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zu pp-BZ-Spitzen:
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Jürgen
Rang: Gastam 12.03.2008 18:15:45
Moinmoin,
hier
http://www.forum.diabetesinfo.de/forum/index.php/topic,5112.0.html
findet Ihr eine super Erklärung dafür, warum auch kurze höhere BZ-Spitzen nach dem Essen tunlichst zu vermeiden sind, und ne einfache kurze Anleitung, wie man das machen kann :-)
Bisdann, Jürgen -
Ulli
Rang: Gastam 12.03.2008 19:19:00
Hallo,
als "Anfänger" kriegt man da doch etwas die Panic, wenn man das liest.
Grüsse
von Ulli -
klausdn
Rang: Gastam 12.03.2008 21:23:47
hallo,
ich habe den link nicht gelesen, aber
was glaubt ihr eigentlich weshalb hier einige schreiben und warnen ?
vom verniedlichen egal von betroffenen oder von ärzten wird absolut nicht s besser !
nur vom eigenen hadeln.
jedes jahr fast 30 000 amputationen, 8000 erblindungen, von den schmerzen kann man doch auch hier genug lesen.
wer schon mal in den laser geschaut hat im bewustsein daß ein fehlschuß für dieses auge dauerdunkel bedeutet,
wer schon mal auf ner diabetischen fußanbulanz war.
es gibt die möglichkeit das meiste zu verhindern,
wie ? tut etwas , der weg ist das ziel.
..mfg. klaus
von klausdn -
c
Rang: Gastam 13.03.2008 10:31:06
kleine Anmerkung:
wer wirklich etwas dazulernen will, der sollte sich eh in dem verlinktem Forum informieren. Da wird einem wirklich geholfen - im Gegensatz zu diesem Forum hier :-)
Außerdem haben dort Trolls und Spinner keine Aufenthaltserlaubnis ;-) -
Jürgen
Rang: Gastam 13.03.2008 10:52:17
Du hast recht: Jörg beschreibt zwar super, warum auch kurzzeitige BZs über 160 schädlich sein können, weswegen ich auch diesen Thread und generell das diabetesinfo zur Info empfehle, aber er verbannt mit den max 140/120/100 mg/dl 1/2/3 Stunden nach jedem Essen ein weltweit bewährtes Rezept dafür, wie man zuverlässig unter diesen 160 bleiben kann, als trollig aus seinem Forum. So spielt halt das Leben ;-) von Jürgen -
Pia
Rang: Gastam 13.03.2008 10:52:25
Dem kann ich nur zustimmen! Und der Admin macht dort einen wirklichen exzellenten Job, was die Moderation angeht, von seinem Fachwissen ganz zu schweigen.
Die Rubrik "Erklärbar " ist der absolute Knaller.
Klaus, ich denke, wenn von Spätfolgen gesprochen wird, werden sie möglicherweise nicht ernst genommen, weil sie nicht medienwirksam publiziert werden und man die DMler mit Spätfolgen nicht häufig im Straßenbild sieht. Und man wird denken, den anderen kanns betreffen, mich schon nicht. Wird schon klappen...
Und bis dahin verursacht Diabetes eben keine Schmerzen. Würde er das tun, würden wir sicher strenger mit der Handhabung umgehen, weil wir wahrnehmbare Warnsignale erhalten. Keiner würde auf den Gedanken kommen, bei einer blutenden Wunde KEINEN Verband anzulegen oder mit offenen Fußsohlen barfuss weiterzulaufen...
Und sicher wird es nicht Jeden treffen, der DM ignoriert. Was mit Angst macht, ist das Irreversible an den Spätfolgen. Wir hatten ein Thema: Ich mach mich nicht zum Sklaven des Diabetes. Das muss auch Keiner, aber er zwingt uns eben dazu, sich mit DM auseinanderzussetzen.
von Pia -
Ulli
Rang: Gastam 13.03.2008 10:56:36
Logisch, man kann sich da nur selber helfen.
(Wenn ich mal Zeit habe, schreibe ich hier meine Geschichte rein)
von Ulli -
Barbara
Rang: Gastam 13.03.2008 12:25:36
@Pia, natürlich nehme ich den Diabetes sehr ernst
und tu auch einiges dafür. Trotzdem bin ich nicht so
verbissen,daß andauernd meinen Diabetes beobachte und messe usw. Das meine ich mit Sklaven. Wenn man nur danach lebt wie Jürgen sagt
dann mach ich mich vogelig. Man kann auch alles übertreiben.Ich glaube wir alle wissen um was geht
und handhaben es gewissenhaft. Ich meine bei den Älteren ist es nicht so einfach immer gute Werte zu haben obwohl man sich Mühe gibt. Ich esse auch nur
10 BE am Tag fettarm etc. und trotzdem hat man Ausrutscher. Und die Insulinresistenz kann man nicht so leicht durchbrechen .Es ist leichter gesagt wie getan.
Gruß Barbara
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HE
Rang: Gastam 13.03.2008 13:45:25
Hallo Barbara,
mir geht es genauso. Ich nehme meinen Diabetes bestimmt nicht auf die leichte Schulter. Was mich - nicht nur in diesem Forum - stört, sind diese theoretischen Abhandlungen. Ich weiß auch, daß hohe pp Werte nicht gut sind. Aber das allein nutzt mir nichts. Spricht man aber die Insulinresistenz an, dann kommt das große Schweigen oder man kommt mit Empfehlungen für 1er, die aber einem 2er nichts nutzen.
Also - wie kommt man mit hoher Insulinresisten an ideale Werte? von HE -
Pia
Rang: Gastam 13.03.2008 14:24:51
Liebe Barbara und HE,
ich spreche Niemandem ab, sich ernsthaft mit dem DM auseinanderzusetzen. Dir als Allerletzter. Deshalb hatte ich ja unter einem Thema Insulinresistenz gefragt, was eigentlich die Diabetologen dazu sagen. Leider hat Niemand dazu etwas geschrieben, anscheinend sagen sie nix. Und warum? Weil sie uns ur 1x im Quartal sehen. Und wenn das wirklich so ist, würde mich interessieren, wie man als Patient dann dem Arzt gegenüber tritt, ob man ihn nach Alternativen fragt oder/und ihm auf den Senkel geht. Denn als Patient habe ich 50% an der Therapie Anteil und der Mensch mir gegenüber hat sich in einem ausgiebigen Studium damit befasst. Wäre der Arzt echt an mir als Patrient interessiert, wie das mein Hausarzt üblicherweise ist, würde ich sicher engmaschiger in die Praxis gehen müssen, und das solange, bis sich ein Therapieerfolg einstellt. Oder?
von Pia -
EH
Rang: Gastam 13.03.2008 14:50:22
Hallo Pia,
Sorry, ich hatte meine Initialen verdreht.
Es gibt (noch) kein Allheilmittel gegen Insulinresistenz. Ich kann meinen Diabetologen so oft sehen wie ich will, aber er weiß es eben auch nicht. Und wenn ich in seinem Wartezimmer kampieren würde, er hat auch keine Lösung.
Actos - Pech, wenn ich davon zunehme.
KH reduzieren - was tun, wenn die unterste Grenze erreicht ist?
Bewegung - ist aus diversen, schon oft genannten Gründen, auch kein Allheilmittel.
Was also tun?
Wer weiß was?
von EH -
P ia
Rang: Gastam 13.03.2008 15:12:07
Ich habe meinen nächsten Termin am 19. und werd mal im Sprechzimmer verbal "kampieren" und dann berichten. von P ia -
Jürgen
Rang: Gastam 13.03.2008 15:50:35
Moinmoin,
DIE Insulnresistenz gibt es nicht, auch wenn sie immer wieder begrifflich bemüht wird. Es gibt nur einzelne Merkmale, die darunter fallen, wie ich in meiner Antwort auf die Frage aufgezählt habe. Daran gibt es auch nirgendwo etwas zu durchbrechen, sondern man kann den Insulinbedarf lediglich an einigen Stellen verringern.
Das Bild, sich den höheren Bedarf als organischen Widerstand und eine Verringerung des Bedarfs als Brechen dieses Widerstands vorzustellen, stammt aus dem medizinischen Mittelalter und ist absolut kontraproduktiv.
Grundvoraussetzung für irgend ein sinnhaftes Tun ist, Essen und Spritzen nach den persönlichen Messwerten und nicht nach Tabelle so aufeinander ab zu stimmen, dass die jeweiligen Hauptwirkungen zusammen fallen und sich so messbar gegenseitig aufheben.
Erster Schlüssel zur Verringerung eines besonders hohen Insulinbedarfs ist offenbar die Verringerung des Stärke-Inputs. Alle Betroffenen, die ich kenne und die ihre IE/BE deutlich verringert haben, haben das mit eher 30 als max 50g Khs/Tag gemacht.
Zweiter Schlüssel ist das Absenken des BZ in den Bereich zuverlässig unter 140. Denn nur in dem messen wir zuverlässig den für alle Typen geringsten IE/BE-Bedarf.
Beide Schlüssel ergänzen sich. Dabei lässt sich beobachten, dass der geringste IE/BE-Bedarf nur dann erreicht wird, wenn auch die Basalversorgung stimmt. Der Verzicht auf eine gute Basalabdeckung, weil etwa auch ohne Basal der BZ zwischen den Mahlzeiten meistens bei 100-120 verläuft, kann die Verdoppelung des Bolusfaktors und eine deutlich verzögert einsetzende Insulinwirkung begründen.
Bisdann, Jürgen -
EH
Rang: Gastam 13.03.2008 16:38:26
@ Jürgen
Glaub mir, es gibt sie, die Insulinresistenz und du wirst sie auch noch kennenlernen.
Deine theoretischen Ausführungen helfen aber niemandem weiter. von EH -
Jürgen
Rang: Gastam 13.03.2008 16:58:18
ich kenne Leute, die 3 Ampullen Humalog an 2 Tagen verbraucht haben. von Jürgen -
Barbara
Rang: Gastam 13.03.2008 17:09:40
@ Pia , natürlich hat man das Problem beim Arzt angschnitten, aber Man bekommt wenig überzeugende Antworten bzw. nur,ja dann müssen sie eben mehr spritzen und dagegen habe ich mich auch geweigert und nehme deshalb das Xenical was mir noch hilft den Zucker im griff zu haben.
barbara von Barbara -
Jürgen
Rang: Gastam 13.03.2008 19:26:39
Moin Barbara,
genau das ist der Punkt. Ein Mitglied aus der SHG brauchte für nen HBA1c um 7 bei normal gesunder Nahrungszusammensetzung eine Humalog-Patrone pro Tag, wurde zur dringenden Neueinstellung stationär in ner diabetologischen Fachabteilung aufgenommen - und mit keiner anderen Einstellung wieder entlassen. Die Ärzte hatten keinen Weg gefunden, wie er seinen HBA1c mit weniger Insulin hätte halten können.
Mit deutlich immer weniger Insulin/BE hat er erst angefangen auszukommen, nachdem er seinen KH-Konsum auf 3 BE/Tag gesenkt hatte.
Bisdann, Jürgen -
EH
Rang: Gastam 13.03.2008 20:24:01
Man kann natürlich auch ganz aufhören zu essen, dann braucht man überhaupt kein Insulin mehr.
Weißt du nicht, daß der Mensch Kohlehydrate braucht?
Oder war das ein ernstgemeinter Vorschlag zur Bekämpfung der Insulinresistenz? von EH -
Sina
Rang: Gastam 13.03.2008 21:26:28
Zitat EH: Weißt du nicht, daß der Mensch Kohlehydrate braucht? Zitat Ende
Eben nicht! Kohlenhydrate sind nicht essentiell. Im Gegensatz zu Protein und Fett.
Da ich (soll ich jetzt sagen glückliicherweise?) Zöliakie habe, fällt schon mal alles Getreide flach. Brot macht Löcher in den Darm, Vollkornbrot macht grosse Löcher in den Darm.
Reis, Mais und Kartoffeln schiessen meinen BZ in unerahnte Höhen - sind also auch gestrichen.
Was bleibt? Viel Gemüse und Salat (hat auch BE aber wenig), Fleisch, Fisch, Eier, Milchprodukte, - ich muss also ganz sicher nicht aufhören zu essen. Und ja das ist alles Zeug das mir vorzüglich schmeckt.
Sina
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Jürgen
Rang: Gastam 13.03.2008 21:40:48
Moin EH,
ich weiß von PWDs (People with Diabetes), die seit 20 Jahren mit nicht mehr als täglich 30g Stärke-KHs leben, frisch und munter sind und alle Blutwerte gesund haben.
Auf der anderen Seite weiß ich von solchen PWDs, die mit 30g Stärke-KHs täglich ihren IE/BE-Bedarf von 10 und viel mehr IE/BE auf 3-5 IE/BE gesenkt haben und die damit dann wieder auf 50-100g pro Tag erhöht haben, bis dahin, wo sie dann wieder eine Zunahme von IE/BE messen mussten.
Die meisten PWDs mit solchen Strategien findest Du in solchen Teilen der Welt, in denen die Betroffenen das Insulin selbst bezahlen müssen. Also ursprünglich eher eine Notlösung, aber sie funktioniert erstaunlich gut. Und warum soll man nicht für sich ausprobieren, was bei anderen in ähnlichen Situationen gut funktioniert?
Aber erst einmal Daumendrück für Deine anderen Baustellen! Vielleicht erldedigt sich ja damit schon ein Teil Deines hohen Insulinbedarfs :-)
Bisdann, Jürgen -
Pia
Rang: Gastam 14.03.2008 10:29:56
Moinmoin, Guten Morgen, liebe Barbara,
und du hast völlig richtig reagiert, NICHT mehr Insulin zu spritzen, weil es völlig wurscht ist, ob du vor der Mahlzeit 30 oder 10 oder 45 Einheiten spritzt. Der BZ-Wert wird nicht sinken! Er ist völlig unsensibel. Es wird eben nur eine bestimmte Menge an Insulin auf einmal über die Rezeptoren aufgenommen, der Rest flattert ins Nirwana. Damit könnte man im Prinzip das Fell des Hauskaters einreiben, dann nutzt es wenigstens noch etwas. Und eigentlich ist es eine Riesensauerei, dass die Diadoc bei einer Resistenz noch zu höheren Insulindosen anweisen.
Also ich sehe das Prozedere der Insulinresistenz so bzw. hatte es so erlebt:
Gewichtszunahme durch das Insulin, schlechtere Wirkung des Insulins auf den BZ. Anweisung des Diadocs, mehr Insulin zu spritzen, noch mehr Gewichtszunahme. Essen nicht mehr möglich. Sinken des BZ nur noch ohne Essen und trotzdem Bolus spritzen. Jürgen, ich muss dir wiedersprechen. Man nimmt auch zu, wenn man den ganzen Tag gar nichts ist. Ich habs erlebt mit nur noch einer Mahlzeit am Tag.
Es ist auch nicht möglich, Gewicht abzubauen, weil ich auf der einen Seite renne und auf der anderen haufenweise Insulin spritze, von dem ich kontinuierlich zunehme.
Die einzige Möglichkeit, die ich sehe, ist -wie in diabetesinfo von axtrim geschrieben: Krafttraining, Aufbau von Muskelmasse. Das geht sicher auch mit einem EMS-Gerät (NICHT TENS). Ich hab so ein Ding.
Und 2., dass, was Diotmari ausgeklügelt hat und testet: nämlich den Bolus verteilen und aller halbe Stunde kleine Mengen spritzen. (Das wird natürlich schwierig mit fulltime-job.) Aber dadurch wirkt das Insulin scheinbar besser (ohne großartige wissenschaftliche Erklärung, es ist einfach so.) Und dort beginnt meiner Meinung nach die Möglichkeit, die Resistenz zu beeinflussen und auch die Möglichkeit überhaupt, abzunehmen.
Und auch wenn die Diadocs ratlos sind, bleibe ich dabei: Ich habe einen Job, den ich sehr gut machen muss und die haben auch einen.
von Pia -
EH
Rang: Gastam 14.03.2008 10:40:17
@Sina
Zitat EH: Weißt du nicht, daß der Mensch Kohlehydrate braucht? Zitat Ende
Eben nicht! Kohlenhydrate sind nicht essentiell. Im Gegensatz zu Protein und Fett.
Da ich (soll ich jetzt sagen glückliicherweise?) Zöliakie habe, fällt schon mal alles Getreide flach. Brot macht Löcher in den Darm, Vollkornbrot macht grosse Löcher in den Darm.
Reis, Mais und Kartoffeln schiessen meinen BZ in unerahnte Höhen - sind also auch gestrichen.
Was bleibt? Viel Gemüse und Salat (hat auch BE aber wenig), Fleisch, Fisch, Eier, Milchprodukte, - ich muss also ganz sicher nicht aufhören zu essen. Und ja das ist alles Zeug das mir vorzüglich schmeckt.
Sina
Da hast du was falsch verstanden, essentiell bedeutet nicht, daß der Körper keine Kohlehydrate braucht, sondern daß er sie nicht selbst herstellen kann.
Wer den ganzen Tag auf dem Sofa liegt, der kann vielleicht auf Kohlehydrate verzichten, aber nicht der, der den ganzen Tag auf den Beinen ist. Kohlehydrate sind nämlich Energieträger.
Ich habe mal versucht, ohne Kohlehydrate auszukommen, es ist mir absolut nicht bekommen. -
P ia
Rang: Gastam 14.03.2008 11:00:55
Ich habe mal gelesen:
Das Gehirn gewinnt seine Energie ausschließlich aus Glucose. Der tägliche Bedarf an Glucose für Gehirn, rote Blutkörperchen, Rückenmark etc. beträgt 150 g pro Tag.
http://www.biowellmed.de/fachartikel-990.html
Ach und mit Muskelmasse aufbauen mein ich auf keinen Fall die kostenpflichtige miefige Muckibude, sondern Übungen Zu Hause wie sit ups oder für die Arme mit Wasserflaschen üben usw. von P ia -
Pi a
Rang: Gastam 14.03.2008 11:16:32
Hier steht das mit dem Muskelaufbau.
http://www.forum.diabetesinfo.de/forum/index.php/topic,4913.30.html
(Klingt für mich auch logisch und nachvollziehbar...)
(Natürlich, liebe EH nicht mit den Arthrosegelenken). von Pi a