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Diabetes Typ 2 ohne Übergewicht
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am 13.12.2021 11:13:01 | IP (Hash): 1053701217
Auch von Mir danke für’s Bedanken! Aber ich geb hier nur das wieder rein, was ich selbst aus Foren wie diesem zu einer Zeit erfahren hab, als ich das brauchte und zu meinem Glück solche Foren noch in waren. Und da auch gleich weiter zur Bitte: Teilt "einfach" Eure Erfahrungen in den Umfeldern, die Ihr erreichen könnt. Ihr habt jetzt schon lang mehr, als normale ärztliche und ernährungsassistentliche Beratungen hergeben.
Im Laufe des Tages beobachten viele von uns, dass die gleiche Menge KHs weniger BZ macht. Morgens in aller Regel am meisten, nicht nur aber auch weil viele von uns schon mit mehr nüchtern starten als vor den anderen Mahlzeiten.
In aller Regel macht gesunder und höher als gesunder BZ kein Hungergefühl, auch sehr viel höherer nicht.
Regelmäßig Hunger haben wir praktisch alle und auch völlig gesunde Menschen, wenn der BZ unter 60-50 mg/dl absinkt. "Dann könnte ich das Kind aus der Krippe fressen", pflegte ne alte Freundin für solche Gelegenheiten zu sagen, gerne 1-2 Stunden nach einer Mahlzeit, wenn man dafür zuviel BZ-Senker genommen hat.
Metformin ist kein BZ-Senker in diesem Sinne. Es bremst für die Zeit seiner Wirkung - bei regelmäßiger wenigstens täglicher Einnahme praktisch beständig recht gleichförmig die Glukose-Ausgabe der Leber völlig unabhängig von den Mahlzeiten. Je weniger Glukose ausgegeben wird, desto geringer auch die Wirkung. Selbst wer’s drauf anlegt, kann damit allenfalls ne leichte Unterzuckerung provozieren.
Wie hoch 20 g KH den BZ antreiben, ist völlig individuell und unabhängig vom Diabetes Typ. Und für die größere Verwirrung können beim selben Betroffenen 20 g KH von einer Sorte den BZ deutlich weniger oder mehr antreiben, als 20 g von einer anderen Sorte.
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Prädiabetes und Diabetes Typ 2 und die Diagnose-Grenzwerte sind willkürlich von den Fachgesellschaften für Diabetes definiert. -
am 13.12.2021 12:58:45 | IP (Hash): 1206945715
Danke lieber Jürgen, ich verstehe allerdings nicht warum die Suggardosis bei 20g KH Metformin nehmen muss weil nicht wirklich viel Zucker enthalten ist? Und warum hat sich der Nüchternwert von ihr nicht verbessert unter Einnahme von Metformin? -
am 13.12.2021 13:00:28 | IP (Hash): 1206945715
Danke lieber Jürgen, ich verstehe allerdings nicht warum die Suggardosis bei 20g KH Metformin nehmen muss weil nicht wirklich viel Zucker enthalten ist? Und warum hat sich der Nüchternwert von ihr nicht verbessert unter Einnahme von Metformin? -
am 13.12.2021 16:16:29 | IP (Hash): 1053701217
Gibt Leute, die mit mehr als der empfohlenen Höchstmenge vom Met nicht unter nüchtern 200 kommen. Wenn die drunter wollen, brauchen die halt ne andere Medikation, mit der das dann so weit geht, wie sie wollen.
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Prädiabetes und Diabetes Typ 2 und die Diagnose-Grenzwerte sind willkürlich von den Fachgesellschaften für Diabetes definiert. -
am 13.12.2021 23:25:44 | IP (Hash): 1733426085
Wunsch2021 schrieb:
Liebe Suggardosis,
Darf ich fragen ob du bei 20 Gramm KH-Zufuhr unter 140 bleibst, ist das unter Metformin oder ohne Metformin?
mit Metformin (1000 morgens, 1000 abends)
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am 13.12.2021 23:44:50 | IP (Hash): 1733426085
Mamamomi schrieb:
Du schreibst dass noch nicht alle Testergebnisse für die genaue Diagnose bekannt sind obwohl seit Juli eine Diagnose vermutet wird; Dauer das immer so lang?
Ob das immer so lange dauert… k.A. Dem Herrn Dr. eilt es wohl nicht, dazu war der letzte HbA1c zu gut, bei 5,7 ist das ja „unkritisch“. Da denkt man nicht über ne Therapieänderung nach, dann isses wohl egal ob T2, LADA oder MODY…Obs dem Patienten wichtig erscheint ist dann auch egal, im Vollen Wartezimmer hocken noch andere denen es auch chronisch oder akut schlecht geht, und die die knappe Zeit des Hrn. Dr. benötigen. Ob wir neu diagnostizierten psyschisch leiden und bei jeder BZ Spitze Alpträume bekommen, uns schon blind und amputiert, mit Herzinfarkt etc. sehen, uns Vorwürfe machen, doch zuviel Süsskram gegessen zu haben… das interessiert den Herrn Dr. nicht wirklich…
Und noch ein Zitat, „Ach Sie haben gemessen! - Das ist doch nicht nötig, schonen Sie Ihre Finger“
Dazu kann ich nur sagen: ohne Messen hätte ich nicht erfahren welche Lebensmittel wie auf meinen BZ reagieren. -
am 13.12.2021 23:56:05 | IP (Hash): 1733426085
Wunsch2021 schrieb:
ich verstehe allerdings nicht warum die Suggardosis bei 20g KH Metformin nehmen muss….
Das Metformin wird ja nicht in Abhängigkeit der verzehrten KH verschrieben, Metformin soll die Insulinsensitivität steigern bzw. die Insulinresistenz mindern, und damit auch die Glucose Produktion der Leber reduzieren, und im Magen/Darm dauerts mitMetformin wohl länger bis die Glucose im Blut ankommt.
Wunsch2021 schrieb:
Und warum hat sich der Nüchternwert von ihr nicht verbessert unter Einnahme von Metformin?
Wüsste ich auch gerne…. -
am 14.12.2021 07:07:14 | IP (Hash): 81480552
Liebe Suggardosis,
Weiter oben im Thread hatte Rainer erklärt dass einzelne hohe BZ-Werte nicht schlimm sind da der Körper sich selbst repariert.
Ich messe jetzt auch fleißig weiter bis der nächste Arzttermin ist und versuche mich an Rainers Erklärung zu erinnern wenn meine Werte höher sind. Ich sehe die jetzige Messungen am Anfang nun eher als ein Erfahrungssammeln um heraus zu finden an welchen Tagesszeiten und nach welche KH Arten und Mengen mein BZ-Wert hochgeht.
Das hört sich jetzt total abgeklärt an, stelle ich gerade fest…. So ist es aber auf gar kein Fall! Nachwievor habe ich Angst schnell an Insulin zu müssen weil sich bei mir, genau wie bei dir und Wunsch, nicht viel am Lebensstil ändern lässt. Das ist für mich echt wahnsinnig frustrierend, aber es hilft mir / uns leider nicht weiter :-/
Dein Diabetologe hört sich nicht nach einem empathischer Menschen an, kannst du nicht zu einer anderen Praxis gehen?
LG und ein schöner Tag, Momi -
am 14.12.2021 10:07:54 | IP (Hash): 2055139021
Noch mal gaaaanz laaaangsaaam:
Was Ihr hohe Werte nennt und fürchtet, gilt in der Diabetes-Behandlung als völlig normal und gesund. Also nüchtern 100-140 und in der Spitze nach dem Essen auch mal bis 300. Erst wenn der BZ da beständig deutlich drüber will und sich mit keinen anderen Medis drunter halten lässt, bekommen Menschen wie ich mit T2 hier bei uns in D Insulin verschrieben.
Und als super gesunde Behandlung gilt nüchtern 80-120 und in der Spitze nach den Mahlzeiten nicht über 200.
Schon im Rahmen der normalen Behandlung stellen sich Folgekrankheiten in den allermeisten Fällen erst nach und nach über viele Jahre ein, und als kompletter Strauß auch dann allermeistens erst mit dauerhaft noch sehr viel höher verlaufenden BZs.
Ihr seid doch noch voll im Rahmen vom super gesunden Behandlungsbereich, während die Ärzte alle Mühe haben, ihre Dauerkundschaft wenigstens im noch halbwegs ordentlichen zu halten und auch das immer häufiger einfach nicht schaffen.
Hinzu kommt, dass der wirklich völlig gesunde Blutzuckerbereich bei Menschen mit Diabetes medizinisch nicht als Behandlungsziel gilt. Vor allem bei T2 finde ich das ausgesprochen dumm, weil Menschen wie ich in dem Bereich den geringsten Medi-Bedarf haben und ihren T2 sogar von der Krankheit zu ihrem Gesundheits-Coach umdrehen können, wie ich im anderen Fred geschrieben hab.
Aber auch mit den übrigen Typen ist BZ-mäßig völlig gesund mit Diabetes eigentlich der optimale Status.
Nachtrag:
Seit um 20 Jahren gilt Hans Lauber als Vorzeige Typ 2 mit Messen + Essen + Laufen = Fit wie ein Diabetiker http://www.lauber-methode.de/ . Er darf auch praktisch ehrenhalber in allen wichtigen Gremien mitspielen. Aber er wird schon lange zu keinen nennenswerten Vorträgen mehr eingeladen, denn das Bewegungs- und Essverhalten direkt an Messwerten ausrichten gehört auch bei INSULINERn bis heute nicht zum Programm der Fachärzte (nicht nur) in D, und schon gar nicht zu dem für T2 ohne Insulin.
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Prädiabetes und Diabetes Typ 2 und die Diagnose-Grenzwerte sind willkürlich von den Fachgesellschaften für Diabetes definiert.
Bearbeitet von User am 14.12.2021 16:47:23. Grund: Nachtrag -
am 15.12.2021 15:14:38 | IP (Hash): 1222616453
Da bin ich ja mal in der richtigen Ecke gelandet :D. Auch ich reihe mich in die Riege Normalgewichtige Typ 2 Diabetiker ein.
Wenn ich eins gelernt habe in meinen nunmehr 4 Jahren Diabetes, dann dass ich nicht mehr meine KH an meinen Zuckerwert anpasse!
Auch ich habe es lange, lange Zeit auf Krampf versucht. Habe auf Kuchen, Eis und sonstigen Süßkram und ganz zum Schluß sogar auf sämtliche KH verzichtet. Selbst zu Weihnachten gab es keine Praline und auch keine Knödel zur Ente.
Ich muß dazu sagen, dass ich jahrelang Erfolg mit Sport und später folgender Ernährungsumstellung hatte. Am Anfang konnte sogar das Metformin wieder abgesetzt werden.
Aber trotz aller Plagerei hatte ich mich schlußendlich aber nicht mehr so im Griff, jeden Tag zum Salat oder Gemüse zu greifen und hatte immer öfters mal wieder ein Vollkornbrot auf dem Brettchen liegen. Müsli? Obst? Nudeln, Reis, Kartoffeln? Das war über paar Jahre verbannt.
Ich hab weiter abgenommen und war schlußendlich an der Untergrenze Normalgewicht angekommen BMI 19. Und ich bin jetzt auch 49.. Und eins weiß ich.. In meinem Alter sollte man keinen BMI 19 mehr haben.. Eine echte Grippe und es haut einen wochenlang aus den Latschen, eine Woche davon am seidenen Faden. Und es war noch nicht mal Corona!
Ich befinde mich derzeit in der Insulineinstellung, weil das Metformin keine Wirkung mehr hatte und ich das auch überhaupt nicht mehr vertragen hatte. Beinahe 7 Monate Dauerdurchfall, was noch mehr am Körper zerrte. Aber so langsam aber sicher, bin ich jetzt körperlich wieder auf dem aufsteigenden Ast und ich habe festgestellt, dass Verzicht nicht der richtige Weg ist!
Der Diabetologe wird eventuell bei Dir noch weitere Unterschuchungen anstellen, auch was den Typ betrifft. Bei mir wurde seitens des Diabetologen nur Mody ausgeschlossen (mit Hilfe einer Blutabnahme und genetische Untersuchung im Labor) . Dies wurde im Hinblick auf meine Kinder gemacht, weil man diese dann auch darauf testen könnte, auch wenn jetzt noch kein Diabetes besteht. Alles andere ist momentan laut dem Arzt ohnehin egal, weil die intensivierte Insulintherapie bei Typ1 und Typ 2 identisch aussieht.
Laß Dich von Deinen Werten nicht irre machen! 200 nach dem Essen ist auch für mich momentan noch keine Seltenheit und ich lag heute erst nach 15 g KH zum Frühstück bei 280! Das Wichtigste ist erst mal. Deine Zuckerwerte sind im Blick und selbst wenn die ein Jahr lang so niedrighoch sind und auch noch länger bleiben, sollte dies Dein Leben im Maximalfall nur um ein paar Tage verkürzen. Und ehrlich, was sind ein paar Tage in unserem Alter noch? Die Wahrscheinlichkeit durch Krebs besiegt zu werden, liegt statistisch höher, wenn der Diabetes frühzeitig erkannt wird und anschließend eingestellt wird. Da kommt es auf ein paar Monate mit leicht erhöhten Werten mehr oder weniger nicht mehr an.
Man darf nur nicht den Kopf in den Sand stecken und gar nicht mehr hinsehen!
Miß nach dem Essen und finde für Dich heraus, worauf du in Zukunft etwas mehr verzichten solltest, um lange hohe Werte zu vermeiden. Sinkt der Wert nach den 200er Spitzen wieder schnell unter 180, ist alles im grünen Bereich.
Gutes Gelingen
Laurana
Bearbeitet von User am 15.12.2021 15:31:58. Grund: .