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Neueinsteiger mit HbA1c 13,5

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    am 07.09.2021 19:08:08 | IP (Hash): 542604677
    Was ein guter Arzt weiß, jedes der Diagnose- bzw. Verlaufs-Parameter hat Stärken und Schwächen. Genauso der HbA1C, wo bspw. eine Schwäche ist, dass er kurzfristige Spitzen nicht abbildet. Deshalb ist er bei weiten nicht sinnlos. Ein OGTT sowie Nüchternzucker ist genauso störanfällig und kann verfälscht sein. Es geht hier nicht um besser oder schlechter, sondern wie man mit den bekannten Schwächen umgeht, damit man dennoch ein möglichst aussagekräftiges Ergebnis hat. Ein guter Arzt weiß, wie er diese Parameter sinnvoll bewerten und einzusetzen hat.

    Eine wirkliche Alternative für die Verlaufskontrolle für alle Diabetiker gibt es nicht, außer den HbA1C, obwohl bestimmte Schwächen hierbei bekannt sind. Bei Personen, die ein CGM tragen wird auch zusätzlich ein großer Augenmerk auf die TIR (und langsam beginnend bzw. von den Diabetikern selbst auf Standardabweichung, GVI und PGS) gelegt. Das würde aber voraussetzen, dass man über Monate ein CGM trägt. Die Krankenkasse zahlt das aber nur bei insulinpflichtigen Diabetikern und auch dort ist es mit unter ein Problem. Für Diabetiker ohne Insulin somit keine Möglichkeit, bei nicht diagnostizierten möglichen Diabetikern erst recht nicht. Um diese Schwäche, der Nichterfassung kurzfristiger Spitzen entgegenzuwirken, wollte meine Diabetologen bspw. Tagesprofile um besonders die Werte nach (1 bzw.) 2 Stunden zusätzlich zu sehen, die der HbA1c schlecht abbildet. Durch Tagesprofile und HbA1C oder HbA1C und TIR bei CGM Trägern kann Der Diabetologe somit ein gutes Bild bekommen, wie die Einstellung des Patienten grundsätzlich ist.
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    am 08.09.2021 09:21:56 | IP (Hash): 72970431
    Hallo Tobi!

    Oh weia, da hast Du ja ein bisschen Öl ins Feuer gegossen ;-)

    Richtig, kurzfristige Spitzen erhöhen den A1c nicht. Außerdem lässt sich auch bei normalen Werten nicht ableiten, dass die Insulinwirkung hervorragend, die Insulinsensitivität also hoch ist und keine Insulinresistenz vorliegt. Auch der Weg des BZ "von unten nach oben und retour" lässt sich bestenfalls erahnen.

    Aber: Bei Vorliegen eines DM müsste der BZ schon immer wieder über eine gewisse Zeit (weit) oben bleiben und langsamer wieder abfallen, was sich dann schlussendlich in einem höheren A1c widerspiegelt. Und der wäre bei Diabetikern mit einer ausgeprägten Insulinresistenz eben (deutlich) höher. Wer halt keine Grenzwerte überschreitet hat per definitionem nach den Werten eben auch keinen "Bluthochzucker" und/oder kein spezifisch erhöhtes Risiko, keine IGT.

    Der A1c ist aber sowieso nur dann als Diagnosekriterium geeignet, wenn noch keine Therapie (mit Insulin, Tabletten, o.ä.) eingeleitet wurde. Wenn das bereits der Fall, kommt der A1c lediglich einem sinnvollen Instrument zur Verlaufskontrolle gleich.

    In diesem Sinn, Glückwunsch zum guten Gelingen!
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    am 23.11.2021 14:43:37 | IP (Hash): 1040372874
    Bei mir war mal wieder Zeit für die 3 Monatige Kontrolle des Langzeitwert.

    Vor fast genau einem Jahr habe ich die Diagnose bekommen mit einem wie ich heute weiß recht grenzwertigen Langzeitwert von über 13.

    Dank Insulin, Metformin und vieler wichtiger Infos hier aus dem Forum konnte ich den Wert ja schnell reduzieren. Seit gut einem halben Jahr verzichte ich auch wieder komplett auf Insulin.

    Der aktuelle Langzeitwert liegt jetzt bei 5,26 ( 9/21-5,23 6/21 - 5,13) der Trend geht also leicht nach oben, ich denke aber alles noch im grünen Bereich.
    Ich ernähre mich auch weiterhin Low Carb, aber mache keine Diät mehr. Gewicht halten ist aber Herausforderung genug ;)

    Ich überlege ob ich meine Metformin Dosis etwas reduzieren kann. Allerdings ist mein LDL Cholesesterin etwas erhöht und da soll das Metformin ja auch positiv wirken.

    Gruß Tobias
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    am 23.11.2021 15:45:48 | IP (Hash): 1938821139
    Turbotobi schrieb:
    Bei mir war mal wieder Zeit für die 3 Monatige Kontrolle des Langzeitwert.

    Vor fast genau einem Jahr habe ich die Diagnose bekommen mit einem wie ich heute weiß recht grenzwertigen Langzeitwert von über 13.

    Dank Insulin, Metformin und vieler wichtiger Infos hier aus dem Forum konnte ich den Wert ja schnell reduzieren. Seit gut einem halben Jahr verzichte ich auch wieder komplett auf Insulin.

    Der aktuelle Langzeitwert liegt jetzt bei 5,26 ( 9/21-5,23 6/21 - 5,13) der Trend geht also leicht nach oben, ich denke aber alles noch im grünen Bereich.
    Ich ernähre mich auch weiterhin Low Carb, aber mache keine Diät mehr. Gewicht halten ist aber Herausforderung genug ;)

    Ich überlege ob ich meine Metformin Dosis etwas reduzieren kann. Allerdings ist mein LDL Cholesesterin etwas erhöht und da soll das Metformin ja auch positiv wirken.

    Gruß Tobias



    Gratulation zu Deinen nach wie vor sehr guten Werten.

    Aus dem extrem geringen Unterschied - speziell den beiden Kommastellen - kannst Du keinen „Trend nach oben“ also eine Verschlechterung Deiner BZ-Situation festmachen. Das sind normale Schwankungen, in die auch noch die Messtoleranzen einfließen.

    Den zwei „X“ nach dem Komma solltest Du übrigens sowieso keine Bedeutung beimessen.
    Bearbeitet von User am 23.11.2021 15:50:54. Grund: .
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    am 23.11.2021 16:11:57 | IP (Hash): 1129171259
    Auch von mir Glückwunsch zum Erreichten und Daumendrück für weiteres gutes Gelingen!

    Hatte gestern zum HBA1c ne Diskussion mit meiner Diabetes-Beratung, weil dort seit nem halben Jahr ein eigener Apparat in der Praxis Dienst tut. Den hätten sie in den Wochen nach seiner Indienststellung eifrig mit dem Labor abgeglichen und Abweichungen im Rahmen um plusminus 0,1-0,2 % gesehen. Das sei praktisch auch die schon vorher beobachtete laborübliche Schwankungsbreite.

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    Prädiabetes und Diabetes Typ 2 und die Diagnose-Grenzwerte sind willkürlich von den Fachgesellschaften für Diabetes definiert.
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    am 23.11.2021 16:11:57 | IP (Hash): 1129171259
    .
    Bearbeitet von User am 23.11.2021 16:12:58. Grund: wieder mal verdoppelt
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    am 23.11.2021 16:47:53 | IP (Hash): 945092723
    Hallo Tobi, das ist eine wirklich gute Nachricht. Hoffentlich bleibt das so.
    Gruß
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    am 25.11.2021 10:30:12 | IP (Hash): 1660870138
    Turbotobi schrieb:
    Ich überlege ob ich meine Metformin Dosis etwas reduzieren kann. Allerdings ist mein LDL Cholesesterin etwas erhöht und da soll das Metformin ja auch positiv wirken.

    Hallo Tobias,

    von mir auch noch mal die Feststellung, dass du das HbA1c mit 5,1, 5,2 und 5,3% nicht unbedingt als Anstieg werten musst. Darüber hinaus kann man aber noch feststellen, dass auch HbA1c-Werte von 5,3 5,4 oder 5,5% voll in Ordnung sein können - Glückwunsch und weiter so.

    An deiner Stelle würde ich das Metformin einfach mal für ein Quartal reduzieren und beobachten, was dabei raus kommt. Beim BZ hättest du ja noch Reserven und ein Quartal etwas höheres LDL-Cholesterin, falls das passiert, wird deine Gefäße nicht sehr viel mehr belasten. Bei negativen Auswirkungen kannst du dann ja jederzeit zu der alte Dosis zurück kehren.

    Ich denke übrigens, dass an der Hypothese, dass Metformin den Cholesterinspiegel aktiv senkt, nicht viel dran ist. Metformin verbessert die BZ-Führung, was sich auch positiv auf das Cholesterin auswirken kann. Deshalb wird man bei jeder Beobachtungsstudie bei der Einnahme von Metformin auch eine Verbesserung der Cholesterinwerte feststellen können. Eine weiter gehende Hypothese, wie sie z.B. in der hier beschriebenen Studie geäußert wird, konnte bisher nicht bewiesen werden:
    https://www.aerzteblatt.de/nachrichten/63744/Metformin-Diabetesmittel-kann-Cholesterin-senken
    Zitat daraus: "Es wird diskutiert, dass Metformin die AMPK Aktivität steigert, indem es den Zellen einen Energiemangel vorgaukelt, wodurch die Produktion von Glukose und Cholesterin gedrosselt wird. Sollte diese Hypothese zutreffen, dann könnte Metformin neben der Blutzuckersenkung auch eine vorbeugende Wirkung gegen Herz-Kreislauf-Erkrankungen haben."
    Ich denke, wenn sich seit 2015 keiner weiter dafür interessiert hat, ist es auch nicht sehr wahrscheinlich, dass es bewiesen werden kann. Probiere es einfach mit weniger Metformin aus und beobachte, was dabei raus kommt - damit kannst du nichts verkehrt machen.

    Weiter viel Erfolg, Rainer

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    Gegebene Vorschläge und Einschätzungen sind ausschließlich zu Informationszwecken bestimmt und können in keinem Fall professionelle Beratung oder die Behandlung durch einen Arzt ersetzen.
    Bearbeitet von User am 02.12.2021 22:31:35. Grund: BBCodes
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    am 26.01.2022 17:36:30 | IP (Hash): 4155150
    Ein neues Quartal, ein neuer Test.

    Trotz Weihnachten ist der Langzeitwert weitgehend konstant geblieben.

    Mit 5,08 sogar etwas besser, aber wie wir ja festgestellt haben dürfte das innerhalb der Messtoleranz.

    Habe gerade auch in den letzten Wochen festgestellt das auch etwas höhere KH Mengen scheinbar keine ganz hohen Ausschläge mehr erzeugen.

    Natürlich ist das kein Freibrief, dran bleiben muss ich trotzdem.

    Gruß Tobias
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    am 26.01.2022 17:48:15 | IP (Hash): 197846103
    Daumendrück für Weiterso :)

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