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  • Rang: Anfänger
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    Beiträge: 1
    Mitglied seit: 22.07.2022
    am 22.07.2022 12:16:56 | IP (Hash): 1539478116
    Sehr geehrte Damen und Herrren

    ich habe mich heute hier angemeldet da ich z.Z Probleme mit meiner Hausärztin habe.
    Seit ca. 4 Jahren bin ich in Behandlung bei einer Endokrinologin mit Schwerpunkt Endokronolog und Diabetologi.

    Nun hat meine Hausärztin routinemässig festgestellt dass mein HbA1c Wert statt bei 5,6 bei 5,7 liegt.
    (Seit 4 Jahren laufend so um den Wert rum, mal 1 mehr mal eines weniger als 5,7)
    Sofort wurde mir eine Zettel vorgelegt: Diabetis Mel. II.

    Mit meinem Veweis auf die bereits bestehende Behandlung bei der Endokronologin wurde ich mit dem Verweis abgespeist: wir wissen hier auch was wir tun.

    Seitens Endokronologin wurde bereits mehrfach ein erhöhter HOMA-Index festgestellt aber ein Diabetis Mel. II. auch im letztem Arztbrief verneint.
    Meine Medikamentation seitens der Endokronologin ist 2x tgl. Metformin.


    Gestern wurde ich nun zum Glucosetest bei der Hausärztin vorgeladen da sie mir mittels des HOMA-Index beweisen will dass ich doch Diabetis Mel. II. habe.

    All dies hat sich nun innerhalb 2 Monaten abgespielt


    Frage: kann man einen HOMA-Index berechen wenn um 8 Uhr Blutabgenommen wurde (venös) und nach 1 Stunde (BZ=212) und 2 Stunden (BZ=172) der Blutzucker an der Fingerbeere gemessen wird?
    BZ nüchtern 88 mg/dl im Blut
    Blutzucker nüchtern vor Glucosetest am Finger 98

    Metformin wurde eine Woche vorher ausgesetzt.

    Danke für Eure Einschätzungen im voraus
  • Rang: Erweitertes Mitglied
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    Mitglied seit: 25.02.2011
    am 22.07.2022 13:08:07 | IP (Hash): 2010165129
    Hallo Heinzelmann,

    der HOMA-Index kann zwar auf einen bestehenden Diabetes hinweisen, aber als Diagnosekriterium ist er nicht zu gebrauchen.

    Die Diagnosekriterien kannst du dir hier, am besten im Schaubild Abb. 1, ansehen:
    https://www.ddg.info/fileadmin/user_upload/05_Behandlung/01_Leitlinien/Praxisempfehlungen/2020/dus_2020_S01_Praxisempfehlungen_Klassifikation-und-Diagnostik_Schleicher_01.pdf

    Wie du dort sehen kannst, hat eine Hausärztin recht, wenn sie deinen Diabetesstatus bei einem HbA1c zwischen 5,7 und 6,4% mit dem NBZ oder einem oGTT genauer überprüft. Du kannst diese weiteren Untersuchungen natürlich auch bei deinem Endokrinologen machen lassen, aber notwendig sind sie nach den Leitlinien der Fachgesellschft DDG. Was hast du eigentlich dagegen? Je eher ein bestehender Diabetes diagnostiziert wird, desto mehr kannst du am Anfang auch selbst dagegen tun.

    Deiner Hausärztin kannst du nichts vorwerfen, wenn sie dich leitliniengerecht genauer untersuchen will, zumal wenn auch noch der HOMA-Index Anlass dazu gibt. Wobei du natürlich auch jederzeit weitere Untersuchungen ablehnen kannst. Es kostet dich ein müdes Lächeln, in der Praxis anzurufen und den Termin abzusagen. Deine Ärztin wird dich vielleicht noch unterschreiben lassen, dass sie auf deinen Wunsch von den Untersuchungen abgesehen hat - sie muss sich ja schließlich auch absichern.

    Alles Gute, Rainer

    ____
    Gegebene Vorschläge und Einschätzungen sind ausschließlich zu Informationszwecken bestimmt und können in keinem Fall professionelle Beratung oder die Behandlung durch einen Arzt ersetzen.
    Bearbeitet von User am 22.07.2022 17:14:40. Grund: BBCodes
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    am 24.07.2022 17:24:14 | IP (Hash): 1955220584
    Um den Homa-Index zu berechnen braucht man neben den Nüchtern-Blutzucker auch das Nüchtern-Insulin. Ist dieser Wert zu hoch, liegt eine Insulinresistenz vor, was häufig zu einem Typ2 führt. Nur anhand der Blutzuckerwerte kann man keinen Homa-Index berechnen.

    Der OGTT wurde gemacht, um zu schauen, wie gut deine Blutzuckerwerte bei Kohlenhydrat-Belastung sind. Laut Diagnosekriterien liegt vor:

    Kein Diabetes
    Nüchtern kleiner 100mg/dl und
    2 Stunden-Wert OGTT unter 140mg/dl

    Prädiabetes
    Nüchtern zw. 100-125mg/dl oder
    2-Stunden-Wert OGTT 140-199mg/dl

    Diabetes
    Nüchtern ab 126mg/dl oder
    2-Stunden-Wert OGTT ab 200mg/dl

    Ich finde es eher positiv, dass deine Hausärztin dort mal näher geschaut hat. So weißt du jetzt, auf welchen Stand du bist. Jetzt liegt es an dir, was du aus diesen Ergebnissen machst.