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WIE? geht keine Insulinresistenz?

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    am 26.01.2024 11:07:56 | IP (Hash): 914683565
    Wenn Typ 2 deswegen höher als gesunden BZ hat, weil seine Muskelzellen die Glukose aus dem Essen nicht aufnehmen, dann müssen die Muskelzellen bei gesunden Menschen das ja machen, aber wie?
    https://www.bloodsugar101.com/what-is-a-normal-blood-sugar mit der blauen Kurve in der ersten Grafik als gesunder Durchschnitt nach einem KH-reichen Frühstück. Ich nehme mal von 80 g Glukose an, die mit der blauen Kurve mit den durchschnittlichen 5 Litern Blut des Durchschnittsmenschen im Organismus verteilt werden.

    Der hat mit Start 80 mg/dl in jedem seiner 5 Liter 0,8 Gramm Glukose und steigt hügelmäßig nach dem Essen an und sinkt im Zeitrahmen von 2-3 Stunden wieder auf die 0,8 Gramm ab. In der Spitze zeigt der Hügel um ne Stunde nach dem Essen für wenige Minuten ein Plus von 0,5 Gramm.

    WIE funktioniert da der gesunde Transport von 80 Gramm Glukose in die Muskelzellen?

    Und bitte jetzt nicht, "ich weiß, dass du IR" bezweielst, sondern bitte konkret, wie die Verteilung ohne IR funktioniert!

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    Typ 2 Diagnose 01.1991, Basal-Bolus seit 1998, HbA1c 5,5 und besser seit 2002.
    Das Reframing vom Typ 2 ist mein Hobby und mein T2D mein engster Lebenspartner und bester Gesundheits-Coach :)
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    am 26.01.2024 14:28:08 | IP (Hash): 72970431
    Hallo hjt_jürgen!

    wenn die Zellen aufnahmefähig für Glukose sind, weil se sich nich schützen müssen aufgrund von überernährung und keiner bewegung, dann kommen se auch viel leichter in de Zelle ;) nach dem sport kommen sie auch leichter in die zellen, weil die dann durch die kontraktionen aufnahmefähig für die ankommende glukose sind.

    und bei insulinresi muss halt immer mehr insulin produziert werden, damit die gleiche menge kohlenhydrate und zucker da reingehen und wofür der olle Rühl nur ein bissl an Insulin braucht ;)

    so zumindest meine infos dazu. bitte korrigiere mich, wenn ich schmonzes rede...

    Typ 1erin seit 1995 (damals 16 Jahre, heute 44). Ich lebe mit meinem Diabetes und das im Einklang.
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    am 26.01.2024 14:43:01 | IP (Hash): 978497229
    Hallo Jürgen,
    hier ein Link, der vielleicht weiter hilft. Die Sache ist wohl recht kompliziert.

    https://de.wikipedia.org/wiki/Glucosetransporter
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    am 26.01.2024 14:47:15 | IP (Hash): 2135748219
    Im Frühjahr 2018, 3 Monate nach meiner Typ2-Dagnose und 5 jahre später habe ich einen Clamp-Test machen lassen.
    Mit diesem wird die Aufnahmefähigkeit für Glukose gemessen

    2018
    M-Wert im Clamp = 6,5
    Spricht für einen gut eingestellten Diabetiker, nahezu gesunder Wert.
    Währenddessen hba1c = 7,4, kurz zuvor bei 10,3. NBZ = 6,4

    2023
    M-Wert im Camp = 9,7
    Spricht für ideal gesund, sehr sportlich.
    Währenddessen hba1c = 6,1 kurz zuvor bei 5,7, NBZ = 4,8

    Das spricht für die These, dass es sich bei der Insulinresistenz um ein Zu-Machen zum Schutz vor Überdargebot handelt, um Zellen/ Gewebe vor Schäden durch Verzuckerung zu schützen.
    Muss jetzt nicht heißen, dass sich die Zellen "wehren", sondern dass aufgrund geringen Konzentrationsunterschieds nichts mehr reingedrückt werden kann.

    Wobei der Regelkreislauf für die Insulinproduktion seinen eigenen Schwellwerten gehorcht und kräftig produziert und die Glukose doch noch reinzuprügeln versucht.
    Nach Taylor scheint die BSD zunächst , im Gegensatz zu späterem Stadium, erstmal nicht erschöpft, sondern verfettet. Was den Regelkreislauf und die Insulinausschüttung behindert. Wodurch Prä- und Diabetes im Frühstadium nachweisbar werden.


    Von daher würde ich weniger von Insulinresistenz, sondern eher von Glukosesättigung sprechen.


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    Bearbeitet von User am 26.01.2024 15:01:05. Grund: Änderung
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    am 26.01.2024 16:22:56 | IP (Hash): 914683565
    ABER WIE kommen 80 Gramm Glukose in den gut 2 Stunden im gesunden Beispiel in die Muskelzellen?

    Ok, via Kreislauf mit seinen ca 5 Litern Blut, die das Herz in Ruhe einmal pro Minute pumpt. Aber 80 Gramm sind 8.000 mg/dl! Wie soll ich mir die auf den kleinen Hügel in der Grafik verteilt vorstellen?

    Nachtrag:
    Und die peripheren Zellen erreichen ihren höchsten Füllstand bei Nichtdiabetikern jeweils 4-5 Stunden nach dem Essen und den jeweiligen Tageshöchststand am Abend.

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    Bearbeitet von User am 26.01.2024 17:00:15. Grund: Nachtrag
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    am 26.01.2024 23:25:56 | IP (Hash): 2135748219


    Bei mir gemessen folgende Verlaufslinie:
    0:00 ____90
    0:30___128
    1:00___104
    1:30____ 92
    2:00____ 83

    ABER WIE?
    Keine Ahnung.
    Was ist hier eigentlich die Frage...


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    am 26.01.2024 23:39:20 | IP (Hash): 2135748219
    Vielleicht, weil es genug "hungrige" Zellen gibt, sie einen Teil gleich verbrennen, den Großteil erstmal speichern. Eine Leber, die sich auch ihren Teil holt.

    Die alle genug Kapazität zur Aufnahme haben, weil sie nicht seit Wochen, Monaten, Jahren in Überangebot ertränkt werden.


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    am 27.01.2024 05:36:40 | IP (Hash): 229843331
    hjt_Jürgen schrieb:
    ABER WIE kommen 80 Gramm Glukose in den gut 2 Stunden im gesunden Beispiel in die Muskelzellen?

    Ok, via Kreislauf mit seinen ca 5 Litern Blut, die das Herz in Ruhe einmal pro Minute pumpt. Aber 80 Gramm sind 8.000 mg/dl! Wie soll ich mir die auf den kleinen Hügel in der Grafik verteilt vorstellen?

    Nachtrag:
    Und die peripheren Zellen erreichen ihren höchsten Füllstand bei Nichtdiabetikern jeweils 4-5 Stunden nach dem Essen und den jeweiligen Tageshöchststand am Abend.



    Das Herz hat eine Ruheleistung von 5 bis 6 Liter pro Minute. Das stimmt schon. Die Leistung steigt aber unter körperlicher Belastung auf 20 bis 25 Liter pro Minute.

    Dazu muss man zudem wissen, dass es neben den Muskeln noch einen starken Verbrauch von Glukose gibt: Das Gehrin. Das Gehirn kann Energie nur aus Glukose beziehen, nicht aus Eiweis, nicht aus Fett. Und das Gehrin braucht pro Tag zwischen 120 und 140 g Glukose. Es versorgt sich auch vorrangig. Das Gehirn hat nämlich ein Problem: Es kann keine Glukose speichern. Schon kleinste Unterbrechungen der Glukosezufuhr (etwa, wenn man unterzuckert) führen nach 10 Sekunden zu Funktionseinschränkungen und dann zu Ohnmacht und Koma. Schon nach wenigen Minuten Glukosemangel im Gehirn drohen irreversible Hirnschäden.
    Du machst an einer Stelle auch einen Denkfehler: Es ja nicht so, dass das Blut erst einmal gemächlich bis zu einer Sättigungsgrenze Glukose aufnimmt und diese dann an Gehirn und Muskeln ausliefert. Vielmehr wird die Glukose, die aufgenommen wird, sofort ausgeliefert, wenn Gehirn und Muskeln aufnehmen. Dazu wird durch die Bauchspeicheldrüse das Insulin ausgeschüttet. Sollte der Blutzuckerspiegel zu sehr sinken, steuert die Bauchspeicheldrüse mittels Glucagon dagegen.
    Vergleich es mit einer Badewanne. In der Badewanne sind 40 cm Wasser. So und jetzt drehst Du den Wasserhahn auf und führst pro Minute 200 Liter Wasser zu. Gleichzeitig drehst Du den Abfluss auf und lässt pro Minute 200 Liter Wasser ab. Wie hoch ist der Wasserspiegel nach einer Stunde? Genau: 40 cm. Sofern aber der Abfluss unter die 200 Liter pro Minute fällt, steigt der Wasserspiegel.
    Man muss sich vor Augen führen, dass Typ-2-Diabetes durch eine ungesunde Ernährungs- und Lebensweise mehr oder minder verursacht wird. Häufig kommt auch noch eine erbliche Disposition mit dazu. Letztlich ist der hohe Blutzuckerspiegel im Wessentlichen dadurch verursacht, dass die Körperzellen nur noch schlecht auf das Insulin reagieren. Dies wird auch als Insulinresistenz bezeichnet.
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    am 27.01.2024 09:38:23 | IP (Hash): 1015520204
    Dein Badewannen-Bild passt SUPER - für die meisten von 24 Stunden ohne Essen :)
    Auch der Hinweis auf die max um 25 Liter pro Minute an herzlicher Pumpleistung trifft zu, wenn auch nur für mehr oder weniger sehr kurze Zeiten.

    Aber wie geht das mit den doch recht vielen ZUSÄTZLICHEN mg/dls aus dem Frühstück, die bei gesunden Menschen nur so einen kleinen Hügel machen? Übrigens nicht nur nach dem Frühstück, sondern nach allem Essen zu jeder Tageszeit.

    Nachtrag:
    Da platscht mit dem Essen weit mehr als das 10fache des nomalen Inhalts rein, und das Badewasser steigt nur für wenige Minuten um die Hälfte höher. Wie geht das???

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    Bearbeitet von User am 27.01.2024 11:18:13. Grund: Nachtrag
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    am 27.01.2024 21:56:25 | IP (Hash): 1066777798
    Es platscht ja nicht.

    Wenn nicht die Glukose intravenös verabreicht wird, sondern im Laufe von 30 min oder gar Stunden die Darmschleimhaut passiert.

    Das "hungrige" Gewebe hingegen verhält sich angesichts der BZ-konzentration im Promillebereich und dem Masseverhältnis gegenüber den 5...8%, die das Blut an der Körpermasse ausmacht, wie ein Schwamm.
    Allein die Leber kann sich 20% ihrer Eigenmasse Glycogen aufladen.
    Bei Muskelzellen dürfte es sich um ähnliche Größenordnung handeln.


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    Bearbeitet von User am 27.01.2024 22:12:51. Grund: .