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Nicht behandelte Diabetis

  • Sonnenblümchen

    Rang: Gast
    am 05.10.2010 21:24:55
    Hallo Ihr Lieben

    Vielleicht könnt Ihr mir einige Tipps geben? Ich habe im Nahen Osten einen lieben Freund. Dieser hat mir gesagt, er hat schlimme Schmerzen und Krämpfe in den Beinen, kann nicht lange stehen und gehn. Nun, war er in einer Klinik zum checken und hat deutlich über 400 Zucker. Man meinte aber alles o.k., er solle Tabletten nehmen und fertig. Ich mache mir Sorgen, da er immer sollche Muskelschmerzen hat. Wenn er richtig ein gestellt ist, wie sind die Chancen? Braucht man bei so einem Wert eine Insulinpumpe oder wären Injektionen ausrechend. Ich wünschte, ich könnte mehr machen. Was soll ich ihm nur raten? Vielen Dank für Eure Infos.
    Sonnenblümchen
  • peter

    Rang: Gast
    am 05.10.2010 21:41:25
    wenn dein freund hier zu besuch sein sollte, -dann-
    frage bitte noch mal nach denn dann kann man rückfragen, so ist nichts möglich.
    das würde so ähnlich wie stille post ausgehen, da du ja auch (kanst nix dafür) null ahnung hast.
    nicht ohne grund kommen diabetiker hierher um wenn nötig eine insulinschulung mitzumachen.
    die um mit isulin klarzukommen unbedingt nötig ist. von peter
  • nixkapiert

    Rang: Gast
    am 05.10.2010 23:59:57
    "Dieser hat mir gesagt, er hat schlimme Schmerzen und Krämpfe in den Beinen, kann nicht lange stehen und gehn. Nun, war er in einer Klinik zum checken und hat deutlich über 400 Zucker. Man meinte aber alles o.k., er solle Tabletten nehmen und fertig. "

    Nun, das klingt nach Insulinbehandlung, Injektionen sind da ausreichend, eine Insulinpumpe täte nichts anderes. 400 und Tabletten, naja, bei den Symptomen würde ich dann doch auf insulinpflichtig tippen. von nixkapiert
  • Icone

    Rang: Gast
    am 06.10.2010 00:39:38
    Das ist doch gar keine Frage!
    400 Zucker und Typ 2 - niemals!!!
    Dein Freund hat fast schon zu 100% Typ 1 Diabetis und braucht schnellst möglich Insulin.
    Dass er nicht lang stehen kann ist die Erschöpfung durch die innerliche "Vergiftung" durch das Azeton, was sein Körper produziert, wenn Fett verbrannt wird. (Fett wird verbrannt, wenn der "Schlüssel" - das Insulin - die Kohlenhydrate (den Zucker) in die Zellen lässt. Der Körper braucht aber trotzdem Energie und verbrennt somit Fett . Hierdurch entsteht Atzeton.)
    Frag Ihn doch mal, ob er viel Durst hat und ob er abgenommen hat?
    von Icone
  • peter

    Rang: Gast
    am 06.10.2010 00:48:35
    bitte laß doch horoskopdiagnosen,
    was sagt ein bz von 400 über den typ aus ?
    absolut garnichts.
    und wenn er ne ketoascidose gehabt hätte, wäre er mit tabletten nicht lebend aus dem kh gekommen.
    von peter
  • Sonnenblume

    Rang: Gast
    am 06.10.2010 01:29:53
    Hallo

    Ja, danke. Er hat in der Tat sehr abgenommen, viel Durst und Zittern und Muskelkrämpfe. Ich mach mir Sorgen und weiss nicht, wie ich von hier aus dem armen Mann helfen kann. Ich fliege erst in 10 Wochen hin.
    Er ist übrigens anfang 40.
    LG
    Sonnenblume
  • ntjn

    Rang: Gast
    am 06.10.2010 01:52:04
    "Was soll ich ihm nur raten?"
    Er soll ganz einfach einen "guten" Arzt aufsuchen - was meinst du, was dein oder unser Rat ihm hilft? Nix, nothing, niente, nitschewo, nada...
    Jeder DM ist anders und personengebunden!
    Aber wenn du magst, hol ich gern meine Glaskugel raus...

    Gut fand ich den: "... verbrennt somit Fett . Hierdurch entsteht Atzeton..." Das ist FALSCH - der Atzeton entsteht, wenn Herr Schröder (Atze Schröder) egal wie, ein Geräusch von sich gibt. Das ist dann ein Atzeton . ;-))))
  • Icone

    Rang: Gast
    am 06.10.2010 01:52:36
    bitte entschuldige...

    das war net so heftig gemeint, wie ich es geschrieben habe! du hast natürlich recht, dass die 400 zucker nix über den typ aussagen.
    es liegt jedoch nahe, dass tabletten, wie z.b. metforin (oder wie man das schreibt) nicht ausreichen...

    wo kommt er denn her? gibt es dort kein insulin? von Icone
  • Jürgen

    Rang: Gast
    am 06.10.2010 10:33:17
    400 auf dem Tacho sind in vielen Teilen der Welt noch kein Grund zu besonderer Aktion. Wenn er Typ1 wäre, würde er damit längst bewusstlos in einer Notaufnahme aufgewacht sein und seitdem Insulin spritzen müssen. Sicher kann das bei einem langsam fortschreitenden Typ1 noch kommen, aber einstweilen wird er wohl als Typ2 gedeutet, und da gibt es auch bei uns hier in D noch immer reichlich, die von ihren Doks mit sooo viel Blutzucker gehalten werden.

    Wahrscheinlich wird ihm nichts anderes übrig bleiben, als seine defekte Blutzucker-Regelung in die eigene Hand zu nehmen und zuerst einmal schauen, wie weit Richtung gesund er es noch ähnlich wie der Drucker Frank in diesem Beispiel schafft http://www.onmeda.de/foren/forum-diabetes/bz
    -messen-als-schluesselwerkzeug/1662710
    /page=6/read.html#msg-1662710 von Jürgen
  • peter

    Rang: Gast
    am 06.10.2010 11:43:23
    niemand weiß was - selbst die fragerin nicht,
    wer mit tabletten aus dem kh entlassen wird,
    wird damit leben müssen.
    oder -was- bitte gibt es denn dort ?
    diabetologen ? bz-testung durch den patienten ?
    wie ist die versorgung überhaupt ?
    das sind doch sachen die in die ausgangsfrage gehören, bevor antworten gegeben werden
    was ich von indien zb weiß (mein doc war dort mit ärzte ohne grenzen) da kommen die leute mit 500-1500 bz zur ambulanz, dann werden sie mit einer kräftigen dosis insulin runtergeknallt, bekommen metformin in die hand gedrückt und verabschiedet. bz messen? fehlanzeige - kann sich keiner leisten. ernährungsberatung ? dort wird das gegessen was man sich leisten kann. von peter
  • Sabine

    Rang: Gast
    am 06.10.2010 12:45:12
    Nur mal so als Beispiel:
    Routineuntersuchung beim Arzt, BZ 300, Metformin Tabletten. 3 Monate später das gleiche Spiel, Tabletten weiternehmen. Nochmal 3 Monate später BZ bei 500 und mir ging es gut dabei. Jo, mal doll müde, viel Durst, war aber auch grad Sommer. Ich bin nicht ohnmächtig im Krankenhaus gelandet und hab mit Ketoazidose auch noch Sport gemacht und ich hatte auch solche Krämpfe und dachte die kämen von der vielen Bewegung.
    Beim Diabetologen wurde dann endlich festgestellt, dass ich Typ 1 bin und hab Insulin bekommen. Seitdem geht es mir wesentlich besser.
    Dein Freund sollte also unbedingt zu einem qualifizierten Facharzt gehen.

    Liebe Grüße
    Sabine
  • Jürgen

    Rang: Gast
    am 06.10.2010 13:14:04
    Moin Peter,

    nahezu nirgendwo sonst auf der Welt gibt es unseren gegenwärtig kostengünstigen medizinischen Versorgungsstandard. Selbst mit teurer Krankenversicherung müssen häufig Insulin und Teststreifen direkt und ohne jede Aussicht auf Erstattung selbst bezahlt werden. Und auch z.B. in Indien leben Millionen von Menschen, die sich das leisten können. Klar viel mehr solche, die nicht.

    Aber generell nutzt derjenige seine Möglichkeiten am besten, der seinen alltäglichen Blutzucker-Verlauf beobachtet und sich so weit wie irgend möglich mit seinem Essen danach richtet. Im besten Fall geht das mit CBM und Testelektroden, wie wir sie mit unseren üblichen Geräten nutzen. Aber woanders in der Welt sind auch optische Streifen mit und ohne Geräte im Einsatz, und noch günstiger sind schließlich Urinteststreifen, die dann zwar nichts mehr über den direkt aktuellen BZ sagen, aber doch noch sehr viel besser als nichts bei der Orientierung für's Essen helfen.

    Bisdann, Jürgen

    Doch ja, schön ist Facharzt, so einer erreichbar ist und man sich den leisten kann. Ist aber schon in einem so reichen Land wie USA für viele Betroffene entfernungs- oder/und finanzmäßig unerreichbar. Und auch bei ordentlicher Behandlung sind dort HBA1c 8-12 nach meiner Kenntnis häufig recht normal :-(
  • Meinung

    Rang: Gast
    am 06.10.2010 13:17:35
    Hallo Sonnenblümchen,

    in 10 Wochen fliegst du hin? Dann hast du noch etwas Zeit. Also lass dir nähere Angaben geben und sprich doch mal einfach mit deinem Hausarzt drüber oder schreib an einen Diabetologen. Wenn es dir wirklich Ernst ist mit der Hilfe, dann bemühst du dich um einen Termin bei einem Diabetologen, vielleicht geht ja ein Telefonat. Vielleicht hat dieser eine Idee. Oder such dir einem Diabetologen, den du per mail kontaktieren kannst.

    Was ist mit charitativen Einrichtungen in Deutschland? Kann man die auch befragen? Oder Diabetesverbände, was weiß ich..

    WIE willst du ihm denn überhaupt helfen?
    Könntest du ihn nach Deutschland einladen? Wie ist seine Krankenversicherung?
    Was weißt du denn über die klinische Versorgung, da, wo er war?

    Fragen über Fragen...und in erster Linie ist es SEIN Diabetes, um den ER sich zu kümmern hat. von Meinung
  • Hajo Janse

    Rang: Gast
    am 06.10.2010 17:43:08
    Hallo Sonnenblümchen

    Habe alle Posts gelezen, aber vor dass mann die Ratschläge und Hilfe geben kann einige Fragen, da Ferndiagnosen nicht sehr hilfsreich sind.

    1. BZ 400 und schlimme Schmerzen und Krämpfe in den Beinen, sagen nur aus BZ weit über normal. Mit fast 100% Diabetes.

    Nur zu denn Fragen:

    1. Hat dein Freund gegessen oder cola vorher getrunken?
    2. Welches Land wohnt er, warscheinlich gibt es dort ein Diabetiker Verein wo er sich an wenden kann.
    3. Vielleicht gibt es dort eine Diabetologie, oder eine andere Fachartz die sich mit Diabetes auskennt.

    Meine Rat erst gut recherchieren mit hilfe von Internet ob vor Ort, gute fachliche Hilfe möglich ist, deine Freund soll sich auch vort Ort kundig machen wie er lokal weiter geholfen worden kann.

    Die schlimme Schmerzen und Krämpfe in den Beine müssen nicht von Diabetes kommen, können auch durch andere Mangel zB Magnesium kommen.

    Vor hier aus und über das Forum deine Freund zu Helfen ist fast unmöglich.

    MfG

    Hajo Janse