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Zuckerfalle Narra-Tief

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    am 27.09.2021 21:41:12 | IP (Hash): 987346647
    Ein Narrativ ist eine erzählte Geschichte. Z.B. die Erzählung von den fürchterlichen Schäden, die man mit einigen Wochen bis Monaten Abschmelzen von unliebsamen größeren Fettreserven nehmen soll. Ganz so, als gehörte das nicht zum Normalsten auf der Welt.

    Im alljährlichen Ablauf der Jahreszeiten gibt es in der Natur im Sommer und Herbst reichlich Nahrung und im Winter und Frühjahr wenig. Also wird schon weit länger als es uns Menschen gibt in Sommer und Herbst Speck angefressen und im Winter und Frühjahr wieder abgehungert. Das war auch für unsere Vorfahren seit Menschengedenken völlig normal bis noch vor 100 Jahren. Über Schäden aus diesem Auf und Ab des Gewichts ist nirgendwo berichtet worden. Wohl über solche, wenn für einen harten Winter nicht genug Speck angesetzt war und dann eben
    ohne ausreichend Nahrung
    aus Mangel an Speicherfett zunehmend lebenswichtige Substanz aufgezehrt werden musste - bis hin zum Tod.

    Aber mit BMI 25 und mehr sind wir in D natürlich ganz offensichtlich um Welten von solchen lebensbedrohlichen Auszehrungen entfernt.

    Warum da also son (negativ - megatief - narratief)
    Narra-Tief? Z.B. im "Zuckerfalle in Lebensmittel" Thread ?

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    Prädiabetes und Diabetes Typ 2 und die Diagnose-Grenzwerte sind willkürlich von den Fachgesellschaften für Diabetes definiert.
    Bearbeitet von User am 27.09.2021 21:42:50. Grund: Ergänzung
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    am 27.09.2021 23:48:36 | IP (Hash): 633108556
    Der Vergleich mit der Vergangenheit hinkt hier doch gewaltig.

    Die Lebenserwaetung war noch nie so in der Menschheitsgeschichte so lange wie heute.

    Im Mittelalter galten 60 jährige oft schon als alt. Haben meist nur die wohlhabenden erreicht die immer regelmäßig zu essen hatten. 80, 90 oder gar 100 Jahre waren extremst ungewöhnlich.

    Wenn wir noch weiter zurück gehen in die Zeit der Jäger und Sammler die wirklich davon abhängig waren welche Nahrung jahreszeitlich zur Verfügung stand, waren mach heutigem Wissensstand schon 50 Jahre sehr sehr alt so alt wurden nur die wenigsten.

    Das lag mit Sicherheit nicht nur an der Ernährung, dafür gibt es viele Faktoren. Das regelmäßige Hungerszeiten für den Körper aber nun völlig normal sind kann mam davon nicht ableiten. Hungern ist Stress für den Körper und Stress ist dauerhaft nie gut für den Körper.

    Es hängt sicher von der individuellen Lage ab, hohes Übergewicht ist extrem schädlich, eine schnelle Reduzierung kann da durchaus sinnvoll sein.
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    am 28.09.2021 08:45:07 | IP (Hash): 1865568643
    Die großen alljährlichen Ernährungsschwankungen waren auch bei uns in D bis vor gut 100 Jahren noch völlig normal. Wo die Versorgung nur direkt aus der Landwirtschaft erfolgen konnte, ging das gar nicht anders.

    Und mit der super Möglichkeit zum ketogenen Betrieb sind wir biologisch bestens dafür eingerichtet. Denn die biologisch tolle Umstellung von Glukose auf Fett als vorrangig genutzter Energieträger sorgt super dafür, dass praktisch so lange vorhanden in allererster Linie nur Speicherfett verbraucht wird und z.B. Muskeln nicht angegriffen werden - solange sie genutzt werden. Ungenutzte Muskeln werden auch bei Überernährung abgebaut.

    Stress macht weniger essen als verbrauchen erst, wenn es an die lebenswichtige Substanz geht. Davon sind wir mit Typ 2 und zu viel Fett um Welten entfernt. Womit wir uns beim Wenigeressen den Stress machen, ist die tatsächliche Möglichkeit des unendlichen Befressens, die wir tatsächlich jeden Tag von morgens bis abends nutzen können.

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    am 28.09.2021 13:29:49 | IP (Hash): 72970431
    hjt_Jürgen schrieb:
    Die großen alljährlichen Ernährungsschwankungen waren auch bei uns in D bis vor gut 100 Jahren noch völlig normal. Wo die Versorgung nur direkt aus der Landwirtschaft erfolgen konnte, ging das gar nicht anders.

    Und mit der super Möglichkeit zum ketogenen Betrieb sind wir biologisch bestens dafür eingerichtet. Denn die biologisch tolle Umstellung von Glukose auf Fett als vorrangig genutzter Energieträger sorgt super dafür, dass praktisch so lange vorhanden in allererster Linie nur Speicherfett verbraucht wird und z.B. Muskeln nicht angegriffen werden - solange sie genutzt werden. Ungenutzte Muskeln werden auch bei Überernährung abgebaut.

    Stress macht weniger essen als verbrauchen erst, wenn es an die lebenswichtige Substanz geht. Davon sind wir mit Typ 2 und zu viel Fett um Welten entfernt. Womit wir uns beim Wenigeressen den Stress machen, ist die tatsächliche Möglichkeit des unendlichen Befressens, die wir tatsächlich jeden Tag von morgens bis abends nutzen können.

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    Deswegen - und, ja, ich wiederhole es schon wieder - plädiere ich auch weiterhin eisenhart dafür, dass wir jene Leute mit einem "Zuviel" an Schwimmhilfen nicht mit Halbwissen bzw. Nichtwissen bombadieren, sondern mit der Übermittlung wissenschaftlich festgestellter Erkenntnisse durch facheinschlägige Arbeiten dahingehend motivieren, dass diese ihre gesundheitliche Lage mit ein paar einfachen Regeln umgehend und bereits in dieser Zeit mitunter deutlich verbessern können. Positive psychologische Veränderungen gibt's nicht selten, und das sogar gratis, dazu ;-)
    Bearbeitet von User am 28.09.2021 13:30:53. Grund: .
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    am 28.09.2021 22:17:18 | IP (Hash): 1865568643
    Mit den Schwimmhilfen kommen wir aber jetzt ganz schön ins Schwimmen. Diesen Fred hier hab ich aufgemacht, um ungestört von anderen Themen das Thema Abnehmen diskutieren zu können. Also zum Verringern von Lebendgewicht, wenn man welches loswerden will. Das wollte ich von hinderlichen Mythen frei gestellt sehen. Ich wollte hier eigentlich niemanden zum Abnehmen bekehren.

    Hab mir übrigens vorhin von einem anderen Opa erzählen lassen, dass sein 4jähriger Enkel genau weiß, woher die Butter kommt: Nämlich aus der Milch von den Kühen, die auf fetten Weiden grasen ;)

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    am 29.09.2021 02:57:48 | IP (Hash): 281481309
    hjt_Jürgen schrieb:
    Ein Narrativ ist eine erzählte Geschichte. Z.B. die Erzählung von den fürchterlichen Schäden, die man mit einigen Wochen bis Monaten Abschmelzen von unliebsamen größeren Fettreserven nehmen soll. Ganz so, als gehörte das nicht zum Normalsten auf der Welt.

    Im alljährlichen Ablauf der Jahreszeiten gibt es in der Natur im Sommer und Herbst reichlich Nahrung und im Winter und Frühjahr wenig. Also wird schon weit länger als es uns Menschen gibt in Sommer und Herbst Speck angefressen und im Winter und Frühjahr wieder abgehungert.



    Im Winter / Frühjahr haben auch die Altvorderen nicht gehungert , wenn.... eine Vorratshaltung betrieben wurde/werden konnte. Diverse Möglichkeiten zur Konservierung von Nahrungsmitteln sind uralt.
    Und jeweils auf die klimatischen Bedingungen einer Region abgestimmt gewesen.
    Die Vorratshaltung war schon immer ein wesentlicher Bestandteil des menschl. Lebens.

    Ich bezweifle, dass sich der damalig in der Landwirtschaft tätige Mensch während des Frühlings, Sommers und Herbst Speck anfressen konnte, wie es z.B. Igel und Bären nötig haben und tun.
    Landwirtschaft war damalig echte Knochenarbeit, von der Saat bis zur Ernte und die Zeit dazwischen und danach. Immerhin war die Haltbarmachung der geernteten Lebensmittel sehr arbeitsintensiv.

    Fett anfressen war da in den Ruhemonaten, also im Winter ( sofern die Ernte gut und erfolgreich als auch die Haltbarmachung der geernteten Nahrungsmittel. Auch was die Schlachtung; etc. von Tieren angeht)
    Im Winter konnte ( unter guten Verhältnissen bei der Vorratshaltung) Fett am Körper angesetzt werden, da die körperliche Arbeit weniger wurde. Mehr Arbeiten im Haus statt fanden , wie z.B. Instandhaltungmaßnahmen an Gerätschaften , die im Frühjahr wieder für die Aussaat benötigt wurden und im Herbst für die Ernte.

    Der "moderne Supermarktmensch" würde ohne Supermarkt zu jeder Jahreszeit verhungern,
    weil ihm schlicht jegliches Wissen zum überleben in der Natur fehlt.

    Eine Gewichtsabweichung bis zu 7 Kg Plus im Winter ist so der Durchschnitt, der sich im Frühjahr/Sommer zumeist von alleine wieder verflüchtigen kann, weil die körperliche Aktivität wieder zu nimmt.

    Die Frage ist halt auch was man unter "größeren Fettreserven" versteht.
    5, 7, 10, 15, 20, 25, 30, 35, 40 , 45 etc. Kilo Gewichtszunahme ?





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    am 29.09.2021 12:11:51 | IP (Hash): 1861569473
    Die längste Zeit der Entwicklung unserer Art hatten unsere Vorfahren immer nur das zum Leben, was sie jeweils im und am Leib trugen. Sesshaft kam später und mögliche Vorräte waren nie für's mehrheitlich einfache Volk.
    Für's einfache Volk war Nahrungsaufnahme nach Verfügbarkeit absolute Richtschnur. Wenn mehr Kalorien verfügbar waren als verbraucht wurden, wurde zugenommen. Wenn weniger Kalorien verfügbar waren als verbraucht wurden, wurde abgenommen - und zwar im Hungermodus:
    Heute sagen wir ketogen. Dabei wird praktisch nur die Energie verwertet, die der Organismus in Form von Fett gespeichert hat. Muskeln und Organe werden dabei erst angegriffen, wenn das Fett aufgebraucht ist.

    Fett ist übrigens ein genialer Energiespeicher. Denn Fett ist pro Kalorie am leichtesten und braucht am wenigsten Platz und Erhaltungsaufwand.
    1 kg Fett speichert 9.000 kcal und damit voll ausreichend Energie für 3 Tage, wenn man NICHTS isst. Mit FDH schon fast ne Woche.
    1 kg Glukose würde nur 4.000 kcal speichern und zusätzlich 5 kg Wasser binden, und der Organismus müsste beständig großen Aufwand treiben, um dieses Wasser zu halten.

    Besonders interessant ist natürlich, dass nicht Nahrungsfett die ergiebigste Quelle für Körperfett ist, sondern dass das die Kohlenhydrate sind. Genau wie bei der Butter aus der Milch von den Kühen von der fetten Weide oder in der Gänsestopfleber. Und an Kohlenhydraten sind natürlich in Sommer und Herbst die meisten verfügbar.

    Die Glukose aus den Kohlenhydraten gelangt zusammen mit der passenden Menge an Insulin in die Leber. Was davon just dann nicht für die Weitergabe in den Kreislauf gebraucht wird und nicht mehr in den Glykogenspeicher passt, wird in Triglyzeride umgewandelt und ordentlich in die Schwimmhilfen transportiert. Unordentlich gleich direkt in der Leber eingelagert - eben für die Gänsestopfleber oder für unsere NAFL, die nichtalkoholische Fettleber.

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    am 29.09.2021 16:30:44 | IP (Hash): 72970431
    Theoretisch gesehen könnten viele, wenn nicht gar (fast) alle Patienten mit DEUTLICH zuviel Schwimmhilfen über viele Monate hinweg ohne jegliche Nahrungszufuhr leben ohne gleich einen Nährstoffmangel befürchten zu müssen. Denn was sie an Vorräten, d.h. Nährstoffen in Form von Fett durch Überernährung, mit sich heruMTRagen, könnte der Körper während dieser Phase effizient zur Energiegewinnung und Versorgung des Körpers nutzen. Selbstverständlich ist das praktisch aber weder durchführbar noch - selbstverständlich - aus gesundheitlicher Sicht sinnvoll.

    1 kg Fett beinhaltet nach meinem Erkenntnisstand 80 %, also etwa 800 Gramm, "reines" Fett. Auf die restlichen 20 % entfallen dann Proteine und Wasser. Durch Umwandlungsprozesse im Körper - die ebenfalls Energie benötigen - müssen wir also mit insg. 7000 Kalorien rechnen, die wir einsparen oder durch Sport und Bewegung (zusätzlich) verbrennen müssen, um 1 kg Körperfett abzunehmen. :-)
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    am 29.09.2021 17:14:56 | IP (Hash): 1861569473
    Vielleicht liest Du ja mal beim Amazon in "die Fettlöserin" rein. Trotz Wahnsinnsgewicht kein Diabetes! Aber schon interessant, wie der traditionelle Diabetesverlag die Frau gezielt auf seine T2 Kundschaft ansetzt ;)

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    am 29.09.2021 23:48:32 | IP (Hash): 281481309
    " Die Glukose aus den Kohlenhydraten gelangt zusammen mit der passenden Menge an Insulin in die Leber. Was davon just dann nicht für die Weitergabe in den Kreislauf gebraucht wird und nicht mehr in den Glykogenspeicher passt, wird in Triglyzeride umgewandelt und ordentlich in die Schwimmhilfen transportiert. Unordentlich gleich direkt in der Leber eingelagert - eben für die Gänsestopfleber oder für unsere NAFL, die nichtalkoholische Fettleber."

    -Ja, wenn man einen Überschuß an Nahrung zu sich nimmt, insbesondere Kohlehydrate, wird der Mensch fett, verfettet er.


    Die Natur hat jedem Menschen einen eigenen Kopf geschenkt - damit er denken kann was er will.
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    am 30.09.2021 08:02:03 | IP (Hash): 72970431
    Dazu braucht es keine teils zu unrecht gescholtenen Kohlenhydrate, @Maddi. Das ist ja genau das, was ich meine: Das was und speziell wie viel wir von was essen, bestimmt zu 70 - 80 Prozent, wie viel wir wiegen. Die restlichen 20 - 30 Prozent entfallen auf zusätzlich verbrannte Energie durch Bewegung und Sport. Fehlt dieser "Ausgleich" bzw. dieser "kcal-Bonus" wird eine Fettzunahme noch viel eher Realiät. Das können wir aber auch mit Salat, Gurken oder Mandarinen, also einem Kalorienüberschuss erreichen. In der Praxis sieht es aber nun einmal so aus, dass - bedingt durch die deutlich geringere kcal-Anzahl - durch Gemüse und Obst niemand wirklich an Fett zulegt, was wohl auch sehr wahrscheinlich der Grund dafür, weshalb Low-Carb-Diäten für viele gut funktionieren.
    Bearbeitet von User am 30.09.2021 08:03:23. Grund: .
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    am 30.09.2021 08:18:55 | IP (Hash): 72970431
    hjt_Jürgen schrieb:
    Vielleicht liest Du ja mal beim Amazon in "die Fettlöserin" rein. Trotz Wahnsinnsgewicht kein Diabetes! Aber schon interessant, wie der traditionelle Diabetesverlag die Frau gezielt auf seine T2 Kundschaft ansetzt ;)

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    Natürlich, @Jürgen. Ich habe an anderer Stelle ja auch schon von meiner eigenen Schwester mit NAFLD und ihrem BMI von sage und schreibe 48 erzählt. Trotzdem ist blutzuckertechnisch alles im Lot (A1c 5,1 %, NBZ i. d. R. zw. 60 und 90 mg/dl).

    Allerdings ist ein hoher KFA bekanntermaßen ein Risikofaktor für T2. Weiters kommen Adipöse auch eher aus dem Lager mit geringer Insulinsensitivität.
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    am 30.09.2021 08:21:48 | IP (Hash): 72970431
    hjt_Jürgen schrieb:
    Mit den Schwimmhilfen kommen wir aber jetzt ganz schön ins Schwimmen. Diesen Fred hier hab ich aufgemacht, um ungestört von anderen Themen das Thema Abnehmen diskutieren zu können. Also zum Verringern von Lebendgewicht, wenn man welches loswerden will. Das wollte ich von hinderlichen Mythen frei gestellt sehen. Ich wollte hier eigentlich niemanden zum Abnehmen bekehren.

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    Hey, wir können ja beides machen! ;-) Denn ich habe an vielen Stellen im Netz das Gefühl, das bezüglich des polarisierenden Abnehm-Themas eine große Unsicherheit herrscht; gerade dann, wenn es um die diversen Müthen wie den Hungerstoffwechsel, etc. geht. Wenn wir diese Angst auch nur einer geringen Minderheit nehmen können, wäre das doch schon was, oder? ;-)
    Vermutlich lesen hier aber eh die wenigsten mit...
    Bearbeitet von User am 30.09.2021 08:24:55. Grund: .
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    am 30.09.2021 11:49:18 | IP (Hash): 143801325
    doch, ich lese hier schon mit.
    Es ist schon interessant zu lesen wie man an Gewicht zunimmt und welche Auswirkungen das ganze drum herum hat.
    Ich persönlich habe mit 60 Kg mein Ideal Gewicht und brauche nicht abzunehmen.

    Wenn der Mensch zu 65% aus Wasser besteht, wie verhält es sich dann wenn man in eine Sauna geht?
    Es gibt da im Netz verschiedene Aussagen was einem Gewichtsverlust anbetrifft.
    Wenn man nun durch das ausschwitzen von Wasser an Gewicht verliert, lassen sich Saunabesuche auch als Diätanwendung benutzen?

    Mein 3D-Sammel-Forum: https://3d-forum-grafikworks.forumieren.de
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    am 30.09.2021 12:05:39 | IP (Hash): 1383354434
    Helmuth, Du bringst es auf den Punkt! Da fehlt nur noch der wichtige Hinweis, dass ja allgemein bekannt ist, dass die Diätwirkung immer am Freitagabend am größten ist ;)


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    am 30.09.2021 12:48:33 | IP (Hash): 281481309
    Mitglied schrieb:
    Dazu braucht es keine teils zu unrecht gescholtenen Kohlenhydrate, @Maddi




    Mit Kohlydraten zu schimpfen, sie zu schelten, würde eh nichts bringen.
    Außerdem rede ich nicht mit Nudeln,Brot,Reis,Karoffeln.
    Weder schimpfe ich mit diesen noch flüster ich diesen zärtlich etwas zu.
    Ich ignoriere sieseit relativ kurzer Zeit, in meinem Leben einfach zu 98%.

    Selbiges mit Zuckerfallen in industriellen Lebensmitteln.
    Um die es ja in einem anderen und in diesem Thread geht.

    Und ob man will oder nicht, das gut findet oder nicht,
    viele Zuckerverbindungen gehen ganz schnell ins Blut und erhöhen den BZ massiv.

    Ich nicht versuchen da immer wieder mit der Aufnahme von Fett gegen zu steuern.
    Denn, so denke ich persönlich, würde das tatsächlich funktionieren
    könnte ich Erdnüsse ja in Form einem Snickers essen.
    Anstatt sie in einen Salat zu tun, für den knackigen, leckeren Effekt.
    Snickersriegel in einem Salat halte ich nicht für sinnvoll und auch nicht für lecker.

    Und nochmals , jeder kann essen was er will.
    Das ist eine ganz persönliche, also individuelle Entscheidung.


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    am 30.09.2021 14:58:43 | IP (Hash): 72970431
    maddi schrieb:


    Mit Kohlydraten zu schimpfen, sie zu schelten, würde eh nichts bringen.
    Außerdem rede ich nicht mit Nudeln,Brot,Reis,Karoffeln.
    Weder schimpfe ich mit diesen noch flüster ich diesen zärtlich etwas zu.
    Ich ignoriere sieseit relativ kurzer Zeit, in meinem Leben einfach zu 98%.




    Woher willst Du wissen, dass es nichts bringen würde, wenn Du ohnehin nicht mit ihnen redest? ;-)

    Zur Information: Den Begriff "schelten" - und die entsprechenden Konjugationen - lassen sich auch auf "leblose" Dinge anwenden.

    maddi schrieb:
    Selbiges mit Zuckerfallen in industriellen Lebensmitteln.
    Um die es ja in einem anderen und in diesem Thread geht.



    Warum liest Du nicht noch einmal Jürgen's ersten Beitrag zu diesem Fred? Das initiierte Diskussionsthema war nämlich ein anderes: Darin fragt der Gute - sofern ich ihn richtig verstanden habe - erst einmal nichts anderes, als nach dem Grund weshalb vielerorts durch allerlei Müthen, und "lokal" u.a. in Helmuth's "Zuckerfalle"-Fred, um das Zu- und Abnehmen so ein Super-GAU entsteht, wenn das Ansetzen (und Abschmelzen) der gelben Zellen für unsere Spezies seit vielen vielen Jahren vollkommen normal ist und keine Schäden durch das "Auf und Ab" des Körpergewichtes bekannt sind (von denen die diversen "facheinschlägigen" I-Net-Quellen ja schreiben).

    maddi schrieb:

    Und ob man will oder nicht, das gut findet oder nicht,
    viele Zuckerverbindungen gehen ganz schnell ins Blut und erhöhen den BZ massiv.




    Hat jemand hier oder in einem anderen Fred etwas Gegenteiliges behauptet?

    maddi schrieb:

    Ich nicht versuchen da immer wieder mit der Aufnahme von Fett gegen zu steuern.
    Denn, so denke ich persönlich, würde das tatsächlich funktionieren
    könnte ich Erdnüsse ja in Form einem Snickers essen.




    Es ist Diabetikern und in die Thematik der Stoffwechselstörung eingelesenen Interessenten nicht nur aus eigener Erfahrung, sondern allgemein bekannt, dass Fett den BZ retardierter ansteigen lässt, wenn beide Makros gemeinsam aufgenommen werden, als dann, wenn wir uns lediglich Kohlenhydrate einverleiben.
    Bearbeitet von User am 30.09.2021 15:00:45. Grund: .
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    am 30.09.2021 15:57:23 | IP (Hash): 336325031
    Mitglied schrieb:
    Es ist Diabetikern und in die Thematik der Stoffwechselstörung eingelesenen Interessenten nicht nur aus eigener Erfahrung, sondern allgemein bekannt, dass Fett den BZ retardierter ansteigen lässt, wenn beide Makros gemeinsam aufgenommen werden, als dann, wenn wir uns lediglich Kohlenhydrate einverleiben.

    Das ist aber nur ein Teil der Wahrheit und zwar der kleinere Teil. An solchen Aussagen merkt man deutlich, dass du kein Diabetiker bist und keine eigenen Erfahrungen mitteilen kannst.

    Der andere und weitaus wichtigere Teil ist, dass Fett den BZ fast gar nicht ansteigen lässt und zur Verstoffwechslung kaum Insulin benötigt. Eiweiß benötigt etwas Insulin, aber viel weniger als die gleiche Menge an KH.

    Wenn Jürgen wieder einen "Mythos entlarvt", brauchst du nicht allzu viel darauf zu geben. Er gefällt sich als Mythenjäger und behauptet sogar, dass es Insulinresistenz, sowohl die physiologische als auch die pathologische, überhaupt nicht gibt - für ihn sind das und noch ein paar andere Sachverhalte lediglich Mythen.

    ____
    Gegebene Vorschläge und Einschätzungen sind ausschließlich zu Informationszwecken bestimmt und können in keinem Fall professionelle Beratung oder die Behandlung durch einen Arzt ersetzen.
    Bearbeitet von User am 30.09.2021 16:00:51. Grund: BBCodes
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    am 30.09.2021 16:57:43 | IP (Hash): 2078475488
    Rainer schrieb:
    Das ist aber nur ein Teil der Wahrheit und zwar der kleinere Teil. An solchen Aussagen merkt man deutlich, dass du kein Diabetiker bist und keine eigenen Erfahrungen mitteilen kannst.



    Und??? Die Aussage war allgemein auf Maddis Behauptung bzgl. Anstieg bei Fett-Konsum bezogen. Also was soll das?

    Rainer schrieb:


    Der andere und weitaus wichtigere Teil ist, dass Fett den BZ fast gar nicht ansteigen lässt und zur Verstoffwechslung kaum Insulin benötigt. Eiweiß benötigt etwas Insulin, aber viel weniger als die gleiche Menge an KH.




    Was denn jetzt? Fast "gar nicht ansteigen" oder "retardierter"? Für eines musst Du Dich schon entscheiden, werter Rainer! ;)

    Rainer schrieb:

    Wenn Jürgen wieder einen "Mythos entlarvt", brauchst du nicht allzu viel darauf zu geben. Er gefällt sich als Mythenjäger und behauptet sogar, dass es Insulinresistenz, sowohl die physiologische als auch die pathologische, überhaupt nicht gibt - für ihn sind das und noch ein paar andere Sachverhalte lediglich Mythen.




    Wie wär's mit weniger Hetze gegen andere User und dem guten Vorsatz, mehr vor der eigenen Tür zu kehren? ;)
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    am 30.09.2021 19:34:25 | IP (Hash): 1383354434
    Wir hetzen nicht. Wir verstehen uns auf unsere Art forenmäßig seit urdenklichen Zeiten ;)

    Rainer weiß, dass ich die Phänomene nicht anzweifle. Sie lassen sich ja auch vergleichsweise einfach messen und beliebig wiederholen. Die gängigen Erklärungen dafür leuchten mir allerdings nicht ein.

    So wird z.B. die physiologische Insulinresistenz damit erklärt, dass sie möglichen anderen Glukose-Abnehmern eine höhere Schwelle macht und damit den vergleichsweise wenigen unbedingt auf Glukose angewiesenen Verbrauchern bei LCHF die wenige Glukose praktisch reserviert. Das halte ich für rainen Schwachsinn, weil die wenigen unbedingt auf Glukose angewiesenen Zellen zu ihrer Glukoseaufnahme überhaupt kein Insulin brauchen. Viel einfacher wäre mithin die Reservierung, das Insulin einfach weiter runter zu fahren, so dass sich von daher keine anderen Verbraucher an der wenigen Glukose bedienen könnten. Das würde auch voll im Einklang mit unserer biologischen Natur liegen, die nirgendwo unnötigen Aufwand betreibt.

    Warum erhöht der Organismus stattdessen die Nutzenschwelle bei den anderen Verbrauchern, indem er sie deutlich weniger empfänglich für Insulin macht? - Vielleicht, weil er dieses Mehr an Insulin braucht? Aber wofür dann, wenn nicht für die Glukose?

    Vielleicht doch für Fett?

    Fett braucht nicht so viel Insulin, sagen wir aus der Perspektive der normalen eben glukogenen Ernährung. Lange nicht so viel wie Glukose, trifft ja auch zu.
    Aber ohne Insulin bleibt Fett nicht so einfach gespeichert. Und wenn die Energienutzung direkt via Fett geht, braucht das Speichern und Sichern von Überschuss/Reserve selbstverständlich eine höhere Schwelle als zu den Glukosezeiten, zu denen den Verbraucherzellen die meisten Enzyme für die direkte Fettnutzung fehlen.

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    am 30.09.2021 20:57:27 | IP (Hash): 281481309
    Mitglied schrieb:
    Es ist Diabetikern und in die Thematik der Stoffwechselstörung eingelesenen Interessenten nicht nur aus eigener Erfahrung, sondern allgemein bekannt, dass Fett den BZ retardierter ansteigen lässt, wenn beide Makros gemeinsam aufgenommen werden, als dann, wenn wir uns lediglich Kohlenhydrate einverleiben.



    - Eine verlangsamte Aufnahme / Verstoffwechselung genügt mir eben nicht.
    "Einfach mehr Fett essen", wenn die Kohlehydratanzahl zu hoch ist, iist halt nicht mein Weg.
    Ich reduziere lieber die Kohlehydrate und achte endlich auf die Art der Kohlehydrate,
    die ich zu mir nehme.
    Die Abnahme von Gewicht in Form Fett , nicht Wasser oder Muskelmasse, passiert da bei mir nebenbei. Langsam aber stetig.
    Ich mache meine Ernährungsumsellung nicht um abzuehmen, sondern weil ich mit meiner Diabetes so lange wie möglich gut leben will.
    Es hätte mich auch eine weit ärgere Erkrankung treffen können, als Diabetes Typ 2.
    Eine Erkrankung auf die ich keinen Einfluß habe.
    Und die Einflußmöglichkeiten die ich habe, die wil ich auch nutzen.

    Ist ja nich das erste Mal, dass ich meine Ernährung einer Erkrankung anpassen muß.










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    am 30.09.2021 21:37:20 | IP (Hash): 1383354434
    maddi schrieb:
    Ich mache meine Ernährungsumsellung nicht um abzuehmen, sondern weil ich mit meiner Diabetes so lange wie möglich gut leben will.
    Es hätte mich auch eine weit ärgere Erkrankung treffen können, als Diabetes Typ 2.
    Eine Erkrankung auf die ich keinen Einfluß habe.
    Und die Einflußmöglichkeiten die ich habe, die wil ich auch nutzen.


    Will ich gerne mit meinEM Diabetes gerne voll unterschreiben: Mit Diabetes Typ 2 nach allen Blutwerten praktisch vollkommen gesund. Ok, bei mir nach 30 Jahren nach der Diagnose und einem damals etwas verkorksten Start halt mit etwas Insulin. Bei Dir vielleicht noch lange und am Ende dann hoffentlich sogar ein langes Leben lang die meiste Zeit völlig ohne Medis. Daumendrück!

    ----------------------------------------------
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    am 30.09.2021 21:48:24 | IP (Hash): 281481309
    hjt_Jürgen schrieb:
    Ok, bei mir nach 30 Jahren nach der Diagnose und einem damals etwas verkorksten Start halt mit etwas Insulin. Bei Dir vielleicht noch lange und am Ende dann hoffentlich sogar ein langes Leben lang die meiste Zeit völlig ohne Medis. Daumendrück!



    30 Jahre muß man erst einmal nachmachen und schaffen !
    Ich sagte ja am Anfang ich will vom Metformin weg kommen.
    Diesbezüglich bin ich gerade am umdenken.
    Wenn meine Bauchspeicheldrüse Metformin zur Unterstützung benötigt,
    dann soll sie diese Unterstützung auch erhalten.

    Glück und Gesundheit, kann man immer gebrauchen :) und ein laaanges Leben wünsche ich ebenfalls zurück.

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    am 30.09.2021 22:16:18 | IP (Hash): 1383354434
    30 Jahre sind schon ne Menge, aber heute hast Du ja viel bessere Möglichkeiten und eine Ärzteschaft, die gesunden BZ mit Diabetes für nicht ganz ausgeschlossen hält, wie bei mir damals.

    Angefangen hab ich damals mit einem der ersten BZ-Messgeräte, die man überhaupt als Nichtarzt erwerben konnte. Dazu völlig ohne jede Anleitung. Denn solche Foren gabs damals noch nicht, und mein Dok ist mir durch’s Telefon fast mit dem Allerwertesten ins Gesicht gesprungen, als ich anzusagen gewagt hab, dass ich zum BZ Messen nicht mehr jeden Morgen in die Praxis kommen, sondern meinen selbst gemessenen Wert durchgeben wollte. Ok, das war 91, und erst in 95 wurde Standard, dass Typ 1 ihren BZ selbst messen durften, Typ 2 systematisch bis heute nicht.

    Ein halbes Jahr nach meiner Diagnose mit HBA1c 15,5 hatte ich unter 6 im Prinzip nach diesem Rezept https://a7582688-a1e5-4056-88a2-dfd422642832.filesusr.com/ugd/32a606_db20057cf9b5496ea94c7d7d2d6f0cde.pdf
    Dann haben mich alle Ärzte vom praktischen Hausarzt bis zum Nephrologen systematisch bearbeitet, dass mit Diabetes der gesunde BZ vollkommen ungesund sei und ich unbedingt HBA1c 7 anstreben müsste. Hab ich dann bis in die zeitliche Gegend der Jahrhundertwende auch gemacht. Bis ich einem mehr als fortschrittlichen Typ 1 Arbeitskollegen wieder zu HBA1c unter 6 gefolgt bin.

    Ich bin mir sehr sicher: Wenn ich den Umweg über den angeblich so gesunden HBA1c 7 nicht gemacht hätte, würde ich heute für HBA1c unter 5,5 noch keine Medikation brauchen und deutlich mehr KHs essen können, als heute mit Insulin.

    Will sagen: Heute ist das wirklich DEIN Spiel! Daumendrück!

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    am 01.10.2021 09:19:17 | IP (Hash): 1257585646
    Mitglied schrieb:
    Was denn jetzt? Fast "gar nicht ansteigen" oder "retardierter"? Für eines musst Du Dich schon entscheiden, werter Rainer! ;)

    So ein Quatsch - kommt halt von einem Nichtdiabetiker. :=(

    Es gilt natürlich beides. Zum einen verlangsamt Fett und Eiweiß die Verdauung insgesamt, so dass auch die KH langsamer verdaut und die Glukose über einen längeren Zeitraum verteilt jeweils in kleineren Mengen im Blut ankommt. Dadurch steigt der BZ langsamer an und die BZ-Spitze fällt geringer aus. Das Fett selbst erhöht dabei den BZ nicht und braucht fast kein Insulin zur Verstoffwechslung. Eiweiß braucht etwas mehr Insulin, aber noch sehr viel weniger als KH.

    Wenn du die Klarstellung von allseits bekannten Sachverhalten als Hetze bezeichnest, dann bist du wohl in einem Diabetesforum fehl am Platz.

    ____
    Gegebene Vorschläge und Einschätzungen sind ausschließlich zu Informationszwecken bestimmt und können in keinem Fall professionelle Beratung oder die Behandlung durch einen Arzt ersetzen.
    Bearbeitet von User am 01.10.2021 09:19:35. Grund: BBCodes
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    am 01.10.2021 09:38:48 | IP (Hash): 422584779
    Rainer schrieb:
    Zum einen verlangsamt Fett und Eiweiß die Verdauung insgesamt, so dass auch die KH langsamer verdaut und die Glukose über einen längeren Zeitraum verteilt jeweils in kleineren Mengen im Blut ankommt. Dadurch steigt der BZ langsamer an und die BZ-Spitze fällt geringer aus.


    Viele mit Diabetes erleben und messen das so, viele andere aber auch nicht. Ich kann z.B. keine nennenswerte Verlangsamung des BZ-Anstiegs im Vergleich einer trockenen Scheibe Brot zu dem nach einer solchen Scheibe Brot zusammen mit demselben Gewicht an Butter messen. Und Du weißt, dass ich bei weitem nicht der einzige mit dieser aus Deiner Sicht Ausnahme bin.

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    am 01.10.2021 10:23:50 | IP (Hash): 1257585646
    hjt_Jürgen schrieb:
    Viele mit Diabetes erleben und messen das so, viele andere aber auch nicht. Ich kann z.B. keine nennenswerte Verlangsamung des BZ-Anstiegs im Vergleich einer trockenen Scheibe Brot zu dem nach einer solchen Scheibe Brot zusammen mit demselben Gewicht an Butter messen. Und Du weißt, dass ich bei weitem nicht der einzige mit dieser aus Deiner Sicht Ausnahme bin.

    Das ist aus meiner Sicht keine Ausnahme, sondern eine von vielen möglichen normalen Reaktionen bestimmter Speisen auf den BZ. Erhebliche Unterschiede ergeben sich allein schon allein daraus, wie viel Eigeninsulin noch zur Verfügung steht und in die BZ-Steuerung unterstützen kann. Es gibt aber noch viele andere Gründe, weil die Verdauung bei jedem etwas anders ablaufen kann. Wenn das alles nach bestimmten Regeln ablaufen würde, bräuchte man seine BZ nicht zu messen.

    Du gibst aber hoffentlich nicht 'Mitglied' Recht, dass ich mich mich zwischen 'fast gar nicht ansteigend' und 'retardierend' entscheiden müsse.
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    am 01.10.2021 10:45:03 | IP (Hash): 422584779
    Wenn ich eine bestimmte Wirkung proklamiere und in der Folge dann aber mehrere weitere Möglichkeiten einräumen muss, liegt die Frage nach einer watt-denn-nu-wirklich-Entscheidung zumindest logisch recht nahe, oder?

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    am 01.10.2021 11:38:05 | IP (Hash): 72970431
    Rainer schrieb:
    Mitglied schrieb:
    Was denn jetzt? Fast "gar nicht ansteigen" oder "retardierter"? Für eines musst Du Dich schon entscheiden, werter Rainer! ;)

    So ein Quatsch - kommt halt von einem Nichtdiabetiker. :=(



    Dieser Satz ist genauso unnötig, wie der kleine Scherz auf den er sich bezieht. ;-)
    Über Eiweiß habe ich nichts geschrieben, aber danke für die entsprechende Klarstellung, die mir tatsächlich sogar bereits bekannt war!

    Rainer schrieb:


    Wenn du die Klarstellung von allseits bekannten Sachverhalten als Hetze bezeichnest, dann bist du wohl in einem Diabetesforum fehl am Platz.




    Nein, ich fand nur die Art und Weise - nicht nur in diesem Fred, sondern auch in einigen anderen - wie Du Deine Meinung kundtust bzw. die Sachverhalte darstellst und dabei die anderen Nutzer über ihre angebliche Unwissenheit heruntermachst, einfach nicht ok. Dass in Foren gelegentlich hitzig diskutiert wird, ist ja vollkommen normal und gehört gewissermaßen dazu ;-) Speziell dann wenn es um das komplexe Thema "Ernährung" und insbesondere die zahlreichen dazu kursierenden "Mythen" und ihre Aufklärung geht.
    Bearbeitet von User am 01.10.2021 11:43:26. Grund: .
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    am 01.10.2021 11:47:38 | IP (Hash): 1630089779
    Ich habe zwar hier nicht alles gelesen - finde einige Threads hier derzeit ausgesprochen seltsam, freundlich ausgedrückt - aber das, was Rainer sagt, ist für mich klar und nachvollziehbar:
    Fett alleine lässt den Blutzucker kaum bis überhaupt nicht ansteigen, Kohlenhydrate mit viel Fett verpackt, lassen ihn langsamer ansteigen.

    Beispiel - Achtung jetzt wird's eklig ;)
    1) Iss ein 250g Butter und der Blutzucker wird sich kaum verändern
    2) Iss 50g Zucker (2 Esslöffel) und der Blutzucker wird schnell und stark ansteigen
    3) Vermenge die 50g Zucker mit 250g Butter und der Anstieg wird insgesamt zwar etwas genauso stark sein wie ohne Butter, aber über einen längeren Zeitraum.

    Wenn jetzt noch Insulin dazukommt, lässt sich der Anstieg aus 3 besser kontrollieren, so dass die Höhe besser begrenzt werden kann. Bei Typ2er schafft es das Eigeninsulin vielleicht sogar ohne besondere Höhenflüge.

    Anderes Beispiel - Pizza
    Bei einer Pizza Margherita steigt der Blutzucker recht schnell an ist dann aber auch schnell wieder konstant.
    Bei einer Pizza Speziale mit extra Käse ist der Anstieg am Anfang nicht so heftig, dafür hat man aber auch 6-8 Stunden was davon.

    Aber das Ganze ist natürlich nicht losgelöst von anderen Faktoren und nicht immer und bei jedem gleich - wäre sonst ja auch laaaaannnnngweilig...

    Bearbeitet von User am 01.10.2021 11:49:52. Grund: .
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    am 01.10.2021 12:08:03 | IP (Hash): 422584779
    HeikeOV schrieb:
    Beispiel - Achtung jetzt wird's eklig ;)
    1) Iss ein 250g Butter und der Blutzucker wird sich kaum verändern
    2) Iss 50g Zucker (2 Esslöffel) und der Blutzucker wird schnell und stark ansteigen
    3) Vermenge die 50g Zucker mit 250g Butter und der Anstieg wird insgesamt zwar etwas genauso stark sein wie ohne Butter, aber über einen längeren Zeitraum.


    Mit nem halben Pfund Butter könnte ich energiemäßig schon nen ganzen Tag auskommen, und auf 3 große Salatteller zu den Mahlzeiten statt Käse oder Fisch oder Fleisch fände ich das auch echt lecker.

    Aber mal davon ab: Solche Beispiele wie das mit der Scheibe Brot einmal ohne und ein anderes mal mit demselben Gewicht an Butter hab ich während meiner LCHF-Jahre mehrfach durchgemessen. Immer mit dem Ergebnis, dass die Butter da bei mir nix gebremst hat.

    ----------------------------------------------
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    am 01.10.2021 13:26:44 | IP (Hash): 281481309
    HeikeOV schrieb:


    Wenn jetzt noch Insulin dazukommt, lässt sich der Anstieg aus 3 besser kontrollieren, so dass die Höhe besser begrenzt werden kann. Bei Typ2er schafft es das Eigeninsulin vielleicht sogar ohne besondere Höhenflüge.



    Kann ich jetzt von mir und bei mir auch nicht behaupten.
    Ich mache es an einem Beispiel von meinem Frühstücksquark fest.
    Rezept : 250 g Quark, ein bis 2 Schluck Milch,1 Eßl. Vollkornhaferflocken, 2 EßL eines Omega 3 Öls oder Leinöl, ein paar Walnüsse und ein paar irgendeiner anderen Nußart und Blaubeeren.
    Oder Erdbeeren oder eine TK Beerenobstmischung.
    Das ganze über Nacht quellen und sich das Aroma entfalten lassen.

    Lasse ich die Haferflocken weg, sieht der Anstieg des BZ insgesamt für mich günstiger aus
    und fällt niedriger aus.
    Vollkornhaferflocken und Erdbeeren sind, für meinen BZ,
    die ungünstigste Mischung in meinem Frühstücksquark.
    Daran ändert auch nichts die Zugabe von Fett, in Form von einem guten Pflanzenöl.

    Da ich nicht komplett auf Kohlehydrate verzichten kann ,will und muß,
    lass ich es mir schmecken.

    Und es macht auch einen deutlichen Unterschied ob ich 80 - 100 g fetten Räucherlachs
    einfach so nasche
    oder mir den Lachs mit 1 Scheibe eines guten Eisweissbrotes belege.

    Wenn ich richtig im Streß bin, versuche ich Kohlehydrate zu vemeiden.
    Denn ich habe bei meinen Messungen fest gestellt,
    dass diese dann "irgendwie doppelt zu Buche schagen".
    Ist mir auch egal ob es der Streß ist, der den BZ höher fliegen läßt oder die KH.
    Ich denke mir bei Streßbelastung muß ich nicht noch extra die Belastung durch KH drauf packen., ob in Fett verpackt oder nicht.

    Ich will meinen HbA1c Wert auch mal unter 6 sehen.


    Die Natur hat jedem Menschen einen eigenen Kopf geschenkt - damit er denken kann was er will.
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    am 01.10.2021 14:17:50 | IP (Hash): 1257585646
    maddi schrieb:
    Wenn ich richtig im Streß bin, versuche ich Kohlehydrate zu vemeiden.
    Denn ich habe bei meinen Messungen fest gestellt,
    dass diese dann "irgendwie doppelt zu Buche schlagen".
    Ist mir auch egal ob es der Streß ist, der den BZ höher fliegen läßt oder die KH.
    Ich denke mir bei Streßbelastung muß ich nicht noch extra die Belastung durch KH drauf packen., ob in Fett verpackt oder nicht.

    Ich will meinen HbA1c Wert auch mal unter 6 sehen.

    Hallo Maddi,

    zum HbA1c unter 6% drücke ich dir die Daumen. Ich sehe allerdings keinen Grund, warum du das nicht schaffen solltest, das HbA1c unter 6 zu bekommen und dauerhaft dort zu halten. Wenn das nur mit der Ernährung wirklich nicht klappen sollte, dann zögere nicht, ein geeignetes Medikament zur Unterstützung dazu zu nehmen.

    Die Auswirkung von Stress auf deinen BZ hast du gut beobachtet. Hier kommt ein weiteres Problem zum Tragen, das bei den meisten Typ2-Diabetikern auftritt, nämlich dass die Leber auch dann Glukose ins Blut schickt, wenn gar keine gebraucht wird. Einmal angestoßen, hört sie bei uns auch nicht so schnell wieder damit auf. Normal macht das die Leber nur, wenn der BZ zu niedrig ist oder in Stresssituationen, wenn die zusätzliche Glukose auch wirklich gebraucht und verbraucht wird. Das funktioniert bei uns Typ 2ern alles nicht mehr so richtig, deshalb steigt der BZ bei Stress so an, als hättest du dir etliche KH rein gehauen.

    Alles Gute, Rainer

    ____
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    Bearbeitet von User am 02.10.2021 04:55:11. Grund: BBCodes
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