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Diabetikerschulung: Eure Erfahrungen?
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Tom
Rang: Gastam 06.06.2008 13:20:12
"und roggenmehl hat exakt den gleichen kh anteil wie weizenmehl, daher "
DAS wusste ich nicht.. also kann ich auch gut Weizenbrot essen?
Ich vertrage auch kein Körnerbrot, ich bekomme richtige Magenschmerzen und ich glaube, der Grund sind nicht irgendwelche Dinge, auf die ich allergisch bin, sondern einfach die schwerverdaulichen Hühner- Körner. Und Gott wollte nun mal nicht, dass ich ein Huhn bin... von Tom -
Petra
Rang: Gastam 06.06.2008 16:05:49
Tschuldigung
manchmal geht der Gaul halt mit mir durch.
Ne, stinknormale Schulung hatte ich keine. Die wollten mich schicken aber ich wollte nicht hingehen. Ich esse halt lieber Butter. Und Diabetikerprodukte probiere ich auch manchmal ich habe weder mit Süßstoffen, noch Körnern oder sonstwas Probleme. Aber die meisten Sachen schmecken echt eklig. Mittlerweile gibt´s ein paar die einfach weniger Zucker nehmen, falls hier erlaubt ist, der große Bauer Diät, Joghurt, für den lass ich sogar den normalen stehen. Von den Fettreduzierten Sachen halte ich pers. gar nix da ist zwar weniger Fett drin aber dafür meistens viel mehr Zucker und da bin ich nicht scharf drauf.
@ Jürgen, doch tut er, die läuft sogar zu hause noch weiter, weil wirklich arbeiten macht man dort ja auch nicht.
Schönen Tag noch
Petra -
Rolf
Rang: Gastam 06.06.2008 16:30:46
Hallo, zusammen,
wenn ich schon zitiert werde, hier meine Erfahrungen mit der Schulung:
Es wurde gesplittet in die Teile
Selbstkontrolle (BZ-Messung, hier gabs das erste "Schätzeisen" )
Allgemeiner Überblick, was ist Diabetes ( T1 / T2 und Unterformen )
Grundlagen einer ausgewogenen Ernährung ( hier war schon die Partnerin eingeladen )
Einzelberatung zur Ernährung ( mit Parnerin )
Kohlehydrataustausch ( Essen zu Hause, im Restaurant, auf Reisen und was beachtet werden sollte )
Gesundheitspass Diabetes, ( Vorsorge organisieren )
und Fußdiagnostik
Dieser Teil war generell für alle, erst danach kamen die Schulungen für die INSULINER wie Insulin richtig benutzen, Insulinanpassung, Unterzuckerungen vermeiden, Insulinanpassung in besonderen Situationen, Sport, Krankheit, auf Reisen, bei Feiern ), Insulinanpassung und Kohlehydrate
Intensivierte Insulintherapie.
Also ich war sowohl mit den Schulungsinhalten als auch mit der Durchführung zufrieden und auch meine Frau hat erfahren, was wichtig im täglichen Leben sein wird. Das ganze fand im Schulungszentrum der diabetologischen Praxis von Dr. Droste in Oldenburg statt.
Mein Hausarzt hatte mir nur Metformin gegeben, aber ich habe es selbst in die Hand genommen, mit einem Diabetologen in Kontakt zu treten. Sicherlich ist jeder Arzt anders, wenn z. B. eine Bekannte über Aussagen ihres Arztes redet, sträuben sich mir doch so manches Mal die Nackenhaare.
Gruß
Rolf -
Rolf1
Rang: Gastam 06.06.2008 16:37:38
Nachtrag
Die Kernaussage für die Ernährungsdinge war:
Diese Schulung sollte nicht nur für Diabetiker angeboten werden, die ist für jedermann wichtig !
Essen könne sie alles, über das Wie, Wann und Wieviel werden wir jetzt reden. Diätprodukte können Sie vergessen.
Es wurde auch über eine sogenannte "Vermeidungsstrategie" gesprochen ( Was vermeide ich besser und warum ). Seitdem lese ich beim Einkaufen etwas genauer die Inhaltsstoffe und wäre mit einer Ampelkennzeichnung besser bedient als mit den Angaben von bis zu 5 verschiedenen Kohlehydratträgern :-((
Gruß
Rolf
von Rolf1 -
Barbara
Rang: Gastam 06.06.2008 17:45:33
@ Petra Diätprodukte kaufe ich auch nicht ,aber auf Fett achte ich schon sehr. Nun Du bist Typ 1 und
wahrscheinlich schlank und mußt mußt nicht aufs gewicht achten. Nun bei den Typ 2 sieht es anders aus Im übrigen so schlecht schmecken die Sachen gar nicht mehr,ich find das kannman gut essen.
@ Tom, gewiß kannst die helle Brote essen, es ist nur so,daß die schneller ins Blut gehen als Vollkornbrot und Brötchen. Ich esse so wenig,daß ich mir ,wenn schon, dann mal ein helles Brötchen.
Ich merke da auch nicht so viel Unterschied.
Gruß Barbara -
Rolf
Rang: Gastam 06.06.2008 18:53:19
Hi, Biggi,
bei den Joghurten gebe ich Dir recht, besser den normalen als diese "Diabetikerprodukte" in denen Zucker u. U. durch mehrwertige Alkohole ersetzen ( ein mehr wertiger Alkohol ist. z. B. Glycol, den Winzer in der Vergangenheit auch zur Weinverbesserung eingesetzt haben ) oder durch Aspartam oder ähnliche Süßstoffe ersetzt ist. Beim Einkauf ist Lesen angesagt, damit man den Müll erkennt und einfach nicht mehr kauft, mir würde eine Ampelkennzueichnung wie in England sehr helfen.
Gruß
Rolf -
klausdn
Rang: Gastam 06.06.2008 19:46:14
mir wäre es viel lieber wenn die inhaltszoffe in einer größeren schrift geruckt wären, damit man sie ohne lupe lesen kann.
mit der ampel kann ich nichts anfangen, denn die gibt nur meinungen was gesund ist wieder,
diese meinungen ändern sich mit der zeit manchmal langsam manchmal schnell. und haben mit dem wichtigsten für uns nichts zu tun.
denn wenn da zucker drin ist, in großen mengen und dann ist die ampel rot, ist das eine meinung, wenn die gleiche menge mehl drin ist, wäre die ampel nicht rot aber für dmler ist das gehopst wie gesprungen.
100g mehl sind 100g glucose(sogar etwas mehr.)
und 100g zucker sind 50g glucose und 50g fructose.
daher im grunde günstiger für dmler..
nur wer frißt schon hundert gramm zucker?
haben brot, reis , nudeln und kartoffeln dann auch rot ?
@barbara, der spruch fett macht fett, ist genauso ein spruch wie , wir müssen 5 mal täglich obst oder gemüse essen.
oder erinnert euch das nicht an die erfindung des valentintages ? der ist eine erfindung der blumenhändler um blumen zu einer zeit zu verkaufen wo sie mit dem flugzeug aus südamerika eingeflogen werden und nach 2 stunden im müll landen --- das ist umweltschutz ?
nur zur info ein brötchen ist ein kleines weißbrot.
und hat zz bei einem durchschnittsgewicht von 70-75g 3be.
übrigens mehl aus getreide-von dinkel, hafer,
gerste, roggen, mais, weizen, hirse, reis, und kartoffelmehl, ist alles stärke und stärke ist zucker.
daß vollkornbrot von vielen nicht vertragen wird liegt an phytin einem natürlich enthaltenem schutzstoff gegen das gefressenwerden.
daher wurde in den letzten 3000 - 4000 jahren vollkornmehl nur verwendet wenn notzeit war.
der vollkornfanatismus ist eine neudeutsche erfindung. nirgends sonst wird sowas gegessen.
und hier ist das meiste auch mimikri, da werden irgendwelche körner drauf oder reingetan während das grundbrot immer das gleiche ist.
wers mag solls essen.
mfg. klaus
von klausdn -
dipa
Rang: Gastam 06.06.2008 20:31:16
Hallo Tom,
zur Abwechslung mal wieder ein Kommentar zum ursprünglichen Thema.
Meine Schulung war beim Diabetologen durch seine Assestentin zusammen mit 8 etwas älteren Diabetikern, alles bis auf einen Frischlinge.
Die Schulung war sehr theoriefixiert, für eine 1.Schulung ist dies natürlich auch notwendig. Die Praxis kam zu kurz.
Es wurden die üblichen Fragen gestellt wie was darf ich essen, was nicht? Eine klare Antwort gab es nicht, es wurde auf die Ernährungspyramide hingewiesen.
Interessanter war der Erfahrungsaustausch unter uns Diabetiker. Jeder durfte über seine Diabetesdiagnose berichten. Bei 8/9 fand die "Erstdiagnose" nicht durch den HA statt. Die Hausärzte verweigerten die Blutzuckeruntersuchung. Häufigster Grund: Sie zu jung, sie können keinen Diabetes haben.
In der Schulung wurde einem das Notwendigste beigebracht, aber auf spezifische Probleme wurde nicht eingegangen.
Man hat nur eine grobe Einstellung erhalten.
Um eine optimale Einstellung zu erhalten, muss man sich an Selbsthilfegruppen oder an Internetforen wenden.
Es geht auch anders, von einer Ernäherungsberaterin weiss ich, dass sie Diabetiker Schokoladen essen lässt.
Die meisten sind überrascht, dass nur ein leichter Anstieg zu verzeichen ist und bei wenigen der BZ sogar sinkt!
mfg dipa
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Jürgen
Rang: Gastam 06.06.2008 21:17:33
Moin Dipa,
hab mir vorhin für 3 Streifen Traubennuss noch 12 IE einverleibt. Wo damit mein BZ recht ausgeglichen verlaufen ist, muss ich wohl annehmen, dass der Anstieg ohne die Ernährungsberaterin geschockt hätte, oder?
Meine eine Schulung hab ich zu Anfang des DMP genossen, als eine der ersten strukturierten Schulungen in dieser Praxis, zusammen mit 5 oder 6 weiteren INSULINERn und einer Mutter eines relativ neu diagnostizierten Typ1 Grundschulkindes. Der jüngste Teilnehmer war 18 und Typ1, und ich meine, ich wäre der Senior in der Runde gewesen. Das Ganze lief in 6 oder so Doppelstunden, zu denen jeweils ein Themenabschnitt vorgetragen wurde. Da gibt es wohl so was wie'n DDG-zertifizierten Lehrgangskoffer, und nach dem wird vor gegangen. Lediglich an 2 Abenden war mehr aktive Teilnehmerteilnahme vorgesehen, an denen nämlich Menüs von Papptellerbildchen BE-mäßig eingeschätzt werden mussten.
Alle Einstellfragen wurden an die Einzelgespräche mit dem Diabetologen nach jeder Schulungseinheit verwiesen. Somit war Erfahrungsaustausch weitgehend unterbunden. Dass Insulin dazu taugt, Biobrot oder auch die Glukose aus einem Apfel in Speicherfett umzuwandeln, war keine ernsthafte Info in der Runde.
Insgesamt hätten wir das Ganze auch von DVD genießen können. Was wer von uns verstanden oder nicht verstanden hatte oder wie für sich einordnen konnte, wurde in keiner Weise hinterfragt. Ziel der Schulung war, die Schulung zu halten und nicht, einen irgendwie beschreibbar höheren Wissensstand bei den Teilnehmern herzustellen.
Bisdann, Jürgen -
dipa
Rang: Gastam 06.06.2008 22:58:55
Hallo Jürgen,
die Ernährungsberaterin hätte vielleicht der Anstieg ohne Insulin geschockt.
12 IE für 3 Riegel ist schon etwas heftig.
Brauchst du 12 IE, weil der Zucker so hochschiesst oder wegen der Resistenz?
Bei meiner Schulung war Erfahrungstausch möglich, aber da eigentlich alles Frischlinge nur auf niedrigem Niveau.
Da ich schon vorher die Broschüren gelesen, habe ich nicht viel Neues gelernt.
Es wurde darauf hingewiesen, wie wichtig Bewegung für einen Diabetiker ist. Es wurde aber nicht vorgeführt. Man hätte statt der Papptellerschildchen nämlich auf dem Markt gehen können. Das hätte mir mehr Informationen gebracht und die anderen hätten auch noch zusätzlich den Nutzen von Bewegung erfahren.
mfg dipa