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Zuckerfalle Narra-Tief
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am 01.10.2021 09:38:48 | IP (Hash): 422584779
Rainer schrieb:
Zum einen verlangsamt Fett und Eiweiß die Verdauung insgesamt, so dass auch die KH langsamer verdaut und die Glukose über einen längeren Zeitraum verteilt jeweils in kleineren Mengen im Blut ankommt. Dadurch steigt der BZ langsamer an und die BZ-Spitze fällt geringer aus.
Viele mit Diabetes erleben und messen das so, viele andere aber auch nicht. Ich kann z.B. keine nennenswerte Verlangsamung des BZ-Anstiegs im Vergleich einer trockenen Scheibe Brot zu dem nach einer solchen Scheibe Brot zusammen mit demselben Gewicht an Butter messen. Und Du weißt, dass ich bei weitem nicht der einzige mit dieser aus Deiner Sicht Ausnahme bin.
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Prädiabetes und Diabetes Typ 2 und die Diagnose-Grenzwerte sind willkürlich von den Fachgesellschaften für Diabetes definiert.1 Benutzer dankte für diesen Nützlichen Beitrag. -
am 01.10.2021 10:23:50 | IP (Hash): 1257585646
hjt_Jürgen schrieb:
Viele mit Diabetes erleben und messen das so, viele andere aber auch nicht. Ich kann z.B. keine nennenswerte Verlangsamung des BZ-Anstiegs im Vergleich einer trockenen Scheibe Brot zu dem nach einer solchen Scheibe Brot zusammen mit demselben Gewicht an Butter messen. Und Du weißt, dass ich bei weitem nicht der einzige mit dieser aus Deiner Sicht Ausnahme bin.
Das ist aus meiner Sicht keine Ausnahme, sondern eine von vielen möglichen normalen Reaktionen bestimmter Speisen auf den BZ. Erhebliche Unterschiede ergeben sich allein schon allein daraus, wie viel Eigeninsulin noch zur Verfügung steht und in die BZ-Steuerung unterstützen kann. Es gibt aber noch viele andere Gründe, weil die Verdauung bei jedem etwas anders ablaufen kann. Wenn das alles nach bestimmten Regeln ablaufen würde, bräuchte man seine BZ nicht zu messen.
Du gibst aber hoffentlich nicht 'Mitglied' Recht, dass ich mich mich zwischen 'fast gar nicht ansteigend' und 'retardierend' entscheiden müsse.1 Benutzer dankte für diesen Nützlichen Beitrag. -
am 01.10.2021 10:45:03 | IP (Hash): 422584779
Wenn ich eine bestimmte Wirkung proklamiere und in der Folge dann aber mehrere weitere Möglichkeiten einräumen muss, liegt die Frage nach einer watt-denn-nu-wirklich-Entscheidung zumindest logisch recht nahe, oder?
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Prädiabetes und Diabetes Typ 2 und die Diagnose-Grenzwerte sind willkürlich von den Fachgesellschaften für Diabetes definiert. -
am 01.10.2021 11:38:05 | IP (Hash): 72970431
Rainer schrieb:
Mitglied schrieb:
Was denn jetzt? Fast "gar nicht ansteigen" oder "retardierter"? Für eines musst Du Dich schon entscheiden, werter Rainer! ;)
So ein Quatsch - kommt halt von einem Nichtdiabetiker. :=(
Dieser Satz ist genauso unnötig, wie der kleine Scherz auf den er sich bezieht. ;-)
Über Eiweiß habe ich nichts geschrieben, aber danke für die entsprechende Klarstellung, die mir tatsächlich sogar bereits bekannt war!
Rainer schrieb:
Wenn du die Klarstellung von allseits bekannten Sachverhalten als Hetze bezeichnest, dann bist du wohl in einem Diabetesforum fehl am Platz.
Nein, ich fand nur die Art und Weise - nicht nur in diesem Fred, sondern auch in einigen anderen - wie Du Deine Meinung kundtust bzw. die Sachverhalte darstellst und dabei die anderen Nutzer über ihre angebliche Unwissenheit heruntermachst, einfach nicht ok. Dass in Foren gelegentlich hitzig diskutiert wird, ist ja vollkommen normal und gehört gewissermaßen dazu ;-) Speziell dann wenn es um das komplexe Thema "Ernährung" und insbesondere die zahlreichen dazu kursierenden "Mythen" und ihre Aufklärung geht.
Bearbeitet von User am 01.10.2021 11:43:26. Grund: . -
am 01.10.2021 11:47:38 | IP (Hash): 1630089779
Ich habe zwar hier nicht alles gelesen - finde einige Threads hier derzeit ausgesprochen seltsam, freundlich ausgedrückt - aber das, was Rainer sagt, ist für mich klar und nachvollziehbar:
Fett alleine lässt den Blutzucker kaum bis überhaupt nicht ansteigen, Kohlenhydrate mit viel Fett verpackt, lassen ihn langsamer ansteigen.
Beispiel - Achtung jetzt wird's eklig ;)
1) Iss ein 250g Butter und der Blutzucker wird sich kaum verändern
2) Iss 50g Zucker (2 Esslöffel) und der Blutzucker wird schnell und stark ansteigen
3) Vermenge die 50g Zucker mit 250g Butter und der Anstieg wird insgesamt zwar etwas genauso stark sein wie ohne Butter, aber über einen längeren Zeitraum.
Wenn jetzt noch Insulin dazukommt, lässt sich der Anstieg aus 3 besser kontrollieren, so dass die Höhe besser begrenzt werden kann. Bei Typ2er schafft es das Eigeninsulin vielleicht sogar ohne besondere Höhenflüge.
Anderes Beispiel - Pizza
Bei einer Pizza Margherita steigt der Blutzucker recht schnell an ist dann aber auch schnell wieder konstant.
Bei einer Pizza Speziale mit extra Käse ist der Anstieg am Anfang nicht so heftig, dafür hat man aber auch 6-8 Stunden was davon.
Aber das Ganze ist natürlich nicht losgelöst von anderen Faktoren und nicht immer und bei jedem gleich - wäre sonst ja auch laaaaannnnngweilig...
Bearbeitet von User am 01.10.2021 11:49:52. Grund: .1 Benutzer dankte für diesen Nützlichen Beitrag. -
am 01.10.2021 12:08:03 | IP (Hash): 422584779
HeikeOV schrieb:
Beispiel - Achtung jetzt wird's eklig ;)
1) Iss ein 250g Butter und der Blutzucker wird sich kaum verändern
2) Iss 50g Zucker (2 Esslöffel) und der Blutzucker wird schnell und stark ansteigen
3) Vermenge die 50g Zucker mit 250g Butter und der Anstieg wird insgesamt zwar etwas genauso stark sein wie ohne Butter, aber über einen längeren Zeitraum.
Mit nem halben Pfund Butter könnte ich energiemäßig schon nen ganzen Tag auskommen, und auf 3 große Salatteller zu den Mahlzeiten statt Käse oder Fisch oder Fleisch fände ich das auch echt lecker.
Aber mal davon ab: Solche Beispiele wie das mit der Scheibe Brot einmal ohne und ein anderes mal mit demselben Gewicht an Butter hab ich während meiner LCHF-Jahre mehrfach durchgemessen. Immer mit dem Ergebnis, dass die Butter da bei mir nix gebremst hat.
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am 01.10.2021 13:26:44 | IP (Hash): 281481309
HeikeOV schrieb:
Wenn jetzt noch Insulin dazukommt, lässt sich der Anstieg aus 3 besser kontrollieren, so dass die Höhe besser begrenzt werden kann. Bei Typ2er schafft es das Eigeninsulin vielleicht sogar ohne besondere Höhenflüge.
Kann ich jetzt von mir und bei mir auch nicht behaupten.
Ich mache es an einem Beispiel von meinem Frühstücksquark fest.
Rezept : 250 g Quark, ein bis 2 Schluck Milch,1 Eßl. Vollkornhaferflocken, 2 EßL eines Omega 3 Öls oder Leinöl, ein paar Walnüsse und ein paar irgendeiner anderen Nußart und Blaubeeren.
Oder Erdbeeren oder eine TK Beerenobstmischung.
Das ganze über Nacht quellen und sich das Aroma entfalten lassen.
Lasse ich die Haferflocken weg, sieht der Anstieg des BZ insgesamt für mich günstiger aus
und fällt niedriger aus.
Vollkornhaferflocken und Erdbeeren sind, für meinen BZ,
die ungünstigste Mischung in meinem Frühstücksquark.
Daran ändert auch nichts die Zugabe von Fett, in Form von einem guten Pflanzenöl.
Da ich nicht komplett auf Kohlehydrate verzichten kann ,will und muß,
lass ich es mir schmecken.
Und es macht auch einen deutlichen Unterschied ob ich 80 - 100 g fetten Räucherlachs
einfach so nasche
oder mir den Lachs mit 1 Scheibe eines guten Eisweissbrotes belege.
Wenn ich richtig im Streß bin, versuche ich Kohlehydrate zu vemeiden.
Denn ich habe bei meinen Messungen fest gestellt,
dass diese dann "irgendwie doppelt zu Buche schagen".
Ist mir auch egal ob es der Streß ist, der den BZ höher fliegen läßt oder die KH.
Ich denke mir bei Streßbelastung muß ich nicht noch extra die Belastung durch KH drauf packen., ob in Fett verpackt oder nicht.
Ich will meinen HbA1c Wert auch mal unter 6 sehen.
Die Natur hat jedem Menschen einen eigenen Kopf geschenkt - damit er denken kann was er will. -
am 01.10.2021 14:17:50 | IP (Hash): 1257585646
maddi schrieb:
Wenn ich richtig im Streß bin, versuche ich Kohlehydrate zu vemeiden.
Denn ich habe bei meinen Messungen fest gestellt,
dass diese dann "irgendwie doppelt zu Buche schlagen".
Ist mir auch egal ob es der Streß ist, der den BZ höher fliegen läßt oder die KH.
Ich denke mir bei Streßbelastung muß ich nicht noch extra die Belastung durch KH drauf packen., ob in Fett verpackt oder nicht.
Ich will meinen HbA1c Wert auch mal unter 6 sehen.
Hallo Maddi,
zum HbA1c unter 6% drücke ich dir die Daumen. Ich sehe allerdings keinen Grund, warum du das nicht schaffen solltest, das HbA1c unter 6 zu bekommen und dauerhaft dort zu halten. Wenn das nur mit der Ernährung wirklich nicht klappen sollte, dann zögere nicht, ein geeignetes Medikament zur Unterstützung dazu zu nehmen.
Die Auswirkung von Stress auf deinen BZ hast du gut beobachtet. Hier kommt ein weiteres Problem zum Tragen, das bei den meisten Typ2-Diabetikern auftritt, nämlich dass die Leber auch dann Glukose ins Blut schickt, wenn gar keine gebraucht wird. Einmal angestoßen, hört sie bei uns auch nicht so schnell wieder damit auf. Normal macht das die Leber nur, wenn der BZ zu niedrig ist oder in Stresssituationen, wenn die zusätzliche Glukose auch wirklich gebraucht und verbraucht wird. Das funktioniert bei uns Typ 2ern alles nicht mehr so richtig, deshalb steigt der BZ bei Stress so an, als hättest du dir etliche KH rein gehauen.
Alles Gute, Rainer
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Gegebene Vorschläge und Einschätzungen sind ausschließlich zu Informationszwecken bestimmt und können in keinem Fall professionelle Beratung oder die Behandlung durch einen Arzt ersetzen.
Bearbeitet von User am 02.10.2021 04:55:11. Grund: BBCodes1 Benutzer dankte für diesen Nützlichen Beitrag.