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Zuckerfalle Narra-Tief

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    am 27.09.2021 21:41:12 | IP (Hash): 987346647
    Ein Narrativ ist eine erzählte Geschichte. Z.B. die Erzählung von den fürchterlichen Schäden, die man mit einigen Wochen bis Monaten Abschmelzen von unliebsamen größeren Fettreserven nehmen soll. Ganz so, als gehörte das nicht zum Normalsten auf der Welt.

    Im alljährlichen Ablauf der Jahreszeiten gibt es in der Natur im Sommer und Herbst reichlich Nahrung und im Winter und Frühjahr wenig. Also wird schon weit länger als es uns Menschen gibt in Sommer und Herbst Speck angefressen und im Winter und Frühjahr wieder abgehungert. Das war auch für unsere Vorfahren seit Menschengedenken völlig normal bis noch vor 100 Jahren. Über Schäden aus diesem Auf und Ab des Gewichts ist nirgendwo berichtet worden. Wohl über solche, wenn für einen harten Winter nicht genug Speck angesetzt war und dann eben
    ohne ausreichend Nahrung
    aus Mangel an Speicherfett zunehmend lebenswichtige Substanz aufgezehrt werden musste - bis hin zum Tod.

    Aber mit BMI 25 und mehr sind wir in D natürlich ganz offensichtlich um Welten von solchen lebensbedrohlichen Auszehrungen entfernt.

    Warum da also son (negativ - megatief - narratief)
    Narra-Tief? Z.B. im "Zuckerfalle in Lebensmittel" Thread ?

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    Prädiabetes und Diabetes Typ 2 und die Diagnose-Grenzwerte sind willkürlich von den Fachgesellschaften für Diabetes definiert.
    Bearbeitet von User am 27.09.2021 21:42:50. Grund: Ergänzung
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    am 27.09.2021 23:48:36 | IP (Hash): 633108556
    Der Vergleich mit der Vergangenheit hinkt hier doch gewaltig.

    Die Lebenserwaetung war noch nie so in der Menschheitsgeschichte so lange wie heute.

    Im Mittelalter galten 60 jährige oft schon als alt. Haben meist nur die wohlhabenden erreicht die immer regelmäßig zu essen hatten. 80, 90 oder gar 100 Jahre waren extremst ungewöhnlich.

    Wenn wir noch weiter zurück gehen in die Zeit der Jäger und Sammler die wirklich davon abhängig waren welche Nahrung jahreszeitlich zur Verfügung stand, waren mach heutigem Wissensstand schon 50 Jahre sehr sehr alt so alt wurden nur die wenigsten.

    Das lag mit Sicherheit nicht nur an der Ernährung, dafür gibt es viele Faktoren. Das regelmäßige Hungerszeiten für den Körper aber nun völlig normal sind kann mam davon nicht ableiten. Hungern ist Stress für den Körper und Stress ist dauerhaft nie gut für den Körper.

    Es hängt sicher von der individuellen Lage ab, hohes Übergewicht ist extrem schädlich, eine schnelle Reduzierung kann da durchaus sinnvoll sein.
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    am 28.09.2021 08:45:07 | IP (Hash): 1865568643
    Die großen alljährlichen Ernährungsschwankungen waren auch bei uns in D bis vor gut 100 Jahren noch völlig normal. Wo die Versorgung nur direkt aus der Landwirtschaft erfolgen konnte, ging das gar nicht anders.

    Und mit der super Möglichkeit zum ketogenen Betrieb sind wir biologisch bestens dafür eingerichtet. Denn die biologisch tolle Umstellung von Glukose auf Fett als vorrangig genutzter Energieträger sorgt super dafür, dass praktisch so lange vorhanden in allererster Linie nur Speicherfett verbraucht wird und z.B. Muskeln nicht angegriffen werden - solange sie genutzt werden. Ungenutzte Muskeln werden auch bei Überernährung abgebaut.

    Stress macht weniger essen als verbrauchen erst, wenn es an die lebenswichtige Substanz geht. Davon sind wir mit Typ 2 und zu viel Fett um Welten entfernt. Womit wir uns beim Wenigeressen den Stress machen, ist die tatsächliche Möglichkeit des unendlichen Befressens, die wir tatsächlich jeden Tag von morgens bis abends nutzen können.

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    am 28.09.2021 13:29:49 | IP (Hash): 72970431
    hjt_Jürgen schrieb:
    Die großen alljährlichen Ernährungsschwankungen waren auch bei uns in D bis vor gut 100 Jahren noch völlig normal. Wo die Versorgung nur direkt aus der Landwirtschaft erfolgen konnte, ging das gar nicht anders.

    Und mit der super Möglichkeit zum ketogenen Betrieb sind wir biologisch bestens dafür eingerichtet. Denn die biologisch tolle Umstellung von Glukose auf Fett als vorrangig genutzter Energieträger sorgt super dafür, dass praktisch so lange vorhanden in allererster Linie nur Speicherfett verbraucht wird und z.B. Muskeln nicht angegriffen werden - solange sie genutzt werden. Ungenutzte Muskeln werden auch bei Überernährung abgebaut.

    Stress macht weniger essen als verbrauchen erst, wenn es an die lebenswichtige Substanz geht. Davon sind wir mit Typ 2 und zu viel Fett um Welten entfernt. Womit wir uns beim Wenigeressen den Stress machen, ist die tatsächliche Möglichkeit des unendlichen Befressens, die wir tatsächlich jeden Tag von morgens bis abends nutzen können.

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    Deswegen - und, ja, ich wiederhole es schon wieder - plädiere ich auch weiterhin eisenhart dafür, dass wir jene Leute mit einem "Zuviel" an Schwimmhilfen nicht mit Halbwissen bzw. Nichtwissen bombadieren, sondern mit der Übermittlung wissenschaftlich festgestellter Erkenntnisse durch facheinschlägige Arbeiten dahingehend motivieren, dass diese ihre gesundheitliche Lage mit ein paar einfachen Regeln umgehend und bereits in dieser Zeit mitunter deutlich verbessern können. Positive psychologische Veränderungen gibt's nicht selten, und das sogar gratis, dazu ;-)
    Bearbeitet von User am 28.09.2021 13:30:53. Grund: .
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    am 28.09.2021 22:17:18 | IP (Hash): 1865568643
    Mit den Schwimmhilfen kommen wir aber jetzt ganz schön ins Schwimmen. Diesen Fred hier hab ich aufgemacht, um ungestört von anderen Themen das Thema Abnehmen diskutieren zu können. Also zum Verringern von Lebendgewicht, wenn man welches loswerden will. Das wollte ich von hinderlichen Mythen frei gestellt sehen. Ich wollte hier eigentlich niemanden zum Abnehmen bekehren.

    Hab mir übrigens vorhin von einem anderen Opa erzählen lassen, dass sein 4jähriger Enkel genau weiß, woher die Butter kommt: Nämlich aus der Milch von den Kühen, die auf fetten Weiden grasen ;)

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    am 29.09.2021 02:57:48 | IP (Hash): 281481309
    hjt_Jürgen schrieb:
    Ein Narrativ ist eine erzählte Geschichte. Z.B. die Erzählung von den fürchterlichen Schäden, die man mit einigen Wochen bis Monaten Abschmelzen von unliebsamen größeren Fettreserven nehmen soll. Ganz so, als gehörte das nicht zum Normalsten auf der Welt.

    Im alljährlichen Ablauf der Jahreszeiten gibt es in der Natur im Sommer und Herbst reichlich Nahrung und im Winter und Frühjahr wenig. Also wird schon weit länger als es uns Menschen gibt in Sommer und Herbst Speck angefressen und im Winter und Frühjahr wieder abgehungert.



    Im Winter / Frühjahr haben auch die Altvorderen nicht gehungert , wenn.... eine Vorratshaltung betrieben wurde/werden konnte. Diverse Möglichkeiten zur Konservierung von Nahrungsmitteln sind uralt.
    Und jeweils auf die klimatischen Bedingungen einer Region abgestimmt gewesen.
    Die Vorratshaltung war schon immer ein wesentlicher Bestandteil des menschl. Lebens.

    Ich bezweifle, dass sich der damalig in der Landwirtschaft tätige Mensch während des Frühlings, Sommers und Herbst Speck anfressen konnte, wie es z.B. Igel und Bären nötig haben und tun.
    Landwirtschaft war damalig echte Knochenarbeit, von der Saat bis zur Ernte und die Zeit dazwischen und danach. Immerhin war die Haltbarmachung der geernteten Lebensmittel sehr arbeitsintensiv.

    Fett anfressen war da in den Ruhemonaten, also im Winter ( sofern die Ernte gut und erfolgreich als auch die Haltbarmachung der geernteten Nahrungsmittel. Auch was die Schlachtung; etc. von Tieren angeht)
    Im Winter konnte ( unter guten Verhältnissen bei der Vorratshaltung) Fett am Körper angesetzt werden, da die körperliche Arbeit weniger wurde. Mehr Arbeiten im Haus statt fanden , wie z.B. Instandhaltungmaßnahmen an Gerätschaften , die im Frühjahr wieder für die Aussaat benötigt wurden und im Herbst für die Ernte.

    Der "moderne Supermarktmensch" würde ohne Supermarkt zu jeder Jahreszeit verhungern,
    weil ihm schlicht jegliches Wissen zum überleben in der Natur fehlt.

    Eine Gewichtsabweichung bis zu 7 Kg Plus im Winter ist so der Durchschnitt, der sich im Frühjahr/Sommer zumeist von alleine wieder verflüchtigen kann, weil die körperliche Aktivität wieder zu nimmt.

    Die Frage ist halt auch was man unter "größeren Fettreserven" versteht.
    5, 7, 10, 15, 20, 25, 30, 35, 40 , 45 etc. Kilo Gewichtszunahme ?





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    am 29.09.2021 12:11:51 | IP (Hash): 1861569473
    Die längste Zeit der Entwicklung unserer Art hatten unsere Vorfahren immer nur das zum Leben, was sie jeweils im und am Leib trugen. Sesshaft kam später und mögliche Vorräte waren nie für's mehrheitlich einfache Volk.
    Für's einfache Volk war Nahrungsaufnahme nach Verfügbarkeit absolute Richtschnur. Wenn mehr Kalorien verfügbar waren als verbraucht wurden, wurde zugenommen. Wenn weniger Kalorien verfügbar waren als verbraucht wurden, wurde abgenommen - und zwar im Hungermodus:
    Heute sagen wir ketogen. Dabei wird praktisch nur die Energie verwertet, die der Organismus in Form von Fett gespeichert hat. Muskeln und Organe werden dabei erst angegriffen, wenn das Fett aufgebraucht ist.

    Fett ist übrigens ein genialer Energiespeicher. Denn Fett ist pro Kalorie am leichtesten und braucht am wenigsten Platz und Erhaltungsaufwand.
    1 kg Fett speichert 9.000 kcal und damit voll ausreichend Energie für 3 Tage, wenn man NICHTS isst. Mit FDH schon fast ne Woche.
    1 kg Glukose würde nur 4.000 kcal speichern und zusätzlich 5 kg Wasser binden, und der Organismus müsste beständig großen Aufwand treiben, um dieses Wasser zu halten.

    Besonders interessant ist natürlich, dass nicht Nahrungsfett die ergiebigste Quelle für Körperfett ist, sondern dass das die Kohlenhydrate sind. Genau wie bei der Butter aus der Milch von den Kühen von der fetten Weide oder in der Gänsestopfleber. Und an Kohlenhydraten sind natürlich in Sommer und Herbst die meisten verfügbar.

    Die Glukose aus den Kohlenhydraten gelangt zusammen mit der passenden Menge an Insulin in die Leber. Was davon just dann nicht für die Weitergabe in den Kreislauf gebraucht wird und nicht mehr in den Glykogenspeicher passt, wird in Triglyzeride umgewandelt und ordentlich in die Schwimmhilfen transportiert. Unordentlich gleich direkt in der Leber eingelagert - eben für die Gänsestopfleber oder für unsere NAFL, die nichtalkoholische Fettleber.

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    am 29.09.2021 16:30:44 | IP (Hash): 72970431
    Theoretisch gesehen könnten viele, wenn nicht gar (fast) alle Patienten mit DEUTLICH zuviel Schwimmhilfen über viele Monate hinweg ohne jegliche Nahrungszufuhr leben ohne gleich einen Nährstoffmangel befürchten zu müssen. Denn was sie an Vorräten, d.h. Nährstoffen in Form von Fett durch Überernährung, mit sich heruMTRagen, könnte der Körper während dieser Phase effizient zur Energiegewinnung und Versorgung des Körpers nutzen. Selbstverständlich ist das praktisch aber weder durchführbar noch - selbstverständlich - aus gesundheitlicher Sicht sinnvoll.

    1 kg Fett beinhaltet nach meinem Erkenntnisstand 80 %, also etwa 800 Gramm, "reines" Fett. Auf die restlichen 20 % entfallen dann Proteine und Wasser. Durch Umwandlungsprozesse im Körper - die ebenfalls Energie benötigen - müssen wir also mit insg. 7000 Kalorien rechnen, die wir einsparen oder durch Sport und Bewegung (zusätzlich) verbrennen müssen, um 1 kg Körperfett abzunehmen. :-)
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    am 29.09.2021 17:14:56 | IP (Hash): 1861569473
    Vielleicht liest Du ja mal beim Amazon in "die Fettlöserin" rein. Trotz Wahnsinnsgewicht kein Diabetes! Aber schon interessant, wie der traditionelle Diabetesverlag die Frau gezielt auf seine T2 Kundschaft ansetzt ;)

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    am 29.09.2021 23:48:32 | IP (Hash): 281481309
    " Die Glukose aus den Kohlenhydraten gelangt zusammen mit der passenden Menge an Insulin in die Leber. Was davon just dann nicht für die Weitergabe in den Kreislauf gebraucht wird und nicht mehr in den Glykogenspeicher passt, wird in Triglyzeride umgewandelt und ordentlich in die Schwimmhilfen transportiert. Unordentlich gleich direkt in der Leber eingelagert - eben für die Gänsestopfleber oder für unsere NAFL, die nichtalkoholische Fettleber."

    -Ja, wenn man einen Überschuß an Nahrung zu sich nimmt, insbesondere Kohlehydrate, wird der Mensch fett, verfettet er.


    Die Natur hat jedem Menschen einen eigenen Kopf geschenkt - damit er denken kann was er will.