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  • Julia Schinke

    Rang: Gast
    am 03.04.2008 05:26:46
    Ich habe seit 18 Jahren Typ 1 und neme ihn bis heute nicht an, mess keinen BZ und gib Insulin nach Bedarf. Ich hab schon alles versucht, einschließlich Therapie. Ist hier jemand der ähnliches durchmacht? Oder hinter sich hat?
    Hätte so gerne Ratschläge und Hilfe...
    Eure Julia von Julia Schinke
  • Ojima

    Rang: Gast
    am 03.04.2008 15:08:07
    Hi,
    mir fiel gerade spontan ein: was möchtest Du lesen? Was erhoffst Du Dir mit Deiner Frage? Antworten wie: alles nicht so schlimm....oder: au weia....oder : da mußt Du aber was tun.....?
    Absolution wird Dir hier keiner geben können...wollen...gutgemeinte Ratschläge, na ja, eher.....Es ist schon mal super, dass Du das Gefühl hast etwas ändern zu müssen! Nutze das Gefühl...."trete" Deinem Diadoc die Türe ein, hole Dir wieder Hilfe...und wenn es die X-te Therapie wäre.
    Es ist keine Schande hinzufallen, aber sehr unklug liegenzubleiben.
    Im Übrigen....ich vermute mal, dass so mancher von uns mit DM den "Kram am liebsten mal gegen die Wand, aus dem Fenster oder sonstwohin gefeuert hätte"! Da geht mir persönlich auch ab und an so....und ich bin erst seit drei Jahren im Club. Dann verpasse ich mir wieder mal einen "Tritt in den Popo" oder auch mein Diadoc und schon geht es weiter. Holpernd zwar, aber immerhin. Man will ja auch nicht unbedingt die Folgeschäden einsammeln, die da so am Wegesrand lauern.....
    Mach`Dir doch mal ein paar Gedanken, wie man nach Deinem (!) Empfinden Dir unter die Arme greifen könnte. Und melde Dich !
    Bestimmt haben "Wir" ein paar Ideen und "Geistesblitze" dazu.
    Liebe Grüße Ojima
  • Manuela Rauxloh

    Rang: Gast
    am 03.04.2008 16:24:29
    Hallo Julia,

    ich wunder mich grad sehr stark, daß ich beim "Durchblättern" des Forums zwei Mails von Dir lese, die irgendwie nicht zusammen passen.....
    Ich habe im Pumpenclub das Thema "HILFE!!! Pumpenablehnung" eingesetzt und Du hast mir geschrieben nach fünf Jahren Kampf endliche eine bezahlt zu bekommen und das Paßt nicht zur Inakzeptanz der durchaus sehr lästigen Lebenssituation DM Typ 1.
    Bei mir kam die Diagnose vor 30 Jahren,und es gibt echt angenehmeres als 6 Mahlzeiten/Tag, feste Uhrzeit und BE-Mengen....über die Glasspritzen mit Metallkolben, die meine Ma auskochen mußte und die 10ebenfalls auskochbaren Riesennadeln pro Quartal brauchen wir wohl kaum reden.....
    Als vor gut 20 Jahren die ICT mit Pen aufkam wr ich sehr erleichtert und hatte aber natürlich immer wieder Phasen, in denen ich auch total mit der Kontrolle gechlampt hab.Das letzte Mal mit ca 18Jahren bis ich nen gutes Jahr später in einer totalen Hypo wohl nen sehr pflichtbewußten Schutzengel hatte, da bei dem durch die Hypo entstandenen Autounfall niemand zu Schaden kam.
    Also- ab in ne Schulung und dann ging es, ich hab zwei Schwangerschaften gut überstanden, zwei Kids gesund zur Welt gebracht und kann wohl auch nur deshalb als Intensivkrankenschwester im 3-Schichtbetrieb arbeiten, weil ich den DM wohl ernst nehme.
    Doch zum Glück sehe ich dies "nur" als Einschränkung und nicht als Krankheit.
    Hast Du denn tatsächlich ne Pumoe und mißt tatsächlich nicht?

    So, jetzt ist der Text schon fast zu lang zum lesen, ich hoffe,Du hast es getan und bin gespannt auf Deine Antwort.


    Manuela von Manuela Rauxloh
  • Ojima

    Rang: Gast
    am 03.04.2008 17:01:16
    Hallo Manuela,
    Glückwunsch zu Deinem Werdegang und Deiner Einstellung, im wahrsten Sinne des Wortes. Ich habe den post auch gelesen...paßt auf den ersten Blick nicht.
    Aber meinst Du nicht auch, dass man auch mit Pumpe bescheidene Werte und eine hundsmiserable Einstellung sowohl Werte als auch mental haben kann? Ich will Julia ja nicht in Schutz nehmen....jedoch( an die eigene Nase faß`...) ich kann auch mit Insulin eine ganz bescheidene Nummer abziehen.....alles schleifen lassen....mal den Zwergenaufstand starten...spritzen und messen-nein danke... sch.... auf die Werte........Das habe ich auch schon hinter mir und ich könnte altersmäßig ihre Mutter sein ;-)...will sagen: "Alter schützt vor Blödheit nicht" oder in meinem Fall vor T1 nicht:-(....bin ja schon froh, dass ich mit einem Pen anfangen durfte......
    Liebe Grüße Ojima
  • Nina

    Rang: Gast
    am 03.04.2008 23:40:41
    wie gesagt ich will die krankheit auch nicht, aber ich lerne damit umzugehen und bis auf paar ausrutscher klappt das mit der neuen eistellung ganz gut. bei mir hat der dm alles was das herz angeht angegriffen, ich bereue mien bisheriges leben sehr, aber ich kann es nicht rückgängig machen. nur aufhalten. wenn schon einiges auf dem spiel steh sollte man endlich lernen anders zu denken. ich habe super ärzte gefunden mit dene ich über alles reden kann. sogar meine gyn, die damit nur in meinen schwangerschaften was zu tun hatte. hilft mir.
    und wenn ich wieder diese leck mich am arsch phase habe, denk ich nuur an das gute des lebens, was mir fehlen würde, was ich noch erleben möchte. wenns vorbei wäre von Nina
  • Julia Schinke

    Rang: Gast
    am 04.04.2008 02:26:35
    Hallo!
    Ich frage mich, ob Ihr wirklich denkt, dass das alles nur mit Disziplin zu tun hat?
    Ich sollte dann dazu sagen, dass ich seit Jahren an einer Borderlinestörung und unter suizidalität leide.
    Ebenso wie an einer ziemlich ausgeprägten Essstörung.
    Was ich oben eigentlich nur wollte, ist mit jemanden reden, der ähnliches durchgemacht hat, mehr war mein Anliegen gar nicht. Ich habe weder um Mitleid noch um eidideidi gebeten.
    Ich leide nicht an meinem Diabetes, ich leide darunter ihn nicht annehmen zu können. Ich verdränge ihn nicht nur, er ist einfach nicht da! Ich habe ihn nicht und spüre ihn nicht. Ja, ich habe eine Pumpe, hätt ich diese nicht, wäre ich schon längst nicht mehr hier. Denn ohne Pumpe...ich spritze nicht, nur wenn es mir richtig dreckig geht und ich kaum noch stehen kann. Mit Pumpe bekomme ich immerhin noch regelmäßig ein wenig Insulin. Klar weiß ich, dass bestimmt 95 % aller Diabetiker kein Bock auf den Mist haben, aber die meisten können ihren Schweinehund überwinden. ICH NICHT! Brauch ich auch nicht, weil ich ja nichts habe!
    Ich möchte mich nur mit jemanden austauschen, dem es vielleicht ähnlich geht oder ging.
    Ich verstehe nicht, weshalb hier so ein Wind um eine kleine Frage gemacht wird.
    Bis dahin liebe Grüße Julia von Julia Schinke
  • Ojima

    Rang: Gast
    am 04.04.2008 02:45:03
    Hi Julia,
    das hast Du glaube ich mißverstanden.....
    keiner von uns möchte Dir etwas Böses.....
    tja und "Borderline-Störung" ist ja nun noch ein ganz anderes "Ding"....lese ich jetzt zum ersten Mal bei Dir.....ich hab` eine Freundin mit "Verdacht auf.....", bin also etwas eingelesen in die Materie.....daher befürchte ich auch, wirst Du hier in diesem Forum kaum Hilfe finden.....Du weißt doch sicher selber, dass Du Dich komplett auf Deinen Therapeuten einlassen mußt und auch am Ball bleiben mußt.....und wenn Du das Gefühl hast, es funktioniert nicht...so müßt ihr euch einigen, wie ihr mit einander umgehen müßt. Ich bin sicher, dass weißt Du alles. Im Übrigen, wer sagt Dir, dass "Unsereins" immer nur vom Verstand und der Vernunft gesteuert ist? Wenn Du wüßtest.....Du kennst mich nicht.....
    Aber man kann bis zu einem gewissen Grad erlernen mit gewissen "dunklen Seiten" an sich umzugehen...das dauert seine Zeit, den Versuch mußt du Dir geben....hast Du keine skills erlernt, die Du anwenden kannst?
    Man, ich drücke Dir die Daumen und wünsche Dir kundige "Gesprächspartner" oder Gleichbetroffene.....
    Liebe Grüße Ojima
  • Pia

    Rang: Gast
    am 04.04.2008 09:26:27
    Liebe Julia,

    dann hast du ja ein ganz schönes "Paket" zu tragen an Krankheiten. Ich kann nachvollziehen, dass dir dann der Diabetes nicht als bedeutsam vorkommt... und glaub mir, die wenigsten von uns sind durchgängig diszipliniert, aber haben auch sicher das Resultat aus so einer Phase erlebt. Und sie haben Angst vor den Spätfolgen, die nicht Spätfolgen heißen, weil man sie mit 95J erst bekommen kann.
    Ich habe so eine Phase grade hinter mir. Seit November hatte ich 4 grippale Infekte, in der Zeit habe ich weder gemessen, gespritzt oder gegessen, weil ich von 24h 20 komatös geschlafen habe. Das Resultat des Ganzen: Der hohe BZ hat mein Immunsystem flach gelegt, ich hatte einen Harnleiterverschluss und eine Nierensteinentfernung, bei der Geschichte war der Urin schon so trüb, dass ich vielleicht eine meiner Nieren hätte verlieren können. Und ich habe einen furchtbar schmerzenden Hautauschlag an Armen und Beinen, der nicht behandelbar ist. Ich kann in der Nähe schlecht sehen, hoffe, dass sich das in 3 Wochen wieder gibt.
    Mein HBA1C-Wert war Anfang des Monats bei 12,8 %. DAS alles wird mir hoffentlich NIE wieder passieren, denn ich will nie wieder so krank werden. In der Klinik lagen zwei Patientinnen neben mir, die an Nierenkrebs erkrankt waren, einer Frau wurde eine, der anderen beide Nieren entnommen, das war der Punkt, an dem ich aufgewacht bin und mich geschämt habe, weil ich meinen Diabetes ignoriert habe....Und da ich schon durch einen Unfall beinamputiert bin, weiß ich, was es heißt, seit über 20 jahren mit TÄGLICHEN Schmerzen zu leben.
    UND. Ich habe Angst, wenn ich meinen Diabetes ignoriere, dass ich mein 2. Bein verliere, meine Nieren unwiderbringlich schädige, und ich habe Angst, blind zu werden. Und ich glaube, diese Angst ist es, die Diabetiker zu Disziplin antreibt. Denn die Spätfolgen sind nicht rückgängig zu machen.
    Ich glaube, liebe Julia, dass wir dir hier als Laien nicht helfen können, außer vielleicht ab und zu zuhören. Ich denke, für DICH wäre es sehr heilsam, wenn du Menschen sehen könntest, denen es viel schlimmer geht als Dir, wobei Borderline schon allein eine Diagnose mit Riesenauswirkungen ist. Wenn DU nicht willst, kann dir der beste Arzt der Welt nicht helfen. Aber du solltest nicht aufhören, nach dem besten Arzt der Welt zu suchen, auch mal mutig sein, den Arzt zu wechseln, wenn du das Gefühl hast, dass du nicht ernst genommen wirst.
    Alles Liebe und Gute von Herzen.
    von Pia
  • PiaNachtrag

    Rang: Gast
    am 04.04.2008 09:28:57
    Ach, etwas habe ich vergessen...
    eine Insulinpumpe zu besitzen, ist schon ein besonderes Privileg, denn es wird immer schwieriger, überhaupt eine genehmigt zu bekommen. Wenn DU sie nicht nutzen möchtest, kannst du sie doch Jemanden anbieten, der sie dringend braucht...:-(( von PiaNachtrag
  • diesel

    Rang: Gast
    am 04.04.2008 18:20:30
    Hallo Julia,
    irgendwie werde ich aus deinen Postings nicht schlau. Hier schreibst du, den Diabetes nimmst du nicht an, und im Pumpen- Club schreibst du, wie "kackfrech" (deine Worte) du dir die Pumpe besorgt hast.
    Andere, die sich mit ihren Diabetes auseinandersetzen und sich um gute Werte mühen, werden vielleicht abgelehnt, weil Typen wie du meinen, die KK unter Druck setzen zu müssen.
    Und nun willst du noch um Mitgefühl betteln?!
    Wenn ich ehrlich bin, kotzt mich deine Ignoranz und Arroganz an.


    MfG

    Gerd von diesel