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Verwirrt und dabei die Diagnose Diabetes Typ 2 zu verarbeiten.

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    am 29.08.2021 15:11:23 | IP (Hash): 281481309
    Turbotobi schrieb:
    Hallo Maddi,
    Ich bin auch davon überzeugt das Metformin dabei kräftig geholfen hat, aber ein Freifahrtschein ist es absolut nicht!
    Wenn ich Essen würde wie früher würden trotz Metformin meine Zuckerwerte wieder durch die Decke gehen und das Gewicht würde auch wieder ansteigen.



    Da widerspreche ich nicht. Absolute Horrorvorstellung.

    Turbotobi schrieb:
    Aller Anfang ist schwer und am Anfang erschlägt einen die Fülle der Informationen.
    Vor allem weil im WWW auch unheimlich viel Blödsinn steht, und viele wollen vor allem dein Bestes. dein Geld.



    Oh ja, Gerade was den Gesundheitsbereich betrifft.
    Ich hab erst einmal gegoogelt was den HbA1c Wert definiert und bezeichnet.
    Ich bilde mir ein, wenn ich es schaffe die Grundlagen meines Diabetestyps zu verstehen, dann gelingt mir das Leben mit dieser unfreiwilligen Partnerschaft besser. Wenn nicht, bin ich vielleicht Informationstechnisch etwas klüger, kann ja auch nicht verkehrt sein.
    So ein bißchen hab ich mich in die Wirkunsgweise von Metformin eingelesen.
    Ich schrieb ja, dass ich es versuchen will ohne Medikamente auszukommen.
    Nun weiß ich gerade nicht ob das in meinem Fall überhaupt ein sinnvolles Ziel ist.
    Ich werde mich also noch weiter belesen müssen.
    Fakt ist, derzeit geht es halt nicht ohne Metformin.


    Turbotobi schrieb:
    Weniger Gewicht hilft auf jeden Fall, auch regelmäßige Bewegung (da hapert es bei mir auch noch) und eben eine Ernährung mit wenige Kohlenhydraten.



    Genau genommen habe ich 43,8 Kilo zugenommen. Die auch wieder weg haben will.
    Denn das Gewicht belastet mich körperlich enorm. Mittlerweile habe ich davon 17 Kg wieder runter. Die ersten 10 wie durch Zauberhand mit Metformin. Wäre schön, wenn das Gewicht so schnell runter gehen würde wie es auf die Rippen kam. Aber ich bin froh, dass es stetig und langsam abwärts geht.
    Mehr (freie) Bewegnung wäre super, ich bewege mich, (zum Glück wieder) gerne. Das war ein übler Teufelskreislauf ,aus dem ich zum Glück durch die bisherige Gewichtsabnahme (und das Metformin ?) raus bin. So viel Übergewicht hat mir echte Schmerzen bereitet, da habe ich mich nicht mehr gerne bewegt und konnte das auch gar nicht mehr richtig. Der ganze Körper tat weh, meine Gelenke waren nicht mehr belastbar und schmerzten, etc. Das war grausam. Und hat sich zum Glück fast gegeben. Ich bewege mich wieder gerne und zumeist schmerzlos. Meine Knochen sind über 50 Jahre alt, da ziept es halt hin und wieder, hier und dort. Nicht zu vergeichen mit den Schmerzen, die ich bei meiner massiven Gewichtszunahme erleiden mußte. Deswegen bin ich auch noch so sauer auf die Ärzte und dem lapidaren , freundlich verpackten, hingerotzten : " Sie sind fett, fressen Sie weniger".

    Turbotobi schrieb:
    Die meistens Informationen die mir geholfen haben, habe ich hier im Forum gefunden.



    Kann ich nur unterschreiben und an der Stelle noch einmal herzlich Danke sagen.
    Ich schreibe hier ja gerade sehr viel, alle meine Gedanken ... Hoffentlich stellt mir dafür keiner eine Rechnung aus :) für diesen "Seelenstriptease"

    Turbotobi schrieb:
    Aber bei Typ 2 liegt es eben nicht nur am Arzt sondern auch an dir.


    Zum Glück. Auch wenn ich das zuweilen aus Bürde empfinde. Die Vorstellung nichts für sich selbst tun zu können behagt mir nicht. Auch wenn ich Fehler machen werde, mich eventuell selbst betrügen und auf die Nase fallen werden, so liegt immerhin eine selbstbestimmte Handlugsfähigkeit noch in meiner Hand. Ich verbuche das unter Glück im Unglück.



    [
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    am 29.08.2021 15:27:14 | IP (Hash): 1795907957
    maddi schrieb:

    Wenn man es genau nimmt habe ich nie "normal" gegessen und sollte mich schon immer Eiweißreich ernähren. Brot steht z.B. dadurch seit jeher nicht groß auf meinem Speiseplan. Vertrage ich auch nicht sonderlich gut. Ich bin der Typ der so Sachen gerne isst, wie Erbsen,Kalbfleisch und dazu Kräuterquark. Brokkoli und Pute. Körnerkäse und Matjes, Quark mit Walnüssen und Honig... auf Letzteres bin ich gespannt, wie das anschlägt.


    Honig ist eher ungünstig, wirkt meistens wie purer Kristallzucker.
    Walnüsse und auch andere Nüsse sind jedoch sehr gut. Esse ich sehr gerne, eigentlich viel zu viel davon aber der Einfluss auf meinen BZ ist kaum spürbar und trotz der vielen Kalorien muss ich eher drauf achten mein Gewicht zu halten, unvorstellbar in meinem bisherigen Leben.
    schrieb:

    Und ich liebe halt die asiatische Küche.. die leider voller Kohlehydrate steckt :(
    Wenigstens bleiben mir noch die geliebten Kräuter. Echt übel wäre es auf Koriander, Basilikum oder Petersilie verzichten zu müssen.
    Ich muß raus finden, was bei dem was ich esse für mich eine "Ernährungsfalle" ist.



    Asiatisch ist in der Tat kritisch, auf Reis und die Nudeln reagieren viele sehr stark. Ich glaube auch das Glutamat das vor allem in Asiatischen Restaurants häufig verwendet wird tut dem BZ überhaupt nicht gut.

    Also selbst kochen, und Kräuter sind da mit Sicherheit kein Problem ganz im Gegenteil.

    Übrigens wenn Reis, Nudeln oder Kartoffeln abkühlen verändern sich die Kohlenhydrate und werden dann nicht mehr so schnell vom Körper aufgenommen.
    Also z.b. am Vortag kochen, in den Kühlschrank und dann am nächsten Tag aufwärmen.
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    am 29.08.2021 16:29:32 | IP (Hash): 281481309
    Rainer schrieb:


    warum willst du regelmäßig essen? Das bringt dir keine großen Vorteile.

    Andere machen extra Intervallfasten, um Vorteile für das Gewicht und die Gesundheit zu erlangen. Das funktioniert auch für Typ2-Diabetiker sehr gut.

    Viel Erfolg, Rainer



    Irgendwie ist das mit dem regelmäßigem Mahlzeiten einnehmen, in der Schublade "Wichtig", in meinem Kopf verankert. Das Leben wäre einfach(er) wenn man die Nahrungsaufnahme erst gar nicht bräuchte.
    Ich hasse Supermärkte, der größte Teil darin ist einfach nur unbrauchbarer Schrott. Jedenfalls die, die sich in meiner Umgebung befinden. Wenig naturbelassene Nahrung. Dafür sehr viel industriell "aufgepepptes" Essen. War auch schon vor meiner Diabetesdiagnose so.

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    am 29.08.2021 17:59:13 | IP (Hash): 87850799
    maddi schrieb:
    Ohne Galle verzichte ich schon länger auf sehr fettreiches essen ...

    Hallo Maddi,

    wahrscheinlich hast du dich dazu schon umfassend schlau gemacht. Falls nicht, dann helfen dir vielleicht die folgenden Hinweisen ein wenig:

    Die Gallenflüssigkeit, die zur Fettverdauung benötigt wird, wird ja nicht in der Galle, sondern in der Leber hergestellt und in der Galle nur angedickt. Wenn du Fette wählst, die nur wenig Gallensaft benötigen, dann kannst du das durchaus essen und gut verdauen. Besonders wertvoll ist in dieser Hinsicht das Milchfett, das mit seinem hohen Anteil von kurz- und mittelkettigen Fettsäuren nur wenig Gallensaft zur Aufspaltung benötigen. Festgestellt hast du das ja bereits beim Quark, den du offenbar ganz gerne isst. Sehr gut passt auch Butter. Also wenn du dich mit Margarine rum quälst, die angeblich gesünder sein soll, dann steige lieber auf Butter um, am besten auf Butter aus Weidehaltung.

    Wenn du die KH reduzierst, kannst du übrigens ohne Probleme das Fett in deiner Ernährung erhöhen. Manche nutzen übrigens dieses Konzept sehr erfolgreich zum Abnehemen. Du kannst ja dazu mal nach LCHF suchen. Die Erfahrungen mit Butter uns insgesamt dem Milchfett stammen übrigens von LCHFlern, die diese Ernährung trotz fehlender Galle erfolgreich durchgezogen haben.

    Guten Appetit, Rainer

    ____
    Gegebene Vorschläge und Einschätzungen sind ausschließlich zu Informationszwecken bestimmt und können in keinem Fall professionelle Beratung oder die Behandlung durch einen Arzt ersetzen.
    Bearbeitet von User am 29.08.2021 17:59:29. Grund: BBCodes
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    am 29.08.2021 19:12:54 | IP (Hash): 281481309
    Rainer schrieb:
    maddi schrieb:
    Ohne Galle verzichte ich schon länger auf sehr fettreiches essen ...

    Hallo Maddi,

    wahrscheinlich hast du dich dazu schon umfassend schlau gemacht. Falls nicht, dann helfen dir vielleicht die folgenden Hinweisen ein wenig:

    Die Gallenflüssigkeit, die zur Fettverdauung benötigt wird, wird ja nicht in der Galle, sondern in der Leber hergestellt und in der Galle nur angedickt. Wenn du Fette wählst, die nur wenig Gallensaft benötigen, dann kannst du das durchaus essen und gut verdauen.



    Ich habe mich nicht wirklich schlau gemacht. Vom jetzigen Standpunkt her und rückblickend gesehen habe ich mich zwar immer mit der Thematik Ernährung aueinander gesetzt, aber eben nur halbherzig und jeweils zur Erkankung. Nie wirklich mit der Gesamtthematik der Verdauungsorgane und dem menschlichen Stoffwechsel, den Zusammenhängen darin. Ich habe eine gute Zeit lang komplett auf Fett verzichtet, weil die geringste Menge üble Gallenkoliken verursachte. Nach der OP erhielt ich einen riesen Klumpen als Andenken und mir wurde gesagt, meine Galle hätte eine seltene anatomische Fehlbildung, daher sei diese "voll gelaufen" und hätte früher oder später eh entfernt werden müssen. Ich hab dann nach und nach langsam wieder angefangen Fette zu essen. Mit Magarine kann man mich allerdings jagen. Halte ich für komplett ungesund und schmeckt zudem einfach nur scheußlich. Wenn, dann Butter. Ganz ohne Fett geht es nicht, das weiß ich. Also nehme ich Rapsöl zum braten, Olivenöl für den Salat, Butter und Käse aus Ziegen-und Schafsmilch. Und natürlich "die gute alte Milch" .. nicht unter 3,8 %. Alles andere ist für mich keine Milch, sondern "nur weiß gefärbtes Wasser". Alles inzwischen wieder voll fettig genug, für mich. Deswegen war ich ja so erstaunt, dass ich mit Metformin Currywurst und Pommes essen konnte, ohne das mir speiübel wurde und die Mahlzeit im Magen blieb. Selbiges bei Wiener Würstchen. Aber beides brauch ich auch nicht, selbst wenn ich es jetzt essen könnte. Hab es ja auch so geschafft zu viel Fett im Körper abzulagern. Vielleicht sogar, weil ich eben ein Zeit lang komplett auf Fett verzichten mußte ? Und danach damit immer vorsichtig war. Hätte meinen Blick wohl lieber auf Kohlehydrate lenken sollen.
    Wird Zeit, dass ich das, was ich glaube meinen zu wissen, zu überprüfen und mir einen tatsächlichen Gesamtüberblick zu verschaffen. Zusammenhänge wirklich zu verstehen und zu begreifen.

    Hier wurde ja schon das Thema Fettleber erwähnt. Schätze ich hab auch eine.
    Sollte ich bei meinem Diabetes wohl nicht außer Acht lassen.
    Das wird auch mein Hausarzt testen können, da muß ich wohl nicht warten bis ich eine diabetologische Praxis gefunden habe.
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    am 29.08.2021 20:28:01 | IP (Hash): 1898958270
    Hallo Maddi,

    ich mag die normale Margarine auch nicht, aber dann habe ich welche von Bertolli endeckt und da ist sehr viel Olivernöl drin und die schmeckt lecker, schmeckt auch meinem Mann. Dann achte doch mal auf Vollkornprodukte - Nudeln, Reis, Brot -, gibt es sehr gute Varianten. Ich esse zum Beispiel auch gerne Rote-Linsen-Nudeln und Erbsennudeln, haben wenig Kalorien, also kann ich einen Kick mehr davon essen. Ansonsten viel Gemüse, mit Frischkäse (gerne mit Kräutern) verfeinert, ist total lecker. Und bei Wienerle, die ich auch sehr gerne esse, gibt es tolle aus Geflügel, schmecken genau so gut, und dann halt als Belag fettarmen Käse oder eben Geflügelwurst. Du wirst sehen, Du wirst genau so satt. Ansonsten, wenn Du zwischendurch Hunger hast, esse Nüsse ohne Salz.

    Gruß,
    Biggi
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    am 29.08.2021 21:38:15 | IP (Hash): 815165269
    maddi schrieb:


    Hier wurde ja schon das Thema Fettleber erwähnt. Schätze ich hab auch eine.
    Sollte ich bei meinem Diabetes wohl nicht außer Acht lassen.
    Das wird auch mein Hausarzt testen können, da muß ich wohl nicht warten bis ich eine diabetologische Praxis gefunden habe.



    Fettleber kann man im Ultraschall zum Teil sehen. Ein Ultraschallgerät haben auch viele Hausärzte. Solltest du bestimmte Laborwerte vorliegen haben, könntest du dir die Wahrscheinlichkeit auch hier ausrechnen lassen. http://www.fettleber-zentrum.at/fettleberindex-rechner/

    Wegen deiner Verdauungsprobleme bei fettreichen Produkten, hast du mal als Alternative MCT-Fette ausprobiert? Die sind deutlich leichter verdaulich.
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    am 30.08.2021 14:06:01 | IP (Hash): 799796083
    July95 schrieb:
    Wegen deiner Verdauungsprobleme bei fettreichen Produkten, hast du mal als Alternative MCT-Fette ausprobiert? Die sind deutlich leichter verdaulich.

    ... und preislich deutlich intensiver als z.B. die gute Butter. Klar sind sie auch noch ein bisschen wirksamer, weil MCT-Öle ausschließlich aus mittelkettigen gesättigten Fettsäuren bestehen.

    Butter hat dagegen "nur" einen hohen Anteil an leicht verdaulichen kurz- und mittelkettigen Fettsäuren zu bieten, was aber - bis auf einige besonders schlimme Problemfälle - durchaus ausreicht. Übrigens ist natives Kokosöl wegen seiner Zusammensetzung auch besonders leicht verdaulich und ebenfalls deutlich preiswerter als die medizinischen MCT-Öle.

    Guten Appetit, Rainer
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    am 30.08.2021 17:42:26 | IP (Hash): 281481309
    biggi119 schrieb:
    Hallo Maddi,
    ich mag die normale Margarine auch nicht, aber dann habe ich welche von Bertolli endeckt und da ist sehr viel Olivernöl drin .. Dann achte doch mal auf Vollkornprodukte - Nudeln, Reis, Brot -, gibt es sehr gute Varianten. Ich esse zum Beispiel auch gerne Rote-Linsen-Nudeln und Erbsennudeln, haben wenig Kalorien, Und bei Wienerle, die ich auch sehr gerne esse, gibt es tolle aus Geflügel, schmecken genau so gut,
    Gruß,
    Biggi



    Danke für die Tipps.
    Geschmack ist nur eine sehr individuelle Angelegenheit.
    Ich bin, was Nahrung betrifft, sehr experimentierfreudig was andere kulturelle Küchen so zu bieten haben. Am liebsten ist mir bei jeder Küche aber so naturbelassen wie nur möglich.
    Mixprodukte sind erfahrungsgemäß nichts für mich, schmecken mir nicht.
    Butter und Olivenöl könnte ich mir auch selbst zusammen mischen,
    Olivenöl kommt in meinen Salat, Rapsöl verwende ich zum braten und Butter kommt ans Gemüse.
    Mit den 3 Fettsorten komme ich gut aus.
    Wenn ich Thailändisch koche kommt Kokosmilch hinzu, hat ja auch einen Fettgehalt.

    Vollkornprodukte werden immer angepriesen, sind aber nichts für mich.
    Mag jetzt voll mäkelig klingen, aber ich hab schon vor meiner Diabetes nichts gegessen was mir nicht schmeckt. Wurstsorten sind per se auch nicht mein Ding. Wenn ich mal Brot esse, dann nur mit echtem , richtigen Kochschinken. Damit hat sich mein Wurstverzehr auch schon.
    3 -4 mal im Jahr bekomme ich einen Hieper auf Dorschleber, geräucherten Heilbutt . Immer in der Winterzeit. Da esse ich dann auch gerne "Vollkorn"toast oder Weißbrot zu.

    Je älter ich werde, desto mehr will ich nur noch Dinge essen auf die ich auch Lust und Appetit habe.
    Auch wenn ich nun Diabetes 2 habe und (noch) stark übergwichtig bin.. (immerhin hab ich von den 40 Kg die ich zugenommen habe 17 wieder abgenommen, seitdem ich Metformin nehme) .. vertraue ich meinen Körper und meinen "Gelüsten", dass er weiß wann er was braucht.
    Ich hab einfach keine Nerven mehr über für irgendwelche "Ersatzprodukte , die satt" machen.
    Die habe ich , vor allem in jungen Jahren zur Genüge probiert um nicht "zu fett zu werden" oder damit mein Gewicht halten zu können.
    Inklusive Weight Watchers, Körner - Diät, Wochenlangen Almasend- "Kuren", Irgendwelchen Zellulose Pillen aus der Apotheke ," die den Magen füllen", 0 -Diäten, Fasten und was es da sonst noch alles gibt.
    Zu den Zeiten als ich noch aktiv viel Sport trieb auch irgendwelche Dinge, die gerade "in"waren. Irgendwelche Getränke die den Stoffwechsel ankurbeln sollten, etc.
    Ich will nicht mehr, ich hab keinen Nerv mehr auf diesen Rummel.
    Dinge zu mir nehmen, nur weil sie als "vernünftig" gelten, als "bessere Alternative " und die mir im Grunde nicht schmecken. Auf die ich gar keinen Appetit habe. Die mich nicht glücklich machen.
    Lieber esse ich weniger von einer "Vollfettstufe" , bei Produkten die mir zusagen,
    als irgendein "Light Produkt". Diese Lightprodukte schmecken mir einfach nur widerlich.

    Ich will rausfinden, was von dem, was ich gerne esse, wie auf meinen Blutzucker wirkt.

    So ein klares Ziel hat sich jetzt ,in der kurzen Zeit in der ich hier drin bin, für mich heraus kristallisiert.
    Dafür bin echt dankbar, denn das gibt mir die erste Orientierung , wie ich mit meiner Diabetesdiagnose umgehen kann.
    Wie und wo ich meine Ernährung umstellen muß, wird sich heraus filtern.
    Dazu investiere ich vermehrt in Blutzuckerteststreifen.
    "Mein Diabetes wird mir schon erzählen was er von mir will."
    Ich muß nur "seine Art der Kommunikation, seine Sprache" verstehen lernen:

    Und sollte dabei heraus kommen, dass Nudeln, Kartoffeln, Reis für mich ein No Go sind,
    dann ist das halt eben so.
    Da werde ich kein Ersatz für suchen.
    Oder, wenn mich doch mal ein unstillbares Verlangen danach überkommt,
    nur eine Portion zu mir nehmen,
    mit der mein Diabetes oder ich oder mein Blutzucker auch klar kommt.
    Und wenn es im Endeffekt nur 2 Gabeln voll sein sollten.

    Ich kann und "darf" seit meiner Darm OP auch so einiges Dinge nicht mehr essen.
    Ich liebe z.B. Weißkraut, in allen Varianten und scharfes Essen (Chilli).
    Hat sich ja auch erledigt, ist nicht mehr drin...
    außer in ganz, ganz kleinen Mengen, ab und an mal. "Kostehäppchen"

    Ich versuche es mit "Demut".
    Mich freuen an dem was ich hab und mir bleibt. - Nicht danach sehen, was mir fehlt.

    Die Einstellung zumindest kann ich jederzeit über Bord schmeißen (und mir eine andere aussuchen), beim Diabetes geht das nicht.



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    am 30.08.2021 18:42:25 | IP (Hash): 799796083
    maddi schrieb:
    Und sollte dabei heraus kommen, dass Nudeln, Kartoffeln, Reis für mich ein No Go sind, dann ist das halt eben so.

    Hallo Maddi,

    ich kann dir versichern, dass es kein Lebensmittel gibt, das du überhaupt nicht essen kannst. Du musst nur herausfinden, welche Mengen bei dir noch gehen.

    Bei mir gehören Kartoffeln, Nudeln, Reis auch dazu. Sie sind allerdings nicht mehr die Sättigungsbeilage, sondern in kleinen Mengen das Sahnehäubchen. Am schlimmsten ist es bei mir mit Klößen, die ja zu manchen Sachen, z.B. Entebraten, unbedingt dazu gehören. Die treiben meinen BZ so stark in dieHöhe, dass ich mir nur 1/4 Kloß leisten kann. Für mich ist allerdings sehr wichtig, dass ich mir den überhaupt leisten kann, weil er geschmacklich einfach dazu gehört. Ich halte auch nicht viel von KH-armen Nachbauten als Ersatz. Ich habe mich an die kleinen Mengen von diesen Beilagen gewöhnt und fühle mich wohl damit, zumal ich dann von den anderen guten Sachen mehr essen kann.

    Alles Gute, Rainer
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