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Vollkorn
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am 17.09.2023 18:39:58 | IP (Hash): 895026249
Ginnie schrieb:
Die BZ Spitzen liegen nahe beieinander.
Hallo Ginnie,
vielleicht ist es deiner Aufmerksamkeit entgangen, aber auch die Insulinspitzen liegen nahe beieinander. Um dein Plädoyer für Sauerteigbrot, also für ganz normales Bäckerbrot, zu unterstützen, müsste man zunächst mal untersuchen, ob ein kleines bischen höherer BZ oder ein kleines bischen mehr Insulin stärker schaden. Vielleicht fällt die Antwort auf diese Frage sogar bei jedem etwas anders aus, auf jeden Fall müsste man zwischen Diabetikern und Nichtdiabetikern unterscheiden
Ich persönlich halte mich an die Empfehlung, die Menge entsprechend einzuschränken. Das Gleiche gilt übrigens auch für Kartoffeln, die du etwas weiter oben als komplexe KH bezeichnest. Gekochte Kartoffeln bestehen fast ausschließlich aus schnell ins Blut gehender Stärke. Da gibt es keinen großen Unterschied zu fein ausgemahlenen Weißmehl. Lediglich gekochte und dann erkaltete Kartoffeln sind wegen der dann gebildeten resistenten Stärke etwas anders.
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Gegebene Vorschläge und Einschätzungen sind ausschließlich zu Informationszwecken bestimmt und können in keinem Fall professionelle Beratung oder die Behandlung durch einen Arzt ersetzen.
Bearbeitet von User am 17.09.2023 18:42:04. Grund: BBCodes -
am 17.09.2023 18:41:57 | IP (Hash): 252430920
Na dann auch noch ein bisschen von meinem Geschwätz:
Ich neige sehr zu der These, dass nicht der BZ-Verlauf im höher als normal gesunden Rahmen schadet, sondern vor allem der Insulin-Verlauf im höher als normal gesunden Rahmen.
Meistens verlaufen beide recht parallel, auch bei uns mit Typ 2. Allerdings bei uns mit Typ 2 infolge der sogenannten Insulinresistenz praktisch immer mit beständig deutlich mehr Insulinumsatz, als bei Nichtdiabetikern bei gleichem BZ, auch im völlig gesunden BZ-Bereich.
Deswegen denke ich, dass wir mit Typ 2 umso besser mit unserem Diabetes fahren, je mehr von 24 Stunden wir unseren BZ mit möglichst wenigen und weniger weit aufragenden Spitzen im völlig gesunden Rahmen halten. Und wenn ich bei etwas, das ich gerne essen wollte, wie Ginnie vor der Wahl zwischen einer Version mit mehr und einer mit weniger Insulinumsatz stünde, würde ich selbstverständlich die mit weniger Insulinumsatz vorziehen.
Wenigstens in der Theorie. Denn ich kann da ja selbst außer dem BZ nix messen. Und damit bin ich wieder zurück bei meinem BZ möglichst viele von 24 Stunden mit möglichst wenigen und weniger weit aufragenden Spitzen im völlig gesunden Bereich.
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Schon im völlig gesunden Bereich können höhere Blutzuckerspitzen diabetische Beschwerden und Schäden verursachen. Wenn man davon betroffen ist, ist das zuverlässige Vermeiden solcher Spitzen die erste Wahl - geht meistens völlig ohne Arzt und Medis :)1 Benutzer dankte für diesen Nützlichen Beitrag. -
am 17.09.2023 19:01:13 | IP (Hash): 671153004
Hi Rainer,
ich sehe nicht, dass die Insulinspitzen „nahe“ beinander liegen. Die Insulinspitzen der anderen Broten liegen von c. 20% bis 60%(!) höher.
Ich mache kein Plädoyer für Sauerteigbrot, weise lediglich auf eine Studie hin, die aktuell ist, das auf die Frage passt und ein paar neue Denkanstöße gibt. Ich sage nicht, esst alle Sauerteigbrot und misst keinen BZ danach.
Bei einem annehmbaren BZ Spitzen Unterschied würde ich immer zu Lebensmittel mit dem geringen Insulinbedarf greifen. Ich stimme dir zu, dass sich die BZ Spitzen von Mensch zu Mensch bei verschiedenen Lebensmittel unterscheidet, und vielleicht auch zwischen Diabetiker und Nichtdiabetiker, doch das ist etwas, was jeder sehr leicht herausfinden kann, wenn er offen dafür ist neue Lebensmittel auszuprobieren.