Willkommen Gast! Um alle Funktionen zu aktivieren musst Du Dich Anmelden oder Registrieren.

Diabetes Typ 2 ohne Übergewicht

  • Rang: Erweitertes Mitglied
    Punkte: 0
    Beiträge: 66
    Mitglied seit: 10.12.2021
    am 11.12.2021 00:02:15 | IP (Hash): 81480552
    Hallo in die Runde!
    Ich habe vor 2 Wochen leider die Diagnose bekommen. Nehme jetzt Metformin 500, meine Hausärztin betreut mich erstmal, einen Termin beim Diabetologen steht noch aus für Anfang 2022. Ich habe schon viel gelesen im Netz, in Bücher…. die Sache die mich veranlasst jetzt eine Frage zu eröffnen ist: ich lese überall „ mehr bewegen“, „Gewicht reduzieren“ …. Aber was mache ich mit BMI 21, im Schnitt 7000 Schritte pro Tag, 20 km Fahrrad pro Tag. Esse kaum Zucker, vegetarisch, viel Gemüse, kaum Alkohol.
    Die hohen Blutzuckerwerte machen mir so Angst dass ich seit der Diagnose nochmal 2 Kilo abgenommen habe…. Und Hunger habe ich fast permanent.
    Hat jemand Tipps für mich?
    LG, Mamamomi
  • Rang: Erweitertes Mitglied
    Punkte: 0
    Beiträge: 632
    Mitglied seit: 24.11.2021
    am 11.12.2021 00:14:00 | IP (Hash): 1105760145
    Wie hoch sind denn HbA1c und die Blutzuckerwerte?
    Wie alt bist Du (circa)?
    500mg Metformin pro Tag?
    Lg Hape
    Bearbeitet von User am 11.12.2021 00:14:34. Grund: ungefähre Angabe reicht
  • Rang: Erweitertes Mitglied
    Punkte: 972
    Beiträge: 5073
    Mitglied seit: 25.02.2011
    am 11.12.2021 07:29:36 | IP (Hash): 1478240829
    Mamamomi schrieb:
    Hat jemand Tipps für mich?

    Hallo Momi,

    ich würde mir an deiner Stelle ein BZ-Messgerät besorgen und den BZ im Auge behalten. So lange die Erhöhung noch einigermaßen vertretbar ist, reicht der Termin beim Diabetologen im Januar. Der wird die richtige Diagnose stellen, wobei er sicher auch Typ1-Diabetes oder LADA überprüfen wird, und dich entsprechend behandeln.

    Falls dagegen der BZ stark ansteigt, dann bleibt nur die Bahandlung als Notfall beim Diabetologen oder die Notaufnahme. In diesem Fall besteht die Gefahr, dass du Typ1-Diabetes hast und eine Ketoazidose entwickeln könntest. So eine Ketoazidose solltest du möglichst vermeiden.

    Wie hoch ist denn dein BZ bei deiner Ärztin gewesen? So lange der BZ unter 300 oder nur kurz darüber bleibt, brauchst du so einen Notfall nicht zu befürchten.

    Gegen den Hunger kannst du übrigens verstärkt Fett und Eiweiß essen. Die lassen den BZ nur wenig ansteigen und machen auch lang anhaltender satt. Außerdem kannst du, weil du kein Übergewicht befürchten musst, mehrere kleine Mahlzeiten am Tag einnehmen.

    Alles Gute, Rainer

    ____
    Gegebene Vorschläge und Einschätzungen sind ausschließlich zu Informationszwecken bestimmt und können in keinem Fall professionelle Beratung oder die Behandlung durch einen Arzt ersetzen.
    Bearbeitet von User am 11.12.2021 07:31:17. Grund: BBCodes
  • Rang: Erweitertes Mitglied
    Punkte: 0
    Beiträge: 66
    Mitglied seit: 10.12.2021
    am 11.12.2021 07:42:01 | IP (Hash): 81480552
    Ich bin 49 Jahre alt.
    Der Langzeitwert war 6,7
    Das mit den kleineren Mahlzeiten habe ich auch schon gemerkt, dass das etwas besser ist , auch der Hunger ist so etwas besser zu besänftigen.
    Ein BZ Geröt hat meine Hausärztin mir gegeben und ich messe 4 mal täglich. Metformin soll ich morgens nehmen, 1 Tablette.
    der Nüchterwert ist immer etwa 120, nach brotmahlzeiten ist es bei 180-200, bei kohlenhydratarme Mahlzeiten niedriger, so um die 140… da habe ich dann aber dieses ständige Hungerproblem 😬
  • Rang: Erweitertes Mitglied
    Punkte: 972
    Beiträge: 5073
    Mitglied seit: 25.02.2011
    am 11.12.2021 08:43:32 | IP (Hash): 1478240829
    Hallo Momi,

    bei solchen harmlosen Werten kannst du ganz in Ruhe den Termin beim Diabetologen abwarten. Für mich sieht es auch nicht nach einem sich schnell entwickelnden Typ1-Diabetes aus, bei dem es gefährlich werden könnte.

    Probiere es mal mit mehr Fett, das hilft wirklich beim satt werden. Für dich als Veganerin kämen Kokosöl, Olivenöl und solche Sachen in Frage, die du geschickt in deine Mahlzeiten einbauen musst, so dass es dir noch schmeckt.

    Alles Gute und die notwendige Ruhe bis zum Diabetologentermin, Rainer

    ____
    Gegebene Vorschläge und Einschätzungen sind ausschließlich zu Informationszwecken bestimmt und können in keinem Fall professionelle Beratung oder die Behandlung durch einen Arzt ersetzen.
    Bearbeitet von User am 11.12.2021 08:44:23. Grund: BBCodes
  • Rang: Erweitertes Mitglied
    Punkte: 0
    Beiträge: 96
    Mitglied seit: 21.11.2020
    am 11.12.2021 08:46:55 | IP (Hash): 1139811695
    Hallo Mamamoni,

    ich habe zwar noch keine Diagnose (OGTT steht wegen Stillen noch aus), aber ich habe auch BMI so um den 21 herum.

    Meine Ärztin (Diabetologin) hat GAD-Antikörper bei mir bestimmen lassen sowie C-Peptide und Insulinausschüttung im Nüchternzustand. Es gibt erstmals keinen Anhaltspunkt für Typ 1 bzw. Lada-Diabetes. Weitere Untersuchungen folgen.

    Ich komme ursprünglich aus China. Dort ist mindestens einer von 10 an Diabetes erkrankt und im größten Forum für Diabetiker dort habe ich gelesen dass die meistens bei der Diagnose eher normalgewichtig bzw. untergewichtig sind. Also die meisten haben einen BMI von 20-21 bei der Diagnose von Typ2 Diabetes. Und trotzdem viele von denen starke Insulinresistenz.

    Dort sind viele Ärzte der Meinung dass diese Volksgruppe teilweise „skinny fat“ sind. Also teilweise haben sie Fettleber bei BMI 19 oder so. Und Muskel-Training hat sich bewiesen und wirkt oft besser und effektiver wie zum Beispiel schnelles Laufen usw.

    Vielleicht kannst du dich mal melden wenn du dann beim Diabetologen warst. Vielen Dank.
  • Rang: Erweitertes Mitglied
    Punkte: 0
    Beiträge: 66
    Mitglied seit: 10.12.2021
    am 11.12.2021 08:53:32 | IP (Hash): 81480552
    Danke Rainer für deine ausführliche Antworten! Ich werde versuchen noch mehr Eiweiß in der Nahrung einzubauen, esse zB zum Frühstück Joghurt mit Haferflocken und Beeren… der Joghurt wird jetzt durch Quark ersetzt, mal schauen ob es dann länger sättigt.
  • Rang: Erweitertes Mitglied
    Punkte: 0
    Beiträge: 66
    Mitglied seit: 10.12.2021
    am 11.12.2021 08:58:37 | IP (Hash): 81480552
    Wunsch2021 schrieb:
    Hallo Mamamoni,

    ich habe zwar noch keine Diagnose (OGTT steht wegen Stillen noch aus), aber ich habe auch BMI so um den 21 herum.

    Meine Ärztin (Diabetologin) hat GAD-Antikörper bei mir bestimmen lassen sowie C-Peptide und Insulinausschüttung im Nüchternzustand. Es gibt erstmals keinen Anhaltspunkt für Typ 1 bzw. Lada-Diabetes. Weitere Untersuchungen folgen.

    Ich komme ursprünglich aus China. Dort ist mindestens einer von 10 an Diabetes erkrankt und im größten Forum für Diabetiker dort habe ich gelesen dass die meistens bei der Diagnose eher normalgewichtig bzw. untergewichtig sind. Also die meisten haben einen BMI von 20-21 bei der Diagnose von Typ2 Diabetes. Und trotzdem viele von denen starke Insulinresistenz.

    Dort sind viele Ärzte der Meinung dass diese Volksgruppe teilweise „skinny fat“ sind. Also teilweise haben sie Fettleber bei BMI 19 oder so. Und Muskel-Training hat sich bewiesen und wirkt oft besser und effektiver wie zum Beispiel schnelles Laufen usw.

    Vielleicht kannst du dich mal melden wenn du dann beim Diabetologen warst. Vielen Dank.



    Fettleber? Das hört sich nicht schön an… wie merkt man das?
    Und ja, Muskeltraining mache ich auch; ich bewege mich im Alltag viel weil ich auch eine rheumatische Erkrankung habe und ich die Schmerzen im Becken nur durch Bewegen in Schach halten kann.
    Von den anderen Diabetes Arten hat meine Hausärztin nichts gesagt, bin mal gespannt ob Der Diabetologe dann weitere Untersuchungen machen wird.
    Meine größte Sorge ist nicht noch weiter anzunehmen 😩
  • Rang: Erweitertes Mitglied
    Punkte: 972
    Beiträge: 5073
    Mitglied seit: 25.02.2011
    am 11.12.2021 09:53:48 | IP (Hash): 1478240829
    Mamamomi schrieb:

    Fettleber? Das hört sich nicht schön an… wie merkt man das?

    Eine nichtalkoholische Fettleber (NAFL) kommt auch bei uns Europäern nicht nur bei Übergewichtigen, sondern manchmal auch bei Schlanken vor. Allerdings wesentlich seltener als bei Asiaten. Ich bin auch gespannt, was dein Diabetologe bei dir diagnostiziert.

    Lass dir aber dadurch nicht noch zusätzliche Angst davor einjagen, mehr Fett zu essen. Ursache für so eine NAFL sind in den meisten Fällen zu viele KH, nicht zu viel Fett, ähnlich wie bei einer Gänsestopfleber. Wenn du zum Frühstück auf Quark umstellst, dann nimm lieber nicht die fettreduzierte Variante. Der normale Quark mit seinem Eiweiß und Milchfett sättigt wirklich besser.

    Beste Grüße, Rainer

    ____
    Gegebene Vorschläge und Einschätzungen sind ausschließlich zu Informationszwecken bestimmt und können in keinem Fall professionelle Beratung oder die Behandlung durch einen Arzt ersetzen.
    Bearbeitet von User am 11.12.2021 09:57:28. Grund: BBCodes
  • Bild User
    Rang: Erweitertes Mitglied
    Punkte: 1233
    Beiträge: 8857
    Mitglied seit: 20.02.2011
    am 11.12.2021 10:49:46 | IP (Hash): 1044731888
    Die Herausforderung ist noch ein bisschen gemeiner, denn wann eine Leber wieviel Fetteinlagerung dazu nutzt, mehr Glukose auszugeben als verbraucht wird, weiß bislang niemand. Das kann bei 20 % Fettleber sein oder bei 80 % oder auch überhaupt nicht. Die meisten Menschen mit Fettleber haben und entwickeln keinen Diabetes.
    Ob die eigene Leber zu denen gehört, die zu Diabetes neigen, lässt sich praktisch nur ausprobieren mit Leberfasten = pro Tag nur 600-800 kcal. Nach 7-10 Tagen müsste sich eine völlige Normalisierung des Blutzuckers einstellen, wenn die unnormale tatsächlich vom Fett in der Leber verursacht wurde. - Und wer dann wieder bei KHs zuschlägt, vor allem auch bei Obst mit schön viel Fruchtzucker, hat das Fett dann sehr schnell wieder zurück und natürlich auch den höheren BZ :(

    ----------------------------------------------
    Prädiabetes und Diabetes Typ 2 und die Diagnose-Grenzwerte sind willkürlich von den Fachgesellschaften für Diabetes definiert.
  • Rang: Erweitertes Mitglied
    Punkte: 0
    Beiträge: 96
    Mitglied seit: 21.11.2020
    am 11.12.2021 10:52:53 | IP (Hash): 1139811695
    Du hast da Recht Rainer. Auch bei uns vermuten die Ärzte dass Fettleber eher von zu viel KHs kommt.

    Allerdings habe ich auch keine Ahnung woran man Fettleber sieht. Ich meine wie die Diagnose gestellt wird, an bestimmten Parametern im Blut oder eher Ultraschall?

    Und bekanntlich essen wir in China wesentlich weniger Fleisch wie hier aber sehr viel KHs. Dafür aber viel mehr Diabetiker.

    Ich habe vor etwa 1,5 meine Ernährung umgestellt, esse nun weniger KH, mehr Eiweiß und Fett. Mein Gesamt-Cholesterin ist von 200 auf 160 gesunken. Immer noch nicht so gut, ich weiß aber im Rahmen.

  • Rang: Erweitertes Mitglied
    Punkte: 0
    Beiträge: 96
    Mitglied seit: 21.11.2020
    am 11.12.2021 11:01:09 | IP (Hash): 1139811695
    Übrigens habe ich auch eine Zeit lang viel abgenommen. Vielleicht weil ich sehr oft gemessen habe und bei höherem Wert habe ich nicht getraut zu essen. Auch aktuell wenn ich sehe dass mein Wert nach vier Stunden nach einer Mahlzeit immer noch nicht unter 100 ist, da kriege ich Panik und esse weniger. Andererseits denke ich dass das Leben nicht nur um Zucker drehen soll. Klar sollte man achtsam sein aber man sollte trotzdem sich womöglich gut ernähren und das Essen genießen. Wenn du die selbe Erfahrung gerade machst wie bei mir, würde ich nicht ständig messen. Alles Gute!
  • Rang: Erweitertes Mitglied
    Punkte: 972
    Beiträge: 5073
    Mitglied seit: 25.02.2011
    am 11.12.2021 11:05:38 | IP (Hash): 1478240829
    .
    Bearbeitet von User am 11.12.2021 11:07:18. Grund: doppelt
  • Rang: Erweitertes Mitglied
    Punkte: 972
    Beiträge: 5073
    Mitglied seit: 25.02.2011
    am 11.12.2021 11:06:20 | IP (Hash): 1478240829
    Hallo Wunsch,

    feststellen kann das ein geübter Arzt im Ultraschall.

    Ein bisschen kann man mit dem FLI vermuten, allerdings passt der vermutlich nicht allzu gut für Schlanke:
    https://rechnersammlung.de/fli
    Neben den Körpermaßen sprechen hohe Triglyceride und ein hoher Leberwert Gamma GT für eine nichtalkoholische Fettleber oder anders herum: bei niedrigen TG und niedrigem GGT ist eine Fettleber eher unwahrscheinlich.

    Bei Mamamomi liegt aber eher LADA oder MODY auf der Hand. Sie sollte diesbezüglich erst einmal die Untersuchungen des Diabetologen abwarten.

    ____
    Gegebene Vorschläge und Einschätzungen sind ausschließlich zu Informationszwecken bestimmt und können in keinem Fall professionelle Beratung oder die Behandlung durch einen Arzt ersetzen.
    Bearbeitet von User am 11.12.2021 12:04:03. Grund: BBCodes
     1 Benutzer dankte für diesen Nützlichen Beitrag.
  • Rang: Erweitertes Mitglied
    Punkte: 0
    Beiträge: 66
    Mitglied seit: 10.12.2021
    am 11.12.2021 12:09:23 | IP (Hash): 81480552
    Wunsch2021 schrieb:
    Übrigens habe ich auch eine Zeit lang viel abgenommen. Vielleicht weil ich sehr oft gemessen habe und bei höherem Wert habe ich nicht getraut zu essen. Auch aktuell wenn ich sehe dass mein Wert nach vier Stunden nach einer Mahlzeit immer noch nicht unter 100 ist, da kriege ich Panik und esse weniger. Andererseits denke ich dass das Leben nicht nur um Zucker drehen soll. Klar sollte man achtsam sein aber man sollte trotzdem sich womöglich gut ernähren und das Essen genießen. Wenn du die selbe Erfahrung gerade machst wie bei mir, würde ich nicht ständig messen. Alles Gute!



    Liebe Wunsch, genauso ergehst mir zur Zeit, ständig Angst die BZ Werte in die Höhe zu jagen aber dann zu wenig zu essen und Hunger zu haben. Messen muss ich jetzt erstmal bis zum nächsten Arzttermin, sie möchte die Werte sehen. Hoffe auch dass ich dann ein wenig Entwarnung bekomme und nicht mehr so oft messen brauche weil der Essens-Stress ist schon sehr hoch gerade….
    LG, Momi
  • Rang: Erweitertes Mitglied
    Punkte: 0
    Beiträge: 66
    Mitglied seit: 10.12.2021
    am 11.12.2021 12:13:28 | IP (Hash): 81480552
    .

    Bei Mamamomi liegt aber eher LADA oder MODY auf der Hand. Sie sollte diesbezüglich erst einmal die Untersuchungen des Diabetologen abwarten.


    Lieber Rainer, darf ich fragen ob du einen medizinischen Hintergrund hast? Du scheinst dich richtig gut auszukennen :-)
    Fetthaltiger Quark steht jetzt auf dem Speiseplan!
    LG, Momi
  • Rang: Erweitertes Mitglied
    Punkte: 0
    Beiträge: 66
    Mitglied seit: 10.12.2021
    am 11.12.2021 12:17:57 | IP (Hash): 81480552
    Ups, konnte dich nicht zitieren und jetzt ist ein Teil von deiner Antwort in meinem Beitrag kopiert worden.

    Was ich noch fragen wollte: diese Diabetesformen LADA und MODY, findet einen Diabetoligen so etwas Standard bei der Ananmese heraus oder muss das extra untersucht werden?
  • Rang: Erweitertes Mitglied
    Punkte: 972
    Beiträge: 5073
    Mitglied seit: 25.02.2011
    am 11.12.2021 15:16:41 | IP (Hash): 1478240829
    Mamamomi schrieb:
    Was ich noch fragen wollte: diese Diabetesformen LADA und MODY, findet einen Diabetoligen so etwas Standard bei der Ananmese heraus oder muss das extra untersucht werden?

    Hallo Momi,

    das muss extra untersucht werden, wobei Der Diabetologe mit seinem großen Erfahrungsschatz wahrscheinlich eine Vermutung hat und in dieser Richtung genauer nachsieht.

    Vermutlich wird er das C-Peptid bestimmten lassen und dein Blut auf die für Typ1-Diabetes zuständigen Antikörper untersuchen lassen, um LADA zu bestätigen oder auszuschließen. Das ist die wichtigste Untersuchung, weil du mit LADA eine andere Therapie benötigst. Wenn er LADA ausschließen kann, dann sieht er mit den Werten auch etwas über eine mögliche Insulinresistenz, die häufig mit einer nichtalkoholischen Fettleber verknüpft wäre. Warte ab, was die Untersuchungen bringen und welche Diagnose der Diabetologe anhand der Werte und seiner Erfahrungen stellt. Bis dahin ist alles offen, die Typ2-Diagnose deiner Hausärztin hat nicht viel zu sagen. Lass dir unbedingt Kopien der Laborberichte geben und sammle die. Wenn du dann Fragen zu den einzelnen Werten hast, kannst du sie hier im Forum beantworten lassen.

    So wie du deinen BZ bisher im Rahmen hältst, machst du alles richtig und brauchst weder Angst noch ein schlechtes Gewissen zu haben, wenn es nicht immer perfekt funktioniert oder wenn du dir bewußt eine Ausnahme leistest. Ich bin übrigens kein Fachmann, sondern nur langjähriger Diabetiker mit gesammelten Erfahrungen zu meinem Diabetes und vom Austausch mit anderen Diabetikern.

    Alles Gute, Rainer

    ____
    Gegebene Vorschläge und Einschätzungen sind ausschließlich zu Informationszwecken bestimmt und können in keinem Fall professionelle Beratung oder die Behandlung durch einen Arzt ersetzen.
    Bearbeitet von User am 11.12.2021 15:37:20. Grund: BBCodes
  • Bild User
    Rang: Erweitertes Mitglied
    Punkte: 1233
    Beiträge: 8857
    Mitglied seit: 20.02.2011
    am 11.12.2021 16:51:54 | IP (Hash): 1044731888
    Mamamomi schrieb:
    Liebe Wunsch, genauso ergehst mir zur Zeit, ständig Angst die BZ Werte in die Höhe zu jagen aber dann zu wenig zu essen und Hunger zu haben. Messen muss ich jetzt erstmal bis zum nächsten Arzttermin, sie möchte die Werte sehen. Hoffe auch dass ich dann ein wenig Entwarnung bekomme und nicht mehr so oft messen brauche weil der Essens-Stress ist schon sehr hoch gerade….


    Was ich bei Euch beiden nicht verstehe: Warum wollt Ihr die Augen vor höherem BZ zumachen = Kopf in den Sand stecken = besser nicht wissen=messen? Ihr könnt doch ganz normal essen und beobachten, wie Euer BZ damit u.U. immer höher ansteigt, auch wenn Ihr Normalgewicht haltet, und dann dafür Medis bekommen, dass Ihr ihn in dem Bereich halten könnt, den Ihr haben wollt. Aber auch das geht ausschließlich mit Messen.
    Und nicht nach "der Arzt hat gesagt, viermal," sondern so häufig, wie Ihr am Verlauf seht, dass Messen notwendig ist!

    Ich halte Messenkönnen und sich so gesund danach richten Können, wie man das will, für ne wahnsinnig tolle Möglichkeit, und mir fehlt echt jedes Verständnis dafür, wie jemand darauf verzichten können und sich dafür unbedingt krummlegen will.

    Wenn Ihr messt, dass Euer BZ bei dem Essen, dass Ihr mögt und wollt, nur mit Medis zu halten geht, braucht doch niemand dafür ein schlechtes Gewissen zu haben. Dann eben passend Medi nehmen und gut, oder warum vielleicht nicht? Was ist da, was ich aus meinen Opa-Augen vielleicht übersehe?

    ----------------------------------------------
    Prädiabetes und Diabetes Typ 2 und die Diagnose-Grenzwerte sind willkürlich von den Fachgesellschaften für Diabetes definiert.
  • Rang: Erweitertes Mitglied
    Punkte: 0
    Beiträge: 96
    Mitglied seit: 21.11.2020
    am 11.12.2021 17:54:11 | IP (Hash): 1124237365
    Hallo Jürgen,

    tatsächlich mache ich seit einem Jahr nichts anderes als mit weniger KHs und Bewegungen die endgültige Diagnose und die Medis-Einnahme hinauszuschieben. Obwohl mein Nüchternwert innerhalb dieses Jahres trotz weniger KHs und Bewegungen von 99 auf 109 und mein Langzeitzucker von 5,3 auf 5,7 gestiegen ist.

    Es ist manchmal schon anstrengend, weil ich zu Hause zwei Kleinkinder habe (1 und 3). Und auch bin ich mir nicht sicher was eine langfristige Kohlenhydratearme Ernährung evtl. welche gesundheitliche Schäden mitbringt. Aber insgesamt lebe ich in dem einen Jahr viel bewusster wie früher. Ich bewege mich viel mehr und esse so gut wie gar nichts süßes mehr (davor jeden Tag zumindest eine große Tafel Schokolade und ununterbrochen Süßigkeiten, kiloweise Obst und selten Gemüse). Daher denke ich dass die aktuelle Lebensweise zwar nicht ganz ausgewogen ist (wegen weniger KH), jedoch gesünder wie vorher ist.

    Ich gehe innerlich schon davon aus dass meine Diagnose in den nächsten zwei Jahren dann steht. Aber wenn ich noch ein paar Monate mehr ohne Medikamente leben kann, warum nicht. Ich bin erst 38:)

    Innerlich geht’s mir schon besser, muss ich sagen dass ich weiß ich bekomme dann Medikamente und es bedeutet kein Ende wenn ich mit Ernährung und Bewegung nichts mehr bewirken kann.

    Herzlichen Dank für deine Worte! Es berührt mich immer wieder dass du und Rainer für uns Fremde so viel Zeit nehmt. Also wirklich vielen Dank!
  • Rang: Erweitertes Mitglied
    Punkte: 0
    Beiträge: 66
    Mitglied seit: 10.12.2021
    am 11.12.2021 18:20:49 | IP (Hash): 81480552
    hjt_Jürgen schrieb:
    Mamamomi schrieb:
    Liebe Wunsch, genauso ergehst mir zur Zeit, ständig Angst die BZ Werte in die Höhe zu jagen aber dann zu wenig zu essen und Hunger zu haben. Messen muss ich jetzt erstmal bis zum nächsten Arzttermin, sie möchte die Werte sehen. Hoffe auch dass ich dann ein wenig Entwarnung bekomme und nicht mehr so oft messen brauche weil der Essens-Stress ist schon sehr hoch gerade….


    Was ich bei Euch beiden nicht verstehe: Warum wollt Ihr die Augen vor höherem BZ zumachen = Kopf in den Sand stecken = besser nicht wissen=messen? Ihr könnt doch ganz normal essen und beobachten, wie Euer BZ damit u.U. immer höher ansteigt, auch wenn Ihr Normalgewicht haltet, und dann dafür Medis bekommen, dass Ihr ihn in dem Bereich halten könnt, den Ihr haben wollt. Aber auch das geht ausschließlich mit Messen.
    Und nicht nach "der Arzt hat gesagt, viermal," sondern so häufig, wie Ihr am Verlauf seht, dass Messen notwendig ist!

    Ich halte Messenkönnen und sich so gesund danach richten Können, wie man das will, für ne wahnsinnig tolle Möglichkeit, und mir fehlt echt jedes Verständnis dafür, wie jemand darauf verzichten können und sich dafür unbedingt krummlegen will.

    Wenn Ihr messt, dass Euer BZ bei dem Essen, dass Ihr mögt und wollt, nur mit Medis zu halten geht, braucht doch niemand dafür ein schlechtes Gewissen zu haben. Dann eben passend Medi nehmen und gut, oder warum vielleicht nicht? Was ist da, was ich aus meinen Opa-Augen vielleicht übersehe?

    ----------------------------------------------
    Prädiabetes und Diabetes Typ 2 und die Diagnose-Grenzwerte sind willkürlich von den Fachgesellschaften für Diabetes definiert.


    Hallo Jürgen, ich habe erst mit Medis angefangen seit etwas über eine Woche und habe außer eine Tablette Metformin keine Möglichkeit die BZ Werte „tablettenmäsig“ zu beeinflussen.
    Ich wünsche mir sehr dass sich meine Angst für hohe BZ-Werte bald beruhigt und die Mahlzeiten wieder zu einem unbeschwerten, schönen Moment am Tag wird….
    Dabei schließe ich mich Wunsch an und bedanke mich sehr für‘s Mit-überlegen. Deine Anregung essen zu genießen nehme ich mit in den Sonntag!
    LG, Momi
  • Rang: Erweitertes Mitglied
    Punkte: 972
    Beiträge: 5073
    Mitglied seit: 25.02.2011
    am 12.12.2021 09:55:36 | IP (Hash): 976093414
    Mamamomi schrieb:
    Ich habe erst mit Medis angefangen seit etwas über eine Woche und habe außer eine Tablette Metformin keine Möglichkeit die BZ Werte „tablettenmäsig“ zu beeinflussen. Ich wünsche mir sehr dass sich meine Angst für hohe BZ-Werte bald beruhigt und die Mahlzeiten wieder zu einem unbeschwerten, schönen Moment am Tag wird….

    Hallo Momi,

    du hast wahrscheinlich die falsche Vorstellung, dass jede BZ-Spitze, die ein bisschen zu hoch ist, deinem Körper schaden könnte. So ist das wirklich nicht. Um Schäden anzurichten, braucht es über viele Monate und Jahre ständig zu hohen BZ. Wenn bei einmaligen Ereignissen wirklich mal Schäden in einigen Zellen angerichtet werden, dann repariert der Körper die wieder. Das kann er gut, das ist ein ganz normaler Vorgang. Bleibende Schäden entstehen erst, wenn er mit der Reparatur nicht mehr hinterher kommen kann. Insofern kannst du dir wirklich viel Zeit nehmen, um zu lernen. Wichtig ist, dass du dann lebenslang dran bleiben musst. Wenn du erst mal 6 oder sogar 12 Monate brauchst, um den BZ möglichst gut hinzukriegen, dann wäre das wirklich kein Problem.

    Jetzt ganz am Anfang kommt noch dazu, dass du noch gar nicht sicher bist, welchen Diabetes du hast und welche Therapie geeignet ist. Selbst wenn es ein ganz normaler Typ2-Diabetes ist, sind die 500mg Metformin nur die Einschleichdosis, die deine Ärztin schrittweise erhöhen wird. Wenn du ihr deine guten BZ-Werte zeigst, dann musst du unbedingt dazu sagen, was du alles dafür tun musstest. Ohne diese Information lässt sie es vielleicht bei der niedrigen Dosis.

    Bitte nicht falsch verstehen, es ist ganz toll, dass du dir so große Mühe gibst und dabei auch so viel Erfolg hast. Dabei kannst du aber ganz ruhig und gelassen bleiben. Es geht nicht darum, jede hohe BZ-Spitze zu vermeiden. Du musst nur die richtigen Lehren aus solchen Ereignissen ziehen und langfristig die richtige Balance zwischen eigenen Bemühungen und medikamentöser Unterstützung finden.

    Weiter viel Erfolg, Rainer

    ____
    Gegebene Vorschläge und Einschätzungen sind ausschließlich zu Informationszwecken bestimmt und können in keinem Fall professionelle Beratung oder die Behandlung durch einen Arzt ersetzen.
    Bearbeitet von User am 13.12.2021 11:36:47. Grund: BBCodes
     1 Benutzer dankte für diesen Nützlichen Beitrag.
  • Rang: Erweitertes Mitglied
    Punkte: 0
    Beiträge: 61
    Mitglied seit: 12.12.2021
    am 12.12.2021 17:30:27 | IP (Hash): 1733426085
    Hallo Mamamoni, Hallo alle,
    mir gehts ähnlich wie Moni! Habe im Juli die Diagnose bekommen: HBA1c: 6,7, NBZ 112. Bin und war immer schlank (170, 52 kg) und sportlich. Der Diabetologe meint, Insulinresistenz wäre unwahrscheinlich, da schlank und er sehe auch, dass ich sportlich sei. C-Peptid ist laut Labor am unteren Grenzwert.
    GAD Antikörper waren aber auch negativ. Andere Antikörper hat er (noch) nicht getestet.
    Ich habe auch gleich nach Diagnose mir ein BZ Testgerät besorgt. Und leider feststellen müssen, dass ich nach einem 1/2 Volkornbrötchen mit selbergemachtem Humus und ein par Heidelbeeren bei 170 lande, ohne schon satt zu sein…Gleiches Spiel bei 50 gr. Vollkornnudeln mit Ratatouille.
    Also habe ich die KH Zufuhr pro Mahlzeit auf max.20 reduziert. Damit bleibe der BZ dann unter 140. Unter Hunger leide ich mit dieser Fett und Eiweißernährung nicht, Ich esse viel Sojaprodukte, und wieder mehr Fleisch und viel mehr Käse. Anfang November war mein A1c bei 5,7…. Mein Cholesterin ist aber von190 auf 237 angestiegen…. Na toll…Mal sehen was der Termin bei der Ernährungsberaterin bringt.
    Metformin hab ich sofort bekommen und bin mitlerweile bei der max Dosis von 2 mal 1000gr. Gegen den krassen Durchfall den das Met mir verursacht hat habe ich ne ganze weile Luvos Heilerde genommen (immer 2hZeitversetzt zum Met). Mitlerweile hat sich mein MagendarMTRackt offensichtlich dran gewöhnt. Mein NBZ morgens ist recht konstant zw. 104 und 114. Finde ich zu hoch. Moni, Bin gespannt wies bei dir weitergeht.
  • Rang: Erweitertes Mitglied
    Punkte: 0
    Beiträge: 61
    Mitglied seit: 12.12.2021
    am 12.12.2021 17:43:26 | IP (Hash): 1733426085

    Bearbeitet von User am 12.12.2021 17:44:31. Grund: sorry doppelt gesendet
  • Rang: Erweitertes Mitglied
    Punkte: 0
    Beiträge: 61
    Mitglied seit: 12.12.2021
    am 12.12.2021 17:43:35 | IP (Hash): 1733426085
    Mamamomi schrieb:
    ..Joghurt mit Haferflocken und Beeren… der Joghurt wird jetzt durch Quark ersetzt, mal schauen ob es dann länger sättigt.


    Statt Joghurt kannst du auch Sojajoghurtalternative nehmen. Die gibts z.B. von Alnatura mit weniger 0,5Kh pro 100gr.
    Und Haferflocken sind mit knapp 60Kh auf 100gr alles andere als KH arm. Die könntest du durch eine Mischung Sojaflocken, Hanfsamen, geschr. Leinsaat, Chiasamen, Mandeln und Nüssen ersetzen. Oder google mal nach Low Carb / Paleo Müsli.
    Mandelmilch ohne Zucker z.B. hat auch 0KH.
    Aber wie immer bei Ernährung: auch dieses Frühstück hat bestimmt irgendwelche Nachteile🥲
  • Rang: Erweitertes Mitglied
    Punkte: 0
    Beiträge: 273
    Mitglied seit: 01.10.2020
    am 12.12.2021 20:02:18 | IP (Hash): 489573768
    Von Seitenbacher gibt es Müsli mit 19g KH pro 100g (wenn man es Müsli nennen möchte)

    ______________
    —————————————-
    Typ 2 - Medikation: Siofor 1x1000 - LZW zZ 6,1 Stand 12/21 (ich arbeite weiter daran)
  • Rang: Erweitertes Mitglied
    Punkte: 0
    Beiträge: 66
    Mitglied seit: 10.12.2021
    am 13.12.2021 06:21:37 | IP (Hash): 81480552
    Lieber Rainer, ich bin ganz gerührt von deinen Worten! Wirklich wunderbar dass es dich hier im Forum gibt und du mich unsicherer Neuling so unterstützt, ein ganz herzliches Dankeschön dafür!
  • Rang: Erweitertes Mitglied
    Punkte: 0
    Beiträge: 66
    Mitglied seit: 10.12.2021
    am 13.12.2021 06:33:14 | IP (Hash): 81480552
    Ja Sugardosis, das hört sich sehr ähnlich an bei uns beiden. Ich bin noch sehr am Ausprobieren was mein BZ Wert hoch gehen lässt; es zeichnet sich bei mir aber auch ein zeitlicher Verlauf ab: im Laufe des Tages ist die Kohlenhydratverwertung anscheinend besser als morgens… Abends sind die Werte immer im grünen Bereich, auch wenn ich viele Kohlenhydrate gegessen habe.
    Und vor allem Mittags werde ich das Hungergefühl nicht los, obwohl die BZ-Werte da viel höher sind.
    Du schreibst dass noch nicht alle Testergebnisse für die genaue Diagnose bekannt sind obwohl seit Juli eine Diagnose vermutet wird; Dauer das immer so lang?
    Ich wünsche dir und allen Lesern einen schönen Wochenanfang!
  • Rang: Erweitertes Mitglied
    Punkte: 0
    Beiträge: 307
    Mitglied seit: 19.10.2020
    am 13.12.2021 07:54:46 | IP (Hash): 72970431
    Mamamomi schrieb:
    Lieber Rainer, ich bin ganz gerührt von deinen Worten! Wirklich wunderbar dass es dich hier im Forum gibt und du mich unsicherer Neuling so unterstützt, ein ganz herzliches Dankeschön dafür!



    Auch auf die Gefahr hin, hier rumzuschleimen, aber: Ja, das hat der gute Rainer drauf!
  • Rang: Erweitertes Mitglied
    Punkte: 0
    Beiträge: 96
    Mitglied seit: 21.11.2020
    am 13.12.2021 09:12:23 | IP (Hash): 1546861900
    Liebe Suggardosis,

    Darf ich fragen ob du bei 20 Gramm KH-Zufuhr unter 140 bleibst, ist das unter Metformin oder ohne Metformin?

  • Bild User
    Rang: Erweitertes Mitglied
    Punkte: 1233
    Beiträge: 8857
    Mitglied seit: 20.02.2011
    am 13.12.2021 11:13:01 | IP (Hash): 1053701217
    Auch von Mir danke für’s Bedanken! Aber ich geb hier nur das wieder rein, was ich selbst aus Foren wie diesem zu einer Zeit erfahren hab, als ich das brauchte und zu meinem Glück solche Foren noch in waren. Und da auch gleich weiter zur Bitte: Teilt "einfach" Eure Erfahrungen in den Umfeldern, die Ihr erreichen könnt. Ihr habt jetzt schon lang mehr, als normale ärztliche und ernährungsassistentliche Beratungen hergeben.

    Im Laufe des Tages beobachten viele von uns, dass die gleiche Menge KHs weniger BZ macht. Morgens in aller Regel am meisten, nicht nur aber auch weil viele von uns schon mit mehr nüchtern starten als vor den anderen Mahlzeiten.
    In aller Regel macht gesunder und höher als gesunder BZ kein Hungergefühl, auch sehr viel höherer nicht.
    Regelmäßig Hunger haben wir praktisch alle und auch völlig gesunde Menschen, wenn der BZ unter 60-50 mg/dl absinkt. "Dann könnte ich das Kind aus der Krippe fressen", pflegte ne alte Freundin für solche Gelegenheiten zu sagen, gerne 1-2 Stunden nach einer Mahlzeit, wenn man dafür zuviel BZ-Senker genommen hat.
    Metformin ist kein BZ-Senker in diesem Sinne. Es bremst für die Zeit seiner Wirkung - bei regelmäßiger wenigstens täglicher Einnahme praktisch beständig recht gleichförmig die Glukose-Ausgabe der Leber völlig unabhängig von den Mahlzeiten. Je weniger Glukose ausgegeben wird, desto geringer auch die Wirkung. Selbst wer’s drauf anlegt, kann damit allenfalls ne leichte Unterzuckerung provozieren.
    Wie hoch 20 g KH den BZ antreiben, ist völlig individuell und unabhängig vom Diabetes Typ. Und für die größere Verwirrung können beim selben Betroffenen 20 g KH von einer Sorte den BZ deutlich weniger oder mehr antreiben, als 20 g von einer anderen Sorte.

    ----------------------------------------------
    Prädiabetes und Diabetes Typ 2 und die Diagnose-Grenzwerte sind willkürlich von den Fachgesellschaften für Diabetes definiert.
  • Rang: Erweitertes Mitglied
    Punkte: 0
    Beiträge: 96
    Mitglied seit: 21.11.2020
    am 13.12.2021 12:58:45 | IP (Hash): 1206945715
    Danke lieber Jürgen, ich verstehe allerdings nicht warum die Suggardosis bei 20g KH Metformin nehmen muss weil nicht wirklich viel Zucker enthalten ist? Und warum hat sich der Nüchternwert von ihr nicht verbessert unter Einnahme von Metformin?
  • Rang: Erweitertes Mitglied
    Punkte: 0
    Beiträge: 96
    Mitglied seit: 21.11.2020
    am 13.12.2021 13:00:28 | IP (Hash): 1206945715
    Danke lieber Jürgen, ich verstehe allerdings nicht warum die Suggardosis bei 20g KH Metformin nehmen muss weil nicht wirklich viel Zucker enthalten ist? Und warum hat sich der Nüchternwert von ihr nicht verbessert unter Einnahme von Metformin?
  • Bild User
    Rang: Erweitertes Mitglied
    Punkte: 1233
    Beiträge: 8857
    Mitglied seit: 20.02.2011
    am 13.12.2021 16:16:29 | IP (Hash): 1053701217
    Gibt Leute, die mit mehr als der empfohlenen Höchstmenge vom Met nicht unter nüchtern 200 kommen. Wenn die drunter wollen, brauchen die halt ne andere Medikation, mit der das dann so weit geht, wie sie wollen.

    ----------------------------------------------
    Prädiabetes und Diabetes Typ 2 und die Diagnose-Grenzwerte sind willkürlich von den Fachgesellschaften für Diabetes definiert.
  • Rang: Erweitertes Mitglied
    Punkte: 0
    Beiträge: 61
    Mitglied seit: 12.12.2021
    am 13.12.2021 23:25:44 | IP (Hash): 1733426085
    Wunsch2021 schrieb:
    Liebe Suggardosis,

    Darf ich fragen ob du bei 20 Gramm KH-Zufuhr unter 140 bleibst, ist das unter Metformin oder ohne Metformin?



    mit Metformin (1000 morgens, 1000 abends)
  • Rang: Erweitertes Mitglied
    Punkte: 0
    Beiträge: 61
    Mitglied seit: 12.12.2021
    am 13.12.2021 23:44:50 | IP (Hash): 1733426085
    Mamamomi schrieb:

    Du schreibst dass noch nicht alle Testergebnisse für die genaue Diagnose bekannt sind obwohl seit Juli eine Diagnose vermutet wird; Dauer das immer so lang?


    Ob das immer so lange dauert… k.A. Dem Herrn Dr. eilt es wohl nicht, dazu war der letzte HbA1c zu gut, bei 5,7 ist das ja „unkritisch“. Da denkt man nicht über ne Therapieänderung nach, dann isses wohl egal ob T2, LADA oder MODY…Obs dem Patienten wichtig erscheint ist dann auch egal, im Vollen Wartezimmer hocken noch andere denen es auch chronisch oder akut schlecht geht, und die die knappe Zeit des Hrn. Dr. benötigen. Ob wir neu diagnostizierten psyschisch leiden und bei jeder BZ Spitze Alpträume bekommen, uns schon blind und amputiert, mit Herzinfarkt etc. sehen, uns Vorwürfe machen, doch zuviel Süsskram gegessen zu haben… das interessiert den Herrn Dr. nicht wirklich…
    Und noch ein Zitat, „Ach Sie haben gemessen! - Das ist doch nicht nötig, schonen Sie Ihre Finger“
    Dazu kann ich nur sagen: ohne Messen hätte ich nicht erfahren welche Lebensmittel wie auf meinen BZ reagieren.
  • Rang: Erweitertes Mitglied
    Punkte: 0
    Beiträge: 61
    Mitglied seit: 12.12.2021
    am 13.12.2021 23:56:05 | IP (Hash): 1733426085
    Wunsch2021 schrieb:
    ich verstehe allerdings nicht warum die Suggardosis bei 20g KH Metformin nehmen muss….

    Das Metformin wird ja nicht in Abhängigkeit der verzehrten KH verschrieben, Metformin soll die Insulinsensitivität steigern bzw. die Insulinresistenz mindern, und damit auch die Glucose Produktion der Leber reduzieren, und im Magen/Darm dauerts mitMetformin wohl länger bis die Glucose im Blut ankommt.
    Wunsch2021 schrieb:
    Und warum hat sich der Nüchternwert von ihr nicht verbessert unter Einnahme von Metformin?

    Wüsste ich auch gerne….
  • Rang: Erweitertes Mitglied
    Punkte: 0
    Beiträge: 66
    Mitglied seit: 10.12.2021
    am 14.12.2021 07:07:14 | IP (Hash): 81480552
    Liebe Suggardosis,
    Weiter oben im Thread hatte Rainer erklärt dass einzelne hohe BZ-Werte nicht schlimm sind da der Körper sich selbst repariert.
    Ich messe jetzt auch fleißig weiter bis der nächste Arzttermin ist und versuche mich an Rainers Erklärung zu erinnern wenn meine Werte höher sind. Ich sehe die jetzige Messungen am Anfang nun eher als ein Erfahrungssammeln um heraus zu finden an welchen Tagesszeiten und nach welche KH Arten und Mengen mein BZ-Wert hochgeht.
    Das hört sich jetzt total abgeklärt an, stelle ich gerade fest…. So ist es aber auf gar kein Fall! Nachwievor habe ich Angst schnell an Insulin zu müssen weil sich bei mir, genau wie bei dir und Wunsch, nicht viel am Lebensstil ändern lässt. Das ist für mich echt wahnsinnig frustrierend, aber es hilft mir / uns leider nicht weiter :-/
    Dein Diabetologe hört sich nicht nach einem empathischer Menschen an, kannst du nicht zu einer anderen Praxis gehen?
    LG und ein schöner Tag, Momi
  • Bild User
    Rang: Erweitertes Mitglied
    Punkte: 1233
    Beiträge: 8857
    Mitglied seit: 20.02.2011
    am 14.12.2021 10:07:54 | IP (Hash): 2055139021
    Noch mal gaaaanz laaaangsaaam:

    Was Ihr hohe Werte nennt und fürchtet, gilt in der Diabetes-Behandlung als völlig normal und gesund. Also nüchtern 100-140 und in der Spitze nach dem Essen auch mal bis 300. Erst wenn der BZ da beständig deutlich drüber will und sich mit keinen anderen Medis drunter halten lässt, bekommen Menschen wie ich mit T2 hier bei uns in D Insulin verschrieben.
    Und als super gesunde Behandlung gilt nüchtern 80-120 und in der Spitze nach den Mahlzeiten nicht über 200.

    Schon im Rahmen der normalen Behandlung stellen sich Folgekrankheiten in den allermeisten Fällen erst nach und nach über viele Jahre ein, und als kompletter Strauß auch dann allermeistens erst mit dauerhaft noch sehr viel höher verlaufenden BZs.

    Ihr seid doch noch voll im Rahmen vom super gesunden Behandlungsbereich, während die Ärzte alle Mühe haben, ihre Dauerkundschaft wenigstens im noch halbwegs ordentlichen zu halten und auch das immer häufiger einfach nicht schaffen.

    Hinzu kommt, dass der wirklich völlig gesunde Blutzuckerbereich bei Menschen mit Diabetes medizinisch nicht als Behandlungsziel gilt. Vor allem bei T2 finde ich das ausgesprochen dumm, weil Menschen wie ich in dem Bereich den geringsten Medi-Bedarf haben und ihren T2 sogar von der Krankheit zu ihrem Gesundheits-Coach umdrehen können, wie ich im anderen Fred geschrieben hab.
    Aber auch mit den übrigen Typen ist BZ-mäßig völlig gesund mit Diabetes eigentlich der optimale Status.

    Nachtrag:
    Seit um 20 Jahren gilt Hans Lauber als Vorzeige Typ 2 mit Messen + Essen + Laufen = Fit wie ein Diabetiker http://www.lauber-methode.de/ . Er darf auch praktisch ehrenhalber in allen wichtigen Gremien mitspielen. Aber er wird schon lange zu keinen nennenswerten Vorträgen mehr eingeladen, denn das Bewegungs- und Essverhalten direkt an Messwerten ausrichten gehört auch bei INSULINERn bis heute nicht zum Programm der Fachärzte (nicht nur) in D, und schon gar nicht zu dem für T2 ohne Insulin.

    ----------------------------------------------
    Prädiabetes und Diabetes Typ 2 und die Diagnose-Grenzwerte sind willkürlich von den Fachgesellschaften für Diabetes definiert.
    Bearbeitet von User am 14.12.2021 16:47:23. Grund: Nachtrag
  • Rang: Erweitertes Mitglied
    Punkte: 0
    Beiträge: 81
    Mitglied seit: 07.09.2016
    am 15.12.2021 15:14:38 | IP (Hash): 1222616453
    Da bin ich ja mal in der richtigen Ecke gelandet :D. Auch ich reihe mich in die Riege Normalgewichtige Typ 2 Diabetiker ein.
    Wenn ich eins gelernt habe in meinen nunmehr 4 Jahren Diabetes, dann dass ich nicht mehr meine KH an meinen Zuckerwert anpasse!
    Auch ich habe es lange, lange Zeit auf Krampf versucht. Habe auf Kuchen, Eis und sonstigen Süßkram und ganz zum Schluß sogar auf sämtliche KH verzichtet. Selbst zu Weihnachten gab es keine Praline und auch keine Knödel zur Ente.
    Ich muß dazu sagen, dass ich jahrelang Erfolg mit Sport und später folgender Ernährungsumstellung hatte. Am Anfang konnte sogar das Metformin wieder abgesetzt werden.
    Aber trotz aller Plagerei hatte ich mich schlußendlich aber nicht mehr so im Griff, jeden Tag zum Salat oder Gemüse zu greifen und hatte immer öfters mal wieder ein Vollkornbrot auf dem Brettchen liegen. Müsli? Obst? Nudeln, Reis, Kartoffeln? Das war über paar Jahre verbannt.
    Ich hab weiter abgenommen und war schlußendlich an der Untergrenze Normalgewicht angekommen BMI 19. Und ich bin jetzt auch 49.. Und eins weiß ich.. In meinem Alter sollte man keinen BMI 19 mehr haben.. Eine echte Grippe und es haut einen wochenlang aus den Latschen, eine Woche davon am seidenen Faden. Und es war noch nicht mal Corona!

    Ich befinde mich derzeit in der Insulineinstellung, weil das Metformin keine Wirkung mehr hatte und ich das auch überhaupt nicht mehr vertragen hatte. Beinahe 7 Monate Dauerdurchfall, was noch mehr am Körper zerrte. Aber so langsam aber sicher, bin ich jetzt körperlich wieder auf dem aufsteigenden Ast und ich habe festgestellt, dass Verzicht nicht der richtige Weg ist!

    Der Diabetologe wird eventuell bei Dir noch weitere Unterschuchungen anstellen, auch was den Typ betrifft. Bei mir wurde seitens des Diabetologen nur Mody ausgeschlossen (mit Hilfe einer Blutabnahme und genetische Untersuchung im Labor) . Dies wurde im Hinblick auf meine Kinder gemacht, weil man diese dann auch darauf testen könnte, auch wenn jetzt noch kein Diabetes besteht. Alles andere ist momentan laut dem Arzt ohnehin egal, weil die intensivierte Insulintherapie bei Typ1 und Typ 2 identisch aussieht.

    Laß Dich von Deinen Werten nicht irre machen! 200 nach dem Essen ist auch für mich momentan noch keine Seltenheit und ich lag heute erst nach 15 g KH zum Frühstück bei 280! Das Wichtigste ist erst mal. Deine Zuckerwerte sind im Blick und selbst wenn die ein Jahr lang so niedrighoch sind und auch noch länger bleiben, sollte dies Dein Leben im Maximalfall nur um ein paar Tage verkürzen. Und ehrlich, was sind ein paar Tage in unserem Alter noch? Die Wahrscheinlichkeit durch Krebs besiegt zu werden, liegt statistisch höher, wenn der Diabetes frühzeitig erkannt wird und anschließend eingestellt wird. Da kommt es auf ein paar Monate mit leicht erhöhten Werten mehr oder weniger nicht mehr an.

    Man darf nur nicht den Kopf in den Sand stecken und gar nicht mehr hinsehen!
    Miß nach dem Essen und finde für Dich heraus, worauf du in Zukunft etwas mehr verzichten solltest, um lange hohe Werte zu vermeiden. Sinkt der Wert nach den 200er Spitzen wieder schnell unter 180, ist alles im grünen Bereich.

    Gutes Gelingen
    Laurana

    Bearbeitet von User am 15.12.2021 15:31:58. Grund: .
  • Rang: Erweitertes Mitglied
    Punkte: 0
    Beiträge: 66
    Mitglied seit: 10.12.2021
    am 16.12.2021 17:45:19 | IP (Hash): 81480552
    Danke Laurana für dein Erfahrungsbericht. Es ist schön zu lesen dass man nicht alleine ist in dieser schweren Anfangszeit! Ich bin gerade dabei auszuprobieren welche KH eher sehr ungünstig für mich sind (bis jetzt führt Weizenmehl die Negativliste an) und was die BZ-Werte weniger in die Höhe treibt. Das ist bei mir eindeutig Bewegung. Ich fahre täglich direkt nach dem Frühstück mit dem Fahrrad zur Arbeit, BZ-Wert immer Top! Heute noch länger mit dem Fahrrad unterwegs gewesen und sogar das Stückchen Kuchen danach blieb im Rahmen.
    Nur….. soviel bewegen klappt zeitlich leider nicht immer, und…. nach dem Stück Kuchen ist mir total übel geworden. Zucker habe ich nie viel gegessen, aber ob das jetzt nach Ausbruch der Krankheit wie so‘ne Art Schutzreaktion vom Körper ist?
  • Bild User
    Rang: Erweitertes Mitglied
    Punkte: 1233
    Beiträge: 8857
    Mitglied seit: 20.02.2011
    am 16.12.2021 17:59:44 | IP (Hash): 1669883219
    Das letzte Stück vom Kuchen muss wohl schlecht gewesen sein ;)
    Die Krankheit ist nur höher als gesunder Blutzucker. D.h., wenn der höher ansteigt, wird der so genannt. Außer dem Blutzucker mit der gestörten Regelung ändert sich da erstmal NIX.

    Glückwunsch zur Fahrrad-Behandlung! Klar kann man die nicht nach jedem Essen, aber meistens lassen sich nach dem Essen schon Tätigkeiten einschieben, die den Kreislauf deutlich anregen. Und wenn Du dann mal misst, wirst Du wahrscheinlich sehen, dass einiges ähnlich gut wirkt, wie Fahrradfahren. Daumendrück :)

    ----------------------------------------------
    Prädiabetes und Diabetes Typ 2 und die Diagnose-Grenzwerte sind willkürlich von den Fachgesellschaften für Diabetes definiert.
     1 Benutzer dankte für diesen Nützlichen Beitrag.
  • Rang: Erweitertes Mitglied
    Punkte: 0
    Beiträge: 66
    Mitglied seit: 10.12.2021
    am 23.12.2021 09:02:13 | IP (Hash): 1503352680
    Weiteres kurzes Update…. Bin immer mehr beinruhigt.
    Nachdem die BZ Werte mit 1 mal Metformin kein bisschen herunter gingen nehme ich jetzt 2 mal 500mg.
    Die Werte scheinen aber immer weiter hoch zu gehen. Und der Hunger bleibt… Gerade 2 Stunden nach Frühstück und 30 Minuten Fahrradweg zur Arbeit 151 gemessen… Und jetzt schon wieder richtig hungrig….
  • Bild User
    Rang: Erweitertes Mitglied
    Punkte: 1233
    Beiträge: 8857
    Mitglied seit: 20.02.2011
    am 23.12.2021 11:03:34 | IP (Hash): 1010654091
    Metformin ist kein Medi zum BZ-Senken. Es soll nur den Anstieg in der Höhe begrenzen so gut es kann. Funktioniert am besten mit dem Wert morgens nüchtern und eher weniger mit dem Anstieg von einem Essen.
    In der ganz kleinen Dosis hat es praktisch keine Wirkung und wird nur zum möglichst erträglichen Einschleichen genommen. 2000 mg sind die empfohlene Höchstmenge pro Tag, und was sich mit der nicht erreichen lässt, braucht ne zusätzliche Medikation.

    Interessant wäre ja zu wissen, was Du ohne Met und ohne Radfahren nach einem Frühstück wie heute statt 151 messen würdest?

    Warum beunruhigt? Du findest zusammen mit Deinem Diabetes heraus, mit welchem ganz persönlichen Ess- und Bewegungs-Verhalten und welcher Medikation Ihr Euren BZ so gesund steuern könnt, wie Ihr ihn haben wollt. Und das nach Möglichkeit nicht nur in einem für Dich erträglichen Rahmen, sondern so, dass Du dich dabei in Deiner Haut auch wohlfühlst. Daumendrück!

    ----------------------------------------------
    Prädiabetes und Diabetes Typ 2 und die Diagnose-Grenzwerte sind willkürlich von den Fachgesellschaften für Diabetes definiert.
  • Rang: Erweitertes Mitglied
    Punkte: 972
    Beiträge: 5073
    Mitglied seit: 25.02.2011
    am 23.12.2021 11:04:56 | IP (Hash): 799796079
    Hallo Mamamomi,

    der Termin im Januar beim Diabetologen ist für dich sehr wichtig. Nimm deine aufgezeichneten BZ-Werte mit, daran kann er wahrscheinlich schon viel sehen.

    Nach meiner Einschätzung kommst du noch ohne schlimme Probleme bis zu diesem Termin. Nur wenn der BZ insgesamt stark in die Höhe schießt, musst du schneller was unternehmen.

    Alles Gute, Rainer

    ____
    Gegebene Vorschläge und Einschätzungen sind ausschließlich zu Informationszwecken bestimmt und können in keinem Fall professionelle Beratung oder die Behandlung durch einen Arzt ersetzen.
    Bearbeitet von User am 23.12.2021 11:05:55. Grund: BBCodes
  • Rang: Erweitertes Mitglied
    Punkte: 0
    Beiträge: 66
    Mitglied seit: 10.12.2021
    am 23.12.2021 11:15:41 | IP (Hash): 1503352680
    Lieber Jürgen, beunruhigt bin ich weil ich trotz Metformin, viel Bewegung, niedrigem BMI und nicht richtig satt essen BZ Werte messe die zu hoch sind. Ach ja, und gesund essen tue ich auch schon. Wenn ich übergewichtig wäre, ungesund essen würde, unsportlich wäre und einen Schreibtischjob hätte, dann gäbe es erst eine Reihe an Aufgaben die ich selber angehen könnte / müsste…..
  • Rang: Erweitertes Mitglied
    Punkte: 0
    Beiträge: 66
    Mitglied seit: 10.12.2021
    am 23.12.2021 11:17:14 | IP (Hash): 1503352680
    Lieber Rainer,
    Danke für deine Aufmunterung!!
  • Bild User
    Rang: Erweitertes Mitglied
    Punkte: 1233
    Beiträge: 8857
    Mitglied seit: 20.02.2011
    am 23.12.2021 11:46:34 | IP (Hash): 1010654091
    Noch einmal etwas ausführlicher. "Beunruhigen" kostet Nerven. Wo man selbst was nennenswert ändern kann, können diese Kosten eigentlich nicht hoch genug sein (meine Sicht!). Aber wo frau offenbar nix mit nennenswertem Erfolg ändern kann, werden alle Ressourcen für das Eingewöhnen in die neue Situation gebraucht. Also "isso, Herr Doktor, und was machen wir jetzt am besten?" Rest wie Rainer schon geschrieben hat, und Daumendrück mit besten Wünschen zum Fest und Jahreswechsel :)

    ----------------------------------------------
    Prädiabetes und Diabetes Typ 2 und die Diagnose-Grenzwerte sind willkürlich von den Fachgesellschaften für Diabetes definiert.
  • Rang: Erweitertes Mitglied
    Punkte: 0
    Beiträge: 632
    Mitglied seit: 24.11.2021
    am 23.12.2021 13:13:16 | IP (Hash): 1510108991
    Mamamomi schrieb:

    Der Langzeitwert war 6,7
    Ein BZ Geröt hat meine Hausärztin mir gegeben und ich messe 4 mal täglich. Metformin soll ich morgens nehmen, 1 Tablette.
    der Nüchterwert ist immer etwa 120, nach brotmahlzeiten ist es bei 180-200, bei kohlenhydratarme Mahlzeiten niedriger, so um die 140… da habe ich dann aber dieses ständige Hungerproblem 😬



    Deine Werte sind eigentlich nicht besorgniserregend. Die Erkrankungsschwere bei Dir ist eher gering. Ich vermute, dass der Langzeitwert mit einer Metformin schnell in Richtung 6,0 gehen wird.
  • Rang: Erweitertes Mitglied
    Punkte: 0
    Beiträge: 96
    Mitglied seit: 21.11.2020
    am 23.12.2021 16:16:32 | IP (Hash): 331625033
    Liebe Mamamoni,

    ich habe im chinesischen Forum sehr sehr oft gelesen dass die Leute nach einer Mahlzeit Sport machen, sei es Radfahren oder Gewichtheben oder Joggen. Und der Blutzuckerwert geht zuerst tief und wird auch ganz häufiger höher als ohne Sport. Geht aber danach schnell wieder runter.

    Die Leute dort vermuten dass die Verdauung durch Sport angehalten wird und der Zuckerwert durch Sport ja runter geht. Aber wenn der Sport vorbei ist, läufts mit der Verdauung weiter und der Wert geht nochmals nach oben.

    Ich habe keine Ahnung ob dies so stimmt. Aber wirkliche viele haben darüber berichtet.