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Frage zu Spätmahlzeit (lang)
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Inka
Rang: Gastam 16.04.2008 12:33:44
Hallo!
Ich habe eine Glucosetoleranzstörung mit hauptsächlich erhöhten Nüchternwerten.
Angefangen hat bei mir alles mit dreimal insulinpflichtigem SS-Diabetes. In den SS hatte ich immer einen Ernährungsplan, in dem auch immer drin stand, dass ich noch eine Spätmahlzeit essen sollte. Das ist mir wirklich immer sehr schwer gefallen, da ich sowieso nicht so der Abendesser bin.
Jetzt mal meine Frage: Wozu dient eigentlich die Spätmahlzeit? Hat es Einfluss auf den mogendlichen Nüchternwert und geht es "nur" darum Ketone zu vermeiden?
Ich bin jetzt wieder schwanger (noch ganz am Anfang) und habe grenzwertige Nüchternwerte, teilweise leicht erhöht. Einen Termin beim Diadoc habe ich erst in einer Woche. Sollte ich jetzt schon anfangen eine Spätmahlzeit zu essen? Ist sowieso im Moment schwierig mit dem Essen, da mir ständig schlecht ist.
Danke für Eure Antworten!
Liebe Grüsse!
Inka -
Jürgen
Rang: Gastam 16.04.2008 14:08:02
Moin Inka,
erstmal Glückwunsch zum Projektbeginn :-)
Dass das Elend auch beim nächsten Kind so laufen kann, werd ich meiner Tochter nicht erzählen. Die erholt sich grad vom wirklich regelmäßigen Rückwärtsessen, fühlt sich nur noch jeden 2. Tag so elend.
Manche von uns messen morgens nüchtern weniger, wenn sie abends spät noch einen Happen gegessen haben. Bei anderen hat das überhaupt keine Bedeutung, und bei den Ärzten sind die jeweiligen Anweisungen auch heute noch weitgehend Glaubenssache.
Das gilt auch für den morgentlichen Nüchternwert. Wenn der wirklich hoch aus der Reihe tanzt, kannst Du den nur runterregeln , indem Du für die Zeit des ersten Anstiegs bei der Nacht einen Wecker stellst und dann passend Insulin spritzt.
Aber der eine Anstieg am Morgen schadet eher weniger, so lange er allein bleibt. Tatsächlich ist es aber meistens so, dass erst größere BZ-Ausflüge in den ersten 2 Stunden nach den Mahlzeiten auftreten und dann erst der Nüchternwert zu steigen beginnt. Und der Nüchternwert sinkt häufig deutlich, wenn man sich mit dem Essen so verhält, dass zu keiner Zeit nach jedem Essen 120-140 überschritten werden.
Das ist auch deswegen wichtig, weil nicht in erster Linie der zu hohe BZ zu einer bestimmten Tageszeit schädlich sein kann, sondern ein zu hoher überhaupt, egal, wann der auftritt.
Ich rate daher meiner Tochter, zu essen, wie es grad geht und dabei drauf zu achten, dass ne Stunde nach dem Essen max 120 erreicht und möglichst selten überschritten werden. Ist natürlich frustrierend, wenn der Schwiegersohn nach nem Pfund Kartoffeln mehr nur 73 oder so misst :-(
Damumendrück, Jürgen -
Inka
Rang: Gastam 18.04.2008 17:01:32
Hallo Jürgen!
Danke für Deine Glückwünsche und die Antwort!
Ich lass es dann im Moment einfach mal mit der Spätmahlzeit. Essen ist im Moment eh nicht so mein Fall! :-) Noch sind meine Werte im Rahmen, aber ich sehe den Frühstückswerten schon an, dass es da wohl nicht mehr so lange dauern wird, bis ich spritzen muss. Naja, warten wir´s mal ab. Und malsehen, was mein Diadoc nächste Woche sagt.
Liebe Grüsse!
Inka