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Unterzuckerungsgefühl, entwöhnung?!
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am 13.03.2022 12:07:53 | IP (Hash): 1287670169
Hi zusammen, nach langem bin ich mal wieder hier und bedanke mich im Nachhinein für die Antworten und Ratschläge die ich hier bis jetzt bekommen habe. Also ich bin Typ 2 Diabetiker und hatte lange Zeit hohen Zucker ohne das es erkannt bzw. getestet wurde. Das liegt schon einige Zeit zurück.
Ich weiß das der Körper sich an den ständig hohen BZ Wert gewöhnt und man dann schneller ein Unterzuckerungsgefühl bekommt auch wenn man noch im Grünen Bereich liegt.
Bei mir ist es bei ca. 80 eingetreten, die üblichen Symptome, Zittern und Unruhe und dann natürlich noch gepaart mit eingehender Panik, weil ich ein recht ängstlicher Mensch bin.
Meine Frage geht an die Menschen mit gleicher Erfahrung, ob es möglich ist den Körper vom hohen BZ wieder zu entwöhnen sodass er nicht gleich in Alarmbereitschaft geht wenn ich mal die 80 erreiche oder muss ich nun damit leben?
Mein BZ hat sich seit der Diagnose verbessert aber der genannte Effekt ist immernoch da, muss ich da einfach nur geduldig sein und dem Körper Zeit geben um zu erkennen das nun ein genereller niedriger Wert herrscht?!
Liebe Grüße
Bo
Bearbeitet von User am 13.03.2022 12:10:54. Grund: Schreibfehler -
am 13.03.2022 13:26:58 | IP (Hash): 718726965
Hallo Bo,
wie stark hat sich denn dein BZ verbessert? Hast du mal ein paar typische Werte nüchtern und nach den Mahlzeiten und das aktuelle HbA1c? Vielleicht liegen die Werte doch noch so hoch, dass damit die falsche Hypo bereits ab 80mg/dl auftritt.
Ist eine Panik denn übehaupt gerechtfertigt? Spritzt du denn Insulin oder nimmst du Sulfonylharnstoffe (Glibenclamid oder andere Gli...) ein? -
am 13.03.2022 13:54:19 | IP (Hash): 1287670169
Ich hätte von vorne rein mehr Details nennen sollen, sorry.^^
Also ich nehme keine Medis weil ich es mit Disziplin und Ernährungsumstellung in den Griff bekommen möchte.
Ich habe zussätzlich noch leicht erhöhte Leberwerte (früher schlimmer wegen hohem Alkoholgenuß) und meide deshalb auch Zuckersenkende Mittel da sie nicht so gut auf die Leber zu sprechen sind. Nehme dafür bei manchen Mahlzeiten Hepa Merz aber das hat keinen Einfluss auf den BZ.
Ich bin von einem HbA1c von 102 nun aktuell runter auf 46,5. Ich hab da alles in allem rund 1 Jahr gebraucht, die Umstellung war nicht leicht und es ging zwischendurch auch mal wieder rauf.
Nüchtern so zwischen 110 -140.
Meine Ärztin meinte bei Typ 2 ohne Zuckersenkende Mittel ist eine Unterzuckerung quasi unmöglich.
Bearbeitet von User am 13.03.2022 13:54:56. Grund: Schreibfehler -
am 13.03.2022 14:51:25 | IP (Hash): 718726965
Dr.Bo schrieb:
Meine Ärztin meinte bei Typ 2 ohne zuckersenkende Mittel ist eine Unterzuckerung quasi unmöglich.
So it is - don't panic.
Die leichten Unterzuckerungsgefühle musst du einfach aushalten. Auf keinen Fall solltest du sie ernst nehmen und etwas schlimmes dahinter vermuten.
Je öfter du bis auf 80mg/dl runter kommst, desto mehr gewöhnst du dich an diesen normalen BZ. Dein Hba1c von 46,5mmol/mol {6,4%} ist ja schon ganz gut - weiter so.
Alles Gute, Rainer
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Gegebene Vorschläge und Einschätzungen sind ausschließlich zu Informationszwecken bestimmt und können in keinem Fall professionelle Beratung oder die Behandlung durch einen Arzt ersetzen.
Bearbeitet von User am 13.03.2022 14:56:12. Grund: BBCodes1 Benutzer dankte für diesen Nützlichen Beitrag. -
am 13.03.2022 16:18:30 | IP (Hash): 1287670169
Rainer schrieb:
So it is - don't panic.
Ja, da liegt genau mein Problem wenn man gerade in diesem Gefühl steckt, aber Übung macht ja bekanntlich den Meister!
Besten Dank für die Antwort. :)
Grüße Bo
Bearbeitet von User am 13.03.2022 16:18:55. Grund: Schreibfehler -
am 14.03.2022 10:07:59 | IP (Hash): 277645003
Nüchtern so zwischen 110 -140.
Damit bin ich in meine Diabeteskarriere gestartet.
Hab dann per Entschluss von einer Minute auf die andere Zucker, Süßgetränke, Kuchen, eben alles gesüßte und aus Weizenmehl weggelassen, dazu meine Kaffee-und-Kuchen-Mahlzeit am Nachmittag und den Notfall-Snack am Abend.
Dabei begenete mir oft die Situation von Hunger und Schwummrigkeit im Kopf, die mir bis dahin Anzeichen für dringenden Zuckerbedarf waren.
Ich hatte nicht gleich Vertrauen, dass ich das richtig mache und befürchtete umzufallen.
Einmal in dieser Situation hab ich irgendeine Kleinigkeit genascht, woraufhin eine Freundin das Vertrauen in die Ernsthaftigkeit meiner Bemühungen verlor.
Nach zirka 3 Wochen verlor sich, dass ich solche Zustände hatte.
Es war wohl die Umgewöhnung zurück zu gesunden Zuckerwerten.
Schon fies, dass der Körper mir jahrelang dieses falsche Zeichen gab und ich aus Panik Zucker nachschütten musste...
Bearbeitet von User am 14.03.2022 10:10:29. Grund: rechtschreipunk