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TIR zwischen 70 und 180 ohne Folgeschäden?

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    am 21.10.2022 12:40:24 | IP (Hash): 1445212662
    Ich habe mal eine Frage zur immer häufiger in Betracht gezogenen TIR "Methode", als die Zeitspanne in der der BZ innerhalb eines festgesetzten Bereiches verbleibt. Der Bereich wurde auf 70-180 mg/dl "festgelegt" und solange man 70% der Zeit in diesem Bereich bleibt soll man wohl keine Folgeschäden durch den Diabetes bekommen.

    Nun mal ein ganz krasses Beispiel: wenn ich als Typ 2 100% der Zeit im Zielbereich bleibe, meine BZ-Einzelwerte aber sehr sehr lange bei 180 liegen, dann kann das doch auch nicht gut sein - oder?

    Von daher müsste doch eher eine Staffelung der Bereiche eine bessere Auskunft geben.
    Also z.B. mindestens 70% unter 180 aber auch nur max. solange bei 180 - oder so ähnlich?
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    am 21.10.2022 13:13:38 | IP (Hash): 428187821
    1. TIR bezieht sich NICHT auf die Standardwerte ICT mit einzelnen Fingerpieks, sondern auf die komplette 24/7 BZ-Kurve am CGM.
    Bei niemandem verläuft diese Kurve auch nur über nen Tag komplett zwischen z.B. 160 und 180.
    2. Da Folgeschäden schon aus dem prädiabetischen Bereich bekannt sind, können die sich selbstverständlich auch dann einstellen, wenn der jetzt z.T. TIR genannt wird.

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    Es gibt keine organisch oder physiologisch erkennbaren Anfangspunkte. Deswegen sind Prädiabetes und vor allem Diabetes Typ 2 und die Diagnose-Grenzwerte von den Fachgesellschaften für Diabetes definiert.
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    am 21.10.2022 13:29:43 | IP (Hash): 1445212662
    Und warum liest man dann, dass wenn man 70% der Zeit im TIR-Bereich von 70-180mg/dl ist, keine Folgeschäden auftreten können?
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    am 21.10.2022 13:31:32 | IP (Hash): 1445212662
    schrieb:
    Je niedriger der TIR war, umso höher war das Risiko für Schäden an Augen oder Nerven. Bereites bei einem um 10 Prozent niedrigeren TIR steigt das Risiko für Augenprobleme um 64 Prozent und das für Nierenschäden um 40 Prozent. Der TIR ist also eng mit dem Risiko für Probleme an den kleinen Blutgefäßen verknüpft.

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    am 21.10.2022 13:45:42 | IP (Hash): 428187821
    Die Herausforderung ist allgemein: Wer seinen BZ in einen niedrigeren allgemeinen Rahmen zwingt, sei es HbA1c oder TIR oder wie immer man den nennt, macht das in aller Regel mit sehr aufgeregten Schwankungen um 100 und mehr mg/dl in der alltäglichen BZ-Kurve. Und solche Schwankungen sind erwiesen schädlicher, als ein höher verlaufender BZ mit Schwankungsweiten um 60 und weniger.

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    am 21.10.2022 13:54:41 | IP (Hash): 1445212662
    Versteh ich nicht...

    Wenn ich z.B. gar keine Kohlenhydrate esse, bewegt sich mein BZ zwischen 90 und 150mg/dl.
    Wenn ich "moderat" Kohlenhydrate esse, bewegt sich mein BZ zwischen 90 und 170mg/dl, wobei der BZ dann teilweise 3 Stunden im oberen Bereich zu finden ist.
    Wenn ich etwas mehr Kohlenhydrate esse, bewegt sich mein BZ zwischen 90 und dann auch mal bis in die Spitze von 260mg/dl, wobei die Spitze nur kurz ist, dann aber für ca. 3 Stunden im Bereich über 180.

    Im Ø bleibe ich aber dennoch über 70% im TIR. Und mein HBA1C liebt auch bei guten 5,6.

    Also wie schädlich ist das ganze den nun? Wie oft darf ich mir solche Ausreisser von kurzzeitig 260 oder auch über längere Zeit bei 180 erlauben um kein Folgeschäden zu erleiden?
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    am 21.10.2022 14:19:07 | IP (Hash): 428187821
    Die Statistiken kennen wenige Leute mit HbA1c 8 und mehr über 10 und mehr Jahre ohne Folgeschäden und wenige Leute mit HbA1c immer unter 6 mit Folgeschäden.

    Meinen BZ halte ich wenigstens 12 von 24 Stunden bei 80-100 mg/dl, und in der Spitze nach dem Essen meistens bei 130-140.

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    am 21.10.2022 14:19:07 | IP (Hash): 428187821
    Die Statistiken kennen wenige Leute mit HbA1c 8 und mehr über 10 und mehr Jahre ohne Folgeschäden und wenige Leute mit HbA1c immer unter 6 mit Folgeschäden.

    Meinen BZ halte ich wenigstens 12 von 24 Stunden bei 80-100 mg/dl, und in der Spitze nach dem Essen meistens bei 130-140.

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    am 21.10.2022 14:25:58 | IP (Hash): 1445212662
    hjt_Jürgen schrieb:
    Meinen BZ halte ich wenigstens 12 von 24 Stunden bei 80-100 mg/dl, und in der Spitze nach dem Essen meistens bei 130-140.

    Ja mit Unterstützung von Insuling mag das gehen, aber wenn man lediglich Medformin nimmt und auch dabei bleiben will (also möglichst nie auf Insulin angewiesen sein) verhält sich das anders, da kann man nicht immer nur so essen, dass man unter 140mg/dl bleibt. Man will ja auch noch leben und geniessen, dass aber möglichst in einem Rahmen, der nicht zu irgendwelchen Folgeschäden führt.
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    am 21.10.2022 14:57:53 | IP (Hash): 428187821
    Wie Du’s beschreibst, würde ich an Deiner Stelle ne Leberentfettung nach Taylor machen, also 600-800 kcal pro Tag. Ohne Met würde ich nach 6-8 Tagen von 1 Tag auf den anderen nüchtern deutlich unter 100 mg/dl messen können und nach 5-6 Wochen weiter in der Spur mit dann wieder normalem Essen erleben, wie dann KH-Mengen, die heute noch 180 und mehr aufrufen, unter 140 bleiben :)

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