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Nüchternblutzucker

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    am 14.01.2024 14:00:21 | IP (Hash): 2112195232
    Und die metabolischen Probleme, Leber, Gicht oder auch Diabetes gab es vor Jahrhunderten auch schon, aber eben genau wie Jürgen schreibt, überwiegend bei wohlhabenden Menschen.
    Ein paar Fälle sind dokumentiert, am bekanntesten sind wohl Heinricht VIII von England, in Wikipedia gibts es einen eigenen interessanten Abschnitt zum Gesundheitszustand. Oder auch der Sonnenkönig Ludwig XIV.

    Aber damals war das eher die Seltenheit, nicht jeder konnte so unmäßig essen wie Heinrich oder Ludwig.
    Heutzutage ist es essenmässig für jeden leicht möglich ein "Heinrich" zu sein......
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    am 14.01.2024 14:51:19 | IP (Hash): 1973125947
    Das ist unser Problem, das ist wahr. Und zudem ist das Angebot an ungesunden Sachen auch noch fast unübersehbar geworden. Damals hat man Kuchen oder Kekse selbst backen müssen, heute gibt es alles in Tüten abgepackt und viel, viel mehr an Zucker, als wir überhaupt vertragen können. Und jeder kann es sich leisten. Das ist tödlich. Als ob man reines Gift verkaufen würde.

    Die Verfügbarkeit müsste eingeschränkt sein, aber da würden alle schreien. Das ist ja bei Alkohol und Nikotin dasselbe. Als ob man ein Recht darauf hätte, sich zu vergiften. 😎 Hat man natürlich auch, davon kann einen keiner abhalten, aber die meisten Leute empfinden das ja nicht so. Sie halten Zucker nicht für Gift, sondern meinen, nicht ohne das leben zu können.

    Irgendwo habe ich mal gelesen, dass es nach dem Krieg kaum Diabetes gab. Vermutlich nur noch Typ 1. Durch die Nicht-Verfügbarkeit von Zucker, Mehl usw. und überhaupt übermäßiger Kalorien hatte sich Typ 2 in Luft aufgelöst (bis auf wenige Ausnahmen vielleicht).
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    am 14.01.2024 15:43:14 | IP (Hash): 1004415160
    Kelly schrieb:
    Irgendwo habe ich mal gelesen, dass es nach dem Krieg kaum Diabetes gab. Vermutlich nur noch Typ 1. Durch die Nicht-Verfügbarkeit von Zucker, Mehl usw. und überhaupt übermäßiger Kalorien hatte sich Typ 2 in Luft aufgelöst (bis auf wenige Ausnahmen vielleicht).


    Wir mit Typ 2 Diabetes haben immer Typ 2 Diabetes. Wir haben den nur entweder aus oder eingeschaltet. Klar ist er in Hungerzeiten bei den meisten ausgeschaltet.
    Und dann kommt noch ein ganz wichtiger Punkt dazu, nämlich der, dass man bis in die 80er Jahre mit der Überweisung vom Hausarzt morgens nüchtern im Krankenhaus antreten musste für die Bestimmung des Blutzuckers. Mal eben in der Praxis testen ging ab Mitte der 80er Jahre, und mal eben zu Hause testen geht erst seit Anfang der 90er.

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    Nur für Menschen mit T2D kurz auf den Punkt: Typ 2 Diabetes ist mit genetischen Speichergrenzen von Geburt an eingebaut. Unter diesen Grenzen ist er gesund ausgeschaltet und darüber diabetisch eingeschaltet. - Remission ist nach dem Abbau der Speicherinhalte unter diese individuellen(!) Grenzen und damit "wieder" der ausgeschaltete T2D.
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    am 14.01.2024 16:51:23 | IP (Hash): 1973125947
    hjt_Jürgen schrieb:
    Wir mit Typ 2 Diabetes haben immer Typ 2 Diabetes. Wir haben den nur entweder aus oder eingeschaltet. Klar ist er in Hungerzeiten bei den meisten ausgeschaltet.


    Genau. Was sehr für eine kalorienarme Diät spricht, um ihn auszuschalten.
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    am 14.01.2024 17:17:59 | IP (Hash): 1004415160
    Mit den Testgeräten in den Arztpraxen in der zweiten Hälfte der 80er Jahre gab es die erste große Typ 2 Welle in Deutschland. Die nächste gab es Mitte der 90er Jahre, als alle labormäßigen Blutproben auch ohne direkten Auftrag auf Blutzucker untersucht werden mussten. Es folgte in der zweiten Hälfte der 90er die Welle der Herz-Kreislauf-Erkrankten, die ab da automatisch auf Blutzucker untersucht wurden. Zwei weitere Wellen folgten mit der Einführung des Disease Management Programms für Diabetes, und zwar deswegen, weil die Krankenkassen damit besondere Bonüsse für Diabetiker bekamen.

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    Nur für Menschen mit T2D kurz auf den Punkt: Typ 2 Diabetes ist mit genetischen Speichergrenzen von Geburt an eingebaut. Unter diesen Grenzen ist er gesund ausgeschaltet und darüber diabetisch eingeschaltet. - Remission ist nach dem Abbau der Speicherinhalte unter diese individuellen(!) Grenzen und damit "wieder" der ausgeschaltete T2D.
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    am 14.01.2024 17:24:03 | IP (Hash): 1973125947
    Vielleicht wäre es besser gewesen, die Diabetiker hätten die Zuschüsse bekommen. Für gesundes Essen. Der Krankenkasse einen Bonus für jeden Diabetiker zu zahlen ist ja irgendwie ein Witz. Oder hatten die damit eine Verpflichtung, auch was für ihre Diabetiker zu tun?

    Was mich ein bisschen beunruhigt hat, war, dass die Werte heruntergesetzt wurden, und prompt gab es eine Menge mehr Diabetiker. Ob das alles mit rechten Dingen zugeht?
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    am 14.01.2024 17:44:02 | IP (Hash): 1004415160
    Die Krankenkassen hatten für den ersten Schritt nur die Beiträge ihrer(!) Mitglieder. Da hatte eine alte Kasse mit sehr vielen alten Mitgliedern mit entsprechend vielen chronischen Krankheiten sehr viel schlechtere Karten, als eine junge Kasse mit sehr viel mehr jungen und gesünderen Mitgliedern.
    Dieses strukturelle Risiko war möglichst gerecht auszugleichen. So bekamen die alten Kassen für ihr Mehr an Diabetikern mit dem entsprechenden Mehr an Kosten von den jüngeren mit weniger Diabetikern einen Risikostrukturausgleich.

    Damit wurden Diabetiker für die Krankenkassen attraktiv, und für möglichst viel attraktiv haben sie auch ein bisschen davon an die Ärzte für die Diagnose und Behandlung von Diabetes weitergegeben.

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    Nur für Menschen mit T2D kurz auf den Punkt: Typ 2 Diabetes ist mit genetischen Speichergrenzen von Geburt an eingebaut. Unter diesen Grenzen ist er gesund ausgeschaltet und darüber diabetisch eingeschaltet. - Remission ist nach dem Abbau der Speicherinhalte unter diese individuellen(!) Grenzen und damit "wieder" der ausgeschaltete T2D.
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    am 14.01.2024 20:29:14 | IP (Hash): 428648737
    Gunter21 schrieb:
    Gemeint ist da vermutlich Stress durch den Hungerstoffwechsel, der ist natürlich Stress. Ist ja Alarmzustand für den Körper, eine Notsituation sozusagen. Wobei auch dieser Effekt durchaus manchmal gewünscht ist (Buchinger Heilfasten).
    Aber Hungerstoffwechsel sollte sich mit Intervallfasten und lediglich redizierter Kalorienaufnahme noch nicht einstellen, das ist ja eigentlich kein richtiges Fasten sondern nur eine kleine Stoffwechselpause.





    Danke, Gunter. So wollte ich verstanden werden 👍
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    am 15.01.2024 07:30:06 | IP (Hash): 1973125947
    Gestern Abend vor dem Schlafengehen 6,0 (=108), heute Morgen 6,9 (=124). Und das, wo ich seit gestern Vormittag nichts mehr gegessen habe. Da hatte ich heute Morgen beim Messen also schon seit 21 Stunden gefastet. Auch gestern ist der Blutzucker nur sehr langsam heruntergegangen, obwohl nichts mehr nachkam. Zwei Stunden nach dem späten Frühstück am Vormittag war er auf 6,2 (=112), und nachts vor dem Schlafengehen dann gerade mal auf 6,0 (=108)? Ohne dass ich dazwischen etwas gegessen hatte? Mir scheint, tagsüber ist mein Stoffwechsel sehr faul, dafür legt er dann nachts bzw. morgens los, bevor ich aufstehe. 😀 Rauf geht leichter als runter. Wie beim Gewicht.

    Damit ist meine Super-Messwoche jetzt vorbei. Ein Döschen Teststreifen ist leer. Aber da ich gerade erst anfange, wollte ich mal ein paar Basiswerte haben. Ab jetzt werde ich nur noch stichprobenmäßig messen.
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    am 15.01.2024 09:13:10 | IP (Hash): 2112195232
    Vielleicht wäre ja ein Libre3 oder Dexcom mal was für dich, dann hast du alles im Blick und siehst alles was der BZ so treibt, rund um die Uhr.
    Kannst dir ja kostenfrei einen Libre und bis zu 2 Dexcom besorgen zu Testzwecken und das mal ausprobieren.

    Ich hab aktuell mal einen G6 gesetzt, der läuft nun 10 Tage. Erscheint mir etwas genauer zu messen als der Libre, man kann bei Bedarf auch kalibrieren, aber ist einen Tick umständlicher anzuwenden.
    Funktionieren tun aber beide und so solche Tests sind sowohl Libre als auch Dexcom mehr als gut genug.