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Typ 2 Diabetiker - Neuling
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am 11.07.2020 13:57:48 | IP (Hash): 1642817331
Hallo, bin weiblich, 60 Jahr, schlank. Seit 3 Wochen bin ich Diabetiker, Typ 2 und überprüfe mehrmals täglich meine Werte. Morgens nach dem Aufstehen (9.00 Uhr) immer 150-165. Dann esse ich erst, wenn ich ca bei 110 gelandet bin (15.00 Uhr) Dann ein Körnerbrot mit Schinken (wenig) oder Käse, Abendessen ca. 20,30 Uhr, 2 Std danach 186-210. Morgens wieder 150-160. Und jeden Morgen wache ich schweißgebadet auf. Shirt und Bettdecke richtig feucht, bzw. nass. Was mache ich falsch?
Ich nehme Metformin, morgens und abends jeweil 2000 mg. Habe so starke Nervenschmerzen an den Füßen, dass ich ein Opiat nehmen muss, um dies auszuhalten. Und ich bein kein Weichei :-)
Früher habe ich nur einmal am Tag gegessen, ca. 20,00 Uhr. -
am 11.07.2020 18:26:06 | IP (Hash): 244305214
Deinen BZ-Werten nach hast Du Deinen Diabetes aber schon wenigstens 2 Jahre. Wenn der Blutzucker vor 1 Jahr noch völlig in Ordnung war, passt dazu die Diagnose Typ 2 nicht.
Deine BZ-Werte sind zwar erheblich höher als gesunde, aber noch in dem Rahmen, der für die Behandlung mit Diabetes als gut und symptomfrei gilt. Deine nächtlichen Schwitzkuren haben daher eher nichts mit dem Blutzucker zu tun.
Wenn Du die erst hast, seit Du Metformin nimmst, würde ich an Deiner Stelle an ne Nebenwirkung denken und da mal ne Woche drauf verzichten und schauen, ob Du damit vielleicht auch auf das Schwitzen verzichten kannst?
Stärke ist purer Zucker. Z.B. Brot, auch Vollkorn, besteht zum größten Teil aus Stärke. Und eine sehr einfache und wirkungsvolle Maßnahme gegen hohen Blutzuckeranstieg nach dem Essen (miss getrost eher mal ne Stunde danach) ist die Verkleinerung der Stärke-Portionen zugunsten von Fett und Eiweiß. Und je weniger zu hoch der BZ nach den Mahlzeiten ansteigt, desto weniger zu hoch verläuft er mit der Zeit auch in den Zeiten dazwischen. Vielleicht probierst Du’s einfach mal für einige Wochen?
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Prädiabetes und Diabetes Typ 2 und die Diagnose-Grenzwerte sind willkürlich von den Fachgesellschaften für Diabetes definiert. Für bis wann gesund und ab wann Prä- oder Diabetes gibt es keine organisch "harten" Fakten.
ALLE Grenzwerte befinden sich in dem Bereich, der für eine ordentliche Diabetes-Behandlung nach DDG als gut bis sehr gut und symptomfrei gilt.
Bearbeitet von User am 11.07.2020 18:28:00. Grund: Ergänzung -
am 12.07.2020 08:50:07 | IP (Hash): 1420993949
Hallo,
Ich glaube du hast einige Denkfehler in deiner Ernährung.
Da du schlank bist, musst du nicht auf Fett und Kalorien generell achten. Wichtig sind die Kohlenhydrate, die erhöhen nämlich den Blutzucker.
Kohlenhydrate finden sich bspw. In Nudeln, Reis, Kartoffeln, Brot und Brötchen. Auch Obst hat Kohlenhydrate in Form von Fruchtzucker. Trauben, Bananen haben sehr viel, dagegen Beeren haben wenig Zucker.
Dagegen Fett und Eiweißreiche Lebensmittel erhöhen den Blutzucker wenig. Z.B. Fisch, Fleisch, Eier, Hartkäse, Wurst, Butter, Öl...
Auch Gemüse und Ballaststoffreiche Produkte (Vollkorn, Linsen, Erbsen,...) sind besser für den Bz Verlauf.
Wenn ich jetzt so dein erste Mahlzeit anschaue, Brot mit wenig Belag, dann hast du dort fast nur Kohlenhydrate. Du solltest deshalb versuchen, mehr Belag, vllt zusätzlich Rohkost mit (Kräuter-)Quark etc. essen und weniger Brot. Auch Rührei etc. fürs Frühstück wirkt sich nicht stark auf den BZ Spiegel aus.
Beim Brot solltest du darauf achten, Vollkornprodukte zu essen. Nicht jedes dunkle Brot ist sofort Vollkorn. Die Lebensmittelindustrie hat erkannt, dass Verbraucher eher dunkles Brot kaufen, weil das gesünder sein soll. Vollkornprodukte sind jedoch teurer als Weißmehlprodukte, so dass diese einfach dunkel gefärbt werden.
Lg -
am 12.07.2020 12:17:52 | IP (Hash): 716151616
Sicher ist die Ernährung etwas, woran sie arbeiten kann. Jetzt sind im ersten Post nicht so viele Angaben bezüglich der Art und Menge der Mahlzeit mitangegeben. Interessant wäre natürlich wie hoch der BZ 1h nach dem Körnerbrot mit Käse ist. Wenn ich so lese, dass sie die Scheibe Körnerbrot um 15 Uhr isst und das Abendessen erst 5,5h später, dann muss das Abendessen recht belastend sein, um auch 2 Stunden danach so einen hohen BZ-Wert zu fabrizieren. Aber Opiate können mitunter auch zu starken Blutzuckerschwankungen und Überzuckerungen führen, da sie die Insulinproduktion der Bauchspeicheldrüse hemmen. Schweißausbrüche passen da auch gut mit rein.
Wie lange nimmst du die Opiate bereits? Wie viel Wasser trinkst du täglich?
Hast du mit (d)einem Diabetologen bereits über deine Symptome nach der Diagnose und dem Beginn der Therapie gesprochen?
Neuropathie ist das Grauen schlecht hin, aber hattest du vor der Einnahme des Opiates alternative Therapien zur Schmerzlinderung bzw. - hemmung gehabt? Sofern deine Neuropathie als Folge von Diabetes aufgetreten ist, kann mitunter eine gute Einstellung des Blutzuckers dazu führen, dass die Nervenschmerzen sich etwas bessern. Eine Garantie gibt es dafür jedoch nicht.
Just be happy and smile!
You will see: The world will smile back ;-)