Willkommen Gast! Um alle Funktionen zu aktivieren musst Du Dich Anmelden oder Registrieren.

häfig Unterzuckerung

  • Katinka

    Rang: Gast
    am 16.06.2008 15:31:34
    Hallo,

    mein Freund ist jetzt schon seit 18 jahren Diabetiker Typ 1. Er trinkt viel Cola, Spezi, Fanta oder Fruchtsäfte und isst häufig Eis. Was mich am anfang ziehmlich überrascht hat, da Diabetiker ja mit der Einnahme von Zucker vorsichtig sein müssen, da sonst der BZ zu hoch ist.

    Mich wundert es nur das er trotz des vielen Zuckers (überwiegend nachts) unterzuckert und dies meit mit einem Wert zwischen 30 und 50.

    Das letzte mal als er Unterzuckker ist bekam er die Notfallspritze nach einer halben Stunde war der Wert von 35 wieder auf 100 gestiegen nach zwei Stunden jedoch fing er heftig an zu schwitzen und ich habe ihm 2 Traubenzucker gegeben, BZ gemessen (46) und er hat ca. nen halben Liter Cola getrunken. Nach einer halben Stunde war der BZ-Wert wieder bei 118.

    Woran kann das liegen, dassliegen?
    Kann das sein das seine Bauchspeicheldrüse teilweise noch aktiv ist oder er das Insolin nicht richtig verträgt?

    Muss zugeben dess ich mich nun erst seit drei Monaten mit dem Thema Diabetis beschäftige, da wir noch nicht so lange zusammen sind.

    Würde mich freuen wenn mir jemand weiterhelfen kann.

    Gruß Katinka
  • Liesa

    Rang: Gast
    am 16.06.2008 15:39:11
    Hey,
    Cola, Fruchtsäfte etc. halten nicht so lange im Magen wie feste Nahrung. Flüssiges wird viel schneller verdaut und deshalb kann der Zucker dadurch auch wieder schneller fallen. Er müsste mehr feste Nahrung anstatt Säfte zu sich nehmen!
    Er sollte echt aufpassen, da ein Wert unter 30 auf "längere" Zeit, lebensgefährlich sein kann!
    Ich hoffe, das dass was ich sage richtig ist und ich ihnen damit helfen konnte! von Liesa
  • Jürgen

    Rang: Gast
    am 16.06.2008 16:03:38
    Unterzucker ist kein böser Zauber, der aus dem Nichts plötzlich über einen kommt, sondern die Wirkung von Insulin, das man sich vorher gespritzt und für das man nicht passend gegessen hat.

    Zucker ist nicht nur das Kristallzeugs, mit dem man süßt, sondern Zucker ist auch Brot und alles mit Mehl, Kartoffeln, Reis und Obst.
    Wer als Diabetiker viel davon isst und trinkt, muss viel Insulin dafür spritzen, und je mehr man von kurzwirksamem spritzt, desto längere Zeit hält die Wirkung an und verstärkt die Basalwirkung.
    Wenn ich z.B. abends um 8 für ne Pfanne Bratkartoffeln oder ne Tüte Chips so passend spritze, dass mein Blutzucker um 9 nicht durch die Decke geht, muss ich um 10 noch mal etwa so viel BEs essen/trinken und immer noch gegen 2 Uhr mit ner Hypo rechnen, wenn ich nicht um 1Uhr nachschaue und ggf. noch ne halbe oder ganze BE nachschiebe.

    Deswegen halte ich mich an die kleinen Zahlen: Wenig BE braucht wenig Insulin, und das braucht weniger Zeit zum Auswirken. Und dann ist die Auswirkung von Fehleinschätzungen bei kleinen Mengen und kleinen Zahlen sehr viel erträglicher, als bei großen :-) von Jürgen
  • Katinka

    Rang: Gast
    am 16.06.2008 16:16:02
    Das heist also das er mehr kleinere BE geringe Malzeiten essen soll? von Katinka
  • klausdn

    Rang: Gast
    am 16.06.2008 19:32:59
    es ist nicht möglich eine schulung die bei mäßiger qualität 7 tage a 5-6 h dauert , innerhaln von ein paar sätzen zusammenzufassen.
    grundsätzlich ist für t1 nichts besser als cola/limo abzudecken, pro 100ml-1ie.
    wer aber für 1l - 10ie spritzt und nur einen halben trinkt liegt in der ecke.
    wer für drei brötchen spritzt und nur zwei ißt hat 3 ie zuviel drin und dann gehts abwärts.
    wer zuviel basalinsulin spritzt landet nachts 2-3h im uz.
    diese sachen muß dein freund regeln denn das ist seine sache.
    du kannst nicht für ihn denken und handeln, das klappt nicht..
    kein anderer als er muß entweder sein know how aus dem gedächtnis kramen, sofern nicht vh dringends eine gute schulung besuchen, "und" genau da gehe mit dann bist du auch fit.
    mfg. klaus
    von klausdn
  • anonym

    Rang: Gast
    am 16.06.2008 23:18:23
    hi katinka,

    geh mal auf www.insulinclub.de dort findest du kompetente Typ 1 Diabetiker.
  • Needle

    Rang: Gast
    am 17.06.2008 15:55:11
    Und wer soll das dort bitte sein? Genau jenes Forum ist doch voll mit so Fällen wie oben geschildert. Man könnte es auch als Tal der Ahnungslosen bezeichnen...

    Kompetenteren Rat als hier von Jürgen und Klaus findet man dort bestimmt nicht... von Needle
  • ANONYM

    Rang: Gast
    am 17.06.2008 19:07:52
    Na Needle,
    das nenne ich mal kompetent und so nichtssagend!
    Vielleicht überläßt du die Entscheidung Katinka oder ihren Freund. von ANONYM
  • Katinka

    Rang: Gast
    am 18.06.2008 18:00:41
    Hallo,

    erst schon mal vielen dank vür eure Tipps.

    Natürlich ist mir klar das jeder andere Erfahrungen gemacht hat und jeder Körper anders reagiert.

    Ich vermute jedoch das mein freund nicht richtig eingestellt ist bzw. sich abends zu viel spritzt.
    Gestern hatte er einen BZ von 95 und er meinte er müsste sich trotzdem spritzen.

    Ist das noch ok oder soll er sich dann nicht mehr spritzen?

    Gruß Katinka
  • Jürgen

    Rang: Gast
    am 18.06.2008 20:54:17
    Moin Katinka,

    es ist absolut unmöglich, so aus der Ferne zu beurteilen, ob Dein Freund richtig oder falsch gespritzt hat. Da Du nicht schreibst, konkret um welche Zeit, oder wie viel von was vorher oder vielleicht noch nachher gegessen und welche Sorte Insulin und wie viele Einheiten statt welcher eigentlich erforderlichen Sorte und Anzahl, sagt mir das, dass Du zwar näher dran bist, aber das auch nicht näherungsweise beurteilen kannst. Und selbst wenn Du es theoretisch könntest, könntest Du es nicht praktisch für ihn regeln.

    Wenn Du ihm wirklich helfen willst, kannst Du ihn bitten Dir zu erklären, warum er wann wovon wie viel spritzt, und zwar nicht nur allgemein, sondern auch jeweils in der konkreten Situation. Setzt natürlich voraus, dass er da immer drüber reden mag - und dass Du ihm auch dann wirklich zuhörst, wenn es Dich eigentlich langweilt oder Du dir grad keinen Kopf drum machen willst, und das wenigstens ein viertel Jahr durch hältst.
    Wir mit Diabetes können auch nicht einfach abschalten oder uns nach einem einfachen Rezept richten, wenn wir keinen Spaß mehr an unserem Diabetes haben, sondern jeder von uns kann sich nur an sein ganz eigenes Rezept halten, um mit Spritzen und Essen und Bewegen den eigenen Blutzucker in seinem möglichst gesunden Rahmen zu steuern.

    Was uns dabei meistens am meisten stinkt, sind Nichtdiabetiker, die genau wissen, was wir wann müssen und was wir wann überhaupt nicht dürfen und was aber alles gut für uns wäre und ... Also entweder wirklich reinknien und ein viertel Jahr mit- und auch begreifen lernen, dass man's manchmal nicht so passend hin kriegt, oder akzeptieren, wie er's macht - oder mit allen Konsequenzen auch eben nicht.

    Daumendrück für was immer Du entscheidest, Jürgen