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Muss ich zum Diabetologen?

  • Lacrima

    Rang: Gast
    am 27.05.2008 14:28:15
    Bei mir wurde vor kurzer Zeit eine pathologische Glukosetoleranz (oGTT 147) festgestellt. Mein Arzt meinte ich soll mir keine Gedanken machen und ich brauche meine essgewohnheiten auch nicht zu ändern. Hab danach per Mail noch mal an eine Diabetologenpraxis geschrieben und bekam eine änliche Antwort. Im internet les ich aber immer häufiger, dass andere mit diesem Problem schon längst unter Beobachtung beim Diabetologen stehen.
    Warum ich nicht? Sind meine Sorgen den unbegründet? von Lacrima
  • Jürgen

    Rang: Gast
    am 27.05.2008 15:49:37
    Moin Träne,

    ob das jetzt Dein Hausarzt oder Der Diabetologe beobachtet, macht für Dich wahrscheinlich keinen Unterschied. Dein Blutzucker wird mit der Zeit immer häufiger und immer höher und immer länger ansteigen und dann halt im Zeitrahmen von 2-5 Jahren die Diagnose-Schwelle zum Diabetes überschreiten. Dann kriegst Du bei beiden Ärzten erste Tabletten usw. usw.

    Wenn Du nicht so schnell - vielleicht geht sogar sogar noch überhaupt nicht - auf Diagnose Diabetes vorrücken willst, kauf dir Blutzucker-Testgerät und Teststreifen und verhalte Dich in Zukunft so, dass Dein Blutzucker 1/2/3 Stunden nach jedem Essen unter 140/120/100 mg/dl bleibt.

    Testgeräte und Streifen muss man allerdings als Nochnichtdiabetiker selbst bezahlen :-(Aber zum Herausfinden der eigenen Größen und Mengen und Möglichkeiten reichen wahrscheinlich 300-400 Tests, bis Du weißt, womit Dein Blutzucker meistens im grünen Bereich bleibt. Dann brauchst Du nur noch so viele Streifen, wie Du mental dafür nötig hast, Dich selbst zuverlässig in Deiner Spur zu halten.

    Daumendrück, Jürgen
  • Rainer

    Rang: Gast
    am 27.05.2008 17:51:33
    Hallo,

    ich kann Jürgen nur beipflichten. Bei dir ist wahrscheinlich die Phase 1 der Insulinantwort schon eine Weile defekt, daraus folgt ein Auf und Ab der Insulin- und BZ-Spiegel, das führt zur Insulinresistenz der Zellen und wenn die dann soweit fortgeschritten ist, das der oGTT über 200 ankommt, dann glaubt dir auch dein Doc endlich, dass du krank bist.

    Das heißt aber nicht, dass du jetzt gesund bist, es gibt wahrscheinlich eine Reihe von Folgekrankheiten, die dich jetzt schon treffen können. Bei mir hat sich bereits 10 Jahre bevor zufällig ein zu hoher BZ-Wert entdeckt wurde die Dupuytrensche Kontraktur und eine Frozen Shoulder eingestellt. Bei diesen Krankheiten vermutet man stark, dass sie durch hohe BZ- und/oder Insulinspiegel ausgelöst werden - aber genau weiß man das natürlich nicht. Ich persönlich vermute, dass es noch viele andere kleinere und auch große Krankheiten gibt, die dadurch initiiert werden.

    Noch ein Tipp dazu, wie du deinen BZ in den engen Grenzen halten kannst. Ich selbst habe 6 Jahre lang vieles versucht, bis ich endlich auf die KH-reuzierte Ernährung gekommen bin. Aus meiner Sicht ist das die einzige Möglichkeit, um nicht doch auf einen ärztlich anerkannten Diabetes mellitus zuzusteuern.

    Maximale Erfolge, Rainer