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    am 18.10.2023 19:14:51 | IP (Hash): 1764703117
    Hallo Zusammen,
    bei mir wurde vor fast 2 Wochen hochgradige Diabetes festgestellt.
    Habe einen "vorrangigen" Termin beim Facharzt bekommen - und war erstmal schockiert, was der alles mit mir machen wollte und wie massiv man mich in der (eigentlich schönen) Praxis anging. Er ließ mich noch ein Formular unterschreiben, dass ich auf eigene Verantwortung die Praxis verlasse.

    Nun habe ich einen zweiten Spezialisten zu erreichen versucht, wobei mir die Dame am Empfang das Gleiche vorhergesagt hat.
    Man will mich sofort mit Insulin versorgen, ich soll das dann auch spritzen.
    Ich bin demgegenüber äußerst skeptisch, man ist dann ja darauf angewiesen und es kann wohl einiges an "Notfällen" eben durch diese Spritzen eintreten.
    Natürlich habe ich mir schon sehr viele Info´s im Netz geholt - wie sind denn Eure Erfahrungswerte, kann man das mit totaler Ernährungsumstellung und Sport schaffen?

    Liebe Grüße
    Nada


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    am 18.10.2023 19:44:24 | IP (Hash): 651999357
    Was ist denn hochgradiger Diabetes?
    Welcher Typ?
    Wie hoch sind deine Werte?

    Bei nem Typ 1 geht NUR Insulin! Nur mit Sport und Ernährungsumstellung ist da (fast) nichts und auf keinen Fall dauerhaft zu erreichen.

    Insulin ist nicht schlimm. Spritze ich seit 44 Jahren... Mit Insulin bekommst du ausreichend Teststreifen bzw. Sensoren für die kontinuierliche Messung. Bei kontinuierlicher Messung kann man "Notfälle" - ich vermute du meinst schwere Hypoglykämien - weitestgehend vermeiden.

    Und was meinst Du mit "dann ja darauf angewiesen"?
    Ja, bei einem Typ1 ist die einzige Alternative ein sehr unangenehmer Tod! Aber das auch ohne jemals Insulin gespritzt zu haben...
    Ansonsten ist es bei jeder chronischen Erkrankung so, dass man die Medikamente dauerhaft und regelmäßig braucht, aber auch wieder absetzen kann, wenn nicht mehr benötigt, und/oder durch was anderes ersetzt.

    Bearbeitet von User am 18.10.2023 20:13:32. Grund: Ergänzung
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    am 18.10.2023 19:50:06 | IP (Hash): 1266536159
    Willkommen im Club ;) Sone große Glaskugel hab ich nicht, dass ich die fragen könnte, was du mit welchem Einsatz schaffen kannst. Mit einiger Wahrscheinlichkeit hast du Typ 2, denn mit Typ 1 würdest du bei "hochgradig" wahrscheinlich längst rückwärts essen.
    Ich schlage vor, dass du dir morgen eine Testausrüstung für deinen Blutzucker besorgst und nach diesem Rezept testest https://www.bloodsugar101.com/_files/ugd/32a606_db20057cf9b5496ea94c7d7d2d6f0cde.pdf
    Dann weißt du schon zum WE sehr viel mehr, als einfach nur "hochgradig". Aber nur, wenn du mit der jeweiligen Zeit notierst, von was du wieviel isst und wann du welchen wert misst.

    WICHTIG:
    Wenn der Arzt dir Insulin für "hochgradig" verschreibt, verschreibt er dir auch Testmedien. Die müssen alle ohne Insulin selbst bezahlen, und die sind ganz schön teuer. Mit der Ausrüstung und ersten Einstellung vom Arzt hast du eine Grundlage, auf der du aufbauen kannst. Du hast dann Zeit, dich immer gezielter zu informieren und zu schauen, wie du mit immer weniger Insulin zu deinem alltäglichen Blutzuckerverlauf im immer gesunderen Rahmen kommst.
    Insulin lässt sich am gezieltesten von allen Diabetes Medikamenten dosieren - und selbstverständlich einfach komplett weglassen, wenn es nicht mehr gebraucht wird.

    ----------------------------------------------
    Schon im völlig gesunden Bereich können höhere Blutzuckerspitzen diabetische Beschwerden und Schäden verursachen. Wenn man davon betroffen ist, ist das zuverlässige Vermeiden solcher Spitzen die erste Wahl - geht meistens völlig ohne Arzt und Medis :)
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    am 18.10.2023 19:51:57 | IP (Hash): 477975814
    Hallo Nada,

    zunächst einmal willkommen!
    Du musst ein wenig mehr verraten über dich, deinen Zustand, deine Zuckerwerte und was für eine Art Diabetes du denn hast. So allgemein kann man schwer etwas dazu sagen.
    Ich würde vermuten wenn dich gleich 2 Praxen intensiv behandeln wollen dann irren sich nicht alle beide.

    ich bin mit einem Langzeitwert von 11,5 und einem Nüchternzucker von 240 bzw. 300 und schweren Symptomen als Diabetiker festgestellt worden und konnte nur mit grosser Mühe die sofortige Insulinbehandlung abwehren. Nur äusserst ungern hat man mich ohne Spritzen und Krankenhaus wieder gehen lassen, aber direkt volle Dosis Metformin ohne Einschleichen und nach 2 Wochen noch mal vorbei kommen und dann überlegen wir noch mal ob das reicht - so war der Deal mit der Ärztin.
    Ich hab Glück gehabt, bin da um Insulin gerade noch herumgekommen, aber das hängt ganz vom Einzelfall ab.


    gruß
    Gunter


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    am 18.10.2023 20:44:38 | IP (Hash): 1266536159
    Gunter21 schrieb:
    ...und konnte nur mit grosser Mühe die sofortige Insulinbehandlung abwehren. Nur äusserst ungern hat man mich ohne Spritzen und Krankenhaus wieder gehen lassen, aber direkt volle Dosis Metformin ohne Einschleichen und nach 2 Wochen noch mal vorbei kommen und dann überlegen wir noch mal ob das reicht - so war der Deal mit der Ärztin.
    Ich hab Glück gehabt, bin da um Insulin gerade noch herumgekommen, aber das hängt ganz vom Einzelfall ab.


    Was steckt eigentlich hinter dieser Aversion gegen Insulin? Es ist ja nicht mal was wirklich fremdes wie die meisten Medis in Tablettenform. Sondern der eigene Organismus produziert davon nur nicht genug. Mit Typ 2 nicht genug für den jeweiligen Lebensstil.

    Wenn man mit Typ 2 die Gelegenheit bekommt, mit Insulin einzusteigen, bekommt man damit zusätzlich zur am besten dosierbaren Zucker-Medikation auch die notwendigen Testmedien zu Lasten der kranken Kassen. Ohne Insulin im notwendigen Umfang praktisch komplett aus der eigenen Tasche.
    Und man kann gezielt das persönlich passende Verhalten für immer weniger Insulin aus dem Pen herausfinden und umsetzen, in statistisch 8 von 10 Fällen tatsächlich bis zum völlig gesunden Blutzucker völlig ohne Insulin.

    Nicht missverstehen: Auch der Blutzucker im prädiabetischen Bereich oder im diagnosereifen diabetischen macht wenig bis keine Folgekrankheiten. Er will nur meistens mit der Zeit immer mehr Medikation dafür, dass er bei gleichbleibendem Verhalten in diesem Bereich gehalten werden kann. Bei gleichbleibender Medikation würde der BZ halt steigen. Also schließlich doch meistens irgendwann Insulin. Das bedeutet "progredient".
    Mit dem Blutzucker im völlig gesunden Bereich gibt es diese Progredienz wahrscheinlich nicht.

    ----------------------------------------------
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    am 18.10.2023 20:53:03 | IP (Hash): 203894135
    Hallo Nada,
    es ist schwierig, wenn Du keine näheren Angaben machst. Aber zunächst zur Beruhigung: bei mir wurde vor jetzt beinahe drei Jahren hochgradiger Diabetes mit einem Wert von über 500 festgestellt und ich kam als Notfall ins Krankenhaus. Wurde mit Tabletten und Insulin eingestellt und an den Facharzt überwiesen. Währnd meines 8-tägigen Krankenhausaufenthalts habe ich schon intensiv im Netz mich schlaugemacht, die Diabetesassistentin im Krankenhaus genervt und bin dann über den anschließenden weiterbehandelnden Diabetologen in eine Schulung gekommen. Habe radikal abgenommen und nach nur drei Monaten konnte ich das Insulin absetzen und nehme inzwischen nur noch morgens und abens 500 mg Metformin. Meine Ernährung habe ich total umgestellt, Mein Eingangswert im Krankenhaus war ein HbA1c von 14,5 und bin jetzt konstant bei 5,8.

    Also keine Panik, wenn Du Dir am Anfang Insulin spritzen sollst, das macht man, damit Dein Blutzucker rasch sinkt. Das weitere lilegt dann an Dir, Dein evtl. Übergewicht und Deine Ernährung musst Du selbst in den Griff bekmmen.

    Ich bin übrigens Typ 2.

    Ich drücke Dir die Daumen und berichte über Deine Fortschritte.

    Lieben Gruß, Biggi

    Gruß,
    Biggi
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    am 18.10.2023 21:03:01 | IP (Hash): 477975814
    Zum einem mag ich Spritzen nicht so gern (habe aber keine direkte Phobie). Und zum anderen empfinde ich es als Handicap ständig meine Spritzen mitschleppen zu müssen, aufpassen zu müssen das die Menge stimmt und alles berechnen zu müssen was ich so esse. Tabletten erschienen mir da etwas einfacher und praktischer.
    Damals hatte ich auch keine genauere Ahnung was es eigentlich bedeutet, bin auch immer davon ausgegangen das Insulinspritzen immer irreversibel ist, etwas was man nie mehr loswird, jetzt weiss ich darüber natürlich mehr.
    Aber da gibt es noch einen Grund, das ist einfach psychologisch: Insulin bedeutete für mich eine Art Endzustand, sozusagen eine Niederlage und Kapitulation.
    Ich wollte das auch deshalb nicht, wollte mich gegen den DM wehren und vor Insulin versuchen ob es noch irgendwie abzuwenden oder zu mildern geht.

    Wenn ich direkt auf Insulin gegangen wäre, ich bin mir nicht ganz sicher ob es dann eine Ernährungsumstellung und Lebensstiländerung so gegeben hätte.
    Wenn man schon sich mit Spritzen quälen muss, dann st eine "Entschädigung" fällig und man kann sich doch einen Schokokuchen zur Spaghetti Bolognese gönnen und gibt sich einfach einen grösseren "Schuss"....das hätte leicht die fatale Denkweise sein können und damit hätte ich tatsächlich verloren, oder?



    DM Typ 2 - 2x täglich Metformin 1000 / Sitagliptin 50
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    am 18.10.2023 21:06:48 | IP (Hash): 203894135
    Stimmt, Gunter, aber wenn Dein Eingangszucker so hoch ist, muss man zunächst mit Insulinspritzen senken, das heißt aber nicht, dass du Dich mit ihnen befreunden sollst - lach. Ich schrieb ja, dass ich diese innerhalb eines viertel Jahres los war. Eigener Ehrgeiz zählt ...

    Gruß,
    Biggi
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    am 18.10.2023 21:17:00 | IP (Hash): 477975814
    jetzt bin ich da auch schlauer-:)
    MIt dem jetzigen Kentnisstand hätte ich damals mich wohl auch nicht so gesträubt. Für mich erschien das aber in diesem Moment mit dem Insulin als reiner Horror, Endstation und Sackgasse aus der ich nie mehr rauskomme - dagegen lohnte es sich zu kämpfen, dachte ich.
    Viele Wege führen zum Ziel, vermutlich wäre es erst mal mit Insulin runterzubekommen sogar etwas einfacher und entspannter gewesen.
    Die Volle Dosis Metformin ohne einschleichen zu bekommen ist absolut kein Vergnügen (man hatte mich gewarnt aber es kam schimmer als ich dache), da gab es 2 Wochen lang multiple Nebenwirkungen vom allerfeinsten und ich brauchte eine Krankschreibung, da ging nix mehr-:)


    DM Typ 2 - 2x täglich Metformin 1000 / Sitagliptin 50
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    am 19.10.2023 07:13:18 | IP (Hash): 1764703117
    Hallo Gunter,

    danke dir für dein Willkommen, allen anderen ebenso.

    Zu mir: ich bin w, 53 J., erster Bluttest ergab Nüchternzucker (ok,nach einer Tasse Kaffee) 12,9% und 340 (?). Zettel liegt beim Arzt.
    Ist wohl Typ 2, genaue Angaben habe ich noch nicht. Blutdruck ist hoch, anfangs 180 zu 110, dann 150 zu?.
    Ich bin selten beim Arzt, habe seit fast 3 Jahren diagnostizierte Polyneuropathie.

    Festgestellt wurde der DB von einer Allgemein-Ärztin. Ich bin neu in der Gegend, war dort wegen Krankmeldung aufgrund einer heftigen akuten Bronchitis (?).
    Nach Antibiotikum kam Cortison-Spray, was ich relativ schnell wieder abgesetzt habe (erhöht den Blutdruck noch mehr). Dann bekam ich Blutdrucksenker, die ich nicht nehme (Nebenwirkungen).
    Dann Bluttest.
    Die Ärztin hat mich sofort zum Diabetologen geschickt. Ohne einen zweiten Bluttest zu machen (der sollte später kommen) teilte man mir mit, ich müsse Insulin spritzen. Man würde mir gleich zeigen, wie das geht.
    Nach einer Stunde Infogespräch über mich und ein paar Stichpunkten zur Ernährung musste ich los, weil Mitfahrgelegenheit. Hatte ich allen auch eingangs mitgeteilt.
    Man ließ mich noch unterschreiben, dass ich auf eigene Verantwortung gehe und das wars dann. Ach, und Urin hatte ich abgegeben.
    Bei der zweiten Praxis habe ich nur angerufen, hätte auch schnell einen Termin bekommen. Bei den Werten dürfte ich aber wieder nur mit Insulin gehen, nur ein Beratungsgespräch ist nicht drin. Das war die Info der Dame vom Empfang.
    Das ist aktuell Stand der Dinge.
    Ich schreibe gerne später noch mehr, auch zur Polyneuropathie und Vorgeschichte.

    Liebe Grüße & bis dann
    Nada












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    am 19.10.2023 08:03:52 | IP (Hash): 1764703117
    Ach ja, ich bin 168 cm hoch und wiege 92 kg.
    Das ist wohl auch wichtig.
    Ich sehe die DB als Warnsignal/Hilferuf meines Körpers, das ich unbedingt beachten möchte/muss.

    Insulin ist ja ein körpereigener Stoff, den die Bauchspeicheldrüse herstellt.
    Nun habe ich sie so arg überfordert, dass sie dringend Hilfe braucht, weil sie nicht mehr kann.
    Mit Zucker in allen erdenklichen Formen habe ich die Zellen bombadiert, irgendwann haben die zugemacht, und Panki (Pankreas) hat immer und immer mehr Insulin produziert, bis sie völlig erschöpft war - und noch ist.
    Nur ist es für mich der bessere (wenn auch härtere) Weg, die Zellen wieder hungrig zu machen auf Energie - mit einem aktiveren Lebensstil, mehr Bewegung im Alltag, anfangs leichtem Sport.
    Und die Bauchspeicheldrüse "liebevoll" zu motivieren, wieder Insulin zu produzieren. Mit Artischockenextrakt zum Bsp.. Mit guten und gesunden Nahrungsmitteln, mit Vitaminen und Mineralstoffen. Und mit zuverlässigen Ruhezeiten (Intervall-Fasten).

    Was ich brauche, sind Info´s und Zeit.

    Ciao
    Nada








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    am 19.10.2023 08:14:09 | IP (Hash): 55253487
    Hallo Nada,

    du hast seit mehreren Jahren Polyneuropathie, dessen häufigste Ursache Diabetes ist, und wurdest bisher nicht auf Diabetes untersucht? Das wäre eine unglaublich ärztliche Fehlleistung. Oder wurdest du auf Diabetes überprüft und es war alles in Ordnung. Der Kaffee, den du vor der Blutabnahme getrunken hast, hat übrigens auf das HbA1c überhaupt keine und auf den NBZ höchstens eine ganz kleine Wirkung. Wenn kein Laborfehler vorliegt, was nur ganz ganz selten der Fall ist, dann hast du einen starken Diabetes.

    Die Möglichkeit, den zurück zu drehen, hängt wesentlich davon ab, wie lange dein BZ schon erhöht ist. Wenn also vor 2...3 Jahren noch alles in Ordnung war, dann hättest du sehr gute Chancen. Wenn aber der Auslöser für die PNP Diabetes oder Prädiabetes war, dann wird das BZ-Problem wahrscheinlich schon 10 oder mehr Jahre bestehen.

    Egal, was du jetzt gegen den Diabetes unternimmst, unter ärztliche Kontrolle musst du dich auf jeden Fall begeben. Wenn du in Richtung Artischockenextrakt und ZiMTSandalen guckst, dann bist du mit deinem fortgeschrittenen Diabetes auf einem Holzweg, diese Sachen können höchstens eine kleine zusätzliche Unterstützung geben. Schau dir die "Newcastle Diet" an, damit hast du evtl. Chancen. Auf jeden Fall musst du besonders auf Menge und Qualität der Kohlenhydrate achten. Übrigens, egal ob Diabetes die Ursache für deine PNP ist oder nicht, sie wird durch den viel zu hohen BZ auf jeden Fall verstärkt.

    Alles Gute, Rainer

    ____
    Gegebene Vorschläge und Einschätzungen sind ausschließlich zu Informationszwecken bestimmt und können in keinem Fall professionelle Beratung oder die Behandlung durch einen Arzt ersetzen.
    Bearbeitet von User am 19.10.2023 09:05:25. Grund: BBCodes
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    am 19.10.2023 09:35:23 | IP (Hash): 797780926
    Nada schrieb:

    Zu mir: ich bin w, 53 J., erster Bluttest ergab Nüchternzucker (ok,nach einer Tasse Kaffee) 12,9% und 340 (?). Zettel liegt beim Arzt.

    Nach einer Stunde Infogespräch...



    Hallo Nada,

    Wurden denn andere Medikamente gegen Diabetes nicht erwähnt? Z.B. Metformin?

    Bei Deinen Werten muss unbedingt etwas geschehen, Und zwar so schnell wie möglich.
    Womit Du heute schon selbst beginnen kannst:
    * Zuckerfreie, kohlenhydratarme Ernährung. Max 1200 kcal am Tag.
    (Zu den kohlenhydratreichen Nahrungsmittele gehören nicht nicht nur Süßspeisen, sondern (leider) auch Brot, Nudeln, Kartoffeln, Reis)
    * keine (mit Zucker) gesüßten Getränke
    * täglich 2 x 30 Minuten flottes Gehen

    Ich würde mir an Deiner Stelle noch heute ein Messgerät aus dem Dromarkt/Apotheke zulegen. Inkl. Stechhilfe.

    Lg
    Hape
    Bearbeitet von User am 19.10.2023 09:38:05. Grund: Tippfehler
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    am 19.10.2023 11:18:59 | IP (Hash): 55253487
    Hape schrieb:
    [Ich würde mir an Deiner Stelle noch heute ein Messgerät aus dem Dromarkt/Apotheke zulegen. Inkl. Stechhilfe.

    Ein Messgerät inkl. Stechhilfe kannst du dir von mehreren Herstellern der Markengeräten kostenlos schicken lassen. Ein Gerät solltest du dir schnell besorgen, aber die paar Tage hat es jetzt auch noch Zeit.

    Die Teststreifen musst du dann als NichtINSULINER allerdings selbst bezahlen, also sieh dir vorher die Preise dazu an. Teststreifen kauft man übrigens nicht in der örtlichen Apotheke, dort sind sie oft ein ganzes Stück teurer als in Internetapotheken.

    ____
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    Bearbeitet von User am 19.10.2023 11:20:28. Grund: BBCodes
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    am 19.10.2023 13:16:14 | IP (Hash): 2112195232
    Hallo Nada,

    scheint mir schon Richtung metabolisches Syndrom zu gehen, BZ, BD, Übergewicht und ich könnte mir sehr gut vorstellen das deine Cholesterin und Leberwerte auch nicht optimal sind (frag mal deinen Doc oder schau auf die Laborergebnisse) .
    Wenn du das wieder loswerden willst, dann wirst du um eine Ernährungsumstellung und mehr Bewegung nicht herumkommen, das ist praktisch Grundlage für alles.

    Ich würde an deiner Stelle keine Zeit mehr verlieren - am besten fängts du noch heute mit Ernährung an und möglichst auch so schnell es geht zum Arzt wegen BZ.
    Mit warten gewinnst du ja nichts aber erhöhst dein Risiko für Folgeschäden.
    Vielleicht ist der Weg den Biggi weiter vorn beschrieben hat was für dich - schnell den BZ runter mit Insulin und anschliessend über die Ernährungsumstellung die Spritzen wieder "loswerden".
    Medis brauchst du aber in jedem Fall, Metformin z.b.


    Ich kann mir nicht vorstellen das viele Jahre kein Arzt deinen BZ bemerkt hat bei deinen Vorerkrankungen. Also nehme ich mal an du warst grenzwertig hoch aber noch kein DM.
    Cortison könnte vielleicht der Auslöser gewesen sein das der Stoffwechsel nun entgleist ist.


    gruß
    Gunter

    DM Typ 2 - 2x täglich Metformin 1000 / Sitagliptin 50
    Bearbeitet von User am 19.10.2023 13:16:58. Grund: Schreibfehler
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    am 19.10.2023 14:03:28 | IP (Hash): 1764703117

    ".....du hast seit mehreren Jahren Polyneuropathie, dessen häufigste Ursache Diabetes ist, und wurdest bisher nicht auf Diabetes untersucht? Das wäre eine unglaublich ärztliche Fehlleistung. Oder wurdest du auf Diabetes überprüft und es war alles in Ordnung."

    Damals wurde eine seltene Form von Hepatitis festgestellt, da war erstmal "Land unter".
    Allerdings hatte ich die Ärztin damals explizit und mehrmals auf Diabetes angesprochen!
    Ich hätte das für meinen Zahnarzt gebraucht, und außerdem waren meine Beine übelst dick damals. Hat sie aber nicht wirklich interessiert.
    Ich habe die Tage versucht, sie zu erreichen, aber ist nur AB dran (zu Öffnungszeiten). Tja... was tun?

    Die PNP ist gleichbleibend, verbessert sich eher. Ist aber wohl durch eine Umstellung der NEM begründet.

    LG
    Nada



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    am 19.10.2023 14:18:31 | IP (Hash): 1764703117
    Hallo Hape,

    nein, nur Insulin.

    Umgestellt habe ich ab Tag 1.
    Leider passieren mir noch Fehler, zb. Süßungsmittel in meinen Nahrungsergänzungsmitteln übersehen.
    Ist aber schon erledigt, habe die beiden ausgetauscht.
    Oder Schafskäse: ich weiß noch immer nicht, ob ich den essen darf...( deshalb verzichte ich jetzt darauf).
    Oder Getränke, die sind, wie groß draufsteht, tatsächlich ohne Zucker - dafür ist aber Maltodextrin drin.
    Nur noch Wasser, ungesüßte Kräutertees und Kaffe mit Hafermilch.
    Mir fehlen noch so viele Info´s und im Netz stehen zu jedem Nahrungsmittel unterschiedliche Angaben!!
    Zumindest gibt es hier im Forum die Lebensmittelseite. Das hilft schon etwas.

    Gehen ist aktuell in dem von dir vorgeschlagenen Umfang unmöglich, aufgrund der bestehenden Polyneuropathie mit Gangunsicherheit. Eher radfahren. Und andere "Trainingseinheiten".

    LG
    Nada

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    am 19.10.2023 14:50:11 | IP (Hash): 203894135
    Nada, suche Dir als erstes einen vernünftigen Diabetologen und nimm schleunigst ab. Und radfahren ist sehr gut, mache ich auch, weil ich schlecht laufen kann.

    Ansonsten Kohlehydrate sparen wo es nur geht.

    Gruß,
    Biggi
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    Ja, das ist sicher metabolisches Syndrom.
    Leberwerte sind leicht erhöht, Cholesterin weiß ich nicht auswendig.

    Weißt du, mit 53 gehe ich nicht wirklich oft zum Doc, wenn nicht notwendig.
    Und die Ärzte hier sind nicht so wirklich das Wahre. Finde ich...

    Nochmal (hatte ich schon an Hape geschrieben): vor drei Jahren hatte ich extra gefragt, bzw. gebeten, dass sie beim Bluttest auch auf Diabetes testen sollen, weil ich die Info für meinen Zahnarzt gebraucht hätte.
    Und über dicke Beine/Schmerzen geklagt. Ging halt irgendwie unter.

    Ernährung ist komplett umgestellt seit Tag 1, es fehlt mir auch nichts (was Ernährung/Getränke angeht).
    Ansonsten versorge ich mit gut mit Nahrungsergänzungsmitteln. Und Aminosäuren. Stört auch nicht, wenn ich mal einen Tag nichts esse.
    Was ich brauche, ist mal eine gute Ernährungsberatung und noch ein Bluttest (unvoreingenommen).
    Physiotherapie würde ich mir sehr wünschen und ein paar Infos, wann meine "Trainingseinheiten" am meisten Sinn machen. Nach dem Essen? Früh morgens? Oder beides? Dann aufteilen in Oberkörper/Rest...

    LG
    Nada
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    am 19.10.2023 15:05:49 | IP (Hash): 1764703117
    Du machst mir Mut :-).

    Leider gibt es hier (70Tausend-Einwohner-Stadt) tatsächlich nur zwei!!! Diabetologen.
    Und da herrscht Massenabfertigung.
    Ich hatte ein langes Gespräch mit einem Facharzt von der Beratungsstelle von der AOK, immerhin. Das war sehr informativ.
    Glaube, ich suche mir einen neuen Allgemeinarzt, der dann mal noch einen Bluttest macht.
    Aber dann weiß ich immer noch nichts über die Pankreas-Werte (Amylase und Lipase??), und die sind wichtig.

    PS: Es ist quasi unausweichlich, dass ich abnehme. Nur zu schnell darf das auch nicht gehen, weil dann bricht auch noch mein Kreislauf zusammen.

    LG
    Nada
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    Nada schrieb:
    Aber dann weiß ich immer noch nichts über die Pankreas-Werte (Amylase und Lipase??), und die sind wichtig.

    Nein, nicht im Zusammenhang mit deinem Diabetes.

    Die BSD hat interne (endokrine) und eine externe (exokrine) Funktionen. Insulin gehört zu den endokrinen Funktionen und wird ins Blut abgegeben. Amylase und Lipase gehören zu den exokrinen Funktionen, es sind Verdauungsenzyme, die in den Dünndarm (der gesamte Verdauungstrakt gehört medizinisch nicht zum Körperinneren) ausgegeben werden. Störungen der endokrinen und exokrinen Funktionen sind nicht voneinander abhängig.

    Wenn du ein Messgerät hast, dann kannst du anhand dieser guten Anleitung sehen, wo du stehst und wo du in etwa hin musst:
    https://www.bloodsugar101.com/_files/ugd/32a606_db20057cf9b5496ea94c7d7d2d6f0cde.pdf
    (Quelle: https://www.bloodsugar101.com/download-the-lower-your-blood-sugar )

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    Bearbeitet von User am 19.10.2023 19:01:41. Grund: BBCodes
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    am 19.10.2023 15:42:22 | IP (Hash): 1764703117
    Dann hab ich den Doc von der AOK wohl falsch verstanden.
    Er meinte, es gibt bei Typ 2 noch eine Aufteilung. Eine Variante ist die (ähnlich dem Typ 1), dass die BSD gar nicht mehr funktioniert. Und das müßte ich ausschließen lassen.

    Falls die BSD aber soweit in Ordnung ist, würde es wohl auch mit strikter Ernährungsumstellung und Sport funktionieren.
    Hm.

    LG
    Nada
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    am 19.10.2023 16:12:47 | IP (Hash): 55253487
    Du hast ihn richtig verstanden, aber Typ 1 diagnostiziert man nicht mit Amylase- und Lipasewerten, sondern mit der Suche nach Insulinantikörpern und dem C-Peptid. Der Diabetologe würde das sehr wahrscheinlich untersuchen, ein Hausarzt kaum. Bei Typ 1, auch bei der speziellen Form LADA, brauchst du übrigens unbedingt Insulin. Die Chance, dass du Typ 2 hast, ist allerdins sehr viel höher. Trotzdm sollte das unbedingt geprüft werden.

    Ich halte die Strategie des Diabetologen übrigens für goldrichtig: mit Insulin relativ schnell für vertretbare BZ-Werte zu sorgen und dann zu sehen, ob durch die von dir getroffenen Maßnahmen das Insulin reduziert oder wieder ganz weggelassen werden kann. Falsch und sehr schlecht wäre nur die Einstellung, dass das gespritzte Insulin ja schon alles repariert und du nichts weiter machen musst. Für die Senkung des Insulinbedarfs zu sorgen, ist sowieso dein Part. Der Diabetologe bzw. seine Mitarbeiter können dich dazu lediglich mit Information versorgen. Die kannst du dir natürlich auch alleine im Internet, aus Büchern, in Foren und durch eigene Erfahrungen zusammen suchen. Schwer ist dabei allerdings, die guten von den schlechten Empfehlungen zu trennen, es gerade zu diesem Thema sehr viel Blödsinn verbreitet.

    Ein großer Vorteil der anfänglichen Insulintherapie wäre, dass du die Teststreifen oder sogar ein CGM (Libre, Dexcom) spendiert bekommst. Damit kannst du dann sehr gut sehen, was du wie mit Ernährung und Bewegung erreichen kannst. Ohne Messungen machst du nur einen Blindflug und als Selbstzahler für solche Sachen musst du insgesamt ganz schön viel blechen.

    Beste Grüße, Rainer

    ____
    Gegebene Vorschläge und Einschätzungen sind ausschließlich zu Informationszwecken bestimmt und können in keinem Fall professionelle Beratung oder die Behandlung durch einen Arzt ersetzen.
    Bearbeitet von User am 19.10.2023 17:04:21. Grund: BBCodes
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    am 19.10.2023 16:38:20 | IP (Hash): 1764703117
    Nein, er meinte nicht Typ 1 oder 2.
    Es gibt im Typ 2 Untergruppen. Oder eben zwei Formen von Typ2.

    und du hast völlig Recht, ich möchte gerne zuverlässige Infos und nicht drölfzig verschiedene Ansichten...
    ;-).
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    am 19.10.2023 17:01:12 | IP (Hash): 22986664
    Wegen Sport, ich bin mir nicht sicher ob JETZT mit deinen sehr hohen Werten das das richtige ist. Vielleicht hat hier jemand dazu eine Info?
    Das würde ich auf alle Fälle mit einem Arzt vorher abklären.
    Spaziergang, bisschen bewegen ist jetzt vermutlich besser als richtig Sport.

    Ernährung: Zucker und alle KHs (Brot. Nudeln, Reis vorerst möglichst komplett lassen, auch die Hafernilch. Obst nur wenig. Gemüse soviel du willst. Genug Eiweiss, etwas Öl.
    Eine deutliche Kalorinreduzierung ist sicher angebracht, wird sich automatisch ergeben wenn du die KHs und übermäßige Mengen Fette weglässt.

    Das "gute" am DM (darf man das so sagen?) ist das du zumindest bei Typ2 recht viele Hebel in der eigenen Hand hältst. Die Medikation ist da nur eine Unterstützung, man kann und soll sich da schon selber sehr viel helfen.
    Ich bleibe aber dabei, bei deinen hohen Werten würde ich schon beim doc vor der Tür sitzen, das ist sehr riskant. Ich würde mich in aktiver Behandlung und Betreuung da wohler und sicherer fühlen.



    DM Typ 2 - 2x täglich Metformin 1000 / Sitagliptin 50
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    am 19.10.2023 17:19:54 | IP (Hash): 22986664
    Schafakäse ist kein Problem, Käse sind meist BZ freundlich. Aber wenn man abnehmen will, wenig davon.
    Maltodextrin ist schlecht.

    Als Süsstoff eigenen sich eher Stevia, Birkenzucker (Xylit) oder Erythrit. Alles fasz neutral für BZ.
    Mein Favorit ist das Xylit (Geschmackssache!), das hat aber Kalorin.
    Für dich ist vermutlich Erythrit am besten, mit 0 kcal.
    Musst aber schauen ob du etwas davon verträgst.

    Vergiss Honig, Dicksäfte oder Fructose - all das wird manchmal im Internet für Diabetiker empfohlen. Das ist natürlich gar nicht geeignet und falsch wie so vieles was im Internet steht.
    Fructose (also auch alles Obst) musst du erst mal sowieso aufpassen, das geht auf die Leber und du musst alle Stoffwechselorgane entlasten.


    DM Typ 2 - 2x täglich Metformin 1000 / Sitagliptin 50
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    am 19.10.2023 17:24:41 | IP (Hash): 429394757
    Nada schrieb:
    Nein, er meinte nicht Typ 1 oder 2.
    Es gibt im Typ 2 Untergruppen. Oder eben zwei Formen von Typ2.

    und du hast völlig Recht, ich möchte gerne zuverlässige Infos und nicht drölfzig verschiedene Ansichten...
    ;-).



    Nahezu 90% der Diabetespatienten hat Typ2 Diabetes.
    Ca. 10% hat Typ1/Lada.
    Ca. 1% hat seltene Diabetesformen, die kein Typ1 oder Typ2 sind, sondern werden als Typ3 bezeichnet (plus bestimmte Kleinbuchstaben, welche Diabetessonderform es ist).

    Bei Typ3 sind die häufigsten in dieser Gruppe eine der 11 Mody Diabetes Formen (Typ3a), pankreopriver Diabetes durch Bauchspeicheldrüsenerkrankungen (Typ3c) und Steroid-Diabetes durch Kortison (Typ3e).

    Alle Typ3 Diabetes Formen sind also selten, aber keine Unterform von Typ2!

    Der Arzt meinte den pankreopriven Diabetes und seine Aussage ist totaler Blödsinn.

    Ohne eine bereits bekannte Erkrankung oder Operation an der Bauchspeicheldrüse und ohne typische Pankreassymptome (u.a. Gelbsucht, schwere gürtelförmige Schmerzen im Oberbauch, Fettstuhl oder starker Gewichtsverlust) ist die Wahrscheinlichkeit eines pankreoprives Diabetes bei dir annähernd NULL!! Ich habe selbst diese Diabetesform und kenne mich damit deshalb recht gut aus.

    Deshalb würde ich dir persönlich folgendes empfehlen, Test auf C-Peptid, das zeigt inwieweit deine BSD noch selbst Insulin herstellen kann. Ist er normal oder zu hoch, dann liegt i.d.R. ein Typ2 vor.
    Ist es erniedrigt, hast du i.d.R. einen sog. Insulinmangel-Diabetes. Dann sollte AK zwecks Typ1 angeschaut werden. Und erst wenn dort keine zu finden sind, könnte man nochmal nach Typ3 Sonderformen schauen.

    Aber eins nach dem Anderen. In der Medizin gibt es auch das Sprichwort "wenn man Hufgetrampel hört, denken wir zuerst auch an Pferde und nicht an Zebras"

    Zu Insulin, solange es keine richtige Diagnose gibt, würde ich an deiner Stelle (solange keine starke Nadelphobie oder ähnliches vorliegt) für den Anfang zumindest 1× Tag Basalinsulin spritzen. Damit ist das Unterzuckerungsrisiko gering. Es unterstützt aber deine BSD sehr, für einen möglichen Insulinmangeldiabetes wäre es sehr wichtig, auch bei Typ2 anfangs sicher sehr hilfreich, um erstmal die Werte etwas zu senken. Gleichzeitig natürlich Tests, ob es wirklich Typ2 ist, Ernährung umstellen, Bewegung, ...

    Falls die Bestätigung auf Typ2 dann kommt und deine Werte besser sind, kannst du das Basalinsulin auch wieder absetzen.

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    am 19.10.2023 17:49:28 | IP (Hash): 584062127
    Gunter21 schrieb:
    Wegen Sport, ich bin mir nicht sicher ob JETZT mit deinen sehr hohen Werten das das richtige ist. Vielleicht hat hier jemand dazu eine Info?


    Wenn der hohe Blutzucker keine ernsthaften akuten Symptome macht, macht die Absenkung auch keine. Wieso man dafür ärztlichen Beistand bräuchte, wenn man das Absenken selbst schafft, will sich mir beim besten Willen nicht erschließen.
    Manchmal denke ich, dass die BZ-Zahlen für riesige Glukosemengen missverstanden werden. Aber 100 mg/dl bedeuten gerade mal 1 Gramm Glukose pro Liter Blut, 200 mg/dl entsprechend 2 Gramm usw.

    "Life Without Diabetes" ist die aus meiner Sicht aktuellste gut lesbare Darstellung des Typ 2 mit allen wichtigen Facetten von Prof Roy Taylor, Newcastle, also von dem Mann, der die Remission mit eben Typ 2 als für 8 von 10 Neudiagnosen systematisch erreichbar vor gut 10 Jahren entwickelt hat. Der von ihm und seinem Team mit inzwischen tausenden von Probanden mit Erfolg verprobte Weg funktioniert völlig ohne Medikamente mit der sogenannten Newcastle Diet. Das Buch gibt es inzwischen auch in deutscher Übersetzung.

    ----------------------------------------------
    Schon im völlig gesunden Bereich können höhere Blutzuckerspitzen diabetische Beschwerden und Schäden verursachen. Wenn man davon betroffen ist, ist das zuverlässige Vermeiden solcher Spitzen die erste Wahl - geht meistens völlig ohne Arzt und Medis :)
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    am 19.10.2023 17:50:03 | IP (Hash): 797780926
    Nada schrieb:
    Nein, er meinte nicht Typ 1 oder 2.
    Es gibt im Typ 2 Untergruppen. Oder eben zwei Formen von Typ2.



    Ich vermute, dass der Arzt meinte, dass es Typ 2 mit
    a) hoher, überschießender Insulinproduktion (aufgrund der Insulinresistenz)
    b) Insulinmangel (oft im Spätstadium)
    gibt.

    Differenzieren kann man es durch die Bestimmung von C-Peptid.
    Bei b) kommt man an Insulin nicht vorbei.
    Aber auch bei a) braucht man aufgrund der Insulinresistenz mitunter Insulin.

    Lg
    Hape

    Bearbeitet von User am 19.10.2023 17:53:45. Grund: Tippf
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    am 19.10.2023 19:00:35 | IP (Hash): 1764703117
    Cholesterin 193 sagt die ärztin...
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    am 19.10.2023 19:06:30 | IP (Hash): 1764703117
    Was spricht gegen Hafermilch? Die ist ganz ohne Zucker...
    Avocado geht?

    Bearbeitet von User am 19.10.2023 19:07:45. Grund: Nachsatz fehlte
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    am 19.10.2023 19:29:16 | IP (Hash): 1764703117
    Süsstoffe sind nicht nötig, zum Glück.
    Ich bin zufrieden mit Wasser (mit etwas Zitrone), ungesüßtem Tee und Kaffee, dazu aber gerne etwas Milch.
    Früchte aktuell nur Avocados, haben ganz wenig Fructose.
    LG

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    am 19.10.2023 19:37:28 | IP (Hash): 477975814
    Ohne Zucker meistens ja - aber nicht ohne Nährstoffe. Die können variieren, je nachdem wie die Hafermilch hergestellt wurde. Es kann auch sein das in der Hafermilch bei der Herstellung Maltose entsteht, dann hast du doch Zucker drin, KHs sind normal immer drin.

    Du solltst die nächste Zeit dich tatsächlich streng kalorinarm und möglichst KH frei ernähren, da würde ich die nächste Zeit mal auch auf Milch und sämtliche pflanzlichen Milchersatzstoffe verzichten. Zumindest schau genau was da drin ist und nur kleine Mengen.

    Avocado ist zwar gesund aber ist extrem gehaltvoll. Kalorinbomben, voller Fett.
    Spricht nichts dagegen, aber denk an die Diät und deine Tages-gesamtkalorien.


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    am 19.10.2023 19:40:56 | IP (Hash): 1764703117
    Das ist es, was er meinte: pankreopriven Diabetes.
    Danke für deine Info.

    LG
    Nada
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    am 19.10.2023 19:47:07 | IP (Hash): 797780926
    Nada schrieb:
    Was spricht gegen Hafermilch? Die ist ganz ohne Zucker...



    Ich sehe hinsichtlich Diabetes keinen Vorteil bei Hafermilch verglichen mit Kuhmilch.
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    am 19.10.2023 19:48:17 | IP (Hash): 1764703117
    Schöne Einstellung, vielen Dank!

    LG
    Nada
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    am 19.10.2023 19:53:03 | IP (Hash): 1764703117
    Aber Kuhmilch enthält doch Milchzucker?
    Steht so wenigstens auf der Verpackung.
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    am 19.10.2023 19:55:14 | IP (Hash): 477975814
    hjt_Jürgen schrieb:

    Wenn der hohe Blutzucker keine ernsthaften akuten Symptome macht, macht die Absenkung auch keine. Wieso man dafür ärztlichen Beistand bräuchte, wenn man das Absenken selbst schafft, will sich mir beim besten Willen nicht erschließen.
    Manchmal denke ich, dass die BZ-Zahlen für riesige Glukosemengen missverstanden werden. Aber 100 mg/dl bedeuten gerade mal 1 Gramm Glukose pro Liter Blut, 200 mg/dl entsprechend 2 Gramm usw.



    Jürgen, ich war mir ziemlich sicher das sich das dir nicht erschliesst aber ich bin mir im Gegensatz zu dir bewusst das wir alle (auch du) nur Laien in einem Laienforum sind. Du hast zwar jahrzehnte Erfahrung aber bleibst trotzdem ein Laie, wenngleich ein Erfahrener Laie.

    Diese mg die im Blut herumschwimmen sind nicht die Ursache , sondern das Symptom. Die Ursache ist irgendwo in einem völlig gestörtem Stoffwechselsystem zu finden das aus dem Gleichgewicht geraten ist.
    Ich kann nicht einschätzen was da in dem komplexem metabolischem System passiert wenn derjenige plötzlich in so einem Zustand richtig Sport betreibt, aber es beeinflusst ganz sicher etwas.
    Deswegen der Hinweis das vorsichtig angehen und sich beraten lassen damit sich das nicht verschlimmert, alles andere emfinde ich als unserös.

    Und ganz symtomfrei ist ein Nüchternzucker mit ein paar hundert und HBa1C 12,5 gewiss nicht, das sollte man schon merken.







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    am 19.10.2023 20:04:26 | IP (Hash): 797780926
    Nada schrieb:
    Aber Kuhmilch enthält doch Milchzucker?
    Steht so wenigstens auf der Verpackung.



    Insgesamt ist der Kohlenhydratgehalt von Kuhmilch geringer

    Eine Avocdo pro Tag halte ich für unproblematisch, wenn man den Kaloriengehalt im Blick behält.
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    am 19.10.2023 21:36:36 | IP (Hash): 584062127
    Gunter21 schrieb:
    Diese mg die im Blut herumschwimmen sind nicht die Ursache , sondern das Symptom. Die Ursache ist irgendwo in einem völlig gestörtem Stoffwechselsystem zu finden das aus dem Gleichgewicht geraten ist.finde ich als unserös.


    Für den höher als gesunden BZ sorgen
    a) die zunehmend verfettete Leber, die eine Typ 2 genetisch bedingte Fettschwelle hat, mit deren Überschreiten zunehmend mehr Insulin in den Kreislauf gegeben wird, als darin verbraucht werden kann.
    b) zunehmend verfettete Betazellen, die eine Typ 2 genetisch bedingte Fettschwelle haben, mit deren Überschreiten sie immer weniger spontan und mit der Zeit auch immer weniger arbeiten.
    Beides seit der ersten Endeckung vor über 10 Jahren in Newcastle in vielen solchen Kliniken in aller Welt mit vielen tausend Probanden nachgemessen und nachgewiesen, wie du in "Life Without Diabetes" einfach nachlesen kannst.
    Aber Vorsicht! In dem Buch steht noch mehr deutlich anders, als wir das bislang ohne Nachmessen von den großen Deutern in weißen Kitteln gelernt haben.

    Ohne die genetischen Anlagen zum Typ 2 liefert auch die zu 100% verfettete Leber immer nur soviel Glukose in den Kreislauf, wie gesund darin gerade verbraucht wird. Und ohne genetische Typ 2 Anlagen beantworten die Betas auch unter der dicksten Fettschicht spontan jede Insulinanfoerderung!
    UND wenn das Fett bei den Lebern und den Betas mit den genetischen Anlagen zum Typ 2 wieder unter deren Fettschwellen abgeschmolzen ist, funktionieren die auch wieder völlig gesund :)

    Mit 2 wichtigen Caveats:
    Das Überschreiten der Typ 2 Diagnosereife sollte nicht länger als 6 Jahre zurückliegen.
    Das BMI ist dafür eine miese Richtschnur, denn beim einen sind die Schwellen schon mit BMI 20 überschritten und bei der anderen erst mit BMI 30 oder noch mehr.

    ----------------------------------------------
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    am 19.10.2023 22:01:49 | IP (Hash): 477975814
    Du kannst mich ja nicht einmal richtg zitieren und ausserdem verfehlst du das Thema, das hat gar nichts damit zu tun was ich schrieb.



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    am 19.10.2023 22:13:34 | IP (Hash): 584062127
    Sorry, du hast recht, ich hab unvollständig zitiert. Entschuldige bitte.

    ----------------------------------------------
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