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Verwirrt und dabei die Diagnose Diabetes Typ 2 zu verarbeiten.
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am 28.08.2021 18:04:53 | IP (Hash): 281481309
Bei mir wurde, in einem Krankenhaus, Diabetes Typ 2 diagnostiziert.
Im Moment versuche ich diese Erkankung zu begreifen und hege die Hoffnung ohne Medikamentation von Metformin auskommen zu können. Soll wohl eventuell möglich sein. Derzeit geht es nicht ohne. Positiver Effekt von Metformin, ich schaffe es endlich wieder abzunehmen und die ersten 10 Kilo purzelten von alleine weg, in für mich sehr überraschender Art und Weise. Zuvor hatte mich kein Arzt ernst genommen, als ich über 40 Kilo zunahm und völlig verzweifelt versuchte die Ursachen dafür zu ergründen. Die ewig gleiche Antwort lautete: "Nehmen Sie ab. Sie wiegen zu viel". Momente die mir sehr viel Selbstbeherschung abverlangten, da ich mir völlig vergackeiert vorkam. Am liebsten hätte ich laut und zynisch geantwortet : " Ach was. Dass ich fett (geworden) bin ist mir ja noch gar nicht aufgefallen. Wie kommen Sie nur auf so etwas ? Gut das Sie mir das erzählen, hätte ich sonst gar nicht bemerkt Haben Sie mir überhaupt zugehört ?". Ich war wegen der heftigen und schnellen Gewichtszunahme auch in einer endokrinologischen Praxis, die Diagnose lautete: Wechseljahre.
Nun gut, es werden wohl viele eine Odyssee hinter sich haben, bevor sie ihre Diagnose Diabetes Typ 2 bekamen. Ich bin nur immer noch so unendlich wütend und traurig, dass mich keiner ernst genommen hat und mich verächtlich mit einem freundlich ausgedrücktem : "friß weniger" abgespeist hat. Obwohl ich etxtra genau wegen jener ja zu Ärzten ging. Viel gefressen habe ich nie, weil ich schon immer zu denen gehörte die schnell dick wurden. Wechseljahre waren für mich auch keine Erklärung, um so viel in kurzer Zeit zu zunehmen, da es keine gravierenden Veränderungen in meinem Eß-und Bewegungsverhalten gab. Ich jedoch weder mein Gewicht halten, geschweige denn irgendeine Chance hatte abzunehmen, egal was ich da unternahm. Mit Metformin konnte ich sogar Pommes mit Currywurst und Ketchup essen und nahm dennoch ab. Ich habe es genossen ( es inzwischen wieder sein gelassen ), weil ich dieses zuvor eh nie gegessen habe. Mit Metformin könnte ich das also heutzutage, aber ich lasse es weiterhin einfach sein. Gehörte eh nicht zu meinen Lieblingsspeisen, als kein Verzicht der mir schwer fällt. Metformin kann mich , wie ich merkte, in Versuchung führen mir einmal all das zu Gemüte zu ziehen, auf das ich ohne Metformin immer verzichtet habe. Ratsam ist das defintiv nicht. Was mache ich also mit der Diagnose Diabetes Typ 2, außer mich darüber zu freuen, dass ich mit Metformin die Chance erhalten habe endlich wieder abzunehmen ? Und diese, mir unheimliche und unheilvolle, Gewichtszuahme endlich stoppen konnte, die "über mich herein brach und mich heimsuchte". Schäden durch die Diabetes sind wohl noch keine erkennbaren eingetreten. Zumindest nicht was eine Untersuchung beim Augenarzt diesbezüglich betrifft. So wie ich das mitbekommen habe ist Diabetes eine chronische Erkrankung, die nicht heilbar ist. Also etwas mit dem Leben lernen muß. Und nun stehe ich da und versuche das Wesen dieser Erkrankung zu ergründen, meine Gedanken zu ordnen und mit den ganzen Gefühlen die auf mich einstürmen klar zu kommen. Diabetes Typ 2 ist für mich noch ein Mysterium. Wann und wie oft messe ich am besten meinen Blutzucker ? Was mache ich mit den Ergebnissen ? Ich habe zwar schon versucht mich zu belesen, finde das Thema Diabetes jedoch verwirrend. Die unterschiedlichen Typen und Ursachen. Auch Ernährungsratschläge. Ich habe das Gefühl bei " bei 1000 Ärzten gibt es 2000 unterschiedliche Ansichten". Auch die Ernährungsberatung an der ich teil genommen habe, hat mich eher verwirrt denn aufgeklärt. Irgendwie fühle ich mich, trotz der Informationsfülle die es zum Thema Diabetes gibt, alleine gelassen . " Hier ist die Diagnose, sieh zu wie du klar kommst". Geht es nur mir so ? Oder geht ( ging) es anderen auch so ? Und wieso, verflixt noch mal, produziert mein Körper "unbrauchbares Insulin", bzw. "passen die Schlüssel nichts ins Schloß" und es kann keine optimale , bzw. ausreichende (Stoffwechsel - ) Verarbeitung statt finden ? Worauf muß ich als Diabetikerin mit Typ 2 achten ? Scheint ja immerhin eine lebenslange Partnerschaft zu werden/sein , ohne Aussicht auf Scheidung. Oberste Regel , die ich mir gesetzt habe, lautet für mich in Bezug auf Metformin erst einmal " und führe mich nicht in Versuchung .." all jenes zu
essen, was ich jetzt mit der Unterstützung von Metformin essen könnte... Toffifee zum Beispiel. Und wie finde ich heraus, ob meine persönlichen Lieblingsspeisen noch für mich vertretbar sind ? Ich liebe grüne Erbsen und braune Linsen. Außerdem thailändisches Essen, Sushi, alles Gerichte mit Reis oder Nudeln, also Kohlehydrate ("= Zucker"). Verflixt nochmal. Was ist also für einen Diabetiker Typ 2 ein gesundes Essen ? -
am 28.08.2021 18:27:50 | IP (Hash): 122053009
Willkommen im Club ;)
Hier ein super Rezept für Messen und Rausfinden, was in welchen Mengen an Futtersorten bei Dir persönlich am besten passt https://a7582688-a1e5-4056-88a2-dfd422642832.filesusr.com/ugd/32a606_db20057cf9b5496ea94c7d7d2d6f0cde.pdf Kommt von https://www.bloodsugar101.com/ und wenn Dein Englisch zum Zeitunglesen reicht, findest Du da toll zusammengetragen, was so zu wissen nützlich ist, besonders unter https://www.bloodsugar101.com/diagnosing-diabetes Da findest Du auch, was ich aus eigener nachgemessener Erfahrung in gut 30 Jahren mit meinem Typ 2 sofort unterschreibe: Nicht viele Kilos machen Typ 2, sondern der mit Typ 2 meistens lange Zeit völlig unbemerkt höhere Blutzucker.
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Prädiabetes und Diabetes Typ 2 und die Diagnose-Grenzwerte sind willkürlich von den Fachgesellschaften für Diabetes definiert.2 Benutzer dankten für diesen Nützlichen Beitrag. -
am 28.08.2021 19:39:34 | IP (Hash): 281481309
Danke für das Willkommen heißen
Und den ersten Link.
Mit dem testen habe ich vor kurzer Zeit angefangen. Eine teure Angelegenheit.
Ein Blutzucker Messsystem mit allem Zubehör habe ich mir gekauft.
Derzeit suche ich noch nach einem Diabetologen. Vielleicht erhält man für das Zubehör ein Rezept ?
Noch bin ich derzeit nur bei meinem Allgemeinarzt wegen der Diabetes in Behandlung.
Der mir riet einen Facharzt aufzusuchen, da er auf dem Gebiet nicht ausreichend informiert ist,
wie er selber sagte. Diese Ehrlichkeit gefällt mir und immerhin verschreibt er mir, bis ich einen Diabetologen gefunden habe, das benötigte Metformin. Ich denke ich werde einfach mal mit einzelnen Nahrungsmitteln experimentieren. Z.B. einfach nur mal Erbsen essen und sehen wie ich auf diese Blutzuckermäßig reagiere.
Verstehe einer den menschlichen Stoffwechsel.
Mir wurde im Krankenhaus gesagt ich könne nicht unterzuckern, bei meiner Form der Diabetes. Eine Aussage die bei mir viele Fragezeichen hinterläßt und mit der ich so nichts anfangen kann. Die niedrigsten Werte die ich in der bisher kurzen Zeit gemesse hatte waren nüchtern 85. Nach einem Essen ( Kartoffeln, Putenfleisch, Paprika-Zwiebel Gemüse) hatte ich einmal meinen bisherigen Höchstwert von 206, gemessen ca. 45 min, nach dem essen. Ich hoffe ich finde schnell eine gute diabetologische Praxis. Und Danke für die schnelle Antwort :) -
am 28.08.2021 20:00:39 | IP (Hash): 815165269
Ein Blutzuckermessgerät mit 10 Teststreifen kann man bei vielen Herstellern wie Roche, Mylife, Ascensia, Stada, GlukoSmart, ... kostenlos bekommen.
Teuer werden tatsächlich die Teststreifen. Solange du kein Insulin spritzt, musst du diese Teststreifen selbst zahlen. Eine Packung mit 50 Teststreifen kann man einmalig auf Kassenrezept zur Diabetesdiagnose bekommen. Den Rest musst du dann selbst kaufen.
Diabetes an sich geht mit zu hohen Blutzuckerwerten einher und macht per se keine Unterzuckerungen. Die Unterzuckerungen kommen durch bestimmte blutzuckersenkende Medikamente, insb. Insulin. Bei Metformin hingegen brauchst du dir keine Gedanken zwecks Unterzuckerung machen. Ein Blutzucker von 85 ist übrigens noch sehr weit weg von der Unterzuckerungsgrenze unter 60mg/dl bzw. unter 54mg/dl.
Wichtig beim Messen ist das Austesten der einzelnen Nahrungsmittel, ich sollte bspw. immer 2 Stunden nach der Mahlzeit messen, um zu schauen, ob die Mahlzeit passt. Dort sollte bei mir der Wert unter 160 liegen, was ich allerdings nur selten geschafft habe ohne Insulin damals (ich habe allerdings auch keinen Typ2), wobei ich das im Nachhinein auch schon als sehr hohe Grenze ansehe, nach 2-Stunden unter 140 wäre eine sinnvollere Grenze. Nüchtern braucht man nicht täglich messen, so viel verändert sich der Nüchtern-Blutzucker nicht, da reicht alle paar Tage aus.
Blutzuckergünstig sind Nahrungsmittel mit Ballaststoffen, Eiweiß und Fett. Ich persönlich gehe nach der Tellermethode vor. Beim Essen hat meine Mahlzeit 1/2 Teller voll Gemüse, 1/4 Kohlenhydratbeilagen wie Nudeln, Reis, Kartoffeln, und 1/4 ist Eiweiß wie mageren Fisch, Fleisch, Quark, Frischkäse, etc.
Bei mir persönlich lassen Nudeln den Blutzucker weniger stark ansteigen, dafür mit zwei Spitzen, als Kartoffeln oder Reis. Insb. Reis ist bei mir sehr schwer zu essen. Da hilft es aber, unmittelbar nach dem Essen etwas Bewegung, ein kleiner Spaziergang, etc.2 Benutzer dankten für diesen Nützlichen Beitrag. -
am 28.08.2021 20:30:11 | IP (Hash): 1898958270
Hallo Maddi,
bei mir wurde Diabetes letzten Silvester festgestellt, da kam ich als Notfall ins Krankenhaus. Dort bekam ich Metformin, Jardiance und Insulin. Nach Ernährungsumstellung konnte ich auf das Insulin verzichten und nehme nur noch die Tabletten. Aber es ist ein Irrtum, wenn Du meinst, Du kannst mit Metformin alles essen. Du musst Dich, so wie von July beschrieben, schon an bestimmte Ernährungsvorgaben halten. Warst Du inzwischen bei einem Diabetologen? Das wäre wichtig und da bekommst Du auch eine Schulung. Auch ich war am Anfang total geschockt über die Diagnose, habe mich aber inzwischen mit abgefunden, habe durch die Ernährungsumstellung gut abgenommen, bin jetzt leicht unter Normalgewicht, und fühle mich aber pudelwohl.
Ganz wichtig ist das Blutzuckermessen 1 - 2 Stunden nach den Mahlzeiten, da findest Du heraus, was Du verträgst und essen darfst und was nicht. nach 2 Stunden solltest zu 160 nicht übersteigen.
Gruß,
Biggi2 Benutzer dankten für diesen Nützlichen Beitrag. -
am 28.08.2021 21:49:52 | IP (Hash): 122053009
Für Ärzte und Diabetologen ist der Blutzucker von nüchtern um 100 bis an 300 in der Spitze um ne Stunde nach jedem Essen völlig normal. Das ist der Behandlungsbereich, der mit Insulin angestrebt wird. Und nur mit vollständiger Insulinbehandlung werden auch ausreichend Teststreifen verordnet. Zum Eingewöhnen verordnen Diabetologen auch Typ 2 Anfängern hin und wieder 50 oder sogar 100 Stück im Quartal, aber das ist nix, was sich einfordern lässt.
Im oben genannten ordentlichen Behandlungsbereich wie ein Typ 1 ist ein Typ 2 eine sich mit den Jahren immer weiter selbst verstärkende, eine progrediente Erkrankung. Und dazu gibt es in D noch keine fachoffizielle Alternative.
Aber schon vor um 10 Jahren durfte Prof. Taylor aus Newcastle eine Banting-Vorlesung (alljährlich feierliche Höchst-Fach-Veranstaltung mit Diabetologen aus aller Welt zu Ehren des Insulin-Entdeckers) halten und darin seine Entdeckung beschreiben, wie sich der Typ 2 wieder in den völlig gesunden Bereich zurückdrehen lässt. In GB läuft dazu seit Jahren mit gutem Erfolg die DiRECT Studie. Hier in D gibt es bislang noch nicht einmal eine offizielle Stellungnahme dazu aus der Deutschen Diabetologie Gesellschaft.
Aber es gibt mit https://www.amazon.de/Menschenstopfleber-verharmloste-Volkskrankheit-Herzinfarkt-Pr%C3%A4vention/dp/3868838929/ref=sr_1_1?__mk_de_DE=%C3%85M%C3%85%C5%BD%C3%95%C3%91&crid=3OK9CN0THX00H&dchild=1&keywords=menschenstopfleber&qid=1630175726&s=books&sprefix=menschenstopfleber%2Caps%2C181&sr=1-1
eine super Darstellung der wesentlichen Entdeckung(en) und des darauf aufbauenden alltäglichen Verhaltens auf Deutsch. Damit lässt sich der höher als gesunde Blutzucker in etwa 8 von 10 Fällen im Zeitrahmen von 6-8 Wochen ohne Medikamente in den völlig gesunden Bereich (nüchtern 50-60 bis 90-100 und in der Spitze ne Stunde nach den Mahlzeiten bis max 140-160 mg/dl) zurückdrehen und mit dem anschließenden neuen Normalverhalten ohne Ende und ohne Medis darin erhalten.
Hab das selbst vor 7 Jahren mal gemacht mit meinem damals über 20 Jahre alten und längst insulinpflichtigen Typ 2 und damit meinen Insulinbedarf bis heute anhaltend auf weniger als die Hälfte reduziert. Wenn ich das zeitnah zu meiner Diagnose in 1991 so gemacht und seitdem durchgehalten hätte, würde ich heute mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit für meinen völlig gesunden BZ kein Medikament brauchen, nicht einmal Metformin.
Ich hab übrigens mit meinem mit dem Leberfasten so erheblich verringerten Insulinbedarf seeehr viel lockerer kgs verloren als bei allen Abnehmversuchen vorher, an die 25. Und davon haben mich erst 5-6 wiedergefunden.
Was ich übrigens voll "falsch" gemacht habe: Ich hab für die ersten 8 Wochen einfach nur entsprechend wenig von meinem ganz normalen Essen genommen und weder den angepriesenen noch einem anderen dieser tollen Drinks.
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Prädiabetes und Diabetes Typ 2 und die Diagnose-Grenzwerte sind willkürlich von den Fachgesellschaften für Diabetes definiert.
Bearbeitet von User am 28.08.2021 21:51:23. Grund: Ergänzung2 Benutzer dankten für diesen Nützlichen Beitrag. -
am 28.08.2021 23:13:04 | IP (Hash): 1795907957
Hallo Maddi,
meine Typ 2 Diagnose ist jetzt etwa 9 Monate her. Allerdings ist die Erkrankung bei mir schon etwas weiter (gewesen). Ich hatte z.B. bei Diagnose nüchtern einen BZ von 400 und einen Langzeitwert von über 13.
Darum hat mir mein Arzt neben Metformin auch gleich mal Insulin verordnet, was den Vorteil hatte ich habe bisher auch Teststreifen von der Kasse bekommen.
Meine Erfahrungen sind übrigens ein wenig anders als deine, ich habe in den ~ 2 Jahren vor der Diagnose 25kg abgenommen trotz viel Essen. Seit der Diagnose habe ich dann noch mal 25kg abgespeckt durch eine massive Umstellung der Ernährung.
Ich bin auch davon überzeugt das Metformin dabei kräftig geholfen hat, aber ein Freifahrtschein ist es absolut nicht!
Wenn ich Essen würde wie früher würden trotz Metformin meine Zuckerwerte wieder durch die Decke gehen und das Gewicht würde auch wieder ansteigen.
Dank des Gewichtsverlust und der LowCab Ernährung brauche ich inzwischen übrigens auch kein Insulin mehr.
Aller Anfang ist schwer und am Anfang erschlägt einen die Fülle der Informationen.
Vor allem weil im WWW auch unheimlich viel Blödsinn steht, und viele wollen vor allem dein Bestes. dein Geld. Es gibt aber kein "Wundermittel", kein Heiltee, keine geheime Wurzel und auch kein ideales Lebensmitte gegen Diabetes.
Weniger Gewicht hilft auf jeden Fall, auch regelmäßige Bewegung (da hapert es bei mir auch noch) und eben eine Ernährung mit wenige Kohlenhydraten.
Die meistens Informationen die mir geholfen haben, habe ich hier im Forum gefunden.
Bei einem Diabetologen war ich übrigens noch nicht, bin sehr zufrieden mit meinem Hausarzt. Die offiziellen Behandlungsrichtlinien sind wohl auch recht großzügig. Bei Typ 2 besteht dadurch aber die Gefahr das sich die Erkrankung im laufe der Jahre verschlechtert. Irgendwann braucht man dann stärkere Medikamente wie Insulin.
Dennoch kann es natürlich nicht schaden zum Facharzt zu gehen wenn sein Hausarzt sich nicht in der Lage sieht dich angemessen zu behandeln. Aber bei Typ 2 liegt es eben nicht nur am Arzt sondern auch an dir.
Gruß Tobias
1 Benutzer dankte für diesen Nützlichen Beitrag. -
am 29.08.2021 13:17:38 | IP (Hash): 281481309
July95 schrieb:
Wichtig beim Messen ist das Austesten der einzelnen Nahrungsmittel, ich sollte bspw. immer 2 Stunden nach der Mahlzeit messen, um zu schauen, ob die Mahlzeit passt. Dort sollte bei mir der Wert unter 160 liegen, was ich allerdings nur selten geschafft habe ohne Insulin damals (ich habe allerdings auch keinen Typ2),
Mir war ja irgendwie klar das es nicht nur einen Diabetiker Typ gibt. Nachdem ich mich jetzt ein bißchen mehr eingelesen habe, kann man wohl froh sein, wenn man "nur" Typ 2 hat und damit die Möglichkeit noch selbst gut gegensteuern zu können,
Einzelne Nahrungsmittel werde ich mir defintiv durchtesten. Angefangen mit meinen Lieblingssachen. Die größte Hürde für mich wird wohl sein regelmäßig zu essen. Ich gehöre zu den die 1-2 mal am Tag essen. Und die Hauptmahlzeit zumeist Abends einnehmen. An den Lebensumständen selbst kann ich nichts ändern, die dieses Verhalten bei mir bewirkt haben. Hmm.. Eine Ernährungsumstellung wird wohl noch das einfachste sein. Ein Verhalten zu ändern, das sich an individuelle Lebensumstände angepaßt hat scheint mir im Moment eine zu große Herausforderung. Ich kann icht essen , wenn ich im Streß bin.
Da schnürt sich mir quasi die Kehle und der Magen zu. Ich komme zumeist erst sehr spät Abends zur Ruhe und habe zudem zumeist zu wenig Zeit/Möglichkeit zum schlafen. Wenn ich 6 Stunden am Stück schlafen kann bin ich froh. Das ist leider nicht veränderbar, weil das nicht an mir selbst liegt.
Bearbeitet von User am 29.08.2021 13:51:09. Grund: vertippt und verschrieben -
am 29.08.2021 14:12:40 | IP (Hash): 87850799
maddi schrieb:
Die größte Hürde für mich wird wohl sein regelmäßig zu essen. Ich gehöre zu den die 1-2 mal am Tag essen. Und die Hauptmahlzeit zumeist Abends einnehmen.
Hallo Maddi,
warum willst du regelmäßig essen? Das bringt dir keine großen Vorteile.
Andere machen extra Intervallfasten, um Vorteile für das Gewicht und die Gesundheit zu erlangen. Das funktioniert auch für Typ2-Diabetiker sehr gut.
Viel Erfolg, Rainer
Bearbeitet von User am 29.08.2021 14:13:39. Grund: .2 Benutzer dankten für diesen Nützlichen Beitrag. -
am 29.08.2021 14:24:00 | IP (Hash): 281481309
" Warst Du inzwischen bei einem Diabetologen? "
Nein, noch nicht. Das ist der nächste Schritt, der hoffentlich schnell funktioniert (Termin)
"Aber es ist ein Irrtum, wenn Du meinst, Du kannst mit Metformin alles essen."
Ich werde mit Metformin defintiv nicht alles essen. Ich war nur überrascht, dass ich Currywurst und Pommes essen konnte. Denn das habe ich zuvor auch nicht, aus unterschiedlichen Gründen.
Metformin kann verführerisch sein, diesbezüglich. Kann, nicht muß.
Mein Körper kommt ja nun auch "in die Jahre" und hat schon einiges hinter sich.
Ohne Galle verzichte ich schon länger auf sehr fettreiches essen und mit einer Darm- OP, bei der ein stark entzündetes Teilstück entnommen werden mußte, grenzt man seine Nahrungsauswahl auch "freiwillig" ein.
Wenn man es genau nimmt habe ich nie "normal" gegessen und sollte mich schon immer Eiweißreich ernähren. Brot steht z.B. dadurch seit jeher nicht groß auf meinem Speiseplan. Vertrage ich auch nicht sonderlich gut. Ich bin der Typ der so Sachen gerne isst, wie Erbsen,Kalbfleisch und dazu Kräuterquark. Brokkoli und Pute. Körnerkäse und Matjes, Quark mit Walnüssen und Honig... auf Letzteres bin ich gespannt, wie das anschlägt.
Und ich liebe halt die asiatische Küche.. die leider voller Kohlehydrate steckt :(
Wenigstens bleiben mir noch die geliebten Kräuter. Echt übel wäre es auf Koriander, Basilikum oder Petersilie verzichten zu müssen.
Ich muß raus finden, was bei dem was ich esse für mich eine "Ernährungsfalle" ist.
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am 29.08.2021 15:11:23 | IP (Hash): 281481309
Turbotobi schrieb:
Hallo Maddi,
Ich bin auch davon überzeugt das Metformin dabei kräftig geholfen hat, aber ein Freifahrtschein ist es absolut nicht!
Wenn ich Essen würde wie früher würden trotz Metformin meine Zuckerwerte wieder durch die Decke gehen und das Gewicht würde auch wieder ansteigen.
Da widerspreche ich nicht. Absolute Horrorvorstellung.
Turbotobi schrieb:
Aller Anfang ist schwer und am Anfang erschlägt einen die Fülle der Informationen.
Vor allem weil im WWW auch unheimlich viel Blödsinn steht, und viele wollen vor allem dein Bestes. dein Geld.
Oh ja, Gerade was den Gesundheitsbereich betrifft.
Ich hab erst einmal gegoogelt was den HbA1c Wert definiert und bezeichnet.
Ich bilde mir ein, wenn ich es schaffe die Grundlagen meines Diabetestyps zu verstehen, dann gelingt mir das Leben mit dieser unfreiwilligen Partnerschaft besser. Wenn nicht, bin ich vielleicht Informationstechnisch etwas klüger, kann ja auch nicht verkehrt sein.
So ein bißchen hab ich mich in die Wirkunsgweise von Metformin eingelesen.
Ich schrieb ja, dass ich es versuchen will ohne Medikamente auszukommen.
Nun weiß ich gerade nicht ob das in meinem Fall überhaupt ein sinnvolles Ziel ist.
Ich werde mich also noch weiter belesen müssen.
Fakt ist, derzeit geht es halt nicht ohne Metformin.
Turbotobi schrieb:
Weniger Gewicht hilft auf jeden Fall, auch regelmäßige Bewegung (da hapert es bei mir auch noch) und eben eine Ernährung mit wenige Kohlenhydraten.
Genau genommen habe ich 43,8 Kilo zugenommen. Die auch wieder weg haben will.
Denn das Gewicht belastet mich körperlich enorm. Mittlerweile habe ich davon 17 Kg wieder runter. Die ersten 10 wie durch Zauberhand mit Metformin. Wäre schön, wenn das Gewicht so schnell runter gehen würde wie es auf die Rippen kam. Aber ich bin froh, dass es stetig und langsam abwärts geht.
Mehr (freie) Bewegnung wäre super, ich bewege mich, (zum Glück wieder) gerne. Das war ein übler Teufelskreislauf ,aus dem ich zum Glück durch die bisherige Gewichtsabnahme (und das Metformin ?) raus bin. So viel Übergewicht hat mir echte Schmerzen bereitet, da habe ich mich nicht mehr gerne bewegt und konnte das auch gar nicht mehr richtig. Der ganze Körper tat weh, meine Gelenke waren nicht mehr belastbar und schmerzten, etc. Das war grausam. Und hat sich zum Glück fast gegeben. Ich bewege mich wieder gerne und zumeist schmerzlos. Meine Knochen sind über 50 Jahre alt, da ziept es halt hin und wieder, hier und dort. Nicht zu vergeichen mit den Schmerzen, die ich bei meiner massiven Gewichtszunahme erleiden mußte. Deswegen bin ich auch noch so sauer auf die Ärzte und dem lapidaren , freundlich verpackten, hingerotzten : " Sie sind fett, fressen Sie weniger".
Turbotobi schrieb:
Die meistens Informationen die mir geholfen haben, habe ich hier im Forum gefunden.
Kann ich nur unterschreiben und an der Stelle noch einmal herzlich Danke sagen.
Ich schreibe hier ja gerade sehr viel, alle meine Gedanken ... Hoffentlich stellt mir dafür keiner eine Rechnung aus :) für diesen "Seelenstriptease"
Turbotobi schrieb:
Aber bei Typ 2 liegt es eben nicht nur am Arzt sondern auch an dir.
Zum Glück. Auch wenn ich das zuweilen aus Bürde empfinde. Die Vorstellung nichts für sich selbst tun zu können behagt mir nicht. Auch wenn ich Fehler machen werde, mich eventuell selbst betrügen und auf die Nase fallen werden, so liegt immerhin eine selbstbestimmte Handlugsfähigkeit noch in meiner Hand. Ich verbuche das unter Glück im Unglück.
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am 29.08.2021 15:27:14 | IP (Hash): 1795907957
maddi schrieb:
Wenn man es genau nimmt habe ich nie "normal" gegessen und sollte mich schon immer Eiweißreich ernähren. Brot steht z.B. dadurch seit jeher nicht groß auf meinem Speiseplan. Vertrage ich auch nicht sonderlich gut. Ich bin der Typ der so Sachen gerne isst, wie Erbsen,Kalbfleisch und dazu Kräuterquark. Brokkoli und Pute. Körnerkäse und Matjes, Quark mit Walnüssen und Honig... auf Letzteres bin ich gespannt, wie das anschlägt.
Honig ist eher ungünstig, wirkt meistens wie purer Kristallzucker.
Walnüsse und auch andere Nüsse sind jedoch sehr gut. Esse ich sehr gerne, eigentlich viel zu viel davon aber der Einfluss auf meinen BZ ist kaum spürbar und trotz der vielen Kalorien muss ich eher drauf achten mein Gewicht zu halten, unvorstellbar in meinem bisherigen Leben.
schrieb:
Und ich liebe halt die asiatische Küche.. die leider voller Kohlehydrate steckt :(
Wenigstens bleiben mir noch die geliebten Kräuter. Echt übel wäre es auf Koriander, Basilikum oder Petersilie verzichten zu müssen.
Ich muß raus finden, was bei dem was ich esse für mich eine "Ernährungsfalle" ist.
Asiatisch ist in der Tat kritisch, auf Reis und die Nudeln reagieren viele sehr stark. Ich glaube auch das Glutamat das vor allem in Asiatischen Restaurants häufig verwendet wird tut dem BZ überhaupt nicht gut.
Also selbst kochen, und Kräuter sind da mit Sicherheit kein Problem ganz im Gegenteil.
Übrigens wenn Reis, Nudeln oder Kartoffeln abkühlen verändern sich die Kohlenhydrate und werden dann nicht mehr so schnell vom Körper aufgenommen.
Also z.b. am Vortag kochen, in den Kühlschrank und dann am nächsten Tag aufwärmen.2 Benutzer dankten für diesen Nützlichen Beitrag. -
am 29.08.2021 16:29:32 | IP (Hash): 281481309
Rainer schrieb:
warum willst du regelmäßig essen? Das bringt dir keine großen Vorteile.
Andere machen extra Intervallfasten, um Vorteile für das Gewicht und die Gesundheit zu erlangen. Das funktioniert auch für Typ2-Diabetiker sehr gut.
Viel Erfolg, Rainer
Irgendwie ist das mit dem regelmäßigem Mahlzeiten einnehmen, in der Schublade "Wichtig", in meinem Kopf verankert. Das Leben wäre einfach(er) wenn man die Nahrungsaufnahme erst gar nicht bräuchte.
Ich hasse Supermärkte, der größte Teil darin ist einfach nur unbrauchbarer Schrott. Jedenfalls die, die sich in meiner Umgebung befinden. Wenig naturbelassene Nahrung. Dafür sehr viel industriell "aufgepepptes" Essen. War auch schon vor meiner Diabetesdiagnose so.
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am 29.08.2021 17:59:13 | IP (Hash): 87850799
maddi schrieb:
Ohne Galle verzichte ich schon länger auf sehr fettreiches essen ...
Hallo Maddi,
wahrscheinlich hast du dich dazu schon umfassend schlau gemacht. Falls nicht, dann helfen dir vielleicht die folgenden Hinweisen ein wenig:
Die Gallenflüssigkeit, die zur Fettverdauung benötigt wird, wird ja nicht in der Galle, sondern in der Leber hergestellt und in der Galle nur angedickt. Wenn du Fette wählst, die nur wenig Gallensaft benötigen, dann kannst du das durchaus essen und gut verdauen. Besonders wertvoll ist in dieser Hinsicht das Milchfett, das mit seinem hohen Anteil von kurz- und mittelkettigen Fettsäuren nur wenig Gallensaft zur Aufspaltung benötigen. Festgestellt hast du das ja bereits beim Quark, den du offenbar ganz gerne isst. Sehr gut passt auch Butter. Also wenn du dich mit Margarine rum quälst, die angeblich gesünder sein soll, dann steige lieber auf Butter um, am besten auf Butter aus Weidehaltung.
Wenn du die KH reduzierst, kannst du übrigens ohne Probleme das Fett in deiner Ernährung erhöhen. Manche nutzen übrigens dieses Konzept sehr erfolgreich zum Abnehemen. Du kannst ja dazu mal nach LCHF suchen. Die Erfahrungen mit Butter uns insgesamt dem Milchfett stammen übrigens von LCHFlern, die diese Ernährung trotz fehlender Galle erfolgreich durchgezogen haben.
Guten Appetit, Rainer
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Gegebene Vorschläge und Einschätzungen sind ausschließlich zu Informationszwecken bestimmt und können in keinem Fall professionelle Beratung oder die Behandlung durch einen Arzt ersetzen.
Bearbeitet von User am 29.08.2021 17:59:29. Grund: BBCodes1 Benutzer dankte für diesen Nützlichen Beitrag. -
am 29.08.2021 19:12:54 | IP (Hash): 281481309
Rainer schrieb:
maddi schrieb:
Ohne Galle verzichte ich schon länger auf sehr fettreiches essen ...
Hallo Maddi,
wahrscheinlich hast du dich dazu schon umfassend schlau gemacht. Falls nicht, dann helfen dir vielleicht die folgenden Hinweisen ein wenig:
Die Gallenflüssigkeit, die zur Fettverdauung benötigt wird, wird ja nicht in der Galle, sondern in der Leber hergestellt und in der Galle nur angedickt. Wenn du Fette wählst, die nur wenig Gallensaft benötigen, dann kannst du das durchaus essen und gut verdauen.
Ich habe mich nicht wirklich schlau gemacht. Vom jetzigen Standpunkt her und rückblickend gesehen habe ich mich zwar immer mit der Thematik Ernährung aueinander gesetzt, aber eben nur halbherzig und jeweils zur Erkankung. Nie wirklich mit der Gesamtthematik der Verdauungsorgane und dem menschlichen Stoffwechsel, den Zusammenhängen darin. Ich habe eine gute Zeit lang komplett auf Fett verzichtet, weil die geringste Menge üble Gallenkoliken verursachte. Nach der OP erhielt ich einen riesen Klumpen als Andenken und mir wurde gesagt, meine Galle hätte eine seltene anatomische Fehlbildung, daher sei diese "voll gelaufen" und hätte früher oder später eh entfernt werden müssen. Ich hab dann nach und nach langsam wieder angefangen Fette zu essen. Mit Magarine kann man mich allerdings jagen. Halte ich für komplett ungesund und schmeckt zudem einfach nur scheußlich. Wenn, dann Butter. Ganz ohne Fett geht es nicht, das weiß ich. Also nehme ich Rapsöl zum braten, Olivenöl für den Salat, Butter und Käse aus Ziegen-und Schafsmilch. Und natürlich "die gute alte Milch" .. nicht unter 3,8 %. Alles andere ist für mich keine Milch, sondern "nur weiß gefärbtes Wasser". Alles inzwischen wieder voll fettig genug, für mich. Deswegen war ich ja so erstaunt, dass ich mit Metformin Currywurst und Pommes essen konnte, ohne das mir speiübel wurde und die Mahlzeit im Magen blieb. Selbiges bei Wiener Würstchen. Aber beides brauch ich auch nicht, selbst wenn ich es jetzt essen könnte. Hab es ja auch so geschafft zu viel Fett im Körper abzulagern. Vielleicht sogar, weil ich eben ein Zeit lang komplett auf Fett verzichten mußte ? Und danach damit immer vorsichtig war. Hätte meinen Blick wohl lieber auf Kohlehydrate lenken sollen.
Wird Zeit, dass ich das, was ich glaube meinen zu wissen, zu überprüfen und mir einen tatsächlichen Gesamtüberblick zu verschaffen. Zusammenhänge wirklich zu verstehen und zu begreifen.
Hier wurde ja schon das Thema Fettleber erwähnt. Schätze ich hab auch eine.
Sollte ich bei meinem Diabetes wohl nicht außer Acht lassen.
Das wird auch mein Hausarzt testen können, da muß ich wohl nicht warten bis ich eine diabetologische Praxis gefunden habe. -
am 29.08.2021 20:28:01 | IP (Hash): 1898958270
Hallo Maddi,
ich mag die normale Margarine auch nicht, aber dann habe ich welche von Bertolli endeckt und da ist sehr viel Olivernöl drin und die schmeckt lecker, schmeckt auch meinem Mann. Dann achte doch mal auf Vollkornprodukte - Nudeln, Reis, Brot -, gibt es sehr gute Varianten. Ich esse zum Beispiel auch gerne Rote-Linsen-Nudeln und Erbsennudeln, haben wenig Kalorien, also kann ich einen Kick mehr davon essen. Ansonsten viel Gemüse, mit Frischkäse (gerne mit Kräutern) verfeinert, ist total lecker. Und bei Wienerle, die ich auch sehr gerne esse, gibt es tolle aus Geflügel, schmecken genau so gut, und dann halt als Belag fettarmen Käse oder eben Geflügelwurst. Du wirst sehen, Du wirst genau so satt. Ansonsten, wenn Du zwischendurch Hunger hast, esse Nüsse ohne Salz.
Gruß,
Biggi2 Benutzer dankten für diesen Nützlichen Beitrag. -
am 29.08.2021 21:38:15 | IP (Hash): 815165269
maddi schrieb:
Hier wurde ja schon das Thema Fettleber erwähnt. Schätze ich hab auch eine.
Sollte ich bei meinem Diabetes wohl nicht außer Acht lassen.
Das wird auch mein Hausarzt testen können, da muß ich wohl nicht warten bis ich eine diabetologische Praxis gefunden habe.
Fettleber kann man im Ultraschall zum Teil sehen. Ein Ultraschallgerät haben auch viele Hausärzte. Solltest du bestimmte Laborwerte vorliegen haben, könntest du dir die Wahrscheinlichkeit auch hier ausrechnen lassen. http://www.fettleber-zentrum.at/fettleberindex-rechner/
Wegen deiner Verdauungsprobleme bei fettreichen Produkten, hast du mal als Alternative MCT-Fette ausprobiert? Die sind deutlich leichter verdaulich. -
am 30.08.2021 14:06:01 | IP (Hash): 799796083
July95 schrieb:
Wegen deiner Verdauungsprobleme bei fettreichen Produkten, hast du mal als Alternative MCT-Fette ausprobiert? Die sind deutlich leichter verdaulich.
... und preislich deutlich intensiver als z.B. die gute Butter. Klar sind sie auch noch ein bisschen wirksamer, weil MCT-Öle ausschließlich aus mittelkettigen gesättigten Fettsäuren bestehen.
Butter hat dagegen "nur" einen hohen Anteil an leicht verdaulichen kurz- und mittelkettigen Fettsäuren zu bieten, was aber - bis auf einige besonders schlimme Problemfälle - durchaus ausreicht. Übrigens ist natives Kokosöl wegen seiner Zusammensetzung auch besonders leicht verdaulich und ebenfalls deutlich preiswerter als die medizinischen MCT-Öle.
Guten Appetit, Rainer -
am 30.08.2021 17:42:26 | IP (Hash): 281481309
biggi119 schrieb:
Hallo Maddi,
ich mag die normale Margarine auch nicht, aber dann habe ich welche von Bertolli endeckt und da ist sehr viel Olivernöl drin .. Dann achte doch mal auf Vollkornprodukte - Nudeln, Reis, Brot -, gibt es sehr gute Varianten. Ich esse zum Beispiel auch gerne Rote-Linsen-Nudeln und Erbsennudeln, haben wenig Kalorien, Und bei Wienerle, die ich auch sehr gerne esse, gibt es tolle aus Geflügel, schmecken genau so gut,
Gruß,
Biggi
Danke für die Tipps.
Geschmack ist nur eine sehr individuelle Angelegenheit.
Ich bin, was Nahrung betrifft, sehr experimentierfreudig was andere kulturelle Küchen so zu bieten haben. Am liebsten ist mir bei jeder Küche aber so naturbelassen wie nur möglich.
Mixprodukte sind erfahrungsgemäß nichts für mich, schmecken mir nicht.
Butter und Olivenöl könnte ich mir auch selbst zusammen mischen,
Olivenöl kommt in meinen Salat, Rapsöl verwende ich zum braten und Butter kommt ans Gemüse.
Mit den 3 Fettsorten komme ich gut aus.
Wenn ich Thailändisch koche kommt Kokosmilch hinzu, hat ja auch einen Fettgehalt.
Vollkornprodukte werden immer angepriesen, sind aber nichts für mich.
Mag jetzt voll mäkelig klingen, aber ich hab schon vor meiner Diabetes nichts gegessen was mir nicht schmeckt. Wurstsorten sind per se auch nicht mein Ding. Wenn ich mal Brot esse, dann nur mit echtem , richtigen Kochschinken. Damit hat sich mein Wurstverzehr auch schon.
3 -4 mal im Jahr bekomme ich einen Hieper auf Dorschleber, geräucherten Heilbutt . Immer in der Winterzeit. Da esse ich dann auch gerne "Vollkorn"toast oder Weißbrot zu.
Je älter ich werde, desto mehr will ich nur noch Dinge essen auf die ich auch Lust und Appetit habe.
Auch wenn ich nun Diabetes 2 habe und (noch) stark übergwichtig bin.. (immerhin hab ich von den 40 Kg die ich zugenommen habe 17 wieder abgenommen, seitdem ich Metformin nehme) .. vertraue ich meinen Körper und meinen "Gelüsten", dass er weiß wann er was braucht.
Ich hab einfach keine Nerven mehr über für irgendwelche "Ersatzprodukte , die satt" machen.
Die habe ich , vor allem in jungen Jahren zur Genüge probiert um nicht "zu fett zu werden" oder damit mein Gewicht halten zu können.
Inklusive Weight Watchers, Körner - Diät, Wochenlangen Almasend- "Kuren", Irgendwelchen Zellulose Pillen aus der Apotheke ," die den Magen füllen", 0 -Diäten, Fasten und was es da sonst noch alles gibt.
Zu den Zeiten als ich noch aktiv viel Sport trieb auch irgendwelche Dinge, die gerade "in"waren. Irgendwelche Getränke die den Stoffwechsel ankurbeln sollten, etc.
Ich will nicht mehr, ich hab keinen Nerv mehr auf diesen Rummel.
Dinge zu mir nehmen, nur weil sie als "vernünftig" gelten, als "bessere Alternative " und die mir im Grunde nicht schmecken. Auf die ich gar keinen Appetit habe. Die mich nicht glücklich machen.
Lieber esse ich weniger von einer "Vollfettstufe" , bei Produkten die mir zusagen,
als irgendein "Light Produkt". Diese Lightprodukte schmecken mir einfach nur widerlich.
Ich will rausfinden, was von dem, was ich gerne esse, wie auf meinen Blutzucker wirkt.
So ein klares Ziel hat sich jetzt ,in der kurzen Zeit in der ich hier drin bin, für mich heraus kristallisiert.
Dafür bin echt dankbar, denn das gibt mir die erste Orientierung , wie ich mit meiner Diabetesdiagnose umgehen kann.
Wie und wo ich meine Ernährung umstellen muß, wird sich heraus filtern.
Dazu investiere ich vermehrt in Blutzuckerteststreifen.
"Mein Diabetes wird mir schon erzählen was er von mir will."
Ich muß nur "seine Art der Kommunikation, seine Sprache" verstehen lernen:
Und sollte dabei heraus kommen, dass Nudeln, Kartoffeln, Reis für mich ein No Go sind,
dann ist das halt eben so.
Da werde ich kein Ersatz für suchen.
Oder, wenn mich doch mal ein unstillbares Verlangen danach überkommt,
nur eine Portion zu mir nehmen,
mit der mein Diabetes oder ich oder mein Blutzucker auch klar kommt.
Und wenn es im Endeffekt nur 2 Gabeln voll sein sollten.
Ich kann und "darf" seit meiner Darm OP auch so einiges Dinge nicht mehr essen.
Ich liebe z.B. Weißkraut, in allen Varianten und scharfes Essen (Chilli).
Hat sich ja auch erledigt, ist nicht mehr drin...
außer in ganz, ganz kleinen Mengen, ab und an mal. "Kostehäppchen"
Ich versuche es mit "Demut".
Mich freuen an dem was ich hab und mir bleibt. - Nicht danach sehen, was mir fehlt.
Die Einstellung zumindest kann ich jederzeit über Bord schmeißen (und mir eine andere aussuchen), beim Diabetes geht das nicht.
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am 30.08.2021 18:42:25 | IP (Hash): 799796083
maddi schrieb:
Und sollte dabei heraus kommen, dass Nudeln, Kartoffeln, Reis für mich ein No Go sind, dann ist das halt eben so.
Hallo Maddi,
ich kann dir versichern, dass es kein Lebensmittel gibt, das du überhaupt nicht essen kannst. Du musst nur herausfinden, welche Mengen bei dir noch gehen.
Bei mir gehören Kartoffeln, Nudeln, Reis auch dazu. Sie sind allerdings nicht mehr die Sättigungsbeilage, sondern in kleinen Mengen das Sahnehäubchen. Am schlimmsten ist es bei mir mit Klößen, die ja zu manchen Sachen, z.B. Entebraten, unbedingt dazu gehören. Die treiben meinen BZ so stark in dieHöhe, dass ich mir nur 1/4 Kloß leisten kann. Für mich ist allerdings sehr wichtig, dass ich mir den überhaupt leisten kann, weil er geschmacklich einfach dazu gehört. Ich halte auch nicht viel von KH-armen Nachbauten als Ersatz. Ich habe mich an die kleinen Mengen von diesen Beilagen gewöhnt und fühle mich wohl damit, zumal ich dann von den anderen guten Sachen mehr essen kann.
Alles Gute, Rainer1 Benutzer dankte für diesen Nützlichen Beitrag. -
am 01.09.2021 00:55:26 | IP (Hash): 281481309
Rainer schrieb:
ich kann dir versichern, dass es kein Lebensmittel gibt, das du überhaupt nicht essen kannst. Du musst nur herausfinden, welche Mengen bei dir noch gehen.
Das werde ich beim Sushi probieren, denn das würde mir wirklich fehlen, wenn das nicht mehr ginge.
Ich hätte nicht gedacht das mir das messen und heraus filtern so viel Spaß macht.
Das ist irgendwie richtig perfide.
Am liebstn würde ich das "im Schnelldurchlauf" machen, weil ich richtig neugierig geworden bin,
was sich wie auf meinen Blutzucker auswirkt.
Da mir die Neugier und vor allem "der Spaß" sicher mit der Zeit vergehen wird,
genieße ich das erst einmal.
Irgendwie voll schräg.
Es wird bestimmt noch früh genug lästig. -
am 01.09.2021 09:17:56 | IP (Hash): 1629956718
Du kannst das schräge Genießen noch jede Menge verlängern. So setze ich z.B. den Pieks von regelmäßig auf stichpunktartig, wenn ich 3mal hintereinander nach dem gleichen Essen in etwa den gleichen Wert in meinem grünen Bereich gemessen habe.
Macht nach der Neugier, was wann in welcher Menge passt, einen spannenden kleinen inneren Wettbewerb um das passende Einschätzen. Hält mich nach 30 Jahren immer noch super aufmerksam und spart auf Dauer jede Menge Streifen und Löcher :)
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Prädiabetes und Diabetes Typ 2 und die Diagnose-Grenzwerte sind willkürlich von den Fachgesellschaften für Diabetes definiert.1 Benutzer dankte für diesen Nützlichen Beitrag. -
am 02.09.2021 11:37:45 | IP (Hash): 1164329612
maddi schrieb:
Mit dem testen habe ich vor kurzer Zeit angefangen. Eine teure Angelegenheit.
Ein Blutzucker Messsystem mit allem Zubehör habe ich mir gekauft.
Hallo Maddi,
Ich habe ein Medisana-Blutzuckermessgerät (gibt es derzeit am großen Fluss mit Teststreifen um ca. 30 Euro)
50 Teststreifen ebenda (gefunden über geizhals.at ) um 16 Euro.
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am 02.09.2021 12:06:19 | IP (Hash): 1040372874
haidi schrieb:
maddi schrieb:
Mit dem testen habe ich vor kurzer Zeit angefangen. Eine teure Angelegenheit.
Ein Blutzucker Messsystem mit allem Zubehör habe ich mir gekauft.
Hallo Maddi,
Ich habe ein Medisana-Blutzuckermessgerät (gibt es derzeit am großen Fluss mit Teststreifen um ca. 30 Euro)
50 Teststreifen ebenda (gefunden über geizhals.at ) um 16 Euro.
Ich habe für keins meiner BZ Messgeräte was bezahlt. Das erste gab es auf Rezept und zwei weitere habe ich kostenlos bekommen. Eins auf Nachfrage bei der Apotheke ( die meisten haben kostenlose Testgeräte auf Vorrat) und ein weiteres habe ich ebenfalls kostenlos direkt beim Hersteller bestellt.
Die Accu Chek Teststreifen sind in der Tat etwas teurer, aber mehr als 19,99€ habe ich online dafür auch noch nicht gezahlt.1 Benutzer dankte für diesen Nützlichen Beitrag. -
am 02.09.2021 13:07:39 | IP (Hash): 1164329612
Maddi schrieb von Kosten.
Ich habe meine auch gekauft, weil ich am NBZ interessiert war, aber noch nicht Diabetes hatte. -
am 02.09.2021 21:34:46 | IP (Hash): 289019616
was die kostenseite des messens angeht, so fällt doch der anschaffungspreis gegenüber der verbrauchskosten für teststreifen kaum ins gewicht.
was nützt mir ein geschenktes gerät, wenn ich damit zum kauf extrem teurer streifen geködert werden soll...
ich hab aus eben diesen gründen ein gerät names adia von diabetikerbedarf.de gekauft.
war erst der meinung, das sei ein schlechtes ungenaues instrument. veröffentlichte testberichte haben das ansehen der technik bei mir rehabilitiert.