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Zuckerfalle Narra-Tief

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    am 30.09.2021 20:57:27 | IP (Hash): 281481309
    Mitglied schrieb:
    Es ist Diabetikern und in die Thematik der Stoffwechselstörung eingelesenen Interessenten nicht nur aus eigener Erfahrung, sondern allgemein bekannt, dass Fett den BZ retardierter ansteigen lässt, wenn beide Makros gemeinsam aufgenommen werden, als dann, wenn wir uns lediglich Kohlenhydrate einverleiben.



    - Eine verlangsamte Aufnahme / Verstoffwechselung genügt mir eben nicht.
    "Einfach mehr Fett essen", wenn die Kohlehydratanzahl zu hoch ist, iist halt nicht mein Weg.
    Ich reduziere lieber die Kohlehydrate und achte endlich auf die Art der Kohlehydrate,
    die ich zu mir nehme.
    Die Abnahme von Gewicht in Form Fett , nicht Wasser oder Muskelmasse, passiert da bei mir nebenbei. Langsam aber stetig.
    Ich mache meine Ernährungsumsellung nicht um abzuehmen, sondern weil ich mit meiner Diabetes so lange wie möglich gut leben will.
    Es hätte mich auch eine weit ärgere Erkrankung treffen können, als Diabetes Typ 2.
    Eine Erkrankung auf die ich keinen Einfluß habe.
    Und die Einflußmöglichkeiten die ich habe, die wil ich auch nutzen.

    Ist ja nich das erste Mal, dass ich meine Ernährung einer Erkrankung anpassen muß.










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    am 30.09.2021 21:37:20 | IP (Hash): 1383354434
    maddi schrieb:
    Ich mache meine Ernährungsumsellung nicht um abzuehmen, sondern weil ich mit meiner Diabetes so lange wie möglich gut leben will.
    Es hätte mich auch eine weit ärgere Erkrankung treffen können, als Diabetes Typ 2.
    Eine Erkrankung auf die ich keinen Einfluß habe.
    Und die Einflußmöglichkeiten die ich habe, die wil ich auch nutzen.


    Will ich gerne mit meinEM Diabetes gerne voll unterschreiben: Mit Diabetes Typ 2 nach allen Blutwerten praktisch vollkommen gesund. Ok, bei mir nach 30 Jahren nach der Diagnose und einem damals etwas verkorksten Start halt mit etwas Insulin. Bei Dir vielleicht noch lange und am Ende dann hoffentlich sogar ein langes Leben lang die meiste Zeit völlig ohne Medis. Daumendrück!

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    Prädiabetes und Diabetes Typ 2 und die Diagnose-Grenzwerte sind willkürlich von den Fachgesellschaften für Diabetes definiert.
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    am 30.09.2021 21:48:24 | IP (Hash): 281481309
    hjt_Jürgen schrieb:
    Ok, bei mir nach 30 Jahren nach der Diagnose und einem damals etwas verkorksten Start halt mit etwas Insulin. Bei Dir vielleicht noch lange und am Ende dann hoffentlich sogar ein langes Leben lang die meiste Zeit völlig ohne Medis. Daumendrück!



    30 Jahre muß man erst einmal nachmachen und schaffen !
    Ich sagte ja am Anfang ich will vom Metformin weg kommen.
    Diesbezüglich bin ich gerade am umdenken.
    Wenn meine Bauchspeicheldrüse Metformin zur Unterstützung benötigt,
    dann soll sie diese Unterstützung auch erhalten.

    Glück und Gesundheit, kann man immer gebrauchen :) und ein laaanges Leben wünsche ich ebenfalls zurück.

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    am 30.09.2021 22:16:18 | IP (Hash): 1383354434
    30 Jahre sind schon ne Menge, aber heute hast Du ja viel bessere Möglichkeiten und eine Ärzteschaft, die gesunden BZ mit Diabetes für nicht ganz ausgeschlossen hält, wie bei mir damals.

    Angefangen hab ich damals mit einem der ersten BZ-Messgeräte, die man überhaupt als Nichtarzt erwerben konnte. Dazu völlig ohne jede Anleitung. Denn solche Foren gabs damals noch nicht, und mein Dok ist mir durch’s Telefon fast mit dem Allerwertesten ins Gesicht gesprungen, als ich anzusagen gewagt hab, dass ich zum BZ Messen nicht mehr jeden Morgen in die Praxis kommen, sondern meinen selbst gemessenen Wert durchgeben wollte. Ok, das war 91, und erst in 95 wurde Standard, dass Typ 1 ihren BZ selbst messen durften, Typ 2 systematisch bis heute nicht.

    Ein halbes Jahr nach meiner Diagnose mit HBA1c 15,5 hatte ich unter 6 im Prinzip nach diesem Rezept https://a7582688-a1e5-4056-88a2-dfd422642832.filesusr.com/ugd/32a606_db20057cf9b5496ea94c7d7d2d6f0cde.pdf
    Dann haben mich alle Ärzte vom praktischen Hausarzt bis zum Nephrologen systematisch bearbeitet, dass mit Diabetes der gesunde BZ vollkommen ungesund sei und ich unbedingt HBA1c 7 anstreben müsste. Hab ich dann bis in die zeitliche Gegend der Jahrhundertwende auch gemacht. Bis ich einem mehr als fortschrittlichen Typ 1 Arbeitskollegen wieder zu HBA1c unter 6 gefolgt bin.

    Ich bin mir sehr sicher: Wenn ich den Umweg über den angeblich so gesunden HBA1c 7 nicht gemacht hätte, würde ich heute für HBA1c unter 5,5 noch keine Medikation brauchen und deutlich mehr KHs essen können, als heute mit Insulin.

    Will sagen: Heute ist das wirklich DEIN Spiel! Daumendrück!

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    am 01.10.2021 09:19:17 | IP (Hash): 1257585646
    Mitglied schrieb:
    Was denn jetzt? Fast "gar nicht ansteigen" oder "retardierter"? Für eines musst Du Dich schon entscheiden, werter Rainer! ;)

    So ein Quatsch - kommt halt von einem Nichtdiabetiker. :=(

    Es gilt natürlich beides. Zum einen verlangsamt Fett und Eiweiß die Verdauung insgesamt, so dass auch die KH langsamer verdaut und die Glukose über einen längeren Zeitraum verteilt jeweils in kleineren Mengen im Blut ankommt. Dadurch steigt der BZ langsamer an und die BZ-Spitze fällt geringer aus. Das Fett selbst erhöht dabei den BZ nicht und braucht fast kein Insulin zur Verstoffwechslung. Eiweiß braucht etwas mehr Insulin, aber noch sehr viel weniger als KH.

    Wenn du die Klarstellung von allseits bekannten Sachverhalten als Hetze bezeichnest, dann bist du wohl in einem Diabetesforum fehl am Platz.

    ____
    Gegebene Vorschläge und Einschätzungen sind ausschließlich zu Informationszwecken bestimmt und können in keinem Fall professionelle Beratung oder die Behandlung durch einen Arzt ersetzen.
    Bearbeitet von User am 01.10.2021 09:19:35. Grund: BBCodes
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    am 01.10.2021 09:38:48 | IP (Hash): 422584779
    Rainer schrieb:
    Zum einen verlangsamt Fett und Eiweiß die Verdauung insgesamt, so dass auch die KH langsamer verdaut und die Glukose über einen längeren Zeitraum verteilt jeweils in kleineren Mengen im Blut ankommt. Dadurch steigt der BZ langsamer an und die BZ-Spitze fällt geringer aus.


    Viele mit Diabetes erleben und messen das so, viele andere aber auch nicht. Ich kann z.B. keine nennenswerte Verlangsamung des BZ-Anstiegs im Vergleich einer trockenen Scheibe Brot zu dem nach einer solchen Scheibe Brot zusammen mit demselben Gewicht an Butter messen. Und Du weißt, dass ich bei weitem nicht der einzige mit dieser aus Deiner Sicht Ausnahme bin.

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    am 01.10.2021 10:23:50 | IP (Hash): 1257585646
    hjt_Jürgen schrieb:
    Viele mit Diabetes erleben und messen das so, viele andere aber auch nicht. Ich kann z.B. keine nennenswerte Verlangsamung des BZ-Anstiegs im Vergleich einer trockenen Scheibe Brot zu dem nach einer solchen Scheibe Brot zusammen mit demselben Gewicht an Butter messen. Und Du weißt, dass ich bei weitem nicht der einzige mit dieser aus Deiner Sicht Ausnahme bin.

    Das ist aus meiner Sicht keine Ausnahme, sondern eine von vielen möglichen normalen Reaktionen bestimmter Speisen auf den BZ. Erhebliche Unterschiede ergeben sich allein schon allein daraus, wie viel Eigeninsulin noch zur Verfügung steht und in die BZ-Steuerung unterstützen kann. Es gibt aber noch viele andere Gründe, weil die Verdauung bei jedem etwas anders ablaufen kann. Wenn das alles nach bestimmten Regeln ablaufen würde, bräuchte man seine BZ nicht zu messen.

    Du gibst aber hoffentlich nicht 'Mitglied' Recht, dass ich mich mich zwischen 'fast gar nicht ansteigend' und 'retardierend' entscheiden müsse.
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    am 01.10.2021 10:45:03 | IP (Hash): 422584779
    Wenn ich eine bestimmte Wirkung proklamiere und in der Folge dann aber mehrere weitere Möglichkeiten einräumen muss, liegt die Frage nach einer watt-denn-nu-wirklich-Entscheidung zumindest logisch recht nahe, oder?

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    am 01.10.2021 11:38:05 | IP (Hash): 72970431
    Rainer schrieb:
    Mitglied schrieb:
    Was denn jetzt? Fast "gar nicht ansteigen" oder "retardierter"? Für eines musst Du Dich schon entscheiden, werter Rainer! ;)

    So ein Quatsch - kommt halt von einem Nichtdiabetiker. :=(



    Dieser Satz ist genauso unnötig, wie der kleine Scherz auf den er sich bezieht. ;-)
    Über Eiweiß habe ich nichts geschrieben, aber danke für die entsprechende Klarstellung, die mir tatsächlich sogar bereits bekannt war!

    Rainer schrieb:


    Wenn du die Klarstellung von allseits bekannten Sachverhalten als Hetze bezeichnest, dann bist du wohl in einem Diabetesforum fehl am Platz.




    Nein, ich fand nur die Art und Weise - nicht nur in diesem Fred, sondern auch in einigen anderen - wie Du Deine Meinung kundtust bzw. die Sachverhalte darstellst und dabei die anderen Nutzer über ihre angebliche Unwissenheit heruntermachst, einfach nicht ok. Dass in Foren gelegentlich hitzig diskutiert wird, ist ja vollkommen normal und gehört gewissermaßen dazu ;-) Speziell dann wenn es um das komplexe Thema "Ernährung" und insbesondere die zahlreichen dazu kursierenden "Mythen" und ihre Aufklärung geht.
    Bearbeitet von User am 01.10.2021 11:43:26. Grund: .
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    am 01.10.2021 11:47:38 | IP (Hash): 1630089779
    Ich habe zwar hier nicht alles gelesen - finde einige Threads hier derzeit ausgesprochen seltsam, freundlich ausgedrückt - aber das, was Rainer sagt, ist für mich klar und nachvollziehbar:
    Fett alleine lässt den Blutzucker kaum bis überhaupt nicht ansteigen, Kohlenhydrate mit viel Fett verpackt, lassen ihn langsamer ansteigen.

    Beispiel - Achtung jetzt wird's eklig ;)
    1) Iss ein 250g Butter und der Blutzucker wird sich kaum verändern
    2) Iss 50g Zucker (2 Esslöffel) und der Blutzucker wird schnell und stark ansteigen
    3) Vermenge die 50g Zucker mit 250g Butter und der Anstieg wird insgesamt zwar etwas genauso stark sein wie ohne Butter, aber über einen längeren Zeitraum.

    Wenn jetzt noch Insulin dazukommt, lässt sich der Anstieg aus 3 besser kontrollieren, so dass die Höhe besser begrenzt werden kann. Bei Typ2er schafft es das Eigeninsulin vielleicht sogar ohne besondere Höhenflüge.

    Anderes Beispiel - Pizza
    Bei einer Pizza Margherita steigt der Blutzucker recht schnell an ist dann aber auch schnell wieder konstant.
    Bei einer Pizza Speziale mit extra Käse ist der Anstieg am Anfang nicht so heftig, dafür hat man aber auch 6-8 Stunden was davon.

    Aber das Ganze ist natürlich nicht losgelöst von anderen Faktoren und nicht immer und bei jedem gleich - wäre sonst ja auch laaaaannnnngweilig...

    Bearbeitet von User am 01.10.2021 11:49:52. Grund: .
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