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Diabetikerschulung: Eure Erfahrungen?

  • Tom

    Rang: Gast
    am 05.06.2008 11:29:56
    Also, sorry. jetzt muss ich mal was zu Diabetikerschulungen sagen und hätte gern Eure Erfahrungen dazu gewusst, weil Rolf grade wieder mal eine gute Diabetikerschulung empfahl.

    MEINE Erfahrungen dazu waren folgende und so ähnlich habe ich es auch schon von anderen Neudiabetikern gehört:
    Man wartet sehnsüchtig auf die Schulung, man WILL ja lernen.
    Dann sitzt man gemeinsam mit 15 älteren Leuten, die um die 75 sind und zwei Gleichaltrigen in der Schulung und lernt: Garnichts!! Denn die älteren Herrschaften (nichts gegen ältere Menschen) sind natürlich noch viel mehr überfordert mit der neuen Sitation und benötigen viel viel länger, um überhaupt die Dinge zu begreifen. Was soll man dann tun? Aufstehen und sagen: Hier bleibe ich nicht, das hat keinen Sinn?
    Dann ist die sogenannte Spritztabelle, die man vom Diabetologen bekommt, noch das Beste, woran man sich klammern kann. Ich kenne bis heute noch nicht meinen Spritzfaktor, doch, ich habe ihn ausprobiert, aber wie der eigentlich ermittelt wird, keine Ahnung. Dass es das Wort überhaupt gibt, habe ich im Forum zum ersten Mal gehört.
    Wie habt Ihr das erlebt?
    von Tom
  • Barbara

    Rang: Gast
    am 05.06.2008 11:43:57
    Tom, siehe Curaplan ,da ist wohl alles gesagt.
    Natürlich ist es nicht richtig sämtliche Altersstufe
    zusammenzulegen. und die verschiedenen Methoden
    und Typen. Aber das wird sich wohl nicht lohnen
    und wird zu teuer für die Diätassistenten. Ich weiß aus Gesprächskreisen,daß es mit " Älteren "
    schwierig sein kann ,aber es sind nicht alle. Vor allem man muß auch ein gewisses Interesse mitbringen.
    Gruß Barbara



  • Biggi

    Rang: Gast
    am 05.06.2008 15:19:32
    Hallo Tom
    ich habe zwei Schulungen hinter mir. Die Erste, wo ich glaubte, die sei topp, erwies sich nach der 2. in einem anderen Krankenhaus (wegen Umzug und Neueistellung) als Flopp.
    Bei der 1. Schulung lag ich auf der "Inneren", wo sogenannte Diabetesschwestern die Schulungen durchführten. Da war an Essen/Trinken wirklich so ziemlich alles verboten. Die "strammen Diabetiker", zu denen ich zum Glück nicht zähle, kamen beimThema Ernährung erst mal gar nicht aus ihren Zimmern in die Schulungsräume. Ein älterer Herr und ich, damals 41, saßen da und der ältere Herr, gute 75, war intelligent und geistig in der Lage, sein eigenes Schicksal in die Hand zu nehmen. Aber mal ehrlich: nach der Schulung, egal in welcher Qualität, halten sich sowohl jüngere als auch ältere Menschen kaum noch daran. Zu hause kocht dann beim Opa die Oma, die nicht zum Lehrgang war, da Opa Diabetes hat, weiter wie bisher.
    Die 2. Schulung, die ich dann hatte wegen Insulin-Neueinstellung, weil man bei der ersten nur Lantus verordnete.... was angeblich nonsens war, ging es ganz anders zu. Klar, waren auch Ältere dabei, und welche mit Werten über 14. Die gingen dann aber auch nachmittags ins Café und aßen Torte... und wunderten sich, wenn die Werte nicht besser wurden. Also wollten sie auch nichts begreifen.
    Nee, es gibt überall Solche und Solche, ob Jung oder Alt... und auch sehr differenzierte Schulungen.

    Jeder ist am Ende sein eigener Arzt und bestimmt durch seinen Lebensstil seine eigene Zukunft.
    Gruß Biggi
  • Jürgen

    Rang: Gast
    am 05.06.2008 15:35:59
    Ich würde Toms Frage gerne etwas erweitern:
    Nach meinen proaktiven max 140/120/100 mg/dl oder 7,8/6,6/5,6 mmol/l 1/2/3 Stunden nach jedem Essen brauche bei Schulungen wahrscheinlich zu fragen. Aber hat denn überhaupt jemand gelernt, dass er Spitzen vermeiden könnte, also vielleicht alles über 200 mg/dl oder 11,11 mmol/l? Und ist dazu vielleicht auch angeleitet worden, wie man das konkret machen könnte? von Jürgen
  • Tom

    Rang: Gast
    am 05.06.2008 15:44:52
    Ich hatte liebe Nachbarn, beide Diabetiker. Da gehörte ich noch nicht dazu. Die haben ganz normal gekocht und gegessen. Es war üblich, dass man sich gegenseitig gern mal etwas anbot. Kuchen, das geerntete Obst. usw. Und ich habe noch den Satz im Ohr:
    Du ansonsten gern, aber heute nicht, wir müssen morgen zum "Zuckern". Gemeint war damit Labor.
    Ich glaube, dass die 2. Schulung frühestens 3 Monate nach der 1. Schulung erst besucht werden sollte. Denn in der Praxis treten ja die eigentlichen Fragen erst auf. Gepriesen und gedankt sei dem Erfinder des Internets. von Tom
  • Petra

    Rang: Gast
    am 05.06.2008 17:50:50
    <- mittlerweile etwas Tom verwirrt bin, gibts davon 2 ? Jo, Jürgen, habe ich gelernt , je nachdem zeitlich oder örtlich splitten, das Insulin natürlich *g* das Essen nur zeitlich. Und falls dieser Tom DIE Tom ist, ruf doch mal bei Teupe an und frage!!!! Den Kopf reißt er dir nicht runter, sage einfach das Forum "hat dich geschickt" ich denke das ist er schon gewöhnt.
    Schönen Tag noch
    Petra
  • Jürgen

    Rang: Gast
    am 05.06.2008 19:38:19
    Moin Petra,

    Du weißt genau, dass ich mit meiner Nachfrage die stinknormale Schulung, gern auch für INSULINER, gemeint hab, und die gibt's nun mal nicht bei Dok Teupe.

    Ok, bei dem kommen auch viele von denen mit etwas Einsatz zu erstaunlich gesunden BZ-Verläufen, die gemeinhin als schwer bis nicht einstellbar gelten. Aber wie ich's verstehe, stellt er ja im Gegensatz zu den meisten seiner Kolleginnen und Kollegen nicht wirklich ein, oder?

    Bisdann, Jürgen
  • Tom

    Rang: Gast
    am 06.06.2008 09:12:16
    Gaaaanz ruhig, Petra, ist alle gut:-)
    Ich wollte die Erfahrungen der anderen gern mal hören. Es geht hier um die ganz stinknormale Diabetikerschulung, die man als normal Sterblicher bekommt, die von Ernährungs...wie heißen die? durchgeführt werden, nachdem man Pen und Messgerät in die Hand gedrückt bekam. Die wenigsten fahren doch zur Schulung irgendwohin?
    Also ICH persönlich hatte in der ersten Schulung noch keine Fragen, saß, aber staunend da und das, was mir am klebrigsten im Gedächtnis verblieben ist, waren die Eingangssätze:
    - Vergessen Sie alle Diabetikerprodukte. Wenn Sie Becel essen, weil Sie meinen,
    Sie tun etwas Gutes, dann können Sie ebenso Butter essen.
    Die Mär von der halbem Grapefruit ist eine Mär.
    Und anstelle von Süßstoff nehmen Sie lieber geringe Mengen Haushaltszucker.
    Und da saß ich erst mal mit geöffnetem Mund staunend da. von Tom
  • Biggi

    Rang: Gast
    am 06.06.2008 10:38:28
    Hallo Tom
    bei mir war das ähnlich. Man sagte, die "Diabetikerprodukte" seien im Preis intensiver und der Name stimme.
    Irgendwie haben die ja auch recht. In Diab.-joghurt ist auch Frucht (Obststücken) Und da kann ich auch einen 0,1er "Normalen" essen. Der hat sogar weniger Fettanteil als der Diabetikerjoghurt.
    Halbfettmargarine wurde auch empfohlen. Ja, man ist etwas durcheinander. Aber am Ende habe ich festgestellt: man darf alles essen/trinken, aber nach dem Motto: FdH.

    Gruß Biggi
  • klausdn

    Rang: Gast
    am 06.06.2008 11:44:44
    hallo,
    daß diabetikerprodukte sinnlos sind zb kekse ohne zucker, aber aus mehl sollten inzwischen sogar die dümmsten diät/ernährungsberater draufhaben.
    dabei sollte man wissen, daß sich "jeder" ernährungsberater nennen kann.
    und die zusatzbezeichnung -dge- heißt auch nur daß sie von einem privaten verein eine urkunde hat.
    wo es sinnvoll ist, wissen die wenigsten, nämlich bei den getränken, irgendwann kann man wasser nicht mehr sehen, und wegen einem glas brause extra spritzen ist blöd. da sind die sachen mit süßstoff sinnvpll.
    ob in fruchtjoghurt frucht drin ist ist sehr zweifelhaft,
    nach der letzten rechnung , reicht die "welternte" an erdbeeren nur für 50% der "amerikanischen" fruchtjoghurts aus. dafragt man sich doch was ist da wirklich drin !
    daß margarine halbfett oder viertelfett extrem teuer verpacktes leitungswasser ist, sollte auch bekannt sein.
    die dauernd verbreitete fettarm leier , höre ich nicht mehr, denn ich habe dm und keine fettallergie.
    und roggenmehl hat exakt den gleichen kh anteil wie weizenmehl, daher ist die brotfarbe (von der farbe=maltose=glucose) mal abgesehen, völlig egal.
    wer vollkorn verträgt soll es essen wenn er mag,
    ich habe nach langem suchen nach allen anderen sachen festgesrellt, daß es mir nicht bekommt.
    mfg. klaus von klausdn
  • Tom

    Rang: Gast
    am 06.06.2008 13:20:12
    "und roggenmehl hat exakt den gleichen kh anteil wie weizenmehl, daher "

    DAS wusste ich nicht.. also kann ich auch gut Weizenbrot essen?
    Ich vertrage auch kein Körnerbrot, ich bekomme richtige Magenschmerzen und ich glaube, der Grund sind nicht irgendwelche Dinge, auf die ich allergisch bin, sondern einfach die schwerverdaulichen Hühner- Körner. Und Gott wollte nun mal nicht, dass ich ein Huhn bin... von Tom
  • Petra

    Rang: Gast
    am 06.06.2008 16:05:49
    Tschuldigung
    manchmal geht der Gaul halt mit mir durch.
    Ne, stinknormale Schulung hatte ich keine. Die wollten mich schicken aber ich wollte nicht hingehen. Ich esse halt lieber Butter. Und Diabetikerprodukte probiere ich auch manchmal ich habe weder mit Süßstoffen, noch Körnern oder sonstwas Probleme. Aber die meisten Sachen schmecken echt eklig. Mittlerweile gibt&acute;s ein paar die einfach weniger Zucker nehmen, falls hier erlaubt ist, der große Bauer Diät, Joghurt, für den lass ich sogar den normalen stehen. Von den Fettreduzierten Sachen halte ich pers. gar nix da ist zwar weniger Fett drin aber dafür meistens viel mehr Zucker und da bin ich nicht scharf drauf.
    @ Jürgen, doch tut er, die läuft sogar zu hause noch weiter, weil wirklich arbeiten macht man dort ja auch nicht.
    Schönen Tag noch
    Petra
  • Rolf

    Rang: Gast
    am 06.06.2008 16:30:46
    Hallo, zusammen,
    wenn ich schon zitiert werde, hier meine Erfahrungen mit der Schulung:
    Es wurde gesplittet in die Teile
    Selbstkontrolle (BZ-Messung, hier gabs das erste "Schätzeisen" )
    Allgemeiner Überblick, was ist Diabetes ( T1 / T2 und Unterformen )
    Grundlagen einer ausgewogenen Ernährung ( hier war schon die Partnerin eingeladen )
    Einzelberatung zur Ernährung ( mit Parnerin )
    Kohlehydrataustausch ( Essen zu Hause, im Restaurant, auf Reisen und was beachtet werden sollte )
    Gesundheitspass Diabetes, ( Vorsorge organisieren )
    und Fußdiagnostik

    Dieser Teil war generell für alle, erst danach kamen die Schulungen für die INSULINER wie Insulin richtig benutzen, Insulinanpassung, Unterzuckerungen vermeiden, Insulinanpassung in besonderen Situationen, Sport, Krankheit, auf Reisen, bei Feiern ), Insulinanpassung und Kohlehydrate
    Intensivierte Insulintherapie.

    Also ich war sowohl mit den Schulungsinhalten als auch mit der Durchführung zufrieden und auch meine Frau hat erfahren, was wichtig im täglichen Leben sein wird. Das ganze fand im Schulungszentrum der diabetologischen Praxis von Dr. Droste in Oldenburg statt.

    Mein Hausarzt hatte mir nur Metformin gegeben, aber ich habe es selbst in die Hand genommen, mit einem Diabetologen in Kontakt zu treten. Sicherlich ist jeder Arzt anders, wenn z. B. eine Bekannte über Aussagen ihres Arztes redet, sträuben sich mir doch so manches Mal die Nackenhaare.

    Gruß

    Rolf
  • Rolf1

    Rang: Gast
    am 06.06.2008 16:37:38
    Nachtrag

    Die Kernaussage für die Ernährungsdinge war:

    Diese Schulung sollte nicht nur für Diabetiker angeboten werden, die ist für jedermann wichtig !
    Essen könne sie alles, über das Wie, Wann und Wieviel werden wir jetzt reden. Diätprodukte können Sie vergessen.
    Es wurde auch über eine sogenannte "Vermeidungsstrategie" gesprochen ( Was vermeide ich besser und warum ). Seitdem lese ich beim Einkaufen etwas genauer die Inhaltsstoffe und wäre mit einer Ampelkennzeichnung besser bedient als mit den Angaben von bis zu 5 verschiedenen Kohlehydratträgern :-((

    Gruß

    Rolf

    von Rolf1
  • Barbara

    Rang: Gast
    am 06.06.2008 17:45:33
    @ Petra Diätprodukte kaufe ich auch nicht ,aber auf Fett achte ich schon sehr. Nun Du bist Typ 1 und
    wahrscheinlich schlank und mußt mußt nicht aufs gewicht achten. Nun bei den Typ 2 sieht es anders aus Im übrigen so schlecht schmecken die Sachen gar nicht mehr,ich find das kannman gut essen.
    @ Tom, gewiß kannst die helle Brote essen, es ist nur so,daß die schneller ins Blut gehen als Vollkornbrot und Brötchen. Ich esse so wenig,daß ich mir ,wenn schon, dann mal ein helles Brötchen.
    Ich merke da auch nicht so viel Unterschied.
    Gruß Barbara
  • Rolf

    Rang: Gast
    am 06.06.2008 18:53:19
    Hi, Biggi,

    bei den Joghurten gebe ich Dir recht, besser den normalen als diese "Diabetikerprodukte" in denen Zucker u. U. durch mehrwertige Alkohole ersetzen ( ein mehr wertiger Alkohol ist. z. B. Glycol, den Winzer in der Vergangenheit auch zur Weinverbesserung eingesetzt haben ) oder durch Aspartam oder ähnliche Süßstoffe ersetzt ist. Beim Einkauf ist Lesen angesagt, damit man den Müll erkennt und einfach nicht mehr kauft, mir würde eine Ampelkennzueichnung wie in England sehr helfen.

    Gruß

    Rolf
  • klausdn

    Rang: Gast
    am 06.06.2008 19:46:14
    mir wäre es viel lieber wenn die inhaltszoffe in einer größeren schrift geruckt wären, damit man sie ohne lupe lesen kann.
    mit der ampel kann ich nichts anfangen, denn die gibt nur meinungen was gesund ist wieder,
    diese meinungen ändern sich mit der zeit manchmal langsam manchmal schnell. und haben mit dem wichtigsten für uns nichts zu tun.
    denn wenn da zucker drin ist, in großen mengen und dann ist die ampel rot, ist das eine meinung, wenn die gleiche menge mehl drin ist, wäre die ampel nicht rot aber für dmler ist das gehopst wie gesprungen.
    100g mehl sind 100g glucose(sogar etwas mehr.)
    und 100g zucker sind 50g glucose und 50g fructose.
    daher im grunde günstiger für dmler..
    nur wer frißt schon hundert gramm zucker?
    haben brot, reis , nudeln und kartoffeln dann auch rot ?
    @barbara, der spruch fett macht fett, ist genauso ein spruch wie , wir müssen 5 mal täglich obst oder gemüse essen.
    oder erinnert euch das nicht an die erfindung des valentintages ? der ist eine erfindung der blumenhändler um blumen zu einer zeit zu verkaufen wo sie mit dem flugzeug aus südamerika eingeflogen werden und nach 2 stunden im müll landen --- das ist umweltschutz ?
    nur zur info ein brötchen ist ein kleines weißbrot.
    und hat zz bei einem durchschnittsgewicht von 70-75g 3be.
    übrigens mehl aus getreide-von dinkel, hafer,
    gerste, roggen, mais, weizen, hirse, reis, und kartoffelmehl, ist alles stärke und stärke ist zucker.
    daß vollkornbrot von vielen nicht vertragen wird liegt an phytin einem natürlich enthaltenem schutzstoff gegen das gefressenwerden.
    daher wurde in den letzten 3000 - 4000 jahren vollkornmehl nur verwendet wenn notzeit war.
    der vollkornfanatismus ist eine neudeutsche erfindung. nirgends sonst wird sowas gegessen.
    und hier ist das meiste auch mimikri, da werden irgendwelche körner drauf oder reingetan während das grundbrot immer das gleiche ist.
    wers mag solls essen.
    mfg. klaus
    von klausdn
  • dipa

    Rang: Gast
    am 06.06.2008 20:31:16
    Hallo Tom,

    zur Abwechslung mal wieder ein Kommentar zum ursprünglichen Thema.

    Meine Schulung war beim Diabetologen durch seine Assestentin zusammen mit 8 etwas älteren Diabetikern, alles bis auf einen Frischlinge.
    Die Schulung war sehr theoriefixiert, für eine 1.Schulung ist dies natürlich auch notwendig. Die Praxis kam zu kurz.
    Es wurden die üblichen Fragen gestellt wie was darf ich essen, was nicht? Eine klare Antwort gab es nicht, es wurde auf die Ernährungspyramide hingewiesen.
    Interessanter war der Erfahrungsaustausch unter uns Diabetiker. Jeder durfte über seine Diabetesdiagnose berichten. Bei 8/9 fand die "Erstdiagnose" nicht durch den HA statt. Die Hausärzte verweigerten die Blutzuckeruntersuchung. Häufigster Grund: Sie zu jung, sie können keinen Diabetes haben.
    In der Schulung wurde einem das Notwendigste beigebracht, aber auf spezifische Probleme wurde nicht eingegangen.
    Man hat nur eine grobe Einstellung erhalten.
    Um eine optimale Einstellung zu erhalten, muss man sich an Selbsthilfegruppen oder an Internetforen wenden.

    Es geht auch anders, von einer Ernäherungsberaterin weiss ich, dass sie Diabetiker Schokoladen essen lässt.
    Die meisten sind überrascht, dass nur ein leichter Anstieg zu verzeichen ist und bei wenigen der BZ sogar sinkt!

    mfg dipa


  • Jürgen

    Rang: Gast
    am 06.06.2008 21:17:33
    Moin Dipa,

    hab mir vorhin für 3 Streifen Traubennuss noch 12 IE einverleibt. Wo damit mein BZ recht ausgeglichen verlaufen ist, muss ich wohl annehmen, dass der Anstieg ohne die Ernährungsberaterin geschockt hätte, oder?

    Meine eine Schulung hab ich zu Anfang des DMP genossen, als eine der ersten strukturierten Schulungen in dieser Praxis, zusammen mit 5 oder 6 weiteren INSULINERn und einer Mutter eines relativ neu diagnostizierten Typ1 Grundschulkindes. Der jüngste Teilnehmer war 18 und Typ1, und ich meine, ich wäre der Senior in der Runde gewesen. Das Ganze lief in 6 oder so Doppelstunden, zu denen jeweils ein Themenabschnitt vorgetragen wurde. Da gibt es wohl so was wie'n DDG-zertifizierten Lehrgangskoffer, und nach dem wird vor gegangen. Lediglich an 2 Abenden war mehr aktive Teilnehmerteilnahme vorgesehen, an denen nämlich Menüs von Papptellerbildchen BE-mäßig eingeschätzt werden mussten.

    Alle Einstellfragen wurden an die Einzelgespräche mit dem Diabetologen nach jeder Schulungseinheit verwiesen. Somit war Erfahrungsaustausch weitgehend unterbunden. Dass Insulin dazu taugt, Biobrot oder auch die Glukose aus einem Apfel in Speicherfett umzuwandeln, war keine ernsthafte Info in der Runde.
    Insgesamt hätten wir das Ganze auch von DVD genießen können. Was wer von uns verstanden oder nicht verstanden hatte oder wie für sich einordnen konnte, wurde in keiner Weise hinterfragt. Ziel der Schulung war, die Schulung zu halten und nicht, einen irgendwie beschreibbar höheren Wissensstand bei den Teilnehmern herzustellen.

    Bisdann, Jürgen
  • dipa

    Rang: Gast
    am 06.06.2008 22:58:55
    Hallo Jürgen,

    die Ernährungsberaterin hätte vielleicht der Anstieg ohne Insulin geschockt.
    12 IE für 3 Riegel ist schon etwas heftig.
    Brauchst du 12 IE, weil der Zucker so hochschiesst oder wegen der Resistenz?

    Bei meiner Schulung war Erfahrungstausch möglich, aber da eigentlich alles Frischlinge nur auf niedrigem Niveau.
    Da ich schon vorher die Broschüren gelesen, habe ich nicht viel Neues gelernt.

    Es wurde darauf hingewiesen, wie wichtig Bewegung für einen Diabetiker ist. Es wurde aber nicht vorgeführt. Man hätte statt der Papptellerschildchen nämlich auf dem Markt gehen können. Das hätte mir mehr Informationen gebracht und die anderen hätten auch noch zusätzlich den Nutzen von Bewegung erfahren.

    mfg dipa
  • Jürgen

    Rang: Gast
    am 07.06.2008 13:05:24
    moin dipa,

    Du fragst:
    Brauchst du 12 IE, weil der Zucker so hochschiesst oder wegen der Resistenz?

    Die Frage versteh ich nicht. Ich spritze immer so viel, dass der BZ eben nicht hochschießt, sondern in nem niedrigen sanften Hügel verläuft.

    Bisdann, Jürgen
  • dipa

    Rang: Gast
    am 07.06.2008 14:56:08
    Hallo Jürgen,

    klar du brauchst halt 12 IE für einen optimalen BZ-Verlauf.
    Aber was passiert, wenn du kein Insulin spritzt bei 3 Riegel? Steigt der BZ stark (>200) oder noch moderat (ca. 150)?

    mfg dipa
  • Barbara

    Rang: Gast
    am 07.06.2008 21:35:02
    klar der zucker kann auf über 200 ansteigen ,wenn nicht gespritzt wird.
    Barbara
  • thomas2002

    Rang: Gast
    am 10.06.2008 01:22:27
    ich habe im laufe meiner kariere an 3 schulungen teilgenommen. in der regel waren es schulmäßig durchgeführte unterichtstunden mit gelegentlichen fragen. in nur einer schulung wurden die messwerte und spritzstrategien besprochen. in dieser einen schulung dieses einen arztes wurden auch die schulungen altersmäßig getrennt.

    mampf
    prinzipiell darf jeder diabetiger nach gusto alles verjustieren, wie ein gesunder auch. er sollte sich nicht einseitig ernähren. die einzige einschränkung ist eben halt ein regelmäßiger pre- und postblick auf sein schätzeisen. von thomas2002
  • Tom

    Rang: Gast
    am 10.06.2008 09:20:44
    Ich wollt noch "nachtragen": Die Diabetikerkonfitüren find ich als einziges Diabetikerprodukt Klasse.
    Zu Jürgens Schoki-Insulin. Ich muss für 1 BE auch 5 IE spritzen morgens. von Tom
  • Rosi

    Rang: Gast
    am 24.06.2008 13:01:30
    Ja, Diabetiker-Marmelade ist klasse. Nimm mal drei Löffel mehr und du kommst nicht vom "Topp" hoch.
    Gruß Rosi