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Ist der Nüchternblutzucker ein Merkmal für die Güte der Diabetes-Einstellung?

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    am 16.12.2021 21:00:00 | IP (Hash): 1510108991
    HbA1c ist als Parameter für die Qualität der Diabetes-Einstellung bekannt, wird aber nur selten gemessen.
    HbA1c repräsentiert bekanntlich des mittleren Blutzucker der letzten 8-12 Wochen.
    So bedeutet ein HbA1c von 10% einen mittleren Blutzucker von 250g/dl (sehr schlecht), HbA1c von 8% von 180mg/dl (schlecht), von 6% von 115mg/ml (ausreichend) .
    Gibt es eine ähnliche Einteilung auch für den Nüchternblutzucker?
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    am 16.12.2021 22:03:36 | IP (Hash): 1669883219
    Der HbA1c-Wert steht für den Durchschnitt vom Durchschnitt. Denn vom alltäglichen BZ-Verlauf schneidet er praktisch alle Spitzen nach oben und nach unten ab (=repräsentiert er nicht!), die kürzer als um 3 Stunden angehalten haben, egal wie tief oder hoch. So kann man mit der passenden Verteilung der Spitzen 24/7 über 12 von 24 Stunden über 200 mg/dl verbringen und sich im Labor einen HbA1c von weniger als 6,5 bescheinigen lassen (nach Studien zum Gebrauch von CMGs).

    Persönlich hatte ich über Jahre morgens nüchtern 150-170 mg/dl bei HbA1c unter 5,5.
    Traditionell gilt morgens nüchtern und vor den Mahlzeiten 100-140 ohne Deckel für postprandiale Spitzen als gute Einstellung, entsprechend 80-120 und in der Spitze nach dem Essen bis max 200 als sehr gute.
    Einen interessanten Artikel zur neuen Bewertung findest Du z.B. hier https://www.blood-sugar-lounge.de/coaching/kontinuierliches-glukosemonitoring-cgm-im-einsatz-bei-menschen-mit-diabetes/

    Sagt unterm Strich ganz einfach, dass sich aus keinem einzelnen Blutzuckerwert wann immer in 24 Stunden regelmäßig gemessen der zugehörige Verlauf (re)konstrieren und wirklich ausreichend für irgendeine ernsthafte (Be)Handlung bewerten lässt.

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    Prädiabetes und Diabetes Typ 2 und die Diagnose-Grenzwerte sind willkürlich von den Fachgesellschaften für Diabetes definiert.
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    am 16.12.2021 22:49:31 | IP (Hash): 1432752501
    Die Diskussion hatten wir hier schon mal

    Leider ist meine Datenmenge noch nicht ausreichend
    aber wie es aussieht kann ICH die Tendenz MEINES LZW anhand des Verlaufs des Nüchternwerts zumindest vorausahnen.
    Zur Zeit nicht die Höhe des LZW, aber zumindest ob er gesunken oder gestiegen ist.

    Und wenn die Datenlage in einem Jahr ausreichend ist kann ich womöglich
    auch meinen LZW am Ende des Quartals voraussagen - womöglich.

    Die Behandlung wird natürlich von der Diabetologin und den im Labor ermittelten Werten bestimmt.

    Meine Werte in den letzten drei Quartalen: (Nüchternwert im Schnitt/Quartal - min 30 Messungen)

    NW 125,33 - LZW 6,6
    NW 114,49 - LZW 6,3
    NW 111,46 - LZW 6,1


    Mal schauen wie es sich in Zukunft weiter verhält.

    ______________
    —————————————-
    Typ 2 - Medikation: Siofor 1x1000 - LZW zZ 6,1 Stand 12/21 (ich arbeite weiter daran)
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    am 16.12.2021 22:51:08 | IP (Hash): 1510108991
    hjt_Jürgen schrieb:

    Persönlich hatte ich über Jahre morgens nüchtern 150-170 mg/dl bei HbA1c unter 5,5.



    Danke für Deine Antwort. Ein NBZ von 150-170 bei einem HbA1c unter 5,5 klingt unwahrscheinlich.
    Ein HbA1c von 5,5 spricht ja für einen mittleren BZ von 100 mg/dl. Aber es gibt ja nichts, was es nicht gibt...
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    am 16.12.2021 23:24:57 | IP (Hash): 1669883219
    Hape schrieb:
    Ein NBZ von 150-170 bei einem HbA1c unter 5,5 klingt unwahrscheinlich.
    Ein HbA1c von 5,5 spricht ja für einen mittleren BZ von 100 mg/dl. Aber es gibt ja nichts, was es nicht gibt...


    Aber was sagt denn ein Nüchternwert über einen HbA1c-Wert? Ein Mensch mit Dawn-Phänomen (morgens hurtig ansteigender BZ) kann um 6 Uhr mit 90 aufstehen, um 7 Uhr 120 Messen, um 8 150 und mehr.
    Nein, es ging da normal nicht endlos weiter, und ich hab ja auch normal um 6 schon für's Essen um 7 gespritzt, damit und mit dem Essen um 8 tatsächlich bei max 140 ne Spitze gehabt, die aber um 9 schon wieder bei max 120 und um 10 bei max 100 war und bei um 80 auslief.
    Aber fürn Nüchternwert beim Dok zwischen 8 und 8.30 durfte ich ja nix spritzen und nix essen :(

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    am 17.12.2021 06:33:02 | IP (Hash): 1478467049
    Wie bekommt man den mit morgens nüchtern 170 einen HBA1c von 5,5 hin. Das zeigt doch mal wieder die Sinnlosigkeit dieses wertes in der diagnose
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    am 17.12.2021 09:03:28 | IP (Hash): 1903015067
    DanielaW schrieb:
    Wie bekommt man den mit morgens nüchtern 170 einen HBA1c von 5,5 hin. Das zeigt doch mal wieder die Sinnlosigkeit dieses wertes in der diagnose


    Sorry, aber hier passt Dein Diagnose-Argument wirklich nicht rein, denn ohne Behandlung ist so eine Konstellation praktisch nicht möglich. In dem Fred hier geht es ausdrücklich um die Bewertung der Güte der Behandlung!

    Bei ner Diagnose geht es um die Bewertung der Blutzucker Situation ohne Behandlung.

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    Bearbeitet von User am 17.12.2021 09:25:07. Grund: .
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    am 17.12.2021 13:56:50 | IP (Hash): 256553056
    Guten Tag Jürgen,
    danke für den Beitrag über deine eigenen Erfahrungswerte und den
    interessanten Link.
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    am 17.12.2021 14:09:13 | IP (Hash): 1510108991
    hjt_Jürgen schrieb:
    Hape schrieb:
    Ein NBZ von 150-170 bei einem HbA1c unter 5,5 klingt unwahrscheinlich.
    Ein HbA1c von 5,5 spricht ja für einen mittleren BZ von 100 mg/dl. Aber es gibt ja nichts, was es nicht gibt...


    Aber was sagt denn ein Nüchternwert über einen HbA1c-Wert? Ein Mensch mit Dawn-Phänomen (morgens hurtig ansteigender BZ) kann um 6 Uhr mit 90 aufstehen, um 7 Uhr 120 Messen, um 8 150 und mehr.



    Ich hatte bei meiner Frage Diabetiker, die kein Insulin spritzen, im Sinn.
    Wenn man einem hohen NBZ hat, dann aber tagsüber bolusweise scharf mit Insulin eingestellt ist, wird man wohl auch den HbA1c senken können.
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    am 17.12.2021 15:34:07 | IP (Hash): 1903015067
    https://www.bloodsugar101.com/what-is-a-normal-blood-sugar zeigt blau ne durchschnittliche gesunde Kurve. Für den HnA1c-Wert zählt ausschließlich das, was deutlich länger als 3 Stunden anhält. Also praktisch durchgängig um 80 ohne den Hügel nach dem Essen. Aber in den durchschnittlichen BZ müsste man den selbstverständlich einrechnen. Der durchschnittliche BZ ist eine Rechengröße.

    Der HbA1c ist die Mengenangabe der verzuckerten roten Blutkörperchen abhängig vom Blutzucker in deren um 120 Tagen Lebenszeit. Aber weil die Verzuckerung jeweils in den ersten 3.4 Stunden reversibel ist (höhere BZ, die weniger als gut 3 Stunden anhalten, machen keine dauerhafte Verzuckerung) , eben nicht in direkt umrechenbarer Abhängigkeit.
    Alle für eine Umrechnung angebotenen Formeln sind Versuche der rechnerischen Annäherung auf der Grundlage der standardmäßigen Messungen bei einer normalen Typ 1 Insulinbehandlung.

    Das Phänomen des höheren Morgenwertes ohne Essen gibt es auch schon mit Prädiabetes.

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