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GLP1 oder doch Skalpell?
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am 26.10.2025 21:35:28 | IP (Hash): 1775035091
„Wir sind vielleicht nicht mehr so sexy, aber wir sind billiger.“ Dieser Satz, geprägt von Ricardo Cohen, dem Präsidenten der International Federation for the Surgery of Obesity and Metabolic Disorders (IFSO), wurde auf dem Weltkongress der Organisation 2025 in Santiago, Chile, mehrfach wiederholt. Er bringt einen wachsenden Konsens unter Experten zum Ausdruck, die metabolische und bariatrische Chirurgie durchführen, erforschen und vertreten, und das angesichts der zunehmenden Verwendung von GLP-1-Agonisten und verwandten Medikamenten gegen Fettleibigkeit.
So lese ich gerade in Medscape, und da werden monatlich 900-1350 $ mit lebenslang einmalig 17.000-26.000 $ verglichen. Und zu den Medikamentenkosten kommt wohl noch eine zunehmende Unsicherheit der lieferkettigen Verfügbarkeit.
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Mein Ding sind Blutzucker + Blutdruck + Blutfette mit möglichst keinen bis wenig Medis im grünen Bereich = gesund mit Diabetes Typ 2 :)
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am 27.10.2025 11:51:53 | IP (Hash): 2050830056
Ich schätze das Risiko einer bariatrischen Op als zu hoch ein.
M.E. Mittel der allerletzten Wahl, wenn konservative Optionen ausgeschöpft sind.
Ich weiß von zwei Personen, die an Folgen einer solchen Op jämmerlich verreckt sind (Nahtinsuffizienz, Wundheilungsstörung, Peritonitis, Sepsis).
Bearbeitet von User am 27.10.2025 11:52:42. Grund: Ergänzung -
am 29.10.2025 21:40:32 | IP (Hash): 1053701216
Die kranken Kassen gehen bislang danach, was auf absehbare Sicht in der Menge günstiger ist. Und da ist die OP mit 1mal zahlen für lebenslang deutlich günstiger, als die Anbnehmspritzen nach 2 Jahren zum selben Preis - aber 2 Jahre weiter schon zum doppelten usw usw usw…
Deine Beispiele sind traurige Ausnahmen, die die Kassenrechnung allerdings sogar noch entlasten :(
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am 29.10.2025 22:32:15 | IP (Hash): 1055950618
hjt_Jürgen schrieb:
Die kranken Kassen gehen bislang danach, was auf absehbare Sicht in der Menge günstiger ist.
Die Behandlung wird gar nicht von den Krankenkassen vorgegeben, sie wird von den Ärzten zusammen mit dem Patienten festgelegt. Die KK prüfen nur, ob sie es bezahlen müssen oder nicht. Ob sie etwas bezahlen müssen, wird vom G-BA festgelegt, in dem die KK lediglich ein kleines Mitspracherecht haben.
Ich finde es einigermaßen befremdlich, dass Jürgen hier für die bariatrische Chirurgie wirbt, ohne sich näher damit beschäftigt zu haben. Mögliche Nachteile wischt er einfach beiseite und das sind nicht nur die von Hape aufgezählten.
Bearbeitet von User am 30.10.2025 07:59:42. Grund: .1 Benutzer dankte für diesen Nützlichen Beitrag. -
am 30.10.2025 12:19:48 | IP (Hash): 1165944053
Werbung mache ich für das gesunde Leben mit Diabetes vorrangig mit der passenden Auswahl und Portionierung von Essen & Trinken und möglichst viel regelmäßiger Bewegung und für den dann noch verbleibenden Rest zum gesunden Ausgleich mit dem dann noch nötigen Minimum an Medikation.
Dass ich damit auch für bariatrischen OPs werbe, ist mir neu. Hier habe ich lediglich auf die Diskussion im großen Versorgungs-Geschäft hingewiesen, und das richtet sich in erster Linie danach, womit die Anbieter am meisten verdienen. Natürlich gern auch mit dem Argument, dass genau das ja auch das wie auch immer fristig günstigste für die Kostenträger sei.
Sorry, aber wir Betroffene kommen in den Diskussionen nur in Studien vor, mit denen mit uns die entsprechenden Argumente belegt werden. Vielleicht schaust du mal ein bisschen genauer hin, wie der G-BA funktioniert.
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Bearbeitet von User am 30.10.2025 13:38:25. Grund: . -
am 03.11.2025 08:21:10 | IP (Hash): 745799148
hjt_Jürgen schrieb:
Dass ich damit auch für bariatrischen OPs werbe, ist mir neu.
Selbstverständlich machst du Werbung für die OP, wenn du einseitig deren Pro-Argumente hier anbringst und auch noch untermauerst.
Wenn du mal ein bisschen genauer hinschauen würdest, wie der G-BA arbeitet, dann könntest du sehr gut erkennen, wie wir Betroffenen in deren Arbeit berücksichtigt werden. Betroffen sind wir nämlich nicht nur als Diabetiker und als Patienten, sondern auch als Beitragszahler, die die ganzen Behandlungen finanzieren müssen. -
am 03.11.2025 17:31:09 | IP (Hash): 583828206
G-BA Zusammensetzung im Detail
Mitglieder Anzahl
Unparteiische Mitglieder
1 Vorsitzender und 2 weitere Mitglieder
3
Kostenträger
GKV-Spitzenverband (gesetzliche Krankenkassen)
5
Leistungserbringer
Deutsche Krankenhausgesellschaft (DKG)
2
Leistungserbringer
Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV)
2
Leistungserbringer
Kassenzahnärztliche Bundesvereinigung (KZBV)
1
Patientenvertreter
Ohne Stimmrecht
5
Was sich hier aus der Tabelle Reinkopieren lässt, sieht nicht so übersichtlich aus, aber für die Info ausreichend
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am 04.11.2025 04:05:47 | IP (Hash): 848069442
@hjt_Jürgen
Deine Liste bestätigt einen der Einwände von Rainer (lediglich Mitspracherecht von Patientenvertretern).
Soweit ich verstanden habe, ist "bariatrische Chirurgie" der Oberbegriff, unter dem verschiedene operative Methoden zur Gewichtsreduktion zusammengefasst werden – unter anderem jene, die auf einer Verkleinerung des Magens beruhen.
Magenverkleinernde Verfahren sind u.a.:
- Schlauchmagen (Sleeve-Gastrektomie), wohl die klassische Magenverkleinerung, und
- Magenbypass (zudem wird ein Teil des Dünndarms umgeleitet).
Neben den nicht gerade beruhigenden Risiken (kurz- und langfristig) muss folgendes beachtet werden:
Ernährungsumstellung sowie lebenslange Nahrungsergänzung und Kontrollen sind zwingend erforderlich.
Nahrungsergänzung gilt insbesondere für Eisen, Vitamin B12, Folsäure, Calcium, Vitamin D, Eiweiß.
Nach meinem Kenntnisstand sind diese Ergänzungsmittel allesamt NICHT rezeptpflichtig und somit vom Patienten selbst zu tragen.
Ich persönlich hätte mich in der Anfangsphase meines Umdenkens (Ernährungsumstellung) übrigens keiner OP unterziehen dürfen, da der BMI bei größer 40 lag.
-- Typ DM 2 - aktuell keine und bisher noch nie Medikamente - HbA1c unter 5,7 -- Stand: 08/2025