Willkommen Gast! Um alle Funktionen zu aktivieren musst Du Dich Anmelden oder Registrieren.

Dokumentation auf Arte

  • Bild User
    Rang: Erweitertes Mitglied
    Punkte: 0
    Beiträge: 172
    Mitglied seit: 23.06.2023
    am 15.07.2023 18:11:53 | IP (Hash): 1977976333
    Noch bin ich am Informationen suchen, so als Neuling Typ2.

    Vielleicht interessiert es auch euch?

    Ich habe auf Arte eine interessante Dokumentation entdeckt, sie läuft glaube ich am kommenden Dienstag im TV, aber jetzt schon in der Mediathek:
    https://www.arte.tv/de/videos/080158-000-A/diabetes-eine-lukrative-volkskrankheit/

    Falls nicht gewünscht, bitte löschen. Ich habe leider trotz intensiver Suche keine einschränkende Regel diesbezüglich gefunden.

    ------‐------------------------------------------------

    Der Kopf ist rund, damit das Denken die Richtung ändern kann
     1 Benutzer dankte für diesen Nützlichen Beitrag.
  • Bild User
    Rang: Erweitertes Mitglied
    Punkte: 1233
    Beiträge: 8857
    Mitglied seit: 20.02.2011
    am 15.07.2023 21:13:55 | IP (Hash): 911660209
    Danke für den Hinweis auf die Sendung! Ich hab sie mir gerade reingezogen und war mehrfach entsetzt.

    Ein ganz einfaches Beispiel: In den 60er Jahren gab es sehr viel weniger Diabetes Typ 2.
    1. Damals war das der Altersdiabetes. Noch Mitte der 90er hatten wir in der örtlichen Selbsthilfegruppe eine Teilnehmerin Mitte 30, die ihr alter Hausarzt mit den Worten nach Hause geschickt hatte: "Mädchen, du hast zwar Blutwerte wie Altersdiabetes, aber das kann nicht sein. Du bist erst 35. Geh nach Hause und komm nächstes Jahr wieder.
    2. In den 60ern ging Blutzuckerbestimmung nur in kranken Häusern mit ausreichend großen Laboren für ambulante Behandlung. Da musste man morgens irgendwann und von Haus zu Haus verschieden mit ner Überweisung vom Arzt nüchtern für die Blutentnahme antreten - für Altersdiabetes: Da wurden jüngere Leute doch gar nicht erst überwiesen. Wer ohne Auto da nicht hin kam oder mit Bus oder/und Bahn zu spät, wurde natürlich nicht berücksichtigt.
    3. Mit jeder technischen und verwaltungsmäßigen Verbesserung der BZ-Untersuchung hat es von der Mitte der 70er bis in die 2000er Jahre mehr Berücksichtigung von immer mehr Betroffenen und so immer wieder sprunghafte Anstiege der T2D Fälle in D gegeben.

    Super finde ich den dargestellten Fall der Remission, auch wenn ich die Schilderungen von irren Nebenwirkungen der Behandlungen davor klickbaitisch gewaltig übertrieben finde.
    Allerdings wird vom ausnahmsweise super behandelnden Arzt hier schon als Lösung des Problems die gesetzliche/politische Regelung angemahnt. Die gibt*s im weiteren Verlauf und zum Schluss noch mal.
    Aber mal ganz ehrlich: Welcher Politiker würde sein Amt behalten können oder gar wiedergewählt werden, der allen T2D 2-3 Monate 600-800 kcal/Tag verordnen wollte, wo sich das Verordnen von Masken schon als häufig genug politisch selbstmörderisch erwiesen hat?

    Nachtrag:
    Nachtrag:
    Und dann son absoluter Schwachsinn, dass Sanofi den HbA1c-Wert als neue Größe eingeführt hätte! Sorry, aber der den gab’s schon "ein paar Jahre" länger und im alltäglichen Gebrauch bei Ärzten und Patienten. Sanofi hat den nur öffentlichkeitswirksam aufbereitet.
    Ich bin dem übrigens gefolgt, wenn man so will, von 7 auf unter 5,5 mit über Jahre nur noch 40 statt 60 Einheiten Lantus pro Tag. Mit meiner Leberentfettung nach Taylor vor 8 Jahren nur noch 10 Einheiten und mit unserem aktuellen Ansatz seit ner Woche NULL.

    ----------------------------------------------
    7/24 mit wenigen Ausnahmen zwischen 60 und 140 mg/dl in der Form der blauen Kurve ( https://www.bloodsugar101.com/what-is-a-normal-blood-sugar ) sind für mich optimal. Trotzdem will ich gern respektieren, wenn andere anders für sich entscheiden.
    Bearbeitet von User am 15.07.2023 21:39:35. Grund: Nachtrag
     1 Benutzer dankte für diesen Nützlichen Beitrag.
  • Rang: Erweitertes Mitglied
    Punkte: 972
    Beiträge: 5074
    Mitglied seit: 25.02.2011
    am 16.07.2023 07:38:24 | IP (Hash): 1068013547
    Fränkin schrieb:
    Ich habe auf Arte eine interessante Dokumentation entdeckt, sie läuft glaube ich am kommenden Dienstag im TV, aber jetzt schon in der Mediathek:
    https://www.arte.tv/de/videos/080158-000-A/diabetes-eine-lukrative-volkskrankheit/

    Ganz schöner Schrott. Sehr lustig ist z.B. die Behauptung, dass niemand - außer der Pharmaindustrie - die GLP1-Rezeptoragonisten braucht. Sehr viel billiger und genauso gut seien doch die alten Medikamente, womit die Sulfonylharnstoffe bzw. Glimeperid gemeint sind.

    Interessant und sehenswert wird es ab 1:07, wo die Newcastle Diet von Roy Taylor kurz vorgestellt wird. Zu Wort kommt Prof. Stephan Martin, der hier in D noch ziemlich einsam als Kämpfer für diese Methode zum Zurückdrehen eines Typ2-Diabetes auftritt. Aber seien wir mal ehrlich, selbst wenn jeder Arzt seinen Patienten diese Möglichkeit vorstellen würde, wäre nur ein sehr geringer Teil bereit, diese Methode auch wirklich durchzuziehen. Die Erlöse der Pharmaindustrie könnten durch diese sehr preiswerte Methode nicht wesentlich geschmälert werden.

    ____
    Gegebene Vorschläge und Einschätzungen sind ausschließlich zu Informationszwecken bestimmt und können in keinem Fall professionelle Beratung oder die Behandlung durch einen Arzt ersetzen.
    Bearbeitet von User am 16.07.2023 08:40:47. Grund: BBCodes
  • Rang: Erweitertes Mitglied
    Punkte: 0
    Beiträge: 1008
    Mitglied seit: 26.10.2015
    am 16.07.2023 09:32:55 | IP (Hash): 2142843875
    Ich habe mir das jetzt nicht komplett nochmal angesehen, kenne es aber zumindest teilweise.
    Ich denke man sollte dabei auch bedenken, dass die Pharmaindustrie kein Wohltätigkeitsverein ist und nur, wenn Geld verdient wird, wird auch geforscht.
    Und ohne diese Forschung würden wir heute nicht so gut mit Diabetes (egal, welcher Typ) leben können. Viele von uns würden überhaupt nicht mehr leben.

    Wem also die Gewinne der Pharmaindustrie nicht passen, kann ja gerne die Therapie der 1980er wählen - ok, tierisches Insulin wird schwierig.
    Bearbeitet von User am 16.07.2023 11:06:51. Grund: Korrektur
     1 Benutzer dankte für diesen Nützlichen Beitrag.
  • Bild User
    Rang: Erweitertes Mitglied
    Punkte: 1233
    Beiträge: 8857
    Mitglied seit: 20.02.2011
    am 16.07.2023 10:35:51 | IP (Hash): 234176322
    Rainer schrieb:
    Interessant und sehenswert wird es ab 1:07, wo die Newcastle Diet von Roy Taylor kurz vorgestellt wird. Zu Wort kommt Prof. Stephan Martin, der hier in D noch ziemlich einsam als Kämpfer für diese Methode zum Zurückdrehen eines Typ2-Diabetes auftritt. Aber seien wir mal ehrlich, selbst wenn jeder Arzt seinen Patienten diese Möglichkeit vorstellen würde, wäre nur ein sehr geringer Teil bereit, diese Methode auch wirklich durchzuziehen. Die Erlöse der Pharmaindustrie könnten durch diese sehr preiswerte Methode nicht wesentlich geschmälert werden.


    Wenn ich bei meinem späten Taylor-Versuch vor 8 Jahren nicht nach ner Woche von einem auf den anderen Tag ne gewaltige Verringerung meines Basal-Bedarfs von 40 auf 10 IE Lantus erlebt hätte, hätte ich spätestens ne Woche weiter meine Newcastle Diet abgebrochen. So habe ich selbst gesehen(!), dass da was ganz toll wirkte, und davon wollte ich mehr.
    Sowas geht natürlich noch viel schöner, wenn man bis dahin noch kein Insulin zu spritzen brauchte. Aber auch nur dann, wenn man den Erfolg am BZ Messer sehen kann!

    Die meisten, von denen ich mit ner länger anhaltenden Remission weiß, haben zum Antrieb da hinein und zum Erhalten des Erfolgs ihre BZ Messer genutzt. Und sie nutzen sie weiter, obwohl T2D bei uns und in der Welt ja den BZ nicht zu messen braucht, weil den die Zahlen ja nur verrückt machen, wie die DDG weiß.
    Daran ist schon Hans Lauber verzweifelt. Messen+Essen+Laufen war seine Maxime, und die Diabetologie hat ihn gefeiert. Weniger essen und mehr laufen hat sie gerne aufgenommen, aber vom Messen als Mittel zur BZ-Steuerung in der Hand der Betroffenen will sie bis heute nix wissen. Denn die BZ-Einstellung ist der ärztlichen Therapie vorbehalten, und selbst INSULINER steuern da fachoffiziell nix, sondern setzen nur die ärztlichen Vorgaben um.

    Und dann ist da ja die nahezu unüberwindliche fachoffizielle Schwelle vor dem gesunden BZ. In dem gesunden Bereich haben nämlich Menschen mit Diabetes ein gewaltig erhöhtes Risiko an gefährlichen Hypos und Herzkreislauf-Ereignissen, wie da ja auch sehr schön zu hören ist.
    Es gibt daher jede Menge fachoffizielles Abraten vom gesunden BZ und schon gar keine Anleitung dazu, wenn man mal von einzelnen Martins absieht.
    Fachoffizell muss T2D progredient krank behandelt werden. Da beißt die Maus keinen Faden ab. Und damit wird die Diabetologie den Pharmas weiterhin zunehmend (no pun intended) viele gute Kundschaft liefern, nicht nur für Zuckermedis ;)

    Nachtrag:
    Aus meiner Sicht ist die Sendung alles andere als eine ordentliche Dokumentation, zwar sehr viel ausführlicher als Darstellungen in "Bild", aber voll im selben reißerischen und die tatsachen im Sinne der Behauptung modifizierend auswählenden Stil.

    ----------------------------------------------
    7/24 mit wenigen Ausnahmen zwischen 60 und 140 mg/dl in der Form der blauen Kurve ( https://www.bloodsugar101.com/what-is-a-normal-blood-sugar ) sind für mich optimal. Trotzdem will ich gern respektieren, wenn andere anders für sich entscheiden.
    Bearbeitet von User am 16.07.2023 11:25:50. Grund: Nachtrag
  • Rang: Erweitertes Mitglied
    Punkte: 0
    Beiträge: 334
    Mitglied seit: 18.10.2023
    am 21.11.2023 02:06:01 | IP (Hash): 1207959626
    "Denn die BZ-Einstellung ist der ärztlichen Therapie vorbehalten, und selbst INSULINER steuern da fachoffiziell nix, sondern setzen nur die ärztlichen Vorgaben um."

    Das habe ich als Newbie nicht verstanden - kannst du mir das bitte bitte erklären?

    "Und dann ist da ja die nahezu unüberwindliche fachoffizielle Schwelle vor dem gesunden BZ. In dem gesunden Bereich haben nämlich Menschen mit Diabetes ein gewaltig erhöhtes Risiko an gefährlichen Hypos und Herzkreislauf-Ereignissen, wie da ja auch sehr schön zu hören ist.
    Es gibt daher jede Menge fachoffizielles Abraten vom gesunden BZ und schon gar keine Anleitung dazu, wenn man mal von einzelnen Martins absieht."

    Martin habe ich gerade ein Interwiev gesehen, also ist genau mein Typ ;-).

    Aber warum wird abgeraten von einem gesunden BZ??
    Warum gibt es da ein Risiko für Diabetiker? Oder nur für die, die Insulin spritzen??

    Wäre total nett von dir, wenn du mir das verdeutlichen könntest - lieben Dank.

    Nada
  • Bild User
    Rang: Erweitertes Mitglied
    Punkte: 1233
    Beiträge: 8857
    Mitglied seit: 20.02.2011
    am 21.11.2023 10:59:36 | IP (Hash): 863314263
    Nada schrieb:
    "Denn die BZ-Einstellung ist der ärztlichen Therapie vorbehalten, und selbst INSULINER steuern da fachoffiziell nix, sondern setzen nur die ärztlichen Vorgaben um."

    Das habe ich als Newbie nicht verstanden - kannst du mir das bitte bitte erklären?


    Das verstehe ich auch als Oldbie nicht:

    Also, der Arzt schreibt die Insulinfaktoren vor, die du pro KE morgens+mittags+abends nutzen musst. Und dazu den Korrektur-Faktor, wenn du deinen BZ vor einer Mahlzeit deutlich über dem Zielrahmen misst. Das ist die ärztliche Einstellung, und daran gibt es nix eigenmächtig zu rütteln, wie ich mir noch vor 2 Jahren ausdrücklich juristisch habe verdeutlichen lassen müssen.

    Da wollte ich nämlich von meiner Krankenkasse einen neuen Handbike-Vorspann für meinen Rollstuhl spendiert bekommen.
    Meine Argumentation: Wenn ich nach dem Essen damit ne halbe Stunde ausrolle, brauche ich nur die Hälfte vom Insulin für das Essen. Ersetzt also praktisch einen Teil der notwendigen Medikation.
    Juristische Gegenargumentation:
    An meinen ärztlich vorgegebenen Faktoren dürfte ich nicht rütteln. Wenn das mit dem Handbike nach dem Essen dann zuviel Insulin bedeute, müsse ich der einstellungsmäßigen Ordnung entsprechend passend zusätzlich Sport-BEs essen.

    Nachtrag:
    War für eine Leistenbruch-OP im Krankenhaus. Bei der Aufnahme die Frage nach meinen KE-Faktoren. Ich, nach Bedarf und Situation etwa 3-5. Dok, ja was denn nun? War mit meiner Antwort nicht zufrieden, hat meine Diabetologie angerufen. War noch mieser drauf, als er vom Anruf zurückkam. Die hätten gesagt, nach Bedarf!
    Ok, wo ich ja unterschreiben wollte, dass ich mich um meinen Zucker selbst kümmern würde, haben wir dann für sein Formular als Faktor 4 genommen - aber DIE Welt hat er jedenfalls nicht verstanden ;)

    ----------------------------------------------
    Schon im völlig normalen Behandlungsbereich mit HbA1c 6.5-7 haben die meisten von uns mit T2D keine akuten Diabetes Symptome und wenig Folgekrankheiten-Risiko.
    Alternativ ist in den ersten Jahren mit Typ 2 meistens eine Remission möglich. Damit wird meistens gesunder Blutzucker ohne Diabetes-Medikation erreicht, und dazu kommen häufig in der Folge auch völlig gesunde Blutfette und Blutdruck.
    Bearbeitet von User am 21.11.2023 11:40:57. Grund: Nachtrag
     1 Benutzer dankte für diesen Nützlichen Beitrag.
  • Rang: Erweitertes Mitglied
    Punkte: 0
    Beiträge: 377
    Mitglied seit: 16.10.2023
    am 21.11.2023 12:02:43 | IP (Hash): 1893807364
    Nada schrieb:
    "Denn die BZ-Einstellung ist der ärztlichen Therapie vorbehalten, und selbst INSULINER steuern da fachoffiziell nix, sondern setzen nur die ärztlichen Vorgaben um."

    Das habe ich als Newbie nicht verstanden - kannst du mir das bitte bitte erklären?
    Nada



    Anhand dieser Aussage kann hier jeder lesen, was hier in diesem Forum infolge Unwissenheit für ein Blödsinn geschrieben wird!

    Jeder TYP-2 Diabetiker der Insulinpflichtig ist und sich entschlossen hat ICT behandelt zu werden muss auch umfangreiche Schulungen über sich ergehen lassen. D.h., dass er mindestens an einer Diabetes-Schulung (NICHT Ernährungsberatung, wie hier unwissentlich immer wieder geschrieben wird) teilgenommen hat und den Schulungsinhalt auch verstanden haben muss, so dass er mit seinen gesammelten Erfahrungen in die Lage versetzt ist, alle seine Insulin-Einstellungen und KE-Einstellungen selbst zu bestimmen!
    Wenn ein Arzt diese ICT Behandlungsform einem Insulinpflichtigen nicht anbietet wird er seine Gründe haben, nach denen er befragt werden sollte (Gründe sind mir bekannt, nenne ich hier aber nicht!)!
    Alle meine Beiträge, die ich hier veröffentliche sind meine gesammelten Erfahrungen als insulinpflichtig erkranker Typ-2 Diabetiker. Ich würde niemals auf die Idee kommen, einem Typ1er Empfehlungen auszusprechen.
    Grüße Zuckerman
    Nachtrag: Das o.g. Zitat ist nicht von Nada, sondern von dem allwissenden hjt_Jürgen.
    ----------------------------------------------------
    Seit 2010 Insulinpflichtig TYP-2, ICT und rtCGM
    Bearbeitet von User am 21.11.2023 12:52:32. Grund: Nachtrag: Das o.g. Zitat ist nicht von Nada, sondern von dem allwissenden hjt_Jürgen.
     1 Benutzer dankte für diesen Nützlichen Beitrag.
  • Rang: Erweitertes Mitglied
    Punkte: 0
    Beiträge: 383
    Mitglied seit: 06.08.2023
    am 21.11.2023 14:44:33 | IP (Hash): 577796030
    ich glaube man sollte das schon differenziert betrachten.
    Eine ärztliche Thereapie ist ein ganzes Maßnahmenpaket und alles dient der BZ Einstellung bei DM.
    Zur ärztlichen Therapie, zumindest bei DMT2, gehört nämlich immer auch ein Rahmenprogramm an Ernährung, Bewegungsempfehlungen und bestimmten Handlungsweisen. Zur ärztlichen Therapie gehört auch alles was man in einer Schulung so beigebracht bekommt, das wiederum ist sozusagen" ärztlich verordnet" weil die Schulung offiziell direkt oder indirekt vom Arzt veranlasst wurde. Selbstverständlich gehört auch die Mediaktion dazu, egal ob oral oder Spritze - nur dieser Teil der ärztlichen Therapie ist alleine dem Arzt vorbehalten. Es kann aber sehr wohl sein das der Arzt durchaus Freiheiten gewährt und man eigenständig variieren darf in gewissen Grenzen nach Absprache.

    Kurz zusammengefasst: die Therapie MUSS man zu einem guten Teil selber hinbekommen und genau so wird es jeder gute Diabetesarzt erklären. Nur der Teil mit den Medis, den sollte man den Medizinernn überlassen da es nicht ganz ungefährlich ist und auch durchaus Wechselwirkungen zu anderen Medis und Vorerkrankungen geben kann und das nicht jeder Laie beurteilen kann.



    DM Typ 2 - 2x täglich Metformin 1000 / Sitagliptin 50
     1 Benutzer dankte für diesen Nützlichen Beitrag.
  • Rang: Erweitertes Mitglied
    Punkte: 0
    Beiträge: 377
    Mitglied seit: 16.10.2023
    am 21.11.2023 15:03:30 | IP (Hash): 1893807364
    Gunter21, Da stellt sich mir die Frage, ob deine Behandlung nacht ICT erfolgt? Ich meine nicht, denn sonst würde deine Antwort nicht derartig daneben liegen!
    ----------------------------------------------------
    Seit 2010 Insulinpflichtig TYP-2, ICT und rtCGM
    Bearbeitet von User am 21.11.2023 15:05:05. Grund: Anrede
  • Rang: Erweitertes Mitglied
    Punkte: 0
    Beiträge: 383
    Mitglied seit: 06.08.2023
    am 21.11.2023 15:18:45 | IP (Hash): 577796030
    Du zitierst Nada weiter oben und in dem Zitat steht nix von ICT, sondern ganz allgemein von ärztlicher Therapie bei DM. Soweit ich weiss hat auch weder Nada noch der Eröffner dieses Threats ICT.

    Also past das schon, ich beziehe meinen Kommentar auf das Zitat.

    Aber du zitierst ein Zitat, welches die komplette Therapie anspricht (inklusive Insulintherapie) und du schreibst zu ICT und blendest den Rest aus.


    DM Typ 2 - 2x täglich Metformin 1000 / Sitagliptin 50
     1 Benutzer dankte für diesen Nützlichen Beitrag.
  • Bild User
    Rang: Erweitertes Mitglied
    Punkte: 1233
    Beiträge: 8857
    Mitglied seit: 20.02.2011
    am 21.11.2023 16:40:27 | IP (Hash): 863314263
    Nada schrieb:
    Aber warum wird abgeraten von einem gesunden BZ??
    Warum gibt es da ein Risiko für Diabetiker?


    Warum 24/7 gesunder BZ-Verlauf für Menschen mit diagnostiziertem T2D gefährlich sein soll, habe ich bis heute nirgendwo überzeugend erklärt gefunden. Nachfragen bei Ärzten, die mich auf diese Gefahr regelmäßig ausdrücklich hinweisen, ergeben als Antwort zusammengefasst: Das wird Ihnen jeder Mediziner sagen, das ist so PUNKT

    Sorry, aber das ist nach meinem Verständnis auf einer Stufe mit der allgemeinen Ansage, dass man langsam abnehmen müsse, weil zu schnell schädlich sei. Auch dafür habe ich bislang kein sachlich überzeugendes Argument gefunden. - Halt auch son Mühtoss ;)


    ----------------------------------------------
    Schon im völlig normalen Behandlungsbereich mit HbA1c 6.5-7 haben die meisten von uns mit T2D keine akuten Diabetes Symptome und wenig Folgekrankheiten-Risiko.
    Alternativ ist in den ersten Jahren mit Typ 2 meistens eine Remission möglich. Damit wird meistens gesunder Blutzucker ohne Diabetes-Medikation erreicht, und dazu kommen häufig in der Folge auch völlig gesunde Blutfette und Blutdruck.
     1 Benutzer dankte für diesen Nützlichen Beitrag.
  • Rang: Erweitertes Mitglied
    Punkte: 0
    Beiträge: 334
    Mitglied seit: 18.10.2023
    am 21.11.2023 17:02:58 | IP (Hash): 1207959626
    "Das wird Ihnen jeder Mediziner sagen, das ist so PUNKT"

    Das haben die wohl auswendig gelernt ;-))!
    Vielleicht ist es einfach die Angst, dass keiner mehr ihr Insulin frisst... `Tschuldigung.

    Wenn man zu schnell abnimmt, verliert man meistens Muskelmasse und das macht wenig Sinn. Muskeln sind schwerer als Fett und verbrennen ihrerseits Fett, weißt du ja.
    Außerdem packt das meist der Kreislauf nicht (eigene Erfahrungen).
  • Bild User
    Rang: Erweitertes Mitglied
    Punkte: 1233
    Beiträge: 8857
    Mitglied seit: 20.02.2011
    am 21.11.2023 17:32:20 | IP (Hash): 863314263
    Nada schrieb:
    Wenn man zu schnell abnimmt, verliert man meistens Muskelmasse und das macht wenig Sinn.


    Ich hab mal in nem viertel Jahr 25 kg abgeschmolzen und mit dem Anfang dieses Abschmelzens mein alltägliches Bewegungspensum gut verdoppelt. Ich habe mich damit sehr viel lebendiger und munterer gefühlt und an keiner Stelle Muskelmasse vermisst.

    Würdest du mir bitte erklären, wieso die eher als Fett verbraucht werden sollte?

    ----------------------------------------------
    Schon im völlig normalen Behandlungsbereich mit HbA1c 6.5-7 haben die meisten von uns mit T2D keine akuten Diabetes Symptome und wenig Folgekrankheiten-Risiko.
    Alternativ ist in den ersten Jahren mit Typ 2 meistens eine Remission möglich. Damit wird meistens gesunder Blutzucker ohne Diabetes-Medikation erreicht, und dazu kommen häufig in der Folge auch völlig gesunde Blutfette und Blutdruck.
     1 Benutzer dankte für diesen Nützlichen Beitrag.
  • Rang: Erweitertes Mitglied
    Punkte: 0
    Beiträge: 383
    Mitglied seit: 06.08.2023
    am 21.11.2023 19:17:02 | IP (Hash): 283892467
    Wenn das Kaloriendefizit zu gross ist und vor allem wenn man nicht genug Proteine zu sich nimmt (weil man bei Extremdiät eigentlich von allen Nährstoffen zu wenig zu sich nimmt) verwendet der Körper das Eiweiss der eigenen Muskeln.
    Es hat einen guten Grund warum diese Diätdrinks normalerweise sehr proteinreich sind.

    Wenn man dann noch die Muskeln kaum fordert dann fehlt da auch noch der Anreiz zum regenerieren und nachwachsen.

    Und so verschwinden dann leider nicht nur der Bauchspeck sondern auch alle möglichen Muskeln.
    Der Körper bedient sich überall, bei allen Energiereserven die er bei sich finden kann - leider auch bei den körpereigenen Proteinen.

    Ich hab diese Erfahrung leider machen müssen, am Ende ist der Bauch zwar weg aber auch die Muskeln an Armen und Beinen.





    DM Typ 2 - 2x täglich Metformin 1000 / Sitagliptin 50
  • Bild User
    Rang: Erweitertes Mitglied
    Punkte: 1233
    Beiträge: 8857
    Mitglied seit: 20.02.2011
    am 21.11.2023 22:31:44 | IP (Hash): 863314263
    Gunter21 schrieb:
    Wenn das Kaloriendefizit zu gross ist.... verwendet der Körper das Eiweiss der eigenen Muskeln.


    Zur Glukoneogenese können wir bei Taylor lesen:

    “Während jeder Zeit ohne Nahrung produziert die Leber eine konstante, kleine Menge Glukose pro zwei Pfund Körpergewicht. So würde beispielsweise ein Mann mit einem Gewicht von 165 Pfund etwa ein Sechstel Gramm pro Minute produzieren. In einer Stunde ergibt dies etwa 10 g Glukose (zwei Teelöffel). Während Ihres achtstündigen Schlafs wird Ihrem Blut die achtfache Menge, also etwa 80 g (16 Teelöffel), zugeführt. Das ist eine Menge Glukose, die produziert werden muss, während Ihr Körper relativ inaktiv ist. Um das Äquivalent in Form von Kohlenhydraten aufzunehmen, müssten Sie vier dicke Scheiben Brot essen.”

    Mit dem gesund plötzlich sehr vielen Insulin mit neu gegessener Glukose wird diese Produktion für um anderthalb bis zwei Stunden ausgeschaltet.
    Bei uns mit Diabetes fehlt die spontane Ausschüttung von viel Insulin, und die Produktion geht ununterbrochen munter weiter.
    Auf der anderen Seite verringert sich der Glukosebedarf auf einen verschwindenden Bruchteil bei starker Kalorienreduktion, weil dann auch die meisten Hirnzellen auf Fett zu ihrer Versorgung umschalten :)

    ----------------------------------------------
    Schon im völlig normalen Behandlungsbereich mit HbA1c 6.5-7 haben die meisten von uns mit T2D keine akuten Diabetes Symptome und wenig Folgekrankheiten-Risiko.
    Alternativ ist in den ersten Jahren mit Typ 2 meistens eine Remission möglich. Damit wird meistens gesunder Blutzucker ohne Diabetes-Medikation erreicht, und dazu kommen häufig in der Folge auch völlig gesunde Blutfette und Blutdruck.
     1 Benutzer dankte für diesen Nützlichen Beitrag.
  • Rang: Erweitertes Mitglied
    Punkte: 0
    Beiträge: 307
    Mitglied seit: 19.10.2020
    am 22.11.2023 09:18:54 | IP (Hash): 72970431
    Nada schrieb:
    "Das wird Ihnen jeder Mediziner sagen, das ist so PUNKT"

    Das haben die wohl auswendig gelernt ;-))!
    Vielleicht ist es einfach die Angst, dass keiner mehr ihr Insulin frisst... `Tschuldigung.

    Wenn man zu schnell abnimmt, verliert man meistens Muskelmasse und das macht wenig Sinn. Muskeln sind schwerer als Fett und verbrennen ihrerseits Fett, weißt du ja.
    Außerdem packt das meist der Kreislauf nicht (eigene Erfahrungen).



    Wie Gunter21 und hjt_jürgen geschrieben haben, kommt es vor allem darauf an, wie Du / man es mach(s)t.

    Eine Diät / Ernährungsumstellung mit hohem Kaloriendefizit bei hohem Körperfettanteil wird häufig ungerechtfertigt verteufelt, sei es wegen der Gefahr von Muskelmasse-Verlust oder dem Halb-Mühtoss vom "Stoffwechsel auf Sparflamme" (der sich durch eine Verringerung des Energieverbrauchs und -bedarfs durch die mit Zeit immer geringere Körpermasse erklärt, wodurch das Abnehmen mit der Zeit schwieriger wird.) Beides wird nicht auftreten, wenn die Diät / Ernährungsumstellung intelligent geplant wird (genügend Protein und Bewegung) und regelmäßige "Refeeds" eingebaut werden, die empfehlenswert sind, um dem Körper zu signalisieren, dass keine Gefahr für ihn durch zu wenig Nahrung besteht und die "Anpassungen" entsprechend niedrig gehalten werden. Mehr noch haben Studien gezeigt, dass Personen, die einst schnell(er) abnahmen, in den ersten 5 Jahren ihr Gewicht besser halten konnten, als jene, die länger brauchten, um einen normalisierten KFA zu erreichen.

    Wichtiger als derlei Studienergebnisse ist aber der Hausverstand: Wenn wir nach der Diät / Ernährungsumstellung das gleiche machen wir Monate oder Jahre zuvor, werden wir auch bald wieder so aussehen. Es kommt also weniger auf die Diät als auf das Verhalten "danach" an.

    PS: Welche Diät passend ist, ist allerdings individuell (Vor-/Begleiterkrankungen, Höhe des KFA (je niedriger, desto geringer sollte das kcal-Defizit auf längere Sicht sein), Durchhaltbarkeit, etc. spielen hier rein).
    Bearbeitet von User am 22.11.2023 09:21:05. Grund: .
  • Rang: Erweitertes Mitglied
    Punkte: 0
    Beiträge: 307
    Mitglied seit: 19.10.2020
    am 22.11.2023 09:23:00 | IP (Hash): 72970431
    Bei mir waren es in nem halben Jahr ca. 30 Kilo. Ohne Muskelmasse-Verlust übrigens!
  • Bild User
    Rang: Erweitertes Mitglied
    Punkte: 1233
    Beiträge: 8857
    Mitglied seit: 20.02.2011
    am 22.11.2023 10:34:33 | IP (Hash): 1229266720
    Besonders interessant am Fett, das wir mit immer mehr Gewicht einlagern, finde ich, dass wir uns das ja alles in der Form von mehr Energie einverleibt haben, als wir verbraucht haben. Und das Fett die bei weitem konzentrierteste und leichteste Speicherform ist!
    UND dass die Hauptaufgabe vom Insulin in der Bildung von Fett aus Glukose und dem Management der Fettspeicher besteht!

    ----------------------------------------------
    Schon im völlig normalen Behandlungsbereich mit HbA1c 6.5-7 haben die meisten von uns mit T2D keine akuten Diabetes Symptome und wenig Folgekrankheiten-Risiko.
    Alternativ ist in den ersten Jahren mit Typ 2 meistens eine Remission möglich. Damit wird meistens gesunder Blutzucker ohne Diabetes-Medikation erreicht, und dazu kommen häufig in der Folge auch völlig gesunde Blutfette und Blutdruck.
  • Bild User
    Rang: Erweitertes Mitglied
    Punkte: 0
    Beiträge: 110
    Mitglied seit: 08.11.2021
    am 22.11.2023 13:20:02 | IP (Hash): 2040582085
    @ Muskelverlust
    Ich faste seit über 30 Jahren regelmäßig 1 bis 2 Wochen mit Wasser und Tee = 0Kcal
    Eine "extremere Diät" gibt es wohl nicht (wobei ich Fasten nicht als Diät sehe).
    Im Sommer habe ich meine Körperzusammensetzung testen lassen, alles OK mit meinen Muskeln.
    Vielleicht ist das bei jedem Körper ein wenig anders, ich sehe meine Muskeln nicht in Gefahr solange ich mich ausreichend bewege.
    Beim Fasten schaltet mein Körper recht rasch auf Ketose um und bezieht seine Energie aus Fett und bekommt der Körper durch Nahrung kein Fett bleibt ihm gar nichts anderes übrig, als sich an das Körperfett zu machen.
     1 Benutzer dankte für diesen Nützlichen Beitrag.
  • Rang: Erweitertes Mitglied
    Punkte: 0
    Beiträge: 307
    Mitglied seit: 19.10.2020
    am 23.11.2023 08:27:34 | IP (Hash): 72970431
    hjt_Jürgen schrieb:
    Besonders interessant am Fett, das wir mit immer mehr Gewicht einlagern, finde ich, dass wir uns das ja alles in der Form von mehr Energie einverleibt haben, als wir verbraucht haben. Und das Fett die bei weitem konzentrierteste und leichteste Speicherform ist!
    UND dass die Hauptaufgabe vom Insulin in der Bildung von Fett aus Glukose und dem Management der Fettspeicher besteht!



    Dazu kommt, dass Fettsäuren einfach aufgenommen und präferiert oxidiert werden. KHs brauchen prinzipiell erst einmal Insulin, um in die Zelle(n) zu kommen.
  • Bild User
    Rang: Erweitertes Mitglied
    Punkte: 1233
    Beiträge: 8857
    Mitglied seit: 20.02.2011
    am 23.11.2023 09:12:13 | IP (Hash): 654423818
    Mitglied schrieb:
    Dazu kommt, dass Fettsäuren einfach aufgenommen und präferiert oxidiert werden. KHs brauchen prinzipiell erst einmal Insulin, um in die Zelle(n) zu kommen.


    Alle Zellen, die ausschließlich Glukose für ihre Energieversorgung nutzen können, brauchen kein Insulin für die Aufnahme!
    Alle Zellen, die für die Aufnahme von Glukose Insulin brauchen, können sich wenigstens ebenso gut ohne Insulin aus Fett mit Energie versorgen.

    ----------------------------------------------
    Schon im völlig normalen Behandlungsbereich mit HbA1c 6.5-7 haben die meisten von uns mit T2D keine akuten Diabetes Symptome und wenig Folgekrankheiten-Risiko.
    Alternativ ist in den ersten Jahren mit Typ 2 meistens eine Remission möglich. Damit wird meistens gesunder Blutzucker ohne Diabetes-Medikation erreicht, und dazu kommen häufig in der Folge auch völlig gesunde Blutfette und Blutdruck.