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Warum gibt es so große Unterschiede?

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    Mitglied seit: 26.05.2020
    am 29.06.2022 22:34:12 | IP (Hash): 1238909423
    Habe jetzt bei Thomas weiter mitgelesen, aber nichts mehr dazu geschrieben. Denn bezüglich Alkoholkonsum lernt man/frau nur aus eigenen Fehlern, also suchttechnisch, ohne Berücksichtigung der Folgen für DiabetikerInnen.

    Und ich will hier auf keinen Fall ein Faß aufmachen bezüglich Alkoholsucht. Ich laufe nur in meinen Schuhen, und das war schmerzlich genug.

    Was ich jedoch gerne wissen möchte, und ich hoffe, ihr mögt es mir mit einfachen Worten kurz erklären:

    Warum brauchen manche DiabetikerInnen nur 3 bis 6 E täglich vom Langzeitinsulin und manche 48 (wie ich?). Als ich zu Beginn der Insulintherapie nachfragte, ob das nicht ganz schön viel ist, meinte der Arzt, dass es einige gäbe, die um die 100 Einheiten täglich spritzen.

    Liegt es an verschiedenen Insulinen?

    Oder ob man/frau Typ 1 oder 2 ist?

    Danke vorab für eure Antworten :)

    _____________________________________
    58, w, Typ II Diagnose 2007, ab 2020 Insulin (vorher div. Medis),
    4-5 E Humalog (Essensinsulin),
    48 E Suliqua (Langzeitinsulin),
    23.00 Uhr 1-2 E Humalog Bedarf.

    Plus andere Diagnosen (Herz, Psyche u.a.), 60% schwerbehindert und EU-Rente dauerhaft.
  • Lena8107

    Rang: Gast
    am 29.06.2022 22:43:06 | IP (Hash): 1621261130
    Der Insulinbedarf ist tatsächlich ganz unterschiedlich und da gibt es erstmal auch kein richtig oder falsch.
    Du brauchst halt das, was du brauchst.
    Generell braucht ein Diabetiker, der zusätzlich Insulinresistent ist, was häufig (aber nicht immer) bei Typ 2 Diabetikern der Fall ist, sehr viel Insulin.
    Da sehr hohe Insulindosen (führt unter anderem z.B. zu einer Gewichtszunahme) im Blut nicht gut sind, versucht man diese Resistenz dann ggf. durch z.B. Metformin zu durchbrechen.
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    Mitglied seit: 26.05.2020
    am 29.06.2022 22:57:15 | IP (Hash): 1238909423
    Danke :)

    Von "richtig und falsch" habe ich mich schon länger verabschiedet ;)

    Sieht der Arzt die evtl. Insulinresistenz im Blutbild? Metformin habe ich leider nicht vertragen (trotzdem lange Zeit eingenommen mit Immodium, grässliche Zeit). Der Diabetologe probierte dann mit mir über die Jahre alle gängigen Tabletten aus, empfahl mir aber immer dringender, auf Insulin umzusteigen. 2019, nach der Not-OP am Herz, war ich dann so ängstlich, dass ich umgestiegen bin. Wobei ja nicht erkennbar war, ob der Diabetes, oder die letzte Kippe (2012), der letzte Wodka oder das letzte Kammsteak verantwortlich waren. Evtl. eine Mischung aus allem :(

    Habe Anfang Juni wieder Quartalsgespräch, da frage ich nochmal genauer, warum er auf 48 E kam. Aber tatsächlich ist ja mein Wert von 10,7 (2019) auf zur Zeit 6,8 runter.

    Ich will es einfach besser verstehen lernen...

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  • Lena8107

    Rang: Gast
    am 29.06.2022 23:14:40 | IP (Hash): 1621261130
    Von 10,7 runter auf 6,8 ist doch ein tolles Ergebnis.
    Von daher passen die 48 Einheiten schon mal sehr gut und die brauchst du halt einfach.
    Suliqua ist ja bereits ein Kombipräparat aus Langzeitinsulin + GLP 1 Hemmer
    Von daher hört sich da wirklich alles passend an :-)
    Glückwunsch zum Erfolg
    Bearbeitet von User am 29.06.2022 23:18:52. Grund: *
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    am 30.06.2022 08:45:58 | IP (Hash): 1801698495
    "Da sehr hohe Insulindosen (führt unter anderem z.B. zu einer Gewichtszunahme) im Blut nicht gut sind, versucht man diese Resistenz .... "

    Hm, das ist ja interessant. Wozu können denn hohe Dosen noch führen?
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    am 30.06.2022 10:51:50 | IP (Hash): 72970431
    Ichso schrieb:


    --- Sieht der Arzt die evtl. Insulinresistenz im Blutbild? ---




    ja, anhand bestimmter Blutwerte lässt einschätzen, ob eine Insulin Resistenz vorliegt oder nicht. Erste Hinweise geben z.B. die Blutt fettwerte wie Triglyzeride und HDL, oder spezifische Werte wie der Nüchtern-BZ, C-Peptid, Nüchtern Insulin und HOMA-Index.

    Eine Ersteinschätzung kann aber schon der Taillen Umfang Bieten, bei dem du, wenn der größer ist als er sein sollte, von einer schlechteren Wirkung des Eigensinsulins ausgehen kannst.
    Bearbeitet von User am 30.06.2022 10:53:41. Grund: bearbeitet
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    am 30.06.2022 10:52:29 | IP (Hash): 72970431
    wo hast du das gelesen, Zuckerhut?
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    am 30.06.2022 11:19:19 | IP (Hash): 584063154
    Zuckerhut schrieb:
    "Da sehr hohe Insulindosen (führt unter anderem z.B. zu einer Gewichtszunahme) im Blut nicht gut sind, versucht man diese Resistenz .... "

    Hm, das ist ja interessant. Wozu können denn hohe Dosen noch führen?


    Was sind hohe Dosen? Viele Menschen mit Typ 2 brauchen 300 IE gesamt am Tag und mehr. Und von den zahlenmäßig deutlich wenigeren Menschen mit Typ 1 brauchen etliche auch über 200 IE gesamt am Tag.

    Meine "Höchstleistung" waren bis zu 160 IE gesamt am Tag in meinen ersten Jahren mit ICT und HbA1c um 7,5 im vollen Einklang mit meinem Diabetologen. Mit meiner Absenkung der alltäglichen BZ Kurve auf 99% TIR und HbA1c 5,5 und kleiner im vollen Widerspruch zu meinem Diabetologen brauchte ich bei gleichbleibendem Gewicht und Tagesablauf nur noch 80-90 IE gesamt pro Tag. Dabei immer noch suuuper Morgenanstieg auf 150-170. Den bin ich vor 8 Jahren mit meiner Leberentfettung losgeworden. Wieder im vollen Widerspruch zu meinem Diabetologen. Da brauchte ich dann nach ner Woche vom einen Tag auf den anderen statt 40 Einheiten Basal nur noch 10. Und dann ist mir auch endlich nennenswertes Abschmelzen gelungen, 25 kg. Und seit dem Abschmelzauslauf 40-50 IE gesamt pro Tag.

    Sehr interessant fand ich, wie mir das Abschmelzen mit so viel weniger Insulin so viel leichter gefallen ist, als bei allen Versuchen vorher. Klar hatte ich vorher schon gewusst, dass eine Hauptaufgabe vom Insulin das Umformen von Glukose in Triglyzeride in der Leber ist und der Ausbau und Zusammenhalt der Schwimmhilfen, aber dass das sooo viel ausmachen könnte, hatte ich nicht gedacht.

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    Prädiabetes und Diabetes Typ 2 und die Diagnose-Grenzwerte sind willkürlich von den Fachgesellschaften für Diabetes definiert.
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    am 30.06.2022 11:29:48 | IP (Hash): 1801698495
    Leia Cake, das hat Lena gestern um 22:43:06 Uhr geschrieben.
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    am 30.06.2022 12:01:11 | IP (Hash): 89148113
    Danke für eure Gedanken :)

    Wird mich auch interessieren, was viel Insulin noch so "anrichtet". Als ich hier anfing mit Fragen zur Umstellung schrieb jemand, dass man/frau das sogar Schwangeren gibt. Mittlerweile weiß ich auch, dass es wohl ein Masthormon ist (?), so habe ich mich jede Woche gewogen. In nun fast drei Jahren von 73 kg auf 76 hoch aber wieder bei 73 "gelandet" :) Da ich ja 2007 mit 94kg startete, achte ich schon Jahre drauf.

    Wegen dem Bauchumfang: Ich fürchte, der ist etwas höher als bei einem Supermodel^^ Das mit den Werten ist schwierig für mich zu verstehen, werde die Begriffe in mein Frageheft schreiben, der Termin ist nicht Anfang Juni, natürlich Anfang Juli. Und selbst da habe ich mich vertan, er ist erst Ende Juli - alt sein ist echt nix für Feiglinge ;)

    Was ich weiß, dass das "böse" Blutfett (nicht HDL, das ist in meinem Kopf "hab dich lieb" eine Eselsbrücke von meiner Tochter) über 400 war, glaube. Dafür/dagegen nehme ich Mo/Mi/Fr eine Tablette und bin seitdem in der Norm bei diesem Wert, sagt der Zuckerarzt. Und meine Leber- und Nierenwerte findet er immer supi - schön, dass ich ihn damit erfreuen kann ;)

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