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Insulin Konzentration

  • Rang: Anfänger
    Punkte: 0
    Beiträge: 9
    Mitglied seit: 16.12.2022
    am 17.12.2022 13:10:42 | IP (Hash): 712038872
    hjt_Jürgen schrieb:
    Irgendwie hab ich das Gefühl, dass wir da aneinander vorbeidenken und -schreiben. Wir Langzeit-INSULINER meinen bisher das genauer passende Spritzen für den geringeren Bedarf durch die Bewegung.

    Aber kann das vielleicht sein, dass Du ja gar nicht vor dem Essen weniger spritzen willst, sondern gern einen verlängerten und damit flacheren Wirkverlauf hättest?

    Dann könnte ein Wechsel vom schnellen Humalog (schnelles Analog-Insulin) zum langsameren Huminsulin Normal Dir vielleicht helfen?
    Huminsulin Normal ist das Normal-Insulin von Lilly. Die Normal-Insuline von den anderen Herstellern wirken gleich.

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    Es gibt keine organisch oder physiologisch erkennbaren Anfangspunkte. Deswegen sind Prädiabetes und vor allem Diabetes Typ 2 und die Diagnose-Grenzwerte von den Fachgesellschaften für Diabetes definiert.



    Ich erläutere es mal:
    Ich hatte viele Jahre Actrapid gespritzt. Das Problem war die lange, flache Wirkungskurve.
    Wenn ich mir für den Anstieg nach 1,5 - 2 Stunden (max. 160 mg/dl) ausreichend gespritzt hatte,
    kam ich nach 3-4 Stunden in eine Unterzuckerung. Habe ich weniger gespritzt hatte ich keine anschließende Unterzuckerung aber nach 2 Stunden war ich bei 200 mg/dl.
    Also habe ich auf Humalog gewechselt. Wenn die Dosierung passt habe ich auch einen Auslauf nach 2 Stunden und länger zwische 90 und 120 mg/dl. Der bleibt dann auch statisch vielleicht bei 90mg/dl.
    Und nun das eigentliche Problem:
    Gerade wenn ich mich viel bewege benötige ich z.B. für ein Mehrkornbrötchen 2-3 Einheiten Insulin.
    Da ich keine Glaskugel habe spritze ich dann 2-3 Einheiten. Wenn ich 3 Einheiten gespritzt habe und nach 2 Stunden einen BZ von 75 habe, war die Dosierung mit 3 Einheiten zu hoch. Habe ich aber 2 Einheiten gespritzt habe ich evtl einen BZ von 200mg/dl nach 2 Stunden.
    Wenn ich also 1 Einheit zu viel oder zu wenig gespritz habe war das eine Fehldosierung von 50%.
    Ein Diabetiker der eher in 2-stelligen Bereich spritzt hat bei einer Fehldosierung von 1 Einheit eben
    nur um 10%, und nicht um 50% daneben gelegen.
    Schlußendlich ist mein Problem meine gute Insulinakzeptanz, die geringste Bewegung wirft alle Dosierungsberechnungen über den Haufen.
    Nebenbei: Ich habe einen HbA1c von 5,8 spritze Lantus 15 Einheiten abends und nehme Metformin
    morgens und abends je 1000mg. Gewicht 75kg. Für meine Ärztin bin ich ein Selbstläufer ohne Probleme.
    Ihr könnt mir gerne Anregungen und Kritik zu meiner Situation und zu meinem Verhalten schreiben.
    Ich bin für alles dankbar. Vielen Dank!
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    Rang: Erweitertes Mitglied
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    am 17.12.2022 15:43:58 | IP (Hash): 1053690485
    Wenn die Spritzmenge Deine Herausforderung ist, dann kannst Du Deine Fehldosierung, wie Du das nennst, mit dem Lillypen mit 0,5er Schritten von 50 auf 25 % reduzieren. Das wär doch schon mal ne ganze Menge, oder?

    Und die Dosis hat gepasst, wenn die Wirkung 2-3-4 Stunden oder noch mehr weiter zu sinken aufhört und waagerecht ausläuft oder bei zu wenig Basal auch wieder ansteigt.
    Wenn die Humalog-Dosis so für das Brötchen passt, aber die Spitze nach ner Stunde höher als gewollt ist, dann hilft einzig, zwar für das ganze passend vor dem ersten Happen spritzen, das dann aber auf 2 Portionen aufteilen und die mit um ner halben Stunde Pause dazwischen genießen :)

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    Es gibt keine organisch oder physiologisch erkennbaren Anfangspunkte. Deswegen sind Prädiabetes und vor allem Diabetes Typ 2 und die Diagnose-Grenzwerte von den Fachgesellschaften für Diabetes definiert.