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Diabetes Typ 2 ohne Übergewicht

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    am 11.12.2021 00:02:15 | IP (Hash): 81480552
    Hallo in die Runde!
    Ich habe vor 2 Wochen leider die Diagnose bekommen. Nehme jetzt Metformin 500, meine Hausärztin betreut mich erstmal, einen Termin beim Diabetologen steht noch aus für Anfang 2022. Ich habe schon viel gelesen im Netz, in Bücher…. die Sache die mich veranlasst jetzt eine Frage zu eröffnen ist: ich lese überall „ mehr bewegen“, „Gewicht reduzieren“ …. Aber was mache ich mit BMI 21, im Schnitt 7000 Schritte pro Tag, 20 km Fahrrad pro Tag. Esse kaum Zucker, vegetarisch, viel Gemüse, kaum Alkohol.
    Die hohen Blutzuckerwerte machen mir so Angst dass ich seit der Diagnose nochmal 2 Kilo abgenommen habe…. Und Hunger habe ich fast permanent.
    Hat jemand Tipps für mich?
    LG, Mamamomi
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    am 11.12.2021 00:14:00 | IP (Hash): 1105760145
    Wie hoch sind denn HbA1c und die Blutzuckerwerte?
    Wie alt bist Du (circa)?
    500mg Metformin pro Tag?
    Lg Hape
    Bearbeitet von User am 11.12.2021 00:14:34. Grund: ungefähre Angabe reicht
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    am 11.12.2021 07:29:36 | IP (Hash): 1478240829
    Mamamomi schrieb:
    Hat jemand Tipps für mich?

    Hallo Momi,

    ich würde mir an deiner Stelle ein BZ-Messgerät besorgen und den BZ im Auge behalten. So lange die Erhöhung noch einigermaßen vertretbar ist, reicht der Termin beim Diabetologen im Januar. Der wird die richtige Diagnose stellen, wobei er sicher auch Typ1-Diabetes oder LADA überprüfen wird, und dich entsprechend behandeln.

    Falls dagegen der BZ stark ansteigt, dann bleibt nur die Bahandlung als Notfall beim Diabetologen oder die Notaufnahme. In diesem Fall besteht die Gefahr, dass du Typ1-Diabetes hast und eine Ketoazidose entwickeln könntest. So eine Ketoazidose solltest du möglichst vermeiden.

    Wie hoch ist denn dein BZ bei deiner Ärztin gewesen? So lange der BZ unter 300 oder nur kurz darüber bleibt, brauchst du so einen Notfall nicht zu befürchten.

    Gegen den Hunger kannst du übrigens verstärkt Fett und Eiweiß essen. Die lassen den BZ nur wenig ansteigen und machen auch lang anhaltender satt. Außerdem kannst du, weil du kein Übergewicht befürchten musst, mehrere kleine Mahlzeiten am Tag einnehmen.

    Alles Gute, Rainer

    ____
    Gegebene Vorschläge und Einschätzungen sind ausschließlich zu Informationszwecken bestimmt und können in keinem Fall professionelle Beratung oder die Behandlung durch einen Arzt ersetzen.
    Bearbeitet von User am 11.12.2021 07:31:17. Grund: BBCodes
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    am 11.12.2021 07:42:01 | IP (Hash): 81480552
    Ich bin 49 Jahre alt.
    Der Langzeitwert war 6,7
    Das mit den kleineren Mahlzeiten habe ich auch schon gemerkt, dass das etwas besser ist , auch der Hunger ist so etwas besser zu besänftigen.
    Ein BZ Geröt hat meine Hausärztin mir gegeben und ich messe 4 mal täglich. Metformin soll ich morgens nehmen, 1 Tablette.
    der Nüchterwert ist immer etwa 120, nach brotmahlzeiten ist es bei 180-200, bei kohlenhydratarme Mahlzeiten niedriger, so um die 140… da habe ich dann aber dieses ständige Hungerproblem 😬
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    am 11.12.2021 08:43:32 | IP (Hash): 1478240829
    Hallo Momi,

    bei solchen harmlosen Werten kannst du ganz in Ruhe den Termin beim Diabetologen abwarten. Für mich sieht es auch nicht nach einem sich schnell entwickelnden Typ1-Diabetes aus, bei dem es gefährlich werden könnte.

    Probiere es mal mit mehr Fett, das hilft wirklich beim satt werden. Für dich als Veganerin kämen Kokosöl, Olivenöl und solche Sachen in Frage, die du geschickt in deine Mahlzeiten einbauen musst, so dass es dir noch schmeckt.

    Alles Gute und die notwendige Ruhe bis zum Diabetologentermin, Rainer

    ____
    Gegebene Vorschläge und Einschätzungen sind ausschließlich zu Informationszwecken bestimmt und können in keinem Fall professionelle Beratung oder die Behandlung durch einen Arzt ersetzen.
    Bearbeitet von User am 11.12.2021 08:44:23. Grund: BBCodes
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    am 11.12.2021 08:46:55 | IP (Hash): 1139811695
    Hallo Mamamoni,

    ich habe zwar noch keine Diagnose (OGTT steht wegen Stillen noch aus), aber ich habe auch BMI so um den 21 herum.

    Meine Ärztin (Diabetologin) hat GAD-Antikörper bei mir bestimmen lassen sowie C-Peptide und Insulinausschüttung im Nüchternzustand. Es gibt erstmals keinen Anhaltspunkt für Typ 1 bzw. Lada-Diabetes. Weitere Untersuchungen folgen.

    Ich komme ursprünglich aus China. Dort ist mindestens einer von 10 an Diabetes erkrankt und im größten Forum für Diabetiker dort habe ich gelesen dass die meistens bei der Diagnose eher normalgewichtig bzw. untergewichtig sind. Also die meisten haben einen BMI von 20-21 bei der Diagnose von Typ2 Diabetes. Und trotzdem viele von denen starke Insulinresistenz.

    Dort sind viele Ärzte der Meinung dass diese Volksgruppe teilweise „skinny fat“ sind. Also teilweise haben sie Fettleber bei BMI 19 oder so. Und Muskel-Training hat sich bewiesen und wirkt oft besser und effektiver wie zum Beispiel schnelles Laufen usw.

    Vielleicht kannst du dich mal melden wenn du dann beim Diabetologen warst. Vielen Dank.
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    am 11.12.2021 08:53:32 | IP (Hash): 81480552
    Danke Rainer für deine ausführliche Antworten! Ich werde versuchen noch mehr Eiweiß in der Nahrung einzubauen, esse zB zum Frühstück Joghurt mit Haferflocken und Beeren… der Joghurt wird jetzt durch Quark ersetzt, mal schauen ob es dann länger sättigt.
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    am 11.12.2021 08:58:37 | IP (Hash): 81480552
    Wunsch2021 schrieb:
    Hallo Mamamoni,

    ich habe zwar noch keine Diagnose (OGTT steht wegen Stillen noch aus), aber ich habe auch BMI so um den 21 herum.

    Meine Ärztin (Diabetologin) hat GAD-Antikörper bei mir bestimmen lassen sowie C-Peptide und Insulinausschüttung im Nüchternzustand. Es gibt erstmals keinen Anhaltspunkt für Typ 1 bzw. Lada-Diabetes. Weitere Untersuchungen folgen.

    Ich komme ursprünglich aus China. Dort ist mindestens einer von 10 an Diabetes erkrankt und im größten Forum für Diabetiker dort habe ich gelesen dass die meistens bei der Diagnose eher normalgewichtig bzw. untergewichtig sind. Also die meisten haben einen BMI von 20-21 bei der Diagnose von Typ2 Diabetes. Und trotzdem viele von denen starke Insulinresistenz.

    Dort sind viele Ärzte der Meinung dass diese Volksgruppe teilweise „skinny fat“ sind. Also teilweise haben sie Fettleber bei BMI 19 oder so. Und Muskel-Training hat sich bewiesen und wirkt oft besser und effektiver wie zum Beispiel schnelles Laufen usw.

    Vielleicht kannst du dich mal melden wenn du dann beim Diabetologen warst. Vielen Dank.



    Fettleber? Das hört sich nicht schön an… wie merkt man das?
    Und ja, Muskeltraining mache ich auch; ich bewege mich im Alltag viel weil ich auch eine rheumatische Erkrankung habe und ich die Schmerzen im Becken nur durch Bewegen in Schach halten kann.
    Von den anderen Diabetes Arten hat meine Hausärztin nichts gesagt, bin mal gespannt ob Der Diabetologe dann weitere Untersuchungen machen wird.
    Meine größte Sorge ist nicht noch weiter anzunehmen 😩
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    am 11.12.2021 09:53:48 | IP (Hash): 1478240829
    Mamamomi schrieb:

    Fettleber? Das hört sich nicht schön an… wie merkt man das?

    Eine nichtalkoholische Fettleber (NAFL) kommt auch bei uns Europäern nicht nur bei Übergewichtigen, sondern manchmal auch bei Schlanken vor. Allerdings wesentlich seltener als bei Asiaten. Ich bin auch gespannt, was dein Diabetologe bei dir diagnostiziert.

    Lass dir aber dadurch nicht noch zusätzliche Angst davor einjagen, mehr Fett zu essen. Ursache für so eine NAFL sind in den meisten Fällen zu viele KH, nicht zu viel Fett, ähnlich wie bei einer Gänsestopfleber. Wenn du zum Frühstück auf Quark umstellst, dann nimm lieber nicht die fettreduzierte Variante. Der normale Quark mit seinem Eiweiß und Milchfett sättigt wirklich besser.

    Beste Grüße, Rainer

    ____
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    Bearbeitet von User am 11.12.2021 09:57:28. Grund: BBCodes
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    am 11.12.2021 10:49:46 | IP (Hash): 1044731888
    Die Herausforderung ist noch ein bisschen gemeiner, denn wann eine Leber wieviel Fetteinlagerung dazu nutzt, mehr Glukose auszugeben als verbraucht wird, weiß bislang niemand. Das kann bei 20 % Fettleber sein oder bei 80 % oder auch überhaupt nicht. Die meisten Menschen mit Fettleber haben und entwickeln keinen Diabetes.
    Ob die eigene Leber zu denen gehört, die zu Diabetes neigen, lässt sich praktisch nur ausprobieren mit Leberfasten = pro Tag nur 600-800 kcal. Nach 7-10 Tagen müsste sich eine völlige Normalisierung des Blutzuckers einstellen, wenn die unnormale tatsächlich vom Fett in der Leber verursacht wurde. - Und wer dann wieder bei KHs zuschlägt, vor allem auch bei Obst mit schön viel Fruchtzucker, hat das Fett dann sehr schnell wieder zurück und natürlich auch den höheren BZ :(

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    Prädiabetes und Diabetes Typ 2 und die Diagnose-Grenzwerte sind willkürlich von den Fachgesellschaften für Diabetes definiert.