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Wann Metformin einnehmen?
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am 07.08.2025 09:52:28 | IP (Hash): 1300553253
eb8 schrieb:
Aber eine Alternative gibt es nicht
Es gäbe längst auch andere Mittel zum Start in die Typ 2 Behandlung, aber Met hat sich dafür über die Jahrzehnte praktisch eingebrannt, wie im Video schön beschrieben. Wo das nicht mehr ausreicht, wird ein Mittel dazu gegeben, und wenn die beiden nicht mehr ausreichen, ein drittes. Und wenn die drei nicht mehr ausreichen, werden sie durch eine stärkere Kombi ersetzt und über die Jahre schließlich durch Insulin aus Pens oder Pumpe und über die Jahre auch davon immer mehr. Ich kenne persönlich einen Fall mit um 600 Einheiten Insulin gesamt am Tag für HbA1c um 7.
Das ist die völlig normale Behandlung des progredienten = sich selbst verstärkenden Diabetes Typ 2.
Zu möglichen Alternativen liest du seit 2 Jahren im Medizinforum und schreibst praktisch genauso lange, dass du sie nicht magst ;)
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Mein Ding sind Blutzucker + Blutdruck + Blutfette mit möglichst keinen bis wenig Medis im grünen Bereich = gesund mit Diabetes Typ 2 :)
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am 07.08.2025 12:08:28 | IP (Hash): 2132480274
Hallo eb8...zum Thema Metformineinnahme habe ich identische Aussagen, sowohl von der Uni-Klinik, dem Diabetologen, meiner Hausärztin und der Apothekerin bekommen. Die Morgendosis soll direkt nach dem Frühstück eingenommen werden, also sozusagen mit dem letzten Bissen. Die Abenddosis direkt vor dem Schlafengehen, bestenfalls auf der Bettkante, egal, welche Uhrzeit das ist. Ich fahre seit Jahren gut damit.
Zu Brot und Brötchen...auch ich kann nicht ganz ohne, wenn du aber deinen Brot- und Brötchenkonsum auf Vollkornprodukte umstellst, ist schon viel gewonnen.
Ansonsten erachte ich es für wichtig, keine industriell verarbeiteten und veränderten Lebensmittel zu konsumieren. Besser ist saisonal und regional und alles selbst zubereiten. Für viele hier ist das nicht der Weg...muss jeder selber wissen...1 Benutzer dankte für diesen Nützlichen Beitrag. -
am 07.08.2025 12:46:25 | IP (Hash): 717049776
Danke! Mein Doktor hat behauptet, Metformin würde die Verstoffwechselung des Zuckers in der Nahrung beeinflussen. Deshalb soll ich es vor dem Essen nehmen, damit schon genügend da ist, wenn das Essen kommt. Aber ich hatte Magenprobleme. Das stimmt jedoch gar nicht; Metformin hat darauf keine Wirkung, wie ich jetzt in diesem thread gelernt habe, es bewirkt, dass die Leber weniger Glukose produziert; die macht das aber unabhängig vom Essen. Geht der Blutzucker insgesamt runter, sind natürlich auch die Peaks nicht mehr so hoch. Ich mache das nun so, wie du undmit den anderen vorgeschlagen hast: 850 mg gleich nach dem Frühstück (das ist jetzt wieder magenfreundlich) und 1.000 mg auf der Bettkante.
Mit Brot und Brötchen experimentiere ich noch :-). -
am 07.08.2025 19:00:06 | IP (Hash): 1051232955
Sehe ich das richtig. du gehst immer noch nicht zum Diabetologen? Nach offenbar mehreren Jahren mit so hohem BZ? Mir würden solche Werte und seine Folgen eine Heidenangst machen.
Hast du das Video von Prof. Pfützner angesehen?
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DM2 in Remission ohne Medikamente 😎 -
am 07.08.2025 21:05:04 | IP (Hash): 1300553253
Henrie schrieb:
Mir würden solche Werte und seine Folgen eine Heidenangst machen.
Mir auch. In meinem Bekanntenkreis ist ein schlanker und sportlicher Mann Mitte 40, den seit nem guten Jahr wohl mehrere Schlaganfälle im wahrsten Sinne des Wortes aus den Latschen gekippt haben. Nebenbei wird erzählt, dass er wohl schon seit Jahren T2D hat, HbA1c auch schon mal bis um 8, aber viel schlimmer sei ja sein Pipeline-Problem.
Offenbar hat da bislang niemand den Zusammenhang zwischen jahrelang extrem erhöhtem Insulinumsatz und schadhaften Gefäßwänden beachtet und in der Behandlung berücksichtigt. Und der aus meiner Sicht noch junge Mann ist damit in guter Gesellschaft, auch ärztlicher und fachärztlicher. Denn da finde ich selten einen Hinweis auf die über Jahre hohe Belastung durch intaktes Proinsulin.
Proinsulin ist das Produktionsmolekül, das bei der Ausgabe aus den Beta-Zellen in Insulin und C-Peptid geteilt wird. Unter Stress geben die Betas immer mehr ungeteilt aus, also intakt. Und damit vergrößern sie ihren Stress, denn das Proinsulin hat nur um 10% von der Blutzuckerwirkung des ordentlich geteilten. Und wo der BZ die Ausgabe triggert, sorgt die geringere BZ-Wirkung natürlich für mehr Ausgabe und mehr Stress und mehr …
ABER Proinsulin hat dieselbe Fettwirkung wie ordentlich geteiltes Insulin. Also mit viel mehr Proinsulin ein wahnsinniges Mehr an Fettwirkung! Zumal Proinsulin im Blut eine um das Vierfache längere Halbwertzeit gegenüber dem ordentlich geteilten Insulin hat. Damit zwingt es jede Menge Fett in die Gefäßwände. Die intravenöse Insulingabe, mit der vor allem wohl in den 60ern des vorigen Jahrhunderts unternehmunglustigere Menschen mit Typ 1 hohe BZs sehr erfolgreich behandelt haben, wurde genau deswegen eingestellt.
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Mein Ding sind Blutzucker + Blutdruck + Blutfette mit möglichst keinen bis wenig Medis im grünen Bereich = gesund mit Diabetes Typ 2 :)
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am 07.08.2025 21:35:30 | IP (Hash): 459263824
Zuckerle schrieb:
Zu Brot und Brötchen...auch ich kann nicht ganz ohne, wenn du aber deinen Brot- und Brötchenkonsum auf Vollkornprodukte umstellst, ist schon viel gewonnen.
Aufgrund meiner Beobachtungen würde ich diesen Satz eher bestreiten. M.E. bringt der Ersatz durch Vollkorn bei gleicher Kohlenhydratmenge keinen großen Vorteil für den BZ.
Man sollte eher auf das Gewicht und die Kohlenhydratmenge des Brötchens oder Brots achten.
Auch Vollkornbrot ist mitunter sehr kohlenhydratreich und schwer.
Bearbeitet von User am 07.08.2025 21:37:12. Grund: Ergänzung -
am 07.08.2025 21:59:01 | IP (Hash): 717049776
Henrie schrieb:
Sehe ich das richtig. du gehst immer noch nicht zum Diabetologen? Nach offenbar mehreren Jahren mit so hohem BZ? Mir würden solche Werte und seine Folgen eine Heidenangst machen.
😎
Sind denn die Werte nüchtern um 140 mg/dl und nach dem Frühstück um 200 mg/dl sooo hoch? Mein HbA1c ist 6,5 %. -
am 07.08.2025 22:10:18 | IP (Hash): 2132480274
Ja, besonders 200 ist sehr hoch. Erstaunlich, dass du dabei einen HbA1c von 6,5 hast. -
am 07.08.2025 22:13:16 | IP (Hash): 717049776
Zuckerle schrieb:
Ja, besonders 200 ist sehr hoch. Erstaunlich, dass du dabei einen HbA1c von 6,5 hast.
200 für etwa 10 Minuten nach dem Frühstück und dann den ganzen Tag nicht mehr? Mein Doktor findet das nicht bedenklich, darum habe ich mich auch nicht stärker bemüht.
(Ok: 340 nach einer Kugel Eis, aber auch gleich wieder weg)
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am 07.08.2025 22:30:36 | IP (Hash): 459263824
schrieb:
Sind denn die Werte nüchtern um 140 mg/dl und nach dem Frühstück um 200 mg/dl sooo hoch? Mein HbA1c ist 6,5 %.
Bei dem Nüchtern-BZ und dem Wert nach Frühstück würde ich eher einen HbA1c von 7,0 % erwarten.
Ich persönlich halte einen Diabetes mit einem HbA1c von 6,5 % für ausreichend eingestellt.
Das sehen die Foristen eher strenger.
Man könnte das Metformin erhöhen, Richtung 2000 mg
Bei schlechter Verträglichkeit könnte man nach Retardpräparaten fragen, die besser verträglich sein sollen.
Bearbeitet von User am 07.08.2025 22:32:14. Grund: corr