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    am 29.05.2023 15:12:55 | IP (Hash): 1218691709
    Ich habe mal so einige Brot und und Brötchen Sorten mit Vollkorn, Mehrkorn, Roggenbrot mit Natursauerteig etc. ausprobiert und gemessen. Mein Fazit ist, das fast alles davon hohe Blutzuckerwerte auslöst, selbst das gesunde Roggenbrot vom Bäcker, was mir die Ernährungsberatung empfohlen hatte.
    Ich kann dazu sagen das bei mir nur Vollkornbrot mit ganzen Körnern wie zum Beispiel das Whole und Pur einen niedrigen Blutzuckeranstieg hatte. Alles andere hat fast die selbe Wirkung wie Weißbrot gehabt. Alternativ gehen auch Eiweißbrote und Eiweißbrötchen. Was habt Ihr so Erfahrungen mit Vollkorn gemacht ?
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    am 29.05.2023 20:08:20 | IP (Hash): 1250624209
    Hallo Marcus,
    Ich mache die genau gleiche Erfahrung. Egal welches Brot, ob Vollkorn oder Körner, mein Blutzuckerwert steigt zu stark an.
    Ich habe eine Alternative gefunden die mir gut schmeckt. Bei den üblichen Drogerien gibt es mittlerweile immer mehr Ernährungs-Produkte. Da kaufe ich jetzt immer eine Mischung für Saatenbrot (bei meinem Markt gibt es mehrere zur Auswahl) Die ist zum selber backen. Schmeckt annähernd so wie richtiges Brot; ich finde es auf jeden Fall viel schmackhafter als Eisweissbrot.
    Vielleicht für dich auch eine Alternative?
    Guten Appetit ;-)
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    am 30.05.2023 09:27:33 | IP (Hash): 72970431
    die erfahrungen die ihr gemacht habt entsprechen denen, die auch viele andere diabetiker gemacht haben und machen. wirft man mal einen blick auf den glykämischen index wird man feststellen, dass vollkornbrot, oder zumindest als solches bezeichnetes brot, den blutzucker nicht oder nur marginal retardierter ansteigen lässt. der gi ist allerdings nur ein richtwert, wie sich der bz vermutlich verhalten wird, denn schließlich sind wir keine roboter und somit ist unser verhalten nicht exakt vorhersagbar. insofern bleibt hier nur das selbsttesten übrig. ich bevorzuge auch eiweißbrot, denn es schmeckt nicht nur gut, sondern sorgt auch für eine raschere sättigung.
    Bearbeitet von User am 30.05.2023 09:28:08. Grund: korrektur; gi nicht glyx
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    am 30.05.2023 11:05:03 | IP (Hash): 2099588454
    Marcus schrieb:
    Ich habe mal so einige Brot und und Brötchen Sorten mit Vollkorn, Mehrkorn, Roggenbrot mit Natursauerteig etc. ausprobiert und gemessen. Mein Fazit ist, das fast alles davon hohe Blutzuckerwerte auslöst, selbst das gesunde Roggenbrot vom Bäcker, was mir die Ernährungsberatung empfohlen hatte.
    Ich kann dazu sagen das bei mir nur Vollkornbrot mit ganzen Körnern wie zum Beispiel das Whole und Pur einen niedrigen Blutzuckeranstieg hatte.



    Meine Beobachtung ist, dass es ganz genau auf den Kohlenhydratgehalt des Brotes ankommt. Ein Brot mit 44 g/ 100g läßt den BZ natürlich deutlich mehr ansteigen als ein Brot mit 22 g/100g.
    Daher lohnt immer ein Blick auf die Nährwertinformationenen, auch bei Brot.
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    am 10.09.2023 04:46:20 | IP (Hash): 1654253562
    Hallo!

    Ich bin wirklich kein Fachmann für Diabetes.
    Aber soweit ich verstanden habe, sollten dem Körper (deutlich überwiegend) nur Fette und Eiweiß zugeführt werden (Diabetes 2).
    Keine Mehlspeisen, keine Stärke, kein Industriezucker bzw. von allem sehr wenig.

    Ich lasse das Brot weg (überhaupt alle Mehlspeisen, grundsätzlich Süßigkeiten, außer Erd-, Heidel-, Him- oder Brombeeren. Obst mit hohem Zuckeranteil esse ich selten).

    Deshalb muss ich nicht spritzen, nicht ständig messen oder mit dem Rechenschieber hantieren, keine Pumpe tragen oder Medikamente einnehmen.
    Mein BMI sank innerhalb von acht Monaten u.a. damit von 42 auf 27.
    Mein HbA1c-Wert von aufgerundet 10 auf leicht abgerundet 5.

    Nur als Anregung gemeint. Fiel mir persönlich wesentlich leichter, als gedacht.

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    am 11.09.2023 14:42:43 | IP (Hash): 72970431
    "Aber soweit ich verstanden habe, sollten dem Körper (deutlich überwiegend) nur Fette und Eiweiß zugeführt werden (Diabetes 2)"

    Ja, so die Annahme. Aber mit dieser Methode kratzt du nur an der Oberfläche und verbesserst nicht die Ursache des Problems nämlich die Insulinresistenz, eigentlich im Gegenteil. Wenn du nur fett und Eiweiß statt kohlenhyderaten isst wirst du den zucker auch nicht in die zellen bekommen sondern auf der stelle treten weil dann nur diese makros verstoffwechselt werden und keine kohlenhydrate. auch stoffwechselgesunde haben ein höheres risiko, wenn sie viel fett und eiweiß und wenig kohlehydrate essen - nicht umgekehrt! siehs einfach so: Du bist 30 jahre nicht mehr hinterm steuer eines wagens gesessen. wirst du den dann noch genauso fahren können wir vorher, selbst dann wenn du noch im besitz deiner geistigen und körperlichen Fähgikeiten bist bzw. wärst? Wohl eher nicht.

    Ist ein einfaches Prinzip, das leider von den meisten diät-docs, fachzeitschriften, usw. völlig ignoriert wird. Wer mir nicht glaubt und das werden doch die meisten sein, darf mal hier reinschauen: https://www.masteringdiabetes.org/high-carb-foods-reverse-insulin-resistance/

    cu
    Bearbeitet von User am 11.09.2023 14:48:22. Grund: .
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    am 11.09.2023 21:58:55 | IP (Hash): 1250273699
    Robert2007 schrieb:
    Ist ein einfaches Prinzip, das leider von den meisten diät-docs, fachzeitschriften, usw. völlig ignoriert wird. Wer mir nicht glaubt und das werden doch die meisten sein, darf mal hier reinschauen: https://www.masteringdiabetes.org/high-carb-foods-reverse-insulin-resistance/


    Deine verlinkte Info passt in keiner Weise zu meiner:

    Nach meiner ist der Hauptjob vom Insulin das Fettmanagement. Unbehandelt stirbt man mit Typ 1 nicht an zu hohem Blutzucker, sondern an der ungebremsten Lipolyse = Verflüssigung allen eingelagerten Fettes. Eben weil kein Insulin da ist.
    Weil Menschen mit Typ 2 immer noch ausreichend eigenes Insulin für das notwendigste Fettmanagement haben, wird immer mal wieder von Betroffenen berichtet, die mit 1000 mg/dl und mehr noch selbst den Weg ins kranke Haus schaffen.

    Nach meiner können sich ALLE Zellen, die Insulin zur Aufnahme von Glucose brauchen, statt aus Glukose genauso gut mit Energie aus Fett versorgen.
    Und ALLE Zellen, die sich einzig aus Glukose mit Energie versorgen können, brauchen für die Aufnahme kein Insulin. Top Bsp: Wenige Stunden bei Zimmertemperatur gelagerte super diabetische Blutproben sind dann völlig gesund, weil die roten Blutkörperchen die Glukose schlicht "weggefressen" haben.

    Nach meiner ist die Vorstellung einfach irrwitzig, dass Glukose aus dem Darm aufgenommen erst in den Ganzkörper-Kreislauf gehe und praktisch im Rücklauf daraus durch den Pankreas kommt und dort ihr Insulin bestellt! Was müssten nach der Aufnahme von 100 Gramm Glucose für irre Mengen von mg/dl gemessen werden?

    Schließlich sind 100 mg/dl gerade mal 1 Gramm pro Liter - bei den Standard-5-Litern also ganze 5 Gramm!

    Und schließlich haben Taylor, Newcastle, und viele weitere in seiner Folge gemessen, wie die Glykogen-Aufnahme der peripheren Zellen ihren Höhepunkt etwa 4 Stunden nach dem jeweiligen Essen erreicht - völlig anders, als der normale Blutzucker-Verlauf.

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    Schon im völlig gesunden Bereich können höhere Blutzuckerspitzen diabetische Beschwerden und Schäden verursachen. Wenn man davon betroffen ist, ist das zuverlässige Vermeiden solcher Spitzen die erste Wahl - geht meistens völlig ohne Arzt und Medis :)
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    am 12.09.2023 11:20:36 | IP (Hash): 1268908334
    Robert2007 schrieb:
    Auch stoffwechselgesunde haben ein höheres risiko, wenn sie viel fett und eiweiß und wenig kohlehydrate essen - nicht umgekehrt! siehs einfach so: Du bist 30 jahre nicht mehr hinterm steuer eines wagens gesessen. wirst du den dann noch genauso fahren können wir vorher, selbst dann wenn du noch im besitz deiner geistigen und körperlichen Fähgikeiten bist bzw. wärst? Wohl eher nicht.

    Hallo Robert,

    warum vergleichst du den Stoffwechsel denn mit Autofahren? Fahrradfahren ist gesünder und passt hier auch viel besser hin. Fahrradfahren verlernt man nie, wenn man es einmal gelernt hat. Nach 30 Jahren ohne Fahrrad wirst du zwar die ersten 100 Meter etwas hin und her wackeln, aber dann läuft es bald wieder wie gechmiert.

    Ganz genauso ist es übrigens mit dem Glukosestoffwechsel. Ziemlich genau weiß man das von der Vorbereitung zum oGTT, Wenn man eine Weile KH-reduziert gegessen hat, dann muss man unbedingt 3 Tage vorher mindestens 150g KH pro Tag zu sich nehmen. Diese 3 Tage reichen vollkommen aus, um einen runter gefahrenen Glukosestoffwechsel wieder voll zu aktivieren - ganz ähnlich wie bei Fahrradfahren.

    ____
    Gegebene Vorschläge und Einschätzungen sind ausschließlich zu Informationszwecken bestimmt und können in keinem Fall professionelle Beratung oder die Behandlung durch einen Arzt ersetzen.
    Bearbeitet von User am 12.09.2023 11:24:37. Grund: BBCodes
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    am 13.09.2023 11:26:11 | IP (Hash): 160582365
    Dieses Verlernen der Betazellen Insulin zu produzieren bei einer fett- und proteinreichen Ernährung ist ziemlicher Humbug. Es geht vielmehr darum ein System das überlastet ist (manifester Diabetes Typ 2) zu schonen und dafür eignet sich low carb high fat.

    Dass ersteres nicht stimmt zeigt auch einfach was passiert wenn jemand unbemerkt den Diabetes über 10 Jahre hat und dann plötzlich die Symptome kommen. Man isst ja die 10 Jahre oder auch davor nicht low carb, sondern der Diabetes wird immer schlimmer, weil man am Kohlenhydrate-Konsum nichts ändert. Und der Unterschied gute vs schlechte Kohlenhydrate ist für das Insulin nicht relevant, die Betazellen reagieren immer auf Glukose.

    Ich möchte den ersten Diabetiker sehen, der durch high carb in Remission geht und dort auch bleibt.
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    am 13.09.2023 14:05:19 | IP (Hash): 72970431
    Wenn Kohlenhydrate das Problem im Sinne einer Ursache für Diabetes wären, hätten wir jedes Jahr sehr viel mehr Neudiagnosen. Aber der Trend steigt natürlich, übrigens auch bei den jüngeren Generationen, tendenziell immer weiter an, weil es immer mehr Leute gibt, die schlichtweg zu viel Gewicht auf die Waage bringen, sich nicht bewegen und insgesamt einfach zu ungesund leben. Und das hat halt auch vor allem damit zu tun, dass wir dem Körper zu viel Fett, also Körperfett oder Nahrungsfett, anbieten. Der Körper kann halt nur verstoffwechseln, was wir ihm geben. Fett wird bevorzugt verstoffwechselt und wenn wir halt jetzt stetig Fett zunehmen, also als Reserven horten ODER über die Nahrung zuführen, sorgen wir dafür, dass weniger Carbs verstoffwechselt werden, weil ja Fett als Hauptnahrungsquelle herhält. Dann ist es auch kein Wunder, dass der Blutzucker nach einem Teller Nudeln oder Reis mit exorbitanten Steigungen reagiert. Einfach weil der Körper dann nach dem Motto "Was ist das?" reagiert. Dabei ist doch ein auf Kohlenhydratverstoffwechselung gepolter Körper genau das, was jeder will, sofern! eine Person lean ist und sich bewegt. Es gibt Studien die zeigen, dass genau die Empfehlungen die überall gegeben wird, nämlich Low Carb zu essen zu einer verringerten Carb-Toleranz führt und nur zur Symptombehandlung taugt, damit der Blutzucker nicht zu stark ansteigt. Wie gesagt kratzen wir damit an der Oberfläche aber dringen nicht zum Kern vor.

    Ich hatte selber meine Diagnose im Jahr 2010 (Typ 2) mit 43 Jahren und gemäß den Empfehlungen nach dem Abnehmen von 25 kg jahrelang Low Carb gelebt. Damals hatte ich mir erhofft, dass der Diabetes irgendwann weg wäre, wenn ich denn nur richtig esse und ordentlich abnehme. Meine Werte 2 Stunden nach dem Essen waren nach einem Wachrütteln in dem Bereich, der zwar laut meinem damaligen Arzt gut sei, aber nicht da war, wo ich ihn haben wollte, denn der lag immer zwischen und 170 und 200, HbA1c bei ca. 5,9 % bis 6,4 %. Vor ein paar Jahren lernte ich dann mal dank eines Freundes einen Biomediziner kennen, der meinte, um meine Insulinresistenz zu verringern, solle ich doch nach dem "Whole Food"-Konzept essen, also viele Ballaststoffe, wenig tierisches Fett, viel Gemüse und! - ich war geschockt - Kohlenhydrate und auch Obst; dabei müsse ich mir auch um DIE Sorten Obst keine Sorgen machen, die nach den Empfehlungen meines Arztes tabu sind, sofern wirklich weitgehend unverarbeitete Lebensmittel auf dem Teller landen. Damals war ich sehr skeptisch und durchaus etwas ängstlich, habe mir Links zu Studien geben lassen, die zeigen wollen, dass eine Ernährung mit wenig Kohlenhydraten und viel Fett eher dazu führe, an Diabetes zu erkranken als kervehrt. Seitdem hatte ich KEINEN HbA1c-Wert oberhalb der 5,3er-Grenze mehr. Nachessenswerte üblicherweise zwischen 110 und 130!!!
    Also wenn es Leute gibt, die damit gut fahren, dann bin ich auf jeden Fall einer davon. Aber auch wenn ich mir den Risiko-Test der DIFE so anschaue, wo explizit nach dem Verzehr von Vollkornbrötchen und rotem Fleisch betreffend Risikoverringerung bzw. -erhöhung gefragt, denke ich nicht, dass das Prinzip zur Prophylaxe und Behandlung der zugrundeliegenden Stoffwechselstörung so falsch sein kann.
    Bearbeitet von User am 13.09.2023 14:10:38. Grund: ergänzung/änderung
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