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  • Rang: Anfänger
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    am 20.07.2025 22:07:43 | IP (Hash): 750809396
    Hallo Ihr Alle,

    ich hoffe, Ihr habt Tipps für mich.
    Ich habe seit 7 Jahren nach Gestationsdiabetes Prädiabetes, die ganze Zeit mehr oder minder unverändert. ich bin und war schon immer schlank, 36, 50 kg auf 160 cm unverändert. Werte: 1,5 h nach einer nicht sonderlich großen Mahlzeit 150-160. Morgens zwischen 97 und 108.

    Nach der Diagnose habe ich meinen Ernährungsstil sehr verändert - ich bin aber nicht willens, noch mehr zu ändern, weil ich sonst absolut nichts mehr genieße an Essen und zuviel Geld dafür ausgeben muss. Weißbrot, Brezeln und Kuchen habe ich fast komplett von meinem Ernährungsplan streichen müssen (was extrem schwer ist, ich hasse Vollkornbrot und bei Meetings im Job gibts immer Brezeln und Donuts), Schokolade esse ich weiterhin in Maßen und scheint aufgrund des Fettgehalts okay zu sein, Pommes ebenso, ansonsten esse ich Gemüse (Tiefkühl, da ich nicht kochen kann und will), salzige Snacks, Nüsse, Obst, Yoghurt, Milch. Auf so schöne Sachen wie Pizza, Kuchen, Reis, Kartoffelbrei, Eis, Haribo, Bonbons etc. muss ich komplett verzichten. Ei soll ich wenig essen wegen Gallensteinen. Mais, Kürbis, Möhren mit Mayo, rote Paprika - meine Lieblingsgemüse - soll ich eher nicht essen. Kohl vertrage ich nicht (und finde ich zum Kotzen). Fleisch esse ich, bin aber kein Fan (schon gar nicht ohne Sauce).

    Was bleibt denn da übrig?
    Meine sadistische Nahrungsberaterin liebt es, die Frage zu stellen, was man gerne mag und was nicht - nur um dann zu betonen, dass das, was man GAR NICHT gerne isst, ab jetzt Grundnahdungsmittel ist (Vollkornbrot, Haferkleie, Kohl etc.) und alles geliebte maximal einmal die Woche in kleiner Portion erlaubt, mit breitem Grinsen in Gesicht.

    Wie schon gesagt, ich kann und will nicht kochen (alleinerziehende, vollberufstätige Mama, hab dafür keine Zeit und es macht mir absolut keinen Spass).

    Ich bewege mich viel.

    Ich esse oft und lieber kleine Portionen, ansonsten fühle ich mich zwischendrin viel zu leer und esse dann später zu viel und zu hektisch. Mit Intervallfasten oder so komme ich gar nicht klar, da wird mir ganz schlecht und ich hab null energie für Beruf und Familie.

    Was würdet Ihr an meiner Stelle tun? Gibt es noch irgendwelche halbwegs einfachen Tricks?
    oder würdet Ihr mir empfehlen, auf Metformin zu gehen?
    Wie lange kann man nur mit Metformin den BZ kontrollieren?

    Danke Euch für die Info und Erfahrungen
    Nany

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    am 21.07.2025 12:20:26 | IP (Hash): 2132480274
    Hallo Nany,

    es ist ganz schön schwer, dir zu antworten. Dein gesamter Beitrag liest sich einfach nur nach Rebellion. Du weißt alles, aber du willst es nicht...dabei geht es doch um dich, deine Gesundheit und dein Wohlbefinden.

    Deine Ernährungsberaterin hat dir ja offenbar schon wertvolle Tipps gegeben, warum du sie deshalb als sadistisch bezeichnest, erschließt sich mir nicht.

    Tiefkühlgemüse ist im Notfall gut geeignet, hat aber nur halb so viel Geschmack wie frisches, saisonales und regionales Gemüse. Das muss man natürlich putzen, waschen und zubereiten. Dafür hat man dann aber auch Genuss auf dem Teller. Auf deine "schönen Sachen" Pizza, Kuchen, Kartoffelbrei usw. musst du nicht verzichten, die kann man diabetesgerecht zubereiten, z. B. mit Vollkornmehl, diversen Zuckerersatzstoffen usw. Das allerdings geht nur, wenn man sie selbst zubereitet. Du alleine entscheidest, ob du verzichten oder genießen möchtest.

    Ob Metformin oder andere Medikamente für dich angezeigt sind, musst du mit deinem Arzt besprechen...wir sind Laien, uns stehen solche Empfehlungen nicht zu.

    Eine Frage brennt mir noch unter den Nägeln...du hast Kinder und willst nicht kochen...wie ernährst du denn deine Kinder? Was essen die? Woher bekommen sie die Nährstoffe, die sie für ihre Entwicklung brauchen?

    Vielleicht kann dir ein spezieller Kochkurs für gesunde Ernährung helfen...frag doch mal bei deiner Krankenkasse nach.

    Viele Grüße
    vom Zuckerle
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    am 21.07.2025 15:51:09 | IP (Hash): 346600923
    Im Prinzip wie Zuckerle mit 2 Ergänzungen:
    1. Wenn ich Empfehlungen der Ernährungsberatung nachmesse, sehe ich auch bei den Empfehlungen von Diabetologen, dass da manches für meinen Diabetes nicht taugt, allem voran die Hafer- und Vollkorn-Empfehlungen.
    2. Wenn du Glück hast, hat deine BZ-Automatik einen langsamen Typ 1 Defekt. Dann kannst du praktisch alles essen, was dir schmeckt, solange du das ausreichend mit Insulin aus Pen oder Pumpe ausgleichst.


    ----------------------------------------------
    Seit der Banting Lecture von Prof. Roy Taylor 2012 weiß die gesamte diabetische Fachmedizin, dass Prädiabetes und Typ 2 Diabetes in den ersten Jahren nach der Diagnosereife vollständig gesund umkehrbar sind. Die gesunde Umkehr muss daher alternativ zu Metformin mit jeder neuen Diagnose angeboten werden!
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    am 21.07.2025 16:38:38 | IP (Hash): 470244022
    Nany schrieb:
    Schokolade esse ich weiterhin in Maßen und scheint aufgrund des Fettgehalts okay zu sein, Pommes ebenso, ansonsten esse ich Gemüse (Tiefkühl, da ich nicht kochen kann und will), salzige Snacks, Nüsse, Obst, Yoghurt, Milch. Auf so schöne Sachen wie Pizza, Kuchen, Reis, Kartoffelbrei, Eis, Haribo, Bonbons etc. muss ich komplett verzichten. Ei soll ich wenig essen wegen Gallensteinen. Mais, Kürbis, Möhren mit Mayo, rote Paprika - meine Lieblingsgemüse - soll ich eher nicht essen. Kohl vertrage ich nicht (und finde ich zum Kotzen). Fleisch esse ich, bin aber kein Fan (schon gar nicht ohne Sauce).

    Hallo Nany,

    bei deiner Aufzählung fallern mir ein paar Sachen ins Auge, die ich gerne richtig stellen möchte.

    Ich fange mal mit dem Fleisch und der Soße an. Wenn sie richtig zubereitet ist, kannst du nso viel Soße zum Fleisch essen, wie du willst. Es darf nur keine Soße sein, die mit dem stark KH-haltigen Soßenbinder gebunden ist. Die soßen lassen sich sehr gut mit Sahne, Sauercreme oder ähnlichem schmackhaft zubereiten.

    Es stimmt zwar, dass Mais, Kürbis, Möhren mit Mayo, rote Paprika mehr KH enthalten, als manches anderes Gemüse. Ich sehe aber keinen Grund, dass du darauf verzichtest, allenfalls müsstest du evtl. die Menge reduzieren. Wenn du z.B. die Möhren oder den Paprika roh isst, dann hast du daraus wertvolle Ballaststoffe, die sehr gesund sind und auch noch den BZ-Anstieg bremsen.

    Salzige Snacks (Kartoffelchips, Salzstangen, sogenannte Krabbenchips, ...) sind richtige KH-Bomben. Die würde ich sein lassen und eher zu gesalzenen Nüssen greifen. Bei Pommes solltest du auch nur kleine Portionen essen. Der BZ steigt dabei wahrscheinlich nur später an, geht aber auch zu hoch.

    Auf so schöne Sachen wie Pizza, Kuchen, Reis, Kartoffelbrei, Eis, ... brauchst du nicht komplett zu verzichten. Als Ausnahmen und in nicht allzu großen Mengen kannst du so etwas von Zeit zu Zeit richtig genießen. Diese Ausnahmen dürfen nur nicht zur Regel werden.

    Die Aussage, dass Tiefkühlgemüse nichts wert sei, stimmt nicht. Das Gemüse wir nach der Ernte zügig verarbeitet und eingefroren, so dass Nährstoffe und Geschmack bestens erhalten werden. Besser kann nur frisch aus dem Garten geerntetes Gemüse sein. Du liegst mit dem Tiefkühlgemüse richtig.

    Alles Gute, Rainer

    ____
    Gegebene Vorschläge und Einschätzungen sind ausschließlich zu Informationszwecken bestimmt und können in keinem Fall professionelle Beratung oder die Behandlung durch einen Arzt ersetzen.
    Bearbeitet von User am 21.07.2025 16:50:09. Grund: BBCodes
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    am 21.07.2025 19:32:03 | IP (Hash): 2104916201
    Das sind eine ganze Menge Dinge/ Wünsche/Frust!
    Dein genannter Wert 150 - 160 nach 1,5 Stunden klingt für mich nach verpasster Blutzuckerspitzen bzw etwas zu viel Kohlenhydrate beim Essen.

    Es gibt sooo viele Gemüsesorten, viele auch in TK - vielleicht solltest du dich etwas umorientieren?

    Fleisch magst du nicht gerne, das Thema Soße wurde ja schon erklärt, also was genau stört? Z.b. einen großen Topf Gulasch aufzusetzen dauert ca 15 - 20 Minuten (Fleisch, Zwiebeln, Tomaten, Wasser und Gewürze) kochen tut es von selbst, dies dann portionsweise einfrieren. Dazu z.b. TK grüne Bohnen und eine kleine Portion Möhren Püree - schon hast du ein fast normales Essen ( Püree ersetzt Kartoffeln)

    Ich persönlichen koche viel vor, z.b. dauert die Zubereitung eines ganzen Backblech voll gefüllter Auberginen (mit Tomaten, Zwiebeln, evtl. Knoblauch , Oliven, Kapern, div. Kräuter, Zitrone und Käse) kaum länger als 2 Portionen davon (ca. 20 Minuten plus Backzeit) und es lässt sich sehr gut einfrieren. Und es ist null Verzicht.

    Statt Fleisch kann man gut Schafskäse, Grilkäse / Halloumi anbraten.

    Oder Hülsenfrüchte in kleiner Menge, ich vertrage zwar kein Soja, lieber aber z.b. Tempeh aus schwarzen Bohnen. Fertig im Kühlregal im Bioladen. Bringt einfach Abwechslung ohne Diät-Gefühl. Dazu esse ich sehr gerne Zwiebel-Champignon Gemüse. Selbst gekocht, geht aber schnell (TK Zwiebeln und tk Champignons gibt's ja auch).

    Vielleicht fehlen dir nur die richtigen Ideen?

    Zum Metformin: damit kann man jahrelang gut zurecht kommen, meine Mutter nimmt es seit über 28 Jahren.

    (Hier gibts heute Kohlrabigemüse, etwas Möhrenpüree, Bolognesesoße mit richtig Fleisch drin. Dazu für mich Steiners lowcarb Nudeln und für meinen Mann Vollkorn Nudeln. Ich selbst meide Getreide, Kartoffeln und Reis)
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    am 21.07.2025 19:58:22 | IP (Hash): 2104916201
    Übrigens gibt es Diabetiker verträgliche lowcarb Schokolade und andere Süßigkeiten. Wenn es nicht ohne geht, dann wenigstens Blutzucker verträglich.

    Auch Pizzateig gibts lowcarb - muss man zwar selbst machen, aber das geht total easy (Hefeteig Lowcarb, 15 Minuten plus gehen lassen)

    Nudeln hatte ich schon genannt, es gibt auch Konjaknudeln - diese mag ich allerdings nur in Gemüsecurry o.ä. da sie für mich eher an Glasnudeln erinnern (und eher geschmacklos sind, sie brauchen Würze)
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    am 21.07.2025 21:44:34 | IP (Hash): 85820214
    Hallo,
    erst einmal vielen Dank Euch. Ich möchte aber noch einmal zwei Dinge betonen:

    1. Ich koche nicht und werde das auch nicht tun - jeder hat seine Grenzen. Nudeln warmmachen okay, aber ich koche keinen Auflauf oder kein Gulasch. Ich hasse Kochen einfach und wenn mein Diabetes eben auch stressbedingt ist (es kam in einer Phase, die extrem stressig war und seither, schon 10 Jahre, bin ich nie wieder richtig "runtergekommen" von dem Stresslevel), wäre das wohl der falsche Weg. Ich bin Vollzeitberufstätig mit sehr weiter Anfahrt und alleinstehend - Kochen bedeutet, meine WEs gehen dann schön fürs Einkaufen drauf und in der Woche kann ich das Stündchen abends Freundetreffen auch noch knicken.

    2. Ich kann einfach nicht noch mehr Geld für Essen ausgeben als ich es schon tue. Seit der Diagnose gebe ich etwa doppelt so viel für Essen aus wie früher (inflationsbereinigt). Sonder-Nudeln und Diabetikerschokolade sind da leider nicht drin. Obendrein muss ich als "Prädiabetiker" mir die Teststreifen ja auch noch selber bezahlen und es funktoiniert sowieso nur jeder zweite, da ich einfach kaum Blut rauskriege (mit Stufe 6 in den Finger stechen ergibt null Ausbeute an Blut, ich muss da schon selber richtig reinhaue, bin halt schlank und nicht so doll durchblutet.)

    Das sind meine Begrenzungen - plus wenig Eier wegen Gallensteinen, plus vertrage Kohlgemüse vom Darm her nicht. Plus: ich habe mein altes Leben geliebt und finde so gut wie nichts mehr lecker seit der Diagnose, seit 7Jahren. es ist maximal "so lala". Früher habe ich z.B. Milchschnitte geliebt, seither nie wieder gegessen....

    Mir ist klar, dass jammern nichts hilft. Vielleicht hilft METFORMIN, aber das müsste ich wohl auch selber bezahlen.
    Wie ist es mit Metformin, muss ich das verschrieben kriegen? Weil mein Diabetologe ja der Meinung ist, ich soll härter diäten (was definitiv nicht drin ist) und joggen (super Idee mit nach einem Unfall kaputtem Knie).

    Danke Euch :-)
    Nany


    Bearbeitet von User am 21.07.2025 21:44:56. Grund: vertippt
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    am 22.07.2025 11:16:30 | IP (Hash): 2132480274
    Ja, Metformin ist verschreibungspflichtig. Aber bei den Werten, die du im Nachbarthread postest, dürfte das kein Problem sein.

    Du sollst ja auch keineswegs mehr Geld für Nahrungsmittel ausgeben. Frische Lebensmittel sind immer günstiger als irgendwelches Fertigzeug.

    Nochmal zu TK-Gemüse...da hat Rainer schon recht, das ist prinzipiell in Ordnung. Aber es verändert durch das eingefrieren seine Konsistenz und verliert ganz viel an Geschmack. Wenn es dir und deinen Kindern trotzdem schmeckt, dann kannst du das ja machen. Für mich wäre es dauerhaft keine Option.

    Noch mal die Frage: Was essen denn deine Kinder, wenn du kochen so kategorisch ablehnst und dich abends mit Freunden triffst?
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    am 23.07.2025 07:48:03 | IP (Hash): 2010152033
    Nany schrieb:
    Obendrein muss ich als "Prädiabetiker" mir die Teststreifen ja auch noch selber bezahlen und es funktoiniert sowieso nur jeder zweite, da ich einfach kaum Blut rauskriege (mit Stufe 6 in den Finger stechen ergibt null Ausbeute an Blut, ich muss da schon selber richtig reinhaue, bin halt schlank und nicht so doll durchblutet.)

    Hallo Nany,

    gegen den hohen Streifenverbrauch könnte vielleicht die Nachfülloption ("Second Chance®") helfen, die es bei den neuen Contourgeräten gibt:
    https://www.diabetes.ascensia.de/typ2-diabetes/second-chance/
    Da kannst du bis zu 60 Sekunden (beim Contour XT 20 Sekunden) weiteres Blut auf den selben Teststreifen auftragen, falls es zu wenig war war.

    Wenn dein Gerät das noch nicht hat, dann besorg dir doch ein neues, am besten kostenlos vom Hersteller. Wenn das funktioniert, musst du nicht mehr so viele Testreifen verschwenden.

    Beste Grüße, Rainer

    ____
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    Bearbeitet von User am 23.07.2025 08:29:01. Grund: BBCodes
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    am 26.07.2025 10:43:09 | IP (Hash): 718014500
    Servus!
    Bin mir nicht sicher, ob oder wie sehr ich den Eingangspost ernst nehmen soll.
    Das gilt allerdings auch für manchen "Tipp" der "sadistischen Nahrungsberaterin". Kein Paprika, Haferkleie??

    Wenn man bezüglich Ernährung nichts auf die Reihe kriegt bzw. kriegen will, wie soll das mit den wahrscheinlich notwendigen Zucker-Messungen funktionieren?

    Kochen ist relativ. Salat schnippeln oder etwas in die Pfanne werfen, ist nicht unbedingt "kochen".

    Mein einfacher Trick klappt nicht bei jedem anderen. Ich unterscheide zwischen "guten" und
    "bösen" Lebensmitteln. Pommes oder Donuts sind "böse". Basta!


    -- Typ DM 2 - aktuell keine und bisher noch nie Medikamente - HbA1c unter 5,7 -- Stand: 01/2025
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    am 26.07.2025 13:05:43 | IP (Hash): 108504734
    Hallo, damit eines ganz klar ist: ich verbitte mir an dieser Stelle Kritik zu meiner Rolle als Mutter. Das gehört hier nicht hin und ich werde hier NICHT erläutern, wie ich meine Kinder betreue oder was sie essen. Weitere Kommentare in die Richtung werde ich melden.
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    am 26.07.2025 13:23:38 | IP (Hash): 108504734
    Buttermilch_14 schrieb:
    Servus!
    Bin mir nicht sicher, ob oder wie sehr ich den Eingangspost ernst nehmen soll.
    Das gilt allerdings auch für manchen "Tipp" der "sadistischen Nahrungsberaterin". Kein Paprika, Haferkleie??

    Wenn man bezüglich Ernährung nichts auf die Reihe kriegt bzw. kriegen will, wie soll das mit den wahrscheinlich notwendigen Zucker-Messungen funktionieren?

    Kochen ist relativ. Salat schnippeln oder etwas in die Pfanne werfen, ist nicht unbedingt "kochen".

    Mein einfacher Trick klappt nicht bei jedem anderen. Ich unterscheide zwischen "guten" und
    "bösen" Lebensmitteln. Pommes oder Donuts sind "böse". Basta!


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    Hallo alle,

    ich bin recht enttäuscht von den bisherigen Tipps hier. Es ist alles dasselbe wie bei meiner mit sichtbarer Genugtuung agierdenden Ernährungsberaterin ("was mögen Sie denn so gar nicht?" - "Vollkornbrot, Kohlgemüse..." - "ab jetzt sollten sie ebendies mögen. Was essen Sie bisher gerne?" - "Obst, Nudeln, Pizza, Salami, Mais, Kürbis, Yoghurt..." - "Davon nichts gut, maximal Beeren oder saure Äpfel - Naturyoghurt?" - ".... jeden anderen" - "ab jetzt nur Natur" - "was sind Ihre Hobbies?" - "kann mich mit vielen anfreunden, aber zwei Dinge mag ich gar nicht: kochen und joggen" - "es wäre gut, wenn Kochen und Joggen ihre neuen Hobbies würden")

    Als Arzt, Therapeut oder sonstiger Ratgeber MUSS man sich auch auf den Horizont seines Patienten einlassen. Es bringt nichts, wenn ein Patient aus verschiedenen Gründen nicht kooperieren kann oder will oder gar keine Lebensqualität mit den Maßnahmen mehr sieht. Und selbst, wenn der ein oder andere von euch noch so gerne am Herd und an der Spüle steht, wenn ihr stolz auf jeden Cent seid, den ihr für megateures Superfood ausgebt - es gibt andere Menschen, die damit gar nichts anfangen können und das für sich nicht wollen. Hinzu kommt, dass es Menschen gibt, die z.B. wegen Reizmagen das ganze blähende Gemüse und Vollkornzeug nicht vertragen oder für die wegen Gallensteinen, Allergien o.ä. noch mehr Nahrungsmittel wegfallen.

    Ich hatte sehr gehofft, dass es andere Möglichkeiten gibt (hatte zb mal gehört, dass Nudeln weniger KH haben, wenn man sie erst einmal abkühlen lässt und dann neu erhitzt, oder dass Zimt helfen kann, etc.) oder dass es Erfahrungen von anderen schlanken Diabetikern gibt (die sicher nicht mit fülligen gleichzusetzen sind, und wo die Motivation für Diät sicher auch geringer ist).

    Kann ja mal einen Tipp aus eigener Erfahrung zum besten geben:
    -- viele kleine Mahlzeiten - wenn ich auf mittelvollen Magen etwas "verbotenes" (= leckeres) esse, haut es zuckermäßig viel weniger rein als auf leeren Magen

    Naja, ich werde dann mal einen anderen Arzt probieren (bisher vier Ärzte, drei Meinungen, 2x Diät, 1x Metformin, 1x "keinen Streß machen und normal weiterleben").
    Vielleicht habe ich ja mehr Glück








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    Mitglied seit: 14.05.2022
    am 26.07.2025 14:12:51 | IP (Hash): 1618718920
    Nany schrieb:

    oder dass es Erfahrungen von anderen schlanken Diabetikern gibt (die sicher nicht mit fülligen gleichzusetzen sind, und wo die Motivation für Diät sicher auch geringer ist).







    Doch Nany,
    solche schlanke Diabetikerinnen gibt es hier. Ich bin eine, BMI etwa 21.

    Ich bin allerdings sehr zufrieden mit den Essensmöglichkeiten die ich habe. Als Verzicht sehe ich mein Essen nicht. Seit ich weiß dass ich Diabetes habe ich eine viel größere Freude am Essen als vorher. Die Zeit die ich für die Essenszubeteitung aufwende sehe ich nicht als lästig sondern als Zeit für mich. Ich tue mir etwas Gutes damit und nicht nur mich, sondern auch meinem Umfeld. Energetisch geht’s mir viel besser. Süßigkeiten oder fertigessen ekeln mich mittlerweile an.
    Gestern gab es zB Gemüse und Würstchen vom Grill mit einer frischen Aubergine-Creme und Quarkdip. Außerdem gab‘s Kichererbsenpralinen zum Kaffee. Heutemorgen 3 Scheiben LC-Brot welches ich 1 mal alle 2 Wochen auf Vorrat backe mit darauf leckere Erdnussbutter.

    Natürlich habe ich mein persönliches Kochbuch nicht sofort nach der Diagnose griffbereit vorgefunden. Das hat einiges an Arbeit gekostet; aber für mich hat es sich total gelohnt. Wie schon gesagt schmeckt es mir besser, energetisch auch alles bestens. Und:
    der HBAC1 Wert ist seit einem Jahr jetzt stabil immer unter 6. Und besonders freut mich dass es keine Spitzen über 150 mehr gibt (hatte 2 mal in den letzten Monaten einen Libre-Sensor)

    Ein Besuch bei der Ernährungsberatung war für mich damals auch frustrierend. Ich bekam nur Tipps wie ich abnehmen konnte. Nach dem einen Besuch habe ich es sein lassen.
    Anfangs habe ich viele kleine Mahlzeiten gegessen um die BZ-Spitzen möglichst niedrig zu bekommen. Mittlerweile esse ich 3 Mahlzeiten und komme gut klar damit.
    Der Körper braucht Zeit sich umzustellen. Und die Psyche auch. Alles andere gibt nur Stress und das tut den BZ, dichselbst und dein Umfeld auch nicht gut.

    Viel Erfolg!



    Bearbeitet von User am 26.07.2025 20:41:26. Grund: Ergänzung
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    am 26.07.2025 18:34:15 | IP (Hash): 767861845
    Dein ganzes Posting klingt für mich sehr nach "wasch mich, aber mach mich nicht nass".

    Du bist nicht bereit etwas zu ändern?
    Dann lass es doch einfach so! Aber dann kann sich nichts positiv ändern.

    Falls du erwartest, die üblichen stark Kohlehydrathaltigen Lebensmittel erlaubt zu bekommen - dann Frage bitte woanders oder jemand anderen. Z.b. Der Effekt mit den reduzierten Kohlehydratmengen durch über Nacht gekühlte gekochte Nudeln oder Kartoffeln ist so minimal, dass es keine Rolle spielt.

    Zudem verschlechtert jedes Zuviel an den falschen /schnell wirksamen Kohlenhydraten die Insulinresistenz und damit die Erkrankung. Irgendwann schafft das die Bauchspeicheldrüse nicht mehr.... dann ist man auf Insulin angewiesen.

    Die zeitgemäße Ernährung bei Diabetes ist eben Kohlehydratarm bzw. stark reduziert und vieles davon lässt sich nicht preiswert und möglichst als Fertigessen kaufen.

    Manchmal muss man sich entscheiden.

    (Nein, ich stehe auch nicht gerne täglich in der Küche, darum habe ich einige Tipps zum vorbereiten/ vorkochen gegeben. Dann das senkt den Aufwand. Meine Gesundheit ist mir wichtiger als z.b. zusätzliche freie Zeit. Meine Ernährung ist zudem höchstens minimal teurer geworden, sicher auch durch häufiger selbst kochen und viel weniger Gebäck, Imbiss etc.)

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    am 27.07.2025 09:39:17 | IP (Hash): 195767602
    Im Familienkreis habe ich einen lieben Menschen mit Typ 2 und einer verglichen mit meiner deutlich lockereren Einstellung zum Essen und zum Blutzucker. Und der Herzschrittmacher dort und der kurze Atem lassen sich locker unabhängig vom Diabetes mit deutlich weniger alltäglicher Bewegung erklären. Höherer alltäglicher BZ-Verlauf muss also nicht immer zwangsläufig in zunehmend miesere Folgen münden.

    Für sich genommen ist der Trick mit der resistenten Stärke z.B. bei Kartoffeln mit Abkühlen und Aufwärmen blutzuckermäßig wenig wert, aber mehrere solcher Tricks zusammen können schon einen deutlich gesünderen Verlauf bewirken.
    “Der Glukose-Trick” ist ne super Start-Zusammenstellung von Möglichkeiten, mit dem Blutzucker im normalen Alltag mehrfache größere Ausflüge zu vermeiden. Seitdem hat die Autorin jede Menge weitere gesammelt und mit immer mehr Mitschreibenden auf ihrem Insta-Account veröffentlicht. Und wo es ursprünglich nur um Blutzuckerausflüge bei Menschen ohne Diabetes ging, sind längst viele mit Diabetes dazugekommen. Vielleicht schaust du ja mal bei insta @glocosegoddess rein?


    ----------------------------------------------
    Mein Ding sind Blutzucker + Blutdruck + Blutfette mit möglichst keinen bis wenig Medis im grünen Bereich = gesund mit Diabetes Typ 2 :)
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    am 27.07.2025 17:36:28 | IP (Hash): 170738857
    Was isst du denn sonst ganz genau an einem Tag? Kannst du mal 1-2 Beispiel-Tage aufschreiben. Dann kann man dir besser Tipps geben.

    Ich mag momentan auch nicht gerne kochen und schaue, dass ich nur wenig selbst machen muss. TK-Gemüse oder Nicer Dicer (zum Gemüse schneiden) sind bei mir deshalb immer im Einsatz.

    Ein paar Alternativen gibt es, aber bei einigen muss man dafür leider mehr Geld zahlen.
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    am 28.07.2025 19:57:41 | IP (Hash): 85820210
    Ich ignoriere mal das ein oder andere (wie gesagt, ich werde nicht regelmäßig kochen, auch nicht "nur" zweimal die Woche) - aber dieser Tip hier war richtig gut:

    Die Frau erklärt z.b., dass man beim Salat mit Brot erst den Salat essen sollte, dann das Brot. Oder, wenn man eingeladen wird und es gibt etwas "Sündiges" zu versuchen, erst einmal Yoghurt zu essen.
    Das mit der Reihenfolge kann ich absolut bestätigen und werde das dann weiter verfolgen.

    Mir ist schon klar, dass das jemanden mit starker Diabetes nicht hilft. Aber soweit bin ich nicht und seit Jahren halbwegs stabil (mit Vollkornbrot und weitgehend ohne Genuss - vielleicht wird letzteres ja mit ein paar solcher Tricks sogar etwas besser).
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    am 30.07.2025 03:26:59 | IP (Hash): 1265184293
    Ganz ehrlich? Ich weiß nicht, wie man Dir helfen könnte.

    Der Diabets Typ 2 wird durch falsche Ernährung und Bewegungsmangel verursacht. An der Ernährung willst Du nicht wirklich etwas ändern. Ob Du Dich ausreichend bewegst, vermag ich nicht zu beurteilen.

    Ich habe im November die Diagnose bekommen, Typ-2 Diabetiker zu sein. Ich hatte einen Autounfall und in der Klinik erfolgte die Diagnose. Nach Entlassung hatte ich erst einmal ein Gespräch mit meinem Diabetologen. Da mein Blutzucker bei Einlieferung bei 440 lag (viel zu hoch), musste ich in der Folge 4 mal am Tag Insulin spritzen.
    Das wr für mich Warnung genug. Ich habe von einem Tag auf den anderen meine Ernährung umgestellt. Im Gegensatz zu Dir koche ich gern. Ich habe zudem 2 Hafertage in der Woche eingelegt. An diesen Tagen gibt es 3 mal täglich 75g Haferflocken, die man im Wasser quellen lassen. Morgens und abends darf man 15 g zuckerarmes Obst beifügen und mttags 25 g feingeschnittenes Suppengrün. Selbst wenn man Hafer mag, ist da kulinarisch viel Raum nach oben.
    Nach 4 Wochen brauchte ich nur noch einmal am Tag das Langzeitinsulin spritzen. Dafür wurde Metformin eingeschlichen. Weitere 4 Wochen durfte ich auch das Langzeitinsulin absetzen. Ich war froh, dass ich kein Insulin mehr spritzen musste. Denn vor und nach jeder Mahlzeit war eine Blutzuckerkontrolle notwendig. Dazu dann der Traubenzucker, den man ständig mitführt. Im November 2023 bin ich mit einem HbA1c-Wert von 12,4 % gestartet. Im Dezember letzten Jahres war ich bei 5,5% angekommen. Kommentar meines Diabetologen: Herzlichen Glückwunsch. Sie haben es gedreht. Bausteine waren dabei neben dem Metformin, eine geänderte Ernährung und mehr Bewegung im Alltag.
    Was die Gallensteine angeht: Meine Empfehlung ist ein ballaststoffreiches Frühstück. Sehr gut geeignet ist die Anreicherung mit Haferkleie. Warum? Es gibt einen sog. Frühstücksreflex. In der Nacht sammelt die Leber überflüssiges Cholesterin ein und sammelt diese in der Gallenblase. Mit dem Frühstück entleert sich die Galle in den Dünndam. Sind genügend Ballaststoffe vorhanden, bindet das Cholesterin an den Ballaststoffen und werden dann über den Enddarm ausgeschieden. Sind zu wenige Ballaststoffe vorhanden, nimmt der Darm das Cholesterin wieder auf. Dadurch entsteht Druck in der Gallenblase und das führt zum Ausflocken des Cholesterin. Macht man das genügend lange, hat man Gallensteine.
    Was mir zudem aufgefallen ist: Du gibst an, dass Du viele kleine Mahlzeiten am Tag isst. Problem ist, dass jedesmal die Bauchspeicheldrüse Insulin ausschüttet. Das verstärkt die Insulinresistenz in den Zellen und fördert die Entwicklung des Diabetes. Besser ist es, 3 Mahlzeiten zu essen und zwischen den Mahlzeiten mindestens 4 Stunden Zeit vergehen zu lassen.

    Ich fürchte, wenn Du nicht bereit bist, Deine Ernährung zu ändern, dann wirst Du irgendwann tatsächlich im Diabetes ankommen. Wenn Du dann nicht die Ernährung umstellst, dann wirst Du irgendwann Insulin spritzen. Da ist dann ganz viel Disziplin gefragt. Denn zu hohe Blutzuckerwerte verursachen zunächst ein Beschwerden (ok, wenn man über 600 liegt, gibt es schon Beschwerden), aber die Langzeitfolgen sind einfach gruselig. Letztlich hast Du es selbst in der Hand.