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Therapieanpassung?
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am 08.01.2023 13:26:55 | IP (Hash): 1355107604
Nach nunmehr über 6 Jahren nach der Diabetes Diagnose bin ich mir unsicher über meinen weiteren Therapie Verlauf. Nochmal kurz zu mir: 55 Jahre, männlich, 186cm, 72 kg, Behandlung zu Beginn mit Metformin, jetzt Janumet 50/1000 und Tresiba (24 IE). Bin jetzt beim dritten Dia Doc, die beiden vorherigen konnten mit mir als schlanken Typ 2er nichts anfangen. Mein derzeitiger Arzt hat mir zu Beginn gut getan, weil er sehr klar war und mir das Basalinsulin verschrieben hat. Er achtet allerdings eigentlich nur auf den Langzeitwert und kommt immer mit den Richtlinien der DDG. Derzeit liegt der Langzeitwert bei 7,2, was okay ist, Tendenz geht in Richtung kleiner 7. Mein Problem sind aber die täglich stark schwankenden Werte, die meinen Doc eigentlich gar nicht interessieren. Er ist auch kein Freund vom FSL, was ich aber trotzdem nutze. Im Prinzip ist mein Tag zweigeteilt: ab ca 0 Uhr bis 10 Uhr sinkender BZ bis auf 60. Danach aber bekomme ich den BZ kaum in den Griff und ich kann auch kein Muster erkennen. Mein Gefühl sagt mir, ich bräuchte eigentlich eine zweigeteilte Behandlung: weniger Insulin nachts und mehr am Tag. Und ein Durchschnitt von zB 6,5 erreiche ja auch mit 5 und 8 oder eben mit 6,5 und 6,5 (was mir lieber wäre). Abnehmen ist für mich keine Option, mache nun auch 2 x wöchentlich Krafttraining und versuche Bewegung nach den Mahlzeiten einzubauen. Effekte kann ich hier noch nicht erkennen. Daher die Frage: wo fängt man an? Welche Stellschrauben habe ich? Danke für eure Tipps. -
am 08.01.2023 13:50:31 | IP (Hash): 1236923787
Weniger Basalinsulin und nachmittags mit Kurzzeitinsulin arbeiten - was anderes wird wohl kaum noch übrig bleiben.
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Gegebene Vorschläge und Einschätzungen sind ausschließlich zu Informationszwecken bestimmt und können in keinem Fall professionelle Beratung oder die Behandlung durch einen Arzt ersetzen.
Bearbeitet von User am 08.01.2023 13:50:55. Grund: BBCodes -
am 08.01.2023 14:11:19 | IP (Hash): 1394845805
Oder auf ein nicht ganz so lange wirkenden Insulin umsteigen (Lantus, Levemir, ...) und morgens mehr spritzen als abends. -
am 08.01.2023 15:57:58 | IP (Hash): 458012709
Bei uns ist ALLES geregelt. DDG, Deutsche Diabeto-logische Gründlichkeit. Deswegen wirst Du Deinen Diabetes wenigstens dann auch noch mal neu klassifizieren lassen müssen, wenn Du mehr (Be-)Handlungs-Optionen haben möchtest. Z.B. ne ICT, Basal-Bolus und dazu ne brauchbare Schulung, wie Du Deine Faktoren fortlaufend selbst anpassen kannst.
Ich habe selbst Typ 2 und in der Selbsthilfe hunderte von Menschen mit Typ 2 kennen gelernt. KEINER darunter hatte mit über den großen Rest des Tages passendem Basal einen in der zweiten Nachthälfte bis zum Frühstück sinkenden BZ. Bei den allermeisten war und ist das die Zeit des schwer kontrollierbaren Ansteigens. Nur sehr wenige können - wie ich die letzten 8 Jahre - einen waagerechten Verlauf beobachten.
Mit einem sinkenden bist Du für mich der erste und damit einer, dessen Typ 2 beim besten Willen nicht ins Typ 2-Schema passt. Allerdings ist es einstweilen wohl die billigste Möglichkeit, solange der Patient, übersetzt der, der’s erduldet, es halt auch weiter erduldet ;)
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7/24 mit wenigen Ausnahmen zwischen 60 und 140 mg/dl in der Form der blauen Kurve ( https://www.bloodsugar101.com/what-is-a-normal-blood-sugar ) sind für mich optimal. Trotzdem will ich gern respektieren, wenn andere anders für sich entscheiden. Auf gutes Gelingen in 23! -
am 08.01.2023 23:00:50 | IP (Hash): 1355107604
HeikeOV schrieb:
Oder auf ein nicht ganz so lange wirkenden Insulin umsteigen (Lantus, Levemir, ...) und morgens mehr spritzen als abends.
Danke. Ja das war mein Gedanke dabei. Dh Lantus oder Levemir haben eine jeweils 12 stündige Wirkdauer? -
am 08.01.2023 23:23:30 | IP (Hash): 2005353849
Helge schrieb:
. Er ist auch kein Freund vom FSL, was ich aber trotzdem nutze.
Im Prinzip ist mein Tag zweigeteilt: ab ca 0 Uhr bis 10 Uhr sinkender BZ bis auf 60. Danach aber bekomme ich den BZ kaum in den Griff und ich kann auch kein Muster erkennen. Mein Gefühl sagt mir, ich bräuchte eigentlich eine zweigeteilte Behandlung: weniger Insulin nachts und mehr am Tag. Und ein Durchschnitt von zB 6,5 erreiche ja auch mit 5 und 8 oder eben mit 6,5 und 6,5 (was mir lieber wäre). Abnehmen ist für mich keine Option, mache nun auch 2 x wöchentlich Krafttraining und versuche Bewegung nach den Mahlzeiten einzubauen. Effekte kann ich hier noch nicht erkennen. Daher die Frage: wo fängt man an? Welche Stellschrauben habe ich? Danke für eure Tipps.
Was ist FSL?
Was für ein Durchschnitt von 6,5,?
Bitte Einheiten angeben.
Freundliche Grüße
Hape -
am 08.01.2023 23:42:40 | IP (Hash): 1236923787
Helge schrieb:
Danke. Ja das war mein Gedanke dabei. Dh Lantus oder Levemir haben eine jeweils 12 stündige Wirkdauer?
Nein und ja. Levimir hat ca. 12 Stunden Wirkdauer.
Lantus wirkt in einer kleinen Dosis auch nicht allzu lange, aber bei über 20IE kann man davon ausgehen, dass es fast 24 Stunden wirkt. Auch wenn du es in zwei Dosen aufteilst, wirst du, ausgehend von deinen 24IE bei Tresiba, insgesamt 20IE oder mehr benötigen und musst für Lantus mit einer 24-stündigen Wirkdauer rechnen. Lantus würde dir aus meiner Sicht keine Verbesserung bringen.
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Gegebene Vorschläge und Einschätzungen sind ausschließlich zu Informationszwecken bestimmt und können in keinem Fall professionelle Beratung oder die Behandlung durch einen Arzt ersetzen.
Bearbeitet von User am 08.01.2023 23:48:47. Grund: BBCodes -
am 09.01.2023 08:15:01 | IP (Hash): 1355107604
FSL gleich Free Style Libre
Und die 6,5 sind einfach eine fiktive Zahl, um deutlich zu machen, dass der Durchschnitt gut aussehen kann, aber eben auch deutliche Schwankungen beinhalten kann. -
am 09.01.2023 15:47:24 | IP (Hash): 1135639536
Wenn's die 24 IE Tresiba täglich gibt, würde ich als alter Lantus User in dem Fall mein Ausprobieren mit Lantus zur Nacht ne Stunde vor dem Schlafengehen 8 IE und um die Zeit vom Frühstück rum 12 IE beginnen.
Bei allen Überlegungen zu den Wirkzeiten bei den Basalinsulinen die langen An- und Auslaufzeiten berücksichtigen, in denen die Dosen sich für ne ausgeglichene Wirkung schon praktisch um 2 Stunden überlagern müssen. Für ne noch passendere Vereilung für Deinen Sonderfall käme als nächstes das gute alte NPH-Insulin (nicht schütteln, schwenken!) mit 3 Gaben für 24 Stunden in Betracht.
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7/24 mit wenigen Ausnahmen zwischen 60 und 140 mg/dl in der Form der blauen Kurve ( https://www.bloodsugar101.com/what-is-a-normal-blood-sugar ) sind für mich optimal. Trotzdem will ich gern respektieren, wenn andere anders für sich entscheiden. Auf gutes Gelingen in 23! -
am 09.01.2023 18:09:10 | IP (Hash): 1355107604
Danke das werde ich mal mit meinem Doc besprechen. Unabhängig davon war heute ein guter Tag: aufgewacht um 7 Uhr mit 74, nach Frühstück 115, nach Mittag 150 und dann wieder runter auf 110. Was habe ich anders gemacht? Beim Frühstück habe die Menge an Haferflocken in meinem Quark/Skyr/Himbeere/Leinöl Mix reduziert UND ein gekochtes Ei danach. Mittags gabs Spinat, Sahnesosse, Lachs und Kartoffeln. Wenns doch immer so wäre…und woran es wohl heute lag?