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Hohe Werte
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am 28.03.2025 09:47:50 | IP (Hash): 2112697289
Guten Morgen,
ich möchte mich rückversichern, dass ich es richtig verstanden habe.
Ist es anfangs normal, dass ich, wenn ich extremes Low Carb mache, höhere BZ-Werte habe als bei moderat, weil die Leber dann verstärkt Glucose ausschüttet? Ich hatte gestern zum Abendessen 18:00 Uhr eine Dose Thunfisch in Olivenöl gegessen, was mir über Nacht einen durchschnittlichen BZ von 140-150 mg/dL bescherte (sonst bei mir 110-120), heute früh 9:00 Uhr Frühstück mit 2 Scheiben Käse und 120 g Skyr, gerade steht der BZ auf 193 mg/dL (gestartet mit NBZ 149 mg/dL). Muss ich da jetzt einfach eine Weile durch die hohen Werte und das normalisiert sich dann von selbst?
Liebe Grüße
Suki
Seit 2016 Diabetes Typ 2
11/2024 HbA1c: 8,6 %
03/2025 HbA1c: 7,3 % -
am 28.03.2025 13:47:37 | IP (Hash): 2016097633
Suki schrieb:
Ist es anfangs normal, dass ich, wenn ich extremes Low Carb mache, höhere BZ-Werte habe als bei moderat, .......
Entscheidend für den Anstieg der Messwerte nach den Mahlzeiten ist immer die Menge der Kohlenhydrate, die in den jeweiligen Mahlzeiten enthalten sind.
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Insulinpflichtig TYP-2, ICT und rtCGM
Toujeo und Fiasp, sowie mehrere Tabletten. -
am 28.03.2025 15:13:15 | IP (Hash): 2112697289
Hallo Zuckermann,
du meinst wirklich, dass Thunfisch in Olivenöl mit 0,0 Kohlenhydraten für einen Anstieg sorgt? Käse hat ebenfalls 0,0 Kohlenhydrate. Lediglich im Skyr ist eine kleine Menge enthalten, vielleicht 4-5 g. Ich glaube nicht, dass 5 g KH für eine Spitze bis 200 mg/dL sorgen, wenn ich bisher bei Mahlzeiten mit 20-30 g KH keine Spitzen über 180 mg/dL hatte. Es muss also einen anderen Grund dafür geben und ich will gerne verstehen, ob es die Leber ist, die dann dafür sorgt, dass der BZ trotz sehr geringer KH hoch geht. Und vor allem will ich wissen, ob das dann nur eine vorübergehende Phase ist. Leider hast du mir darauf nicht geantwortet.
LG
Suki
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am 28.03.2025 16:05:24 | IP (Hash): 1008229728
Ich werfe da mal FPEs (Fett-Protein-Einheiten) in den Raum.
Ohne eigenes Insulin sollte man die, wenn man sie nicht berechnet, zumindest bei außergewöhnlich fett- und proteinhaltigen Mahlzeiten nicht ganz außer Acht lassen.
Im normalen Alltag (ungefähr DGE-Pyramide) sind die bei mir zum Bespiel in meine Kohlenhydratfaktoren und meiner Basalversorgung mit enthalten. Beim Grillabend mit (zu) viel Fleisch muss ich sie extra abdecken, sonst steige ich in der Nacht in astronomische Höhen.
Ich schreibe aber aus meiner Typ-1-Sicht und weiß auch nicht, wie gut deine eigene Insulinproduktion noch funktioniert.
Der Anstieg durch Fett und Protein ist außerdem verzögert. Ich gehe also davon aus, dass das bei den meisten Typ2ern vom eigenen Insulin weggebügelt wird.
Der Anstieg heute morgen lässt sich damit sicher nicht erklären. Da muss es irgendwas anderes gewesen sein und es gibt tausende von Ursachen für eine Veränderung der Blutzuckers - nicht nur, was wir essen...
Den doch moderaten Anstieg nach dem Thunfisch in der Nacht könnte es aber erklären.
https://www.diabetesde.org/ueber_diabetes/was_ist_diabetes_/diabetes_lexikon/fett-protein-einheit-fpe
https://www.accu-chek.de/ratgeber-diabetes/fpe-berechnen
Es gibt da auch eine ältere Studie aus den 1980(?)-Jahren. Die finde ich aber gerade leider nicht...
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juveniler Typ 1 seit 1979; xdrip+ und AAPS im FCL mit Dana-i und Dexcom G6
Bearbeitet von User am 28.03.2025 16:30:57. Grund: Ergänzung -
am 28.03.2025 18:21:03 | IP (Hash): 2016097633
Suki schrieb:
Hallo Zuckermann,
du meinst wirklich, dass Thunfisch in Olivenöl mit 0,0 Kohlenhydraten für einen Anstieg sorgt? K
Wenn du meine Zeile richtig gelesen hättest, dann muss dir doch aufgefallen sein, dass ich nichts zu Thunfisch und Olivenöl geschrieben habe.
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am 28.03.2025 19:15:45 | IP (Hash): 1057708358
Suki schrieb:
... , dass Thunfisch in Olivenöl mit 0,0 Kohlenhydraten für einen Anstieg sorgt?
Wenn man zu wenig eigenes Insulin hat, steigt auch dann der Blutzucker an, wenn man ausschließlich Fett isst.
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Gestartet mit mehr als HbA1c 15,5 in 01.1991, ärztlich eingestellt Basal-Bolus ab 1998 mit Hba1c um 7 und um 140 IE/Tag Insulin. Gegen vielfachen ärztlichen Rat seit 2002 mit wenigen Ausnahmen 7/24 zwischen 60 und 140 mg/dl und HbA1c um 5 mit aktuell um 20 IE/Tag Insulin. - Das Reframing vom Typ 2 ist mein Hobby und mein T2D mein bester Gesundheits-Coach :) -
am 28.03.2025 19:18:56 | IP (Hash): 2112697289
Hallo Zuckermann,
Stimmt.
Ich hatte im Ausgangspost beschrieben, was ich gegessen habe. Nämlich so gut wie keine KH. Wie Du dann darauf antworten kannst, dass KH für einen Anstieg verantwortlich sind, ist mir ein Rätsel und lässt mich vermuten, dass Du meine Zeilen nicht richtig gelesen hast. Deshalb mein erneuter Post. Hier sind es eben nicht die KH, die den Anstieg ausgelöst haben.
Trotzdem danke für deine Antwort.
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Hallo Heike,
danke für deine Antwort und die Links. Ich weiß leider auch nicht, wie gut meine Insulinproduktion noch läuft. Kann man das messen und wenn ja, mit welchem Wert?
Ich bin halt sehr verwundert, dass Fett und Protein einen höheren BZ bei mir verursachen als die moderaten KH. Und habe mir das so erklärt, dass die Leber ggf. vermehrt Glucose ausschüttet, um den KH-Mangel zu kompensieren. War mir dazu aber nicht sicher.
Ich teste es heute nochmal, habe gerade wieder eine Dose Thunfisch in Olivenöl gegessen. Mal sehen, ob sich das von gestern Nacht wiederholt.
Der Wert von heute früh war übrigens ca. 30 min konstant und ist dann langsam wieder abgefallen, gegen 1:00 Uhr war ich auf 100 mg/dL. Das Mittagessen (Hühnerfleisch in Tomatensoße, Pilze und Salat) hat kaum Spitze gemacht (130 mg/dL), ich bin aber auch davor und danach jeweils 30 min gelaufen. Nun bin ich gespannt, was der Thunfisch sagt. ;)
LG Suki
Seit 2016 Diabetes Typ2
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am 28.03.2025 19:24:03 | IP (Hash): 2112697289
hjt_Jürgen schrieb:
Wenn man zu wenig eigenes Insulin hat, steigt auch dann der Blutzucker an, wenn man ausschließlich Fett isst.
Hallo Jürgen,
aber mehr Anstieg als mit KH?
LG Suki
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am 28.03.2025 19:33:31 | IP (Hash): 2016097633
Im Eingangspost standen ja die beiden Worte " Low Carb". Die beinhalten auch Kohlenhydrate in erheblichen Mengen, was immer wieder verdrängt wird! Da sollte schon besser beschrieben werden, was genau in welchen Mengen zu dem Mahlzeiten gegessen wird!
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am 28.03.2025 20:43:42 | IP (Hash): 135547731
Zuckermann schrieb:
Im Eingangspost standen ja die beiden Worte " Low Carb". Die beinhalten auch Kohlenhydrate in erheblichen Mengen, was immer wieder verdrängt wird! Da sollte schon besser beschrieben werden, was genau in welchen Mengen zu dem Mahlzeiten gegessen wird!
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Toujeo und Fiasp, sowie mehrere Tabletten.
Oh, Zuckermann hat wieder mal was gegen den Begriff lowcarb 😉
Nein, das ist noch immer nicht jede Menge Kohlenhydrate...... sondern max.100 g PRO Tag, verteilt auf 3 Mahlzeiten. Streng lowcarb wie ich es mache, da sind es eher 50 g PRO Tag, verteilt auf 3 Mahlzeiten.
In dem geschilderten Fall ging es jedoch um diese beschriebene Mahlzeit mit sehr wenigen KH.
(Ich selbst habe zu dem Öl-Fisch keine Ahnung, vielleicht ist es eine einmalige Reaktion? Da ich solchen Fisch nicht mag, besteht für mich keine Gefahr)1 Benutzer dankte für diesen Nützlichen Beitrag. -
am 28.03.2025 20:52:26 | IP (Hash): 1057708358
Suki schrieb:
aber mehr Anstieg als mit KH?
Meine 2 Cents:
KHs werden durch die Dünndarmwand in den Portalkreislauf aufgenommen. Dabei bestellen Inkretine Insulin, bei dir zwar längst recht wenig, aber immerhin offenbar noch “sichtbar”.
Fett wird über die Lymphe aufgenommen und auf dem Weg (am Portalkreislauf vorbei) von keiner Insulinbestellung begleitet, die sich mildernd auf den BZ auswirken könnte. Und so steigt der BZ halt erstmal direkt noch ein Stück weiter an und bestellt dann praktisch damit dann, was noch an Insulin geht.
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am 29.03.2025 03:13:51 | IP (Hash): 1000357766
Zuckermann schrieb:
Entscheidend für den Anstieg der Messwerte nach den Mahlzeiten ist immer die Menge der Kohlenhydrate, die in den jeweiligen Mahlzeiten enthalten sind.
Na, wenn das mal immer so einfach wäre.
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DM2 in Remission ohne Medikamente 😎 -
am 29.03.2025 06:06:36 | IP (Hash): 1000357766
Und meine Theorie, ohne jede Gewährleistung (sowieso nicht):
1. Du bist noch nicht fettangepasst, kannst aus Fett (Nahrungs- und Körperfett) nicht genug Energie gewinnen, hast also nur wenig Ketonkörper zur Verbrennung zur Verfügung.
2. Gleichzeitig kam durch die Thunfisch-in-Öl-Mahlzeit kein Insulin ins Spiel, also lief die Glucagon-Produktion weiter. Blutzucker steigt also an.
3. Aus dem Nahrungsprotein und auch aus dem Glyzerin im Fett kann der Körper bei Bedarf und nur bei Bedarf, durch Gluconeogenese Zucker herstellen. Eben wegen 1. = noch nicht fettangepasst
4. Du hast schlecht geschlafen oder brütest irgendetwas aus.
Würde bedeuten, das das nur eine vorübergehende Erscheinung ist.
Dein BZ ist ja noch lange nicht im Normalbereich, mit all den Stoffwechselproblemen die das mit sich bringt. Oder umgekehrt.
Deshalb ist ja die rasche Entfettung der inneren Organe, Leber u. BSD, so zielführend. (Mit ein paar Wochen konsequenter Ernährung.)
Bei einem einigermaßen gesunden Metabolismus kann der Körper ohne Problem zwischen den angebotenen Energiequellen, also KH oder Fett, wechseln und nutzt, wenn Glykogen aufgebraucht ist, die (Fett)Voräte, die er dafür ja angelegt hat. Auch bei Nichtübergewichtigen gibt es genug "Nahrung" im Speicher, ohne dass Gluconeogenese eingreifen muss, nur zur Zuckerversorgung der Organe und Gewebe, die ausschließlich Zucker brauchen, das ist aber nicht viel, und zur Regulierung des MindestBZbedarfs.
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DM2 in Remission ohne Medikamente 😎 -
am 29.03.2025 09:53:08 | IP (Hash): 1013029050
Um eine Vorstellung für den Insulinbedarf bei nur Fett und Protein zu bekommen:
Eine Dose Thunfisch mit Olivenöl (185g) ergeben laut FPE-Rechner 3,7FPE, brauchen also über längere Zeit soviel Insulin wie 37g Kohlenhydrate.
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juveniler Typ 1 seit 1979; xdrip+ und AAPS im FCL mit Dana-i und Dexcom G6
Bearbeitet von User am 29.03.2025 10:00:29. Grund: Ergänzung2 Benutzer dankten für diesen Nützlichen Beitrag. -
am 29.03.2025 10:40:43 | IP (Hash): 1266598762
Und:
Insulin ist in seinem Hauptberuf Fett-Manager!
Alle Zellen, die ausschließlich Glukose zu ihrer Energieversorgung Glukose nutzen können, brauchen für die Aufnahme kein Insulin.
Und alle Zellen, die für die Aufnahme von Glukose Insulin brauchen, können für ihre Energieversorgung mindestens genauso gut Fett nehmen.
Und:
Was mit Glukoneogenese oder Essen mehr an Glukose ist, als in den Kreislauf abgegeben wird, wird mit Hilfe von Insulin in Triglyzeride umgebaut, also in Fett.
Und:
Wenn zu wenig Insulin, dann Lipolyse = Auflösung von Fett nicht nur in Polstern, sondern auch in allen Zell-Strukturen.
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Bearbeitet von User am 29.03.2025 10:42:01. Grund: . -
am 29.03.2025 11:32:09 | IP (Hash): 1000357766
Bleibt die Frage: Insulinresistenz oder kein (bzw zu wenig) Insulin.
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Bearbeitet von User am 29.03.2025 11:33:29. Grund: . -
am 29.03.2025 12:40:32 | IP (Hash): 2016097633
Henrie schrieb:
Zuckermann schrieb:
Entscheidend für den Anstieg der Messwerte nach den Mahlzeiten ist immer die Menge der Kohlenhydrate, die in den jeweiligen Mahlzeiten enthalten sind.
Na, wenn das mal immer so einfach wäre.
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@Henrie
Dies eingangs von mir geschriebene gilt für alle für alle an Diabetes erkrankten, die diese Erkrankung mit Insulin behandeln müssen und diese Diabetiker wissen, wie sie behandelt werden oder besser gesagt wie sie sich selbst behandeln müssen (Berechnen der Insulinmengen zu den Mahlzeiten bzw. bei Korrektur).
So einfach ist das!
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am 29.03.2025 13:29:11 | IP (Hash): 2140606708
Wäre das schön, wenn es so einfach wäre... Ist es aber leider nicht!!!
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am 29.03.2025 13:54:42 | IP (Hash): 1000357766
Zuckermann schrieb:
@Henrie
Dies eingangs von mir geschriebene gilt für alle für alle an Diabetes erkrankten, die diese Erkrankung mit Insulin behandeln müssen und diese Diabetiker wissen, wie sie behandelt werden oder besser gesagt wie sie sich selbst behandeln müssen (Berechnen der Insulinmengen zu den Mahlzeiten bzw. bei Korrektur).
So einfach ist das!
Jaja, ist schon gut, Hauptsache du weißt, wie es geht.
Nur, die TO führt gar kein Insulin zu.
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am 29.03.2025 14:20:53 | IP (Hash): 2016097633
Henrie schrieb:
Jaja, ist schon gut, Hauptsache du weißt, wie es geht.
Nur, die TO führt gar kein Insulin zu.
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DM2 in Remission ohne Medikamente 😎
@Henrie
Ich weiß .... "wie es geht", denn sonst hätte ich mich hier nicht zu Worte gemeldet!. Soll sie glücklich sein, dass sie oder er noch keine Insulin benötigt .
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am 29.03.2025 15:50:40 | IP (Hash): 234434739
Hallo,
der Körper ist in der Lage Eiweiß in Glucose umzuwandeln, deshalb sollte man nicht zu viel Eiweiß zu sich nehmen. Der Glucose Speicher ist noch gut gefüllt, so kann die Leber weiterhin Glucose abgeben, dies ändert sich mit der Zeit, wenn nichts neues nach kommt. Einfach abwarten und Tee trinken. Übrigens: Jasmin Tee senkt den Blutzucker.
Mit den besten Wünschen
Theo1 Benutzer dankte für diesen Nützlichen Beitrag. -
am 29.03.2025 21:47:45 | IP (Hash): 2112697289
Hallo Jürgen,
vielen Dank für deine Beiträge. Da war wieder viel Wissenswertes für mich dabei und es macht Sinn, was du beschreibst.
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Hallo Henrie,
ich danke auch dir für deine Analyse.
Noch nicht fettangepasst - das heißt, ich sollte trotzdem so weitermachen? Ich hatte ja gestern Abend nochmal das Thunfisch-Experiment gemacht und die Werte waren fast exakt genauso über Nacht ausgefallen wie die Nacht davor (also Anstieg auf 150 mg/dL und dann das Level um die 140 mg/dL bis zum Aufwachen gehalten).
Heute habe ich dann wieder moderat KH gegessen (63 g insgesamt) und im Tagesverlauf meistens um die 100 mg/dL gehabt, außer kurze Spitze von 160 mg/dL nach dem Frühstück (aber da ja bereits bei 140 mg/dL gestartet) und 140 mg/dL nach Mittag- und Abendessen. Gerade bin ich bei 109 mg/dL.
Mein Sensors berechnet mir übrigens einen GMI-Wert von 6,4 % nach den 7 Tagen Tragedauer. Ist das ein guter oder ein schlechter Wert bzw. ist das vergleichbar mit dem HbA1c?
Schlechten Schlaf habe ich leider jede Nacht.
Wie kann ich erfahren, ob ich Insulinresistenz habe oder nur zu wenig Insulin produziere?
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Hallo Heike,
danke für deinen Beitrag zum Insulinbedarf bei Fett und Protein, das ist ja auch ganz schön viel, was da benötigt wird. Hätte ich so nicht erwartet.
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Hallo Theodor,
danke für deinen Beitrag, ich trinke manchmal grünen Tee, der soll die BZ-Senkung auch bewirken. Jasmin-Tee werde ich mal ausprobieren.
Bei meinen Fett- und Eiweißexperimenten muss ich sagen, dass ich mich auch nicht besonders satt gefühlt habe. Wenn ich das dann auch noch beschränken müsste, weil man nicht zuviel Eiweiß essen soll, dann wäre das gar nicht mehr tragbar für mich. Vielleicht ist das ja auch Einbildung, aber bei 50 - 60 h g KH am Tag habe ich keine Hungergefühle.
Danke nochmal an alle :)
Liebe Grüße
Suki
Seit 2016 Diabetes Typ2
11/2024 HbA1c: 8,6 %
03/2025 HbA1c: 7,3 % -
am 30.03.2025 11:08:00 | IP (Hash): 1000357766
Suki schrieb:
Wie kann ich erfahren, ob ich Insulinresistenz habe oder nur zu wenig Insulin produziere?
Frag deinen Arzt.
HOMA-Index: Aus einer Nüchternblutprobe werden Insulin- und Glukosewert bestimmt und aus den Werten der HOMA-Index berechnet.
Suki schrieb:
Bei meinen Fett- und Eiweißexperimenten muss ich sagen, dass ich mich auch nicht besonders satt gefühlt habe. Wenn ich das dann auch noch beschränken müsste, weil man nicht zuviel Eiweiß essen soll, dann wäre das gar nicht mehr tragbar für mich. Vielleicht ist das ja auch Einbildung, aber bei 50 - 60 h g KH am Tag habe ich keine Hungergefühle.
Nicht zuviel Eiweiß, das ist eine ziemlich vage Angabe. Was soll man damit anfangen?
Mindestens 0,8g, besser 1,5g bis 2,2g Protein pro kg Körpergewicht ist normal und unproblematisch. Im Alter eher im höheren Bereich, ebenso bei besonderer körperlicher Belastung wie Krankheit oder sportlicher Anstrengung.
Gluconeogenese findet eigentlich nur nach Bedarf statt, nicht weil gerade ein Angebot an Protein da ist. Es ist sehr energieaufwendig, der Körper macht das nicht aus Jux&Tollerei. Er kann das Eiweiß ja als Baustoff für Zellerneuerung verwenden (Nägel, Haare, Immunsystem, Muskeln usw) oder zur Thermogenese oder auch als Fett einlagern.
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DM2 in Remission ohne Medikamente 😎1 Benutzer dankte für diesen Nützlichen Beitrag. -
am 31.03.2025 04:45:54 | IP (Hash): 1258760991
HeikeOV schrieb:
Eine Dose Thunfisch mit Olivenöl (185g) ergeben laut FPE-Rechner 3,7FPE, brauchen also über längere Zeit soviel Insulin wie 37g Kohlenhydrate.
Es gibt keine Studie die behauptet oder nachweist, das bei Nicht-Typ1ern mit Fettverzehr Insulin ausgeschüttete wird.
Das trifft also nur für Diabetes Typ1 zu. Das hängt mit dem chronisch erhöhten Glukagonspiegel bei Einsern zusammen. Deshalb muss Insulin gespritzt werden, nicht wegen des Fetts. Insulin stoppt das Glukagon. Und umgekehrt. Die beiden Hormone sind Gegenspieler.
Ohne Insulin würdest der DTyp1 auch mit Bergen von Fett verhungern.
Auch der DTyp2 lagert es nicht ein, es sein denn, er isst KH, die eine Insulinausschüttung bewirken.
Dann klappt das auch mit dem Speckbauch.
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DM2 in Remission ohne Medikamente 😎1 Benutzer dankte für diesen Nützlichen Beitrag. -
am 31.03.2025 08:36:25 | IP (Hash): 914084580
Henrik schrieb:
Das trifft also nur für Diabetes Typ1 zu. Das hängt mit dem chronisch erhöhten Glukagonspiegel bei Einsern zusammen.
Wo hast du das her?
Viele Typ1er haben auch keine Glucagon-produzierenden Alpha-Zellen der BSD mehr... Typ3er ohne BSD bzw. Inselzellen garantiert nicht mehr. Und auch die haben das FPE-Problem. Das bisschen vom ZNS ist da eher nicht von Relevanz.
Korrektur: Es gibt neuere Studien, die davon ausgehen, dass die Alphazellen vom Immunsystem unbehelligt bleiben, aber die Funktion nach einiger Zeit weitgehend einstellen. Im Ergebnis aber trotzdem keine Glucagon mehr.
Der Glucagon-Überschuss tritt im Allgemeinen nur am Anfang der Erkrankung auf.
Der Typ1er verhungert (theoretisch), weil die Zellen ohne Insulin nicht genug Glucose (und Fett, da war ich mir nicht sicher; Danke an Juergen) aufnehmen können (lange bevor die Alpha-Zellen den Dienst verweigern). Die Ketoazidose wird aber schneller zum Tod führen.
Ich habe ja geschrieben, dass FPEs für Typ2er nicht so relevant sind, aber eher aufgrund der dafür noch ausreichenden Insulinproduktion. Gelingt es, diese durch Schonung/Regeneration der Beta-Zellen zu erhalten, werden Fett und Protein auch nicht zu einem Problem für den Blutzucker.
Es gibt eine neuere Studie, die die Reaktion von Inselzellen auf Fett und Protein untersucht hat. Allerdings nicht an lebenden Menschen.
https://www.medicalnewstoday.com/articles/carbs-fat-protein-which-one-triggers-more-insulin-release#What-are-the-implications-for-practitioners-and-the-public
https://www.cell.com/cell-metabolism/fulltext/S1550-4131(24)00226-2?
_returnURL=https%3A%2F%2Flinkinghub.elsevier.com%2Fretrieve%2Fpii%2FS1550413124002262%3Fshowall%3Dtrue
Da müssen wir wohl abwarten, was da noch kommt...
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Bearbeitet von User am 31.03.2025 13:56:44. Grund: Korrektur1 Benutzer dankte für diesen Nützlichen Beitrag.