheiden ist, dann ist noch deprimierender. Ich mein so ein großer Akt ist es ja nicht sich dann umzuziehen oder eben ein bisschen zu warten bis man den Mut dann doch gefasst hat - wenn es denn der Gesundheit vom Baby und mir gut tun würde... oder richte ich mich da zu sehr nach den Werten? Vielleicht tut es mir ja gut, nur ich merke nichts wegen der Schwangerschaftshormone von. -
am 21.06.2020 11:59:40 | IP (Hash): 772279811
Aus meiner Opa-Laiensicht mit längst überstandenen Fällen von Schwangerschaftsdiabetes in den Umfeldern der KInder würde ich Deine alltäglichen BZ-Werte bislang alle im optimalen Bereich sehen. Das gilt auch für die morgendlichen Nüchternwerte, wo die 90 wesentlich die Funktion haben, den Start für's Frühstück ausreichend niedrig zu halten, damit frau überhaupt mit dem Frühstück unter den 140 in der Stundenspitze bleiben kann. Und in der 34. Woche könnte selbst dann BZ-bedingt nichts mehr in der Entwicklung Deines Kindes schief gehen, wenn Du ab sofort nur noch Werte über 200 produzieren würdest.
Du kannst also alles weitere völlig in Ruhe und gewissermaßen sportlich angehen, so nach dem Motto: Was packe ich denn jetzt noch für die letzten paar Tage in Richtung morgens 90 oder gar 89?
Dass mit der Einstiegsdosis vom Insulin morgens praktisch noch nix anders ist, ist völlig normal. Die passende Dosis muss in jedem Fall normal erst mehrfach ausprobiert werden, normal in mehreren Wochen. Und normal geht es bei so einer Insulineinstellung um morgens nüchtern 100-140 und mit gar keiner Berücksichtigung der Stundenspitze nach dem Essen, also völlig offen und meistens weit über 200.
Für die normgerechte Behandlung vom Schwangerschafts-Diabetes in dem niedrigen und schwankungsmäßig kleinen BZ-Bereich hat die Diabetologie bislang noch immer herzlich wenig Erfahrung. Die macht nach wie vor jede werdende Mutter für sich. Und da hast Du’s gut, weil Dein BZ schon ohne Dein irgendwie begrenzendes Zutun fast in der Normspur läuft.
Jetzt lese ich von Deiner Nadelphobie und der schweißtreibenden Riesenaufregung um jede Injektion. Damit wird im Vergleich zu Deinem BZ-Verlauf jede Injektion zur weitaus größeren Belastung für Dich und Dein Kind, und ich würde an Deiner Stelle drauf verzichten. Daumendrück für gutes Gelingen!
----------------------------------------------
Seit über 10 Jahren leben immer mehr Menschen völlig gesund mit ihrem Diabetes Typ 2, mit sehr viel weniger Medikamenten, als für ihre DDG-normale Behandlung, oder sogar völlig ohne.
Sie testen immer mal wieder, welche Portionen von welchem Essen am besten in ihren gesunden Blutzucker-Rahmen (in der Spitze etwa ne Stunde danach max 140-160 mg/dl) passen und wann am Tag welche Bewegungsanteile und richten sich meistens danach. Geht am einfachsten schon mit Prädiabetes!
1 Benutzer dankte für diesen Nützlichen Beitrag. -
am 21.06.2020 14:10:09 | IP (Hash): 1587442255
Hallo Jürgen,
danke für deine Rückmeldung. Es hilft mir enorm. Ich hab eh das Gefühl, dass die Werte je nach Stressintensität stark variieren. Vor dem OGTT hatte ich z.B. über 12 Stunden vorher nichts gegessen und abends eine Stunde Federball gespielt. Aber allein schon der Gedanke, dass mir 3x Blut abgenommen werden soll, war für mich das Grauen pur. Zumal ich beim kleinen OGTT erst wenige Tage zuvor beim Frauenarzt 4x Blut abgenommen bekommen. Zusätzlich Schlafprobleme. Ich will es auch nicht alles auf den Stressfaktor schieben, aber da ich mich zum größten Teil auch vor der Schwangerschaft schon gesund ernährt habe, ist es für mich ein ganz großes Fragezeichen wie solche Werte zustande kommen.
Nebenbei ist mir auch aufgefallen, dass Sport eher den BZ bei mir ansteigen lässt. Das erklärt sich mir auch nicht ganz.
Wenn alles nach Plan läuft, sind es nur noch 5 Wochen bis zur Geburt. Gern bin ich bereit in der gebliebenen Zeit noch mehr für unsere Gesundheit rauszuholen, aber so ganz sehe ich es nicht vor mir, dass das wirklich realistisch ist. Ich werde dennoch die Insulineinheit von 8 auf 10 erhöhen. Und schauen ob sich da etwas in den nächsten Tagen gibt. Ich hoffe ja auch, dass die Diabetologin einsieht, dass die Werte nach den Mahlzeiten tippitop sind und ich nicht mehr 4x tgl BZ messen muss. Zum Glück sehe ich dabei die Nadel nicht, Spaß machen tuts trotzdem nicht. Da muss ich aber immer dran denken, dass es bei mir ja nur noch ein paar Wochen sind. Während mein Großvater jahrelang pieksen musste. Damals gab es ja diese ganzen modernen Messtechnologien mit Sensor nicht.
Was ich erstmal auch richtig verstehen musste: Es ist wohl nicht per se so, dass die Werte 1h nach der Mahlzeit unter 140 mg/dl sein müssen. Ich dachte, solang die Werte darunter liegen, könnte ich auch etwas mehr Obst essen oder auch mal einen Keks oder etwas zuckerarmes Eis (hatte mir Sorten ausgesucht gehabt, die mit 7g Zucker auf 100g vergleichsweise zuckerarm sind). Aber laut Diabetologin und Ernährungsberaterin ist dies wohl nicht der Fall. Mehr als 2 handvoll Beeren über den Tag verteilt, sei nicht drin.
Wassermelone soll ich generell nicht essen. Dabei hat eine Wassermelone auf 100g gerechnet gegenüber den Erdbeeren nur 1g mehr Zucker und tut meinem Wasserhaushalt enorm gut. 3 Tage ohne Wassermelone und die Wassereinlagerungen an den Füßen sind ausgeprägter wie nie zuvor. Vielleicht versucht mein Gehirn auch alles Negative auf die Thematik um den BZ zu schieben. Ich hab keine Ahnung wo die Logik ist - hatte gedacht, wenn ich alles ausführlich FÜR MICH notiere, könnte ich etwas klarer sehen.. -
am 21.06.2020 15:45:17 | IP (Hash): 587758160
Hallo,
ganz ehrlich... die Diabetologin und ihre Beraterin haben `nen Knall! Sind die viele aus Bremerhaven? (Nein in habe nichts gegen Menschen aus Bremerhaven...)
Die meisten Typ1erinnen würden sich sowas sicher nicht gefallen lassen, bzw. einfach ignorieren.
Solange deine Werte ok sind, kannst Du ruhig essen, was dir gut tut.
Natürlich kann Obst den Blutzucker ordentlich in die Höhe treiben... kann(!)...
Ist aber ja bei dir ja nicht so.
Bearbeitet von User am 21.06.2020 15:49:35. Grund: .1 Benutzer dankte für diesen Nützlichen Beitrag. -
am 21.06.2020 16:02:30 | IP (Hash): 1587442255
Hallo Heike,
ich wohne in einer Kleinstadt bei Köln, habe mir aber diese Praxis in Köln ausgesucht, weil sie eine Diabetesschwerpunkt-Praxis ist und ich von vielen Patienten mit Diabetes Typ 1/2 vernommen habe, dass das Ärzte- und Beraterteam kompetent sei. Ob das Phänomen Schwangerschaftsdiabetes da nicht mit dazu gehört ich einfach ein ungünstiges Los gezogen hab, kann ich nicht sagen. Ich versuche nicht die Fehler bei anderen zu suchen, aber hierbei fällt es mir doch etwas schwer. -
am 21.06.2020 16:17:51 | IP (Hash): 772279811
am 18.06.2020 12:39:12 | IP (Hash): 1547518825
Gestern bekam ich noch einen sehr kurzfristigen Termin bei meinem Hausarzt, der hausinterne Diabetologe bei dem ich sonst bin bei Diabetis-Angelegenheiten ist in Urlaub.
Die Ärztin hat auf mein Anliegen mir Sicherheitsnadeln / Kanülen (darf man hier Produkte verlinken oder ist sowas als Werbung verboten? ) verschrieben, welche ich bei einer Apotheke sofort bekam.
Diese sind wie so eine Art Rohr das man auf die Haut setzt. Nach einem kleinen Druck schießt die Nadel, ohne das man das genau sieht in den Bauch / Oberschenkel. Man hört nur ein kleinen Klick, das die Nadel nun drinne ist und halt den kleinen Picks. Zudem ist durch die größere Aufsetzfläche als bei einer normalen Nadel auch das Risiko schräg ins Fleich zu gehen geringer.
Insgesamt sind diese Nadeln für mich eine immens größe Erleichterung. (nur musste ich statt 3 Euro pro 100 Stück Eigenanteil nun 5,20 Euro bezahlen, aber diese 30 Euro Mehrkosten pro Jahr wäre es mir eindeutig wert)
Hab ich jetzt mal aus dem Thread vom Bateriemann kopiert. Vielleicht fragst Du mal konkret nach sowas in der Apotheke und beim Diabetologen?
----------------------------------------------
Seit über 10 Jahren leben immer mehr Menschen völlig gesund mit ihrem Diabetes Typ 2, mit sehr viel weniger Medikamenten, als für ihre DDG-normale Behandlung, oder sogar völlig ohne.
Sie testen immer mal wieder, welche Portionen von welchem Essen am besten in ihren gesunden Blutzucker-Rahmen (in der Spitze etwa ne Stunde danach max 140-160 mg/dl) passen und wann am Tag welche Bewegungsanteile und richten sich meistens danach. Geht am einfachsten schon mit Prädiabetes!
1 Benutzer dankte für diesen Nützlichen Beitrag. -
am 21.06.2020 23:27:20 | IP (Hash): 1669732400
Hallo Jenia,
Stress kann enorm die Werte beim OGTT nach oben verfälschen. Das zuerst.
Auch den ganzen Stress, denn du dir mit möglichen hohen Werten, essenstechnisch, der Angst vorm Spritzen etc. machst, erhöht zum einen den Blutzucker und ist ja auch für dein Kind nicht gut.. Versuche da irgendwie ruhiger zu werden.
Wichtig ist, dass du bei deiner Ernährung schaust, dass du unter der 140mg/dl Grenze bleibst. Dabei ist es echt egal, ob du die Menge mit gesunden oder ungesunden Lebensmittel deckst. Wenn bei dir bspw. Wassermelone gut funktioniert, spricht überhaupt nichts dagegen, dass du diese isst. Ich verstehe da deine Praxis absolut nicht. Schema F, ja nicht auf die individuelle Person schauen...
Zu deinen Nüchternwerten, wann misst du denn den Blutzucker? Solltest du erst am Frühstückstisch messen, kannst du mal versuchen noch im Bett zu messen. Grund: durch das Aufstehen werden Hormone freigesetzt, die ebenfalls den Blutzucker steigen lassen. Vllt hast du ja im Liegen sogar gute Blutzuckerwerte. Und du machst dir gerade umsonst zu viele Gedanken.
Man braucht einfach eine gewisse Menge Insulin, bis man irgendeine Wirkung feststellt, diese ist aber bei jedem Diabetiker verschieden. Typ2er brauchen i.d.R. deutlich mehr als Typ1er. Manche Typ1er brauchen 20 Einheiten am Tag, andere mit gleichen Gewicht 60 Einheiten... Da hilft nur vorsichtig erhöhen, bis man die richtige Menge gefunden hat.
Sport kann den Blutzucker erhöhen. Dies passiert einerseits, wenn der Sport zu anstrengend war oder aber durch Adrenalin. Häufig sinkt der Blutzucker aber nach dem Sport ab.
Zu deinen Messwerten, wenn du eine Mahlzeit isst, wo du schon drei-vier Mal gemessen hast und nie annähernd an die "magische" 140mg/dl Grenze gekommen bist, spricht ja eigentlich nichts dagegen, mal ausnahmsweise nicht zu messen ;) Bei Mahlzeiten, wo du es nicht einschätzen kannst, musst du natürlich messen. Genauso hin und wieder auch bei bekannten Mahlzeiten um zu schauen, ob sich was verändert.
Ich weiß nicht, welche Stechhilfe du verwendest, ich nehme die FastClix her. Das ist in meinen Augen die beste Stechhilfe. Ich persönlich verwende nur Stechtiefe 1 von 5,5 und nur in die Seiten vom Finger, nicht direkt in die Fingerbeere und dort in die daumenabgewandte Seite. Da tut es mir am wenigsten weh. Und ganz wichtig, nach jedem Mal eine neue Nadel. Ich habe auch ziemlich Probleme mit Spritzen und Messen. Meist messe ich viel zu wenig, habe darum auch ziemlich schnell ein Libre Messsystem bekommen. Also ich kann dich da gut verstehen.
Wenn du so Probleme mit dem Selbst-Spritzen hast, kann dir da dein Partner nicht helfen? Es gibt auch sogenannte Autocover bzw. Sicherheitsnadeln, wo man die Nadel nicht sieht. Diese kosten allerdings ein wenig mehr und werden nur Patienten mit Nadelphobie verschrieben. Wenn dir das was helfen würde, rede mal mit deinem Arzt darüber.
Wobei du dir auch immer sagen musst, dass es halt eine begrenzte Zeit ist, wo du messen und spritzen musst. Andere Diabetiker müssen es ein Leben lang machen.. Das schaffst du diese begrenzte Zeit und du machst es ja für dein Baby.
Alles Gute
LG July1 Benutzer dankte für diesen Nützlichen Beitrag. -
am 22.06.2020 10:18:58 | IP (Hash): 1065972474
Guten Morgen :)
Danke für eure Nachrichten. Es hilft mir enorm zu wissen, dass ich vielleicht nicht grundsätzlich alles verkehrt mache. Hatte mich zum Teil auch darauf eingestellt, dass es vielleicht auch garnicht so übertrieben ist, was die Diabetologin & Ernährungsberaterin mir da alles gesagt haben. Ich versuche meinen Stress und meine Panik mit Meditationsübungen in den Griff zu kriegen. Bei so manchen Themen, wie auch dem hier um den Diabetes rum, scheitere ich jedoch. Ich schiebe es dann immer auf die bösen Schwangerschaftshormone mit den Stimmungstiefs. Hach..
Ich bin mir nicht sicher, ob ich bei der kurzen Zeit, die mir noch bis zur Geburt bleibt, eine Alternative zu dem jetzigen System erhalten kann. Ich werde aber meinen Diabetologen diesen Donnerstag darauf ansprechen. Bei dem Messsensor im Arm hieß es direkt nein - bei Schwangerschaftsdiabetes übernimmt die KK die Kosten nicht.
Als Stechhilfe hab ich den FastClix. Finde es zwar super toll, dass ich da die Nadel nicht sehe, aber Schmerzen tut es dennoch. Hab das Gefühl nur die Mittelfinger schmerzen garnicht. Die Stechtiefe ist bei mir auf 3 eingestellt. Und manchmal reicht das nicht aus. Gerade dann, wenn die Finger etwas geschwollen sind, will kaum Blut kommen. Mit der 2 passiert gefühlt garnichts :'D
Aber sonst mache ich es wie du, July. Seitlich vom Finger und immer neue Nadel. :)
Anfangs habe ich noch etwas rumprobiert, was ich essen kann und in welchen Mengen. Eine typische Mahlzeit war dann z.B. 200g Gemüse-Curry-Eintopf mit Fisch und 150g Wassermelone. Der BZ 1h später lag bei 101 mg/dl. Oder dann mal zum Frühstück 180g Magerquark mit 30g Toppings (Chia, Leinsamen, Flosamen, Kokosraspeln, Mandeln, Zimt, Birkenzucker) und 100g Apfel. Anschließend 200ml Latte Macchiato mit einem Keks. BZ lag dann bei 120 mg/dl.
Ich hatte auch mal zusätzlich zu einer Mahlzeit statt 150g 600g Wassermelone gehabt. Da hatte ich selbstverständlich dann nen BZ, der bei 145 mg/dl lag. Aber das war nicht die Regel. Aber auch solche Mahlzeiten wie die beiden genannten wurden kritisiert obwohl die Werte gut waren.
Jetzt esse ich gefühlt 2kg Gemüse täglich. Dazu etwas Käse und Fleisch. Das einzige, was kohlenhydratlastiger ist, ist mein Frühstück. In der Regel ca 120g Magerquark oder 30g Haferflocken mit Samen/Kernen und etwas 100-150g Beeren/Apfel. Je nachdem, wie viel Obst ich mir erlaube, schwankt der Wert zwischen 100 und 130 mg/dl. Den Latte Macchiato trinke ich jetzt erst bei einem 2. Frühstück. Nach allen anderen Mahlzeiten hab ich fast immer einen Wert unter 110 mg/dl. Gestern sogar nach einer Linsenpasta und einem zuckerarmen Eiweißriegel ein Wert von 95 mg/dl. Also wertetechnisch sollte sich da jetzt keiner beklagen können. Ich hab nur das Gefühl, dass das alles dermaßen übertrieben ist.
Mein Mann sitzt neben mir während ich spritze. Oder mich darauf vorbereite oder wie man diesen Akt auch nennen mag. Er hat leider ein Problem mit Blut und bei mir blutet die Einstichstelle fast immer. Andererseits versuche ich mein Gewissen zu überzeugen, dass das garnicht so schlimm ist und eigentlich kaum weh tut und es einer guten Sache dient. Ich hab in der Vergangenheit schon andere Phobien (Höhenangst, Spinnenangst) eigenständig therapiert - das waren in meinen Augen im Vergleich viel schlimmere Phobien. Aber naja im Kopf spielt sich da ja immer was ganz eigenes ab und die Barrieren zu durchbrechen ist dann auch nicht immer so einfach, egal wie gut man sich zuredet.
Wegen der Nüchternwerte: Ich messe nach dem Aufstehen, nach dem Einsetzen der Kontaktlinsen, aber vor dem Zähneputzen. Die Uhrzeit variiert zwischen 08:00 und 13:00, da ich einen sehr unregelmäßigen und oftmals schlechten Schlaf habe. Liege manchmal 5 Stunden wach bevor ich einschlafen kann. Und stehe jede Nacht mindestens 1x stündlich, manchmal auch 2x stündlich für einen Toilettengang auf. Macht es dann überhaupt Sinn morgens im Bett zu messen, wenn ich zuvor oft aufgestanden bin? Ich probiere es aber natürlich aus. Bin ja für jeden Ratschlag dankbar.
Vorgestern und gestern habe ich es über mich gebracht zwischen zwei Schlafphasen zu messen. Da war der Nüchternwert auch zu hoch (100 mg/dl). Gestern Abend habe ich die Insulineinheit von 8 auf 10 erhöht. Nach der Abendmahlzeit war der Wert bei 106 mg/dl. Nach Gabe von Insulin und Schlaf war heute der Morgenwert bei 112 mg/dl. Wenn ich 1x wöchentlich zum Diabetologen gehe, dann sehe ich es nicht vor mir, dass wir die richtige Einheitsmenge herausbekommen, sodass es noch einen großen Unterschied machen würde. -
am 22.06.2020 12:13:42 | IP (Hash): 1050873242
Ganz ehrlich: Bei Deinen BZ-Werten praktisch allen im gesunden Bereich, würde ich an Deiner Stelle meinem Diabetologen längst gekündigt haben. Wenigstens innerlich. Ok, ich würde noch immer einmal am Tag messen. nach Möglichkeit immer zur einigermaßen selben Zeit so wie morgens nüchtern, um mitzukriegen, wenn sich da doch noch etwas grundlegend ändern sollte. Und bei dem Spritzen könnte ich selbst dann, wenn Du die unter 90 übermorgen packst, keinen Nutzen erkennen, der Deinen Spritzstress auch nur ausgleichen könnte.
Anyway, weiter gutes Gelingen :)
Wie heißt das Insulin eigentlich, das Du dir da wann jeden Abend antun musst?
----------------------------------------------
Seit über 10 Jahren leben immer mehr Menschen völlig gesund mit ihrem Diabetes Typ 2, mit sehr viel weniger Medikamenten, als für ihre DDG-normale Behandlung, oder sogar völlig ohne.
Sie testen immer mal wieder, welche Portionen von welchem Essen am besten in ihren gesunden Blutzucker-Rahmen (in der Spitze etwa ne Stunde danach max 140-160 mg/dl) passen und wann am Tag welche Bewegungsanteile und richten sich meistens danach. Geht am einfachsten schon mit Prädiabetes!
1 Benutzer dankte für diesen Nützlichen Beitrag. -
am 22.06.2020 13:29:27 | IP (Hash): 1065972474
Danke für deine Ehrlichkeit! ;-)
Wenn es allein um mich ginge, dann hätte ich da schon längst aufgehört diesen ganzen Trubel zu veranstalten und würde lieber die Zeit einfach nur noch genießen. Mein Mann dagegen ist sehr skeptisch. Er hält sehr wenig davon sich im Internet zu dem Thema zu belesen und vertraut auf die Fachkundigkeit der Diabetologin. Und weil es eben um unser gemeinsames Kind geht, tue ich mich schwer damit die Entscheidung zu fällen es "sein zu lassen".
Habe eben telefonisch mit der Diabetologie. Die Aussage war ähnlich wie die eure - es kann ne Weile dauern die richtige Dosierung an Insulin zu finden. Ich soll heute Abend nochmal um 2 Einheiten (also auf 12) erhöhen und dann alle 2 Tage um weitere 2 Einheiten bis der Nüchternwert unter 90 mg/dl runter fährt.
Auf dem Insulinpen steht Protaphane Flexpen. Kennst du das? -
am 22.06.2020 13:32:06 | IP (Hash): 217760026
Deine BZ-Werte sind so gesehen, bis auf den Nüchternwert (der aber nur leicht! erhöht ist) im normalen Rahmen..
Mit den Mahlzeiten: Alles was Zucker und Kohlenhydrate(was auch Zucker ist) enthält, läßt den BZ-Wert steigen.. Aber nach den Mahlzeiten unter 130 zu liegen.. ist ein absoluter Traum.
Auch meine Diabetesberater erklären mir immer, dass ich kaum Obst essen sollte, wenn Sie meine BZ-Werte sehen und im Ernährungsplan einen Apfel in der Woche finden..
Lange Rede, gar kein Sinn.. Was mich veranlasst hat, hier zu schreiben: Du hast von enormen Wassereinlagerungen geschrieben.. Und das hat mich hellhörig werden lassen. Bitte frage Deine Frauenärztin bezüglich 'Schwangerschaftsvergiftung'. Es handelt sich dabei um eine sehr komplexe Komplikation mit Stoffwechselentgleisungen (wie hohe Zuckerwerte), die zum Ende der Schwangerschaft sehr häufig auftritt.
In den meisten Fällen verläuft dies harmlos, wenn man sich an einen bestimmten Ernährungsplan hält. Kann aber, wenn dies nicht erkannt wird, durchaus lebensgefährlich werden. Fragen kostet nichts, bevor das unentdeckt in bösen Überraschungen endet.
Viele Grüße und Dir und dem Würmchen alles Glück!
Laurana1 Benutzer dankte für diesen Nützlichen Beitrag. -
am 22.06.2020 18:46:31 | IP (Hash): 1050873242
Protaphane ist eine Suspension. Bedeutet: Vor dem Spritzen Pen intensiv schwenken, bis schön gleichmäßig milchig, weil das Insulin an den Schwebeteilchen sitzt. Nicht schütteln, weil sich damit Schaum bilden würde, und der sollte vermieden werden.
Protaphane ist mit 8-24 Stunden Wirkung angegeben. Nach meiner persönlichen Erfahrung in Mengen bis um 20 IEs eher 8 als 12 Stunden. Und von den 8 Stunden kannst Du anderthalb für den Wirkanstieg und anderthalb für den Wirkauslauf rechnen und damit ne messbare Wirkung in den 1,5 bis 6,5 Stunden nach dem Spritzen erwarten. Wenn Du also morgens nüchtern um 8 Uhr mit ner Protaphane-Wirkung messen willst, passt, wenn Du bei einem Deiner Toilettenausflüge so ab etwa 2 Uhr spritzt. Daumendrück :)
----------------------------------------------
Seit über 10 Jahren leben immer mehr Menschen völlig gesund mit ihrem Diabetes Typ 2, mit sehr viel weniger Medikamenten, als für ihre DDG-normale Behandlung, oder sogar völlig ohne.
Sie testen immer mal wieder, welche Portionen von welchem Essen am besten in ihren gesunden Blutzucker-Rahmen (in der Spitze etwa ne Stunde danach max 140-160 mg/dl) passen und wann am Tag welche Bewegungsanteile und richten sich meistens danach. Geht am einfachsten schon mit Prädiabetes!
1 Benutzer dankte für diesen Nützlichen Beitrag. -
am 22.06.2020 23:01:21 | IP (Hash): 1065972474
Danke Laurana! Ich war heute erst wegen der Ödeme beim Frauenarzt. Hab noch ein paar andere Symptome, die für eine Schwangerschaftsvergiftung sprechen könnten. Zum Glück habe ich bei meinem FA heute kurzfristig einen Termin erhalten und wurde gründlich durchgecheckt. Morgen bekomme ich einen Anruf wegen der Blutwerte. Nach den anderen Untersuchungen heute wollte meine FA aber noch kein Urteil fällen. Da die Ödeme an den Füßen aber erst vor ein paar Tagen eingetreten sind, vermute ich, dass die BZ-Erhöhungen nicht darauf zurück zu führen sind.
@Jürgen: Wie man das Insulin richtig verwendet, habe ich gezeigt bekommen und auch im Beisammensein der Ernährungsberaterin einmal selbst durchgeführt. Daran habe ich mich auch bei den darauf folgenden Malen gehalten, daher vermute ich an der Stelle zumindest keine falsche Handhabung. Aber da mir der Pen nur mit Nadeln für eine Woche mitgegeben wurde und kein Beipackzettel oder ähnliches dabei war, habe ich mich nur auf das Wort der Ernährungsberaterin verlassen. Nämlich, dass ich direkt vor dem Zubettgehen spritzen soll und die Wirkung 8-10 Stunden anhält. Dass ich schlecht schlafe, mindestens 10x pro Nacht aufstehe und sehr starke Abweichungen hinsichtlich der Aufsteh- und Messzeit habe, habe ich auch mitgeteilt. Der einzige Kommentar dazu war, ich solle mich in Therapie begeben :'D
Heute war ich recht hin und her gerissen alles (4x tgl Messen und Spritzen) sein zu lassen und den Termin beim Diabetologen abzusagen und das letzte Stück der Schwangerschaft in Ruhe zu genießen oder aber bis Donnerstag so weitermachen wie die Ernährungsberaterin es bestimmte und dann ihr Urteil abzuwarten. Jetzt hast du mich etwas neugierig gemacht und ich möchte die Variante mit um 2 Uhr spritzen, um 8 Uhr messen ausprobieren. Mal schauen ob das etwas gibt.
Wobei ich schon einmal eine Nacht hatte, in der ich ab Insulingabe nur 6,5 Stunden schlief und dann dennoch einen Wert von über 100 mg/dl aufweiste. Andererseits hatte ich den besten morgendlichen Wert (94 mg/dl), als ich gut 3 Stunden wach lag, dann Rührei mit Gurke aß, dann weitere 2 Stunden rumlag und anschließend 5 Stunden geschlafen hatte. Danach gemessen und mich gewundert, woran es gelegen haben könnte.
Schönen Abend bzw gute Nacht allerseits :-D -
am 26.06.2020 10:33:09 | IP (Hash): 1021333849
Hallo :)
Ich wollte mich auch nochmal mit einem Zwischenstand melden. Nachdem mir das alles keine Ruh gelassen hatte, hatte ich eigenständig die Insulintherapie beendet und hab statt 4x tgl zu messen nur noch gemessen, wenn ich etwas Kohlenhydratreiches gegessen hatte. Da ich aktuell viel Rohkost esse, sind das bei mir im Schnitt 2 Mahlzeiten - wobei ich da jetzt auch darauf achte eher komplexe Kohlenhydrate zu essen. Die Nüchternwerte sind aktuell bei ca. 100 mg/dl, die Mahlzeitenwerte wabern weiterhin bei 95..100..110. Ich habe meiner Diabetologin und Ernährungsberaterin versucht meine Unruhe und den Stressfaktor zu vermitteln und ich glaube, dass es mir halbwegs gut gelungen ist. Beide sind einverstanden, wenn ich das mit dem Messen weiterhin so handhabe. Wegen des Insulins waren sie weniger begeistert, haben aber auch zugestimmt, dass es so, wie ich jetzt eingestellt war, keinen Nutzen hat. Deren Vorschlag war es nochmals ein Ultraschall vom Kind machen zu lassen (das 1-wochenalte Ultraschall hatte nicht gereicht @@) und wenn die Parameter weiterhin im Normbereich seien, dürfte ich auf das Insulin auch weiterhin verzichten. Falls es Abweichungen geben sollte hinsichtlich des Gewichts oder der Größe, würden sie mit 15 oder 20 Insulineinheiten wieder starten wollen.
Das Wichtigste aber: Die Diabetologin hat mir zugestimmt, dass der Stress, Druck und auch die Schlafstörungen durchaus den Nüchternwert in die Höhe treiben könnten. Auch will sie das Messgerät bei der nächsten Untersuchung überprüfen lassen, um auszuschließen, dass die Werte verfälscht angezeigt werden. Ich dagegen bin jetzt unendlich froh und auch wesentlich entspannter und genieße jetzt erstmal so richtig die Zeit (mit meinen sexy Kompressionssstrümpfen ;-)) )!
Allen Lesern wünsche ich ein schönes Wochenende!
___________________________
Just be happy and smile!
You will see: The world will smile back ;-) -
am 26.06.2020 10:52:12 | IP (Hash): 1734406319
SUUUPER! Gutes Gelingen :)
----------------------------------------------
Seit über 10 Jahren leben immer mehr Menschen völlig gesund mit ihrem Diabetes Typ 2, mit sehr viel weniger Medikamenten, als für ihre DDG-normale Behandlung, oder sogar völlig ohne.
Sie testen immer mal wieder, welche Portionen von welchem Essen am besten in ihren gesunden Blutzucker-Rahmen (in der Spitze etwa ne Stunde danach max 140-160 mg/dl) passen und wann am Tag welche Bewegungsanteile und richten sich meistens danach. Geht am einfachsten schon mit Prädiabetes!
1 Benutzer dankte für diesen Nützlichen Beitrag. -
am 27.06.2020 19:11:42 | IP (Hash): 1669732400
Super, das sind ja gute Nachrichten.
Gut, dass deine Praxis nicht nur strikt auf die Nüchternwerte schaut, sondern schaut, ob beim Kind alles in Ordnung ist.
LG -
am 02.07.2020 15:43:58 | IP (Hash): 1768336309
Hallo allerseits :)
Heute gab es wieder paar gute Nachrichten. Zum einen vom Ultraschall - Baby ist kerngesund & die Ernährungsumstellung zeigt trotz der kurzen Zeit tatsächlich schon eine Besserung in den Maßen des Babys (vorher Mittelwert, jetzt ein Stückchen näher zu Optimalwert). Und Der Diabetologe hat sich darauf einigen lassen weiterhin den Blutzucker engmaschig zu überwachen. Zukünftig muss ich meinen Ernährungsplan 1x wöchentlich per E-Mail einschicken und bekomme dann im Verlauf der Folgetage einen Rückruf von der Diabetologin. Hier an dieser Stelle muss ich sagen - Daumen hoch für die Praxis! Ich habe jetzt, nachdem ein paar der Gespräche stattgefunden haben, das Gefühl nicht nur nach meinen Werten beurteilt zu werden. Ich hoffe es hält sich in den kommenden 4 Wochen weiterhin so gut :-)
Vielen Dank nochmal an alle, die mitgelesen und geschrieben haben.
Just be happy and smile!
You will see: The world will smile back ;-) -
am 25.08.2020 22:25:05 | IP (Hash): 611667581
Hallo,
Ich habe nicht komplett alles gelesen, sorry. Ich wollte aber dennoch kurz schreiben. Ich hatte auch Schwangerschaftsdiabetes. Es ist so, dass die Werte in der SS viel strenger gesehen werden, als bei einem Diabetiker ohne Schwangerschaft. Das Kind soll möglichst nach der Schwangerschaft keine Komplikationen bekommen ( Unterzuckerung)
Ich habe mich damals wirklich streng an meineDiät gehalten und hatte dennoch immer zu hohe Nüchternwerte. Die Werte nach dem Mittag oder Abend waren durch dieDiät immer gut, was zeigte, dass ich mich wirklich dran halte.
Ich wurde allerdings engmaschig( 14 tägig) in der Diabetessprechstunde für Schwangere betreut, was so auch ganz gut war. Der Nüchternwert geht nicht runter, da das eine hormonelle Geschichte ist, und die Hormone morgens mehr ausgeschüttet werden. So hat man es mir erklärt.
Die Dosis, die du jetzt spritzt ist noch nicht ausgeschöpft. Anders als bei mach anderen Insulinspritzern, dürfen Schwangere, welche "nur"Schwangerschaftsdiabetes haben nicht nach jedem Essen runter spritzen, sondern nur Basal.
Meine Dosis musste ebenso alle 14 Tage angehoben werden. Ich glaube am Ende war ich bei 24 Einheiten. Man sagte mir zum Ende mein Kind wird sehr schwer usw. Es hatte ein perfektes Gewicht von 3.500 gr und es ging ihr blendend.
Mach dich nicht verrückt, halte dich an die Ernährung und pass gut auf dich auf. Ansonsten wünsche ich dir eine schöne Geburt und dass alles super klappt. 1 Jahr nach der Geburt, solltest du den Test wiederholen! Alles Liebe1 Benutzer dankte für diesen Nützlichen Beitrag. -
am 28.08.2020 01:46:07 | IP (Hash): 768860877
Hallo Sarah!
Danke für deinen Beitrag! Nach über 4 Wochen kann ich berichten, dass mein Sohn gesund zur Welt gekommen ist. Dadurch, dass ich ihm direkt bei der Geburt mein vorab abgepumptes Kolostum gab, ist er nicht unterzuckert und kam nicht in die Schiene der ständigen Kontrollen. In den ersten Tagen nach der Entbindung wurde er zwar 1x tgl wegen des BZ's überprüft, die Werte lagen aber alle bei ca 70-75 mg/dl. Ich hab zwischenzeitlich mit meiner Diabetologie telefoniert und mir wurde angeraten den OGTT nicht in 3 Monaten, sondern in 6 Monaten zu machen, damit sich die Hormone aus der anfänglichen Stillzeit etwas stabilisieren und es kein verfälschtes Ergebnis gibt.
Vielleicht hilft es ja dem einen oder anderen weiter es zu lesen, dass auch bei mir alles gut gegangen ist und Schwangerschaftsdiabetes nicht mit einem Weltuntergang gleichzusetzen ist. Interessant wäre es natürlich zu beobachten wie sich das über mehrere Schwangerschaften bis hin ins höhere Lebensalter zieht.
Just be happy and smile!
You will see: The world will smile back ;-)1 Benutzer dankte für diesen Nützlichen Beitrag.