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Entzündung, Medikamente, Diabetes - ?

  • Jutta

    Rang: Gast
    am 21.03.2008 15:38:38
    Hallihallo!

    Ich habe mal hier eine Frage.. (na ja, vielleicht auch zwei oder drei...)
    Vielleicht hat ja der eine oder andere, der sich auskennt, einen Tipp oder so für mich..

    Also - ich habe vor über einem Monat eine Infektion bekommen, gegen die ich Erythromycin bekommen habe (ca 1 woche oder länger). Da ich an zig Allergien leide und aussah wie ein pubertärer Teenager - aber auch schon vor der Einnahme von Ery - bekam ich von meinem behandelnden Arzt auch noch ein Glucocorticoid, das ich nur drei oder vier Tage eingenommen habe, da ich vor Cortison einen Heidenrespekt habe (bzw. mehr vor den daraus resultierenden Fressanfällen).Am Ende der Einnahme des Ery bekam ich plötzlich so starke Halsschmerzen, dass ich kaum den Mund öffnen konnte, und auch meine Lymphdrüsen sind sehr stark angeschwollen, und ich lag ein Wochenende flach mit Fieber. So hab ich dann noch Paracetamol in mich reingeschüttet.Montags bin ich dann (auf Bitten meines Vaters, da mein "normaler" behandelnder Arzt eigentlich ein Gyn ist, auch wenn mit zig Fortbildungsscheinen) zu einem mir bis dato noch unbekannten Allgemeinmediziner gegangen.
    Der fand meine Lymphdrüsen "besorgnisserregend" und wollte mich auf Pfeiffersches Drüsenfieber untersuchen. Am nächsten Morgen (dienstags) hierzu zur Blutabnahme bestellt. Aufgeschrieben hat er mir erstmal nur Novalgin (Schmerzmittel). Donnerstags kam ich dann wieder in die Praxis und landete dann bei der Frau. Diese sah nur kurz auf meine Blutergebnisse und knallte mir vor den Kopf "Sie haben Diabetes".
    Der Wert lag bei 192.
    Entzündungswerte und Leberwerte waren wohl auch stark erhöht, spielten für sie aber keine Rolle, so wie es schien.
    Gegen die Angina (so nannte sie es nun) verschrieb sie mir Ofloxacin und schickte mich wieder nach hause, mit der Maßgabe, nächsten Mittwoch (also vorgestern) nochmals zur Blutabnahme vorbeizukommen.
    Das Ofloxacin habe ich brav genommen, kriegte aber fürchterliche Ausschläge im Gesicht.
    Total fertig bin ich einen Tag später mittags (hatte vor lauter Frust 12 Stunden noch nichts gegessen und nur bevor ich raugegangen bin eine Ofloxacin eingeworfen) zu meinem Vertrauensarzt gegangen (dem Gyn) und hab mit ihm gesprochen. Die Helferin piekste mich dann in den Finger, und der angezeigte Wert lag bei 116 - also zu hoch, laut der Helferin.
    Wegen der Ausschläge habe ich die Tabletten Montags und Dienstags nur noch jeweils einmal statt zweimal genommen, und als ich Mittwochmorgen um acht zur Blutabnahme gegangen bin, hatte ich zuletzt gegen 22 Uhr meine Hauptmahlzeit eingenommen (diese immer abends, wegen Berufstätigkeit und Kind). Danach habe ich mit dem Arzt gesprochen, und fragte ihn, wie sich das denn mit dem Blutzucker und der Infektion und den ganzen Medikamenten verhält. Er konnte hierzu keine konkreten Auskünfte geben und verwies auf seine Kollegin, meinte aber, dass er mir "wünschen würde, dass es lediglich dadurch ausgelöst wurde, aber selbst nicht daran glaube".
    Wegen der alergischen Reaktion verschrieb er mir Antiallergika (Aerius) und teilte mir mit, dass ich die Einnahme des Antibiotikums unterbrechen solle.
    Ok, seit Mittwoch nehme ich das Zeugs nun also nicht mehr.
    Kommenden Dienstag soll ich wieder zur Blutabnahme kommen, da ich dann ca. 1 Woche antibiotikafrei bin.
    Gestern rief mich die Ärztin an, um mir die Blutwerte mitzuteilen. Immernoch zu hoch, diesmal bei 162, und kloppte mir beim Abschluss des Gespräches gleich um die Ohren, dass sie den Vermerk über das Gespräch mit dem anderen Arzt bezüglich der Medikamente etc gelesen habe, und dass ich ja wohl ziemlich "uneinsichtig" bezüglich der Diabetes sei, dass ich diese auf jeden Fall habe, und diese therapiert werden müsse.
    Ich war so perplex, dass ich erstmal nichts gesagt habe, aber nachdem ich aufgelegt hatte, habe ich ziemlich geschäumt vor Wut.
    Steht es mir nicht zu, gewisse Skepsis zu zeigen, gerade in Hinblick auf die zig Medikamente, bei denen auch gewisse Nebenwirkungen vermerkt sind??
    Zumal ich auch keine der "Symptome" habe, die bei Überzucker gegeben sein sollen.
    Jedenfalls hab ich mich gestern noch in Unkosten gestürzt und mir den Accu Chek Aviva gekauft. Heute morgen habe ich nach 12 Stunden nach dem Abendessen (und das war wie immer reichhaltig) gemessen, und der Wert lag bei 145. Immernoch zu hoch, klar, aber in meinen Augen erscbeint das doch rückläufig, oder nicht?
    Klar, ich weiss natürlich nicht, wie sich das mit dem Abbau der Medikamente bzw. der Nebenwirkungen etc verhält.
    Ich habe an meinen Essgewohnheiten jedenfalls nichts geändert.
    Nur bewege ich mich zurzeit nicht besonders viel, da ich noch bis gestern krankgeschrieben war und die Wohnung kaum verlasse.
    Ach so, wegen meiner noch immer erhöhten Blutfettwerte soll ich demnächst auch noch einen Ultraschall machen lassen, um zu gucken, ob ich eine "Fettleber" habe.
    Das wurde aber vor nicht ganz einem Jahr schon beim Internisten gemacht, nachdem ich nach 10 Tagen Triam Galle pur gekotzt hab, und da wurde nichts festgestellt.
    Dass meine Gallenblase seit 2003 raus ist, und ich seitdem immer mal wieder Probleme deswegen habe, habe ich ihr schon gesagt.
    (nicht, dass sie auch nur im Geringsten darauf eingegangen wäre)
    Jedenfalls bin ich ziemlich in Panik.
    Ich bin seit meiner Kindheit ziemlich übergewichtig, aber mit meinem Zucker war bis dato immer alles in Ordnung.
    Selbst in der Schwangerschaft 2003 hatte ich nur einmal beim Pieksen etwas höhere Werte, aber das lag daran, dass ich nicht daran gedacht habe, und den Tag mit einem Eis begonnen hatte.
    Die letzten 2 Wochen vor der (Notfall-) Sektio kriegte ich sogar Glukoseinfusionen, weil ich nicht genug essen konnte (war einfach zu heiss) und mehrfach fast den Sittich gemacht hab. Ich hab auch fast nur noch gelegen, weil ich kaum noch laufen konnte.
    Direkt nach der Geburt wurde dann ein toleranztest gemacht, der wohl "grenzwertig" ausgefallen ist. Ich hab das aber auf die Begleitumstände geschoben.
    Wäre nett, wenn mir irgendjemand nen Rat oder so geben könnte..
    :o(
    von Jutta
  • Ojima

    Rang: Gast
    am 21.03.2008 18:08:29
    Hallo Jutta,
    als erstes Mal : ich hoffe Du bist auf dem Weg der Besserung.....hört sich alles nicht so toll an....In Kurzform: Cortison erhöht den Blutzucker, auch bei Gesunden. Deine Werte sind nicht ok, aber das kann vom Cortison kommen und auch von den Entzündungsherden in Deinem Körper.
    Mein Tip: geh` zum Schmidt und nicht zu Schmidtchen....will sagen : ab zum Diabetologen. Dem schilderst Du Deine Probleme, der weiß was zu tun ist bezüglich der Diagnostik! Er/Sie wird herausfinden ob Du Diabetes hast, grenzwertig bist oder besser : Nix! Hausärzte sind ganz nett....das war es aber auch schon....Und Deine "Panik" schmeis`mal über Bord, wegen Diabetes schiebt man keine Panik,!Da gibt es echt schlimmeres Unheil, glaube mir. Also Kopf hoch und ab zum Facharzt, dann weißt Du mehr und kannst Dich darauf einrichten, so oder so.
    Liebe Grüße Ojima
  • klausdn

    Rang: Gast
    am 21.03.2008 21:08:58
    ja da kann man ojima nur zustimmen,
    auf der anderen seite , rennst du zum doc um hilfe gegen infektionen zu bekommen, die du ja hast (sonst wäre der crp nicht erhöht) dann bekommst du angst,
    halbierst die ab -- was in zusammenhang mit zu frühem absetzen der grund für resitente keime ist,
    bekommst gegen nebenwirkungen kortison, ....
    was willst du eigentlich ? bevor es ab und cortison gab hatte die menscheit die chance es selbst zu überstehen oder das hantuch zu schmeißen.
    "wir" dmler können uns selbst therapieren denn wir haben es gelernt und "erfahren", aber für den rest und das ist genug gehen wir zum arzt (dem zuständigen arzt).
    und wenn du hier öfter gelesen hättest, unsere schätzeisen kauft man nicht , und wir empfehlen sie auch nicht , und sie sind auch nicht zur diagnose geeignet. denn der wert ist nur für erfahrene dmler geeignet um ihre therapie zu steuern.
    wenn "arzthelferinnen" dir das nächstemal in den finger picken wollen (was sie meist noch falsch machen) sag ihnen sie sollen es bei sich machen.
    höre auf ojima, gehe zum diadoc der stellt dir eine "diagnose" und tue was er sagt.
    (auch eis essen ist absolut kein grund für eine dm diagnose)
    mach nägel mit köpfen.
    mfg. klaus von klausdn
  • jutta

    Rang: Gast
    am 21.03.2008 22:08:11
    Danke beide für eure Mühe mir zu antworten, aber, und die Frage ist an Klaus gerichtet, ist das ein Grund mich anzugreifen..?
    Und muss ich mich jetzt dafür rechtfertigen, dass das Ganze für mich ein unbekanntes Terrain ist?
  • klausdn

    Rang: Gast
    am 22.03.2008 10:35:56
    nein ich habe dich nicht angegriffen, nur darauf hingewiesen,--- denn , wenn alle und das wird auch großteils gemacht) medis absetzen, dosis halbieren,
    usw braucht sich niemand über steigende kosten und schlechte wirkung zu wundern,
    schon heute wird gesagt daß die hälfte aller arzeneimittel im müll landet,
    und wir dmler kämpfen dafür daß die verordnungsfähigkeit von insulin nicht eingeschränkt wird.
    da ich selbst einen allergiepass mit rumschleppe, und seit jahrzehnten allergieprobleme habe,
    ist die antwort an dich auch an deine docs mitgerichtet, wer auf ein medikament mit schweren allergischen reaktionen reagiert,(starke haut ausschläge zb) muß das medikamen "komplett" absetzen, und auf etwas anderes umgestellt werden. zum glück haben wir heute auswahlmöglichkeiten.
    mfg. klaus von klausdn
  • Jutta

    Rang: Gast
    am 22.03.2008 14:35:34
    Ich hatte die Dosis selber halbiert, bis zum nächsten Termin, an dem ich mit dem Doc sprechen konnte.
    Und der hat mir dann gesagt, dass ich es gar nicht mehr nehmen soll.
    Was anderes hat er mir nicht verschrieben; er hat auch gar nicht gefragt, wie es sich jetzt mit dem Hals verhält.
    Bei dem Anruf Donnerstag hat die Frau mir gesagt, dass die Entzündungswerte wieder im normalen Bereich sind, aber: meine Lymphdrüsen tun seit gestern wieder weh, und Halsschmerzen habe ich auch wieder (wenn auch nicht so extrem wie vorher).
    Ich werde die Termine Dienstag und Donnerstag canceln und wieder zu meinem "Gyn" gehen, der mir heute Nacht via sms mitteilte, dass er auch einen Schein in Endokrinologie gemacht hat, und dass er mir Dienstag Blut abnehmen wird. Er erscheint mir da doch irgendwie kompetenter...
    Ausserdem kennt er meine ganzen Allergien (die leider die "gesunden" Sachen wie Kartoffeln, Fisch, Meeresfrüchte, Möhren, Hülsenfrüchte, Soja, Zwiebeln, usw umfassen - ich esse zwar einiges davon immer mal wieder, aber mir ist natürlich bewusst, dass das ein Tanz auf dem Vulkan ist.) und kann mich ggf. besser beraten.
    Wogegen ich genau allergisch bin, hat mich in der Praxis bislang auch noch keiner gefragt, und das finde ich schon komisch - denn dass ich Allergikerin bin, hab ich ja angegeben.
    Selbst wenn die - für meine Begriffe etwas voreilig gestellte - Diagnose stimmen sollte, muss ich mir das nicht geben, von der Perle angezickt zu werden.
    Ich wünsch euch auf jeden Fall allen noch Frohe Ostern!

    Liebe Grüße

    Jutta

    P.s.: "Panik" hab ich bezüglich der Diagnose eigentlich mehr hinsichtlich der Hürden, was die Umschuldung eines gefährdeten Kontos als Beamtendarlehen angeht, das ja einhergeht mit dem Abschluss einer Lebensversicherung.. Das mag absurd klingen, aber zZt hab ich da gerade etwas Existenzängste.

    p.p.s: Weiss jemand, inwiefern WeightWatchers für Diabetiker geeignet ist? Ich überlege, mich wieder anzumelden (online), aber bin jetzt etwas verunsichert. Habe nur noch dumpf in Erinnerung, dass das Programm für Schwangere nicht geeignet ist. Sorry die blöde Frage..
  • klausdn

    Rang: Gast
    am 22.03.2008 15:05:20
    hallo jutta,
    so ganz komme ich da nicht mit, daß du zu deinem gyn vertrauen hast voll ok. sogar ich bin schon mal vom gyn meiner frau besser beraten worden als vom allg doc.(das war ein sehnenabriß über den ein gyn besser bescheid wußte - über di möglichkeiten - als ein allg doc)
    ---
    aber wer so allergisch reagiert wie du "nuß" ausgetestet werden, schon um fehl behandlungen zu vermeiden.
    in meinem ehem heimatort ist eine frau von ab an einem allergischen schock gestorben.
    also gehts da nicht um spiel.
    ---
    ob kartoffeln oder soja gesund sind weiß niemand , außer daß bis vor einiger zeit es hier kein soja gab,
    und kartoffeln erst seit 200 jahren.
    da wir die zeit davor auch überlebten halte ich diese sachen nicht für lebensnotwendig.
    ----
    da die weight watcher gerade jetzt die kh als sattmacher mit einem p soviel bis du satt bist pushen, halte ich die für dmler oder gefährdete für absurd.
    ---
    sprich mit "echten" könner, für den fall einer neuen ifektion, denn es gibt auch für allergiker ,
    wirkungsvolle sachen, die muß man nur "vorher"
    wissen, wenns der infekt da ist, ist es zu spät.
    --
    vorsicht bei abschlssen von versicherungen, wenn im zweifelsfall - nachgewiesen wird daß du vor dem abschluß dm hattest, sind die raus aus dem schneider.
    alles gute , mfg. klaus von klausdn