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Wie lange braucht ein Typ 1 um auszubrechen?

  • lacrima

    Rang: Gast
    am 16.06.2008 12:32:49
    Ich hab mir ja jetzt schon ein paar mal von euch Hilfe mit meinen Blutzuckerwerten gehollt. Sie waren eine Stunde nach dem Essen immer zwischen 8 und 10. Bin allerdings kein Diabetiker ( oGTT 147)
    Nun hab ich mir euren rat zu Herzen genommen und war heut beim Diabetologen. Dieser meinte, dass bei mir nur Typ 1 in Frage kommt und hat mich auf Antikörper getestet. ( und noch auf einiges anderes, ich glaub das waren 6 oder 7 Ampulen Blut ) Das Ergebnis gibts erst in einer Woche. Nun meine frage:
    Ich dachte immer Typ 1 tritt plötzlich auf mit sehr hohen Werten. Bei mir schleichen sich aber die Werte seit drei Jahren schon so leicht bis stark erhöht (max. gemessen 300) dahin. Kann ich da überhaupt einen Typ 1 haben? von lacrima
  • klausdn

    Rang: Gast
    am 16.06.2008 13:15:54
    donnerwetter, der doc geht aber ran, der muß noch freie kapazitäten im budget gehabt haben(sei foh darüber)
    die 7 ampullen sind ok. und zeigen daß das komplette programm durchläuft.
    und warte bitte einfach das ergebnis ab.
    bei dm ist so ziemlich alles möglich, und ein t1 kann nach "bemerken" zwischen 2 monate und zwei jahre dauern bis es "kritisch" wird.
    beim t1 lada dauert es noch länger,
    wenn beim t1 die werte höher gehen so hoch wie ein t2 kommt er lange nicht da vorher der stoffwechsel entgleist (ketoascidose) . mit kh .
    mein rat halte dir wenn die diagnose positiv ausfällr diesen doc warm , er ist anscheinend einer der wirklichen fachleute.
    mfg. klaus von klausdn
  • Nora

    Rang: Gast
    am 16.06.2008 13:21:24
    Hi!!

    Naja, ein Typ 1 bricht schon plötzlich mit stark erhöhten Werten aus. Es ist aber so, dass er meistens erst manifestiert wird, wenn schon 80-90 % der Beta-Zellen zerstört sind, weil erst dann die Betas es nicht mehr schaffen, den BZ im Rahmen zu halten und dadurch die typischen Symptome auftreten (und normalerweise misst man ja davor nicht den BZ) Jetzt ist es aber so, dass der Prozess schon ne Weile dauert (also die Zerstörung der Beta-Zellen). Meistens ist der Auslöser für die Manifestation irgendne Krankheit (also ne Erkältung oder Grippe oder sowas), aber davor muss schon einiges an beta-Zellen zerstört worden sein. Hab jetzt schon oft gelesen und auch von meinem Arzt gehört, dass meistens schon Jahre vor Manifestation Antikörper nachgewiesen werden können und eben in dieser Zeit auch schon die Beta-Zellen zersört werden. Ob da dann auch schon erhöhte Werte auftreten, weiß ich allerdings nicht, würde mich aber nicht wundern. In einer Woche wirst du ja dann schon mehr wissen. Kannst dich ja mal melden, was dabei rauskam. Wie ist dir denn aufgefallen, dass deine Werte zu hoch sind?
    Ich drück dir auf jeden Fall die Daumen, dass du keine Antikörper hast!!

    Viele Grüße,
    Nora
  • lacrima

    Rang: Gast
    am 16.06.2008 17:11:11
    Danke für eure Hilfe. Ich find die Ärztin auch top. Dachte erst, dass sie mich vieleicht für einen Hypohonder hält. Weiß halt durch meinen Stiefvater wie der Krankheitsverlauf ablaufen kann und hatte deswegen riesige Angst es selbst zu haben.

    @ Nora: Waren vor 2 oder 3 Jehren beim Chinesen essen und da haben wir aus "Spaß" mal meinen Blutzucker messen. Wollten meinem Freund zeigen, dass der viele Reis bei gesunden Menschen den Blutzucker nicht stark erhöht. Der Versuch ist allerdings ganz schön in die Hose gegangen, da ich einen Wert von 300 hatte. Seit dem renne ich meinen Ärzten hinterher um nun mal ne genaue Diagnose zu bekommen. von lacrima
  • klausdn

    Rang: Gast
    am 16.06.2008 19:55:23
    hallo,
    nur zur klarstellung, dm ist keine infektionskrankheit die "ausbricht",
    daß sie bei infektionskrankheiten "bemerkt" wird, ist doch völlig klar , wir alle wissen daß bei infektionen die insulinmengen gesteigert werden müssen, sonst geht der bz durchs dach.
    und bei reduzierter insulinproduktion fällt es eben dann auf, wenn es sonst gerade noch so reicht.
    dm t2 kann man von 1 monat bis 70j bekommen,
    in höherem alter als lada und da schleichend oft unbemerkt, und oft falsch diagnostiziert.
    nicht ohne grund hat das dd diazentrum darüber eine studie gemacht.
    mfg. klaus von klausdn
  • klaus nachtr.

    Rang: Gast
    am 16.06.2008 21:42:24
    sorry tippfehler meinte natürlich dm t1 von klaus nachtr.
  • Nora

    Rang: Gast
    am 24.06.2008 18:14:56
    Und, hast du schon ein Ergebnis? Würde mich interessieren....hoffe natürlich, dass alles in Ordnung ist!

    Gruß,
    Nora
  • diesel

    Rang: Gast
    am 25.06.2008 07:36:02
    Hallo,
    bei mir wurden bei einer Blutuntersuchung zur Verlängerung des Busscheins anstößige Werte festgestellt. Darauf mußte ich noch einmal zum Aderlass. Diesmal war es wohl besser. Rund 3,5 Jahre später wurde dann der Typ I festgestellt. Wieder beim selben Arbeitsmediziner wie damals zur Busuntersuchung meinte er, jetzt kann er sich die auffälligen Werte von damals erklären. Nur, man konnte damals einen Diabetes nicht vorhersehen.
    MfG

    Gerd

    Bei Feststellung des Typ I war ich damals übrigens schon 47 von diesel
  • lacrima

    Rang: Gast
    am 26.06.2008 02:50:01
    War am Montag beim Arzt.
    Leider waren nur die Hälfte der Ergebnisse da. Die wären OK gewesen (genaue Werte wurden ir allerdings nicht gesagt, da mich die Ärztin schon im Wartezimmer abgefangen hat, wohlgemerkt nach ner dreiviertel Stunde warten :-(
    Es fehlen halt immer noch die Antikörpertests. Unabhängig davon muss ich aber nächste Woche den oGTT wiederholen. Sag mal kann es eigentlich vorkommen, dass sich der oGTT verbessert oder ist das nicht möglich? von lacrima
  • klausdn

    Rang: Gast
    am 26.06.2008 11:33:31
    das ist gerne geübte praxis, aber laß dich nicht abspeisen, bestehe auf deinem recht(es ist dein recht)
    alle wirklich alle laborergebnisse als kopie zu bekommen(die kopie kannst du ja bezahlen, wenn sie wollen)15c.
    natürlich können bei bz messungen immer andere werte rauskommen, das ist leider so.
    mfg. klaus von klausdn
  • lacrima

    Rang: Gast
    am 02.07.2008 00:36:48
    Also die Laborwerte wegen den Antikörpern sind immer noch nicht da. Hab aber beim Hausarzt heute einen oGTT gemacht: 2h Stundenwert 127. Also völlig normal. Denk mal ich brauch mir jetzt keine Gedanken mehr machen. Wundert mich eben nur das der so viel besser ist, letztes Jahr hat ich 147. Ich dachte immer wenn an der Bauchspeicheldrüße was kaputt ist,dann ist das auch nicht mehr heilbar und die Werte werdenimmer schlechter. Schon irgendwie komisch.
    Aber auf jedenfall ein GROßES DANKESCHÖN an euch für eure Antworten und Hilfe.
    von lacrima
  • Jürgen

    Rang: Gast
    am 02.07.2008 01:31:54
    Wirklich gesund wäre nach 1 Stunde kaum 120 und nach 2 Stunden um 80. Was bei Dir gemessen wurde, war noch nicht diagnosereif diabetisch.
    Wenn Du einfach weiter machen willst, werden wir uns mit der Diagnose in 5-10 Jahren halt wieder schreiben - und mit etwas Pech auch mit ner begonnenen PNP oder so.

    Klar kannst Du das ganze auch als glückliche frühe Erkenntnis dafür werten, dass Deine Blutzucker-Automatik nicht mehr ganz zuverlässig funktioniert. Du kannst ihr von jetzt an helfen und drauf achten, dass Dein BZ zu keiner Zeit und nach keinem Essen über 140 mg/dl ansteigt und nach spätestens 3 Stunden wieder bei um 80-90 zurück ist - und damit wirst Du vielleicht nie auf Diagnose Diabetes vorrücken müssen :-) von Jürgen
  • thomas2002

    Rang: Gast
    am 02.07.2008 01:39:21
    interessant währe auch der wert 45 min bis 1h nach dem oggt. da dürfte in etwa der maximalwert auftauchen wg verdauung. von thomas2002
  • klausdn

    Rang: Gast
    am 02.07.2008 16:38:48
    hallo, ist euch aufgefallen , daß plötzlich hausdocs den ogtt machen ?
    da wird geld gedruckt aber kein ogtt gemacht,
    dazu gehört unabdingbar eine bz-messung mit einem laborgerät, mindestens aber mit hemocue.
    alle werte mit unseren schätzeisen kann man in die tonne treten(habe gerade ein "neues" getestet, das hat bei echten 84(labor), 32 angezeigt,(aus dem gleichen tropfen) was soll man mit solchen werten außer vergessen.?
    .noch mal ganz deutlich der dm bricht nicht aus!
    wer meint mit nüchtern 125 gesund und mit 127 krank zu sein, hat einiges nicht verstanden.
    (das gilt für die plasmawerte, vollblut ist 110).
    auch wenn mit laborgerät beim ogtt einmal 130 einmal 140 rauskommt, das ist weder eine verschlechterung noch verbesserung, das ist das "gleiche".
    mfg. klaus von klausdn
  • Jürgen

    Rang: Gast
    am 03.07.2008 18:11:01
    Moin Klaus,

    formal hast Du recht. In der Sache hättest Du nur, wenn im Bereich der Diagnose-Schwellen wirklich 10 mg/dl über Schäden oder keine Schäden entscheiden würden. Tatsächlich geht es da jedoch längst nur noch um etwas mehr oder etwas weniger schadhaft, wie bei jedem höher als eng begrenzt gesunden BZ.

    Bisdann, Jürgen
  • lacrima

    Rang: Gast
    am 08.07.2008 03:23:17
    Na ihr!
    Ich meld mich dann doch noch mal. Nach meinem oGTT hab ich heut nun auch den Mut aufgebracht beim DiaDoc anzurufen. (Hatte irgendwie Muffensausen davor) Die Sprechstundenhilfe wollte mir keine Auskunft geben außer, dass die Ergebnisse da sind. Hab dann bei der Telefonsprechstunde noch mal angerufen und die Ärztin sagte mir, dass ich keine Antikörper hätte. Allerdings wäre mein HDL (oder HDA, ich weiß es net mehr genau) wert zu hoch. Das würde irgeendwie erblich zusammenhängen und ich hab somit ein erhötes Risiko. Morgen hol ich mir ne Kopie der ergebnisse.Ich weiß halt jetzt nicht ob ich meine Lebensweise veändern soll. Da ich in der Gastronomie arbeite werde ich auch nie einen optimalen Lebensstil haben.

    Würde mich freuen wenn ihr mir etwas zu den Werten sagen könntet, da ich im Internet keine aufschlussreichen Seiten darüber gefunden hab. von lacrima
  • Lacrima

    Rang: Gast
    am 08.07.2008 15:38:16
    Hab heut die Ergebnisse abgeholt. Die Gene hießen HLA-DRB! *07, *14 Kann damit aber null anfangen. von Lacrima
  • Nora

    Rang: Gast
    am 08.07.2008 16:43:19
    Hi!!

    Na, ist ja schonmal super, dass du keine Antikörper hast!! Wobei das auch nicht heißen muss, dass du keinen beginnenden Typ 1 hast, weil bei 10 % (keine Ahnung, so um den Dreh rum) der Typ 1er keine Antikörper vorliegen. Ich glaube, dass diese HLA-Gene irgendwie bei 90 % der Typ1ern vorliegen, was jetzt aber nicht heißt, dass man mit den Genen Typ 1 bekommen muss. Aber die Wahrscheinlichkeit ist höher als ohne diese Gene. Kann aber auch sein, dass ich da falsch liege. Auf jeden Fall denke ich nicht, dass du deine Lebensweise umstellen musst. Wenn es doch ein Typ 1 werden sollte, kannst du eh nix gegen machen....

    Gruß, Nora