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Freestyle Libre 2 - große Differenzen beim hba1c

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    Mitglied seit: 25.10.2021
    am 25.10.2021 23:24:34 | IP (Hash): 1162929921
    Guten Abend,
    Seit ziemlich genau einem Jahr benutze ich FreeStyle Libre 2.
    Noch niemals haben die gemeldeten Durchschnitts-BZ Werte gestimmt, denn der
    hba1c-Wert weicht erheblich von den Labormessungen ab.
    Ganz aktuell:
    Laborwert hba1c = 6,8
    Libre 2 hba1c-Wert = 5,6
    Durchschnittlicher BZ-Wert 90 Tage = 114mg. Dieser Wert würde einem hba1c-Wert
    von 6,0 entsprechen.
    Somit stimmt weder der gemeldete hba1c noch der durchschnittl. BZ-Wert.
    Wie kann so etwas passieren? Da verliert man doch jegliches Vertrauen betreffend der gemeldeten BZ- und hba1c-Werte.
    Übrigens: diese Differenzen habe ich jedes Quartal!
    Grüße vom extrem gefrusteten Staufer
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    Mitglied seit: 11.02.2019
    am 25.10.2021 23:29:51 | IP (Hash): 1121801260
    Bei manchen funktioniert der Sensor sehr gut, bei einigen misst der Sensor konsequent 20mg/dl zu niedrig. Bei anderen misst der Sensor viel zu niedrig.

    Deshalb sollte man auch mit FreeStyle Libre unbedingt den Sensor blutig gegenmessen und nicht blind darauf vertrauen.

    Ich hatte den Libre mehr als 2 Jahre, anfangs hat er perfekt gemessen insb. der Libre 1. Der Libre 2 hat häufig mal 20mg/dl zu niedrig gemessen, jetzt hatte ich ein halbes Jahr starke Abweichungen. Wegen Hypo-Problemen habe ich jetzt auf das Dexcom gewechselt, auch wegen besserer Warnfunktion. Der funktioniert momentan sehr gut.

    Mittlerweile ist der Libre 3 für Iphones rausgekommen, für Android soll folgen. Vielleicht wäre das mal in Zukunft eine Option für dich.
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    Mitglied seit: 25.10.2021
    am 26.10.2021 08:27:35 | IP (Hash): 1162929921
    Guten Morgen,
    Danke für Deine Antwort.
    Wenn ich jetzt aber dauernd gegenmessen muss, frage ich mich allen ernstes, warum ich dann
    Libre 2 überhaupt nutzen soll? Das ist doch dann doppelt gemoppelt und verwirrt einen mehr als es bringt. Libre 2 ist zwar betreffend laufender Messungen ein Segen, aber, was die Messdaten anbelangt, ein totaler Krampf!
    Viele Grüße vom Staufer
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    am 26.10.2021 09:00:02 | IP (Hash): 1229265704
    Wenn Du schaust, dass praktisch alle normalen Geräte für die kontinuierliche BZ-Messung 1-2 mal am Tag mit nem Fingerpieks abgeglichen=kalibriert werden wollen, ist eigentlich ein Wunder, dass das beim Libre bei vielen völlig ohne die Möglichkeit dazu recht treffend funktioniert.
    Ok, beim Libre kannst Du nix an der Einstellung verändern, aber wenn das z.B. am Vormittag bei längerem waagerechtem Kurvenverlauf 100 anzeigt und Du dann 130 piekst, weißt Du, dass es an dem Tag so um die 30 nachgeht. Die musst Du dann beim Scan halt drauf rechnen.
    Weil ich häufig bei 100 nur lo angezeigt bekam, also nur so eine durchgehend waagerechte Linie für Unterzucker, und meinen BZ nüchtern gern im Bereich von 70-100 mg/dl, hab ich das Libre halt wieder dran gegeben.

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    Prädiabetes und Diabetes Typ 2 und die Diagnose-Grenzwerte sind willkürlich von den Fachgesellschaften für Diabetes definiert.
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    am 26.10.2021 18:07:36 | IP (Hash): 1531517288
    Es geht übrigens auch in die andere Richtung. Mehrere Quartale erprobt:
    Labor 6,4 %
    Libre 2 7,4%
    Besonders bei hohen Werten sind bei mir die Abweichung derart überhöht hoch, das eine Korrektur besser mit Pieks abgesichert wird. Da wo ich nichts mache, bei rund um 100mg passen die Werte recht gut. Ein Reklamation bei Abbot führt ganz schnell in die in die unberechtige und nicht ausreichend belegte Daten Ecke...

    Das Libre möchte ich dennoch nicht missen.

    LG
    Jonathan
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    am 27.10.2021 11:55:14 | IP (Hash): 1627932301
    Staufer schrieb:
    Guten Morgen,
    Danke für Deine Antwort.
    Wenn ich jetzt aber dauernd gegenmessen muss, frage ich mich allen ernstes, warum ich dann
    Libre 2 überhaupt nutzen soll? Das ist doch dann doppelt gemoppelt und verwirrt einen mehr als es bringt. Libre 2 ist zwar betreffend laufender Messungen ein Segen, aber, was die Messdaten anbelangt, ein totaler Krampf!
    Viele Grüße vom Staufer



    Du brauchst nicht ständig blutig dagegen messen, sondern sinnvoll messen. Ich habe beim Umstieg vom Libre 1 zu Libre 2 ein Quartal lang sehr viel gemessen und ca. 100 Teststreifen verbraucht. So wusste ich grundsätzlich wie die Sensoren messen. Dann habe ich noch eine Weile pro Sensor drei Vergleichsmessungen am 2., 7., und ca. 10 Tag gemacht. Nachdem die Sensoren aber gleichbleibend über die Tragedauer passend oder 20mg/dl zu niedrig gemessen haben, habe ich nur noch zu Beginn jedes Sensors einmalig die Abweichung bestimmt. Zusätzlich habe ich natürlich bei unsicheren Situationen gegengemessen.